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Nach einer Radtour Penis Eingeschlafen/Taub

5. Juli 2014 um 13:56 Letzte Antwort: 8. Juli 2014 um 21:33

Hey,

ich habe gestern mit meinen Nachbar ne große Radtour gemacht, sind beide mit Rennrad unterwegs gewesen.
Wir haben 101km getrampelt, dauerhaft auf ca. 135iger Puls, und eine Geschwindigkeit von 25-28km/h.

Mir gingen die 80km ganz leicht, die letzen 21km hatte ich dann schon zu kämpfen und meine Beine hatten kurzzeitig immer Krämpfe.

Ich habe am gesamten Tag insgesamt 9 Liter Wasser getrunken, mit etwas Zucker drin.

Wo ich dann zu Hause war, merkte ich an meiner rechten Hand, das der kleine Finger & Ringfinger Taub/Eingeschlafen ist, habe mir nichts bei gedacht, ich habe das Problem leider immer noch.
Ebenso habe ich das Problem (Kein Witz) im Intimbereich, zumindest der Penis ist total Taub/Eingeschlafen.
Ich bin 18 Jahre alt.

Das ganze ist keine Story.., will nur mal nachfragen gerade wegen meinen Intimbereich..

Ist das ganze gefährlich?
Passiert das manchmal?

Wann sollte ich zum Arzt, falls es nicht weg geht?

Ich bin 18 Jahre, hab ne Freundin, und total jetzt Angst das der Mist nie wieder weg geht.
Helft mir bitte, ich hab so ein schiss!!

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8. Juli 2014 um 21:33

Ungünstige Fahrweise?
Das mit tauben Extremitäten passiert tatsächlich öfter als man denkt. Die eingeschlafenen Hände können auf ein Karpaltunnelsyndrom schließen. Dieser Tunnel ist nicht nur im Wikipedia sondern auch im Handgelenk zu finden und es werden dort die Nerven und Blutgefäße zu den Fingern hindurchgeführt. Knickt man ihn allzu stark ab, werden die Blutgefäße ebenfalls stark eingeengt, was zu der Taubheit führt. Hier hilft oft schon, die Griffposition am Lenker zu wechseln, was bei einem Rennlenker relativ einfach zu bewerkstelligen ist.

Das mit dem eingeschlafenem Penis ist auch kein unbekanntes Problem. Hast Du schon mal ein Sattel mit einem Loch ausprobiert? Die Neigung des Körpers, gerade wenn man den Lenker unten fasst, ist enorm. Da wird das "gute Stück" recht stark eingequetscht. Ohne Werbung für eine bestimmte Firma machen zu wollen, soll der Verweis als Beispiel für einen solchen Sattel dienen, darstellen, was ich meine und als Grundlage für ein Gespräch beim Fahrradhändler sein (manche müssen mit der Nase auf alles gestossen werden):
http://www.selleroyal.it/en/performa/supra

Dass es Dir auf den letzten 21km schlecht geht, kann auf Überlastung schließen. Nach 80km warst Du einfach "alle" und hättest einen Gang zurückschalten müssen. War das die erste längere Tour oder bist Du dieses Jahr schon öfters 100km gefahren? Ich selber fahre im Winter nur in der Stadt die 5km zu den Konsumtempeln und wieder zurück. Da lässt die Kondition nach und muss es im Frühjahr etwas langsamer angehen. Ich verschätze mich auch öfters mit der Entfernung. Da sollte man nichts übers Knie brechen und das letzte Stück langsamer nach Hause fahren. Das ist ja kein Zeitfahren, sondern es sollte Spaß machen und dass auf den letzten Kilometern einem die Luft ausgegangen ist, muss niemand wissen.

Ob jetzt neun Liter Wasser auf 100km angepasst sind, weiss ich nicht. In der guten alten Zeit der Dreigangschaltungen habe ich auf 100km gar nichts getrunken. Da war man froh, wenn man den Kübel irgendwie auf 20km/h gebracht hat. Dann kamen die enger abgestuften Kettenschaltungen, wo man dann schneller fahren konnte und die Wasserflasche musste plötzlich mit. Allerdings reicht mir da ein dreiviertel Liter reines Wasser, das ich nach der Hälfte der Tour in einem Biergarten / Straßencafe, in dem ich einen Kaffee und 0,4l Spezi trinke (ja ich weiß, ist ungesund und hat viele Kalorien), auffülle. Ich bin allerdings kein ausgesprochener Rennradfahrer, sondern fahre ein Trekkingrad mit Multipositionslenker und Triathlon-Aufsatz. Da kann man die Abkürzung durch den Wald nehmen wenn die Tour zu lang wird.

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