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"Schwiegermutter" ist Alkohilkerin

9. November 2010 um 15:44 Letzte Antwort: 3. Januar 2011 um 22:33

Hallo.
Ich bin ganz frisch hier angemeldet und beginne direkt mit so einem heiklen Thema. Es (be)trifft mich sehr.

Ich beginne mal ganz vorne.
Ich bin seit Ende Dezember 2009 mit meinem Freund zusammen. Wir verstanden uns auch mal besser, aber nie irgendwie schlecht. Ich vermute, daß seine Laune auch viel vom Alkoholpegel seiner Mutter abhängt. Im Großen und Ganzen ist sie ihm aber, mal salopp gesagt, scheiß egal.
Irgendwann Anfang Januar saß ich am Notebook meines Freundes und arbeitete an einer Präsentation für mein Studium, welche am Folgetag fällig war. Da klopfte es an der Tür, sie kam rein und fuhr mich in einem sehr harschen Ton an, sie müsse mit mir reden. Ich dachte mir "gut" und willigte ein.
Sie kam rein, war betrunken, setzte sich sofort neben mich auf's Sofa und begann mit einem sehr privaten Thema. Sexualität. Sie wollte wissen, wie mein Freund und ich verhüten, da mein Freund ihr gesagt hat, daß ich keine Pille nehme. (Was ja meine Sache ist)
Ich meinte, daß es noch andere Möglichkeiten gibt, wie man verhüten kann, ich diese aber sicherlich nicht mit ihr besprechen werde, allein, weil wir uns noch gar nicht kennen.
Da begann sie zu heulen.
Dann ging es weiter damit, daß ich mich ja gar nicht mit ihr beschäftigen würde. Mein Freund hätte ja IMMER mit ihr gefrühstückt (was nicht stimmt, da er in der Woche arbeitet und wochenends immer etwas vor hatte) und war immer bei ihr und seit es mich gibt, da ist alles total anders.
Also sie ist durch und durch eine Lügnerin. Das steht fest. Aber dazu im Weiteren mehr.
Ich meinte dann, daß ich mir auch schon Gedanken gemacht habe, wie ich denn einen guten Anfang finden könnte mit ihr.
Wollte sie alles nicht hören. Sie wandte sich ab von mir, heulte, war beleidigt.
Danach gab es immer wieder ein Auf und Ab.
Ich habe wirklich versucht mich zu interessieren, aber sie lebt in einer ganz anderen Welt als mein Freund und ich es tun. Allein durch den Alkohol.
Sie trinkt nicht täglich, aber so oft sie Geld in der Tasche hat und keiner zuhause ist, geht sie ins Dorf und kauft Alkohol. Mit Vorliebe Wein in 1,5l Tetrapack.
Kurz vor Ostern eskalierte es dann richtig. Sie griff mich an, wollte mich rauswerfen. Sie konnte ihre Finger nicht bei sich behalten und ging auf mich los, ich wehrte lediglich ab und rief die Polizei, die mir aber nicht geholfen haben. Mein Freund griff natürlich ein und beschützte mich.
Es folgten Dinge wie DIebstahl (Geld), Lügen in der Nachbarschaft (mein Freund und ich würden immer nur Sex haben, tags wie nachts, sie bekommt kein Geld von meinem Freund, ihr Leben ist vorbei, sie wurde ständig vergewaltigt (kann gar nicht sein, da sie seit 15 Jahren geschieden ist und seitdem keinen neuen Mann kennengelernt hat) und so weiter.
Ich selber bin mittlerweile in psychologischer Behandlung, u. A. wegen dieser Probleme.
Die Sache, weswegen ich jetzt hier schreibe ist, daß mein Freund oft gestresst und schlecht gelaunt ist.
Mein Psychologe sagte mir neulich erst noch, daß er es als Alokoholikerverhalten sieht, ohne, daß mein Freund etwas getrunken hat. Mein Freund war noch ein Teenager, als der Alkoholismus seiner Mutter begann, dazu wurden sie obdachlos und mussten in einer 1-Zimmer Notunterkunft wohnen für viele Jahre.
Mein Psychologe meinte das so, alsdass wenn Alkoholiker einen Kater bekommen, dann mies gelaunt sind und andere anschimpfen etc.
Dazu denkt er, daß die schlechte Laune und das Mund verziehen, augenrollen und so weiter, daher rührt, daß mein Freund damals selber oft in dieser Art und Weise abgewiesen wurde, wenn er auf den Schoß wollte oder seiner Mutter gesagt hat, er hätte sie lieb und so weiter.

Was denkt ihr dazu?

Seid bitte lieb zu mir, ich mache mir echte Gedanken. Ich will doch nur lieb gehabt werden von meinem Freund und gut behandelt werden. Ich steh ja hinter ihm und liebe ihn so, wie er ist. Er war ja nicht immer so, wie er momentan ist.

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7. Dezember 2010 um 14:38

Ich fühle mit dir!
halle gedankengewitter,

ich würde dir so gerne was positives schreiben, aber ich kann leider aus erfahrung sagen, dass so was selten gut geht. ich selbst war verheiratet und bin dank meiner alkoholabhänigen schwiegermutter wieder geschieden. die lügengeschichten, die schlechte behandlung ihrerseits und auch das genervte verhalten meines (ex)mannes kannte ich zu genüge. das nennt man co-abhängigkeit. auch ich war bei ner psychologin und sie hat mir geraten, mit meinem mann diese frau zu verlassen, aber er hat irgendwann aufgehört zu mir zu halten und so hab ich unseren kleinen sohn gepackt und bin gegangen. es war die einzig richtige lösung.
ich kann euch nur raten, wendet euch ganz ab von dieser frau, sie wird euch das leben sonst total zerstören! ein psychologe kann dir nicht helfen, denn DU bist nicht das problem. lass dir das bitte niemals einreden!!!

ich wünsche dir/euch für die zukunft ganz viel kraft und glück!

mandy

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3. Januar 2011 um 22:33

""Schwiegermutter" ist Alkohlikerin"
Hallo Gedankengewitter

Ihre habt wirklich grosse Probleme. Sofern die "Schwiegermutter" nicht wirklich ihr Alkoholproblem angehen will, gibt es keine Lösung. Der Sohn sollte sich raschmöglichst aus diesem ungesunden Zuhause trennen können. Nur so könnt ihr zur Ruhe kommen. Ich hatte auch lange Zeit zu viel getrunken und kann etwas verstehen, wie es in dieser Frau aussieht. Sie ist unglücklich, unzufrieden und hat Selbstmitleid. Der Alkohol verstärkt alles und das lässt sie dann am Sohn aus. Im Rausch dreht sie sich dann im Kreise herum. Ich habe eine Therapie gemacht und trinke seit 3 Jahren keinen Alkohol mehr. Meine Kinder sind wieder zufrieden und wir haben es sehr gut. Gut wäre es, wenn dein Freund mit jemandem Geschultem darüber sprechen könnte.
Ich wünsche euch beiden viel Glück und haltet zusammen.
Liebe Grüsse
Glimmerling

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