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Rückfälle... ein Teufelskreis

13. September 2010 um 17:10 Letzte Antwort: 17. September 2010 um 15:00

Noch vor den Ferien war ich voll am rotieren. Ich war so gefangen von dem Gedanken dünner und dünner zu werden, dass ich nichts anderes mehr gesehen habe. Ich habe wieder angefangen Essens-Tagebuch zu schreiben, Fototdokumentation zu machen und mir jeden Tag Thinspos reingezogen. Alles andere war egal und ich fing schon wieder an unter 50kg zu wiegen. (Zum Glück war das Schuljahr schon fast rum und es hat meine Noten nicht zu sehr runtergezogen.) Dann kamen die Ferien und wir sind für 3 Wochen in den Uralub nach Irland gefahren. Dort war ich gezwungen ganz normal zu essen. Am Anfang hat es mich Wahnsinnig gemacht, weil ich nicht k..... konnte, aber nach einer Woche hatte ich mich halbwegs daran gewöhnt. Die bösen Gendaken kamen aber nach einiger Zeit wieder und aus Frust über die zugenommenen Kilos ass ich noch mehr. Als ich wieder nach Hause kam stellte ich mich das erste mal wieder nach 3 Wochen auf die Waage Ich hatte satte 8kg zugenommen. Und jetzt fängt alles wieder von vorne an. Ich fühle mich fett und aufgebläht und hungere wie eine gestörte. Dann kommen wieder die Fressanfälle. Gerade habe ich wieder eine Tafel Rittersportschokolade verdrückt und fühle mich furchtbar. Es wiederholt sich immer wieder. Erst klappt alles super und dann geht alles wieder von vorne los. Nichts Hilft, aber eine Therapie möchte ich nicht machen. Ich glaube auch nicht, das sie erfolgreich wäre.Ich schaffe es nicht mehr aus eigener Kraft da raus, aber wer soll mir helfen? Mit meinen Freunden oder meinen Eltern kann ich nicht reden und von meinen Freund habe ich mich getrennt. Die Beziehung ist an der ES kaputt gegangen.

Ich kann nichts mit mir Anfangen, kann nicht mit mir Umgehen. Bin gefangen in diesem Körper und kann nichts dagegen tun. Ich hasse mich, kann mich nicht akzeptieren. Bin Verzweifelt und weis nicht was ich tun soll!

Es ist alles so Sinnlos und Unpassend! Es ist wie ein riesiges Puzzle, bei dem jedes Teil nur so halb zusammen passt.

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13. September 2010 um 22:43

Da gebe ich cottagecheese Recht!
Warum wehrst du dich so gegen eine Therapie?
Was hast du für Vorbehalte?
Hier berichten doch viele Mädchen davon, wie hilfreich eine Therapie bei ihnen war/ ist.
Es muss ja keine stationäre Therapie sein (die sich oft mit Schule und Alltag nicht leicht vereinbaren lässt), es gibt auch ambulante, es gibt auch (anonyme) Beratungsstellen etc.

Also wenn du gegen die ES kämpfen möchtest, LASS DIR HELFEN, öffne dich, such dir eine sympatische Therapeutin, du wirst sehen, alleine kann man es kaum schaffen... Die Thera gibt dir so viel Rückhalt und du kannst mit ihr die wahren Ursachen deiner ES identifizieren, du lernst, alternative Lösungswege zu entwickeln und anzuwenden und deine psychischen Probleme nicht mit dem Essen zu kompensieren...
Ich kann dir nur dazu raten, wie viele andere hier sicher auch, überleg es dir (...)

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13. September 2010 um 22:47

Ich finde auch,
dass du mal ernsthaft über eine Therapie nachdenken solltest. Vielleicht kannst du ja einfach mal bei einer Therapeutin nach einem Termin fragen, dann wirst du ein paar Probestunden bei ihr bekommen und entscheidest danach, ob du weiter zu ihr kommen möchtest oder nicht. So war es jedenfalls bei mir.
Anfangs war ich auch total gegen eine Therapie, doch heute (übrigens nach einem Wechsel - bei der ersten war ich nicht ganz freiwillig, bei der zweiten dann schon) gehe ich total gerne hin.
Zum Erfolg kann ich bei mir sagen, dass die Essstörung an sich leider noch nicht viel besser geworden ist, aber ich habe eine Menge anderer Dinge erreicht, besonders im Umgang mit anderen Menschen.

Lg, Chava

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17. September 2010 um 15:00

...
Ich weiß nicht warum ich so Angst davor habe eine Therapie zu machen. Ich wüsste auch genau wie ich eine bekommen würde, aber ich kann nicht. Die Angst ist zu groß. Ich weis nicht mal vor was ich eigentlich Angst habe. Ich habe vor allem Angst. Schon wenn ich morgens aufstehe und sofort in den Spiegel schauen muss. Dann kommt das Wiegen und die Angst vor der Zahl, die ja vielleicht größer geworden sein könnte. Dann fahr ich in die Schule, vor der ich auch Angst habe. Ich habe Angst vor meinen Mittschülern, vor Lehrern, vor Tafeln und Kreide. Ich kann Kreide nicht anfassen. Ich weis nicht warum, aber ich kanns nicht. Ich habe Angst im Unterricht etwas zu sagen. Es könnte ja falsch sein und Fehler kann ich mir nicht verzeihen. Ich muss immer Perfekt sein. Ich laufe den ganzen Tag mit einer Maske herum. Mit einem falschen Lächeln, obwohl ich Angst vor allem und jedem Angst habe, der mich nur anschaut. Ich fühle mich andauernd von allen beobachtet und habe verfolgungswahn. Dann fahre ich nach Hause. Dort bin ich allein, weil mein Vater sehr lange Arbeiten muss und erst spät nach Hause kommt. Dann habe ich Angst einen FA zu bekommen, weil so leckere Dinge im Kühlschrank sind die nach mir rufen. Ich versuche mich dann mit meinen Hausaufgaben ab zu lenken. Dann gehe ich entweder joggen, schwimmen oder ins Fitnessstudio. Sport ist die einzige Aktivität bei der ich keine Angst verspüre. Ich fühle mich dann sofort besser. Die Angst kommt dann aber wenn ich dann zu Hause bin schnell wieder. Ich habe Angst einzuschlafen, weil ich Angst vor meinen Träumen habe. Deswegeb kann ich nie einschlafen. Ich schlafe im Schnitt 4 Stunden jede Nacht. Bin dann immer total gerädert und kann mir nichts mehr merken. Es ist so viel auf einmal. Ich ersticke in dem ganzen Mist, der auf mir aubgeladen wird. Eigentlich bin ich selbst schuld, weil ich den Mist auf mir abladen lasse.

Ach du meine Güte hab ich viel geschrieben! Eigentlih wollte ich über etwas ganz anderes schreiben. Hat trotzdem gut getan sich mal Luft zu machen.

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