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Ohne Diät laaangsam ins fast UG abnehmen?

27. April 2012 um 7:03 Letzte Antwort: 27. April 2012 um 14:58

Meine Lieben, ich hätte mal gern Eure Meinung dazu. Nach einem Tiefstgewicht von 54kg bei 1,80m hatte ich dann schließlich auf 66kg zugenommen. das war mir natürlich viel zu viel, aber Kraft für ne Diät hatte ich irgendwie nicht mehr. nun habe ich seit Anfang Januar drei kg wieder runter - ohne Diät, ohne viel Sport und ohne Hunger. habe einfach die KH etwas reduziert. wenn es jetzt also mit ca 100g pro Woche so weitergehen würde, hätte ich in 5 monaten mein zielgewicht von 61kg erreicht. das entspräche einem bmi von 18,8. Gilt es denn dann trotzdem als ungesund? auch wenn ich ausreichend esse? schätze meine kalorienzufuhr auf 1700 bis 2500 pro Tag (je nachdem, ob und wieviele Nüsse ich nasche). Hätte dazu gern mal Eure einschätzung. daaanke!

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27. April 2012 um 7:29

Liebe Susie,
mit einem BMI von knapp 19 und einer täglichen Kalorienzufuhr von 2000 Kcal wird man sicherlich von einer körperlichen Regeneration sprechen können. Eine ES ist jedoch eine psychische Krankheit.Soweit man die ständigen Gedanken an das eigene Aussehen,die panische Angst vor einer Gewichtszunahme und die Körperschemastörung nicht überwindet, ist man nicht völlig geheilt. Man bleibt psychisch labil, anfällig für andere psychische Krankheiten und trägt zudem eine hohe Rückfallgefahr.

LG Nus

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27. April 2012 um 9:22
In Antwort auf selver_11957295

Liebe Susie,
mit einem BMI von knapp 19 und einer täglichen Kalorienzufuhr von 2000 Kcal wird man sicherlich von einer körperlichen Regeneration sprechen können. Eine ES ist jedoch eine psychische Krankheit.Soweit man die ständigen Gedanken an das eigene Aussehen,die panische Angst vor einer Gewichtszunahme und die Körperschemastörung nicht überwindet, ist man nicht völlig geheilt. Man bleibt psychisch labil, anfällig für andere psychische Krankheiten und trägt zudem eine hohe Rückfallgefahr.

LG Nus

Hallo Nus,
dass ich noch nicht vollständig geheilt bin, ist mir klar. Allerdings beschränkt sich das Überbleibsel meiner Krankheit eher darauf, meinen Körper nicht ganz akzeptieren zu können, als auf eine rigide Nahrungsmittelverweigerung. Ich esse wirklich fast alles wieder (Pizza geht noch nicht, Weißmehl meide ich generell und Süßigkeiten esse ich wenig) und habe gaaanz selten ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal über die Stränge geschlagen habe.Also ich esse wirklich JEDEN TAG so, dass ich keinen Hunger habe. Natürlich achte ich noch darauf, dass alles gesund ist und esse nach wie vor viel Gemüse. Aber wenn ich Lust auf Eis habe, esse ich Eis. Wenn ich Chips brauche, esse ich Chips. Ich mache kaum mehr Sport (nur 1x wöchentlich Pilates, 1x wöchentlich ne kurze Joggingrunde und halt sonst noch jeden Tag 30 Minuten Fahradfahren) und verurteile mich nicht mehr dafür.
Was ich damit sagen will: es wäre kein Beinbruch, wenn mein Gewicht so bleibt wie es jetzt ist. Begrüßen würde ich natürlich die Abnahme auf 61kg (sonst waren immer 58kg mein Wohlfühlgewicht, ich hab aber eingesehen dass die 61kg besser sind), aber ich bin da nicht wie wild hinterher.
Meine Frage war also eher: wenn ich quasi "von alleine" noch zwei oder vielleicht sogar drei Kilo im Laufe der nächsten Monate verlieren sollte, dadurch dass ich abends KH-arm esse (ich schlafe mittlerweile dadurch nämlich auch besser!), ist das dann trotzdem schädlich für den Körper oder das Hormonsystem?

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27. April 2012 um 9:32

Liebe PTT
ich gebe nus auch recht...
auch mit gesundem BMI und ausreichender kalorienzufuhr- das wichtigste spielt sich im kopf ab unds solang da noch der abnehmedanke oberhand hat- so wie bei mir leider auch noch...

bei mir ist es ca der gleiche grund, mein "wohlfühlgewicht" hab ich noch nicht erreicht- aber deswegen verbiete ich mir auch noch sehr viel- was ja bei dir nicht der fall ist

hmm, wenn du nebenbei abnimmst, dann wird das denke ich kein problem sein- du bist ja nicht so versessen darauf, sondern lebst meiner meinung nach sehr gesund- isst ausgewogen , treibst sport usw.- wenn dein körper sich langsam auf dieses gewicht einpendelt... warum nicht. danach sollstest du halt nichtmehr weiter abnehmen?!
hmmm...

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27. April 2012 um 10:56
In Antwort auf friede_12375283

Hallo Nus,
dass ich noch nicht vollständig geheilt bin, ist mir klar. Allerdings beschränkt sich das Überbleibsel meiner Krankheit eher darauf, meinen Körper nicht ganz akzeptieren zu können, als auf eine rigide Nahrungsmittelverweigerung. Ich esse wirklich fast alles wieder (Pizza geht noch nicht, Weißmehl meide ich generell und Süßigkeiten esse ich wenig) und habe gaaanz selten ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal über die Stränge geschlagen habe.Also ich esse wirklich JEDEN TAG so, dass ich keinen Hunger habe. Natürlich achte ich noch darauf, dass alles gesund ist und esse nach wie vor viel Gemüse. Aber wenn ich Lust auf Eis habe, esse ich Eis. Wenn ich Chips brauche, esse ich Chips. Ich mache kaum mehr Sport (nur 1x wöchentlich Pilates, 1x wöchentlich ne kurze Joggingrunde und halt sonst noch jeden Tag 30 Minuten Fahradfahren) und verurteile mich nicht mehr dafür.
Was ich damit sagen will: es wäre kein Beinbruch, wenn mein Gewicht so bleibt wie es jetzt ist. Begrüßen würde ich natürlich die Abnahme auf 61kg (sonst waren immer 58kg mein Wohlfühlgewicht, ich hab aber eingesehen dass die 61kg besser sind), aber ich bin da nicht wie wild hinterher.
Meine Frage war also eher: wenn ich quasi "von alleine" noch zwei oder vielleicht sogar drei Kilo im Laufe der nächsten Monate verlieren sollte, dadurch dass ich abends KH-arm esse (ich schlafe mittlerweile dadurch nämlich auch besser!), ist das dann trotzdem schädlich für den Körper oder das Hormonsystem?

Das ist eine schwierige Frage.
Normalerweise und bei intaktem Hunger-und Sättigungsgefühl reagiert der Körper auf ein zu geringes Gewicht mit vermehrtem Hunger. Man nimmt also nicht "von alleine" auf ein krankes, schädliches Gewicht ab. Bei dir stellt sich die Frage, wie weit eine Abnahme nicht in Wirklichkeit von einer noch bestehenden Gewichtsphobie beeinflusst wird.Diese kannst du ohnehin nur überwinden, indem du nicht abnimmst und gegen sie ankämpfst.Solange du deiner Gewichtsphobie nachgibst, wirst du sie nicht los.Bei dir scheint sich deine Gewichtsphobie doch schon deutlich abgeschwächt zu haben.Nutz doch deine gute Chance, sie völlig zu überwinden, indem du dein Gewicht hältst.Du wirst dich im Laufe der Zeit immer besser an dein heutiges Gewicht gewöhnen. Der schlüssel zu deiner Heilung ist die Akzeptanz deines heutigen gesunden Gewichts.

Alles Liebe Nus

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27. April 2012 um 11:17
In Antwort auf selver_11957295

Das ist eine schwierige Frage.
Normalerweise und bei intaktem Hunger-und Sättigungsgefühl reagiert der Körper auf ein zu geringes Gewicht mit vermehrtem Hunger. Man nimmt also nicht "von alleine" auf ein krankes, schädliches Gewicht ab. Bei dir stellt sich die Frage, wie weit eine Abnahme nicht in Wirklichkeit von einer noch bestehenden Gewichtsphobie beeinflusst wird.Diese kannst du ohnehin nur überwinden, indem du nicht abnimmst und gegen sie ankämpfst.Solange du deiner Gewichtsphobie nachgibst, wirst du sie nicht los.Bei dir scheint sich deine Gewichtsphobie doch schon deutlich abgeschwächt zu haben.Nutz doch deine gute Chance, sie völlig zu überwinden, indem du dein Gewicht hältst.Du wirst dich im Laufe der Zeit immer besser an dein heutiges Gewicht gewöhnen. Der schlüssel zu deiner Heilung ist die Akzeptanz deines heutigen gesunden Gewichts.

Alles Liebe Nus


Ich frage mich mittlerweile einfach, in welchem Bereich mein "natürliches Gewicht" liegt. Es gibt ja durchaus Menschen, die von Natur aus an der Grenze des UG angesiedelt sind. Da ich meinen Körper aber schon von Kindsbeinen an mit Diäten etc gequält habe, weiß ich mein biologisch vorgestimmtes Gewicht natürlich nicht. Mein Knochenbau ist eher filigran, die Knochen lang und schmal. Mein Vater zb. wog bei einer Größe von 1,91m so um die 75kg.

Also es wäre ja blöd, wenn ich mir jetzt quasi Ungesundes reinzwänge, nur um das Gewicht halten zu wollen.
Verstehst du meine Problematik?
Ums nochmal zu verdeutlichen:
Gegessen hab ich heute bereits:

Eine Schüssel Müsli (schätzungsweise 10 EL Dinkelflocken) mit Kakaopulver, Stevia und Reismilch, obendrauf ein paar Cornflakes
Eine Tasse Kaffee mit Reismilch und Zimt

ein paar Katjes-Katzenkinder (so 5 bis 10 Stück, hab nicht gezählt)

50g Biochips (so einen kleine Tüte)

einen Schokocappucchino (zuckerreduziert)

eine Handvoll Cherrytomaten
-------------------

Fürs Mittagessen hab ich Expressreis dabei (hat glaub auch so um die 400 kcal). Ansonsten noch ein paar Tomaten, evtl Paprika und ein paar Nüsse zwischendurch knabbern

Heute Abend wollte ich mir Zucchini (zwei Stück) und Zwiebeln und Wachsbrechbohnen anbraten. Dazu ne Sojasahne-Kräutersauce.

Später abends evtl noch ein paar Nüsse oder ein bisschen Mozzarella etc. (worauf ich halt Lust hab)


----> das ist kalorienmäßig auf keinen Fall zu wenig und ich esse ja immer so, dass ich echt satt bin. Zugegebenermaßen fehlen momentan etwas die Milchprodukte, aber ich hab einfach so Phasen, wo außer Kaffeesahne und ein bissl Käse nix geht (ich tendiere auch moralisch eher zu einer veganen Ernährung)



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27. April 2012 um 11:19
In Antwort auf friede_12375283


Ich frage mich mittlerweile einfach, in welchem Bereich mein "natürliches Gewicht" liegt. Es gibt ja durchaus Menschen, die von Natur aus an der Grenze des UG angesiedelt sind. Da ich meinen Körper aber schon von Kindsbeinen an mit Diäten etc gequält habe, weiß ich mein biologisch vorgestimmtes Gewicht natürlich nicht. Mein Knochenbau ist eher filigran, die Knochen lang und schmal. Mein Vater zb. wog bei einer Größe von 1,91m so um die 75kg.

Also es wäre ja blöd, wenn ich mir jetzt quasi Ungesundes reinzwänge, nur um das Gewicht halten zu wollen.
Verstehst du meine Problematik?
Ums nochmal zu verdeutlichen:
Gegessen hab ich heute bereits:

Eine Schüssel Müsli (schätzungsweise 10 EL Dinkelflocken) mit Kakaopulver, Stevia und Reismilch, obendrauf ein paar Cornflakes
Eine Tasse Kaffee mit Reismilch und Zimt

ein paar Katjes-Katzenkinder (so 5 bis 10 Stück, hab nicht gezählt)

50g Biochips (so einen kleine Tüte)

einen Schokocappucchino (zuckerreduziert)

eine Handvoll Cherrytomaten
-------------------

Fürs Mittagessen hab ich Expressreis dabei (hat glaub auch so um die 400 kcal). Ansonsten noch ein paar Tomaten, evtl Paprika und ein paar Nüsse zwischendurch knabbern

Heute Abend wollte ich mir Zucchini (zwei Stück) und Zwiebeln und Wachsbrechbohnen anbraten. Dazu ne Sojasahne-Kräutersauce.

Später abends evtl noch ein paar Nüsse oder ein bisschen Mozzarella etc. (worauf ich halt Lust hab)


----> das ist kalorienmäßig auf keinen Fall zu wenig und ich esse ja immer so, dass ich echt satt bin. Zugegebenermaßen fehlen momentan etwas die Milchprodukte, aber ich hab einfach so Phasen, wo außer Kaffeesahne und ein bissl Käse nix geht (ich tendiere auch moralisch eher zu einer veganen Ernährung)



P.S.
Ich frage deshalb, weil ich zu Beginn meiner Therapie mit meiner Therapeutin vereinbart habe, dass 61kg das absolute Tiefstgewicht ist. Sie hat mir angedroht, die Therapie mit sofortiger Wirkung zu beenden, sollte ich dieses Gewicht unterschreiten. Da es wohl doch auf eine Langzeitherapie hinausläuft, frag ich mich einfach, was passiert, wenn ich diese Grenze durch mein intuitives ausreichendes Essverhalten evtl doch unterschreiten könnte (zb. wenn Stress auftritt - da nehme ich immer sehr schnell ab)

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27. April 2012 um 12:30

Also
ich fände es okay, wenn es denn wirklich "von alleine" passiert und du die Kalorien nicht reduzierst / übermäßig viel Sport treibst etc.
Es gibt eben auch Frauen, die sehr schlank sind ohne dafür zu hungern und wenn es dein natürliches Gewicht wäre, womit sich dein Körper wohl fühlt und gesund ist, wieso nicht? Ich bin 1,69 und wiege um die 55 kg (also schon noch etwas mehr als BMI 18,8) ...aber ich tue nichts mehr dafür, ab und an ein bisschen Sport und ich achte darauf, dass ich Obst und Gemüse in meinen Speiseplan mit einbaue...das wars. Und ich werde immer noch oft darauf angesprochen, ob ich denn abgenommen hätte und wie ich das mache und und und , obwohl ich dieses Gewicht seit über 2 Jahren problemlos halte und mich dafür nicht mehr quäle

Ich denke nur, dass es wichtig ist, dass du nicht so verkrampft an die Sache herangehst, sondern einfach #a la "wenn es passiert , dann passiert es, wenn nicht, dann nicht" und nicht wieder in den Teufelskreis gerätst.

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27. April 2012 um 14:58
In Antwort auf friede_12375283

P.S.
Ich frage deshalb, weil ich zu Beginn meiner Therapie mit meiner Therapeutin vereinbart habe, dass 61kg das absolute Tiefstgewicht ist. Sie hat mir angedroht, die Therapie mit sofortiger Wirkung zu beenden, sollte ich dieses Gewicht unterschreiten. Da es wohl doch auf eine Langzeitherapie hinausläuft, frag ich mich einfach, was passiert, wenn ich diese Grenze durch mein intuitives ausreichendes Essverhalten evtl doch unterschreiten könnte (zb. wenn Stress auftritt - da nehme ich immer sehr schnell ab)

Was dein natürliches Gewicht ist,
wirst du erst erfahren, wenn du wieder vollständig gesund bist. Solange ist jedes Wohlfühlgewicht nur eine Selbsttäuschung. Bei der Heilung einer ES geht es auch nicht um ein irgendwann einmal erreichbares Wunschgewicht, sondern um die Überwindung einer Angst, die nur durch Konfrontation möglich ist .Zur Not muss man vorübergehend auch einmal ein höheres Gewicht in Kauf nehmen. Durch jede Gewichtsabnahme verschlechterst du deine essstörungsspezifischen Symptome. Deine Therapeutin hat Recht, wenn sie dir dabei Grenzen setzt. Noch besser ist es, wenn du dein heutiges Gewicht hältst und diese Grenze nicht ausreizt.

LG Nus

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