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Schwiegermutter hat Alzheimer

3. Januar 2008 um 13:12 Letzte Antwort: 21. Oktober 2008 um 15:28

Hallo!

Vor ca. 4 Jahren wurde bei meiner Schwiegermutter (jetzt 54 Jahre alt) Alzheimer diagnostiziert. Vor dieser Diagnose fiel sie oft durch starke Schimpfereien, Rechthaberei, totalen Stimmungsschwankungen und Streitsucht auf. Ist das auch schon ein Beginn dieser Krankheit?
Mein Mann und mein Schwiegervater können es noch nicht so ganz glauben bzw. akzeptieren, aber ich warne schon immer, dass sich bald was ändern wird. Sie ist noch heute oft aggressiv oder auch mal streitsüchtig, aber nicht mehr sooo schlimm wie früher. Vergessen tut sie schon einiges, aber wiederum erstaunt sie uns alle manchmal mit Dingen, die sie noch ganz genau weiß. Es wechselt immer so bei ihr. Sie kennt auch noch alle Namen und so, vergisst aber manchmal, was sie sagen oder noch tun wollte (nicht oft!). Die Ärzte prognostizierten vor einiger Zeit, dass sie nur noch ca. 1,5 - 2 Jahre hat, bis sie völlig "plemm-plemm" *sorry* ist. Kann das sein? Geht sowas fast von einem auf den anderen Tag? Oder wie muss ich mir das vorstellen? Sie bekommt normale Medis dafür/gegen... Nicht die aus der Schweiz!

Danke im Voraus!

LG

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16. Januar 2008 um 1:52

Frühes Stadium
So wie du es beschreibst befindet sich deine Schwiegermutter noch im Frühststadium der Krankheit, in der vorwiegend das Kurzzeitgedächtnis betroffen ist... allgemein durch die "Vergesslichkeit" fallen die Patienten auf. Durch die Medikamente wird der Krankheitsverlauf verlangsamt. Im mittleren Stadium sind dann auch die Sprachgewandtheit sowie das Erkennen von Personen ein Problem (Langzeitgedächtnis) bis letztendlich im Spätstadium die Demenz soweit fortgeschritten ist, dass Patienten pflegebedürftig werden.
Sowas geht nich von einem Tag auf den anderen. Alzheimer ist bedingt duch den Untergang von Nervenzellen die nach und nach absterben, oder weniger kommunizieren können. Dieser Prozess erfolgt langsam aber unaufhörlich. Medikamente können helfen die Krakheit zu verzögern und zu einer Besserung der Symptoe führen, sodass Betroffene sich an manchen Tagen besser fühlen.

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17. Januar 2008 um 11:10

Alzheimer
Hallo Snowflake ! Für mich hört sich das tatsächlich schon nach Alzheimer-Symptomen an. Ich habe einige Zeit eine Frau gepflegt, die Alzheimer hatte und es wird für Euch wohl nicht einfach werden.
Dass diese Krankheit nicht heilbar ist, brauche ich wohl nicht zu erwähnen,aber Ihr habt die Möglichkeit den Verlauf zu verzögern,bzw. den "richtigen" Ausbruch (der allerdings schleichend vorangeht -also nicht von einem Tag auf den anderen-)zu verhindern.
Wichtig ist es schädliche Einflüsse zu meiden, wie :
Sauerstoffarmut, Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinspiegel u ganz wichtig oxidativen Stress verhindern.
Das heißt : viel an der frischen Luft bewegen (spazieren gehene o.ä.), das Gehirn fordern (rätseln,lesen usw.), viel Wasser oder Tee trinken, gesunde Ernährung usw.

Ich war vor einiger Zeit auf einem Vortrag, wo es um pflanzliche Mittel und Krankheitsvorbeugung u -besserung ging. Vor ca 1/2 Jahr ist von einer deutschen Firma ein Antioxidant entwickelt worden, das Deiner Schwiegermutter eventuell helfen könnte, den Ausbruch der Krankheit noch etwas weiter herauszuzögern. Dieses Mittel kann z.B. gegen oxidativen Stress vorbeugen, es kann den Sauerstoffgehalt im Gehirn um bis zu 20% steigern (wichtig für die Zellen),enthält (das für Alzheimer-Patienten sehr wichtige)viel natürliches Vitamin E.
Zusätzlich wäre es wichtig den Körper mit sekundären Pflanzenstoffen u Vitalstoffen zu versorgen, weil ein Vitaminmangel sich zusätzlich sehr ungünstig auswirkt.
Ein weiterer wichtiger Punkt wäre zu schauen, ob sie einen erhöhten Cholesterinspiegel hat. Allerdings könnte man diesen ebenfalls mittels pflanzlicher Mittel senken.

Wenn ich Dir noch mit irgendwelchen Informationen weiterhelfen kann (oder Details zu den pflanzlichen Möglichkeiten), melde Dich einfach nochmal.
Alles Gute und viel Kraft !

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7. August 2008 um 12:07

Mein Opa hatte auch Alzheimer
Starke Schimpfereien etc. sind der Beginn dieser Krankheit.
Da mein Opa das auch hatte weiß ich das...
Die totalen Stimmungsschwankungen kenn ich nur zu gut.
Als ich ihn mal besuchte sagt er mir ich sollte "mich verpissen"
und als ich 10 minuten später nochmal sein Zimmer betrat hat er sich gefreut das ihn endlich mal wer besucht.
Aber wenn man weiß das ein Mensch unter einer solchen Krankheit leidet nimmt man sich Beleidigungen oder sowas nicht mehr so zu Herzen...
Mein Opa hatte das 10 Jahre lang bis er dann verstorben ist.

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7. September 2008 um 16:16

Hallo..
meine oma hat auch alzheimer und das schon sehr fortgeschritten.
also der zustand deiner schwiegermutter wird nicht von einen tag auf den anderen ganz schlecht. das dauert schon.

bei meiner oma war es so, dass sie zuerst immer mir gegenüber gewalttätig wurde (obwohl ich eigentlich ihre lieblings-enkelin war) und mich teilweise auch bis aufs übelste beschimpfte. danach vergaß sie wie man kocht und so sachen. dann hatte sie keine ahnung mehr welche jahreszeit gerade ist und wann welche daten sind. dann versuchte sie immer wegzulaufen u.ä.
jetzt ist sie im altersheim und weiß nicht mehr wer ich, meine mutter oder irgendwer ist.
außerdem denkt sie, dass gerade der 2. weltkrieg stattfindet und sie ihren kleinen bruder vor den "bösen männern" retten muss.

ich hoffe ich konnte dir einen persönlichen einblick in die krankheit geben.
ich wünsche dir, deiner familie und deiner schwiegermutter alles gute!

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21. Oktober 2008 um 15:18

Befragung unter Angehörigen und Ärzten
Liebe Snowflake!
Dass ein Alzheimerfall in der Familie immer für neue Fragen sorgt ist ganz normal.
Viele der bisher gegebenen Antworten sind komplett richtig und zeugen von Erfahrung.
Ich selber bin auch Angehöriger einer Alzheimerpatientin und mach mich in regelmäßigen Abständen im WWW auf die Suche themarelevanten Infos.
Bin heute auf eine Studie vom Mai diesen Jahres gestoßen, die ich bisher noch nicht kannte.
Halte die PAULA-Studie (Patienten- und Angehörigen-Unterstützung im Leben mit Alzheimer) für äußerst interessant und informativ und konnte mich in den beschirebenen Fällen komplett wiederfinden. Eine positive Überraschung war für mich, dass das Medikament, das meine Oma seit mittlerweile ca. zwei Jaren nimmt, auch von Ärzten als wirkungsvollstes Präparat beschrieben wird. Das Reminyl hat bei ihr dafür gesorgt, dass sie beschwerdefrei in einem verhältnismäßig

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21. Oktober 2008 um 15:28

Befragung unter Angehörigen und Ärzten
irgendwie wurde mein Beitrag gerade nur teilweise abgeshcickt: hier der rest, der fehlte (u. a. der Link zu der PAULA-Studie)


....."klaren" Zustand ihre Umwelt wahrnimmt und einen nahezu normalen Alltag leben kann.

Mehr Infos zu der Studie findest Du hier:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/?sid=495929

Auch für andere Angehörige durchaus lesenswert.

Grüße,
die mit dem Krauskopf!

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