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Selbsthass bei Gewichtszunahme

7. Mai 2015 um 11:14

Hallo,

ich habe durch mehrere Autoimmunerkrankungen viel Gewicht verloren, wog in meiner schlimmsten Zeit 31,5 kg (bin 1,70 m groß).
Ich habe jetzt durch Anpassung meiner Therapie (neue Medikamente, mehr Insulin, etc.) auf 38 kg zugenommen.
Irgendwie komme ich damit nicht klar. Ich sehe mich schon noch als sehr dünn im Spiegel, trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen, denke, mit dem Gewicht müsste ich doch jetzt schon viel leistungsfähiger und fitter sein.
Klar sind da auch noch meine anderen Erkrankungen, nicht nur das Untergewicht.
Meine Hausärztin hat mich sehr gelobt für die Zunahme, aber ich habe den Eindruck, jetzt ist die Sache mit dem Untergewicht für sie vom Tisch...nicht mehr akut.

Ich habe den Eindruck, als müsste ich jetzt gesund, fit, etc. sein, aber so fühle ich mich eben nicht. Und ich fühle mich zeitweise schwächer als mit einem niedrigeren Gewicht.
Bin gerade kurz davor, einfach nichts mehr zu essen oder Medikamente wieder abzusetzen. So nach dem Motto: Wenn ich wieder so dünn bin, werde ich auch wieder als richtig schwach angesehen, so wie ich mich auch fühle.

Vom Kopf her weiß ich, dass ich mit den 38 kg noch sehr dünn bin, aber ich bewege mich in diesem Bereich seit ca. 5 Jahren....in der Ernährungsambulanz sagte man mir, der Körper wäre an diesen Zustand schon angepasst, solange die Blutwerte stimmen würden, wäre das nicht so gefährlich.

Ich höre da aber anderes von plötzlchem Tod, Folgeschäden, habe jetzt schon eine schwere Osteoporose mit mehreren Wirbelbrüchen, durch Kortison, aber sicher auch durch das Untergewicht.

Danke fürs Zuhören

Maxi382

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8. Mai 2015 um 2:18

...
Hast du mal deinen Bmi ausgerechnet? Dein Gewicht befindet sich im lebensbedrohlichen Gewichtsbereich. Du könntest zwangseingewiesen werden. Ich rate dir freiwillig in eine Klinik zu gehen. Das ist wesentlich angenehmer, als gezwungen zu werden. Du darfst dich schlapp und kaputt fühlen, du bist es ja auch. Bei deinem Bmi liegen andere auf der Intensiv.
Kämpfe bitte, bevor es zu spät ist...
lg

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8. Mai 2015 um 8:54

Hallo
die Ärztin in der Ernährungsambulanz wie gesagt meinte, dass, wenn mein Körper schon so lange im niedrigen Gewichtsbereich wäre, wäre er daran gewöhnt und es wäre nicht so gefährlich.
Finde ich allerdings auch nicht so ganz plausibel.

Die ganze Zeit ist mein Untergewicht nur auf meine körperlichen Erkrankungen geschoben worden.
Jetzt aber, wo ich diesen Selbsthass und die Verunsicherung bei der Gewichtszunahme merke, frage ich mich, ob da nicht auch ein psychisches Problem mitspielt. Und jetzt, wo ich heute wieder fast 1 kg weniger habe, freue ich mich irgendwie, aber gleichzeitig habe ich auch ein schlechtes Gewissen.

Also ein gestörtes Verhältnis gegenüber dem Essen habe ich auf jeden Fall. Ich muss schon immer aufpassen, was ich esse, da mein Magen-Darm-Trakt von der Autoimmunkrankheit betroffen ist. Ich habe außerdem eine Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse, einen Diabetes und nach einer Darm-OP seit einem halben Jahr ein Stoma....von daher überlege ich schon immer viel mehr als andere Leute, was ich essen darf und was nicht.

Viele Grüße

Maxi

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