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Noch mann kifft wieder

3. Dezember 2010 um 17:55

Hallo.
Ich weiss nicht wo ich anfangen soll.
Mein noch mann hat sich getrennt nach 4 monaten ehe.
Bin schwanger bereits in der 37ssw.
Mein mann hat sich jeden tag wie ein kleiner junge auf seine kleine eigene familie gefreut hat jeden genervt was er für eine tolle frau hat und wie sehr er sich auf seinen sohn freut.
Vor knapp 5 monaten trennte er sich plötzlich ohne grund.
Er sagte noch er liebt mich und wolle es eigentlich nicht wegwerfen hat es dennoch getan.

Meine frage ist einfach.
Kifft man um zu vergessen?
Er kifft sehr viel am tag.
Er kümmert sich seit der trennung um nichts mehr.
Geht seiner arbeit nicht nach, geht somit auch den terminen bei der arge nicht mehr nach, schickt meiner anwältin die nötigen unterlagen nicht zu wegen kindesunterhalt, isoliert sich komplett,vorhänge bei seiner wohnung sind den ganzen tag zu usw.
Kifft man vielleicht um zu verdrängen das da was ist auf was man sich gefreut hat aber dennoch nicht unbedingt dran erinnert werden will?
Er hat mich aus liebe verlassen und ich hab kein plan warum.
Ob es vielleicht mit seinen riesen schulden berg zu tun hat was er mir erst nach der hochzeit beichtete?
Ich hab gehört drogen verschlimmern alles stimmt das?
Er widerspricht sich auch in vielen sachen.
Er kifft und ich hatte nie was dagegen.
Er hat von sich aus aufgehört zu kiffen in der beziehung weil er meinte das ich ihm wichtiger wäre als sein kiffen und es ihm ohne kiffen besser gehen würde.
Und jetzt kifft er wieder.

Kennt sich damit jemand aus?

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6. Dezember 2010 um 18:21

Ja
Du siehst das denke ich einigermaßen richtig.

Kiffen ist eine gute Möglichkeit, unangenehme Tatsachen zu verdrängen. Um mal ein bißchen Durchzuatmen ist das nicht unbedingt schlimm. Wenn man aber vor Dingen davonläuft, denen man sich irgendwie stellen muss, ist Kiffen auf Dauer schädlich.

Kiffen ist ein super Zeitvertreib mit dem man sehr viel Zeit verbringen (-schwenden?) kann und einigermaßen zufrieden ist, auch ohne dass man irgendwas tut.


Ich denke, dein Mann hat persönliche Probleme von denen er gehofft hat, sie würden sich mit deiner Hilfe und eurem Glück automatisch in Luft auflösen. Irgendwie hat das wohl doch nicht so geklappt, wie er sich das vorgestellt hat und deshalb flüchtet er... denke ich.
Kiffer haben oft Angst vor Verantwortung. Vielleicht kann er sich nicht in der Rolle vorstellen, dass er das aller packt, wenn er es jetzt nicht mal schafft, sich aufzuraffen, die Wohnung zu verlassen. Ich denke, sein Selbstvertrauen wird im Moment wohl nicht das beste sein. In dem Zustand ist es wahrscheinlich, dass das Kiffen seine Situation schlimmer macht beziehungsweise ihn sogar in der Situation hält.

Vielleicht erträgt er es nicht, dass du mitbekommst, wie er selbst scheitert und hat sich getrennt, damit du nicht unter seiner Situation leiden musst. Das isolieren deutet für mich jedenfalls darauf hin, dass er an einer Depression leidet. Kiffen verschlechtert die psychische Stabilität normalerweise eher als dass es sie verbessert.

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6. Dezember 2010 um 19:13
In Antwort auf lean_12240789

Ja
Du siehst das denke ich einigermaßen richtig.

Kiffen ist eine gute Möglichkeit, unangenehme Tatsachen zu verdrängen. Um mal ein bißchen Durchzuatmen ist das nicht unbedingt schlimm. Wenn man aber vor Dingen davonläuft, denen man sich irgendwie stellen muss, ist Kiffen auf Dauer schädlich.

Kiffen ist ein super Zeitvertreib mit dem man sehr viel Zeit verbringen (-schwenden?) kann und einigermaßen zufrieden ist, auch ohne dass man irgendwas tut.


Ich denke, dein Mann hat persönliche Probleme von denen er gehofft hat, sie würden sich mit deiner Hilfe und eurem Glück automatisch in Luft auflösen. Irgendwie hat das wohl doch nicht so geklappt, wie er sich das vorgestellt hat und deshalb flüchtet er... denke ich.
Kiffer haben oft Angst vor Verantwortung. Vielleicht kann er sich nicht in der Rolle vorstellen, dass er das aller packt, wenn er es jetzt nicht mal schafft, sich aufzuraffen, die Wohnung zu verlassen. Ich denke, sein Selbstvertrauen wird im Moment wohl nicht das beste sein. In dem Zustand ist es wahrscheinlich, dass das Kiffen seine Situation schlimmer macht beziehungsweise ihn sogar in der Situation hält.

Vielleicht erträgt er es nicht, dass du mitbekommst, wie er selbst scheitert und hat sich getrennt, damit du nicht unter seiner Situation leiden musst. Das isolieren deutet für mich jedenfalls darauf hin, dass er an einer Depression leidet. Kiffen verschlechtert die psychische Stabilität normalerweise eher als dass es sie verbessert.

Vielen dank
Für deine antwort.
Oh man das ist dann ja noch schlimmer als ich dachte.
Möglich, dass er mich verlassen hat weil er nicht wollte dasich ihn scheitern sehe.
Es war auch sehr merkwürdig.

Als er mir das mit den schulden erklärte wurde er auf andere männer sehr eifersüchtig, er sagte mir immer wieder wie sehr er mich liebt und das er mich und den kleinen niemals verlieren will.
Ich glaube er hatte angst uns nichts bieten zu können.

Du meinst, dass das kiffen seine situation verschlimmert?
Kommen daher auch seine ständigen widersprechungen.
Er sagt immer erst was schlechtes was mich abschreckt und dann kommt wieder was positives also genau das gegenteil von dem was er vorher sagte.

Kommt er irgendwann selbst drauf das er hilfe braucht?
Depressionen???
Oh je.

Was genau er wohl versucht zu verdrängen.
Ich meine er verlässt uns obwohl er sich so freute und genau ab den tag fing er an zu kiffen nachdem er uns verlassen hat.
Du kennst dich gut aus.
Danke dafür.

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7. Dezember 2010 um 16:18
In Antwort auf gesa_12885687

Vielen dank
Für deine antwort.
Oh man das ist dann ja noch schlimmer als ich dachte.
Möglich, dass er mich verlassen hat weil er nicht wollte dasich ihn scheitern sehe.
Es war auch sehr merkwürdig.

Als er mir das mit den schulden erklärte wurde er auf andere männer sehr eifersüchtig, er sagte mir immer wieder wie sehr er mich liebt und das er mich und den kleinen niemals verlieren will.
Ich glaube er hatte angst uns nichts bieten zu können.

Du meinst, dass das kiffen seine situation verschlimmert?
Kommen daher auch seine ständigen widersprechungen.
Er sagt immer erst was schlechtes was mich abschreckt und dann kommt wieder was positives also genau das gegenteil von dem was er vorher sagte.

Kommt er irgendwann selbst drauf das er hilfe braucht?
Depressionen???
Oh je.

Was genau er wohl versucht zu verdrängen.
Ich meine er verlässt uns obwohl er sich so freute und genau ab den tag fing er an zu kiffen nachdem er uns verlassen hat.
Du kennst dich gut aus.
Danke dafür.

Kiffen
Mit deiner/eurer Situation kenne ich mich nicht aus, ich weiß nur von dem, was du hier berichtet hast.

Ab und zu mal zu kiffen ist nicht schlimm, auf Dauer und vor allem die ganze Zeit ist es aber ein Motivationskiller.
Die "ständigen Widersprechungen" deuten für mich auf ambivalente Gefühle hin: Er will zwar das alles, was er an positivem sagt, will für sein Kind da sein und alle Gute etc, schafft es aber nicht, sich dazu aufzuraffen und sich der Verantwortung zu stellen. In das (Selbst-)Bild eines starken Mannes, der sein Leben im Griff hat, passt das nicht gut. Wenn man sich dafür schämt, seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden, zieht man sich auch gerne zurück.
Dass er Schulden hat, kann daran liegen, dass er sich selbst (zumindest in der Vergangenheit, vielleicht immer noch) durch das definiert, was er hat anstatt durch das, was er ist. Vielleicht fühlt er sich (zu) wertlos mit den Schulden und ohne Statussymbole.
Ich denke, das könnte es sein, was er zu verdrängen versucht. Wenn einem alles über den Kopf wächst und man schon genug Probleme mit der Verantwortung für sich selbst hat, flüchtet man manchmal vor der Verantwortung anderen gegenüber und isoliert sich.

Männer kommen in der Regel nicht so gut selbst darauf, wenn sie Hilfe brauchen. Zumindest ich und eigentlich fast alle anderen Männer die ich kenne, versuchen etwas lieber zuerst mit sich selbst aus zu machen, als sich von anderen Hilfe zu holen. Hilfe von anderen in Anspruch zu nehmen wird als Schwäche gewertet und für dieses Zugeständnis sind die meisten Männer zu eitel. Bei Frauen ist das ein bißchen anders. Frauen reden ohnehin mit anderen über alle möglichen Probleme und haben da tendentiell weniger Hemmschwellen.

Wenn man in einer persönlichen Krise steckt, helfen Betäubungsmittel wie Alkohol, Medikamente oder Cannabis, kurzfristig den Schmerz zu verdrängen, lösen das Problem aber nicht. Stattdessen werden sie auf Dauer zu einem eigenen, zusätzlichen Problem.
Bei Cannabis ist das weniger schlimm als bei den meisten anderen Rauschmitteln. Trotzdem kann sich mit der Zeit der Mechanismus fest verankern, bei Problemen jeglicher Art erstmal zum Verdrängungsmittel zu greifen... das ist gefährlich.
Wenn er Depressionen haben sollte, hilft es übrigens nichts, ihm Vorwürfe zu machen... die macht er sich dann selbst schon zu genüge.

Viel Glück!

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7. Dezember 2010 um 17:28
In Antwort auf lean_12240789

Kiffen
Mit deiner/eurer Situation kenne ich mich nicht aus, ich weiß nur von dem, was du hier berichtet hast.

Ab und zu mal zu kiffen ist nicht schlimm, auf Dauer und vor allem die ganze Zeit ist es aber ein Motivationskiller.
Die "ständigen Widersprechungen" deuten für mich auf ambivalente Gefühle hin: Er will zwar das alles, was er an positivem sagt, will für sein Kind da sein und alle Gute etc, schafft es aber nicht, sich dazu aufzuraffen und sich der Verantwortung zu stellen. In das (Selbst-)Bild eines starken Mannes, der sein Leben im Griff hat, passt das nicht gut. Wenn man sich dafür schämt, seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden, zieht man sich auch gerne zurück.
Dass er Schulden hat, kann daran liegen, dass er sich selbst (zumindest in der Vergangenheit, vielleicht immer noch) durch das definiert, was er hat anstatt durch das, was er ist. Vielleicht fühlt er sich (zu) wertlos mit den Schulden und ohne Statussymbole.
Ich denke, das könnte es sein, was er zu verdrängen versucht. Wenn einem alles über den Kopf wächst und man schon genug Probleme mit der Verantwortung für sich selbst hat, flüchtet man manchmal vor der Verantwortung anderen gegenüber und isoliert sich.

Männer kommen in der Regel nicht so gut selbst darauf, wenn sie Hilfe brauchen. Zumindest ich und eigentlich fast alle anderen Männer die ich kenne, versuchen etwas lieber zuerst mit sich selbst aus zu machen, als sich von anderen Hilfe zu holen. Hilfe von anderen in Anspruch zu nehmen wird als Schwäche gewertet und für dieses Zugeständnis sind die meisten Männer zu eitel. Bei Frauen ist das ein bißchen anders. Frauen reden ohnehin mit anderen über alle möglichen Probleme und haben da tendentiell weniger Hemmschwellen.

Wenn man in einer persönlichen Krise steckt, helfen Betäubungsmittel wie Alkohol, Medikamente oder Cannabis, kurzfristig den Schmerz zu verdrängen, lösen das Problem aber nicht. Stattdessen werden sie auf Dauer zu einem eigenen, zusätzlichen Problem.
Bei Cannabis ist das weniger schlimm als bei den meisten anderen Rauschmitteln. Trotzdem kann sich mit der Zeit der Mechanismus fest verankern, bei Problemen jeglicher Art erstmal zum Verdrängungsmittel zu greifen... das ist gefährlich.
Wenn er Depressionen haben sollte, hilft es übrigens nichts, ihm Vorwürfe zu machen... die macht er sich dann selbst schon zu genüge.

Viel Glück!

Ich
Danke dir auf jedenfall das du mir ein wenig geschildert hast wie es so ist.
Ich hoffe er kann sich irgendwann wieder aufraffen.
Es tut weh ihn verloren zu haben, aber ich denke er ist auch so ein typ mann der mich in der ganzen sache (schulden usw) nicht mit reinziehen will.
Er gehört leider auch zum typ mann alles mit sich alleine auszumachen.
Aber ich bezweifle leider das er es alleine nicht schafft.
Und hilfe nimmt er leider nicht an.
Ich hoffe nur das dass kiffen ihn nicht zerstört.
Er ist so ein herzensguter mensch hat mich immer auf händen getragen.
Schade das er nicht direkt an die familie glaubt.
Danke.

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