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Forum / Fit & Gesund

Ohne ärztliche Unterstützung??

Letzte Nachricht: 31. Oktober 2011 um 9:58
H
holly_12960219
27.10.11 um 11:37

Hallo zusammen
Ich frage mich, ob es hier jemanden gibt, der ohne ärztliche Hilfe aus der Essstörung herausgekommen ist?
Es ist nämlich so, dass meine Schwester Magersucht hat, es ihr aber seit einigen Monaten besser geht. Sie war aber vergangenes Jahr längere Zeit in der Klinik und ist auch jetzt noch in Behandlung.
Nun habe auch ich seit bald einem Jahr eine immer schlimmer werdende Essstörung. Da ich aber über meine Schwester viel mitbekommen habe, denke ich, dass ich es auch alleine schaffen könnte. Haltet ihr das für unwahrscheinlich??
Liebe Grüsse
Jazziie

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S
selver_11957295
27.10.11 um 13:47

Hallo Jazziie,
wir haben hier mit Annabell ein junges Mädchen, dass es allein und nur mit etwas Unterstützung durch das Forum aus der Anorexie geschafft hat. Es ist grundsätzlich möglich, insbesondere dann, wenn man so wie du noch nicht allzu lange krank ist. Eine Selbsttherapie darf aber immer nur ein erster Versuch sein. Wenn man erkennt, dass man es allein doch nicht schafft, ist professionelle Hilfe notwendig.

LG Nus

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H
holly_12960219
27.10.11 um 19:29

Tipps?
Hat jemand Tipps zur Selbsttherapie??
Es ist ja nicht so, als ob ich nichts tun würde...Ich bin einige Male zur Kinesiologin gegangen und habe zwei Mal Kraniosakral Therapie gemacht. Es sind halt beides Alternativmedizin varianten, was nichts Bewiesenes ist..

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S
selver_11957295
28.10.11 um 15:17

Hallo Jazzii,
fachkundige Anleitung zur Selbsttherapie kannst du hier im Forum erhalten, das ist nicht das Problem. Die wirklich schwierige Arbeit ist das tägliche Umsetzen unserer Anregungen im Alltag. Dort erkennst du auch, wenn eine nachhaltige Gewichtszunahme ausbleibt, dass du es allein nicht schaffst, was kein Grund zur Resignation ist. Es ist nur ein Zeichen, dass du weitergehende Hilfe benötigst, in welcher Form auch immer.

Ganz allgemein gilt, dass du dein Essverhalten und Gewicht durch regelmäßige Mahlzeiten ( 3 Hauptmahlzeiten und möglichst 2 Zwischenmahlzeiten ) sowie eine ausreichende Kalorienzufuhr normalisieren musst.

Wenn du heute oder später mal konkretere Anregungen wünscht oder Fragen hast, würden wir noch weitere Informationen von dir brauchen:
Größe, Gewicht, Angaben dazu, was du vor 1 Jahr und damit vor Ausbruch der ES gewogen hast bzw. was dein bisheriges Höchstgewicht war, Angaben zu deinem heutigen Essverhalten.( Hast du einen Überblick, wieviel Kcal du in den letzten Wochen täglich zu dir genommen hast? Fällt dir Hungern leicht oder gibt es Phasen, in denen du unkontrolliert isst und auch schon mal an Erbrechen gedacht hast? ) Ohne diese Angaben lässt sich dein Krankheitsbild nicht näher eingrenzen, was eine Beratung erschwert.

LG Nus

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H
holly_12960219
29.10.11 um 10:29
In Antwort auf selver_11957295

Hallo Jazzii,
fachkundige Anleitung zur Selbsttherapie kannst du hier im Forum erhalten, das ist nicht das Problem. Die wirklich schwierige Arbeit ist das tägliche Umsetzen unserer Anregungen im Alltag. Dort erkennst du auch, wenn eine nachhaltige Gewichtszunahme ausbleibt, dass du es allein nicht schaffst, was kein Grund zur Resignation ist. Es ist nur ein Zeichen, dass du weitergehende Hilfe benötigst, in welcher Form auch immer.

Ganz allgemein gilt, dass du dein Essverhalten und Gewicht durch regelmäßige Mahlzeiten ( 3 Hauptmahlzeiten und möglichst 2 Zwischenmahlzeiten ) sowie eine ausreichende Kalorienzufuhr normalisieren musst.

Wenn du heute oder später mal konkretere Anregungen wünscht oder Fragen hast, würden wir noch weitere Informationen von dir brauchen:
Größe, Gewicht, Angaben dazu, was du vor 1 Jahr und damit vor Ausbruch der ES gewogen hast bzw. was dein bisheriges Höchstgewicht war, Angaben zu deinem heutigen Essverhalten.( Hast du einen Überblick, wieviel Kcal du in den letzten Wochen täglich zu dir genommen hast? Fällt dir Hungern leicht oder gibt es Phasen, in denen du unkontrolliert isst und auch schon mal an Erbrechen gedacht hast? ) Ohne diese Angaben lässt sich dein Krankheitsbild nicht näher eingrenzen, was eine Beratung erschwert.

LG Nus

Meine Angaben
Also ich bin 1.64 gross und wiege zurzeit 39 kg. Vor einem Jahr war mein Höchstgewicht bei 57 oder 58 kg. Das Gewicht ist seit einem Jahr nie mehr als 1 kg angestiegen. Das heisst, es ist eigentlich nur gesunken.
Ich nehme im Moment täglich 6 Mahlzeiten zu mir, wie ich das von meiner Schwester aus der Therapie kenne. Das Problem liegt wahrscheinlich daran, dass keine richtig grosse Mahlzeit dabei ist. Ich frühstücke ein Müsli mit 200-250 kcal, dann esse ich eine Zwischenmahlzeit mit 100-150 kcal. MIttags gibts dann meist etwas Warmes, wovon ich aber meist eher kleine Portionen esse: so 300-400 kcal. Dann nochmals Zischenmahlzeit mit 100 kcal und Nachtessen mit höchstens 300 kcal. Am späten Abend gönne ich mir dann meistens noch etwas mit 100-200 kcal.Wahrscheinlich sind es täglich etwa 1100 bis 1400 kcal.
Ich hatte noch nie einen Fressanfall oder Erbrechen.
Liebe Grüsse und danke für die Unterstützung!!!

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S
selver_11957295
29.10.11 um 11:01
In Antwort auf holly_12960219

Meine Angaben
Also ich bin 1.64 gross und wiege zurzeit 39 kg. Vor einem Jahr war mein Höchstgewicht bei 57 oder 58 kg. Das Gewicht ist seit einem Jahr nie mehr als 1 kg angestiegen. Das heisst, es ist eigentlich nur gesunken.
Ich nehme im Moment täglich 6 Mahlzeiten zu mir, wie ich das von meiner Schwester aus der Therapie kenne. Das Problem liegt wahrscheinlich daran, dass keine richtig grosse Mahlzeit dabei ist. Ich frühstücke ein Müsli mit 200-250 kcal, dann esse ich eine Zwischenmahlzeit mit 100-150 kcal. MIttags gibts dann meist etwas Warmes, wovon ich aber meist eher kleine Portionen esse: so 300-400 kcal. Dann nochmals Zischenmahlzeit mit 100 kcal und Nachtessen mit höchstens 300 kcal. Am späten Abend gönne ich mir dann meistens noch etwas mit 100-200 kcal.Wahrscheinlich sind es täglich etwa 1100 bis 1400 kcal.
Ich hatte noch nie einen Fressanfall oder Erbrechen.
Liebe Grüsse und danke für die Unterstützung!!!

Danke Jazziie,
dann haben wir es bei dir mit einer restriktiven und bereits schweren Form der Anorexie zu tun. Du musst unbedingt zunehmen. Wenn dir dies in nächster Zeit nicht allein gelingt, solltest du ebenso wie deine Schwester in eine Klinik gehen. Für eine notwendige Gewichtszunahme musst du deine Kalorienzufuhr steigern, und zwar mindestens auf 2000 kcal täglich. Dein endgültiger Bedarf hängt auch davon ab, wie viel Sport du treibst. Aber zunächst wirst du von 2000 kcal zunehmen. Sobald dein Gewicht stagniert, wäre dann eine Erhöhung der täglichen Kalorienzufuhr notwendig. Entscheidend ist jetzt, ob es dir gelingt, mehr zu essen oder nicht.

LG Nus

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H
holly_12960219
29.10.11 um 11:22
In Antwort auf selver_11957295

Danke Jazziie,
dann haben wir es bei dir mit einer restriktiven und bereits schweren Form der Anorexie zu tun. Du musst unbedingt zunehmen. Wenn dir dies in nächster Zeit nicht allein gelingt, solltest du ebenso wie deine Schwester in eine Klinik gehen. Für eine notwendige Gewichtszunahme musst du deine Kalorienzufuhr steigern, und zwar mindestens auf 2000 kcal täglich. Dein endgültiger Bedarf hängt auch davon ab, wie viel Sport du treibst. Aber zunächst wirst du von 2000 kcal zunehmen. Sobald dein Gewicht stagniert, wäre dann eine Erhöhung der täglichen Kalorienzufuhr notwendig. Entscheidend ist jetzt, ob es dir gelingt, mehr zu essen oder nicht.

LG Nus

Hoffentlich
gelingt es mir. Ich werde nämlich Ende Dezember für 2 Monate nach Australien gehen und möchte da schon mehr wiegen!!
Ich treibe so gut wie gar keinen Sport, das stellt also kein Hindernis dar.
Ich habe zum Glück keine Probleme Süssigkeiten zu essen. Schwerer habe ich es aber mit sehr fettigen Dingen. Ausserdem mag ich Beilagen wie Kartoffeln und Nudeln nicht soo gerne. Auch bei Fleisch bin ich ziemlich wählerisch. Fisch und Huhn mag ich aber sehr gerne.

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H
holly_12960219
30.10.11 um 17:37
In Antwort auf holly_12960219

Hoffentlich
gelingt es mir. Ich werde nämlich Ende Dezember für 2 Monate nach Australien gehen und möchte da schon mehr wiegen!!
Ich treibe so gut wie gar keinen Sport, das stellt also kein Hindernis dar.
Ich habe zum Glück keine Probleme Süssigkeiten zu essen. Schwerer habe ich es aber mit sehr fettigen Dingen. Ausserdem mag ich Beilagen wie Kartoffeln und Nudeln nicht soo gerne. Auch bei Fleisch bin ich ziemlich wählerisch. Fisch und Huhn mag ich aber sehr gerne.

Startschuss
Wie kann ich mich am besten dazu überwinden? Wie kann ich mit der Umstellung beginnen? Und wann soll ich am besten mehr essen? In welcher Form soll ich zusätzliche Kalorien zu mir nehmen??
Viele Fragen, ich weiss...

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S
selver_11957295
31.10.11 um 9:47
In Antwort auf holly_12960219

Startschuss
Wie kann ich mich am besten dazu überwinden? Wie kann ich mit der Umstellung beginnen? Und wann soll ich am besten mehr essen? In welcher Form soll ich zusätzliche Kalorien zu mir nehmen??
Viele Fragen, ich weiss...

Hallo Jazziie,
die Selbstüberwindung ist der bewusste und schwierige Kampf gegen die eigenen kranken Vorstellungen. Du weißt, dass du mehr essen musst, um wieder gesund zu werden. Deine Gewichtsphobie hindert dich daran. Wie bei allen anderen Ängsten auch, muss man sich mit dieser Phobie konfrontieren. Man muss sich zum Essen zwingen gegen alle Ängste. Das ist sehr sehr schwer. Wenn du erst weinend vor dem Spiegel stehst, weil du meinst, dich mit deinem zunehmenden Gewicht nicht mehr ertragen zu können, wenn du dich aber trotzden zum Essen von 1800 oder 2000 kcal zwingen musst, erkennst du, wie schwer dieser Kampf ist und warum Etliche ihn sogar mit Hilfe nicht schaffen. Aber ich will dich nicht entmutigen, ich will dich nur auf einen ganz harten Kampf einstellen. Andere schaffen es, warum solltest du es nicht schaffen?

Auf Dauer ist es wichtig, dass du dich ausgewogen ernährst. Momentan steht dies nicht im Vordergrund, wann und was du isst sondern allein DASS du isst. Nimm dir als erstes Zwischenziel 1500 Kcal vor und versuch es täglich zu schaffen.Wenn du es nicht schaffst, geh nicht nach Australien sondern in die Klinik!

LG Nus

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holly_12960219
31.10.11 um 9:58
In Antwort auf selver_11957295

Hallo Jazziie,
die Selbstüberwindung ist der bewusste und schwierige Kampf gegen die eigenen kranken Vorstellungen. Du weißt, dass du mehr essen musst, um wieder gesund zu werden. Deine Gewichtsphobie hindert dich daran. Wie bei allen anderen Ängsten auch, muss man sich mit dieser Phobie konfrontieren. Man muss sich zum Essen zwingen gegen alle Ängste. Das ist sehr sehr schwer. Wenn du erst weinend vor dem Spiegel stehst, weil du meinst, dich mit deinem zunehmenden Gewicht nicht mehr ertragen zu können, wenn du dich aber trotzden zum Essen von 1800 oder 2000 kcal zwingen musst, erkennst du, wie schwer dieser Kampf ist und warum Etliche ihn sogar mit Hilfe nicht schaffen. Aber ich will dich nicht entmutigen, ich will dich nur auf einen ganz harten Kampf einstellen. Andere schaffen es, warum solltest du es nicht schaffen?

Auf Dauer ist es wichtig, dass du dich ausgewogen ernährst. Momentan steht dies nicht im Vordergrund, wann und was du isst sondern allein DASS du isst. Nimm dir als erstes Zwischenziel 1500 Kcal vor und versuch es täglich zu schaffen.Wenn du es nicht schaffst, geh nicht nach Australien sondern in die Klinik!

LG Nus

Okey!
Gut, ich will das wirklich schaffen. Ich habe lange gedacht,dass es ja nicht so schlimm ist und ich jederzeit mit dem Abnehmen aufhören kann. Doch es ging nicht. Ich habe seit Mai mein Gewicht in einer Liste mit dem Datum notiert und es schockiert mich ja selbst, wenn ich sehe, wie rasant es runtergeht!!
Für heute ist mein Plan 1400. Morgen müssen es dann 1500 kcal sein! Ich habe mir das schön eingeteilt, wie viel dass ich heute bis um welche Zeit bereits gegessen haben muss, um es bis zum Abend zu schaffen. Wenn es nicht klappt, werde ich heute Abend so viel Schokolade essen, dass es bei 1400 steht.
Australien muss mich motivieren! Ich will da wirklich hin und möchte es da dann auch geniessen können und mir nicht den Aufenthalt mit der Krankheit vermiesen!

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