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Neu hier - essgestört und Sportsucht - will raus!

14. Juli 2012 um 19:17 Letzte Antwort: 21. März 2016 um 10:19

(Vorsicht, sehr lang)
Inzwischen kann ich es nicht mehr verleugnen, dass ich eine Essstörung habe. Warum das jetzt gekommen ist (ich bin 40, verheiratet, ein Kind!), kann ich gar nicht sagen.

Ich habe die letzten Jahre einiges an Gewicht verloren durch mein leistungsmäßiges Lauftraining (bin eine sehr erfolgreiche Wettkampfläuferin). War aber immer relativ stabil vom Gewicht (1,67, 52 kg). Habe immer rel. fettarm und kalorienarm gegessen, eher wenig zu den Mahlzeiten, aber viel zwischendurch und gern auch abends kalorienarm genascht (zum Knabbern abends Popcorn usw.). Meine Periode ist bereits im Sommer 2011 ausgeblieben, ich nehme derzeit die Pille wegen des Östrogenspiegels.

Im Winter habe ich mein Sportpensum dann noch weiter erhöht (ohne gezielt abnehmen zu wollen, war ja objektiv schon sehr schlank bis dünn!) und die Ernährung war weiter extrem fettarm.
Da bin ich erstmals in Richtung 50 kg gerutscht. Habe begonnen, viel zu frieren, war öfter mal schlapp.
Irgendwie hat sich das weiter verstärkt. Noch mehr Sport (z.T. 6mal die Woche), weniger Fett + KHs. Im Frühjahr bin ich unter 50kg gerutscht und mein Essverhalten wird zunehmend zwanghafter. Inzwischen bin ich stark untergewichtig (derzeit unter 48 kg, BMI unter 17!)
Ich muss dazusagen, dass ich enorm muskulös und durchtrainiert bin, mein Körperfettanteil ist also sicher extremst niedrig. Man sieht jetzt Knochen, ich finde es optisch wirklich unschön (und mein Mann sowie mein Umfeld erst!).
Aber ich kann einfach nicht aufhören mit dem extremen Sport, jeden Tag und immer mehr. Mein Körper ist am Limit, ich baue immer mehr ab. Derzeit sieht es so aus:


-ich zähle immer grob die Kalorien von allem, was ich esse z. rechne zusammen; esse Unmengen Karotten und solche Sachen
-Schummle beim esse, habe auch schon Teile von Semmeln o.ä. verschwinden lassen, behaupte, gegessen zu haben usw.
-habe inzwischen bestimmt 15 Bücher zu dem Thema gelesen und sollte wissen, was los ist
-ständiges frieren
-meine Kleidung sieht aus wie an einem Kleiderbügel
-Probleme in meiner Ehe, kann noch weniger Nähe zulassen als vorher, praktisch keine Berührungen seit Monaten
-meine Leistungsfähigkeit ist schon seit Mai weg, ich schleppe mich nur noch dahin und muss vor/ beim Sport Kohlehydrate nehme, damit ich nicht zusammenklappe.
-Ich löffle den ganzen Abend kalorienarmes Zeugs, gefrorene Milchcremes (gefrorene falsche Schlagsahne, praktisch fettfrei, z.T. 8 Becher am Abend krank)
-Schlapp, schwindlig, inzwischen sogar schon Tendenz zu Depressionen; immer gereizt, dünnhäutig, schlafe schlecht, nicht belastbar, unkonzentriert im Job
-und was mich extrem erschreckt hat: diese Woche habe ich etwas Flaum auf der Wange entdeckt (Lanugo-Behaarung?) Wie schrecklich!! Ich bin magersüchtig!

Ich finde mich allerdings NICHT zu dick und will auch nicht abnehmen, im Gegenteil!!! Körperschemastörung habe ich nicht

Ich weiß, dass ich etwas tun muss. Habe mich jetzt bei einer Heilpraktikerin (macht auch psych. Beratung) angemeldet, hatte aber erst einen Termin. WILL mehr essen (esse ca. 2000 kcal täglich, aber mit dem vielen Sport reicht das natürlich nicht, sonst wäre ich nicht noch weiter runtergerutscht), aber da ist einfach eine Sperre gegenüber kalorienreichen Lebensmitteln.
Heute habe ich zumindest etwas Käsekuchen gegessen und mittags Spagetti, war aber eine große Überwindung.
Dazu kommt, dass mein Mann abnimmt (hat er auch schon sehr viel) und seit Monaten sehr auf die Ernährung achtet. Bei uns gibt es nur Light-Produkte, wir essen sehr fettarm.
Das macht es mir noch schwerer, über den Hunger zu essen.

Ich MUSS unbedingt wieder raus aus diesem Wahn. Wieder normal essen, zunehmen (Ziel habe ich mir erstmal 50 kg gesetzt). Meine Familie (auch mein Sohn!) leidet unter mir, das spüre ich. Momentan bin ich nur noch ein Schatten von mir. Ich war eine erfolgreiche Sportlerin mit zig Pokalen, jetzt bin ich ein Wrack!!!
Aber das zunehmen ist soooo schwer, das hätte ich nicht gedacht. Wie eine Sperre im Kopf.
Morgen sind wir zum grillen eingeladen, da weiß ich, dass ich vormittags so lang laufen werde, wie es das Befinden zulässt (vermutlich 15-20 km), um schon mal Kalorien zu verbrennen.

Der Beitrag war sehr lang, ich weiß. Hoffentlich nicht zu verworren. Ich würde mich freuen über etwas Austausch, evtl. andere betroffene Mütter o.ä.

Danke fürs (evtl. teilweise) lesen!

Susa

Mehr lesen

15. Juli 2012 um 8:29

Hallo Susa,
du beschäftigst dich schon lange mit der Thematik und hast selbst richtig erkannt, dass du an Anorexie leidest, einer psychischen Krankheit, bei der die Seele aus dem Gleichgewicht geraten ist. Neben einer erforderlichen Normalisierung von Essverhalten und Gewicht ist eine Heilung der Psyche notwendig, wofür oft fremde, am besten professionelle Hilfe in Form einer richtigen Psychotherapie, ratsam ist. Bei deinem enormen Sportpensum sind 2000 Kalorien am Tag nicht ausreichend. Ich würde dir eine Erhöhung der täglichen Kalorienzufuhr auf 2500 empfehlen. Du hast allerdings selbst schon gemerkt, wie schwer dir eine Gewichtszunahme fällt, weil dich eine starke innere Kraft daran hindert. Es ist notwendig, gegen diese innere Stimme anzukämpfen und sich zu zwingen,ausreichend zu essen und sein tägliches Kaloriensoll zu erfüllen.Man kann dies im Wege der Selbsttherapie versuchen.Wenn man erkennt, dass man es allein nicht schafft, ist - wie schon gesagt - psychotherapeutische Hilfe notwendig.

LG Nus

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19. Juli 2012 um 11:33

Wir sind uns erschreckend ähnlich
Liebe Susa,

ich habe eben deinen Post gelesen und mich selbst so unglaublich genau wieder erkannt, dass es mich erschreckt.
Ich habe auch ein Problem, ich habe es erkannt, und trotzdem schaffe ich es einfach nicht, vernünftig zu sein.

Ich bin auch Läuferin (erfolgreich und ambitioniert), und habe durch das Laufen in 2 Jahren 18 kg abgenommen. Am Anfang war das nötig (BMI 24) und ich fühlte mich toll, bekam viele Komplimente. Mittlerweile (BMI 18,3) sollte ich wirklich dringend versuchen, nicht noch weiter an Gewicht zu verlieren.Ich bekomme von allen Freunden und vor allem meinem Mann in den letzten Monaten ständig gesagt, ich sei zu dünn - besonders meine Arme sehen schrecklich aus (wie die von Angelina Jolie).

Ich laufe 6x die Woche (> 60 km), gehe 1x Schwimmen, 2x zum Krafttraining und fahre 75 km Rad... Egal, wie sehr ich es will, ich kann nicht eine Sporteinheit ausfallen lassen. Mittlerweile treibe ich nur noch früh morgens Sport, weil ich nachmittags zu schlapp bin.
Ich esse Unmengen an Gemüse, ab und an Obst. Das habe ich mir so angewöhnt, um dem ständigen Hunger entgegen zu treten ohne zu viele Kalorien zu mir zu nehmen. Ich weiß, dass ich viel mehr Energie brauche, gerade für den Sport, aber jeden Tag habe ich die gleichen Gedanken: "Lieber ein paar kcal zu wenig als zu viel." Das habe ich mir beim Abnehmen eben so angewöhnt, und ich bekomme es nicht mehr aus dem Kopf.

Seit 2 Wochen habe ich nun ein ernsthaftes medizinisches Problem. Ich habe in 8 Tagen 5 kg zugenommen und hatte fürchterlich schmerzhafte Ödeme an den Unterschenkeln und Füßen. Mit Brennnesseltee war da nciht mehr viel zu machen, also bin ich zum Arzt. Diagnose: Mangelernährung, zu wenig Eiweiß, mein Körper hat angefangen sich selbst abzubauen und die Venenwände werden durchlässig, meine Muskeln bauen sich massiv ab...
Das war ein kurzer Wachrütteler. Mein Arzt sagte mir "Sie sind anorektisch, obwohl Sie essen! Sie brauchen nicht 2000 kcal am Tag, sondern 3500!". Das weiß ich, na klar...
Ich habe daraufhin ein paar Tage lang versucht, statt nur Gemüse auch Brötchen und Joghurt zu essen... Ich soll ein paar Pfund zulegen, insbesondere durch viel Eiweiß, damit meine Venenwände stärker werden und die Ödeme verschwinden. Ich habe meinem Arzt allerdings mit viel Argumentation auch Entwässerungstabletten abgeschwätzt (er wollte nicht aus Angst, dass ich mein Fehlverhalten so schnell wieder vergesse). Naja, Gewicht ist wieder o.k., Ödeme fast weg... und ich esse wieder unvernünftig.

Meine Beziehung leidet auch stark unter dieser Störung, ich kann keine Nähe zulassen, habe furchtbare Stimmungsschwankungen (oft abhängig von der Zahl, die morgens auf der Waage stand)

Jetzt hab ich auch ewig viel geschrieben, und das ist längst noch nicht alles (z.B. esse ich nie vor 14 Uhr, weil ich mir meine Tageskalorien so lange wie möglich aufheben will...und dann esse ich den Rest des Tages ständig, hab nur Heißhunger, versuche aber, das mit Tee und schwarzem Kaffee zu betäuben - ich trinke bestimmt 5 Liter am Tag, um mich vom Appetit abzulenken).

Wir müssen etwas ändern, Susa!! Ganz dringend.
Ich habe heute ein Gespräch mit einer Ernährungsberaterin. Auch wenn ich bezweifel, dass das hilft. Denn mit Nahrungsmitteln, Nährstoffen und Kalorien kenne ich mich bestens aus Zu gut, befürchte ich...

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19. Juli 2012 um 12:33
In Antwort auf sarahaushh

Wir sind uns erschreckend ähnlich
Liebe Susa,

ich habe eben deinen Post gelesen und mich selbst so unglaublich genau wieder erkannt, dass es mich erschreckt.
Ich habe auch ein Problem, ich habe es erkannt, und trotzdem schaffe ich es einfach nicht, vernünftig zu sein.

Ich bin auch Läuferin (erfolgreich und ambitioniert), und habe durch das Laufen in 2 Jahren 18 kg abgenommen. Am Anfang war das nötig (BMI 24) und ich fühlte mich toll, bekam viele Komplimente. Mittlerweile (BMI 18,3) sollte ich wirklich dringend versuchen, nicht noch weiter an Gewicht zu verlieren.Ich bekomme von allen Freunden und vor allem meinem Mann in den letzten Monaten ständig gesagt, ich sei zu dünn - besonders meine Arme sehen schrecklich aus (wie die von Angelina Jolie).

Ich laufe 6x die Woche (> 60 km), gehe 1x Schwimmen, 2x zum Krafttraining und fahre 75 km Rad... Egal, wie sehr ich es will, ich kann nicht eine Sporteinheit ausfallen lassen. Mittlerweile treibe ich nur noch früh morgens Sport, weil ich nachmittags zu schlapp bin.
Ich esse Unmengen an Gemüse, ab und an Obst. Das habe ich mir so angewöhnt, um dem ständigen Hunger entgegen zu treten ohne zu viele Kalorien zu mir zu nehmen. Ich weiß, dass ich viel mehr Energie brauche, gerade für den Sport, aber jeden Tag habe ich die gleichen Gedanken: "Lieber ein paar kcal zu wenig als zu viel." Das habe ich mir beim Abnehmen eben so angewöhnt, und ich bekomme es nicht mehr aus dem Kopf.

Seit 2 Wochen habe ich nun ein ernsthaftes medizinisches Problem. Ich habe in 8 Tagen 5 kg zugenommen und hatte fürchterlich schmerzhafte Ödeme an den Unterschenkeln und Füßen. Mit Brennnesseltee war da nciht mehr viel zu machen, also bin ich zum Arzt. Diagnose: Mangelernährung, zu wenig Eiweiß, mein Körper hat angefangen sich selbst abzubauen und die Venenwände werden durchlässig, meine Muskeln bauen sich massiv ab...
Das war ein kurzer Wachrütteler. Mein Arzt sagte mir "Sie sind anorektisch, obwohl Sie essen! Sie brauchen nicht 2000 kcal am Tag, sondern 3500!". Das weiß ich, na klar...
Ich habe daraufhin ein paar Tage lang versucht, statt nur Gemüse auch Brötchen und Joghurt zu essen... Ich soll ein paar Pfund zulegen, insbesondere durch viel Eiweiß, damit meine Venenwände stärker werden und die Ödeme verschwinden. Ich habe meinem Arzt allerdings mit viel Argumentation auch Entwässerungstabletten abgeschwätzt (er wollte nicht aus Angst, dass ich mein Fehlverhalten so schnell wieder vergesse). Naja, Gewicht ist wieder o.k., Ödeme fast weg... und ich esse wieder unvernünftig.

Meine Beziehung leidet auch stark unter dieser Störung, ich kann keine Nähe zulassen, habe furchtbare Stimmungsschwankungen (oft abhängig von der Zahl, die morgens auf der Waage stand)

Jetzt hab ich auch ewig viel geschrieben, und das ist längst noch nicht alles (z.B. esse ich nie vor 14 Uhr, weil ich mir meine Tageskalorien so lange wie möglich aufheben will...und dann esse ich den Rest des Tages ständig, hab nur Heißhunger, versuche aber, das mit Tee und schwarzem Kaffee zu betäuben - ich trinke bestimmt 5 Liter am Tag, um mich vom Appetit abzulenken).

Wir müssen etwas ändern, Susa!! Ganz dringend.
Ich habe heute ein Gespräch mit einer Ernährungsberaterin. Auch wenn ich bezweifel, dass das hilft. Denn mit Nahrungsmitteln, Nährstoffen und Kalorien kenne ich mich bestens aus Zu gut, befürchte ich...

Wirklich unglaublich....
Hallo Sarah,
das ist ja unglaublich, wie ähnlich unsere Geschichte ist. Hochgradige Sportsucht (in den Ferien macht das bei meiner Arbeit gelegene Hallenbad für 8 Wochen zu und beim Gedanken dran bin ich schon fix und fertig, weil ich meinen Sport in der Mittagspause nicht mehr machen kann da drehe ich durch!!!)
Ich mache praktisch jeden Tag Sport (nicht ganz so viel wie du, aber es reicht auch). Zwinge mich dazu, obwohl ich vorher oft schwindlig bin und schlapp. Leistung bringe ich längst keine mehr und Spaß macht es auch keinen mehr. Muss unterwegs Kohlehydrate nehmen, damit ich nicht zusammenklappe und vor dem Schwimmbad auch noch KHs intensiv.
Abnahme wäre bei mir nicht nötig gewesen, ich war seit dem Lauftraining eigentlich schon immer schlank, BMI um die 18-19. Aber das war einmal Und bei so extremen Sportlern ist der BMI sowieso nicht aussagekräftig, weil wir ja einen viel, viel höheren Anteil an Muskeln haben als die Normal-Frau . Unser Körperfettanteil ist damit mit Sicherheit total im Keller, da ist nichts mehr da zum zehren. Kein Wunder, wenn der Körper die Muskeln angreift.
Meine Ernährung wird immer schlechter und das Sportpensum wurde die letzten Wochen noch enorm gesteigert. Es ist längst nicht mehr lustig!!!
Das ist eine Spirale und es wird immer schlimmer, du musst wirklich aufpassen!!! Mit dem vielen Sport verheizt man so viele Kalorien und ich selbst esse auch nur rund 2000/Tag (rechne auch immer mit, das lässt sich nicht abstellen) und das reicht einfach nicht. Wobei ich über den ganzen Tag verteilt esse und oft nicht so richtig (Karotten, Obst, kalorienarmes Zeugs, das bis abends zum schlafen) krankhaft eben.
Meine Arme sehen auch schrecklich aus, voller Adern und knochig.
Und die Ödeme hatte ich auch, ganz schlimm! Elefantenfüße und z.T. das Gesicht aufgeschwemmt. Da hatte ich gleich 3 Kilo mindestens mehr! Dabei esse ich extrem viel Eiweiß, vermutlich aber zu wenig Kohlehydrate.
Dass das ein Zeichen dafür ist, dass der Körper sich abbaut, das ist ja wirklich erschreckend. Hilfe, was machen wir bloß mit uns?
In der Zeit mit den Ödemen habe ich natürlich nicht gemerkt, dass das Gewicht von der Tendenz nochmal weiter runtergegangen ist und jetzt, wo die Ödeme weg sind, ist es plötzlich nochmal ein Kilo weniger!!! BMI unter 17!
Wie alt, groß und schwer bist du denn (darf man das hier schreiben?)
Das mit der Beziehung könnte auch von mir sein. Will nur meine Ruhe, bin zu schlapp, zu ausgebrannt für alles. Dünnhäutig, reizbar, distanziert. Froh, wenn ich allein bin usw.
Ich weiß ja, ich dürfte richtig essen, auch Sünden. Und eine Zunahme wäre nicht schlimm. Würde besser aussehen als die jetzige Gerippe-Figur (gefällt mir ja nicht mal!), ich hätte wieder Kraft, wäre fröhlicher, würde wieder richtig zu leben anfangen! Müsste nur essen! Aber warum ist das so schwer. Man verschiebt es irgendwie, auf den nächsten Tag usw. - Sperre im Kopf. Das ist Magersucht, ganz klar. Und ich glaube (leider), du bist da genauso intensiv drin wie ich.
Jetzt habe ich furchtbar viel von mir geschrieben, hätte auch an dich noch so viele Fragen. Es wäre sehr schön, wenn wir uns austauschen könnten. Evtl. auch per Mail (weiß nicht, ob das über das Forum geht). Falls nicht, freue ich mich schon auf ein evtl. Antwort-Posting von dir!
Und erzähl doch dann von deinem Gespräch mit der Ernährungsberaterin! Was wir essen müssten, das wissen wir natürlich sehr gut, da hast du schon recht

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26. Juli 2012 um 8:36
In Antwort auf selver_11957295

Hallo Susa,
du beschäftigst dich schon lange mit der Thematik und hast selbst richtig erkannt, dass du an Anorexie leidest, einer psychischen Krankheit, bei der die Seele aus dem Gleichgewicht geraten ist. Neben einer erforderlichen Normalisierung von Essverhalten und Gewicht ist eine Heilung der Psyche notwendig, wofür oft fremde, am besten professionelle Hilfe in Form einer richtigen Psychotherapie, ratsam ist. Bei deinem enormen Sportpensum sind 2000 Kalorien am Tag nicht ausreichend. Ich würde dir eine Erhöhung der täglichen Kalorienzufuhr auf 2500 empfehlen. Du hast allerdings selbst schon gemerkt, wie schwer dir eine Gewichtszunahme fällt, weil dich eine starke innere Kraft daran hindert. Es ist notwendig, gegen diese innere Stimme anzukämpfen und sich zu zwingen,ausreichend zu essen und sein tägliches Kaloriensoll zu erfüllen.Man kann dies im Wege der Selbsttherapie versuchen.Wenn man erkennt, dass man es allein nicht schafft, ist - wie schon gesagt - psychotherapeutische Hilfe notwendig.

LG Nus

Allmählich verzweifelt....
...ich bekomme es einfach nicht hin. Nach wie vor nahezu täglicher intensiver Sport (gestern 22km!!! gelaufen), dazu unter 2500 kcal, natürlich zu wenig. Vor allem zu wenig KHs.

Ich verstehe es einfach nicht, warum ich das nicht schaffe. Muss dringend etwas unternehmen, das weiß ich! Mir geht es körperlich gar nicht so gut, schwindlig, schlapp. Derzeit 1,67/unter 47 kg, mal sieht jeden Muskel in meinen Beinen, sieht richtig magersüchtig aus (graus....)
Und: seit dieser Woche fallen auch noch verstärkt die Haare aus. Glaube allmählich wirklich, ich brauche Hilfe.
Wobei ich die zwei Termine bei der Heilpraktikerin bisher ganz gut fand, über alles zu sprechen usw. Ich sehe mal, wie das weitergeht.

Ansonsten werde ich mir ggf. wirklich Hilfe holen müssen

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26. Juli 2012 um 9:53
In Antwort auf an0N_1211745799z

Allmählich verzweifelt....
...ich bekomme es einfach nicht hin. Nach wie vor nahezu täglicher intensiver Sport (gestern 22km!!! gelaufen), dazu unter 2500 kcal, natürlich zu wenig. Vor allem zu wenig KHs.

Ich verstehe es einfach nicht, warum ich das nicht schaffe. Muss dringend etwas unternehmen, das weiß ich! Mir geht es körperlich gar nicht so gut, schwindlig, schlapp. Derzeit 1,67/unter 47 kg, mal sieht jeden Muskel in meinen Beinen, sieht richtig magersüchtig aus (graus....)
Und: seit dieser Woche fallen auch noch verstärkt die Haare aus. Glaube allmählich wirklich, ich brauche Hilfe.
Wobei ich die zwei Termine bei der Heilpraktikerin bisher ganz gut fand, über alles zu sprechen usw. Ich sehe mal, wie das weitergeht.

Ansonsten werde ich mir ggf. wirklich Hilfe holen müssen

Wir sind unvernünftig
Liebe Susa,

das hört sich wirklich nicht gut an.
Du weißt, dass Du Hilfe brauchst. Das Bewusstsein hierüber ist ganz wichtig. Aber ich kann so gut nachvollziehen, wie schwer der nächste Schritt ist! Ich wünsche Dir viel Kraft und Willensstärke, den Weg in die richtige Richtung weiter zu gehen. Wie sieht es denn mit Unterstützung von Deiner Familie/Deinen Freunden aus? Du solltest da nicht alleine durch müssen.

Ich habe auch einen Rückfall. Meine Ödeme hatten sich weitestgehend zurück gebildet und ich hatte sogar die Tabletten abgesetzt. Eine Woche habe ich wirklich vernünftig gegessen - annähernd wie meine Ernährungsberaterin empfohlen hat (3200 kcal Minimum am Tag zum Erhalt , aber eigentlich soll ich eine Zeit lang noch mehr essen ). Seit dem Wochenende bin ich wieder bei ca. 2000 kcal, trotz 70 Wochenkilometern Laufen (und ich habe ein zusätzliches Workout eingebaut in meinen Wochenplan).
Die Quittung: seit vorgestern wieder fiese Ödeme, 2 kg Zunahme, geschwollenes Gesicht
Und trotzdem: heute morgen war ich erstmal 12 km laufen und hab noch nichts gegessen bisher....

Susa, so geht es nicht weiter! Du machst Deinen Körper kaputt (und ich auch). Gesundheit ist das höchste Gut, das wir besitzen und wir sollten damit viel pfleglicher umgehen!!

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13. März 2013 um 20:03

Hilfe beim Thema Sportsucht
Hallo an alle!

Ich heiße Vanessa und schreibe zurzeit meine Examensarbeit zum Thema Sportsucht.
Ich habe mich bereits intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, um den Theoretischen Teil zu schreiben. Nun bin ich am empirischen Teil angelangt und bräuchte hierzu noch einige Interviewpartner, die bereit wären mir einen Einblick in ihren sportlichen Alltag zu geben! Die Daten würden ausschließlich privat für meine Arbeit verwendet und selbstverständlich anonymisiert werden!

Bei Interesse bitte melden!

Ich bin für jede Hilfe sehr dankbar

LG


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14. März 2013 um 13:52

Frage zu deinen Beinen
Ich stell dir die Frage, weil ich selber täglich Sport treibst und ich bin sicher dünn, nur bin ich Überperfektionist, vor allem was meine Beine angeht.

Würde mir jemand vergewissern, dass das Beinvolumen (vorallem oberhalb des Knies bis zu den Oberschenkel knapp unterm Po) abnimmt, würde ich weniger sporteln, ich würde weniger sporteln.. Es beeinflusst den Tagesablauf sicher manchmal extrem, das weißt du ja selbst.

Meine Frage: Wie sind deine Beine? Du schreibst, du bist sehr muskulös, also sind deine Beine auch eher dick als zierlich? Findest du sie schön? Wie waren sie, als du noch nicht so extrem Sport gemacht hast?

Auf der anderen Seite würd ich noch gern wissen, wie deine Tochter und dein Mann darauf reagieren? Das muss sich hart für sie sein.. lg

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18. Mai 2015 um 21:06

Kenne ich nur zu gut
Hallo erstmal. Kurz zu meiner MS-Bio. Ich bin 34 Jahre alt und habe in meinen 20igern mal knapp 100 Kilo gewogen, dann innerhalb eines Jahres auf 58 - 63 Kilo abgenommen... durch beruflichen Stress hab ich dann Anfang 30 wieder auf 80 Kilo zugenommen, die ich seit September wieder abtrainiert habe (mit sehr viel Sport und ca. 1300 Kalorien am Tag)... dann im März ging eine Zahn-OP ziemlich schief und ich hatte wochenlang schmerzen und konnte nichts essen... also hat sich mein essverhalten so auf 800 kalorien am tag eingependelt... irgendwann hatte ich auch keinen hunger mehr, aber natürlich war ich trotzdem immer fleißig sporteln. ich fahre schon immer alles mit dem fahrrad (komme sicher auf 1,5 stunden am tag) und ging teilweise 2x am tag ins fitness auf den crosstrainer, rudern, kraft, etc. ende april ging es mir so schlecht, dass ich kaum mehr gehen konnte, bin über meine eigenen füße gestoplert... 51 kilo bei 171 cm und ich bin auch sehr gut durchtrainiert und total knochig. wollte mir nicht eingestehen, dass ich magersüchtig bin, obwohl ich jedes gramm essen abwiege und gegen sport rechne etc. also war ich bei 1000 ärzten und jedes mal meinten die ob ich denn nicht magersüchtig sei... anfang mai habe ich jetzt wirklich angefangen mehr zu essen (ca. 1000 kalorien) und das auch langsam gesteigert... ich habe dann auch gleich zugenommen und bin total erschrocken.. also habe ich es vor 7 tagen wieder reduziert und natürich sport sport sport... das das wohl wasser war hab ich nicht gecheckt, habe mich über die fetten oberschenkel gewundert und dann letzte woche fangen meine füße an anzuschwellen und seitdem habe ich die übelsten ödeme in den beinen. so kann es nicht weiter gehen! habe alle differentialdiagnosen abklären lassen und habe einfach einen proteinmangel. ich bin echt so erschrocken und seitdem esse ich auch sehr sehr proteinreich und normal. habe jetzt kompressionsstrümpfe und versuche mit tees zu entwässern, da ich diuretika für gefährlich halte und keinen bock habe durch kaliummangel noch einen herzinfarkt zu bekommen. wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr wieder annähernd normal wart? ist das nicht ironie des schicksals... da nehme ich ab und hungere mich zum gerippe und jetzt schaue ich aus wie ein elefant. habe ich 2 wochen ca. 4 kilo zugenommen, wobei ich mir sicher bin, dass es nur wasser ist... so seh ich jedenfalls aus... verquollen und aufgedunsen. fazit: ich möchte mich wieder normal kaloriisch ernähren und lieber wiege ich 4 kilo an maße mehr als das was jetzt gerade mit mir passiert. diese elefantenbeine frustrieren mich aber dennoch sehr... kann kaum in meinen schuhen laufen und habe starke schmerzen. deshalb wäre ich über jeden erfahrungsbericht sehr dankbar

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20. Mai 2015 um 19:55
In Antwort auf sarahaushh

Wir sind unvernünftig
Liebe Susa,

das hört sich wirklich nicht gut an.
Du weißt, dass Du Hilfe brauchst. Das Bewusstsein hierüber ist ganz wichtig. Aber ich kann so gut nachvollziehen, wie schwer der nächste Schritt ist! Ich wünsche Dir viel Kraft und Willensstärke, den Weg in die richtige Richtung weiter zu gehen. Wie sieht es denn mit Unterstützung von Deiner Familie/Deinen Freunden aus? Du solltest da nicht alleine durch müssen.

Ich habe auch einen Rückfall. Meine Ödeme hatten sich weitestgehend zurück gebildet und ich hatte sogar die Tabletten abgesetzt. Eine Woche habe ich wirklich vernünftig gegessen - annähernd wie meine Ernährungsberaterin empfohlen hat (3200 kcal Minimum am Tag zum Erhalt , aber eigentlich soll ich eine Zeit lang noch mehr essen ). Seit dem Wochenende bin ich wieder bei ca. 2000 kcal, trotz 70 Wochenkilometern Laufen (und ich habe ein zusätzliches Workout eingebaut in meinen Wochenplan).
Die Quittung: seit vorgestern wieder fiese Ödeme, 2 kg Zunahme, geschwollenes Gesicht
Und trotzdem: heute morgen war ich erstmal 12 km laufen und hab noch nichts gegessen bisher....

Susa, so geht es nicht weiter! Du machst Deinen Körper kaputt (und ich auch). Gesundheit ist das höchste Gut, das wir besitzen und wir sollten damit viel pfleglicher umgehen!!

Ich reihe mich auch in die unvernünftigen ein...
Ich melde mich jetzt auch mal zu Wort, hab deinen Beitrag gerade entdeckt, Susa.
In euren Beiträgen finde ich mich komplett wieder. Irgendwie ziemlich erschreckend....
Vielleicht kurz etwas zu mir:
Denke ich hab auch ne Esstörung, angefangen hat das Ganze wohl so vor ca. 2 Jahren. Aber richtig eingestehen, dass ich echt nen Problem habe, kann ich mir erst seit diesem Jahr.
War auch schon einmal beim Therapeuten, aber der war leider nichts. Jetzt bin ich auf der Suche nach einem anderen, aber kriege dafür auch nicht jeden Tag den Arsch hoch um danach zu suchen, obwohl ich wohl echt Hilfe brauche.
Ich wiege derzeit 48 kg bei 172 cm.
Ich war nie dick, habe vor zwei Jahren etwa 10 kg mehr gewogen.
Aufgrund gesundheitlicher Probleme bin ich dann mit Sport angefangen, parallel habe ich dann angefangen mich mit Ernährung zu beschäftigen und hab dann auch kcal zählen angefangen und habe Ernährungstagebuch geführt.
Das mit dem Sport ist dann immer mehr und mehr geworden und auch das kcal zählen ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Ich wollte immer möglichst wenig kcal essen, dann war ich abends "zufrieden". Wenn ich bei 1100 kcal oder so lag war es für mich ein guter Tag, ansonsten eher nicht.
Sport mache ich derzeit 6-7 x pro Woche.
Entweder gehe ich joggen (10km immer) oder aber Krafttraining im Fitnessstudio oder Intervalle aufm Ergometer.
Wenn wir abends eingeladen sind, dann ist für mich klar das den Tag davor auf jeden Fall ne Ausdauereinheit gemacht werden muss, wegen der ganzen kcal, die ich dann abends zu mir nehmen werde.
Auch der Tag danach ist geprägt von Ausdauersport und maximal 800 kcal Essen.
Körperlich merke ich das genauso wie du, Susa.
Ich fühle mich oft schlapp, kann mein sportpensum eigentlich kaum durchziehen, mir wird ständig schwarz vor Augen beim Sport.
Und ich kann die Einheiten auch nur einigermaßen durchhalten, wenn ich vorher noch kohlehydrate gegessen habe. Aber das ärgert mich dann schon wieder wegen der kcal, die ich damit ja zu mir nehme.
Auch meine Ehe leidet darunter, aus denselben Gründen wie bei euch. Ich hab zwar keine Kinder, aber ich kann auch keine Nähe mehr zulassen und werde am liebsten in Ruhe gelassen. Bin irgendwie richtig gefühlskalt und lasse keine Emotionen mehr an mich heran, es ist mir irgendwie alles egal.
Meine Periode bekomme ich wahrscheinlich auch nicht mehr. Hab jetzt ein höher dosierte Pille bekommen, weil ich mit der alten heftige Zwischenblutungen bekommen habe.
Auch meine Blutwerte lassen sehr zu wünschen übrig.
Ich würde mich freuen, wenn ich mich mit euch näher austauschen könnte, weil wir auch altersmäßig nicht so mega weit auseinander sind, finde ich. Ich bin 29 Jahre.

Würde mich über eine PN freuen.
Vielleicht kann man sich ja irgendwie auch gegenseitig motivieren da raus zu kommen, auch wenn wir um eine Therapie wohl nicht drum herum kommen werden...

Habt trotzdem einen schönen Abend.

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20. Mai 2015 um 20:03
In Antwort auf juvela_12491410

Ich reihe mich auch in die unvernünftigen ein...
Ich melde mich jetzt auch mal zu Wort, hab deinen Beitrag gerade entdeckt, Susa.
In euren Beiträgen finde ich mich komplett wieder. Irgendwie ziemlich erschreckend....
Vielleicht kurz etwas zu mir:
Denke ich hab auch ne Esstörung, angefangen hat das Ganze wohl so vor ca. 2 Jahren. Aber richtig eingestehen, dass ich echt nen Problem habe, kann ich mir erst seit diesem Jahr.
War auch schon einmal beim Therapeuten, aber der war leider nichts. Jetzt bin ich auf der Suche nach einem anderen, aber kriege dafür auch nicht jeden Tag den Arsch hoch um danach zu suchen, obwohl ich wohl echt Hilfe brauche.
Ich wiege derzeit 48 kg bei 172 cm.
Ich war nie dick, habe vor zwei Jahren etwa 10 kg mehr gewogen.
Aufgrund gesundheitlicher Probleme bin ich dann mit Sport angefangen, parallel habe ich dann angefangen mich mit Ernährung zu beschäftigen und hab dann auch kcal zählen angefangen und habe Ernährungstagebuch geführt.
Das mit dem Sport ist dann immer mehr und mehr geworden und auch das kcal zählen ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Ich wollte immer möglichst wenig kcal essen, dann war ich abends "zufrieden". Wenn ich bei 1100 kcal oder so lag war es für mich ein guter Tag, ansonsten eher nicht.
Sport mache ich derzeit 6-7 x pro Woche.
Entweder gehe ich joggen (10km immer) oder aber Krafttraining im Fitnessstudio oder Intervalle aufm Ergometer.
Wenn wir abends eingeladen sind, dann ist für mich klar das den Tag davor auf jeden Fall ne Ausdauereinheit gemacht werden muss, wegen der ganzen kcal, die ich dann abends zu mir nehmen werde.
Auch der Tag danach ist geprägt von Ausdauersport und maximal 800 kcal Essen.
Körperlich merke ich das genauso wie du, Susa.
Ich fühle mich oft schlapp, kann mein sportpensum eigentlich kaum durchziehen, mir wird ständig schwarz vor Augen beim Sport.
Und ich kann die Einheiten auch nur einigermaßen durchhalten, wenn ich vorher noch kohlehydrate gegessen habe. Aber das ärgert mich dann schon wieder wegen der kcal, die ich damit ja zu mir nehme.
Auch meine Ehe leidet darunter, aus denselben Gründen wie bei euch. Ich hab zwar keine Kinder, aber ich kann auch keine Nähe mehr zulassen und werde am liebsten in Ruhe gelassen. Bin irgendwie richtig gefühlskalt und lasse keine Emotionen mehr an mich heran, es ist mir irgendwie alles egal.
Meine Periode bekomme ich wahrscheinlich auch nicht mehr. Hab jetzt ein höher dosierte Pille bekommen, weil ich mit der alten heftige Zwischenblutungen bekommen habe.
Auch meine Blutwerte lassen sehr zu wünschen übrig.
Ich würde mich freuen, wenn ich mich mit euch näher austauschen könnte, weil wir auch altersmäßig nicht so mega weit auseinander sind, finde ich. Ich bin 29 Jahre.

Würde mich über eine PN freuen.
Vielleicht kann man sich ja irgendwie auch gegenseitig motivieren da raus zu kommen, auch wenn wir um eine Therapie wohl nicht drum herum kommen werden...

Habt trotzdem einen schönen Abend.

Raus aus dem wahnsinn
ich habe ja das gleiche problem wie ihr... seit ein paar tagen esse ich ja wieder mehr (ich bin auch so ein gegenrechner - sport vs. kalorien) und ich merke wie schön es ist, rad zu fahren ohne runter zu kippen oder auf dem crosstrainer zu stehen ohne das gefühl zu haben ohnmächtig zu werden. ich habe zwar derzeit die schlimmen ödeme, aber mein restlicher knochiger körper wird gerade einfach nur muskuklös. das ist schon crass, was passiert, wenn man ausreichend proteine zum krafttraining füttert. ich bin gespannt was passiert, wenn endlich mal das blöde wasser aus meinem körper ist...

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20. Mai 2015 um 20:23
In Antwort auf judita_12249157

Raus aus dem wahnsinn
ich habe ja das gleiche problem wie ihr... seit ein paar tagen esse ich ja wieder mehr (ich bin auch so ein gegenrechner - sport vs. kalorien) und ich merke wie schön es ist, rad zu fahren ohne runter zu kippen oder auf dem crosstrainer zu stehen ohne das gefühl zu haben ohnmächtig zu werden. ich habe zwar derzeit die schlimmen ödeme, aber mein restlicher knochiger körper wird gerade einfach nur muskuklös. das ist schon crass, was passiert, wenn man ausreichend proteine zum krafttraining füttert. ich bin gespannt was passiert, wenn endlich mal das blöde wasser aus meinem körper ist...

Das kenne ich...
Wenn ich mal mehr gegessen habe (nach einer Feier oder so z.B.) bin ich richtig fit und leistungsfähig am nächsten Tag. Eigentlich ein tolles Gefühl, aber irgendwie schaffe ich den "Absprung" dann doch nicht und falle wieder in alte Verhaltensmuster...
Total bescheuert...
Wie hast du es geschafft, dass es "Klick" gemacht hat und jetzt mehr isst? Wie ist das mit der Gewichtszunahme? Kannst du damit umgehen? Ich hab irgendwie immer direkt Angst, dann "fett" zu werden, wenn ich zunehme.
Dabei weiß ich ja eigentlich das ich zu wenig wiege und optisch gefalle ich mir eigentlich auch überhaupt nicht.

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20. Mai 2015 um 20:47
In Antwort auf juvela_12491410

Das kenne ich...
Wenn ich mal mehr gegessen habe (nach einer Feier oder so z.B.) bin ich richtig fit und leistungsfähig am nächsten Tag. Eigentlich ein tolles Gefühl, aber irgendwie schaffe ich den "Absprung" dann doch nicht und falle wieder in alte Verhaltensmuster...
Total bescheuert...
Wie hast du es geschafft, dass es "Klick" gemacht hat und jetzt mehr isst? Wie ist das mit der Gewichtszunahme? Kannst du damit umgehen? Ich hab irgendwie immer direkt Angst, dann "fett" zu werden, wenn ich zunehme.
Dabei weiß ich ja eigentlich das ich zu wenig wiege und optisch gefalle ich mir eigentlich auch überhaupt nicht.

Ödeme
also mir ging es wirklich wirklich schlecht wie oben schon beschrieben, dann hab ich auch noch diese üblen ödeme jetzt bekommen nachdem ich mal etwas mehr gegessen hatte (ich bin mehrfach im strassenverkehr vom rad gekippt, weil ich den lenker nicht mehr halten konnte, hatte hämatome und die haare sind mir ausgefallen etc.und habe daraufhin eben die kalorienzufuhr etwas erhöht) und jetzt hab ich keine andere wahl denke ich wegen den ödemen... ich merke halt einfach, wenn ich etwas vernünftiger esse, dann wird das mit den ödemen laaangsam besser und als side-effect geht es mir echt besser... ich kann jetzt heim radeln, ohne das mir meine beine von den pedalen runter rutschen, bzw. friere ich gerade nicht die ganze zeit unerträglich (ich habe gestern das erste mal auf dem crosstrainer geschwitzt!!! sonst trainiere ich mit fleece-jacke!). ich wiege jetzt natürlich viel mehr, aber das ist ja jetzt auch wasser... ich versuche es jetzt einfach zu steigern, trage halt in der zwischenzeit weite hosen und röcke... ich weiß nicht wie du aussiehst, bei mir sah man jede rippe, jeden wirbel... ich habe mich in meiner dünnsten zeit selbst fotografiert und da jetzt mal fotos angesehen, das schaut echt grässlich aus. seit ich ein paar muckis aufbaue schaue ich definiert aus... naja bis auf die elfantenbeine halt. mal sehen wo die reise hingeht... ich habe einfach das gefühl mein körper warnt mich ganz ganz dringend mit den ödemen und eben den ganzen anderen symptomen wie neurologische ausfälle und so... im vergleich vor vier wochen war ich da ein schatten meiner selbst... beispielsweise waren wir auf einem konzert und ich musste nach 20 minuten gehen, weil ich nicht mehr stehen konnte... wo ist da die lebensqualität? alle um mich rum sind ausgeflippt und rumgesprungen und hatten spaß und ich stand wie ein geist in der mitte und dachte die ganze zeit "nur nicht umkippen..."... super da bin ich die dürrste von allen und nur damit beschäftigt nicht aus den latschen zu kippen... und der witz ist ja, dadruch dass ich im immer friere bin ich auch gezwungen gewesen immer schichtenweise klamotten zu tragen, weil ich es sonst nicht augehalten habe...schaut ja auch scheiße aus. ich mag mein altes leben zurück und wieder mal tränen lachen und nicht immer nur genervt sein und dünnhäutig. ich versuche nicht fett zu werden... bin da echt gefährdet, aber ich führe so ein tagebuch bei fddb und so hab ich ein ganz gutes auge drauf... ich esse immer noch zu wenig, aber ich mag es langsam steigern, wegen der ödeme... da hab ich echt angst

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21. Mai 2015 um 9:38
In Antwort auf judita_12249157

Ödeme
also mir ging es wirklich wirklich schlecht wie oben schon beschrieben, dann hab ich auch noch diese üblen ödeme jetzt bekommen nachdem ich mal etwas mehr gegessen hatte (ich bin mehrfach im strassenverkehr vom rad gekippt, weil ich den lenker nicht mehr halten konnte, hatte hämatome und die haare sind mir ausgefallen etc.und habe daraufhin eben die kalorienzufuhr etwas erhöht) und jetzt hab ich keine andere wahl denke ich wegen den ödemen... ich merke halt einfach, wenn ich etwas vernünftiger esse, dann wird das mit den ödemen laaangsam besser und als side-effect geht es mir echt besser... ich kann jetzt heim radeln, ohne das mir meine beine von den pedalen runter rutschen, bzw. friere ich gerade nicht die ganze zeit unerträglich (ich habe gestern das erste mal auf dem crosstrainer geschwitzt!!! sonst trainiere ich mit fleece-jacke!). ich wiege jetzt natürlich viel mehr, aber das ist ja jetzt auch wasser... ich versuche es jetzt einfach zu steigern, trage halt in der zwischenzeit weite hosen und röcke... ich weiß nicht wie du aussiehst, bei mir sah man jede rippe, jeden wirbel... ich habe mich in meiner dünnsten zeit selbst fotografiert und da jetzt mal fotos angesehen, das schaut echt grässlich aus. seit ich ein paar muckis aufbaue schaue ich definiert aus... naja bis auf die elfantenbeine halt. mal sehen wo die reise hingeht... ich habe einfach das gefühl mein körper warnt mich ganz ganz dringend mit den ödemen und eben den ganzen anderen symptomen wie neurologische ausfälle und so... im vergleich vor vier wochen war ich da ein schatten meiner selbst... beispielsweise waren wir auf einem konzert und ich musste nach 20 minuten gehen, weil ich nicht mehr stehen konnte... wo ist da die lebensqualität? alle um mich rum sind ausgeflippt und rumgesprungen und hatten spaß und ich stand wie ein geist in der mitte und dachte die ganze zeit "nur nicht umkippen..."... super da bin ich die dürrste von allen und nur damit beschäftigt nicht aus den latschen zu kippen... und der witz ist ja, dadruch dass ich im immer friere bin ich auch gezwungen gewesen immer schichtenweise klamotten zu tragen, weil ich es sonst nicht augehalten habe...schaut ja auch scheiße aus. ich mag mein altes leben zurück und wieder mal tränen lachen und nicht immer nur genervt sein und dünnhäutig. ich versuche nicht fett zu werden... bin da echt gefährdet, aber ich führe so ein tagebuch bei fddb und so hab ich ein ganz gutes auge drauf... ich esse immer noch zu wenig, aber ich mag es langsam steigern, wegen der ödeme... da hab ich echt angst

Warnung!
Jahrelang war ich auch mager- und sportsüchtig. Habe genauso wie Ihr stundenlang am Tag Sport getrieben und viel zu wenig gegessen. Das macht der Körper eine zeitlang mit, beim einen länger, beim anderen kürzer.
Ich hatte das große Glück, dass mein Herz das mitgemacht hat. Das kann nämlich ohne Vorwarnung von heute auf morgen stehenbleiben, das sollte Euch bewusst sein!
Aber bei mir war es so, dass ich durch das hohe Sportpensum schreckliche Muskelschmerzen in den Beinen bekommen habe, so schlimm, dass ich keinen Schritt mehr gehen konnte. Ich bin total in Panik geraten, weil ich jetzt keine Kalorien mehr verbrennen konnte. Dachte, wenn ich jetzt mehr esse, gibt sich das hoffentlich nach ein paar Tagen oder Wochen wieder. Nein - die Schmerzen habe ich nun seit Jahren!
Ich weiß, man selber meint immer, man sei die große Ausnahme und wirklich passieren kann nur anderen etwas, aber jahrelanger Raubbau am Körper bleibt nicht ohne Spuren!
Ich kann Euch wirklich nur ans Herz legen, den Sport komplett - ja, KOMPLETT aufzugeben und mehr zu essen. Euer Körper ist schwer beschädigt und hat es verdient, endlich einmal etwas zu bekommen, statt ständig nur zu geben. Ich weiß, die Umsetzung ist verdammt schwer, aber es ist möglich. Ich mache das jetzt seit gut 2 Jahren und rolle auch nicht wie eine Tonne durchs Leben.

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21. Mai 2015 um 13:26
In Antwort auf clara_12728026

Warnung!
Jahrelang war ich auch mager- und sportsüchtig. Habe genauso wie Ihr stundenlang am Tag Sport getrieben und viel zu wenig gegessen. Das macht der Körper eine zeitlang mit, beim einen länger, beim anderen kürzer.
Ich hatte das große Glück, dass mein Herz das mitgemacht hat. Das kann nämlich ohne Vorwarnung von heute auf morgen stehenbleiben, das sollte Euch bewusst sein!
Aber bei mir war es so, dass ich durch das hohe Sportpensum schreckliche Muskelschmerzen in den Beinen bekommen habe, so schlimm, dass ich keinen Schritt mehr gehen konnte. Ich bin total in Panik geraten, weil ich jetzt keine Kalorien mehr verbrennen konnte. Dachte, wenn ich jetzt mehr esse, gibt sich das hoffentlich nach ein paar Tagen oder Wochen wieder. Nein - die Schmerzen habe ich nun seit Jahren!
Ich weiß, man selber meint immer, man sei die große Ausnahme und wirklich passieren kann nur anderen etwas, aber jahrelanger Raubbau am Körper bleibt nicht ohne Spuren!
Ich kann Euch wirklich nur ans Herz legen, den Sport komplett - ja, KOMPLETT aufzugeben und mehr zu essen. Euer Körper ist schwer beschädigt und hat es verdient, endlich einmal etwas zu bekommen, statt ständig nur zu geben. Ich weiß, die Umsetzung ist verdammt schwer, aber es ist möglich. Ich mache das jetzt seit gut 2 Jahren und rolle auch nicht wie eine Tonne durchs Leben.

Das schlimme ist...
.. ich glaube da spreche ich für uns alle: Aber genau das wissen wir ja auch. Das der ganze Sport unserem Körper eher schadet als das es was bringt, zumindest vor dem Hintergrund des wenigen Essens....
Aber trotzdem kriege ich es nicht hin den Absprung zu schaffen.
Diese ganze MS hat eigentlich nur Nachteile (Lebensqualität und gesundheitlich), aber solange nix "Schlimmes" passiert, ändere ich nix.
Aber wenn z.B. das Herz erst mal stehen bleibt oder man ne Herzmuskelentzündung bekommt, weil man trotz Erkältung oder so weiter Sport macht, ist es ja schon zu spät.
Ich verstehe mich und meinen Kopf da echt selbst nicht, dass ist alles gefährlich hoch zehn und trotzdem kann man dieses zwanghafte Verhalten einfach nicht ändern.
Ich würde mir so sehr wünschen eines morgens aufzuwachen mit einer Erleuchtung so das ich mein Verhalten dann ändern kann und das dann dauerhaft.
Bisher halten solche "Verhaltensänderungen" meist nur wenige Tage. Ne Woche hab ich noch nie geschafft, vorher bin ich schon in alte Verhaltensmuster zurück gefallen...
Es ist wirklich schlimm...
Interlektuell können wir das super reflektieren, aber in der Praxis null umsetzen.

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21. Mai 2015 um 16:19
In Antwort auf juvela_12491410

Das schlimme ist...
.. ich glaube da spreche ich für uns alle: Aber genau das wissen wir ja auch. Das der ganze Sport unserem Körper eher schadet als das es was bringt, zumindest vor dem Hintergrund des wenigen Essens....
Aber trotzdem kriege ich es nicht hin den Absprung zu schaffen.
Diese ganze MS hat eigentlich nur Nachteile (Lebensqualität und gesundheitlich), aber solange nix "Schlimmes" passiert, ändere ich nix.
Aber wenn z.B. das Herz erst mal stehen bleibt oder man ne Herzmuskelentzündung bekommt, weil man trotz Erkältung oder so weiter Sport macht, ist es ja schon zu spät.
Ich verstehe mich und meinen Kopf da echt selbst nicht, dass ist alles gefährlich hoch zehn und trotzdem kann man dieses zwanghafte Verhalten einfach nicht ändern.
Ich würde mir so sehr wünschen eines morgens aufzuwachen mit einer Erleuchtung so das ich mein Verhalten dann ändern kann und das dann dauerhaft.
Bisher halten solche "Verhaltensänderungen" meist nur wenige Tage. Ne Woche hab ich noch nie geschafft, vorher bin ich schon in alte Verhaltensmuster zurück gefallen...
Es ist wirklich schlimm...
Interlektuell können wir das super reflektieren, aber in der Praxis null umsetzen.

Ja, ich weiß,
genauso wars bei mir ja auch, deshalb verstehe ich Euch auch so gut. Ich wollte Euch hier nur noch mal ein warnendes Beispiel setzen.
Solange es einem relativ gut geht, ändert man nichts. Ich hab auch erst was geändert, als ich ganz am Boden war und das hab ich jetzt davon....
Aber vielleicht ists ein kleiner Ansporn, es erst garnicht soweit kommen zu lassen....

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21. Mai 2015 um 16:57
In Antwort auf clara_12728026

Ja, ich weiß,
genauso wars bei mir ja auch, deshalb verstehe ich Euch auch so gut. Ich wollte Euch hier nur noch mal ein warnendes Beispiel setzen.
Solange es einem relativ gut geht, ändert man nichts. Ich hab auch erst was geändert, als ich ganz am Boden war und das hab ich jetzt davon....
Aber vielleicht ists ein kleiner Ansporn, es erst garnicht soweit kommen zu lassen....

...
ganz genau... und ich hab auch nur was geändert, wegen der Elefantenfüße... aber jetzt nüchtern betrachtet... wie runiniert ist mein Körper schon, dass sowas passiert... was wäre passiert hätte ich jetzt nicht angefangen mehr zu essen...

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21. März 2016 um 10:19

Selbes Schicksal
ihr sprecht mir aus der Seele - mir gehts fast gleich wie euch!
ich bin begeisterter triathletin, war schon immer dünn, aber mein sportpensum wird immer höher und meine gesunde Ernährung ist schon zu gesund für das was ich an Nährstoffen bräuchte. das äußert sich nun in immer häufigeren Wehwehchen. nun lieg ich auf der couch wegen einer blockade und kann seit 1 woche nicht mehr gehen, weils so weh tut. und auch schon 1 tag ohne sport is für mich eine qual.....
wie seid ihr denn aus der Spirale rausgekommen?

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