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Schwester in Lebensgefahr....

6. November 2009 um 14:36 Letzte Antwort: 6. November 2009 um 15:58

Meine kleine Schwester wiegt 37kg.. ist 162 groß. Magersucht seit letzter Weihnachten. Nur "Haut und Knochen" ist hier wortwörtlich zu nehmen.

Ich tue alles was ich kann. Ich rede mit meinen Eltern darüber, mit ihr darüber... doch i-wie scheint es keiner zu sehen.
Sie richtet sich vollständig zu Grunde und ich will sie demnächst nicht in einem Sarg sehen müssen.

Ich habe gerade unseren Heimtrainer kurz und klein geschlagen, auf dem sie beinahe 3 Stunden am Tag verbracht hat. Ich bin so wütend, sauer und traurig. Einserseits auf Sie (ja ich könnte scho fast behaupten ich hasse sie, weil sie sich damit umbringt), andererseits auf Mich... weil ich ihr mit meinen Jahren der Essstörung kein Vorbild war und nie davon weggekommen bin (was sie aber nicht weiß).
Ich glaube ich bin schuld. Vl hat sie geglaubt ich halte auch sie für pummelig, weil ich an mir nur das Monstrum in Fett sehe, und geriet deswegen hinein..

Verdammt was soll ich tun? Soll ich einen Arzt konsultieren? Ich habe keine Ahnung...
Ich bin einfach verzweifelt..

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6. November 2009 um 15:58


Sag' ihr genau das!! Dass du Angst um sie hast, sie dir wichtig ist, dass du dich schuldig fühlst....Ich würde versuchen, so offen wie möglich mit ihr zu reden, denn i.d.Regel fühlt man sich mit einer ES ja von allen anderen unversstanden und isoliert sich. Gib ihr zu verstehen, dass sie nicht allein ist, sag' ihr was die ES dir angetan hat etc. vielleicht rüttelt sie das ja wach. Wenn nicht, hast du's zumindest versucht.
Und gib' dir nicht die Schuld daran!!! Niemand hat an so einer Krankheit schuld. Da spielen wirklich viele viele Umstände eine Rolle. Klar, dass du sauer und wütend bist. Vielleicht siehst du dich ja auch ein bisschen selbst in ihr und wünschst dir, dass dir damals jemand so geholfen und alles versucht hätte, wie du bei ihr?
Ich finde du hast eine einmalige Chance. Du weisst, was es heisst eine ES zu haben, wie man sich dabei fühlt etc. du kannst verstehen was in deiner Schwester vorgeht.
Das ganze muss für dich sehr hart sein!! Und ich finde, es ist wichtig, dass du auch an dich denkst, dass du dir nicht zuviel zumutest!
Und bedenke, letztendlich ist es die Entscheidung deiner Schwester, es liegt allein an ihr zu Erkennen, dass sie Hilfe braucht! Und es ist wichtig dass sie selber das schnallt und ihr die Erkenntnis nicht von außen aufgezwungen wird. Ich denke du kannst da nur indirekt was machen, indem du ihr vielleicht von deinen Erfahrungen berichtest...

Warst du denn in Thera? Wie alt ist deine Schwester? Vielleicht haben deine Eltern ja auch Angst und wissen nicht wie sie sich verhalten sollen und machen deshalb lieber "die Augen und Ohren zu"?!

alles liebe!

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