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Salut-Bulimie-Selbsthilfe-Programm ("Online-Therapie")

28. Februar 2015 um 22:28 Letzte Antwort: 7. April 2015 um 21:23

Hallo ihr Lieben,

ich habe heute etwas entdeckt, vielleicht ist das ja eine Option für jemanden mit Bulimie. Ich finde das klingt ganz gut. Online-Therapien sind ja bei Bulimie wirklich ziemlich erfolgreich, habe vor einigen Wochen einen Beitrag dazu gesehen, aber finde ihn gerade nicht mehr.

Ansonsten ist die ANAD Seite wirklich sehr schön gestaltet und sehr informativ. ANAD ist quasi die "Mutter" aller therapeutischen Wohngemeinschaften für Essgestörte.

Alles Liebe und Gute für euch!
(Habe das mal hier rein kopiert, auf der Seite könnt ihr das alles auch genauso nachlesen. )



https://www.anad.de/hilfe-tipps-fuer/salut-bulimie-selbsthilfe-programm/

Sie haben Bulimie, das heißt:

Sie haben Essanfälle
Sie übergeben sich oder/und nehmen Abführmittel
Sie greifen evtl. darüber hinaus zu weiteren ausgleichenden Maßnahmen

Dann könnte evtl. das Bulimie-Selbsthilfe-Programm Salut etwas für Sie sein!

So geht es

Salut ist ein internetgestütztes Selbsthilfeprogramm für Menschen mit Bulimie, das heißt, Sie arbeiten damit online von Ihrem/einem PC aus.

Das Programm besteht aus sieben aufeinander aufbauenden Teilschritten. Jeder Schritt liefert bestimmte Informationen, die durch Übungen, Auswertungsgrafiken, Beispielen und Diskussionen per Mail mit dem persönlichen Coach verarbeitet werden.

Themen, die in den 7 Programmschritten bearbeitet werden sind:

Motivation zur Veränderung
Selbstbeobachtung (bzgl. des Essverhaltens, der Essattacken und deren ausgleichender Maßnahmen sowie der dazugehörigen Auslöser)
Führen eines Esstagebuches
Essensplanung
Strategien zur Vermeidung von Essattacken
Probleme besser lösen lernen
mit Schwierigkeiten souveräner umgehen können
Selbstbehauptungsstrategien
Umgang mit Rückfällen

Vorteile des Programms sind

das Programm wird dort durchgeführt, wo Bulimie stattfindet: zu Hause
flexible Zeiteinteilung: Sie können das Programm immer dann bearbeiten, wenn Sie Zeit dazu haben
einfache Handhabung
durch Esstagebücher fortlaufender Überblick über das eigene Essverhalten
basiert auf den Methoden kognitiver Verhaltenstherapie, einer der erfolgreichsten Therapieformen bei Essstörungen
wissenschaftlich belegt: eine Untersuchung an der Universität Wien an 59 Patientinnen ergab bei 60% der Teilnehmerinnen eine deutliche Reduzierung der Essanfälle bereits während der ersten vier Monate des Programms, die Häufigkeit des Erbrechens konnte im gleichen Zeitraum um 48,4 % reduziert werden
in der Teilnahme am Programm enthalten ist die Begleitung durch

einen Coach aus dem Cinderella-Team, der

in wöchentlichen E-Mails die Arbeit mit dem Programm begleitet
Feedback zu Fortschritten im Programm gibt
bei Schwierigkeiten für Fragen zur Verfügung steht

Die Nutzungsdauer des Programms beträgt 6 Monate.


Die Kosten belaufen sich für die gesamte Nutzungsdauer auf 300,--
(Ermäßigung für StudentInnen etc. 270,-- ).


Am Programm kann teilnehmen, wer

unter Bulimia nervosa vom purging-Typ leidet (Essattacken mit Erbrechen und/oder Abführmittelmissbrauch) und davon loskommen möchte
mind. 18 Jahre alt ist (bei unter 18jährigen nur mit Zustimmung der/des Erziehungsberechtigten)
über einen Internetzugang verfügt
einen Body-Mass-Index (BMI = kg/m2) größer als 17,5 hat
es einrichten kann, drei bis vier persönliche Gesprächstermine bei Cinderella e.V. in München wahrzunehmen (ein bis zwei Gespräche vor Beginn, ein Gespräch nach 3 Monaten, ein Gespräch nach 6 Monaten).
Ausschlusskriterien sind: Suizidalität, schwere Depressionen, Fremd- und Selbstverletzungen, Suchtmittelabhängigkeit

Bei Interesse am Programm wenden Sie sich bitte an:

Cinderella e.V. Beratungsstelle für Essstörungen

Westendstr. 35 80339 München 089 502 12 12

cinderellaberatg(at)aol.com www.cinderella-rat-bei-essstoerungen.de

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1. März 2015 um 11:33

Liebe Mimi,
vielen Dank für deinen wertvollen Beitrag.

Nachdem zuletzt in einigen Beiträgen vermehrt über starkes Essen als vermeintlich wirksame Maßnahme gegen Anorexie und Bulimie gesprochen wurde, war ein Beitrag überfällig, der Essstörungen als psychische Erkrankungen versteht und folgerichtig auf die Notwendigkeit einer Psychotherapie hinweist. Es geht bei beiden Krankheitsbildern darum, ein notwendiges Normalgewicht zu akzeptieren und sich selbst mit seinem Aussehen annehmen zu können. Dazu ist psychologische Hilfestellung erforderlich, wobei ein internetgestütztes Programm sicherlich für die eine oder andere Frau eine gute Alternative darstellt. Es ist schade, dass die Kosten dafür in Deutschland noch nicht von der Krankenkasse übernommen werden, obwohl die Wirksamkeit inzwischen anerkannt ist. Eine Heilungschance von 60 % wird man als gut einstufen können.Sie liegt deutlich über die Möglichkeiten eines Selbstheilungsversuches.

Alles Liebe Nus

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7. April 2015 um 21:23

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Da momentan sehr viele Bulimikerinnen schreiben und meist Therapie ablehnen. Vielleicht ist das ja eher vorstellbar.

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