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Nicht stark genug, oder liegt die Gefahr im Umfeld?

26. August 2009 um 22:24

Habe meinen Partner vor 1,5 Jahren in einer Szene kennengelernt, in der viele chemische Drogen und Gras konsumiert wurden. Ich selbst rauche (gar) nicht und habe in meinem Leben nicht öfters als 10 Mal chemische Drogen probiert. Mein Freund steckte damals aber vor allem mit Speed und noch schlimmer mit Kiffen drin. Ich wusste, auf was ich mich einlasse, habe aber immer gedacht, dass er in diese Szene nicht passt und es auch zu was bringen könnte (er hatte sein Studium abgebrochen, aber davor eine Lehre mit einer sehr guten Note abgeschlossen). Die Beziehung gab und gibt ihm viel Kraft und er hat sich zu einer Therapie entschlossen. Nun kifft und drufft er tatsächlich nicht mehr und studiert wieder , was mich sehr glücklich macht! Geblieben ist aber der Alkohohl und wohl das Gefährlichste unser gemeinsamer Freundeskreis.

Dazu: Der gemeinsame Freundeskreis besteht ganz aus Freunden, die er in die Beziehung gebracht hat. Viele davon kennt er aus seiner Kindheit und hat dann mit ihnen gemeinsam im Jugendalter auch die ersten Kontakte zu Drogen bekommen. Andere Leute, vor allem Studenten sind dann so dazugekommen, aber ihnen allen gemeinsam ist, dass sie irgendwelche Drogen nehmen (so sie das Geld dazu haben) oder zumindest im ungesunden Verhältnis trinken.

Ich stelle gerade die gefährliche Tendenz fest, dass mein Freund (und durchaus auch ich) seit geraumer Zeit zu erhöhtem Alkoholkonsum neigen, auch wenn es hier nicht um Komatrinken geht. Vielmehr die Menge, die in einer Woche zusammenkommt. Schlimm ist auch, dass wir den Vorsatz einer alkoholfreien Woche bis jetzt nicht durchhalten konnten. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn wir mit dem Freundeskreis etwas unternehmen es ist quasi der Garant dafür, dass wieder getrunken wird.
Mir schwant so dunkel, dass wir aus Vernunftgründen heraus den Kontakt mit unseren Leuten abbrechen sollten, denn mit dem Alkohol und auch der latenten Drogengefahr ist es einfach auf Dauer zu riskant. Das macht mich sehr traurig, denn ich selbst habe keine engen Freundinnen mehr, weil sie weggezogen sind oder sich in andere Richtungen entwickelt haben (Heirat, Schwangerschaft...). Außerdem kann mein Freund nicht so gut mit meinen alten Freundinnen, weil er eher schüchtern ist.
Wir haben deswegen vor, wegzuziehen, befürchten aber, dass wir uns woanders dann insgeheim doch wieder mit dem gleichen Typ Menschen anfreunden (locker drauf, keine Antialkoholiker sozusagen usw.).

Geht es jemandem ähnlich wie mir/uns? Was würdet ihr mir da raten? Es ist so traurig, wenn man mit Leuten abbrechen muss, die eigentlich sehr liebenswert sind, sich aber eben nicht im Griff haben. Oder müssen wir beide eben lernen, die nötige Stärke von uns aus aufzubringen. Wohlgemerkt, mit der Therapie war es damals ein harter Kampf...!

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28. August 2009 um 20:13

Oh ja!
Du hast sehr schön geschrieben, ich kann dir richtig nachempfinden! Ich habe zwar kein vergleichbares Schicksal, aber ich denke schon, dass man sehr viel Stärke und auch Willen mitbringen muss. "Weglaufen" ist vielleicht nicht richtig, aber könnte eben auch ein Neuanfang für euch sein. Ist schwer deine Fragen zu beantworten. Habt ihr denn mal mit euren Bekannten geredet, vielleicht können sie euch unterstützden? Ich habe lange Zeit geraucht und kenne die "Sucht" im allgemeinen. Ich habe viel Unterstützung von meinen Freunden bekommen sodass ich mich letztendlich für eine Therapie mit Spritzen (Neurasan) entschieden habe. So bin ich Nichtraucher geworden und fühle mich seitdem großartig! Ich wünsche euch viel Glück, egal wie ihr euch entscheidet!

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4. September 2009 um 0:32

:twistede
Die Gefahr liegt bei jedem Menschen selbst,obwohl das umfeld eine große rolle spielt.stell dir vor du bist oder warst gut drauf und irgendwann muß enlich das stopp....kommen und du gehs wieder in den kreis hinein wie kommst du wieder raus???das umfeld und das starke ich sind entscheident obwohl ist den immer der wille da??Wird man manchmal gelenkt?Was darf man?Was darf man nicht?Was will das umfeld?Vergesse nie im leben deine persönlichkeit egal im welchen augenblick,weil auch ein augenblick kann eine ewigkeit bedeuten

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4. September 2009 um 3:01
In Antwort auf emely_12536189

:twistede
Die Gefahr liegt bei jedem Menschen selbst,obwohl das umfeld eine große rolle spielt.stell dir vor du bist oder warst gut drauf und irgendwann muß enlich das stopp....kommen und du gehs wieder in den kreis hinein wie kommst du wieder raus???das umfeld und das starke ich sind entscheident obwohl ist den immer der wille da??Wird man manchmal gelenkt?Was darf man?Was darf man nicht?Was will das umfeld?Vergesse nie im leben deine persönlichkeit egal im welchen augenblick,weil auch ein augenblick kann eine ewigkeit bedeuten

Nachdenklich
Hm, an beiden Antworten ist was dran.

Wie gesagt, wir haben vor, örtlich uns umzuorientieren und sollten nach dem, was du sagst, stony, zusehen, nicht mehr in den kreis reinzukommen, also die kontakte allenfals auf sporadisches level reduzieren. dennoch, anderswo gibts ja ähnliche leute. es ist schwer, sich zu sagen, ab jetzt ist schluss mit dem über-die-stränge-schlangen, und ich fürchte halt, dass das, was viele sich erhoffen, nämlich, irgendwann aus dem partyleben und konsumieren rauszuwachsen, nicht so von selbst eintritt. dann ist man irgendwann 40 und hat das problem noch dicker am hals, inkl therapie.

hab jetzt übrigens mal 2 wochen gar nicht getrunken, da wir einen pakt eine-woche-kein-alk geschlossen hatten. habe sogar 2 wochen geschafft und es war zum glück gar nicht scwer. bedenkliche finde ich, dass mein freund solche abmachungen nicht drchhält, denn er hat dann doch nach drei tagen seine drei bier vom aldi getrunken. auch hier denke ich, dass das mit dem umfeld primär gar nicht so zu tu hat.

man überlegt halt immer mal, wie lang sowas durchgehen kann und ab wann man echt was tun sollte, ab wann der punkt kommt zu sagen: so, ich hole jetzt professionelle hilfe...

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4. September 2009 um 23:12
In Antwort auf diekleinejessica

Nachdenklich
Hm, an beiden Antworten ist was dran.

Wie gesagt, wir haben vor, örtlich uns umzuorientieren und sollten nach dem, was du sagst, stony, zusehen, nicht mehr in den kreis reinzukommen, also die kontakte allenfals auf sporadisches level reduzieren. dennoch, anderswo gibts ja ähnliche leute. es ist schwer, sich zu sagen, ab jetzt ist schluss mit dem über-die-stränge-schlangen, und ich fürchte halt, dass das, was viele sich erhoffen, nämlich, irgendwann aus dem partyleben und konsumieren rauszuwachsen, nicht so von selbst eintritt. dann ist man irgendwann 40 und hat das problem noch dicker am hals, inkl therapie.

hab jetzt übrigens mal 2 wochen gar nicht getrunken, da wir einen pakt eine-woche-kein-alk geschlossen hatten. habe sogar 2 wochen geschafft und es war zum glück gar nicht scwer. bedenkliche finde ich, dass mein freund solche abmachungen nicht drchhält, denn er hat dann doch nach drei tagen seine drei bier vom aldi getrunken. auch hier denke ich, dass das mit dem umfeld primär gar nicht so zu tu hat.

man überlegt halt immer mal, wie lang sowas durchgehen kann und ab wann man echt was tun sollte, ab wann der punkt kommt zu sagen: so, ich hole jetzt professionelle hilfe...

Das ist eine schwere Entscheidung
... aber überlege nicht zu lange.

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