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Normalgewicht erreicht

27. Juli 2016 um 10:57 Letzte Antwort: 9. August 2016 um 10:59

Hallo ihr lieben Ich melde mich auch wieder zu Wort ich war zwischen zeitlich auch in einer Klinik was schon länger ist und zwischen zeitlich habe ich aufs Normalgewicht zugenommen und fühle natürlich nicht so wohl weil ich auch ne Menge Scheiß gefuttert habe es bzw noch tue. Ich halte mich immer noch an meinen Plan nehme weiterhin zu, bin immer noch aufgebläht und würde gerne mein Gewicht jetzt halten. Ich fühle mich immer mega voll habe aber Angst das wenn ich ein wenig weniger esse das ich Essattacken bekomme. Aber inmomemt brauche ich einfach nicht mehr so viel vorallem habe ich ein Riesen Bauch dran und an Hüftspeck zugenommen. Zurzeit esse ich morgens: 2 Brötchen mit Butter dazu Käse/Wurst/Marmelade/Honig + 1Obst oder 1 Brötchen mit Butter und Belag dazu 6EL Müsli mit Joghurt Mittags eine warme Mittags Mahlzeit Nudeln/Reis/Kartoffeln mit Gemüse + Fisch/Fleisch etc ZM: Kuchen/Gebäck/Eis/Doppelkekse (also nicht so gesund) Abend: 4 Scheiben Vollkornbrot dazu Butter und Käse/Wurst und diverse andere Aufstriche + Salat SM: Milchreis/Joghurt und eine eine Reihe Schokolade/Nüsse/kekse etc das ist mein Plan am den ich mich fix halte. Aus Angst vor ein Rückfall, mir kommt es jetzt immer viel vor vorallem weil ich mittlerweile ein gutes NG erreicht habe. Was könnte ich anders machen was habt ihr für Vorschläge?

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31. Juli 2016 um 20:08


Weiß jemand Rat mit welchen Essportionen ich halten kann? Ich möchte gerne halten aber wenn ich rum Experimente habe ich Angst wieder ab zu rutschen leider kann ich nicht auf mein Hunger und Sättigung hören weil ich auch unter Essattacken leide. Wie gesagt ich habe auch Normalgewicht.

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5. August 2016 um 15:42
In Antwort auf an0N_1245578799z


Weiß jemand Rat mit welchen Essportionen ich halten kann? Ich möchte gerne halten aber wenn ich rum Experimente habe ich Angst wieder ab zu rutschen leider kann ich nicht auf mein Hunger und Sättigung hören weil ich auch unter Essattacken leide. Wie gesagt ich habe auch Normalgewicht.

..
Hallo,
ich antworte mal. Ich war 12 Jahre schwer ES, heute seit 4 Jahren gesund und zufrieden.

Was ich Dir sagen kann: Lass den Kopf weg. Iss intuitiv. Iss so, dass Du abends nicht mehr soooo genau jede Menge weisst. Zähl keine EL oder sonstwas. Das ist immernoch krank. Auch das Gewicht halten tut der Körper dann, wenn er das möchte. Und nicht dann, wenn Dein Auge findet, dass das nun so sein muss.

Heisst: Iss das was Du möchtest. Lass Phasen und Unterschiede zu, in Menge, Lebensmitteln, Zeiten, etc. Lass.

Das ist die Kunst. Nicht immer tun. Lass mal.

Vielleicht wirst Du, so wie ich damals, viel zunehmen. Ich war sehr geschädigt. Es hat viel Kraft gebraucht. Heute kann ich sagen: Ich habe wieder 15kg weniger, fühle mich wohl, habe einen normalen Durchschnitts BMI (20-22, wiege mich nicht, bin 31 Jahre alt). Und lebe bewusst sehr intuitiv. Esse alles. Und immer soviel wie ich möchte.

Klingt einfach. Ist ein Knochenjob. Mit NG ist man noch nicht gesund.

Mach weiter. Einfach immer wieder. Nie umdrehen. Dann wird es gut, auch wenn man es manchmal nicht mehr so glaubt.

Safe trip auf Deiner Reise!

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5. August 2016 um 18:31

Liebe liee,
entschuldige bitte, aber bist du "Michelle"...?
Habe immer wieder an dich gedacht...

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6. August 2016 um 7:02
In Antwort auf lomman_12951412

..
Hallo,
ich antworte mal. Ich war 12 Jahre schwer ES, heute seit 4 Jahren gesund und zufrieden.

Was ich Dir sagen kann: Lass den Kopf weg. Iss intuitiv. Iss so, dass Du abends nicht mehr soooo genau jede Menge weisst. Zähl keine EL oder sonstwas. Das ist immernoch krank. Auch das Gewicht halten tut der Körper dann, wenn er das möchte. Und nicht dann, wenn Dein Auge findet, dass das nun so sein muss.

Heisst: Iss das was Du möchtest. Lass Phasen und Unterschiede zu, in Menge, Lebensmitteln, Zeiten, etc. Lass.

Das ist die Kunst. Nicht immer tun. Lass mal.

Vielleicht wirst Du, so wie ich damals, viel zunehmen. Ich war sehr geschädigt. Es hat viel Kraft gebraucht. Heute kann ich sagen: Ich habe wieder 15kg weniger, fühle mich wohl, habe einen normalen Durchschnitts BMI (20-22, wiege mich nicht, bin 31 Jahre alt). Und lebe bewusst sehr intuitiv. Esse alles. Und immer soviel wie ich möchte.

Klingt einfach. Ist ein Knochenjob. Mit NG ist man noch nicht gesund.

Mach weiter. Einfach immer wieder. Nie umdrehen. Dann wird es gut, auch wenn man es manchmal nicht mehr so glaubt.

Safe trip auf Deiner Reise!

Guten morgen
Vielen Dank das du auf meinen Thread geantwortet hast. Weißt du ich esse halt nach Klinik Plan weil ich einfach kein Sättigung Gefühl habe nur leider nehme ich immer mehr zu und ich weiß nicht was Normal und gesund ist Ich würde gerne Intuitiv essen aber meine Angst bestätigt bestimmt nur indem ich mehr als Normalgewicht haben werde. Wie fange ich am besten an? Mir fällt das los lassen schwer vorallem jetzt nach der Zunahme sehe ich total unförmig aus. Vllt hätte noch jemand einen Rat. Einen schönen Abend noch

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8. August 2016 um 10:20
In Antwort auf an0N_1245578799z

Guten morgen
Vielen Dank das du auf meinen Thread geantwortet hast. Weißt du ich esse halt nach Klinik Plan weil ich einfach kein Sättigung Gefühl habe nur leider nehme ich immer mehr zu und ich weiß nicht was Normal und gesund ist Ich würde gerne Intuitiv essen aber meine Angst bestätigt bestimmt nur indem ich mehr als Normalgewicht haben werde. Wie fange ich am besten an? Mir fällt das los lassen schwer vorallem jetzt nach der Zunahme sehe ich total unförmig aus. Vllt hätte noch jemand einen Rat. Einen schönen Abend noch

.
Ich erzähle Dir die Geschichte von unserem leider kürzlich verstorbenen Hund.

2008 kam er zu uns. Appenzeller, gross. Wog nur 18kg. Kam vom Tierheim, bekam täglich morgens und abends eine Teetasse Trockenfutter.
Bei uns dann: 3x täglich hochwertiges Nassfutter bzw. BARF (Rohfütterung). Er verschlag täglich bis zu 1,5 kg Fleisch. Er wurde fast ein bisschen dick, 29kg. Das war 2010.
Danach frass er plötzlich weniger, wurde gar mäkelig, meine Mutter verwöhnte ihn eben.
Ende 2010 bis zu seinem Krebs wog er konstant 24kg, war ein flauschiger, fitter, lustiger und sehr gutaussehender Rüde.

Klingt nun sehr nach erfundener Geschichte, ist es aber nicht. Ich erzähle sie vom Hund, weil das einfacher vorstellbar ist. Ich könnte genauso meine Geschichte erzählen, die ist nämlich genau die selbe.
37 kg 71 kg 55kg. Stand heute. Ich bin gesund, putzmunter. Das heutige Gewicht ist eine Schätzung anhand früherer Klamotten, da ich keine Waage besitze.

Zur Geschichte mit dem Hund: Würdest Du ihm nur ein bisschen mehr geben, damit er ein hübscher Hund wird, der aber nie satt wird?
Dann wärst Du wohl ein Tierquäler. Deine Freunde würden Dich kritisieren.

Anfangen: Wohl wäre es so, dass Du erstmal alles futtern würdest, bis Dir übel wäre? Wahrscheinlich ja. Das geht dann so, mal länger, mal weniger lang. Indessen nicht in den Spiegel gucken, wenn Du Krise hast. Ja und irgendwann wird das Ganze nicht mehr soo spannend. Man merkt: Oh mir ist übel? Dann hör ich mal auf. Das pendelt sich dann so ein. Ja. Und dann ist der Horror zu Ende. Dazwischen die Therapie nicht vergessen, die braucht man (ich zumindest damals). Da heult man viel, lässt den ganzen Hass raus. Bis es irgendwann ruhiger wird.
So irgendwie geht das ...

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8. August 2016 um 10:21
In Antwort auf moshe_12894423

Liebe liee,
entschuldige bitte, aber bist du "Michelle"...?
Habe immer wieder an dich gedacht...

.
Wer bist Du denn?

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8. August 2016 um 12:57

Vermutlich
kennst du mich nicht, hatten nicht viel Kontakt...
aber du hast mich damals sehr beeindruckt mit seinem TB, falls du diejenige sein solltest...
ich bin fast diesselbe wie hier.

Hoffe, dass es dir gut geht!!

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8. August 2016 um 21:29
In Antwort auf lomman_12951412

.
Ich erzähle Dir die Geschichte von unserem leider kürzlich verstorbenen Hund.

2008 kam er zu uns. Appenzeller, gross. Wog nur 18kg. Kam vom Tierheim, bekam täglich morgens und abends eine Teetasse Trockenfutter.
Bei uns dann: 3x täglich hochwertiges Nassfutter bzw. BARF (Rohfütterung). Er verschlag täglich bis zu 1,5 kg Fleisch. Er wurde fast ein bisschen dick, 29kg. Das war 2010.
Danach frass er plötzlich weniger, wurde gar mäkelig, meine Mutter verwöhnte ihn eben.
Ende 2010 bis zu seinem Krebs wog er konstant 24kg, war ein flauschiger, fitter, lustiger und sehr gutaussehender Rüde.

Klingt nun sehr nach erfundener Geschichte, ist es aber nicht. Ich erzähle sie vom Hund, weil das einfacher vorstellbar ist. Ich könnte genauso meine Geschichte erzählen, die ist nämlich genau die selbe.
37 kg 71 kg 55kg. Stand heute. Ich bin gesund, putzmunter. Das heutige Gewicht ist eine Schätzung anhand früherer Klamotten, da ich keine Waage besitze.

Zur Geschichte mit dem Hund: Würdest Du ihm nur ein bisschen mehr geben, damit er ein hübscher Hund wird, der aber nie satt wird?
Dann wärst Du wohl ein Tierquäler. Deine Freunde würden Dich kritisieren.

Anfangen: Wohl wäre es so, dass Du erstmal alles futtern würdest, bis Dir übel wäre? Wahrscheinlich ja. Das geht dann so, mal länger, mal weniger lang. Indessen nicht in den Spiegel gucken, wenn Du Krise hast. Ja und irgendwann wird das Ganze nicht mehr soo spannend. Man merkt: Oh mir ist übel? Dann hör ich mal auf. Das pendelt sich dann so ein. Ja. Und dann ist der Horror zu Ende. Dazwischen die Therapie nicht vergessen, die braucht man (ich zumindest damals). Da heult man viel, lässt den ganzen Hass raus. Bis es irgendwann ruhiger wird.
So irgendwie geht das ...


Liebe Liee Danke für deine Antwort und deine ehrliche Geschichte. tut mir leid für deinen Hund. Es hat mir Mut gemacht weiter zu machen.... Ich habe die letzten Tage wieder zugenommen und langsam stört es mich echt weil ich keine Disziplin habe und viel zu viel Nasche. Weißt du meine Angst besteht einfach ins Binge Eating zu rutschen und keine Kontrolle mehr darüber zu haben. Meine Überlegung wäre sport in Maßen. Ich glaube man muss sich einfach aus probieren. Natürlich ist es jetzt besser mit NG zu leben als mit UG aber ich möchte irgendwann sagen jetzt reicht mir das essen oder ich entscheide bewusst dafür weil es mir gut tut uns zwinge mich nicht oder tue es aus Langeweile. Hast du Strategien? Deine Geschichte hört sich echt interessant an traue mich gar nicht zu fragen ^^ bzw weiß ich nicht was zu alles gerne erzählen möchtest? Hast du es damals ohne Klinik geschafft? gerne per PN lg

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9. August 2016 um 9:02
In Antwort auf moshe_12894423

Vermutlich
kennst du mich nicht, hatten nicht viel Kontakt...
aber du hast mich damals sehr beeindruckt mit seinem TB, falls du diejenige sein solltest...
ich bin fast diesselbe wie hier.

Hoffe, dass es dir gut geht!!

.
Okay ... Finde es spannend, wie man Leute wiedererkennt im Netz. Das passiert mir auch hin und wieder.
Danke der Nachfrage. Es geht mir sehr gut. Hin und wieder hege ich nostalgische Gefühle dieser Krankheit ggü. bzw. möchte gerne weitergeben, was ich gelernt habe. Menschen werden ja nicht mehr gesund; sie werden nur symptomfrei. Das macht mich sehr traurig. Genesung ist möglich.

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9. August 2016 um 9:14
In Antwort auf lomman_12951412

.
Okay ... Finde es spannend, wie man Leute wiedererkennt im Netz. Das passiert mir auch hin und wieder.
Danke der Nachfrage. Es geht mir sehr gut. Hin und wieder hege ich nostalgische Gefühle dieser Krankheit ggü. bzw. möchte gerne weitergeben, was ich gelernt habe. Menschen werden ja nicht mehr gesund; sie werden nur symptomfrei. Das macht mich sehr traurig. Genesung ist möglich.

Nun ja....
will hier nicht "rumschleimen" und vom eigentlichem Thema ablenken, aber du hast und hattest schon eine sehr eindrückliche Art zu schreiben, BEschreiben...

Denke, du gibst mit dem, was du tust sehr viel...

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9. August 2016 um 9:31
In Antwort auf an0N_1245578799z


Liebe Liee Danke für deine Antwort und deine ehrliche Geschichte. tut mir leid für deinen Hund. Es hat mir Mut gemacht weiter zu machen.... Ich habe die letzten Tage wieder zugenommen und langsam stört es mich echt weil ich keine Disziplin habe und viel zu viel Nasche. Weißt du meine Angst besteht einfach ins Binge Eating zu rutschen und keine Kontrolle mehr darüber zu haben. Meine Überlegung wäre sport in Maßen. Ich glaube man muss sich einfach aus probieren. Natürlich ist es jetzt besser mit NG zu leben als mit UG aber ich möchte irgendwann sagen jetzt reicht mir das essen oder ich entscheide bewusst dafür weil es mir gut tut uns zwinge mich nicht oder tue es aus Langeweile. Hast du Strategien? Deine Geschichte hört sich echt interessant an traue mich gar nicht zu fragen ^^ bzw weiß ich nicht was zu alles gerne erzählen möchtest? Hast du es damals ohne Klinik geschafft? gerne per PN lg

.
Guten Morgen,
ich denke, diese Angst ist normal und auch berechtigt. Ich kann nur sagen: Bleib aufmerksam.

Heisst konkret: Du isst. Anfangs ist es normal, dass man auch aus Langeweile, Gier, Angst nicht genug zu bekommen oä. isst. Du wirst zunehmen, ja, das musst Du auch.
Wichtig zu wissen ist: Auch Essen aus 'seelischen' Gründen, sogar das verpönte Frustessen ist eigentlich doch ein körperliches Essen und Verlangen. Unsere Körper sind gestresst. Diese Hormone machen (einfach gesagt) alles so durcheinander, dass unser Hirn wirklich die Nahrung braucht, die wir vermeintlich zuviel essen. Unterm Strich ist also de facto jedes Ess-Verlangen eine Unterart von Hunger. Hunger existiert nicht nur im Magen.
Das mal dazu. Es gilt also, dies zuzulassen.

Aber: Bleib an Dir dran. Geh in Therapie, wenn Du nicht eh schon bist. Sprich mit Menschen, deiner Familie, Freunden. Such nach Deinen wirklichen Problemen und Ängsten und arbeite daran. Beobachte dabei Dein Essverhalten.
Wenn Du mal einen Moment erwischst, in dem Du hunger hast, isst, satt bist und danach zufrieden bist (!), überlege Dir, warum das so ist. Speichere diesen Moment und versuche, diese Momente zu erzeugen. Das kann Freude sein, beisichsein, genug geschlafen haben, frisch geduscht sein, sprich irgendwas, das Dir eine gewisse Zufriedenheit verschafft hat.
Gehe diesen guten Gefühlen nach.

Fürs Schlechtgefühl habe ich nicht viel im Angebot. Ich persönlich habe nicht mehr in den Spiegel geschaut. Ich fand mich schrecklich mit leichtem ÜG, das gebe ich zu. Ich habe versucht zu akzeptieren, dass dies ein Übergang ist. Ich hatte auch riesige Angst, dass ich so bleibe oder immer mehr zunehme. Aber ich (persönlich) hatte keine Wahl mehr. Ich wäre fast gestorben und konnte psychisch und physisch nicht mehr. Es gab für mich also keinen anderen Weg mehr als meinen Körper einfach machen zu lassen, mich selbst geistig dabei zu begleiten.

Naja und bei mir wars so, dass ich dann irgendwann gemerkt habe, dass ich satt bin. Dass ich nun zwar zB aus Gewohnheit noch Süssigkeiten essen würde, diese aber eigentlich garnicht mehr will. Oder zB hätte ich aus Gewohnheit xy gegessen und hab aber gemerkt, dass ich auf yz Lust hatte. Dafür muss man genau hinhören. Dann bin ich diesen neuen Gefühlen gefolgt und es wurde nach und nach (ganz langsam!) ruhiger. Ich würde sagen: 2013 wars sehr schlimm. Von 14-15 wurde es ruhiger. Heute ist es ruhig. Heute bin ich sage und schreibe wieder ca. 15kg leichter. Ich habe also 30 zugenommen und 15 wieder ab. Das ist krass, oder? Mein Körper hats aber gebraucht. Ich habe alles wieder, wovon die Ärzte gemeint haben, das kommt nimmer: Nieren, Schilddrüse, Periode, Herzfehler. Alles geht wieder gut. Meine Haare sind wieder da, alles iO. Und das wichtigste: Es geht mir sehr gut.

In short: Wohl kennt jeder diese Angst, die Du hast. Und niemand kann sie Dir nehmen. Man weiss ja nicht, was überm Teich dann kommt. Ich schicke Dir nun sozusagen eine Postkarte von dort und sage Dir: Das Wetter ist schön hier! Bis dahin musst Du halt paddeln. Und wenn Du das Gefühl hast, Du säufst ab, dann paddel einfach weiter. Deine Glieder werden Dich tragen. Lass Dich ein auf das Neue, lass die alten Vertrauensmuster; denn diese werden nicht mehr kommen. Die Mechanismen, die Du kennst und denen Du vertraust (Kontrolle zB) wird nicht mehr funktionieren. Versuche sie also nicht herzustellen. Sie funktioniert einfach nicht. Dafür funktioniert: Vertrauen. In Dich, ins Leben, in Deinen Körper, in die Biologie. Wir können diese Naturgesetz nicht boykottieren (man sieht ja wo es hinführt!?). Leben wir mit ihnen.

Schonmal ne dicke Kuh gesehen? Auf der Wiese?
Oder ein dickes Tier in der Natur?
Nein, oder?
Also.

Sonstige Strategien bzgl. Sport oä: Naja. Versuch mal. Wirst sehen, ob Dein Körper ja oder nein sagt. Meiner sagte dazu 2 Jahre lang nein. Heute geht es wieder ein wenig. Aber ich bin nicht der Bewegungstiger, mache lieber ein wenig Yoga oder so. Du merkst das schon. Probier einfach aus. Pick das, was gut ist (ungleich abnehmen) und kipp das weg, was nicht gut ist (ungleich zunehmen).
Dabei nicht zuviel denken. Der Bauch (die Intuition?) sagt schon sehr klar, was gut ist und was nicht. Man muss nur hinhören.
Wenn verlernt: Rot oder blau? Kalt oder warm? Graues oder weisses Shirt? Sneakers oder Ballerinas? Hund oder Katze? Teste Dich da. Du weisst es schnell. Und mach das auch so bei allen anderen Angelegenheiten. Das oder das? Zack.
Und dann so weitertun.

Klinik: Nein, war ich nie. Wollte ich nicht. Wozu auch. Da bekomme ich einen Plan, nehme zu, werde entlassen; und bn danach genauso zwänglich wie vorher.
Für mich war das nix. Ich war ambulant ist sehr straffer Therapie, dazu alternativ (mit Familienstellungen und so), das war gut für mich. Ich spreche heute noch 1 mal im Monat mit dieser Frau; einfach, weil ich selbst psychisch weiterkommen will. Wir sprechen aber schon sehr lange nicht mehr über irgendwelche Nahrungsmittel.

Sonst: Vielleicht findest Du bei Dir einen Standby-Knopf. Drück den. So wie ein Autopilot. Da will ich hin, mit ökonomischen 80km/h. Schaust nicht links und nicht rechts (musst ja auf die Strasse gucken). Gemütlich wird die Fahrerei deswegen trotzdem nicht.
Aber das Licht da am Ende des Tunnels ist wirklich ein Licht. Und nicht der entgegenkommende Laster, der Dich plattmacht. Da ist Licht.

Mehr weiss ich grad nicht. Ist eh schon ein eRoman hier.

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9. August 2016 um 10:59
In Antwort auf moshe_12894423

Nun ja....
will hier nicht "rumschleimen" und vom eigentlichem Thema ablenken, aber du hast und hattest schon eine sehr eindrückliche Art zu schreiben, BEschreiben...

Denke, du gibst mit dem, was du tust sehr viel...

.
Schreiben ist mein Beruf. Vielleicht liegt es daran.

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