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Schaltet der kopf bei anorexie aus oder beziehungsweise bei unterernährung?

17. Oktober 2015 um 15:30

Hallo, Ich wollte mich mal wegen eines ernsten Themas an euch wenden. Mir fällt es schon seit längerer Zeit auf, dass ich manchmal das Gefühl habe, das mein Gehirn sich abschaltet. Vorhin war es wieder so. Von der einen auf der anderen Sekunde kam mir meine Umwelt sehr unwirklich vor. Ich war in einem Buchladen und konnte plötzlich die Buchstaben auf den Büchern nicht mehr erkennen und auch die Gesichter von meinen Mitmenschen konnte ich nur noch ganz grob wahrnehmen. Auch hab ich mich wie eine Hülle gefühlt. Mir hat das wahnsinnig Angst gemacht und das passiert mir in letzter Zeit öfters. Ich weiß allerdings nicht ob das von der Anorexie kommt oder ob das von meiner PTBS kommt. Hat jemand von euch damit schonmal Erfahrungen gemacht? Und was habt ihr gegen diese Zustände gemacht? Ich hab langsam echt Angst und ich weiß nicht ob ich mir das alles einbilde. Liebe Grüße, Rosenmaedchen

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17. Oktober 2015 um 15:59

Hallo Rosenmaedchen,
ich halte es für eine Derealisation, die im Zusammenhang mit einer dissoziativen Störung nach traumatischen Erlebnissen stehen dürfte.Die genaue Diagnose und Traumabehandlung muss einem erfahrenen Psychotherapeuten vorbehalten bleiben.

LG Nus

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17. Oktober 2015 um 16:15
In Antwort auf nus1951

Hallo Rosenmaedchen,
ich halte es für eine Derealisation, die im Zusammenhang mit einer dissoziativen Störung nach traumatischen Erlebnissen stehen dürfte.Die genaue Diagnose und Traumabehandlung muss einem erfahrenen Psychotherapeuten vorbehalten bleiben.

LG Nus

Danke
für deine Antwort. Sowas wie Derealisation hab ich mir schon gedacht. war mir aber nicht ganz sicher. LG

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17. Oktober 2015 um 18:04

Hallo
ich kann Dir nur sagen, dass ich bei einem sehr niedrigen BMI ständig total weggetreten war, wie im Traum oder als wäre ich betrunken. Kann mich an viele Phasen auch nur noch ganz verschwommen erinnern. Also bei mir wurde es definitiv mit steigendem BMI besser. Ob das bei Dir natürlich auch so ist, kann ich nicht sagen, aber wenn Du stark im UG bist, kann es auch daran liegen.

Gute Besserung

maxi

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17. Oktober 2015 um 18:28
In Antwort auf laszls_11858653

Danke
für deine Antwort. Sowas wie Derealisation hab ich mir schon gedacht. war mir aber nicht ganz sicher. LG

Das klingt schon stark nach Depersonalisation / Derealisation...
Andererseits kann es mit auch am niedrigen Gewicht liegen. Nicht umsonst darf man rechtlich mit einem BMI unter 16 nicht mehr autofahren und es gibt viele Therapeuten, die der Meinung sind, dass man mit Patienten und Patientinnen erst ab einem gewissen BMI "arbeiten" kann. Und ganz ehrlich hab ich bei meinen Klinikaufenthalten Mädels kennengelernt, mit denen konnte man wirklich kein halbwegs normales Gespräch mehr führen. Ich bin schon der Meinung, dass man ab einem gewissen BMI, wenn das länger geht, ein Stück weit "verdummt". Klingt jetzt hart, ist mir aber schon des öfteren aufgefallen.
Bei der Kombination mit PTBS (bin selbst so ein Fall) braucht man immer ein wenig mehr "Reserven".
Es kostet ja noch mehr Kraft.

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17. Oktober 2015 um 18:50
In Antwort auf gereon_12076287

Das klingt schon stark nach Depersonalisation / Derealisation...
Andererseits kann es mit auch am niedrigen Gewicht liegen. Nicht umsonst darf man rechtlich mit einem BMI unter 16 nicht mehr autofahren und es gibt viele Therapeuten, die der Meinung sind, dass man mit Patienten und Patientinnen erst ab einem gewissen BMI "arbeiten" kann. Und ganz ehrlich hab ich bei meinen Klinikaufenthalten Mädels kennengelernt, mit denen konnte man wirklich kein halbwegs normales Gespräch mehr führen. Ich bin schon der Meinung, dass man ab einem gewissen BMI, wenn das länger geht, ein Stück weit "verdummt". Klingt jetzt hart, ist mir aber schon des öfteren aufgefallen.
Bei der Kombination mit PTBS (bin selbst so ein Fall) braucht man immer ein wenig mehr "Reserven".
Es kostet ja noch mehr Kraft.

Ja
da hast du Recht. Aber es macht mir jedes Mal aufs neue Angst, wenn das passiert. Und was kann man denn am besten dagegen tun um diese Zustände besser durchzustehen?

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17. Oktober 2015 um 19:45
In Antwort auf laszls_11858653

Ja
da hast du Recht. Aber es macht mir jedes Mal aufs neue Angst, wenn das passiert. Und was kann man denn am besten dagegen tun um diese Zustände besser durchzustehen?

Ich habe mich mit "skills" zurückgeholt.
Schmerzhaftes Schnipsen mit einem Haarband am Handgelenk , Pfefferkörner zerbeißen, ...
Wirklich nachhaltig geholfen hat aber nur eine Traumatherapie, zunächst ambulant und dann in geschütztem stationären Rahmen.
Seitdem bin ich wenigstens das los.

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