Forum / Fit & Gesund / Essstörungen - Anorexie, Magersucht, Bulimie…

Orthorexie mit Bulimie, kennt das jemand?

16. Januar 2011 um 15:32 Letzte Antwort: 16. Januar 2011 um 22:24

Huhu,
irgendwie wird Essgestörten ja immer unterstellt, dass sie was gegen Dickmacher und Kalorienreiches haben, aber damit hatte ich nie so die Probleme (ok, außer wenn ich garnichts gegessen habe).
Ich hab eher was gegen Krankmacher.
Sprich, ein FA ist für mich dann ein FA, wenn ich Sachen esse, die ich für sehr ungesund halte. Gut, die übermäßigen Mengen kommen noch dazu, ich habe große FA.
Außerdem gibt es bestimmte Lebensmittel, die lösen bei mir immer FA aus. Vielleicht nicht am selben Tag, aber spätestens dann am nächsten. Sprich, ich kann vielleicht ein paar Süßigkeiten naschen und mich trotzdem disziplinieren, aber am nächsten Tag fresse ich, soviel wie reingeht.

Ich hab vielleicht ein minimal übertriebenes Schlankheitsideal (so im 18er BMI-Bereich ), aber ich finde mich damit dann auch schön und ok und will nicht immer weniger.
Damals, als ich das tatsächlich erreicht hatte und sowohl Figur als auch Essverhalten total ok fand, hörte ich aber von sehr vielen Leuten, ich sei so dünn geworden, und meine Familie war eben auch genervt, dass ich nicht wirklich normal aß.
Dazu kam ein Mädel aus meiner Stufe, das in echt magersüchtig war, und ich wurde ein bisschen paranoid.
Was, wenn ich selber Magersucht hätte? Es trafen ja so ein paar Symptome auf mich zu, Gewichtsabnahme, Einschränkung der Lebensmittel, Lügen, um normales Essen zu vermeiden, viel Sport. Also startete ich eine Selbstbehandlung gegen meine imaginäre MS und fing an zu fressen, dann wieder normal zu essen, dann wieder fressen, ich merkte, dass ich dicker wurde, hungerte wieder ein bisschen. Und in der Zwischenzeit informierte ich mich sehr viel über Essstörungen und las immer mehr darüber. Und beschäftigte mich übertrieben mit dem Thema, was natürlich auch triggerte. Und dachte, vielleicht wäre ich besser magersüchtig als fresssüchtig. Also hungerte ich. Nahm zu schnell ab, bekam Angst, denn ich will ja eigentlich wie gesagt gar nicht knochig sein. Also fraß ich wieder. Und es spitzte sich immer mehr zu, die Fress- und hungerphasen folgten immer schneller und extremer aufeinander. Bis es schließlich in der Bulimie gipfelte.

Wenn ich ein paar hundert Gramm Nüsse esse, ist das noch kein FA, Nüsse halte ich für sehr hochwertig, auch wenn ich die Menge für jeden Tag sehr übertrieben halte. Es löst auch keinen Heißhunger bei mir aus, da ja Kohlenhydratarm. Dieselbe Menge an Gebäck mit Weißmehl und Zucker finde ich unerträglich (obwohl ich auch damit die FA nicht immer kotze).

Ich bin Vegetarierin, schon lange, also denke ich über die Fleischprodukte nicht weiter nach, aber alles andere habe ich für mich klassifiziert.
Eigentlich will ich nur sportlich und schlank sein, und gesund, aber hab ja mit meiner Selbst-anti-MS-Behandlung alles kaputtgemacht, indem ich mir eingeredet habe, ich soll mir doch ruhig was gönnen. Weil ich da im tiefsten Innern aber absolut nicht von überzeugt bin, esse ich diese Nahrungsmittel zwar, aber ich hasse mich dafür, dass ich so einen ungesunden Mist esse, und das führt zu FA.

Der Fettgehalt ist mir dabei ziemlich egal, mir wurde ja in einem anderen Thread unterstellt, ich würde Milch wegen dem Fett nicht mögen, aber ich finde eben einfach so, sie bekommt mir nicht, und die meisten Milchprodukte mag ich auch einfach nicht so sehr. Wenn ich mal Quark esse, dann den mit 20% Fett, Magerquark mag ich von der Struktur her nicht, der ist so zäh.

Probleme habe ich eben vor allem mit zuckerhaltigen Produkten, Weißmehl, und alles, was Fertigprodukt ist. Und Milchprodukte finde ich für mich auch in rauhen Mengen nicht so gut, weil sie verschleimen, die Haltung von Milchkühen oft schlimmer ist als die von Fleischkühen, und außerdem hatte ich als Kind mal eine diagnostizierte Milchallergie, die nie wirklich behandelt wurde, als werde ich sie wohl noch haben.

Irgendwie bin ich mit meiner versuchten Normalernährung absolut nicht glücklich, und das führt dann zu Selbsthass und FA usw.
Hab auch mal gelesen, dass Bulimiker nach außen hin oft ganz lieb und angepasst sind, und das Anpassen versuche ich ja jetzt auch seit Jahren, und das Ergebnis war eben die Bulimie. Toll, ne, ich hab Angst vor Magersucht und rutsche in die Bulimie.

Und immer wieder starte ich Versuche, an meine damalige für mich zufriedenstellende Ernährung anzuknüpfen, weil die aber sehr vom Normalen abweicht, komme ich mir dann so doof und außenseiterhaft und essgestört vor, und dann denke ich, wenn ich sowieso nicht esse, wie ich will, ist auch alles egal, und dann häng ich wieder am selben Punkt.

Deshalb helfen mir oft Bücher gegen mein essgestörtes Denken, die nichts mit ES zu tun haben, aber sehr viel mit Persönlichkeitsentwicklung und die mir sagen, Anderssein ist ok. Die mir Kraft geben, ein bisschen anders als andere zu essen und mich trotzdem ok zu fühlen, die mir nicht sagen, nur wenn ich ganz "normal" esse, auch wenn ich mich anders besser fühle, komme ich von meiner ES weg.
Die mir Mut machen, Individuum zu sein.

Und doch bin ich zu feige dafür, wirklich zu meinen Bedürfnissen zu stehen, und tue lieber so angepasst und flüchte in die Bulimie.

Ich hoffe auf Rückmeldungen, das Thema ist mir sehr wichtig!

Mehr lesen

16. Januar 2011 um 15:54

Nicht die es ist immer das Problem
Hallo,ich habe deinen text grad gelesen und denke das du eher mal darüber nachdenken solltest ,warum dir das essen und die Kontrolle so wichtig sind,da du ja eigentlich nicht mager sein willst.ich habe bourderline. ,welche sich in so vielen verschiedenen Eigenartigkeiten bemerkbar macht.sich selbst zu lieben ist die einzige und schwierigste Aufgabe die wir vorerst im leben haben und dort sollte man ansetzen.ich weiß nicht wie die Antwort auf deinen Text sein sollte.aber denke mal darüber nach ,das ss Probleme gibt,welche überhaupt erst zulassen das wir uns mit so einem scheiss wie dem essen beschäftigen.sorry,aber ist doch so.wie gerne würde ich essen,ja einfach leben,ohne das es mich so beschäftigt und mein leben zerstört.irgendwann sind wir alle mal"erwachsen",wollen normal sein ,eine Familie .also kinder haben.was diese erkrankung aber unmöglich macht ,denn zumindest ich möchte für mein Kind ein Vorbild sein. Also ,man sollte nach dem Ursprung suchen und nicht nur die Symptome,in dem Fall die es oder bl bekämpfen.alles liebe und ganz viel Kraft und Selbstvertrauen

Gefällt mir

16. Januar 2011 um 18:26
In Antwort auf san_12527241

Nicht die es ist immer das Problem
Hallo,ich habe deinen text grad gelesen und denke das du eher mal darüber nachdenken solltest ,warum dir das essen und die Kontrolle so wichtig sind,da du ja eigentlich nicht mager sein willst.ich habe bourderline. ,welche sich in so vielen verschiedenen Eigenartigkeiten bemerkbar macht.sich selbst zu lieben ist die einzige und schwierigste Aufgabe die wir vorerst im leben haben und dort sollte man ansetzen.ich weiß nicht wie die Antwort auf deinen Text sein sollte.aber denke mal darüber nach ,das ss Probleme gibt,welche überhaupt erst zulassen das wir uns mit so einem scheiss wie dem essen beschäftigen.sorry,aber ist doch so.wie gerne würde ich essen,ja einfach leben,ohne das es mich so beschäftigt und mein leben zerstört.irgendwann sind wir alle mal"erwachsen",wollen normal sein ,eine Familie .also kinder haben.was diese erkrankung aber unmöglich macht ,denn zumindest ich möchte für mein Kind ein Vorbild sein. Also ,man sollte nach dem Ursprung suchen und nicht nur die Symptome,in dem Fall die es oder bl bekämpfen.alles liebe und ganz viel Kraft und Selbstvertrauen

Schade, dass es nicht noch mehr Antworten sind
aber jedenfalls danke für deine Antwort.

Ich weiß nicht, ob mir die Kontrolle wirklich so wichtig ist, da ich mich ja in meinen Binge-Phasen auch monatelang gar nicht kontrolliert habe.
Ja, das Essen ist mir wichtig, aber alles andere in meinem Leben ist mir auch wichtig. Ich habe ja nicht nur Essstörungen, ich habe auch sonstige Lebensstörungen, die lasse ich in diesem Forum nur nicht so zu Wort kommen.
Ich habe mich trotzdem damals in meiner ersten Vor-ES-Phase, als ich sehr schlank war, körperlich am besten gefühlt, weil ich mich da schön fand und sehr fit war und eben vom Körper in der Lage, das Leben zu genießen. Nur gleichzeitig hat es mich fertig gemacht, dass ich dadurch Außenseiter war und ich die Angst hatte, eine ES zu haben (jetzt hab ich ganz sicher wirklich eine, damals war ich nur ein bisschen schlank und aß ein bisschen anders).
Tja, und jetzt bin ich nicht mehr so fit und leichtfüßig, und finde mich auch nicht schön von der Figur her, auch wenn ich fit genug für den Alltag bin, aber eben nicht so optimal.
Kontrolle beim Essen ist mir wichtig, weil ich mein ganzes Leben ein bisschen kontrollieren und optimieren will, aber eben nicht so kontrollzwangmäßig, sondern so, dass ich sagen kann, mir macht mein Alltag ganz besonders viel Spaß, aber dafür muss ich eben die Kontrolle über die Dinge kriegen, die ich nicht mag.

Mein Hauptproblem im Leben ist glaube ich das Erwachsenwerden an sich, die Identitätsfindung, der Versuch, feste Verhaltensweisen (auch eben beim Essen) zu finden, die dann genau meine Person und meine Einzigartigkeit ausmachen. Und gleichzeitig habe ich immer Angst, dass ich mich wieder zum Außenseiter mache oder nicht genug wirklich lebendig lebe, und schmeiße wieder alles um. Und genau das symbolisiert eben auch meine ständig wechselnde Essenssymptomatik.
Bis zum Abitur war mein Lebensweg noch ziemlich eindeutig, und da habe ich mir noch keinen großen Kopf ums Essen gemacht, aber dann wollte ich eine Ausbildung machen, dann wollte ich studieren und habe das auch ein paar Semester gemacht, jetzt bin ich grad im Ausland.
Also ich bin auf intensiver Suche nach einer Identität, mit der ich leben kann und will, und das auch im Essensbereich.

Wie kann ich mich selbst lieben, wenn ich gar nicht weiß, wer ich bin, wenn ich ständig meine Persönlichkeit ändere?

Ich weiß nicht, was genau ich mir für Antworten erhoffe, vielleicht ist ja hier auch jemand vom Thema ES durch Identitätsfindung betroffen?
Oder sei es vielleicht die Bestätigung, dass ich lieber übertrieben gesund und eingeschränkt esse und dafür die Bulimie sein lassen kann?

Ich merke das mit dem übertriebenen Anpassen und mich dann doch schlecht zu fühlen auch sonst. Zum Beispiel laufe ich eigentlich sehr gern im Dunkeln allein durch die Gegend, und mache es doch fast nie, wenn es jemand anders mitkriegt, weil ich sonst keinen kenne, der so etwas gut findet, eher haben viele Angst im Dunkeln.
Ich stehe einfach nicht zu meiner Individualität!

Gefällt mir

16. Januar 2011 um 19:24

Aalso...
Wenn ich "normal" esse ohne übertrieben gesund, dann muss ich mich immer sehr disziplinieren und bin genervt davon, dass ich mir die Anstrengung mache, ohne wirklich ein plus für meine Gesundheit zu haben, oder ich rutsche ins zu viel essen und zunehmen, und dann ist es jeweils nur eine Frage der Zeit, dass ich doch einen Rückfall kriege.
Wenn ich übertrieben gesund esse, dann fühle ich mich immerhin gut und toll, allerdings krieg ich dann spätestens dann einen Rückfall, wenn ich wieder Rücksicht auf andere nehmen muss und etwas essen soll, was ich nciht will (ganz schlimm ist es auch, wenn ich als Veggie extra Gemüse gemacht kriege, und dann ist es irgendetwas, was nicht mal schmeckt) oder auch wenn ich zuviel psychischen Stress ohne Kompensationsmöglichkeit habe. Da würde jetzt wiederum entweder mehr Schlafen helfen, was aber wieder ungünstig ist, wenn sich das Soziale Leben abends abspielt, wo ich gern schlafen würde, oder mehr Sport, was auch schwierig ist, wenn meine einzige Freizeit dann ist, wenn ich mit Alltagsklamotten und dickem Rucksack mit Büchern in der Stadt hänge.
Ja, und das stimmt auch, wenn ich regelmäßiger esse, dann verstärken sich meine depressiven Tendenzen gern mal.

Meine ideale Lebensweise wäre eine, wo ich mir selber erlauben könnte, auf meine Bedürfnisse zu reagieren, statt zum Beispiel Müdigkeit oder Bewegungslust mit Fressen zu überspielen.
Und wo meine Sozialkontakte nicht ständig von mir erwarten, dass ich zu unmöglichen Zeiten unmögliche Dinge esse, zum Beispiel beim ausgehen erst um neun, und dafür kann ich dann vorher nicht richtig essen, oder bei den Omis immer Kuchen, ...
ich möchte mein Essen selber planen, und nicht zum Beispiel morgens und mittags weniger essen, weil die in Südeuropa abends immer essen wollen und so wenig frühstücken, wo ich es lieber umgekehrt mache und viel frühstücke und abends extrem wenig..
Also ich würde gern allein leben, mit meinem eigenen Lebens- Ess- Schlaf- Rhytmus, und meinem eigenen rausgeh- Rhytmus (zum Beispiel eben nachts, oder frühmorgens...)
Ich möchte etwas haben, was den Tag ein bisschen strukturiert und mir Spaß macht, also Studium, später Job..
und einen Freund, der meine etwas exzentrische Lebensweise teilen will (ich hatte sogar schon mal einen, der meine Essensticks toll fand, weil er sich dadurch gesünder fühlte und auch ein bisschen abnahm..). Naja, ich Dussel hab mich von dem getrennt, weil ich Depressionen hatte und keine Lust, mit ihm Zeit zu verbringen... er hat aber glaub ich auch Depressionen und bisher noch keine neue Freundin gefunden, und wir verstehen uns immer noch gut, also vielleicht versuchen wir es nochmal, wenn ich zurück nach D gehe...
oder eben grundsätzlich einen Freundeskreis, der ein bisschen alternativ ist, weil das eben meine Welt ist, meine Mama hat einen Ökotick, ich bin ihr teilweise ähnlich, und meinen Urlaub hab ich mal mit Obdachlosen (eher so ne Art Hippies) im Freien verbracht mit draußen pennen und essen sammeln und verrückten Gesprächen abends am Lagerfeuer und ein bisschen kiffen...
meine jetzigen Freunde sind alle so konventionell und eigentlich fühle ich mich da gar nicht so zugehörig. Aber irgendwie gabs diese Alternativen nie so in der Art, wie ich mir die wünschte, abgesehen davon will ich ja auch Erfolg haben und reich sein und reisen, also nicht so ein SAchmuddelöko sein, der nichts mit Arbeiten und Geldverdienen am Hut hat.
Ich kenne einfach nicht die richtige Art von Leuten.

Und die Sache mit der Selbstständigkeit im Essen ist eben schwer, wenn man wie ich jetzt bei einer Gastfamilie lebt und sich da ein bisschen einfügen muss. Kommt ja auch für Kinder doof, wenn ich alles anders mache...
Aber ich will jetzt auch nicht noch ein halbes Jahr wütend auf mich selber sein, weil ich es nicht schaffe, mein wahres Ich zu leben.
Und wer weiß, was dann kommt, vielleicht baue ich ja auch noch viel mehr Bulimiescheiße, wenn ich allein lebe und ein eigenes Bad habe..
Ich kann mein Leben nicht immer auf später verschieben.
Also bin ich gerade dabei, mein Essen wieder umzustellen und meine Gastfamilie damit zu verblüffen, dass ich Linsen nicht koche, sondern ankeime und roh esse.. irgendwie macht es ja auch Spaß, Leute ein bisschen zu verblüffen, wenn man sich etwas macht, was sie nicht kennen.
Naja, ist auf jedenfall gesünder von der Gedankenwelt, nicht in Supermärkten nach billigem Fressen zu suchen, sondern sich damit zu beschäftigen, wie man Linsen am besten zubereitet

Gefällt mir

16. Januar 2011 um 21:05


ich merke gerade, dass meine Überlegung, dass es nur Gesundheitswahn ist und kaum Hungerwahn, auch nicht ganz stimmt.
Hab feine gekeimte Böhnchen zum Abendessen im Kühlschrank stehen und bin jetzt in meinem Zimmer mit der Überlegung, das doch einfach wegzulassen. Hab keine Lust, runterzugehen. Und hier im Zimmer habe ich auch noch ein paar gesunde Knabbereien, Mandeln und so, und auch keine Lust, die zu essen.
Wieso komme ich eigentlich an kotzfreien Tagen, wo ich mich eigentlich wohlfühle, immer direkt auf die Idee, dass ich auch ein bisschen hungern könnte?

Ach puuh, ich bräuchte echt jemanden, der so einen Gesundheitstick hat wie ich und meine ganzen gesunden Sachen mit mir zusammen isst, allein essen ist doof.
Und genau das muss ich aber mittags sowieso immer machen, weil ich da in der Stadt bin, also kann nicht mal schön kochen, sondern muss irgendeinen Quatsch mitnehmen.

Irgendwie tun mir freie Sonntage nicht gut, entweder ich verbringe sie nur mit Essen, oder ich habe keinen Bock, überhaupt was zu essen. Dafür fühle ich mich in der Woche überfordert mit zuviel Beschäftigung und zuwenig Schlaf.
Ich brauche mehr Ausgewogenheit und einen gleichmäßigeren Rhytmus

Gefällt mir

16. Januar 2011 um 21:40

Sorry
wenn ich hier so dazwischen funke, aber ich muss mal gerade was loswerden!
Du sprichst mir aus der Seel! Ich finde auch, dass das essen in unserer Gesellschaft einen total anderen Wert bekommen hat. Ich habe schon oft überlegt, wieso wollen meine Freunde beim Dvd gucken immer pizza oder döner oder so bestelle? Können die nicht daheim essen? Oder wie du sagst, bei jedem kleinen Anlass muss Essen dabei sein. Ich verstehe das nicht. Ich mein, klar an weihnachten und Sylvester ist es normal. Aber bei vielen Sachen muss es eben auch nicht sein, vorallem auch bei dem oben beschriebenen mit dem dvd gucken oder nach ner disco noch in nen 24h geöffneten megges zu fahren. Ich habe keine Lust mehr darauf. Immer so viele ausreden zu erfinden ist echt ätzend!
wie gesagt tut mir leid das ich hier dazwischen funke aber ich bin deiner Meinung und echt genervt davon!
Verstehst du was ich meine? Kennst du das auch mit den dvd abenden oder sonstigem?
lg ina

Gefällt mir

16. Januar 2011 um 22:24
In Antwort auf lydia_12713884

Sorry
wenn ich hier so dazwischen funke, aber ich muss mal gerade was loswerden!
Du sprichst mir aus der Seel! Ich finde auch, dass das essen in unserer Gesellschaft einen total anderen Wert bekommen hat. Ich habe schon oft überlegt, wieso wollen meine Freunde beim Dvd gucken immer pizza oder döner oder so bestelle? Können die nicht daheim essen? Oder wie du sagst, bei jedem kleinen Anlass muss Essen dabei sein. Ich verstehe das nicht. Ich mein, klar an weihnachten und Sylvester ist es normal. Aber bei vielen Sachen muss es eben auch nicht sein, vorallem auch bei dem oben beschriebenen mit dem dvd gucken oder nach ner disco noch in nen 24h geöffneten megges zu fahren. Ich habe keine Lust mehr darauf. Immer so viele ausreden zu erfinden ist echt ätzend!
wie gesagt tut mir leid das ich hier dazwischen funke aber ich bin deiner Meinung und echt genervt davon!
Verstehst du was ich meine? Kennst du das auch mit den dvd abenden oder sonstigem?
lg ina

Ja
es fällt mir auch auf. Immer wenn man mit Freunden weggeht, endet man irgendwann beim Essen. Und meistens Fastfood oder so.
Wieso müssen eigentlich bei gesellschaftlichen Anlässen immer so doofe Sachen gegessen werden, wieso lässt man das Essen nicht meistens sein, macht sich vielleicht einen Tee, und gelegentlich kocht man was wirklich tolles leichtes zusammen.
Und vor allem macht so etwas doch auch Stress, auch bei nicht so essgestörten. Wenn ich mit Freundinnen essen gehe, dann sagen sie meistens, dass sie sich extra essen verkneifen mussten, um im Restaurant richtig Hunger zu haben, es wirft doch jeden Rhytmus, den ein Körper so dringend braucht, durcheinander.
Wieso soll man eigentlich beim Essen so flexibel sein und sich immer allen gesellschaftlichen Regeln anpassen?
Ich hab mal ein Statement von einer gelesen, die meinte, wieso sollte man, wenn man jemanden besucht, unbedingt seine Essensgewohnheiten annehmen? Man würde doch auch nicht von ihm gezwungen, seine Kleidung anzuziehen.

Ok, das ist die eine Seite.

Andererseits finde ich gemeinsames Essen viel besser, mit richtig schönem feierlichen Rahmen, als wenn jeder ständig einzeln sein Essen zubereitet und isst.
Essen ist doch irgendwie auch etwas sehr schönes gemeinsames.
Nur dass es mich eben stört, dass es fast nie leichtverdauliche Sachen sind, und die meisten Frauen beäugen sich ja doch gegenseitig, was die anderen Essen, und es ist nur Stress statt ein schönes entspanntes Mahl.

Irgendetwas stimmt hier mit der Esskultur nicht mehr, und es ist auch schade, dass man sich essgestört fühlen muss, wenn man sich aus dem Fastfoodkonsum ausgrenzen will.

Die Esskultur ist irgendwie zu vielfältig und kompliziert geworden, jeder isst im Alltag was anderes, und es gibt kein traditionell gesundes Essen mehr, das alle mögen und allen von der Verdauung her gut bekommt. Unsere Kultur hat so eine schreckliche Fastfoodtendenz, und dazu kommt, dass dann auch viele Menschen asiatisch oder mediterran oder wasweißich essen, aber jeder eben anders, und wenn man gemeinsam isst, essen alle Fastfood und erzählen sich dann gegenseitig, dass sie am nächsten Tag wieder gesünder essen (kenn ich jedenfalls so, egal ob ES oder nicht, so ein bisschen essgestört sind fast alle Leute, die ich kenne).
Es gibt einfach kein normales gesundes Essverhalten mehr.

Gefällt mir

Diskussionen dieses Nutzers