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Neustart der Hundertste.. aber jetzt richtig!

11. Juni 2013 um 14:01 Letzte Antwort: 12. Juni 2013 um 9:00

Hallo Leute!
Ich werde am Freitag wieder aus der Klinik entlassen. War jetzt 5 Monate in Behandlung. Gewichtsmäßig hat sich zwar nichts getan, dafür habe ich aber gelernt, die Hauptmahlzeiten bei mir zu behalten. Mein Ziel für zu Hause ist es, das auch so weiterzuführen d.h. Frühstück, Mittagessen und Abendessen behalten.
Das was dazwischen ist, ist mir erstmal "egal". Ich werde mir FAs, Hungerphasen und Erbrechen nicht "verbieten", weil ich gelernt hab, dass es mir nichts bringt wenn ich mir "antrainierte" Verhaltensweisen verbiete. Im Gegenteil, dadruch wird es nur schlimmer.
Ich werde jetzt noch 2 Wochen in die Schule gehen, dann sind Ferien. Ich werde versuchen meine Mahlzeiten auch kalorienmäßig einzuhalten, damit ich zumindest mein Gewicht halten kann. Das mit den Hauptmahlzeiten werde ich die nächsten Monate einfach mal so lassen und den Fokus nicht auf das "zwischendrin" lenken. Wenn das mit den Hauptmahlzeiten wirklich funktioniert und ich die Kontrolle behalten kann, werde ich mir weitere kleine(!) Ziele setzen.
Ich werde meine Therapie wieder aufnehmen, die ich auch vor der Klinik gemacht habe. Werde da auch regelmäßig Gewichtskontrollen haben und Blutabnahmen und EKGs (wg Elektrolyte).

Ich bin auf jeden Fall optimistisch. Ich möchte nicht wieder die Kontrolle verlieren und weiter abnehmen und nichts anderes am Tag machen als an Essen zu denken, Essen wieder loszuwerden und was weiß ich was...
Was haltet ihr von meinen Plänen? Findet ihr das auch in Ordnung mit meinen "kleinen" Zielen?! Habt ihr irgendwelche Ergänzungsvorschläge, Tipps, Anregungen, Kritik, was auch immer:..?!

ICh bin für Antworten sehr dankbar!

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11. Juni 2013 um 17:46

Hmm
weiss nicht so recht: kleine Ziele ok,mach ich auch,aber mit dem Gedanken nach Hause zu gehen,dass es ok ist die ZM nicht bei sich zubehalten find ich nicht gut! Dann könnte eins zum anderen kommen
Klar FA sollten wir kommen lassen,aber du solltest versuchen sie zugenießen,auch wenn es schwer ist. Sprich das doch noch mal an in der Klinik.

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11. Juni 2013 um 20:09

Kleine Ziele
Ich habe diesen "Plan" mit meiner Therapeutin in der Klinik besprochen und es kam eigentlich von ihr, dass ich mich erstmal mit den Hauptmahlzeiten zufrieden geben soll. Ich soll diese einhalten, nichts weglassen, danach nicht weiter "fressen" und das ganze behalten. So simpel das vielleicht für manche hier klingen mag, für mich ist das eine wirklich große Herausforderung. Ich hab die **** ES seit ich 12 bin, bin jetzt 18 und es geht einfach nicht von einen Tag auf den anderen. Ich war vor einem guten Jahr in einer anderen Klinik für 3 Monate, hab dort 15 kg zugenommen und als ich nach Hause gekommen bin, war ich so verbissen in meine Essenspläne und ins nicht- erbrechen, dass es einfach viel zu viel für mich geworden ist und ich innerhalb von 4 Monaten das ganze Gewicht plus noch 5 kg mehr abgenommen hab und mein Tag nur noch aus FAs und erbrechen bestanden ist.
Ich möchte diesen Fehler einfach nicht noch einmal machen und hab Angst, dass ich mich wieder genauso überfordern werde. Deshalb KLEINE Ziele und langsame Schritte. Habe ich ein Ziel erreicht, werde ich es stabilisieren, bis ich mir wirlich sicher bin, dass ichs so auch schaffen kann und dann kommt der nächste kleine Schritt Richtung Gesundheit.
Warum ich nichts zugenommen habe: Ich habe anfangs zugenommen sehr schnell sogar, war wie erwartet total damiit überfordert und habe anschließend alles und noch mehr wieder abgenommen. Ich habe ca. in der Hälfte vom Aufenthalt eigentlich alles erbrochen und konnte so gar nicht zunehmen (ich weiß, dass das unvernünftig und dumm ist). Das letzte Monathabe ich zuerst versucht eine Woche das Frühstück zu behalten, in der nächsten Woche früh und Mittag und ab da alle Hauptmahlzeiten. Und es hat mich wirklich viel Kraft gekostet und es gab auch einige Fehltritte, aber ich möchte weiter daran arbeiten und es schaffen. Wenn ich mir sicher bin, dass es funktioniert, werde ich eine ZM dazunehmen, dann noch eine und dann noch eine. So werde ich dann sowieso automatisch zunehmen und damit werde ich besser umgehen können.

Sorry für den ewig langen Text, aber ich hoffe ihr könnt es so besser verstehen?! Ich möchte wirklich niemanden verärgern, runterziehen oder glauben lassen, dass ich nicht ernsthaft gesund werden will, denn das MÖCHTE ich!!

Liebe Grüße

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12. Juni 2013 um 9:00

Ich
bin leider (jetzt bin ich froh, dass andere so gehandelt haben) unfreiwillig aufgenommen worden, weil ich zu schnell an Gewicht verloren habe. Ich war jetzt auf einer Psychosomatik für Kinder und Jugendliche, bin aber jetzt 18 geworden. Habe jetzt noch ein Monat freiwillig verlängern können, aber jetzt ist es soweit und sie können mich nicht mehr dabehalten bzw. auch nicht wieder aufnehmen. Also falls ich wieder irgendwohin stationär aufgenommen werden sollte, dann nicht in diesem kh. Aber ich möchte es jetzt wieder zu Hause probieren, ich war jetzt lange genug im Krankenhaus und ein halbes Jahr davor ja auch schon 3 Monate. Das ist doch kein schönes Leben, ständig im Krankenhaus zu sein..
Ich möchte es anpacken und zu Hause mit Unterstützung wieder ins Leben zurückfinden!!

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