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Seit wann habt ihr eine Essstörung

19. März 2011 um 13:18

Mir ist aufgefallen, dass viele Mädels hier im Forum bereits seit vielen Jahren essgestört sind (Bulimie, Magersucht, Abführmittel ... ) Bei mir ist es auch so: Ich bin seit 6 Jahren psychisch krank bzw. essgestört ... Ich habe mir erst letztes Jahr darüber mal ernsthafte Gedanken gemacht, vorher wollte ich es mir nie eingestehen. Da ich sehe dass viele hier im Forum ebenfalls schon sehr lange essgestört sind wollte ich mal wissen ob es bei euch auch so ist, dass ihr euch erst nach langer zeit getraut habt, die krankheit einzugestehen?
Oder habt ihr bereits nach Beginn der ersten Anzeichen effektiv damit auseinander gesetzt??

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19. März 2011 um 14:09

Liebe Goneyla,
ich habe mich erst nach sehr langer Zeit eingestehen können, dass ich ernsthaft essgestört bin (Anorexie) und Hilfe brauche. Ich habe schon seit meiner Kindheit ein gestörtes Verhältnis zum Essen und kann wohl seit meinem 12. Lebensjahr anorektisch. Wirklich eingestanden habe ich mir das erst nach 12 Jahren mit 24 und habe dann nochmal etwa ein Jahr gebraucht um mir Hilfe zu suchen. Mit nun fast 27 bin ich langsam auf dem Weg aus der Essstörung. Ich glaube ich habe die ersten Anzeichen selbst gar nicht als problematisch wahrgenommen - mir ging nie körperlich schlecht - und habe mich immer mehr damit arrangiert. Umso schwerer ist es jetzt dauerhaft ein gesundes Essverhalten beizubehalten - aber es klappt immer besser und es lohnt sich!

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19. März 2011 um 14:11
In Antwort auf traumverloren1

Liebe Goneyla,
ich habe mich erst nach sehr langer Zeit eingestehen können, dass ich ernsthaft essgestört bin (Anorexie) und Hilfe brauche. Ich habe schon seit meiner Kindheit ein gestörtes Verhältnis zum Essen und kann wohl seit meinem 12. Lebensjahr anorektisch. Wirklich eingestanden habe ich mir das erst nach 12 Jahren mit 24 und habe dann nochmal etwa ein Jahr gebraucht um mir Hilfe zu suchen. Mit nun fast 27 bin ich langsam auf dem Weg aus der Essstörung. Ich glaube ich habe die ersten Anzeichen selbst gar nicht als problematisch wahrgenommen - mir ging nie körperlich schlecht - und habe mich immer mehr damit arrangiert. Umso schwerer ist es jetzt dauerhaft ein gesundes Essverhalten beizubehalten - aber es klappt immer besser und es lohnt sich!


Sorry: sollte heißen: ich habe MIR erst nach sehr langer Zeit ... + ... und kann wohl seit meinem 12. Lebensjahr als anorektisch EINGESTUFT WERDEN. Sorry! + ... mir ging es nie körperlich schlecht

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19. März 2011 um 16:20

Bei mir war es eine diät
also ich hab mir eigentlich NIE gedanken über das essen gemacht und war trotzdem dünn, dann bin ich aber als ich 15 wurde, vor knapp 2 Jahren für ein halbes Jahr ins Ausland gegangen und hab da ein bisschen zugenommen.
als ich wieder zuhause war, hab ich mich so ziemlich das erste mal in meinem leben gewogen und wollte ganz entspannt wieder unter 60 Kilo kommen (wog damals 64 Kilo bei einer größe von 169cm) fand mich eigentlich gar nicht zu dick.
das ging dann aber so gut und leicht das abnehmen, von allen seiten kamen komplimente, ich hatte mein körper, mein leben alles unter kontrolle und fühlte mich stark.
ich hab nicht mehr aufgehört abzunehmen bis aus den komplimenten irgendwann Sorgen wurden... bei 46 kilo.
Ich hatte als ich wieder in deutschland war in einem halben Jahr knapp 20 Kilo abgenommen... der hunger und alles wurde dann irgenwann zu bulimie...und seit dem lässt mich das essen nicht mehr los, ich zählen emsig kalorien, wiege mich fast täglich, aber immerhin hab ich aufgehört zu kotzen und wiege 52 kilo jetzt seit gut einem halben Jahr und esse einigermaßen regelmäßig.
das ganze hat bei mir also vor 2 jahren angefangen... und desshalb hoffe ich dass ich da noch ganz rauskommen werde!

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19. März 2011 um 16:35

Also
ich habe seit ca 1 1/2 -2 Jahren eine Es.MS und phasenweise Bulimie.Am Anfang wollte ich mir es auch nicht eingestehen und empfand alles normal.Bei mir fing es auch mit einer harmlosen Diät an und ich wollte immer schneller und schneller abnehmen und habe gefallen dran gefunden.Es war sozusagen"normal" bei mir geworden nicht viel zu essen.
Jaa und dann vor ca.einem halben Jahr bin ich echt nachdenklich geworden und mir ist klar geworden das das was ich mache und tue echt nicht mehr normal ist.Habe mich dann ausführlich informiert und dann musste ich mir eingestehen das ich eine ES habe ,doch dazu muss ich sagen das es manchmal tage gibt an denen ich es immer noch nicht so wirklich "wahrhaben" will und mir alles schön reden will...
Ich versuche zwar auch momentan da rauszukommen(ohne Therapie etc.),aber ich glaube es hat noch nicht so wirklich"klick" gemacht,da es mir sehr schwer fällt die ES loszulassen...

Lg

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19. März 2011 um 22:29

15 jahre
Also bei mir fing es sehr spät an. Mit 19 und wenn mich jemand fragt warum? Ich kanns nicht sagen. Das erste Mal habe ich mein Essen erbrochen nachdem mal wieder meine zukünftige Svhwiegermutter mit Essen in meiner Pause auf mich wartete und ich keinen Hunger hatte. Weil ich wusste es gibt wieder enttäuschenden Ärger mit unfähren Auseinandersetzungen. Also war mein Plan essen, damit die Stimmung bleibt! Irgendwie wurde mir darauf schlecht ich konnte aber nicht brechen Also hab ich nachgeholfen. Jetzt machte ich es regelmäßig, damit es keinen Streit gab. Zur gleichen Zeit fing in meiner Praxis eine neue Kollegin an. Sie trank nur Buttermilch und Saft. Sie sagte mir wenn du abnehmen möchtest- das ist gut! Ich probierte es. Und natürlich nahm ich ab. Jetzt wurde diese Kombination zum Zwang. Ich sah, das ich immer mehr Komplimente bekam und im Ansehen aufstieg! In drei Monaten nahm ich 30 kg ab Schrecklich! So begann mein Leidensweg von nunmehr 15 Jahren! Meine Bilanz: 2monate psychosomatische Klinik in der MHH, 5 jahre Ergotherapie, unzählbare Versuche einen Therapeuten zu finden, 1 Jahr Beratungsstelle, jede Menge Magenspiegelungen und viele Nächte mit bestimmt schon über 1000000000 Kalorien die ich wieder ausgekotzt habe... Tja, zur Zeit versuche ich es selbst mit mir aufzunehmen. Habe mir das buch "Bulimie besiegen" gekauft! Mal sehen, vielleicht klappt es diesmal

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19. März 2011 um 23:11

Gefühlt? (m)ein Leben lang...
Bin als Baby untergewichtig auf die Welt gekommen und wollte keine Milch trinken. (Hat meine Mutter mir natürlich nachträglich erzählt^^)
Als Kleinkind war ich normalgewichtig, aber schon immer sehr Süßigkeitenaffin.
In der Grundschule wurd ich immer pummeliger und unglücklicher, es gab schon erste Depressionsanzeichen...
5. - 11. Klasse wurde ich immer dicker, sogar adipös.
Als ich dann irgendwann die 12. wiederholt hatte, schlug es um. Ich nahm 40 Kilo ab und landete bei MS. Dann folgten Sportsucht und Bulimie.

Und jetzt? Sport, FA, Kalorienzählen, Fasten, Kotzen.
Depressionen und Selbsthass.

Ich weiß auch nicht mehr weiter, ich kann nicht mehr.

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20. März 2011 um 9:26

10 jare...... (bin 24)
seit ich denken kann,fühlte ich mich nicht wohl in meinem körper und zu dick.
mit 11 hab ich die ersten diäten begonnen,die aber immer wieder fehlgeschlagen sind und mit 14 fing ich dann das erbrechen an.hab jetzt seit 10 jahren ne mischform aus magersucht und bulime..hab dutzende therapien hinter mir..alles vergeblich.

das einzige das mir geholfen hat,war meine schwangerschaft (ungeplant) seit dem hab ich mich relativ gut im griff....
los werde ich diesen scheiß aber wahrscheinlich nie...

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20. März 2011 um 13:04

Hi,
ich habe nun auch seit 11 Jahren eine ES. Es fing an als ich 18 war, also recht spät.
Ich weiß nicht wie ich da reingerutscht bin. Irgendwann habe ich bemerkt, dass ich Angst vor dem Essen habe (ich war in ein Restaurant eingeladen, da bekam ich plötzlich Panik vor dem "Essen-müssen"). Dann habe ich auch erst so richtig wahrgenmmen, dass ich bereits 5 kg abgenommen hatte- von 52 auf 47 kg (bin 161 cm).
Ich habe selbst gar nicht kapiert, was da mit mir los ist und bin zum Arzt. Da hörte ich zum ersten Mal von Anorexie.

Die Anorexie hielt sich etwa 2 Jahre, dann hatte ich Heißhungeranfälle, nahm auf NG zu und habe seitdem Bulimie.
Anfangs ziemlich heftig, ich habe mich mehrmals am Tag übergeben und hatte echt so einen krassen Heßhunger wo nichts anderes mehr geht.
Das habe ich heute nicht mehr. Ich habe zwar in regelmäßigen Abständen FAs (mit Erbrechen), aber ich weiß gar nicht so genau warum. Aus Langeweile oder Gewohnheit? Manchmal auch so eine Art Stressabbau.

Habe auch schon mehrerer ambulante und stationäre Therapien hinter mir, meist aber abgebrochen.
Die letzte war vor 2 Jahren im ZI in Mannheim, das hat mir sehr geholfen vor allem was die Persönlichkeitsstörung (Borderline) angeht.

Liebe Grüße,
lescourgettes

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20. März 2011 um 13:54

Verrückt:
also was ich so lese ist dass es bei euch eigtl genauso wie bei mir ist: man kann nicht wirklich sagen wieso oder wann genau es angefangen hat oder? bzw. wann dieser verdammte selbsthass so überhand genommen hat. es ist verdammt scheiße...

hab mal ne relativ intime frage: wenn man schon so lange bulimie hat: wie siehts bei euch mit den zähnen aus? gibts da irgendwelche auswirkungen bei euch??? ich hab noch nix bzw weiß nicht wie sich das auf den mundraum auswirken kan =///

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20. März 2011 um 15:41
In Antwort auf essie_11893848

Verrückt:
also was ich so lese ist dass es bei euch eigtl genauso wie bei mir ist: man kann nicht wirklich sagen wieso oder wann genau es angefangen hat oder? bzw. wann dieser verdammte selbsthass so überhand genommen hat. es ist verdammt scheiße...

hab mal ne relativ intime frage: wenn man schon so lange bulimie hat: wie siehts bei euch mit den zähnen aus? gibts da irgendwelche auswirkungen bei euch??? ich hab noch nix bzw weiß nicht wie sich das auf den mundraum auswirken kan =///

@ zähne..
dafür das ich seit 10 jahren bulimie habe,sehen meine zähne noch gut aus.
also was das betrifft hab ich ziemliches glück.man sieht ihnen meine kranken angewohnheiten zwar nicht an,aber mein zahnschmelz ist nicht mehr der beste.sind ziemlich schmerzempfindlich...

aber ich denke das ist eh bei jedem anders...

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20. März 2011 um 16:38
In Antwort auf essie_11893848

Verrückt:
also was ich so lese ist dass es bei euch eigtl genauso wie bei mir ist: man kann nicht wirklich sagen wieso oder wann genau es angefangen hat oder? bzw. wann dieser verdammte selbsthass so überhand genommen hat. es ist verdammt scheiße...

hab mal ne relativ intime frage: wenn man schon so lange bulimie hat: wie siehts bei euch mit den zähnen aus? gibts da irgendwelche auswirkungen bei euch??? ich hab noch nix bzw weiß nicht wie sich das auf den mundraum auswirken kan =///

Hi,
also meine Zähne sind recht kälteempfindlich und ich hatte nun schon 3 Wurzelbehandlungen an Backenzähnen, außerdem habe ich oft Zahnfleischentzündungen. Das habe ich aber alles erst seit 2 Jahren etwa, davor hatte ich solche Probleme nicht. Ich nehme doch stark an, dass diese Beschwerden mit meiner Bulimie zusammenhängen.
Naja, jedenfalls achte ich darauf eine Zahncreme mit Flourid zu benutzen und nehme auch regelmäßig Zahnseide.

Liebe Grüße,
lescourgettes

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