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Schmerzen nach Borreliose trotz Antibiotikatherapie?

16. August 2012 um 15:05

Mein Sohn (3 J alt) wurde im Mai 2012 wegen Borreliose mit Amoxicillin behandelt (3 Wochen 3 x täglich). Zeckenbiss war hinterm rechten Ohr und kurz darauf der "typische" rote Kreis, der sich stark ausgebreitet hat.
Leider tut ihm sein Ohr noch immer sehr weh, man darf kaum ankommen... sichtbar war aber kurz nach AB-Start nichts mehr. Kennt das jemand? Was kann man gegen die Schmerzen machen bzw. woher kommen sie? Nervenschmerzen? Verschwinden die von selbst (also ist das normal, dass es länger dauert?

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16. August 2012 um 15:25

...
auf jeden fall ZEITNAH zum arzt. eine borreliose kann einige unschöne dinge mit sich bringen. ich weiß nicht, inwiefern das im praxisalltag umgesetzt wird, aber die wirksamkeit der antibiotikatherapie sollte durch eine urinprobe kontrolliert werden. wurde das denn gemacht?

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16. August 2012 um 15:46
In Antwort auf jayel_12116589

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auf jeden fall ZEITNAH zum arzt. eine borreliose kann einige unschöne dinge mit sich bringen. ich weiß nicht, inwiefern das im praxisalltag umgesetzt wird, aber die wirksamkeit der antibiotikatherapie sollte durch eine urinprobe kontrolliert werden. wurde das denn gemacht?

Nein
Nein, wurde nicht gemacht... wollt heute zum Arzt aber unsere Hausärztin hat U - am Mo ist sie wieder da, dann werd ich mit ihm hingehen.

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17. August 2012 um 9:12

Schmerzen nach Borreliose trotz Antibiotikatherapie?
Antibotika ist nur bedingt hilfreich, da es auch alle guten Bakterien im Darm angreift, sollte man eine Therapie mit Colibiogen machen um die Darmfllora wieder aufzubauen, ich würde einen guten Homöopathen empfehlen, bei meinem Sohn hat es immer geholfen.Oder Schüsslersalze die sind auch hilfreich, einfach mal im Internet nach einigen Heilpraktikern in euer nähe suchen, die sollten aber schon Erfahrung haben! Gute Besserung!

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17. August 2012 um 10:52

Hallo mamamaus,

erstmal zu Amoxicillin.
Dieses AB wird hauptsächlich bei Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren Bereich (Mandelentzündung, Mittelohrentzündung) eingesetzt und kann da auch Nebenwirkungen hervorrufen. Das mit den Ohrenschmerzen würde ich allerdings beim Arzt ansprechen, er kann euch da sicher am besten helfen

Eine Behandlung mit Antibiotika ist im Fall einer Borrelioseinfektion Fall absolut unumgänglich und keineswegs nur bedingt hilfreich.
Da Borreliose gerade das Nervensystem und die Gelenke angreifen kann!
Ich kenne Fälle von Patienten, die gar nicht oder zu spät behandelt wurden und jetzt im Rollstuhl sitzen.

Da bei deinem Sohn eine sog. "Wanderröte" vorhanden war, kann man davon ausgehen, dass tatsächlich eine Infektion vorlag.

Der Nachweis der Wirksamkeit der Antibiotikatherapie kann durch eine Urinuntersuchung leider nicht nachgewiesen werden.
Ein Nachweis erfolgt serologisch d.h., es muss Blut abgenommen werden.
Allerdings zeigt sich der Erfolg schon daran, dass sich die Wanderröte verbessert (also weniger wird oder ganz verschwindet).
Was das angeht, würde ich aber auch nochmal den Arzt fragen. Vielleicht kennt er Methoden, wie man an eine solche Untersuchung "rankommt".
Überlicherweise reicht den Ärzten nämlich die Tatsache, dass die Wanderröte vorhanden ist, um eine Therapie einzuleiten. Eine tatsächliche Diagnose findet seltener statt.


Ich wünsche dir und deinem Sohn alles Gute!


LG, Laschni



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17. August 2012 um 11:01
In Antwort auf khloe_12475580

Schmerzen nach Borreliose trotz Antibiotikatherapie?
Antibotika ist nur bedingt hilfreich, da es auch alle guten Bakterien im Darm angreift, sollte man eine Therapie mit Colibiogen machen um die Darmfllora wieder aufzubauen, ich würde einen guten Homöopathen empfehlen, bei meinem Sohn hat es immer geholfen.Oder Schüsslersalze die sind auch hilfreich, einfach mal im Internet nach einigen Heilpraktikern in euer nähe suchen, die sollten aber schon Erfahrung haben! Gute Besserung!

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dein ratschlag ist sicher gut gemeint und ich halte eine mischung aus alternativer und schulmedizin auch für das beste. vielleicht weißt du auch nicht, welche folgeschäden eine borreliose mit sich bringen kann. google das doch einfach mal. an dieser stelle hört es nämlich auf mit der alternativen medizin. zumal es auch noch um ein kind geht
mit der darmflora hast du vollkommen recht. das ist aber nicht die hauptbeschwerde des kindes und normaler joghurt tut's auch.

@mamamaus1: hast du keinen kinderarzt? deine hausärztin ist bestimmt auch gut. es ist nur das kinder eben keine kleinen erwachsenen sind. generell unterscheiden sich die therapien von kindern und erwachsenen etwas. ebenso gibt es viele medikamente, die für kinder gar nicht zugelassen sind. hat jetzt zwar nichts mit der aktuellen situation zu tun, hab mich nur so gefragt.
wie geht's denn deinem sohn sonst so? hat er noch andere beschwerden? ist kränklich?

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17. August 2012 um 11:04

@mamamaus
Ich habe gerade nochmal gelesen, dass der Zeckenbiss am Ohr war.
Da das der "Infektionsherd" war, kann es natürlich sein, dass dein Sohn dort noch Schmerzen hat.
Da die Bissstelle am Ohr die Eintrittspforte für die Erreger war, war deren Last dort am höchsten. Da sich dort Antikörper gebildet haben, kann das schonmal weh tun.
Ähnlich einer Impfung, wo die Einstichstelle manchmal weh tut oder dick wird und sich der Arm anfühlt, als hätte man Muskelkater.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Ohrenschmerzen eher die Nebenwirkungen vom Zeckenbiss sind.
Aber wie gesagt: Der Arzt kennt sich da sicher besser aus

LG, Laschni

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17. August 2012 um 11:35
In Antwort auf elis_12433326

Hallo mamamaus,

erstmal zu Amoxicillin.
Dieses AB wird hauptsächlich bei Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren Bereich (Mandelentzündung, Mittelohrentzündung) eingesetzt und kann da auch Nebenwirkungen hervorrufen. Das mit den Ohrenschmerzen würde ich allerdings beim Arzt ansprechen, er kann euch da sicher am besten helfen

Eine Behandlung mit Antibiotika ist im Fall einer Borrelioseinfektion Fall absolut unumgänglich und keineswegs nur bedingt hilfreich.
Da Borreliose gerade das Nervensystem und die Gelenke angreifen kann!
Ich kenne Fälle von Patienten, die gar nicht oder zu spät behandelt wurden und jetzt im Rollstuhl sitzen.

Da bei deinem Sohn eine sog. "Wanderröte" vorhanden war, kann man davon ausgehen, dass tatsächlich eine Infektion vorlag.

Der Nachweis der Wirksamkeit der Antibiotikatherapie kann durch eine Urinuntersuchung leider nicht nachgewiesen werden.
Ein Nachweis erfolgt serologisch d.h., es muss Blut abgenommen werden.
Allerdings zeigt sich der Erfolg schon daran, dass sich die Wanderröte verbessert (also weniger wird oder ganz verschwindet).
Was das angeht, würde ich aber auch nochmal den Arzt fragen. Vielleicht kennt er Methoden, wie man an eine solche Untersuchung "rankommt".
Überlicherweise reicht den Ärzten nämlich die Tatsache, dass die Wanderröte vorhanden ist, um eine Therapie einzuleiten. Eine tatsächliche Diagnose findet seltener statt.


Ich wünsche dir und deinem Sohn alles Gute!


LG, Laschni



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amoxicillin wird bei kindern unter 8 jahren in einer dosis von 50 mg/kg körpergewicht verteilt auf 3 tagesdosen für 14-21 tage gegeben. hab ich grad in der amerikanischen leitlinie nachgelesen.
http://cid.oxfordjournals.org/content/43/9/1089.full.pdf+html

nebenwirkungen von amoxicillin: allergische/anaphylaktische Reaktionen-> häufig makulöse exantheme, gastrointestinale störung

das mit der urinprobe steht im buch herold (hrsg) innere medizin. neben der serologie ist diagnostisch auch möglich: borrelien-dna-nachweis aus urin

da der zeckenbiss bereits 3 monate her ist, ist die wahrscheinlichkeit sehr gering, dass die bestehenden schmerzen noch von dem biss stammen. zeitlich passen die schmerzen zu einer radikulitis. allerdings spricht das verschwinden der wanderröte (was bedeutet dass die antibiotikatherapie angeschlagen hat) dagegen. an der stelle weiß ich nicht weiter und würde deshalb schnellstmöglich zum arzt.

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17. August 2012 um 12:16

@vanillekipferl
zum Arzt zu gehen wäre hier wohl am besten, da stimme ich dir zu.

Zu den Nebenwirkungen:
Deine Angaben stimmen natürlich. Jedoch gibt es Fälle, in denen Patienten von Ohrendruck und Ohrenschmerzen berichten. Was zugegeben sehr selten ist.
Von einer Radikulopathie würde ich erstmal nicht ausgehen, da mit der Antibiotikatherapie rechtzeitig begonnen wurde und somit das Risiko einer Nervenschädigung stark minimiert ist.

Ein diagnostischer Nachweis von Borreliose über den Urin ist tatsächlich möglich. Hier liegt der Erreger in einer hohen Konzentration vor und wird auch über den Urin ausgeschwemmt.
Bei einer Erfolgskontrolle wäre das theoretisch auch möglich, allerdings wird man da nach drei Monaten vermutlich keine Errger-DNA mehr finden, da man hier davon ausgeht, dass alle abgetötet sind.
Hier wäre ein serologischer Antikörpertest erfolgversprechender, wobei es für mich persönlich keinen Sinn hätte, da man damit nur nachweist, ob denn wirklich Borreliose vorlag.
Ich persönlich kenne in der Diagnostik nur den serologischen Nachweis.



LG, Laschni

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17. August 2012 um 16:37
In Antwort auf elis_12433326

@vanillekipferl
zum Arzt zu gehen wäre hier wohl am besten, da stimme ich dir zu.

Zu den Nebenwirkungen:
Deine Angaben stimmen natürlich. Jedoch gibt es Fälle, in denen Patienten von Ohrendruck und Ohrenschmerzen berichten. Was zugegeben sehr selten ist.
Von einer Radikulopathie würde ich erstmal nicht ausgehen, da mit der Antibiotikatherapie rechtzeitig begonnen wurde und somit das Risiko einer Nervenschädigung stark minimiert ist.

Ein diagnostischer Nachweis von Borreliose über den Urin ist tatsächlich möglich. Hier liegt der Erreger in einer hohen Konzentration vor und wird auch über den Urin ausgeschwemmt.
Bei einer Erfolgskontrolle wäre das theoretisch auch möglich, allerdings wird man da nach drei Monaten vermutlich keine Errger-DNA mehr finden, da man hier davon ausgeht, dass alle abgetötet sind.
Hier wäre ein serologischer Antikörpertest erfolgversprechender, wobei es für mich persönlich keinen Sinn hätte, da man damit nur nachweist, ob denn wirklich Borreliose vorlag.
Ich persönlich kenne in der Diagnostik nur den serologischen Nachweis.



LG, Laschni

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dann sind wir uns ja in allem einig.

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