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Schwanger und Bulimie

10. Februar 2016 um 22:35 Letzte Antwort: 16. Februar 2016 um 17:22

Hallo,

Ich brauche ganz dringend mal euren Rat. Es gibt wenig Leute, an die ich mich zurzeit wenden kann, da mein Thema sehr schwierig ist. Ich hoffe ich finde hier Hilfe!

Ich bin 21 und habe seit über 10 Jahren Bulimie, war auch schon lange und oft in stationärer und ambulanter Therapie aber ich kann (oder wahrscheinlich sollte ich sagen ich will) die Essstörung nicht loslassen. Seit einigen Jahren erbreche ich wirklich jeden Tag mindestens 2-3 mal, es gibt vielleicht einen Tag im Jahr an dem ich durch irgendwelche glücklichen Umstände nicht rückfällig bin. Wie es ist, normal zu essen, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich habe die Bulimie so in mein Leben integriert (es wissen auch alle davon, Freunde und Familie) dass ich trotzdem alles, was mir wichtig ist, soweit machen kann, allerdings quetsche ich alles so, dass es mit der Bulimie auch passt.

Jedenfalls bin ich jetzt ungeplant schwanger geworden, da ich durch einen Magen-Darm-Virus mit der Pille durcheinander gekommen bin (sicherlich hätte ich besser aufpassen müssen, da schiebe ich auch die Verantwortung nicht von mir). Ich war diese Woche beim Arzt und bin anscheinend in der 6. Woche und jetzt weiß ich überhaupt nicht was ich machen soll! Meinem Freund davon zu erzählen traue ich mich noch nicht weil er mir immer gesagt hat dass er noch keine Kinder möchte und ich mir ziemlich sicher bin, dass er mich verlässt, sollte ich mich für das Kind entscheiden.
Unabhängig davon- auch von meiner Situation, dass ich noch zu jung bin und noch keine abgeschlossene Ausbildung habe etc- weiß ich nicht, wie das mit der Bulimie gehen soll! Ich kann es nicht einfach abstellen, aber der Gedanke an eine Abtreibung macht mich so traurig und macht mir auch Angst. Was wenn ich danach in ein so tiefes Loch falle, dass die Bulimie noch schlimmer wird?
Teilweise hoffe ich, dass es sich bessern wird, weil ich es einfach nicht mehr tun will und an die Gesundheit meines Kindes denke. Andererseits kann ich das Baby ja schlecht als Indikator dafür nehmen, gesund zu werden.
Und was, wenn ich mich für das Kind entscheide und trotzdem rückfällig bin? Das wäre so verantwortungslos.

Ich hoffe, jemand von euch war schon mal in dieser Situation oder kennt sich ein bisschen damit aus und kann mir einen Rat geben! Das wäre so toll.

Liebe Grüße und danke schon mal für jede Nachricht!

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10. Februar 2016 um 23:32

Hallo daisy,
das sind ja wirklich alles wirklich sehr instabile Zustände, kaum Ressourcen, etc...
Ich muss ehrlich sagen, dass eine Essstörung der Mutter für das Kind schon allein psychsich massive Folgen hat.

Ich würde dir raten zur Schwangerschaftsberatung zu gehen - kein kirchlicher Träger, da die grundsätzlich gegen Schwangerschaftsabbrüche sind und versuchen zu überreden, egal was du möchtest und was gut für dich ist.
Ich will damit auch nicht sagen, dass du abbrechen sollst, sondern einfach ne kompetente Beratung erhälst, die dir deine Möglichkeiten aufweist.

Es gibt natürlich Mutter-Kind-Wohngruppen. Dort lernst du einen guten Umgang mit dem Kind, bist quasi rundum versorgt und auch betreut. Aber inwiefern die da ne chronische, akute Bulimie annehmen weiß ich nicht.

Du wirst halt zusätzlich zur Bulimie noch mehr Mängel entwickeln, das führt zu einem extremen Krankheitsrisiko für dich und auch fürs Kind. Das Risiko für eine Behinderung steigt dadurch auch.

Das ganze ist ganz, ganz schwer zu entscheiden. Ich bin auch Bulimikerin (24 J, fast 7 Jahre bulimisch). Möchte aber so ehrlich sein und dir sagen, das ich mich für einen Abbruch entscheiden würde. Ich könnte das einfach nicht verantworten.

Du musst dir überlegen, welche Grundannahmen du da hast. Ob du religiös bist, ob du von stereotypen Gesellschaftsbildern geprägt bist, und und und... Ich würde immer zu deinem persönlichen Wohl entscheiden.

Ich hoffe ich konnte einigermaßen neutral antworten.

Die Entscheidung liegt an dir. Aber lass dir gesagt sein: Egal ob du dich für oder gegen diese Schwangerschaft entscheidest, es ist in Ordnung. Du bist niemandem etwas schuldig. Aber du musst einfach dahinter stehen und darfst keine Zweifel haben. Triff deine Entscheidung unabhängig. Was würdest du deiner besten Freundin raten? Was würdest du mir raten? - wenn wir 1:1 in derselben Situation wären...

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11. Februar 2016 um 1:28
In Antwort auf dolly_12688854

Hallo daisy,
das sind ja wirklich alles wirklich sehr instabile Zustände, kaum Ressourcen, etc...
Ich muss ehrlich sagen, dass eine Essstörung der Mutter für das Kind schon allein psychsich massive Folgen hat.

Ich würde dir raten zur Schwangerschaftsberatung zu gehen - kein kirchlicher Träger, da die grundsätzlich gegen Schwangerschaftsabbrüche sind und versuchen zu überreden, egal was du möchtest und was gut für dich ist.
Ich will damit auch nicht sagen, dass du abbrechen sollst, sondern einfach ne kompetente Beratung erhälst, die dir deine Möglichkeiten aufweist.

Es gibt natürlich Mutter-Kind-Wohngruppen. Dort lernst du einen guten Umgang mit dem Kind, bist quasi rundum versorgt und auch betreut. Aber inwiefern die da ne chronische, akute Bulimie annehmen weiß ich nicht.

Du wirst halt zusätzlich zur Bulimie noch mehr Mängel entwickeln, das führt zu einem extremen Krankheitsrisiko für dich und auch fürs Kind. Das Risiko für eine Behinderung steigt dadurch auch.

Das ganze ist ganz, ganz schwer zu entscheiden. Ich bin auch Bulimikerin (24 J, fast 7 Jahre bulimisch). Möchte aber so ehrlich sein und dir sagen, das ich mich für einen Abbruch entscheiden würde. Ich könnte das einfach nicht verantworten.

Du musst dir überlegen, welche Grundannahmen du da hast. Ob du religiös bist, ob du von stereotypen Gesellschaftsbildern geprägt bist, und und und... Ich würde immer zu deinem persönlichen Wohl entscheiden.

Ich hoffe ich konnte einigermaßen neutral antworten.

Die Entscheidung liegt an dir. Aber lass dir gesagt sein: Egal ob du dich für oder gegen diese Schwangerschaft entscheidest, es ist in Ordnung. Du bist niemandem etwas schuldig. Aber du musst einfach dahinter stehen und darfst keine Zweifel haben. Triff deine Entscheidung unabhängig. Was würdest du deiner besten Freundin raten? Was würdest du mir raten? - wenn wir 1:1 in derselben Situation wären...

Ich bin auch Mutter
n Also ganz so sehe ich das nicht! Trotz Magersucht und Bulimie, bekam ich ein sehr gesundes Mädchen zur Welt, sie wird 15 und sie ist soooo eine Liebe und würde sagen, dass ich trotz allem das ganz gut hin bekam. Ich habe mit ihr studiert, war vollkommen allein.
Natürlich gab es viele Tiefs, natürlich war es nicht einfach, aber ich bekam es trotzdem hin!
Es gibt so viele Möglichkeiten und Angebote, da sehe ich das auch so, dass es wichtig ist, sich die Möglichkeiten aufzeigen zu lassen. Egal wie die Entscheidung auch ausfällt, allein bist du nicht daisy!
Während der Schwangerschaft war ich sogar symptomfrei, mir ging es nie so gut wie da, ich konnte plötzlich normal essen, als wisse mein Körper was er braucht und was nicht, hatte kein Appetit auf Süßkram, da wurde mir übel, aber auf alles was gesund ist und man so braucht, war schon eigenartig, genau das Gefühl bräuchte ich jetzt auch.
Für mich sind Essgestörte keine Monster und schlechte Mütter. Wer ist denn bitte normal und was ist eine gute Mutter? Da müsste man doch allen Depressiven, Ängstlichen, Alkoholikern, Workaholics, Rauchern, körperlich Kranken und Behinderten... und noch vielen mehr, abraten Kinder zu bekommen, da gäbe es schlecht weg kein Nachwuchs.
Die perfekte Mutter gibt es nicht, jeder hat so seine Ecken und Kanten, seine Wunden und Verletzungen, seine Stärken und Schwächen!
Ja, es gab und gibt bei mir Krisen, aber meine Tochter weiß, wo man sich hinwendet im Krisenfall, weiß dass man nicht allein ist und es Hilfen gibt, das man nicht aufgibt, sondern eine Krise ein Moment ist, wo man bereit sein muss, etwas zu ändern (um an ein anderes Ufer zu kommen, muss man das alte loslassen) sie ist sehr aufmerksam, hilsbereit, hat viel Einfühlungsvermögen... die Liste der positiven Eigentschaften meiner Tochter ist endlos. Sicherlich ist auch nicht alles perfekt, aber wer ist das schon?

Ich will einfach nur weg von dem Glauben, dass man als Essgestörter kein Recht hätte auf Kinder, dass die Kinder verkorkst, behindert... werden! Das ist meiner Meinung nach totaler Blödsinn!
Es kommt immer darauf an, ob man sich der Verantwortung bewusst ist, bereit ist auch Hilfen anzunehmen, nicht aufzugeben, und vor allem bereit und offen ist für Liebe, Geborgenheit, Zeit, Geduld...!
Ganz ehrlich? Mir ist eine essgestörte Mutter lieber, die im Krisenfall sich ans Jugendamt wendet und z.B. mit einer Familienhelferin arbeitet tausend mal lieber, als eine scheinbar normale Mutter, die das Kind schlägt, vernachlässigt, demütigt oder was weiß ich und kein bisschen bereit ist Verantwortung zu übernehmen!

Ich selbst habe meine Tochter über alles lieb und keinen einzigen Tag bereit, dass es sie gibt, nein ich bin unendlich froh!

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11. Februar 2016 um 10:23
In Antwort auf lilienfee1

Ich bin auch Mutter
n Also ganz so sehe ich das nicht! Trotz Magersucht und Bulimie, bekam ich ein sehr gesundes Mädchen zur Welt, sie wird 15 und sie ist soooo eine Liebe und würde sagen, dass ich trotz allem das ganz gut hin bekam. Ich habe mit ihr studiert, war vollkommen allein.
Natürlich gab es viele Tiefs, natürlich war es nicht einfach, aber ich bekam es trotzdem hin!
Es gibt so viele Möglichkeiten und Angebote, da sehe ich das auch so, dass es wichtig ist, sich die Möglichkeiten aufzeigen zu lassen. Egal wie die Entscheidung auch ausfällt, allein bist du nicht daisy!
Während der Schwangerschaft war ich sogar symptomfrei, mir ging es nie so gut wie da, ich konnte plötzlich normal essen, als wisse mein Körper was er braucht und was nicht, hatte kein Appetit auf Süßkram, da wurde mir übel, aber auf alles was gesund ist und man so braucht, war schon eigenartig, genau das Gefühl bräuchte ich jetzt auch.
Für mich sind Essgestörte keine Monster und schlechte Mütter. Wer ist denn bitte normal und was ist eine gute Mutter? Da müsste man doch allen Depressiven, Ängstlichen, Alkoholikern, Workaholics, Rauchern, körperlich Kranken und Behinderten... und noch vielen mehr, abraten Kinder zu bekommen, da gäbe es schlecht weg kein Nachwuchs.
Die perfekte Mutter gibt es nicht, jeder hat so seine Ecken und Kanten, seine Wunden und Verletzungen, seine Stärken und Schwächen!
Ja, es gab und gibt bei mir Krisen, aber meine Tochter weiß, wo man sich hinwendet im Krisenfall, weiß dass man nicht allein ist und es Hilfen gibt, das man nicht aufgibt, sondern eine Krise ein Moment ist, wo man bereit sein muss, etwas zu ändern (um an ein anderes Ufer zu kommen, muss man das alte loslassen) sie ist sehr aufmerksam, hilsbereit, hat viel Einfühlungsvermögen... die Liste der positiven Eigentschaften meiner Tochter ist endlos. Sicherlich ist auch nicht alles perfekt, aber wer ist das schon?

Ich will einfach nur weg von dem Glauben, dass man als Essgestörter kein Recht hätte auf Kinder, dass die Kinder verkorkst, behindert... werden! Das ist meiner Meinung nach totaler Blödsinn!
Es kommt immer darauf an, ob man sich der Verantwortung bewusst ist, bereit ist auch Hilfen anzunehmen, nicht aufzugeben, und vor allem bereit und offen ist für Liebe, Geborgenheit, Zeit, Geduld...!
Ganz ehrlich? Mir ist eine essgestörte Mutter lieber, die im Krisenfall sich ans Jugendamt wendet und z.B. mit einer Familienhelferin arbeitet tausend mal lieber, als eine scheinbar normale Mutter, die das Kind schlägt, vernachlässigt, demütigt oder was weiß ich und kein bisschen bereit ist Verantwortung zu übernehmen!

Ich selbst habe meine Tochter über alles lieb und keinen einzigen Tag bereit, dass es sie gibt, nein ich bin unendlich froh!

Liebe lilienfee,
ich habe das Gefühl, du hast dich durch meinen Beitrag sehr angegriffen gefühlt. Und das tut mir Leid, aber natürlich trifft meine Meinung dich, da es um psychsich kranke Mütter geht.

Es ist schön zu hören, dass du deiner Tochter ein großes Netz an Ressourcen erschlossen hast, das sie auffangen wird, wenn du es nicht kannst.

Ich habe diese Meinung nicht nur, weil ich Bücher wälze und Soziale Arbeit studiere. Sondern weil ich die Tochter einer psychisch kranken Mutter bin. Als ich 6 war ist sie komplett durchgeflippt und mein Bruder und ich sind dann zu meiner Oma gezogen, die sich mit aller Mühe um uns gekümmert hat und uns bis heute immer maximal unterstützt. Und dafür bin ich unendlich dankbar.

Aber dennoch hat meine Mutter extreme Spuren auf mir hinterlassen. Ich habe nie Familie in diesem Sinne erlebt. Meine Grundbedürfnisse blieben stehts auf der Strecke. Aus mir ist ja was geworden und ich bin auch "ein wundervolles Kind", aber dennoch sitze ich seit 7 Jahren im Forum und kämpfe vor Gericht mit der Krankenkasse.

Ich liebe Kinder auch. Aber diese Erfahrungen haben mich bspw. geprägt. Ich habe keinen Kinderwunsch. Und ich rate allen psychisch kranen (also mir inklusive) erst gesund zu werden und dann Kinder zu bekommen.
Natürlich weiß man nicht, ob sich Eltern nicht um 180 Grad drehen, wenn es dann der Fall ist. Aber man kann es ebenso nicht garantieren. Die Risiken sind für mich viel zu hoch, diese Eltern sind eine Zumutung. Das habe ich die letzten 24 Jahre selbst erlebt.
Natürlich gibt es Einrichtungen, Hilfen zur Erziehung, etc... Aber wenn wir ehrlich sind, zieht das dennoch einen Rattenschwanz von Dingen nach sich, die wir nicht sehen.

Ich würde unter diesen Umständen, niemals ein Kind zur Welt bringen.

Aber ich wünsche dir und deiner Tochter nur das Beste auf der Welt. Ich bin auch überzeugt, dass du eine gute Mutter bist. Das würde ich dir niemals absprechen.

Alles kann sich zum Guten wenden. Ich würde es nur nicht darauf ankommen lassen. Das ist alles was ich sage.

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12. Februar 2016 um 18:13

Du bist nicht alleine
Hey. 1, mach dir nicht so ein Stress wegen deinem Baby. Dein Herz hat dir schon längst gesagt das du es bekommen möchtest, sonst würdest du überhaupt keinen Gedanken daran verschwenden, was wäre wenn?. Ich kann dir nur eins dazu sagen rede mit Deinem Frauenarzt inruhe darüber, er wird dir schon die richtige Hilfe zu kommen lassen. Ich habe in den ersten Monaten ständig richtig viel abgenommen und so gut wie nichts essen können. Es ging gleich wieder den Rückwärtsgang ein. Es ist nicht besonders gut aber das Kind holt sich in den ersten Monaten was es brauch. Wichtig ist der letzte Abschnitt Der Schwangerschaft wo das Kind vor alleinigen an Gewicht zu legen muss. Um überhaupt einen gesunden Start ins Leben zu haben. Ich kenn viele Frauen die es wirklich durch ein Kind Geschaft haben. Wieder gesund zu werden, einfach aus der Sorge raus. Das sie dem Kind Schaden. Und 2, wenn dein Freund gehen will, weil er Vater wird ok lass ihn gehen. Dann hat er dich auch nicht wirklich geliebt und verdient sowieso nicht. Es ist dein Körper wenn er hält nur als Samen Spende da war ok. Du findest auch in einer Situation die Hilfe die du brauchst, du bist auf keinen Fall alleine. Gruß kleines

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13. Februar 2016 um 0:05
In Antwort auf dolly_12688854

Liebe lilienfee,
ich habe das Gefühl, du hast dich durch meinen Beitrag sehr angegriffen gefühlt. Und das tut mir Leid, aber natürlich trifft meine Meinung dich, da es um psychsich kranke Mütter geht.

Es ist schön zu hören, dass du deiner Tochter ein großes Netz an Ressourcen erschlossen hast, das sie auffangen wird, wenn du es nicht kannst.

Ich habe diese Meinung nicht nur, weil ich Bücher wälze und Soziale Arbeit studiere. Sondern weil ich die Tochter einer psychisch kranken Mutter bin. Als ich 6 war ist sie komplett durchgeflippt und mein Bruder und ich sind dann zu meiner Oma gezogen, die sich mit aller Mühe um uns gekümmert hat und uns bis heute immer maximal unterstützt. Und dafür bin ich unendlich dankbar.

Aber dennoch hat meine Mutter extreme Spuren auf mir hinterlassen. Ich habe nie Familie in diesem Sinne erlebt. Meine Grundbedürfnisse blieben stehts auf der Strecke. Aus mir ist ja was geworden und ich bin auch "ein wundervolles Kind", aber dennoch sitze ich seit 7 Jahren im Forum und kämpfe vor Gericht mit der Krankenkasse.

Ich liebe Kinder auch. Aber diese Erfahrungen haben mich bspw. geprägt. Ich habe keinen Kinderwunsch. Und ich rate allen psychisch kranen (also mir inklusive) erst gesund zu werden und dann Kinder zu bekommen.
Natürlich weiß man nicht, ob sich Eltern nicht um 180 Grad drehen, wenn es dann der Fall ist. Aber man kann es ebenso nicht garantieren. Die Risiken sind für mich viel zu hoch, diese Eltern sind eine Zumutung. Das habe ich die letzten 24 Jahre selbst erlebt.
Natürlich gibt es Einrichtungen, Hilfen zur Erziehung, etc... Aber wenn wir ehrlich sind, zieht das dennoch einen Rattenschwanz von Dingen nach sich, die wir nicht sehen.

Ich würde unter diesen Umständen, niemals ein Kind zur Welt bringen.

Aber ich wünsche dir und deiner Tochter nur das Beste auf der Welt. Ich bin auch überzeugt, dass du eine gute Mutter bist. Das würde ich dir niemals absprechen.

Alles kann sich zum Guten wenden. Ich würde es nur nicht darauf ankommen lassen. Das ist alles was ich sage.

Alles gut
Es tut mir echt leid, was du erlebt hast!
Aber ich wollte nur mitteilen, dass nicht alle psychisch Kranken Eltern gleich schlecht sind! Es gibt sicherlich einige psychisch kranken Eltern, da tun einem die Kinder echt leid! Aber es gibt auch Eltern, die trotz allem es ganz gut hinbekommen! Daher würde ich das nie pauschal sagen! Zumal vermeintlich psychisch Gesunde auch viel Schaden anrichten können! Daher würde ich nie sagen, die und die Schubladen dürfen keine Kinder bekommen!

Und mit den Hilfen ist nicht so von mir gedacht, dass ich damit sagen "bekomm das Kind und das Jugendamt kümmert sich".
Nein, es soll Möglichkeiten zeigen! Falls etwas ist, da gibt es viele, die helfen, ich bin nicht allein im Fall der Fälle!
Und Hilfe annehmen ist für mich mehr Stärke, als jemand der alles versucht allein zu regeln und dabei alles nur schlimmer macht.

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16. Februar 2016 um 17:22

Hallo daisy,
Ich selbst bin oder war nicht schwanger. Aber mein Partner hat klar gemacht, dass er die Kinderplanung erst in Angriff nehmen wird, wenn ich gesund bin. Zur Not würden wir kinderlos bleiben. Er hat Angst.

Du bist aber schwanger. Ich würde an Deiner Stelle auch zu einer Beratungsstelle gehen.
Wenn Du Dich für das Kind entscheiden solltest, würde ich Dir raten, Dich um einen Therapieplatz zu kümmern, der sich mit solchen Fällen auskennt.
Ich sehe eine gewisse Gefahr darin, dass ein (immer möglicher) Verlust des Kindes bei dir zu extremen Schuldgefühlen führen kann, selbst wenn es gar nicht Deine Schuld ist.
Kritisch ist eine Bulimie vor allen Dingen nach der Geburt, da statistisch bei Bulimikerinnen eine erhöhte Gefahr der Wochenbettdepression auftreten.
Eine größere Gefahr besteht darin, in die Anorexie zu fallen. Die durch den Fettabbau im Hungerstoffwechsel entstehenden Ketonkörper können Deinem Baby schaden.
Wichtig ist eine gesunde und ausreichende Ernährung, da Du sonst deiner Gesundheit schadest.

Die Chancen: Ein Kind kann dich motivieren, gesund zu werden. Vielleicht hilft Dir das Ultraschallbild? Klebe es an den Badezimmerspiegel und den Kühlschrank. Und weihe Deinen Freund ein!

Du triffst die richtige Entscheidung für Dich! Ich wünsche Dir das beste!

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