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Schlaflos wenn nüchtern

27. Juli 2016 um 10:44 Letzte Antwort: 22. August 2016 um 21:32

Liebes Forum,

ich melde mich hier im Forum, weil ich die letzten Wochen gemerkt habe, dass ich nüchtern nicht mehr schlafen kann. Ohne dass ich Alkohol getrunken habe, finde ich partout keinen Schlaf. Ich brauche ewig zum einschlafen, und wenn ich schlafe, dann nur ein sehr leichter Schlaf, wo ich ständig aufwache. Am nächsten Tag wache ich total gerädert auf und fühle mich schlechter, als wenn ich etwas getrunken habe.
Bis vor einiger Zeit (ein paar Monate), habe ich es noch so gehandhabt, dass ich immer wenn ich daheim war und nicht bei meinem Freund, nichts getrunken habe, und das war auch nie ein Problem. So hatte ich in der Woche ca 3 Tage, wo ich nichts getrunken habe.

Seit ein paar Monaten aber trinke ich jeden Abend (meist eine halbe Flasche Wein, oder 2 Bier). Nun hat mein Freund daheim auch Gras, so dass ich zudem auch noch das kiffen begonnen habe. Somit trinke ich entweder oder rauche, teils beides zusammen, so dass mein Körper jeden Abend ein Rauschmittel erhält, und das seit Monaten so gewohnt ist.
Mir ist es teils passiert, dass ich, nachdem ich nüchtern nicht schlafen konnte nachts um 3 aufgestanden bin und ein Glas Wein reingeschüttet habe, damit ich irgendwie schlafen kann. Ich merke, dass ich langsam mich schäme dafür und teils könnte ich heulen über mein Verhalten.
Ich bin extrem froh, dass mir nun doch so schnell bewusst wurde, was ich da mache, ich dazu stehe und es ändern möchte. Weil dieses nicht schlafen können macht mich echt fertig.

Ich habe auch überlegt, weshalb ich eigentlich trinke/rauche. Ich denke es ist so ein "es gehört dazu abends auf der Couch" Gedanke, also ich habe den Eindruck es ist auf jeden Fall eine psychische Abhängigkeit, und ich merke durch die Schlaflosigkeit wenn ich nüchtern ins Bett gehe, dass ich auf dem Wege zu einer körperlichen Abhängigkeit bin.
Und natürlich ist es teils auch während eines Films lustiger etwas zu trinken/rauchen, und ich genieße dabei va auch die Entspannung im Körper, ich bin lockerer und kann abschalten.

Ich muss dazu sagen, dass ich schon immer ein Mensch war, der Alkohol oder auch mal Gras nicht komplett ablehnt, aber mir ist es sehr wichtig, dass ich wieder auf den Weg zurück finde, wo ich war: Nämlich der bewusste Umgang damit, trinken nur in Maßen, vernatwortungsbewusst und auf jeden Fall trinkfreie Tage.

Kurz zu meiner Person selbst: ich bin w, 30 Jahre, habe studiert und einen Dr angefangen, arbeite momentan aber im Einzelhandel und bin gerade in einem beruflichen Umschwung. Ich kann ansonsten in meinem Leben nicht klagen, ich habe eine funktionierende Beziehung, Tiere die mir extrem wichtig sind um mich herum, ich bin aktive Reiterin, habe wieder mit Sport begonnen. Ich habe einen tollen Freundeskreis und Familie in meiner Nähe.
Es gibt da eben nur dieses Problem mit dem abendlichen Trinken. Bis auf meinen Freund weiß niemand davon.

Ich hoffe hier im Forum auf Ratschläge, wie ich auch ohne Alkohol wieder schlafen kann, und vielleicht auf jemanden, dem es ähnlich geht wie mir, und mit dem ich mich regelmäßig austauschen kann! Ich bin für jeden Ratschlag dankbar. Wenn ihr noch Fragen habt zu mir, einfach melden, ich freue mich über jede Nachricht!
Und an die Erfahrenen hier, die vielleicht sowas schon erlebt haben: wie schätzt ihr mein Verhalten ein, und komme ich wieder auf meinen Weg zurück?

Alles Liebe, Jalanda

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16. August 2016 um 6:59

Ich ..
...habe das Selbe durch wie du, weswegen ich mich hier auch mal angemeldet habe um meine Erfahrungen zu teilen. Dein Beitrag ist zwar schon ein paar Tage her, aber vielleicht liest du es ja trotzdem

Ich kann nachvollziehen wie du dich fühlst und ich weiß wie anstrengend und kraftraubend deine Situation ist. Auch ich konnte abends nur einschlafen, wenn ich mein Glas Wein getrunken hatte. Nachts wachte ich dann meistens schon nach 1 oder 2 Stunden das erste mal auf. Anfangs konnte ich zwar wie Du immer wieder einschlafen, aber das änderte sich im Laufe der Zeit leider und führte dazu, dass ich mich völlig erschöpft und nervlich am Ende selbst in eine Klinik einweisen ließ.

Da ich nicht weiß, ob du hier noch liest und ich mir die Mühe nicht umsonst machen möchte, kannst Du mich ja mal per PN anschreiben, falls Du noch Interesse an einem Erfahrungsaustausch hast

Ansonsten alles Gute Dir und Kopf hoch

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22. August 2016 um 21:32


Aber jeden Abend? Das ist nicht 'normal'!

Ich drück ihr die Daumen, dass sie ihr Problem auch als solches erkennen wird.

LG aus HH

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