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Schmaler Grad - Therapeutengespräche?

31. August 2016 um 17:22

Liebe Community,
Ich bin 15, männlich und wog vor ca. 5 Wochen bei 165 cm noch40,5 kg. Ich bin nun schon auf 42,5 kg hoch gekommen, durch einen Vertrag mit meinen Eltern und meine Willenskraft. Allerdings merke ich, dass ich mich
1. Immernoch sehr oft unwohl fühle: Vor allem wenn ich schwitze, es heiß ist, ich im T-Shirt bin oder gerade etwas gegessen habe, sodass etwas in meinem Bauch ist
2. oft keine anderen Gedanken als dieses Thema habe: Diese Gedanken sind zwar nicht immer die ganz typischen MS-Gedanken, aber doch schon oft genug und selbst wenn sie nur generell um das Essen gehen, belasten und nerven sie mich einfach.
Und ich wandele auch wenn ich dabei bin zuzunehmen auf einem schmalen Grad, stehe nicht auf sicherem Boden und fühle mich nicht besonders wohl mit meiner Situation.
Meine Eltern haben mir schon öfter mal angeboten, dass ich zu der Therapeutin, bei der ich auch schon nach meinem ersten Klinikaufenthalt zur Nachtherapie war, hingehen könnte und mit ihr einfach einmal pro Woche reden könnte. Allerdings fühle ich mich dabei dann echt sehr blöd, da ich sozusagen ja seitdem sie mich das letzte Mal gesehen hat in meinem Leben ohne Therapeutin oder irgendeine Betreuung nicht wirklich stabil geblieben, sondern wieder etwas abgerutscht bin. Sollte ich dort einmal pro Woche hingehen oder glaubt ihr, ich sollte versuchen allein weiterzumachen? Habt ihr Erfahrungen mit den Gefühlen, die ich oben beschrieben habe? Wie schätzt ihr meine Situation ein? Erfahrungen? Meinungen? Ratschläge?

Danke vielmals schon im Vorraus

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1. September 2016 um 11:03

Lieber Hannes,
ich würde es ganz toll finden wenn du zum Therapeuten gehen wirst. Weil weißt du? Es ist normal das man von Zeit zu Zeit wieder abrutscht oder Rückfälle hat oder Kriesen und die brauchst du auch damit sich was ändert und du voran kommst. Und du hast großes Glück wenn du jetzt schon Therapie machen kannst, manche kriegen erst ein Therapieplatz nach einem Jahr oder mehr.

Ich mache schon seit 3 Jahren Therapie und endlich hab ich das Gefühl das sich etwas ändert . Und glaub mir ich hatte schon so viele schlechte Phasen, Rückfälle und Kriesen. Momentan hab ich auch wieder eine...

Aber ohne Rückschritte wirst du nicht voran kommen.

Bitte geh zur Therapie das wird dir helfen.

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1. September 2016 um 13:47

Lieber Hannes,
ich möchte dich nochmal ermutigen Kontakt zu deiner Kliniktherapeutin aufzunehmen.

Meine Einschätzung zu deiner Situation (soweit ich das beurteilen kann):

Ich finde es total stark, wie diszipliniert du ambulant an deiner Zunahme arbeitest. Ganz ehrlich: Das ist nicht selbstverständlich! Bei einer ES ist es ja (leider) nicht unüblich, dass nach der Klinik erstmal alles wieder bergab geht. Du schaffst hingegen eine kontinuierliche Zunahme - das finde ich sehr bemerkenswert!

Von daher finde ich, musst du dich überhaupt nicht "schämen", wenn du deine Therapeutin kontaktierst. Was spricht dagegen?
Ich könnte mir vorstellen, dass das eine tolle, zusätzliche Unterstützung für dich wäre.

Gerade, weil du gedanklich und emotional noch sehr gefangen in deinen ES-Gedanken zu sein scheinst (habe ich auch im anderen Thread gelesen). Es ist ein schwerer Kampf. Zusätzlich zum Forum und deinen Eltern könnte eine Therapeutin dir bestimmt auch noch gute Tipps geben. Gerade wenn solche Gedanken über "Aushalten", "Bewegungsdrang" und Umgangsstrategien damit aufkommen.

Ich würde die Therapeutin einfach anrufen und nach einem Gesprächstermin fragen!

Ansonsten: Kämpf weiter! Du bist auf einem supertollen Weg - Respekt!

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1. September 2016 um 15:38
In Antwort auf wolkenmusik

Lieber Hannes,
ich möchte dich nochmal ermutigen Kontakt zu deiner Kliniktherapeutin aufzunehmen.

Meine Einschätzung zu deiner Situation (soweit ich das beurteilen kann):

Ich finde es total stark, wie diszipliniert du ambulant an deiner Zunahme arbeitest. Ganz ehrlich: Das ist nicht selbstverständlich! Bei einer ES ist es ja (leider) nicht unüblich, dass nach der Klinik erstmal alles wieder bergab geht. Du schaffst hingegen eine kontinuierliche Zunahme - das finde ich sehr bemerkenswert!

Von daher finde ich, musst du dich überhaupt nicht "schämen", wenn du deine Therapeutin kontaktierst. Was spricht dagegen?
Ich könnte mir vorstellen, dass das eine tolle, zusätzliche Unterstützung für dich wäre.

Gerade, weil du gedanklich und emotional noch sehr gefangen in deinen ES-Gedanken zu sein scheinst (habe ich auch im anderen Thread gelesen). Es ist ein schwerer Kampf. Zusätzlich zum Forum und deinen Eltern könnte eine Therapeutin dir bestimmt auch noch gute Tipps geben. Gerade wenn solche Gedanken über "Aushalten", "Bewegungsdrang" und Umgangsstrategien damit aufkommen.

Ich würde die Therapeutin einfach anrufen und nach einem Gesprächstermin fragen!

Ansonsten: Kämpf weiter! Du bist auf einem supertollen Weg - Respekt!

Liebe wolkenmusik,
Vielen lieben Dank für diese lieben Worte und die Ermutigung. Auch wenn ich das eigentlich alles selber wissen müsste, tut es immer wieder gut, zu hören, dass das, was ich mache, auch das richtige ist.
Ich halte es mittlerweile auch für eine gute Idee, sie anzurufen und mit ihr zu sprechen. Allerdings habe ich tierische Angst davor, dass sie mir irgendwas aufzwingt oder mich in eine Wiegekontrolle zum Arzt schicken will oder so. Weil das nämlich das ist, was ich am meisten hasse. Ärzte, die nichts mit dem Thema am Hut haben und nach Gewicht beurteilen, ob derjenige auf einem guten Weg ist und sich kein bisschen für den Menschen dahinter interessieren.
Außerdem merke ich, dass sich manchmal die Gedanken auch verlagern. Damit meine ich, dass ich dann nicht unbedingt immer daran denke, zu dick zu werden oder Sport zu treiben, sondern einfach eine Unzufriedenheit in mir spüre. Ich habe dann nichts woran ich mich klammern kann, zunehmen muss ich und das Gewicht und diese Kontrolle über den Körper war vorher das Einzige, was mir Halt gegeben hat, wenn ich mich so fühlte. Jetzt ist dieser Halt einfach so weg, aber die Gefühle bleiben...

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1. September 2016 um 16:00
In Antwort auf hannes20301

Liebe wolkenmusik,
Vielen lieben Dank für diese lieben Worte und die Ermutigung. Auch wenn ich das eigentlich alles selber wissen müsste, tut es immer wieder gut, zu hören, dass das, was ich mache, auch das richtige ist.
Ich halte es mittlerweile auch für eine gute Idee, sie anzurufen und mit ihr zu sprechen. Allerdings habe ich tierische Angst davor, dass sie mir irgendwas aufzwingt oder mich in eine Wiegekontrolle zum Arzt schicken will oder so. Weil das nämlich das ist, was ich am meisten hasse. Ärzte, die nichts mit dem Thema am Hut haben und nach Gewicht beurteilen, ob derjenige auf einem guten Weg ist und sich kein bisschen für den Menschen dahinter interessieren.
Außerdem merke ich, dass sich manchmal die Gedanken auch verlagern. Damit meine ich, dass ich dann nicht unbedingt immer daran denke, zu dick zu werden oder Sport zu treiben, sondern einfach eine Unzufriedenheit in mir spüre. Ich habe dann nichts woran ich mich klammern kann, zunehmen muss ich und das Gewicht und diese Kontrolle über den Körper war vorher das Einzige, was mir Halt gegeben hat, wenn ich mich so fühlte. Jetzt ist dieser Halt einfach so weg, aber die Gefühle bleiben...

Klaro
Ermutigung tut immer gut! Kann ich total verstehen. Vieles weiß man eigentlich selbst, aber es ist doch noch etwas anderes, wenn man es von außen zurückgemeldet bekommt.
Deshalb: Immer wieder gerne!

Deine Sorge bzgl. der Therapeutin klingen wirklich nach einem Hindernis zur Kontaktaufnahme. Auch auf die Gefahr hin, dass ich für diese Meinung gesteinigt werde: Ich selbst bin auch kein Fan von Wiegekontrollen bei Ärzten, sofern nicht unbedingt erforderlich.

So, wie du deine Situation hier immer wieder beschreibst glaube ich auch nicht, dass eine zusätzliche Wiegekontrolle beim Arzt notwendig ist. Mit deinen Eltern scheint es doch super zu klappen.
Ich würde deshalb Kontakt zu der Therapeutin aufnehmen und ihr das so auch ehrlich sagen, deine Bedenken schildern. Und auch von deinen Erfolgen berichten, denn du bist ja wirklich auf einem guten Weg.
Wenn die Therapeutin dann dennoch tatsächlich auf ärztliche Wiegekontrollen bestehen sollte - ja, dann kannst du ja immer noch überlegen, ob du das willst und ggf. einen Rückzieher machen. Zwingen kann sie dich unter den jetzigen Bedingungen auf jeden Fall nicht!
Du hast also nichts zu verlieren. Im schlimmsten Fall gehst du dann halt doch nicht zur Therapeutin. Aber vielleicht ist sie ja auch total beeindruckt von deinen Erfolgen, bestärkt dich und begleitet dich auch so, wie du es dir wünscht?
Ich würde es riskieren!

Hey und, dass du die Funktion deiner ES so reflektiert erkannt hast, finde ich total klasse! Genau, es geht nämlich gar nicht um die Zunahme! Es geht um etwas ganz anderes (Kontrolle, Halt, Sicherheit, teilweise evtl. auch Lebensinhalt und eine Leere, die nun entsteht, wenn sie wegfällt). Genau da solltest du ansetzen: Zu schauen, wie du diese Leere nun anders füllen kannst. Dann kannst du die ES auch aufgeben und loslassen, weil etwas anderes, viel Schöneres nun dein Leben ausfüllt und dir (optimalerweise) evtl. eine ähnliche Sicherheit gibt.

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1. September 2016 um 16:30
In Antwort auf wolkenmusik

Klaro
Ermutigung tut immer gut! Kann ich total verstehen. Vieles weiß man eigentlich selbst, aber es ist doch noch etwas anderes, wenn man es von außen zurückgemeldet bekommt.
Deshalb: Immer wieder gerne!

Deine Sorge bzgl. der Therapeutin klingen wirklich nach einem Hindernis zur Kontaktaufnahme. Auch auf die Gefahr hin, dass ich für diese Meinung gesteinigt werde: Ich selbst bin auch kein Fan von Wiegekontrollen bei Ärzten, sofern nicht unbedingt erforderlich.

So, wie du deine Situation hier immer wieder beschreibst glaube ich auch nicht, dass eine zusätzliche Wiegekontrolle beim Arzt notwendig ist. Mit deinen Eltern scheint es doch super zu klappen.
Ich würde deshalb Kontakt zu der Therapeutin aufnehmen und ihr das so auch ehrlich sagen, deine Bedenken schildern. Und auch von deinen Erfolgen berichten, denn du bist ja wirklich auf einem guten Weg.
Wenn die Therapeutin dann dennoch tatsächlich auf ärztliche Wiegekontrollen bestehen sollte - ja, dann kannst du ja immer noch überlegen, ob du das willst und ggf. einen Rückzieher machen. Zwingen kann sie dich unter den jetzigen Bedingungen auf jeden Fall nicht!
Du hast also nichts zu verlieren. Im schlimmsten Fall gehst du dann halt doch nicht zur Therapeutin. Aber vielleicht ist sie ja auch total beeindruckt von deinen Erfolgen, bestärkt dich und begleitet dich auch so, wie du es dir wünscht?
Ich würde es riskieren!

Hey und, dass du die Funktion deiner ES so reflektiert erkannt hast, finde ich total klasse! Genau, es geht nämlich gar nicht um die Zunahme! Es geht um etwas ganz anderes (Kontrolle, Halt, Sicherheit, teilweise evtl. auch Lebensinhalt und eine Leere, die nun entsteht, wenn sie wegfällt). Genau da solltest du ansetzen: Zu schauen, wie du diese Leere nun anders füllen kannst. Dann kannst du die ES auch aufgeben und loslassen, weil etwas anderes, viel Schöneres nun dein Leben ausfüllt und dir (optimalerweise) evtl. eine ähnliche Sicherheit gibt.

Liebe wolkenmusik,
Dass du immer so schnell antwortest und auch nie müde wirst, jedem zu helfen, der Hilfe braucht, freut mich total.

Ich habe jetzt momentan auch die Hoffnung, dass vielleicht die Schule ein wenig was davon ausfüllt oder mich ein wenig ablenkt, obwohl diese und der Druck, den ich mir dort selbst gemacht habe ja eigentlich das waren, was mich zurück in die ES gebracht haben, insofern muss ich da vorsichtig sein. Aber HErausforderungen können ja nicht alles sein, was mich zu Lebensmut oder Motivation bringt...
Ich brauche auch noch etwas, das ich außerhalb aller Aufgaben und Hindernisse in meinem Leben einfach aus Spaß und Lust machen kann. Dabei stehe ich mir manchmal allerdings selbst im Weg, da ich, wie du vielleicht schon gemerkt hast, recht reflektiert bin und es mir somit schwer fällt, etwas einfach so zu tun, ohne zu einem bestimmten Grund dafür zu finden oder ein konkretes Ziel vor Augen zu haben. Deshalb fällt es mir auch schwer, mich für Dinge wirklich voll und ganz zu begeistern, ich brauche immer meine Comfortzone und meine Sicherheit und kann mich nicht Hals über Kopf irgendwo hineinstürzen.
Ich muss irgendwie lernen, diese eigentlich echt gute Eigenschaft der Reflektiertheit mit Lebenslust, Freude und Begeisterungsvermögen zu verbinden, ohne dass mir eines der beiden verloren geht. Und das inmitten eines Schulalltages, meiner schwankenden Stimmungen und Gedanken und dem Erwachsenwerden
Wahrlich keine leichte Aufgabe...

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2. September 2016 um 13:41
In Antwort auf hannes20301

Liebe wolkenmusik,
Dass du immer so schnell antwortest und auch nie müde wirst, jedem zu helfen, der Hilfe braucht, freut mich total.

Ich habe jetzt momentan auch die Hoffnung, dass vielleicht die Schule ein wenig was davon ausfüllt oder mich ein wenig ablenkt, obwohl diese und der Druck, den ich mir dort selbst gemacht habe ja eigentlich das waren, was mich zurück in die ES gebracht haben, insofern muss ich da vorsichtig sein. Aber HErausforderungen können ja nicht alles sein, was mich zu Lebensmut oder Motivation bringt...
Ich brauche auch noch etwas, das ich außerhalb aller Aufgaben und Hindernisse in meinem Leben einfach aus Spaß und Lust machen kann. Dabei stehe ich mir manchmal allerdings selbst im Weg, da ich, wie du vielleicht schon gemerkt hast, recht reflektiert bin und es mir somit schwer fällt, etwas einfach so zu tun, ohne zu einem bestimmten Grund dafür zu finden oder ein konkretes Ziel vor Augen zu haben. Deshalb fällt es mir auch schwer, mich für Dinge wirklich voll und ganz zu begeistern, ich brauche immer meine Comfortzone und meine Sicherheit und kann mich nicht Hals über Kopf irgendwo hineinstürzen.
Ich muss irgendwie lernen, diese eigentlich echt gute Eigenschaft der Reflektiertheit mit Lebenslust, Freude und Begeisterungsvermögen zu verbinden, ohne dass mir eines der beiden verloren geht. Und das inmitten eines Schulalltages, meiner schwankenden Stimmungen und Gedanken und dem Erwachsenwerden
Wahrlich keine leichte Aufgabe...

Hm
Mit der Schule schätzt du das auch wieder sehr reflektiert ein, finde ich. Sie kann einerseits eine gute Ablenkung und Aufgabe sein, darf aber natürlich nicht in Richtung "negativer Druck" gehen. Ich hoffe, dass du einen guten Mittelweg findest!

Ansonsten wäre für dich doch irgendetwas ganz anderes, ein Hobby oder so, genau richtig. Eines, das dir Erfüllung gibt, eine Herausforderung und gleichzeitig Halt und Struktur. Etwas, das du gerne tust und worauf du regelmäßig hinfieber kannst. Ich weiß ja nicht, was du gerne machst... Aber vielleicht wöchentlich Tischtennis mit der Aussicht, irgendwann an einem Tournier teilzunehmen und daraufhin zu arbeiten. Oder ein Musikinstrument mit dem Ziel, irgendwann ein kleines Konzert (kann ja auch privat sein, für die Eltern oder so) zu geben. Oder ein Zeichenkurs mit dem Ziel, deine Feinmotorik immer weiter zu verbessern und ein tolles Gemälde zu schaffen. Oder die Aufzucht von Pflanzen im Garten um die du dich regelmäßig kümmerst, siehst, wie sie wachsen und siehst, wie schön und groß sie durch deine Pflege werden.

Alles nur Beispiele, evtl. auch Frauensachen . Aber du weißt sicher, was ich meine: Du bräuchtest etwas, wo du dich nach und nach reinfuchsen kannst. Vermutlich würde dann nach und nach auch so ein "Fiebern" entstehen (nicht sofort, wenn du nicht der Typ dafür bist). Aber die Begeisterung würde sicher wachsen und du hättest eine neue, schöne und sinnvolle Aufgabe.

Also, wenn ich das gerade so schreibe... Hihi, da bekomme ich selbst fast Lust, mir ein neues Ziel zu setzen .

Konnte ich dich evtl. auch ein bisschen motivieren?

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2. September 2016 um 21:37
In Antwort auf wolkenmusik

Hm
Mit der Schule schätzt du das auch wieder sehr reflektiert ein, finde ich. Sie kann einerseits eine gute Ablenkung und Aufgabe sein, darf aber natürlich nicht in Richtung "negativer Druck" gehen. Ich hoffe, dass du einen guten Mittelweg findest!

Ansonsten wäre für dich doch irgendetwas ganz anderes, ein Hobby oder so, genau richtig. Eines, das dir Erfüllung gibt, eine Herausforderung und gleichzeitig Halt und Struktur. Etwas, das du gerne tust und worauf du regelmäßig hinfieber kannst. Ich weiß ja nicht, was du gerne machst... Aber vielleicht wöchentlich Tischtennis mit der Aussicht, irgendwann an einem Tournier teilzunehmen und daraufhin zu arbeiten. Oder ein Musikinstrument mit dem Ziel, irgendwann ein kleines Konzert (kann ja auch privat sein, für die Eltern oder so) zu geben. Oder ein Zeichenkurs mit dem Ziel, deine Feinmotorik immer weiter zu verbessern und ein tolles Gemälde zu schaffen. Oder die Aufzucht von Pflanzen im Garten um die du dich regelmäßig kümmerst, siehst, wie sie wachsen und siehst, wie schön und groß sie durch deine Pflege werden.

Alles nur Beispiele, evtl. auch Frauensachen . Aber du weißt sicher, was ich meine: Du bräuchtest etwas, wo du dich nach und nach reinfuchsen kannst. Vermutlich würde dann nach und nach auch so ein "Fiebern" entstehen (nicht sofort, wenn du nicht der Typ dafür bist). Aber die Begeisterung würde sicher wachsen und du hättest eine neue, schöne und sinnvolle Aufgabe.

Also, wenn ich das gerade so schreibe... Hihi, da bekomme ich selbst fast Lust, mir ein neues Ziel zu setzen .

Konnte ich dich evtl. auch ein bisschen motivieren?

Liebe wolkenmusik,
Danke für die tollen Anreize und die interessanten Vorschläge. Das mit der Pflanze könnte ich mir echt super vorstellen und ein großes Hobby habe ich schon gefunden... Ich habe auch überlegt, ob ich, sobald ich wieder im NG bin wieder ganz langsam mit erholsamen Sport anfangen soll, weil ich halt nicht möchte, dass Sport für immer ein Tabu bleibt und ich nur Angst davor habe, weil es mir damals zum Zwang wurde... Außerdem erinnere ich mich, dass mir Sport nach meiner ersten Essstörung echt gut getan hat und es im Normalgewicht als ich es moderat betrieben habe sogar erholsam war. Was hältst du davon? Ich möchte auf keinen Fall etwas überstürtzen, also erst anfangen, wenn ich im NG bin, aber wie fändest du das? Ist die Idee gut oder glaubst du, ich packe das nicht, ohne wieder reinzurutschen?

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3. September 2016 um 16:58
In Antwort auf hannes20301

Liebe wolkenmusik,
Danke für die tollen Anreize und die interessanten Vorschläge. Das mit der Pflanze könnte ich mir echt super vorstellen und ein großes Hobby habe ich schon gefunden... Ich habe auch überlegt, ob ich, sobald ich wieder im NG bin wieder ganz langsam mit erholsamen Sport anfangen soll, weil ich halt nicht möchte, dass Sport für immer ein Tabu bleibt und ich nur Angst davor habe, weil es mir damals zum Zwang wurde... Außerdem erinnere ich mich, dass mir Sport nach meiner ersten Essstörung echt gut getan hat und es im Normalgewicht als ich es moderat betrieben habe sogar erholsam war. Was hältst du davon? Ich möchte auf keinen Fall etwas überstürtzen, also erst anfangen, wenn ich im NG bin, aber wie fändest du das? Ist die Idee gut oder glaubst du, ich packe das nicht, ohne wieder reinzurutschen?

Sehr gerne
Ich vermute, dass die Meinungen bei dem Thema "Sport nach Anorexie" weit auseinander gehen. Ich persönlich finde deinen Plan, mit moderatem Gewicht wieder langsam Sport zu betreiben total gut.

Ich meine: Weder beim Essen, noch beim Sport kann ja Vermeidung keine Dauerlösung sein. Es geht ja gerade darum, ein Mittelmaß zu finden. Eine gesunde Variante, weder zu viel noch zu wenig. Das soll ja das Ziel sein. Und beides (Essen und Bewegung) gehört ja zum gesunden Leben dazu.

Ich finde deshalb, gerade, wenn du früher auch schon gerne Sport gemacht hast, kann es im weiteren Verlauf und natürlich langsam und im gesunden Maße, bestimmt auch zum Wohlbefinden beitragen. Muss ja kein Leistungssport sein oder gleich 7 Mal pro Woche 3 Stunden Fußball . Aber das meintest du ja auch nicht.

Zumal viele Sportarten ja auch dazu beitragen, dass man wieder Kontakte knüpft. Gerade Mannschaftssportarten wären da ideal.

Vielleicht ist der Gedanke an einen schönen, moderaten Sport, den du in Zukunft einmal pro Woche oder so ausübst, ja auch ein gutes Ziel für dich. Dann weißt du, wofür du zunimmst, hast quasi noch eine Belohnung in Aussicht.

Ich persönlich finde das eine super Idee!

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