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Panikattacken - Erfahrungen?

13. Juli 2018 um 13:29

Hallo! 

Ich hatte gestern Abend zum ca 4. Mal im Leben eine Panikattacke (alle innerhalb der letzten 5 Monate). Die gestrige war ähnlich wie meine vorherige die ich vor ca 2 Monaten hatte. Ich fühlte eine Anspannung/einen Druck in der Brust/im Herz und von da aus kamen weitere körperliche Symptome wie ein komisches Gefühl beim Atmen (kein Hyperventilieren), Erschöpfung, Unruhe, etwas Zittern und vor allem, was ich bis jetzt immer hatte, das Gefúhl mein ganzer Körper ist extrem angespannt und wenn ich mich nicht kontrolliere bekomme ich entweder einen Krampf oder einen Herzinfarkt. Wie gesagt, es ging von der linken Brust aus. Als ich den Punkt an der Brust berührte, überkam mich auf einmal eine extreme Entsoannungswelle durch den ganzen Körper. Als ob ich plötzlich extrem high wäre. Ich schließte daraus dass in meiner Brustgegend eine große Versoannung liegt, was mich noch mehr beunruhigte. Psychische Symptome waren ein "neben der Spur sein" und das Gefühl, bald verrückt zu werden und von der Angst umhüllt zu sein. 

ich hatte zuvor in der Arbeit selbst Patienten die Panikattacken hatten und die durch die Panikattacken wirklich Krämpfe und einer sogar fast einen Herzinfarkt, hatte, gearbeitet. Das war aber bei der Arbeit mit damals drogenabhängigen Menschen, also zum Großteil war das (auch) drogembedingt. Ich weiß also in Theorie und Praxis wie man damit umgehen kann und habe Erfahrungen bei anderen gemacht. Deshalb kann ich relativ gut damit umgehen, also mit jedem Mal als ich selbst eine Panikattacke hatte, war ich mir dessen bis auf das erste Mal bewusst und habe meine Atmung kontrolliert, mich versucht rational zu beruhigen, mich abzulenken, etwas zu essen, zu trinken und vor allem mit Leuten darúber gesprochen. Gestern habe ich auch mit Freunden telefoniert während es passiert ist. Hätte ich das nicht getan, wäre ich wahrscheinlich ausgeflippt und ich weiß nicht was passiert wãre. Trotzdem war es sehr unangenehm. Denn, auf der einen Seite weiß ich, dass es psychisch bedingt ist und Kopfsache ist, aber auf der anderen Seite fühlt man diese körperlichen Symptome! Es ist schwer es zu glauben dass alles okay ist wenn es sich anfùhlt als würde man bald tot umfallen und sterben. 

Ich bin erst Anfang 20, deshalb ist ein Herzinfarkt sehr unwahrscheinlich aber nicht unmöglich. Am Montag gehe ich zum Arzt und mache eine Untersuchung um mich zu versichern dass wirklich alles okay ist. Das letzte Mal waren meine Werte immer perfekt, Cholesterinwerte perfekt, Blutdruck perfekt, ich mache Sport, ernähre mich gesund und habe durch äußerliche Umstände keinen Stress. Hin und wieder mache ich auch Meditationen und habe genug Vertrauenspersonen und Freunde. Es gibt also keine Blockaden die mir bekannt sind.
Ich versuche es zu analysieren und der einzige Punkt in dem ich sage es stresst mich, dass ich vielleicht oft das Gefühl habe ich muss einem von mir kreierten Idealbild entsprechen. Mir hilft das zwar immer meine Ziele zu erreichen, aber bis ich etwas nicht vollständig umgesetzt habe das ich mir vorgenommen habe, fühle ich mich etwas unrund oder nicht so vollkommen bzw nicht so wie ich gerne sein wúrde (zB wenn es im Bereich Fitness ein Ziel ist). Wobei das nicht wirklich etwas ist von dem ich glauben würde dass der Druck so stark ist dass er Panikattacken und Herzschmerz auslösen könnte. 

Gibt es Menschen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Ich weiß, persönliche Ursachen kann ich nur selbst herausfinden bzw wenn es nicht besser wird, mit jem im Fachbereich, aber mich würde interessieren ob es Menschen gibt die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Es gibt offensichtlich viel mehr Menschen die im Leben schon einmal eine Panikattacke hatten, als man glaubt. Ich würde mich auf einen Austausch freuen!

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