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NG und jetzt?

10. Juni 2015 um 21:17

Hey ihr Lieben
Ich bin nun im NG angekommen, BMI 19. Die Frage für mich ist nun wie es jetzt weiter geht. Ich habe ja noch etliche weitere Probleme (PTBS usw.) und die ES ist auch noch lange nicht überwunden. Soll ich es nochmal versuchen eine stationäre Therapie bewilligt zu bekommen?
In der ambulanten Therapie ist es einfach so schwierig überhaupt an die Traumabewältigung (also die eigentlichen Ursachen der ES ranzukommen) weil ich meist irgendwelche akuten Probleme habe und nur alle 2 Wochen einen Termin habe (Praxis ist sehr überfüllt).
Auf der anderen Seite wollte ich demnächst ausziehen und studieren....

Liebe Grüße

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11. Juni 2015 um 21:56


keinen Rat?

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12. Juni 2015 um 8:53

Ja,
Ich an deiner Stelle würde auch versuchen, nochmal einen Klinikaufenthalt bewilligt zu bekommen.

Wenn dein Plan ist, demnächst umzuziehen und zu studieren, kommt auf dich ein ganz neuer Lebensabschnitt zu. Klar kann das positiv sein, kann dich aber auch schnell verunsichern, stressen usw. Und in solchen Situationen passiert es schnell, dass man auf alte Verhaltensweisen zurück greift.

Und ich denke auch, dass es gut wäre, dich mit der Taumabewältigung nochmal zu befassen. Neben dem Punkt, dass du wohl besser an die Themen rankommst, wenn du täglich Therapieeinheiten bekommst, hast du außerdem besseren Rückhalt in einer Klinik. Du kannst aufgefangen werden und sitzt nicht alleine zu Hause nach einer Therapiestunde. Ich glaube, das ist bei solchen brisanten Themen wichtig.
Abgesehen davon bist du ja nun eh schon an deinen Themen Mehr oder weniger dran, in einem Jahr oder so fällt es dir vielleicht viel Schwerer, die Dinge wieder auszugraben.
Ich habe im Moment eine kleine Therapiepause von 4 Wochen und ich merke jetzt schon, dass ich wieder alles völlig zugeschüttet habe.

Und ob du nun ein paar Monate früher oder später umziehst ist doch eigentlich auch nicht ganz so wichtig, oder? Ein Klinikaufenthalt hindert dich ja nicht an deinem Plan.

Ich wünsche Dir alles Gute

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16. Juni 2015 um 0:24

Danke
früher hatte ich leider keine Gelegenheit zu antworten, sorry.

@ Lenchen: Ich weiß, dass ich am besten noch zunehmen sollte. Möchte auch noch bis 60kg zunehmen, das sind noch 6 Kilo (bin jetzt bei etwas unter 19 um genau zu sein) und dann wäre ich mit einer Größe von 171 bei 20,5.
Ja mit meiner Thera habe ich darüber oft gesprochen... Ich sollte ja auch in eine bestimmte Klinik aber die hat meine KK nicht bezahlt, bzw. sie bezahlen nur Psychiatrien (will ich absolut nicht hin). Bald könnte ich aber wieder einen neuen Antrag stellen, deswegen frage ich.
Ehrlich gesagt (ich weiß es ist blöd) aber ich habe etwas Angst davor dass mir dort die Diagnose Essstörung sozusagen "weggenommen" wird. Nicht weil ich nicht gesund werden möchte, sondern weil ich es einfach noch nicht bin. Ich bin normalgewichtig und esse im Moment auch normal aber gedankenmäßig bin ich noch seeehr labil, es reicht schon ein triggernder Moment und ich falle wieder zurück.
Außerdem habe ich immernoch oft starken Brechdruck bzw. den Drang zu hungern, ich kann es halt nur verdrängen.

@kiks89: Ja das ist eben das Problem. Da ich leider nicht nur essgestört bin sondern mich früher auch selbstverletzt habe und suizidgefährdet ist es eben für mich wirklich gefährlich mich nach einer krassen Therapiestunde alleine zulassen. Dazu muss ich sagen, dass dieser Druck sich selbst zu verletzen oder sogar mehr immernoch nicht wirklich weg ist (nach fast 3 Jahren )....
Aber das zweite Problem ist eben, dass ich auch wirklich eine Klinik bräuchte wo ich jeden Tag Therapie habe und nicht nur 2-3 mal die Woche (so ist es ja leider in vielen Kliniken). In der Psychiatrie in der ich mal war hatte ich sogar nur 1mal die Woche Therapie, das bringt mir ehrlich gesagt wenig.

Das Trauma hinter der PTBS ist aber auch jetzt noch weitesgehend zugeschüttet (ist 10 Jahre her), ich war bis jetzt immer zu labil um das anzugehen.

Doch, leider sind weitere Monate ein Problem. In der Klinik wäre alles gut aber die Zeit in der ich noch zuhause wäre, wäre definitiv ein Problem, denn bei mir zuhause ist es kaum aushaltbar (laaange Geschichte...), auch meine Therapeutin sagt mir immer wieder, dass ich so schnell wie möglich ausziehen muss. Aufgrund meiner familiären Situation hatte ich allein im letzten halben Jahr 2 Nervenzusammenbrüche.

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16. Juni 2015 um 0:42

Hallo Weltenmalerin,
in Dresden (Waldschlösschen!?) gibt es bspw. eine sehr schöne und gute Klinik für Traumatherapien, wo du für mehrere Intervalle hingehst und dazwischen natürlich Zeit verstreichen lässt. Die Bewilligungen war nach meinen Erfahrungen her okay und die Wartezeit gar nicht so lang. Es gibt viele, viele Angebote! Yoga, Bogenschießen, Kunst, Körper, Chi Gong, etc... also da wird dir nicht langweilig.
Es gibt ansonsten noch für Personen mit ES noch ne Gruppe und ne Ernährungsberatung. Es wird auch gewogen und wenn du beginnst abzunehmen wird ein Vertrag verhandelt, dass es eine Grenze gibt, die du nicht unterschreiten darfst, sonst wird die Thera beendet. Aber mit dem Essen bist du absolut eigenverantwortlich am STart!

Die Diagnose der ES wird noch lang genug auf deinem Schein stehen, auch wenn du NG bist, steht da noch Anorexia Nervosa. Ich denke mal das wirst du gefühlt eher später als zu früh los.

Ich gratuliere dir natürlich zu deinem enormen Erfolg. Bleib tapfer und stark. Du hast so hart gekämpft und das ist einfach großartig!

Alles Liebe und Gute

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16. Juni 2015 um 0:50
In Antwort auf weltenmalerin

Danke
früher hatte ich leider keine Gelegenheit zu antworten, sorry.

@ Lenchen: Ich weiß, dass ich am besten noch zunehmen sollte. Möchte auch noch bis 60kg zunehmen, das sind noch 6 Kilo (bin jetzt bei etwas unter 19 um genau zu sein) und dann wäre ich mit einer Größe von 171 bei 20,5.
Ja mit meiner Thera habe ich darüber oft gesprochen... Ich sollte ja auch in eine bestimmte Klinik aber die hat meine KK nicht bezahlt, bzw. sie bezahlen nur Psychiatrien (will ich absolut nicht hin). Bald könnte ich aber wieder einen neuen Antrag stellen, deswegen frage ich.
Ehrlich gesagt (ich weiß es ist blöd) aber ich habe etwas Angst davor dass mir dort die Diagnose Essstörung sozusagen "weggenommen" wird. Nicht weil ich nicht gesund werden möchte, sondern weil ich es einfach noch nicht bin. Ich bin normalgewichtig und esse im Moment auch normal aber gedankenmäßig bin ich noch seeehr labil, es reicht schon ein triggernder Moment und ich falle wieder zurück.
Außerdem habe ich immernoch oft starken Brechdruck bzw. den Drang zu hungern, ich kann es halt nur verdrängen.

@kiks89: Ja das ist eben das Problem. Da ich leider nicht nur essgestört bin sondern mich früher auch selbstverletzt habe und suizidgefährdet ist es eben für mich wirklich gefährlich mich nach einer krassen Therapiestunde alleine zulassen. Dazu muss ich sagen, dass dieser Druck sich selbst zu verletzen oder sogar mehr immernoch nicht wirklich weg ist (nach fast 3 Jahren )....
Aber das zweite Problem ist eben, dass ich auch wirklich eine Klinik bräuchte wo ich jeden Tag Therapie habe und nicht nur 2-3 mal die Woche (so ist es ja leider in vielen Kliniken). In der Psychiatrie in der ich mal war hatte ich sogar nur 1mal die Woche Therapie, das bringt mir ehrlich gesagt wenig.

Das Trauma hinter der PTBS ist aber auch jetzt noch weitesgehend zugeschüttet (ist 10 Jahre her), ich war bis jetzt immer zu labil um das anzugehen.

Doch, leider sind weitere Monate ein Problem. In der Klinik wäre alles gut aber die Zeit in der ich noch zuhause wäre, wäre definitiv ein Problem, denn bei mir zuhause ist es kaum aushaltbar (laaange Geschichte...), auch meine Therapeutin sagt mir immer wieder, dass ich so schnell wie möglich ausziehen muss. Aufgrund meiner familiären Situation hatte ich allein im letzten halben Jahr 2 Nervenzusammenbrüche.

Achso...
wäre denn nicht eine therapeutische Wohngemeinschaft für Essgestörte etwas für dich? Je nach festgelegter Betreuungsintensität wirst du für Jugendhilfe oder Erwachsenenhilfe eingestuft. Das unterscheidet sich einfach in der STundenzahl an Therapeuten und im Betreuungsangebot (Erwachsene = Tagsüber; Jugendliche 24 Std). Das heißt, dass immer jemand da ist, in den offenen Räumen. Aber dennoch leben alle in eigenen WGs und haben auch entsprechend Privatsphäre. Es bietet also den Zwischenschritt von Klinik und alleine Leben.
Als weiteren Schritt gibt es dann häufig mobile Betreuung, wenn du schon weiter bist, dann lebst du quasi extern mit einer Mitbewohnerin der Einrichtung zusammen und ihr kommt selbstständig regelmäßig zur Therapie, etc vorbei.

Es klingt sehr sinnvoll dich bei deinen psychischen Kriesen und auch essstörungstechnisch zu unterstützen. Eine Alltagsbeschäftigung ist natürlich erwünscht! Da kümmerst du dich zusammen mit deiner Bezugsbetreuung um Studienplatz, Praktikum, was auch immer...
Nach intensiven Gesprächen gibts dann immer die Möglichkeit in Betreuung zu bleiben, vor allem wenn du Druck hast, wirst du unterstützt, gehalten, getröstet, was auch immer du brauchst.

Ich weiß jetzt gar nicht wo du wohnst, aber die "Mutter" dieser Einrichtungen, ist ANAD in München. https://www.anad.de/startseite/

Es gibt natürlich noch viele andere dieser Einrichtungen, einfach mal googeln - vielleicht in der Nähe wo dein Studiengang angeboten wird.
In vielen deutschen Großstädten wird das angeboten. Beantragt wird das beim Jugend/Sozialamt.

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16. Juni 2015 um 7:05
In Antwort auf weltenmalerin

Danke
früher hatte ich leider keine Gelegenheit zu antworten, sorry.

@ Lenchen: Ich weiß, dass ich am besten noch zunehmen sollte. Möchte auch noch bis 60kg zunehmen, das sind noch 6 Kilo (bin jetzt bei etwas unter 19 um genau zu sein) und dann wäre ich mit einer Größe von 171 bei 20,5.
Ja mit meiner Thera habe ich darüber oft gesprochen... Ich sollte ja auch in eine bestimmte Klinik aber die hat meine KK nicht bezahlt, bzw. sie bezahlen nur Psychiatrien (will ich absolut nicht hin). Bald könnte ich aber wieder einen neuen Antrag stellen, deswegen frage ich.
Ehrlich gesagt (ich weiß es ist blöd) aber ich habe etwas Angst davor dass mir dort die Diagnose Essstörung sozusagen "weggenommen" wird. Nicht weil ich nicht gesund werden möchte, sondern weil ich es einfach noch nicht bin. Ich bin normalgewichtig und esse im Moment auch normal aber gedankenmäßig bin ich noch seeehr labil, es reicht schon ein triggernder Moment und ich falle wieder zurück.
Außerdem habe ich immernoch oft starken Brechdruck bzw. den Drang zu hungern, ich kann es halt nur verdrängen.

@kiks89: Ja das ist eben das Problem. Da ich leider nicht nur essgestört bin sondern mich früher auch selbstverletzt habe und suizidgefährdet ist es eben für mich wirklich gefährlich mich nach einer krassen Therapiestunde alleine zulassen. Dazu muss ich sagen, dass dieser Druck sich selbst zu verletzen oder sogar mehr immernoch nicht wirklich weg ist (nach fast 3 Jahren )....
Aber das zweite Problem ist eben, dass ich auch wirklich eine Klinik bräuchte wo ich jeden Tag Therapie habe und nicht nur 2-3 mal die Woche (so ist es ja leider in vielen Kliniken). In der Psychiatrie in der ich mal war hatte ich sogar nur 1mal die Woche Therapie, das bringt mir ehrlich gesagt wenig.

Das Trauma hinter der PTBS ist aber auch jetzt noch weitesgehend zugeschüttet (ist 10 Jahre her), ich war bis jetzt immer zu labil um das anzugehen.

Doch, leider sind weitere Monate ein Problem. In der Klinik wäre alles gut aber die Zeit in der ich noch zuhause wäre, wäre definitiv ein Problem, denn bei mir zuhause ist es kaum aushaltbar (laaange Geschichte...), auch meine Therapeutin sagt mir immer wieder, dass ich so schnell wie möglich ausziehen muss. Aufgrund meiner familiären Situation hatte ich allein im letzten halben Jahr 2 Nervenzusammenbrüche.

Oh je,
Klar, dann verstehe ich natürlich, dass da ein paar Monate sehr ausschlaggebend für dich sind.

Diesen Druck zu verspüren kenn ich nur zu gut.
Ich habe mich früher auch selbst verletzt. Als ich das dann in Griff bekommen habe, trank ich übermäßig viel Alkohol, bis ich ein Problem entwickelt habe. Als ich das dann angegangen bin und mit dem Trinken aufhörte, entstand die Essstörung.
Ich habe bei mir beobachtet, dass da heute ein Schema erkennbar ist. Immer, wenn es gerade mit dem Essen gut klappt, spüre ich diesen Druck nach der Selbstverletzung oder eben nach Alkohol.

Ich finde es so unglaublich schwer, ständig gegen diesen Drang "etwas dummes zu tun" anzukämpfen und gleichzeitig die eigentlichen Themen zu bearbeiten.
Deswegen kann ich dein Dilemma und Verzweiflung (?) absolut nachempfinden.

Ich finde den Vorschlag mit der Wohngruppe sehr passend, aus den Infos, die du hier genannt hast.

Ich wohne heute mit meinem Freund zusammen, ein wundervoller Mensch. Ich versuche immer einen Balance zu finden zwischen Ehrlich über meinen Derzeitigen Gesundheitszustand und nicht abladen aller Probleme bei ihm, um ihn nicht zu überfordern.
Das ist nicht immer leicht und in der ein oder anderen Sotuation merke ich, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, ob ich mit ihm spreche oder mit einer geschulten Person. Und ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass er kein Therapeut o.ä. ist und ich bestimmtes Verhalten nicht von ihm verlangen kann.
Aber Ich Merke, dass es mir sehr gut tut, dass ich weiß, dass immer jemand da ist. Als ich in dieser Wohnung noch alleine wohnte, ging es mir deutlich schlechter, einfach weil ich alles alleine stemmen musste und immer wieder in völlige Überforderung gekommen bin.

Ich kann mir vorstellen, dass so eine Betreuung sehr hilfreich wäre und für den Anfang wäre es bestimmt positiv nicht allein 5000 Sachen gleichzeitig Regeln zu müssen, sondern Unterstützung zu haben, um organisatorisches zu meistern, oder um einfach mal zu reden, wenn es Dir nicht so gut geht.

Ich finde, man kann aus deinem Text heraus lesen, dass du sehr viel Kraft hast, auch wenn du sie vielleicht nicht immer spürst. Und du setzt gerade alles daran, um deine Situation zu verändern, dir eine Basis zu schaffen um irgentwann wieder "gesund" zu sein.
Du hast mit Sicherheit noch einen super harten Weg vor dir, aber wenn du dein Ziel nicht aus den Augen verlierst, schaffst du es bestimmt irgentwann aus dem ganzen Dunkel heraus.
Ich finde diese Motivation, das beste für dich zu suchen sehr beeindruckend. Ich hoffe du schaffst das, gibst nicht auf und bewahrst dir diese tolle Eigenschaft!
Alles Gute für dich!!!

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16. Juni 2015 um 18:41
In Antwort auf blamimibla

Hallo Weltenmalerin,
in Dresden (Waldschlösschen!?) gibt es bspw. eine sehr schöne und gute Klinik für Traumatherapien, wo du für mehrere Intervalle hingehst und dazwischen natürlich Zeit verstreichen lässt. Die Bewilligungen war nach meinen Erfahrungen her okay und die Wartezeit gar nicht so lang. Es gibt viele, viele Angebote! Yoga, Bogenschießen, Kunst, Körper, Chi Gong, etc... also da wird dir nicht langweilig.
Es gibt ansonsten noch für Personen mit ES noch ne Gruppe und ne Ernährungsberatung. Es wird auch gewogen und wenn du beginnst abzunehmen wird ein Vertrag verhandelt, dass es eine Grenze gibt, die du nicht unterschreiten darfst, sonst wird die Thera beendet. Aber mit dem Essen bist du absolut eigenverantwortlich am STart!

Die Diagnose der ES wird noch lang genug auf deinem Schein stehen, auch wenn du NG bist, steht da noch Anorexia Nervosa. Ich denke mal das wirst du gefühlt eher später als zu früh los.

Ich gratuliere dir natürlich zu deinem enormen Erfolg. Bleib tapfer und stark. Du hast so hart gekämpft und das ist einfach großartig!

Alles Liebe und Gute

Hallo
Eine rundum Essbetreuung brauche ich auch garnicht soo unbedingt, es reicht schon wenn ich etwas Druck bekomme wenn ich abnehme und Therapie habe.

Naja genau genommen habe ich auf dem Schein von meiner Thera garnicht Anorexie sondern Bulimie draufstehen (frag mich nicht warum, habe keine FAs...). In der Klinik in die ich wollte wiederum hieß es Anorexie, keine Ahnung vielleicht ist das Interpretationssache, meinetwegen können sie es auch Karl nennen

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16. Juni 2015 um 18:52
In Antwort auf weltenmalerin

Hallo
Eine rundum Essbetreuung brauche ich auch garnicht soo unbedingt, es reicht schon wenn ich etwas Druck bekomme wenn ich abnehme und Therapie habe.

Naja genau genommen habe ich auf dem Schein von meiner Thera garnicht Anorexie sondern Bulimie draufstehen (frag mich nicht warum, habe keine FAs...). In der Klinik in die ich wollte wiederum hieß es Anorexie, keine Ahnung vielleicht ist das Interpretationssache, meinetwegen können sie es auch Karl nennen

Klinik und Wohngemeinschaft
die Klinik hört sich super an, allerdings weiß z.b. meine Familie garnicht von der PTBS bzw. dem dahinter liegenden Trauma (ist auch gut so, alles mit meiner Thera besprochen) und ich habe etwas Angst, dass sie sich dann wundern...

Ne Wohngemeinschaft wäre überhaupt nichts für mich, besonders nichts mit anderen Essgestörten, weil ich sehr schnell getriggert werde und ich schon schlechte Erfahrungen mit solchen Wohngruppen gemacht habe.
Also son paar Wochen in einer Klinik kann ich aushalten aber auf Dauer ist das einfach nichts für mich...

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16. Juni 2015 um 19:00
In Antwort auf kiks89

Oh je,
Klar, dann verstehe ich natürlich, dass da ein paar Monate sehr ausschlaggebend für dich sind.

Diesen Druck zu verspüren kenn ich nur zu gut.
Ich habe mich früher auch selbst verletzt. Als ich das dann in Griff bekommen habe, trank ich übermäßig viel Alkohol, bis ich ein Problem entwickelt habe. Als ich das dann angegangen bin und mit dem Trinken aufhörte, entstand die Essstörung.
Ich habe bei mir beobachtet, dass da heute ein Schema erkennbar ist. Immer, wenn es gerade mit dem Essen gut klappt, spüre ich diesen Druck nach der Selbstverletzung oder eben nach Alkohol.

Ich finde es so unglaublich schwer, ständig gegen diesen Drang "etwas dummes zu tun" anzukämpfen und gleichzeitig die eigentlichen Themen zu bearbeiten.
Deswegen kann ich dein Dilemma und Verzweiflung (?) absolut nachempfinden.

Ich finde den Vorschlag mit der Wohngruppe sehr passend, aus den Infos, die du hier genannt hast.

Ich wohne heute mit meinem Freund zusammen, ein wundervoller Mensch. Ich versuche immer einen Balance zu finden zwischen Ehrlich über meinen Derzeitigen Gesundheitszustand und nicht abladen aller Probleme bei ihm, um ihn nicht zu überfordern.
Das ist nicht immer leicht und in der ein oder anderen Sotuation merke ich, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, ob ich mit ihm spreche oder mit einer geschulten Person. Und ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass er kein Therapeut o.ä. ist und ich bestimmtes Verhalten nicht von ihm verlangen kann.
Aber Ich Merke, dass es mir sehr gut tut, dass ich weiß, dass immer jemand da ist. Als ich in dieser Wohnung noch alleine wohnte, ging es mir deutlich schlechter, einfach weil ich alles alleine stemmen musste und immer wieder in völlige Überforderung gekommen bin.

Ich kann mir vorstellen, dass so eine Betreuung sehr hilfreich wäre und für den Anfang wäre es bestimmt positiv nicht allein 5000 Sachen gleichzeitig Regeln zu müssen, sondern Unterstützung zu haben, um organisatorisches zu meistern, oder um einfach mal zu reden, wenn es Dir nicht so gut geht.

Ich finde, man kann aus deinem Text heraus lesen, dass du sehr viel Kraft hast, auch wenn du sie vielleicht nicht immer spürst. Und du setzt gerade alles daran, um deine Situation zu verändern, dir eine Basis zu schaffen um irgentwann wieder "gesund" zu sein.
Du hast mit Sicherheit noch einen super harten Weg vor dir, aber wenn du dein Ziel nicht aus den Augen verlierst, schaffst du es bestimmt irgentwann aus dem ganzen Dunkel heraus.
Ich finde diese Motivation, das beste für dich zu suchen sehr beeindruckend. Ich hoffe du schaffst das, gibst nicht auf und bewahrst dir diese tolle Eigenschaft!
Alles Gute für dich!!!


ja genauso ist es bei mir auch... Ist die Essstörung grade abwesend, steigt der Druck nach Svv usw. Grade im Moment bekomme ich das wieder stark zu spüren, ich brauche einfach immer irgendwas zum "betäuben".
Ich weiß auch mittlerweile, dass sowohl Svv, brechen und hungern bei mir das gleiche Gefühl auslöst. Es ist so ein Tunnelblick, Gefühle usw. kommen nicht mehr an mich ran, ich habe kein Zeitgefühl mehr... Im Moment suche ich nach etwas "gesundem" um das zu ersetzen.

Ich wohne ja auch mit meinem Freund zusammen, aber noch in meinem Elternhaus. Er ist damals zu mir gekommen, weil er sozusagen kein "zuhause" mehr hatte und noch nicht ausziehen konnte.
Das tut mir auch definitiv gut, die ES ist mittlerweile zum Glück nicht mehr Hauptbestandteil unserer Beziehung, das haben wir in den Griff bekommen. Aber grade wenn ich mal vergesse zu essen oder einen mini-Rückfall habe kommt er sehr gut an mich ran.
Aber natürlich war er auch oft überfordert, wenn es mir sehr schlecht ging/geht, wie du sagtest mein und dein Freund sind eben keine Psychologen o.ä.
Aber wir haben beide viel mitgemacht und können einander trotz unterschiedlicher Erlebnisse gut verstehen.

Danke, das ist echt ein liebes Kompliment. Meine Therapeutin sagt auch immer, dass ich eigentlich ein Mensch bin der sich nicht unterbuttern lässt, immer wieder aufsteht usw. deswegen werde ich das auch schaffen

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16. Juni 2015 um 19:15
In Antwort auf weltenmalerin

Klinik und Wohngemeinschaft
die Klinik hört sich super an, allerdings weiß z.b. meine Familie garnicht von der PTBS bzw. dem dahinter liegenden Trauma (ist auch gut so, alles mit meiner Thera besprochen) und ich habe etwas Angst, dass sie sich dann wundern...

Ne Wohngemeinschaft wäre überhaupt nichts für mich, besonders nichts mit anderen Essgestörten, weil ich sehr schnell getriggert werde und ich schon schlechte Erfahrungen mit solchen Wohngruppen gemacht habe.
Also son paar Wochen in einer Klinik kann ich aushalten aber auf Dauer ist das einfach nichts für mich...

Ah okay!
Es gibt allerdings auch betreute Wohnformen für Menschen/Frauen mit eben anderen psychischen Erkrankungen.
Ich kann deine Bedenken verstehen, manche Frauen hatten echt ein riesengroßes Abgrenzungsproblem anderen gegenüber - und andere hatten da gar kein Problem mit.
In den ES-WGs gehts auch gar nicht um ne rund um die Uhr Essensbetreuung, es natürlich für Frauen die viel weiter sind ganz andere Absprachen zu diesen Themen.
Auf der einen Seite ist WG nix für dich, auf der anderen Seite ist das auf dich gestellt sein schwierig. Klingt als müsstest du vielleicht "so oder so" abstriche machen.

Wenn deine Familie gar nicht konstruktiv für dich ist, dann wäre es doch Grund genug längst ausgezogen zu sein? Ich meine mit entsprechenden Schriftstücken deiner Ärzte und deiner Thera wird das Amt dir das sicher übernehmen. Und da ist es ja eher egal, welche WErte du da vertrittst, aber du solltest schon machen, dass du da weg kommst.

In der Klinik in Dresden kommen natürlich alle aus verschiedenen Störungsbereichen zusammen - gibt da auch welche mit multipler Persönlichkeit, etc... Hab schon interessante Geschichten gehört.

Ja, das mit den Diagnosen ist wie du schon sagst... die könnten da auch Karl draufschreiben... Die sind da ganz frei in ihrer Diagnose... wenn die richtig wild werden, wird die Essstörung sogar 2-zeilig betitelt... sowas wie "Anorexia Nervosa basierend auf einer xy-Persönlichkeit" blablabla...
Du solltest dir wirklich Gedanken zu deiner Wohnsituation machen. Ich weiß ja nicht was SVV bei dir heißt und ob es für dich sowas wie "sicheren raum" gibt. Ob du nach deinen SElbstverletzungen genäht oder getaped werden musst, etc.
Psychiatrie ist immer doof, ich war da selbst auch schon, und da hindert dich keine direkt daran dich selbst zu verletzen, außer du meldest dich und sitzt dann in der Beobachtung oder so rum... Gibts vielleicht sinnvollel angebote? Manchmal gibts ambulante Angebote der Psychiatrie für Borderliner - im Sinne von Druck, Umgang, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, etc...

Liebe Weltenmalerin, du brauchst viele Veränderungen, da reicht eine Therapie alleine nicht aus. Wie siehst du das? Was denkst du zu den genannten Punkten? Was wünscht du dir?

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16. Juni 2015 um 23:19
In Antwort auf blamimibla

Ah okay!
Es gibt allerdings auch betreute Wohnformen für Menschen/Frauen mit eben anderen psychischen Erkrankungen.
Ich kann deine Bedenken verstehen, manche Frauen hatten echt ein riesengroßes Abgrenzungsproblem anderen gegenüber - und andere hatten da gar kein Problem mit.
In den ES-WGs gehts auch gar nicht um ne rund um die Uhr Essensbetreuung, es natürlich für Frauen die viel weiter sind ganz andere Absprachen zu diesen Themen.
Auf der einen Seite ist WG nix für dich, auf der anderen Seite ist das auf dich gestellt sein schwierig. Klingt als müsstest du vielleicht "so oder so" abstriche machen.

Wenn deine Familie gar nicht konstruktiv für dich ist, dann wäre es doch Grund genug längst ausgezogen zu sein? Ich meine mit entsprechenden Schriftstücken deiner Ärzte und deiner Thera wird das Amt dir das sicher übernehmen. Und da ist es ja eher egal, welche WErte du da vertrittst, aber du solltest schon machen, dass du da weg kommst.

In der Klinik in Dresden kommen natürlich alle aus verschiedenen Störungsbereichen zusammen - gibt da auch welche mit multipler Persönlichkeit, etc... Hab schon interessante Geschichten gehört.

Ja, das mit den Diagnosen ist wie du schon sagst... die könnten da auch Karl draufschreiben... Die sind da ganz frei in ihrer Diagnose... wenn die richtig wild werden, wird die Essstörung sogar 2-zeilig betitelt... sowas wie "Anorexia Nervosa basierend auf einer xy-Persönlichkeit" blablabla...
Du solltest dir wirklich Gedanken zu deiner Wohnsituation machen. Ich weiß ja nicht was SVV bei dir heißt und ob es für dich sowas wie "sicheren raum" gibt. Ob du nach deinen SElbstverletzungen genäht oder getaped werden musst, etc.
Psychiatrie ist immer doof, ich war da selbst auch schon, und da hindert dich keine direkt daran dich selbst zu verletzen, außer du meldest dich und sitzt dann in der Beobachtung oder so rum... Gibts vielleicht sinnvollel angebote? Manchmal gibts ambulante Angebote der Psychiatrie für Borderliner - im Sinne von Druck, Umgang, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, etc...

Liebe Weltenmalerin, du brauchst viele Veränderungen, da reicht eine Therapie alleine nicht aus. Wie siehst du das? Was denkst du zu den genannten Punkten? Was wünscht du dir?

Achtung Trigger
ich glaube nicht unbedingt, dass ich Abstriche machen muss, denn mit meinem Freund in einer Wohnung würde ich sicherlich klar kommen. Davor bzw. dann würde ich eben auch noch in eine Klinik gehen und ambulante Therapie ist für mich sowieso ein MUSS. Sobald die Bescheide von den Unis raus sind und ich weiß wo es hin geht, werde ich mich dort auf sämtliche Wartelisten schreiben lassen

Ich bin erst vor kurzem 18 geworden, von daher konnte ich nicht ausziehen, denn meine Eltern hätten nicht eingewilligt. Und ich hätte außerdem wahrscheinlich kein oder bzw. nur mit ewigem Theater Geld bewilligt bekommen, hatte mich ja informiert
Svv bedeutet bei mir mit Nähen usw. ja. Einmal war es nur ganz knapp, da hätte ich mit etwas weniger Glück sterben können. Bin aber auch seit 2 1/2 Jahren clean mittlerweile
Als ich in der Psychiatrie war wurde ich schon vom SVV abgehalten, weil dort immer die Taschen und Zimmer durchsucht wurden, Messer waren abgeschlossen, Rasierer durfte man nicht benutzen, Deo nicht ....
Aber dort bin ich nach 5 Wochen durch gedreht, weil ich nirgendwo alleine sein konnte, alles verboten usw. Wenn ich mich eingesperrt fühle drehe ich durch.

Zu den Veränderungen: Ich wünsche mir wahnsinnig dass sich vieles ändert. Ich weiß selbst, dass ich hier nicht mehr bleiben kann und möchte das auch nicht. Ich brauche halt nur auch ziemlich viel Freiheit und muss auch mal alleine sein, weil ich nur dann das machen kann was ich gerne mache: Kunst und Philosophie. Ich bin da etwas speziell, das ist natürlich schwierig aber ich glaube, dass man da eine Lösung finden kann (wie oben beschrieben)

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16. Juni 2015 um 23:36
In Antwort auf weltenmalerin

Achtung Trigger
ich glaube nicht unbedingt, dass ich Abstriche machen muss, denn mit meinem Freund in einer Wohnung würde ich sicherlich klar kommen. Davor bzw. dann würde ich eben auch noch in eine Klinik gehen und ambulante Therapie ist für mich sowieso ein MUSS. Sobald die Bescheide von den Unis raus sind und ich weiß wo es hin geht, werde ich mich dort auf sämtliche Wartelisten schreiben lassen

Ich bin erst vor kurzem 18 geworden, von daher konnte ich nicht ausziehen, denn meine Eltern hätten nicht eingewilligt. Und ich hätte außerdem wahrscheinlich kein oder bzw. nur mit ewigem Theater Geld bewilligt bekommen, hatte mich ja informiert
Svv bedeutet bei mir mit Nähen usw. ja. Einmal war es nur ganz knapp, da hätte ich mit etwas weniger Glück sterben können. Bin aber auch seit 2 1/2 Jahren clean mittlerweile
Als ich in der Psychiatrie war wurde ich schon vom SVV abgehalten, weil dort immer die Taschen und Zimmer durchsucht wurden, Messer waren abgeschlossen, Rasierer durfte man nicht benutzen, Deo nicht ....
Aber dort bin ich nach 5 Wochen durch gedreht, weil ich nirgendwo alleine sein konnte, alles verboten usw. Wenn ich mich eingesperrt fühle drehe ich durch.

Zu den Veränderungen: Ich wünsche mir wahnsinnig dass sich vieles ändert. Ich weiß selbst, dass ich hier nicht mehr bleiben kann und möchte das auch nicht. Ich brauche halt nur auch ziemlich viel Freiheit und muss auch mal alleine sein, weil ich nur dann das machen kann was ich gerne mache: Kunst und Philosophie. Ich bin da etwas speziell, das ist natürlich schwierig aber ich glaube, dass man da eine Lösung finden kann (wie oben beschrieben)

Das klingt doch wunderbar!
Wäre es denn eine Option mit deinem Freund zusammen zu ziehen? Wäre das auch für ihn Zumutbar?
Kunst und Philosophie sind wunderschöne Hobbies, wenn du es zulässt und dich tief darin verlierst, kannst du auch deinen Schmerz darin auflösen und vieles Überwinden. Aber meistens blockieren uns, unsere Störungen um ganz und gar darin aufzugehen.

Ach Liebes, hättest du eher was gesagt, oder wäre ich eher aufmerksam gewesen. Auch vor der Volljährigkeit kannst du "problemlos" ausziehen - auch wenn es nicht die eigene Wohnung gewesen wäre, aber ich denke die meisten Wohnformen sind besser, als dein Elternhaus - vor allem, weil es ja nur bis zum 18. gewesen wäre. Schade, dass dir nicht vernünftig geholfen wurde!

Es ist super, dass du schon so lange SVV frei bist und so voller Tatendrang bist und die Dinge so klar siehst. Am Besten du stellst bei den Unis auch gleich einen Härtefallantrag mit und legst ein Schreiben deiner Therapeutin bei, sodass sie chancen auf einen Studienplatz noch weiter steigen. Auch im Studium macht es Sinn, gleich den chronisch Kranken Status anzugeben, um dir selbst die Vereinbarkeit von Alltag, Therapien und Studium (oder auch "Krankheitssemester") zu vereinfachen.

(Spricht eigentlich sehr für deine Psychiatrie, dass gut auf die Patienten aufgepasst wird. Ich kenne das gaaaaaaaaanz anders. Aber natürlich verstehe ich deine Gefühle dazu!)

Ich finde du machst das gerade richtig toll!

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17. Juni 2015 um 7:59
In Antwort auf weltenmalerin


ja genauso ist es bei mir auch... Ist die Essstörung grade abwesend, steigt der Druck nach Svv usw. Grade im Moment bekomme ich das wieder stark zu spüren, ich brauche einfach immer irgendwas zum "betäuben".
Ich weiß auch mittlerweile, dass sowohl Svv, brechen und hungern bei mir das gleiche Gefühl auslöst. Es ist so ein Tunnelblick, Gefühle usw. kommen nicht mehr an mich ran, ich habe kein Zeitgefühl mehr... Im Moment suche ich nach etwas "gesundem" um das zu ersetzen.

Ich wohne ja auch mit meinem Freund zusammen, aber noch in meinem Elternhaus. Er ist damals zu mir gekommen, weil er sozusagen kein "zuhause" mehr hatte und noch nicht ausziehen konnte.
Das tut mir auch definitiv gut, die ES ist mittlerweile zum Glück nicht mehr Hauptbestandteil unserer Beziehung, das haben wir in den Griff bekommen. Aber grade wenn ich mal vergesse zu essen oder einen mini-Rückfall habe kommt er sehr gut an mich ran.
Aber natürlich war er auch oft überfordert, wenn es mir sehr schlecht ging/geht, wie du sagtest mein und dein Freund sind eben keine Psychologen o.ä.
Aber wir haben beide viel mitgemacht und können einander trotz unterschiedlicher Erlebnisse gut verstehen.

Danke, das ist echt ein liebes Kompliment. Meine Therapeutin sagt auch immer, dass ich eigentlich ein Mensch bin der sich nicht unterbuttern lässt, immer wieder aufsteht usw. deswegen werde ich das auch schaffen

Das hört sich gut an!
Schön für dich, dass du einen Menschen hast, mit dem du alles teilen kannst und deine Zukunft planst.

Ja... Diese ewige Suche nach den Ersatzbeschäftigungen... Ich drück dir die Daumen, dass du bald etwas findest, was dich befriedigt.

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17. Juni 2015 um 19:27
In Antwort auf blamimibla

Das klingt doch wunderbar!
Wäre es denn eine Option mit deinem Freund zusammen zu ziehen? Wäre das auch für ihn Zumutbar?
Kunst und Philosophie sind wunderschöne Hobbies, wenn du es zulässt und dich tief darin verlierst, kannst du auch deinen Schmerz darin auflösen und vieles Überwinden. Aber meistens blockieren uns, unsere Störungen um ganz und gar darin aufzugehen.

Ach Liebes, hättest du eher was gesagt, oder wäre ich eher aufmerksam gewesen. Auch vor der Volljährigkeit kannst du "problemlos" ausziehen - auch wenn es nicht die eigene Wohnung gewesen wäre, aber ich denke die meisten Wohnformen sind besser, als dein Elternhaus - vor allem, weil es ja nur bis zum 18. gewesen wäre. Schade, dass dir nicht vernünftig geholfen wurde!

Es ist super, dass du schon so lange SVV frei bist und so voller Tatendrang bist und die Dinge so klar siehst. Am Besten du stellst bei den Unis auch gleich einen Härtefallantrag mit und legst ein Schreiben deiner Therapeutin bei, sodass sie chancen auf einen Studienplatz noch weiter steigen. Auch im Studium macht es Sinn, gleich den chronisch Kranken Status anzugeben, um dir selbst die Vereinbarkeit von Alltag, Therapien und Studium (oder auch "Krankheitssemester") zu vereinfachen.

(Spricht eigentlich sehr für deine Psychiatrie, dass gut auf die Patienten aufgepasst wird. Ich kenne das gaaaaaaaaanz anders. Aber natürlich verstehe ich deine Gefühle dazu!)

Ich finde du machst das gerade richtig toll!

.
naja wie gesagt wir wohnen eh schon zusammen, nur eben bei meinen Eltern. Mittlerweile kann man ihm das glaube ich schon zumuten, ich bin schon vieeeeeel vieeel freier im Essen und auch so ist das Leben einfach viel leichter und unkomplizierter geworden. Er will ja auch mit mir zusammenziehen (das einzige Manko wäre höchstens mein Hang zum Chaos ).

Naja im Nachhinein ist es halt echt blöd dass mir niemand geholfen hat, war ja sogar beim Schulsozialarbeiter aber der hat mir nur eingeredet ich solle doch zuhause wohnen bleiben (hätte ich mir schon denken können, weil die Probleme in unserer Familie zeigen sich erst so richtig wenn du drin lebst, sonst scheint alles sehr harmonisch)

Aber ich habe etwas Angst... Meinst du nicht es kommt komisch, wenn ich Psychologie (Bachelor) und Kunsttherapie (Master) studieren möchte obwohl ich gleichzeitig die psychisch Kranke bin? Also ich habe da ja mit meiner Thera drüber geredet, sie schätzt mich schon so ein, dass wenn ich so weitermache ich eine gute Kunsttherapeutin werden kann und mir die Erfahrungen auch helfen können... Aber wenn wirklich jeder weiß dass ich krank bin....


Haha, ja das ist auch das einzige was für diese Psychiatrie spricht, denn ich wurde komplett mit Medis vollgepumpt, mir wurde gesagt "ein paar mal kotzen am Tag wäre nicht so schlimm, solange ich nicht untergewichtig wäre" und ich hatte in 5 Wochen 2 mal Einzeltherapie und auch die anderen Therapien sind eigentlich sogut wie immer ausgefallen. Also da ziehen mich keine 10 Pferde mehr hin

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17. Juni 2015 um 21:22
In Antwort auf weltenmalerin

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naja wie gesagt wir wohnen eh schon zusammen, nur eben bei meinen Eltern. Mittlerweile kann man ihm das glaube ich schon zumuten, ich bin schon vieeeeeel vieeel freier im Essen und auch so ist das Leben einfach viel leichter und unkomplizierter geworden. Er will ja auch mit mir zusammenziehen (das einzige Manko wäre höchstens mein Hang zum Chaos ).

Naja im Nachhinein ist es halt echt blöd dass mir niemand geholfen hat, war ja sogar beim Schulsozialarbeiter aber der hat mir nur eingeredet ich solle doch zuhause wohnen bleiben (hätte ich mir schon denken können, weil die Probleme in unserer Familie zeigen sich erst so richtig wenn du drin lebst, sonst scheint alles sehr harmonisch)

Aber ich habe etwas Angst... Meinst du nicht es kommt komisch, wenn ich Psychologie (Bachelor) und Kunsttherapie (Master) studieren möchte obwohl ich gleichzeitig die psychisch Kranke bin? Also ich habe da ja mit meiner Thera drüber geredet, sie schätzt mich schon so ein, dass wenn ich so weitermache ich eine gute Kunsttherapeutin werden kann und mir die Erfahrungen auch helfen können... Aber wenn wirklich jeder weiß dass ich krank bin....


Haha, ja das ist auch das einzige was für diese Psychiatrie spricht, denn ich wurde komplett mit Medis vollgepumpt, mir wurde gesagt "ein paar mal kotzen am Tag wäre nicht so schlimm, solange ich nicht untergewichtig wäre" und ich hatte in 5 Wochen 2 mal Einzeltherapie und auch die anderen Therapien sind eigentlich sogut wie immer ausgefallen. Also da ziehen mich keine 10 Pferde mehr hin

Hahaha
Du willst Kunsthterapie studieren? Wo denn?
Ich hab 3 Trimester lang den Bachelor studiert, bin durchgedreht und hab abgebrochen. Bin total traumatisiert seitdem und Zeichne und Male nicht mehr - so viel zum Thema mut machen.

Nee, du... im Psychologiestudium sind nur gestörte Gestalten... richtig übel! Und beim KT-Studium waren wir auf 28 Leute schonmal 4 oder 5 Essgestörte und normal oder "gesund" war da niemand.
Da fällst du so erstmal gar nicht auf. (Höchstens wenn du unter den KT's nicht kiffst oder so... )

Außerdem ist es schon von Vorteil selbst mal Betroffene GEWESEN zu sein, weil du ja dann ein besonderes Einfühlungsvermögen für all diese Dinge hast. Aber dafür solltest du auf jeden Fall gesund sein und deine Therapien erfolgreich durchlaufen haben!

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17. Juni 2015 um 23:24
In Antwort auf blamimibla

Hahaha
Du willst Kunsthterapie studieren? Wo denn?
Ich hab 3 Trimester lang den Bachelor studiert, bin durchgedreht und hab abgebrochen. Bin total traumatisiert seitdem und Zeichne und Male nicht mehr - so viel zum Thema mut machen.

Nee, du... im Psychologiestudium sind nur gestörte Gestalten... richtig übel! Und beim KT-Studium waren wir auf 28 Leute schonmal 4 oder 5 Essgestörte und normal oder "gesund" war da niemand.
Da fällst du so erstmal gar nicht auf. (Höchstens wenn du unter den KT's nicht kiffst oder so... )

Außerdem ist es schon von Vorteil selbst mal Betroffene GEWESEN zu sein, weil du ja dann ein besonderes Einfühlungsvermögen für all diese Dinge hast. Aber dafür solltest du auf jeden Fall gesund sein und deine Therapien erfolgreich durchlaufen haben!

Oh
kannst du mir mal genau beschreiben woran es lag im Studium? Und darf ich fragen wo du studiert hast? Ich möchte eben erst den Psychologie Bachelor machen, weil eben Kunsttherapie schon sehr speziell ist und es ja auch (wie man bei dir sehen kann) schief gehen kann. Ich kann ja auch nicht zu 100%iger Wahrscheinlichkeit sagen kann, dass mir das Studium gefällt, aber wer kann das schon
Die einzige Angst bei Psychologie wiederum ist, dass ich den Mathe-Kram nicht schaffe (war immer mein schlechtestes Fach, auch wenn ich auch da immer gut 3 stand).

Ok, dann würde ich dort definitiv schon auffallen, ich nehme keine Drogen

Ja, genau das hat mir meine Thera auch gesagt. Ich war zum Beispiel auch mal bei einer Beratungsstelle und die Frau dort hatte auch früher eine Essstörung, mir ist aufgefallen, dass sie mich einfach sofort ernst genommen hat, mich besser verstanden usw. Und ich habe halt in vielen Bereichen solche Erfahrungen gemacht. Depressionen, ES, PTBS, Traumata, physische und psychische Gewalt, Suizid bzw. Suizidgedanken, sexueller Missbrauch, Behinderungen sowohl körperlich als auch geistig und Lernbehinderungen, Mobbing, generell das Gefühl "anders" zu sein, Drogensucht... Mit den Dingen kann ich aber mittlerweile echt gut umgehen, zum Beispiel mit behinderten und psychisch Kranken Menschen bin ich sozusagen aufgewachsen. Außerdem hat meine Thera mal zu mir gesagt, dass sie sich zeitweise fühlt als würde sie sich mit einer Kollegin unterhalten (wenn wir über andere, nicht über mich selbst gesprochen haben) und da war ich 15

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18. Juni 2015 um 16:33
In Antwort auf weltenmalerin

Oh
kannst du mir mal genau beschreiben woran es lag im Studium? Und darf ich fragen wo du studiert hast? Ich möchte eben erst den Psychologie Bachelor machen, weil eben Kunsttherapie schon sehr speziell ist und es ja auch (wie man bei dir sehen kann) schief gehen kann. Ich kann ja auch nicht zu 100%iger Wahrscheinlichkeit sagen kann, dass mir das Studium gefällt, aber wer kann das schon
Die einzige Angst bei Psychologie wiederum ist, dass ich den Mathe-Kram nicht schaffe (war immer mein schlechtestes Fach, auch wenn ich auch da immer gut 3 stand).

Ok, dann würde ich dort definitiv schon auffallen, ich nehme keine Drogen

Ja, genau das hat mir meine Thera auch gesagt. Ich war zum Beispiel auch mal bei einer Beratungsstelle und die Frau dort hatte auch früher eine Essstörung, mir ist aufgefallen, dass sie mich einfach sofort ernst genommen hat, mich besser verstanden usw. Und ich habe halt in vielen Bereichen solche Erfahrungen gemacht. Depressionen, ES, PTBS, Traumata, physische und psychische Gewalt, Suizid bzw. Suizidgedanken, sexueller Missbrauch, Behinderungen sowohl körperlich als auch geistig und Lernbehinderungen, Mobbing, generell das Gefühl "anders" zu sein, Drogensucht... Mit den Dingen kann ich aber mittlerweile echt gut umgehen, zum Beispiel mit behinderten und psychisch Kranken Menschen bin ich sozusagen aufgewachsen. Außerdem hat meine Thera mal zu mir gesagt, dass sie sich zeitweise fühlt als würde sie sich mit einer Kollegin unterhalten (wenn wir über andere, nicht über mich selbst gesprochen haben) und da war ich 15

Huhu,
also ich habe in Ottersberg (bei Bremen) studiert. Hier lag der Fokus eher auf der künstlerischen Tätigkeit, von früh bis spät im Atelier zu sein, ist also Pflicht, wenn du durchkommen willst. Nebenbei gabs wenig Seminare - es ist eine kleine private Hochschule. Mein persönliches Highlight lag am Mittwoch Abend, das Aktzeichnen war einfach voll mein Ding. Allerdings wurde halt mein Stil an sich eher wenig akzeptiert. Ich liebte schnelle Skizzen, eher weniger das malen, von Menschen. Dass ich da sehr perfektionistisch war kam auch nicht gut an. Im dritten Trimester hab ich eigentlich nur an einer Tonfigur rummodelliert, und aus Not der Pflicht irgendwelchen (für mich) abstrakten, leeren, inhaltslosen Müll plastiziert. Nach "uns" wurde das Studium aber umgestaltet. Das "Grundstudium" wird also anders durchlaufen.
Es ging sowieso irgendwie immer nur um was abstraktes... und gar nicht um detailverliebtheit, oder Genauigkeit... Meiner Meinung nach war man lediglich "frei" irgendwelchen Mist zu fabrizieren, zu krakeln... etc...
Natürlich geht es auch darum den Prozess zu durchleben, so wie der Klient ihn später auch erfährt. Aber ich kann es bei angehenden Professionellen einfach nicht schönreden, wenn da kein bisschen "Fertigkeiten" im Sinne von skizziere einen Stuhl, etc... da ist. (Das ist ja auch in der Arbeit mit Klienten wichtig!) Konnte ich einfach nicht verstehen!
Dass jedermanns Kunst ihre eigenen Qualitäten hat, möchte ich keinem Absprechen, aber das gehört meiner Meinung nach in die Freie Kunst.
Ja, irgendwie merkt man, dass das viel Frust bei mir ausgelöst hat und irgendwie frustriert es mich auch heute noch. Denn ich liebte es zu Zeichnen, mich auszuprobieren... Aber mit dem Abbruch hab ich das ganze Hobby verloren.
Der Dozent im 3. Semester hat mich durchfallen lassen, und er war auch einfach für mich persönlich die Hölle - ich wollte kein weiteres Semester mehr mit ihm verbringen... da wurde ich dann hochsuizidal und war für ca. 3 Wochen in der Psychiatrie zur Kriesenintervention - schnell den Borderlinestempel drauf - dann raus rein raus rein... usw.
Das war ekelhaft!

Also bei mir ist da einfach unglaublich viel zusammen gekommen - die "Hochphase" der Bulimie, dann der Finanzielle Schiffbruch, Ende mit dem Studium, etc.

In BaWü gibts auch ne Hochschule für KTH, da liegt der Schwerpunkt dann mehr auf Studieninhalten wie Theorie, und einem kleineren Teil an Kunst.

Bevor ich mich beworben hab dachte ich mir nur so... "Ich hab Bock auf Pädagogigk, Psychologie, Kunst..." und einfach spontan beworben, reingekommen - war ja auch alles easy peasy für mich. Der Anspruch an dein Können ist so miniklein... Du gehst nach der Bewerbung zur Orientierungswoche, ziehst das durch, legst dann deine Mappe + das Zeug aus der Woche vor. Und hast ein Gespräch. Bist dann ruckzuck drin und freust dich.

Also ich muss sagen, dass mir dort unglaublich viele liebe Menschen begegnet sind, aber auch richtige Volldullis die nix gepeilt haben und sich nur die Birne vollgekifft haben...
Die Studenten dort sind mehr so die Richtung Hippie... - so viel zum Thema Klischees und Kategorisierung. Ich bitte das zu entschuldigen bei diesem hochemotionalen - und scheinbar unverarbeiteten - Inhalten!

Ich kann dir nur sagen, schau dir das alles genau an, usw... Bremen ist z. B. ne tolle Stadt, ich finds viel schicker da, als jetzt in Hamburg.
(Ich hab nach meiner Krise angefangen in HH Soziale Arbeit zu studieren)

Joa... soviel zu meinen komplexen Erlebnissen da!

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