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Muss es jemanden erzählen...

3. Juli 2012 um 6:42 Letzte Antwort: 14. Juli 2012 um 15:13

Hallo an alle,
Ich bin neu hier und würde euch gerne meine Geschichte erzählen. Bin noch nicht bereit es meiner Familie und Freunden zu sagen. Aber irgendwie muss ich es gerade mal los werden.

Also ich bin 25 und war als Teenager lange Zeit an magersucht mit bulimischen Phasen erkrankt.
Ich bin glücklich verheiratet und habe zwei wundervolle Kinder. Eigentlich alles perfekt, oder doch nicht?

Das Problem was ich habe ist wie ihr vielleicht schon vermutet mein eigener Körper.

Damals habe ich den weg aus der es mit Hilfe meines heutigen Mannes geschafft, und als ich schwanger wurde war es plötzlich ganz leicht für mich normal zu essen.

Ich hatte nach der ersten Schwangerschaft immer so um die 60 Kilo bei einer Größe von 171 cm. War mehr oder weniger zufrieden.

Nun wurde ich letztes Jahr wieder geplant schwanger. Ich startete mit 61 Kilo und am Ende hatte ich ca. 72 kg.

Bis dahin habe ich immer geglaubt die ES für immer hinter mir gelassen zu haben...

Nach der Geburt war ich so unzufrieden mit mir, das ich versucht habe die zugenommenen Kilos schnellstmöglich wieder runter zu bekommen. Bis das gewicht bei 63 stagnierte. Dann fing ich wieder mit dem brechen an, ich kann mich garnicht mehr an die Situation errinnern wie es anfing und was der genaue Auslöser war. Angefangen hat es als meine Tochter Ca. 3 Monate alt war, heute ist sie fünf Monate.

In dieser Zeit habe ich entweder nichts oder sehr wenig gegessen, war es doch mal etwas mehr habe ich gebrochen

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3. Juli 2012 um 6:53

War noch gar nicht fertig...sorry
Häufig muss ich natürlich normal essen, möchte meinen Kindern ja ein gesundes essverhalten vorleben. Deswegen kommt es auch oft vor das ich mehrmals täglich erbreche.

Ich habe es geschafft in dieser Zeit bis auf 54 Kilo abzunehmen, ich habe das Gefühl ich bin wieder voll drin und das in so kurzer Zeit.

Ich habe keine fa's, esse wenn dann normale Portionen.

Meinem Mann möchte ich nichts sagen, habe angst er ist enttäuscht von mir...

Vielleicht habt ihr ja einen Rat für mich ?

Liebe grüße das lottchen

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4. Juli 2012 um 15:05
In Antwort auf minako_12498728

War noch gar nicht fertig...sorry
Häufig muss ich natürlich normal essen, möchte meinen Kindern ja ein gesundes essverhalten vorleben. Deswegen kommt es auch oft vor das ich mehrmals täglich erbreche.

Ich habe es geschafft in dieser Zeit bis auf 54 Kilo abzunehmen, ich habe das Gefühl ich bin wieder voll drin und das in so kurzer Zeit.

Ich habe keine fa's, esse wenn dann normale Portionen.

Meinem Mann möchte ich nichts sagen, habe angst er ist enttäuscht von mir...

Vielleicht habt ihr ja einen Rat für mich ?

Liebe grüße das lottchen

Hallo Lottchen,
ich weiß gar nicht, warum dir niemand antwortet. Vielleicht liegt es daran, dass dir mit einem Beitrag nicht wirklich geholfen werden kann. Mit 54 KG bist du zu dünn, du isst zu wenig, so dass du dich wahrscheinlich sogar im sog. Hungerstoffwechsel befindest, einem gefährlichen Zustand der Minderversorgung aller Organe. Hinzu kommt das bedrohliche tägliche Erbrechen. Du solltest dich schnellstmöglich zu einer Heilung durchringen, da du nicht nur Verantwortung für dich sondern auch für 2 kleine Kinder trägst.

Sicherlich wird dein Mann nach dem erlittenen Rückfall besorgt um dich sein. Andererseits ist eine private Unterstützung im täglichen Kampf gegen die Essstörung sehr wichtig. Du solltest daher noch einmal überlegen, ob du dich ihm nicht doch anvertrauen willst. Sollte auch die Hilfe deines Mannes nicht ausreichend sein, würde ich dir zu einer ambulanten Psychotherapie raten.

Für dich geht es bei einem Selbstheilungsversuch darum, deine tägliche Kalorienzufuhr auf zunächst 2000 Kcal zu erhöhen, ohne zu erbrechen, um dadurch eine Normalisierung deines wahrscheinlich entgleisten Stoffwechsels zu erreichen. Dabei gilt es, die panische Angst vor einer Gewichtszunahme zu überwinden. Du wirst dich dazu zwingen müssen, dein normales Essen nicht zu erbrechen, und deiner Gesundheit Vorrang vor deinem Aussehen einzuräumen.Notwendig ist der feste Wille, wieder gesund zu werden, und die Motivation, an seiner gegenwärtigen lebensbedrohlichen und kranken Situation etwas ändern zu wollen.Nur wer seine behandlungsbedürftige Lage realisiert, seine schwere psychische Erkrankung als solche erkennt und nicht verniedlicht oder verleugnet, hat die Chance auf Heilung.

LG Nus

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5. Juli 2012 um 19:44
In Antwort auf selver_11957295

Hallo Lottchen,
ich weiß gar nicht, warum dir niemand antwortet. Vielleicht liegt es daran, dass dir mit einem Beitrag nicht wirklich geholfen werden kann. Mit 54 KG bist du zu dünn, du isst zu wenig, so dass du dich wahrscheinlich sogar im sog. Hungerstoffwechsel befindest, einem gefährlichen Zustand der Minderversorgung aller Organe. Hinzu kommt das bedrohliche tägliche Erbrechen. Du solltest dich schnellstmöglich zu einer Heilung durchringen, da du nicht nur Verantwortung für dich sondern auch für 2 kleine Kinder trägst.

Sicherlich wird dein Mann nach dem erlittenen Rückfall besorgt um dich sein. Andererseits ist eine private Unterstützung im täglichen Kampf gegen die Essstörung sehr wichtig. Du solltest daher noch einmal überlegen, ob du dich ihm nicht doch anvertrauen willst. Sollte auch die Hilfe deines Mannes nicht ausreichend sein, würde ich dir zu einer ambulanten Psychotherapie raten.

Für dich geht es bei einem Selbstheilungsversuch darum, deine tägliche Kalorienzufuhr auf zunächst 2000 Kcal zu erhöhen, ohne zu erbrechen, um dadurch eine Normalisierung deines wahrscheinlich entgleisten Stoffwechsels zu erreichen. Dabei gilt es, die panische Angst vor einer Gewichtszunahme zu überwinden. Du wirst dich dazu zwingen müssen, dein normales Essen nicht zu erbrechen, und deiner Gesundheit Vorrang vor deinem Aussehen einzuräumen.Notwendig ist der feste Wille, wieder gesund zu werden, und die Motivation, an seiner gegenwärtigen lebensbedrohlichen und kranken Situation etwas ändern zu wollen.Nur wer seine behandlungsbedürftige Lage realisiert, seine schwere psychische Erkrankung als solche erkennt und nicht verniedlicht oder verleugnet, hat die Chance auf Heilung.

LG Nus

Danke
Hallo nus,

Vielen dank für deine Antwort.
Meinst du wirklich das ich mich nach so kurzer Zeit schon im Hungerstoffwechsel befinde?

Ich weiß das ich unbedingt was ändern muss...aber ich habe das Gefühl die bulimie hat mich erneut eiskalt erwischt und fest gepackt...ich ertrage es kaum normal zu essen, ich empfinde das Sättigungsgefühl als enormen druck, kaum auszuhalten...dann gehe ich erbrechen, fühle mich erleichtert und dadurch besser...

Ich hätte nicht gedacht einen Rückfall zu erleben, dachte ich hätte das alles hinter mir gelassen und nun hat die es mich wieder voll im Griff...

Vielleicht sollte ich wirklich mit meinem Mann reden, aber es wird mir sehr schwer fallen. Kann ihm ja nicht einmal sagen warum es wieder los ging, weil ich es irgendwie selber nicht weiß...

Für meine Kinder bin ich stark, selbst wenn es mir schlecht geht und ich mich müde und ausgelaugt fühle, rappel ich mich trotzdem auf und wir unternehmen viel und haben Spaß zusammen..sie sollen nicht drunter leiden.

Meinst du nicht das 2000 kcal zu viel für den Anfang sind, habe einfach panische angst vor einer Zunahme...

Vielen dank fürs zuhören
Lieben Gruß

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6. Juli 2012 um 16:08
In Antwort auf minako_12498728

Danke
Hallo nus,

Vielen dank für deine Antwort.
Meinst du wirklich das ich mich nach so kurzer Zeit schon im Hungerstoffwechsel befinde?

Ich weiß das ich unbedingt was ändern muss...aber ich habe das Gefühl die bulimie hat mich erneut eiskalt erwischt und fest gepackt...ich ertrage es kaum normal zu essen, ich empfinde das Sättigungsgefühl als enormen druck, kaum auszuhalten...dann gehe ich erbrechen, fühle mich erleichtert und dadurch besser...

Ich hätte nicht gedacht einen Rückfall zu erleben, dachte ich hätte das alles hinter mir gelassen und nun hat die es mich wieder voll im Griff...

Vielleicht sollte ich wirklich mit meinem Mann reden, aber es wird mir sehr schwer fallen. Kann ihm ja nicht einmal sagen warum es wieder los ging, weil ich es irgendwie selber nicht weiß...

Für meine Kinder bin ich stark, selbst wenn es mir schlecht geht und ich mich müde und ausgelaugt fühle, rappel ich mich trotzdem auf und wir unternehmen viel und haben Spaß zusammen..sie sollen nicht drunter leiden.

Meinst du nicht das 2000 kcal zu viel für den Anfang sind, habe einfach panische angst vor einer Zunahme...

Vielen dank fürs zuhören
Lieben Gruß

Hallo Lottchen,
du hast in kurzer Zeit von gesunden 63 KG auf 54 Kg abgenommen und schreibst selbst, dass du " nichts oder sehr wenig " gegessen hast. Ich gehe daher davon aus, dass sich dein Körper im Hungerstoffwechsel befindet, in den er sehr schnell schon nach 1 Woche mit weniger als 1500 Kcal umschalten kann. Eine Normalisierung gelingt jetzt nur durch ausreichendes Essen über einen längeren Zeitraum. Dies ist ohne eine leichte Gewichtszunahme nicht möglich, in deinem Fall aber auch nicht tragisch, da du ohnehin zunehmen musst. Dem steht natürlich - wie bei allen anderen auch - deine panische Angst vor einer Gewichtszunahme entgegen. Diese Angst (Gewichtsphobie), in der Regel unterstützt durch eine Wahrnehmungsstörung (Körperschemastörung), ist Kern der Essstörung und muss im täglichen Kampf um eine ausreichende Kalorienzufuhr überwunden werden.

Ob bei dir im Anfang 2000 Kcal zu viel sind, hängt davon ab, wie viele Kalorien du im Durchschnitt der letzten 2 Wochen zu dir genommen hast. Ich weiß, dass die Bestimmung der Kalorien schwierig ist, wenn es zum Erbrechen kommt. Aber vielleicht hast du doch eine vage Vorstellung davon, wie viele Kalorien du bei dir behalten hast. Wenn nicht, solltest du mal damit beginnen, die Kalorien von den Speisen zu zählen, die du nicht erbrichst. Aber, wie gesagt, das Kalorienzählen und das tägliche Wiegen ist nicht das Problem sondern die Bereitschaft zum zermürbenden und belastenden Kampf um eine tägliche ausreichende Ernährung. Ich wünsche dir die Einsicht und Kraft, diesen Kampf für deine Gesundheit und zum Wohle deiner Kinder führen zu wollen.

LG Nus

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6. Juli 2012 um 16:58

Ich kann dich gut verstehen!!!
Mit meinem essen geht es auch immer bergauf bergab.
In meiner Schwangerschaft (bin übrigens 20) war alles super (vorher hatte ich am tag nen apfel gegessen und wenn es mal mehr war habeich erbrochen) ich konnte essen was ich wollte.... Es war alles super.
(muss noch dazu sagen, dass ich noch nie riiiichtug dünn war)...
In der Schwangerschaft habe uch mir gar keine gedanken übers essen gemacht.
Ich aß worauf ich lust hatte. Und als am ende der Schwanferschaft noch das viele Wasser hinzu kam, war ich auf 107 kg!!!!!
Gestartet bin ich mit ca 80 kg.
3 tage nach der geburt verschwand das ganze wasser ubd ich war ca auf 92 kg.
Doch der bauch hängt und ich fühle mich sooo fett!!!!
Schon direkt nach der geburt hörte ich auf zu essen (wenn nur ganz wenig). Noch im Krankenhaus.
Doch da ich stillte merkte man es an meinem
Kind und meine Hebamme sagte mir dass ich ganz viel fertiges, so viel ich will, essen soll.
Ich tat es nur für meine Tochter.
Doch seit ich nicht mehr stille gibt es ein ständiges auf und ab.
Sie ist jetzt 8 monate alt.
Und jetzt wurde mir oft gesagt, dass ich zugenommen hätte etc (was ja auch stimmt aber es verletzt einfach trotzdem) und zack war ich wieder drin.
Ich nahm von 87 kg
Auf ca 78 kg innerhalb von 3-4 Wochen ab.
Jetzt konnte ich mit mühe und not meine kcal-Zuführ von ca 200 auf etwa 800 steigern was mir aber verdammt viel vorkommt.

Naja was ich dir eigentlich sagen will ist, dass ich weiß wie man sich nach der Schwangerschaft fühlt. Und das kann sehr an die Substanz gehen!
Wobei die Freude über sein Kind eigentlich überwiegen sollte...

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14. Juli 2012 um 13:25
In Antwort auf selver_11957295

Hallo Lottchen,
du hast in kurzer Zeit von gesunden 63 KG auf 54 Kg abgenommen und schreibst selbst, dass du " nichts oder sehr wenig " gegessen hast. Ich gehe daher davon aus, dass sich dein Körper im Hungerstoffwechsel befindet, in den er sehr schnell schon nach 1 Woche mit weniger als 1500 Kcal umschalten kann. Eine Normalisierung gelingt jetzt nur durch ausreichendes Essen über einen längeren Zeitraum. Dies ist ohne eine leichte Gewichtszunahme nicht möglich, in deinem Fall aber auch nicht tragisch, da du ohnehin zunehmen musst. Dem steht natürlich - wie bei allen anderen auch - deine panische Angst vor einer Gewichtszunahme entgegen. Diese Angst (Gewichtsphobie), in der Regel unterstützt durch eine Wahrnehmungsstörung (Körperschemastörung), ist Kern der Essstörung und muss im täglichen Kampf um eine ausreichende Kalorienzufuhr überwunden werden.

Ob bei dir im Anfang 2000 Kcal zu viel sind, hängt davon ab, wie viele Kalorien du im Durchschnitt der letzten 2 Wochen zu dir genommen hast. Ich weiß, dass die Bestimmung der Kalorien schwierig ist, wenn es zum Erbrechen kommt. Aber vielleicht hast du doch eine vage Vorstellung davon, wie viele Kalorien du bei dir behalten hast. Wenn nicht, solltest du mal damit beginnen, die Kalorien von den Speisen zu zählen, die du nicht erbrichst. Aber, wie gesagt, das Kalorienzählen und das tägliche Wiegen ist nicht das Problem sondern die Bereitschaft zum zermürbenden und belastenden Kampf um eine tägliche ausreichende Ernährung. Ich wünsche dir die Einsicht und Kraft, diesen Kampf für deine Gesundheit und zum Wohle deiner Kinder führen zu wollen.

LG Nus

...
Hallo, sorry für die verspätete Antwort...kam aber die letzte Woche nicht zum schreiben...

@ wunschmami...ja die Freude über die Kinder sollte natürlich überwiegen und ich liebe meine Kinder wirklich über alles, deswegen möchte ich mich ja auch eigentlich nicht kaputt machen, möchte immer für sie da sein...aber den absprung aus der es zu schaffen fällt mir garnicht so leicht...leider

@ nus : kalorien habe ich bis jetzt noch nicht akribisch gezählt, aber ich denke es werden so 500 kcal ohne erbrechen sein. Wie viele kalorien trotz des erbrechens noch hinzu kommen weiß ich nicht, weil etwas nimmt der Körper ja trotzdem auf...

Ich würde so gerne mit jemanden in meiner näheren Umgebung drüber sprechen, es fällt mir aber so schwer zu zugeben das ich nicht stark genug war und mich der bulimie wieder hingegeben habe...

Es sprechen mich nun auch schon Personen an, ob es mir gut ginge, ich hätte so viel abgenommen...sie wissen von meiner Vorgeschichte... Sie machen sich Sorgen.
Ich sage trotzdem es würde mir gut gehen, es ist alles in Ordnung.

Ach ich weiß auch nicht, möchte so gerne was ändern und schaffe es dann aber doch nicht...

Komisch ist natürlich das alle sagen ich wäre dünn und ich fühle mich ganz anders, das ist dann wohl die Körperschemastörung...bin langsam echt verzweifelt.

Lieben Gruß

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14. Juli 2012 um 15:13
In Antwort auf minako_12498728

...
Hallo, sorry für die verspätete Antwort...kam aber die letzte Woche nicht zum schreiben...

@ wunschmami...ja die Freude über die Kinder sollte natürlich überwiegen und ich liebe meine Kinder wirklich über alles, deswegen möchte ich mich ja auch eigentlich nicht kaputt machen, möchte immer für sie da sein...aber den absprung aus der es zu schaffen fällt mir garnicht so leicht...leider

@ nus : kalorien habe ich bis jetzt noch nicht akribisch gezählt, aber ich denke es werden so 500 kcal ohne erbrechen sein. Wie viele kalorien trotz des erbrechens noch hinzu kommen weiß ich nicht, weil etwas nimmt der Körper ja trotzdem auf...

Ich würde so gerne mit jemanden in meiner näheren Umgebung drüber sprechen, es fällt mir aber so schwer zu zugeben das ich nicht stark genug war und mich der bulimie wieder hingegeben habe...

Es sprechen mich nun auch schon Personen an, ob es mir gut ginge, ich hätte so viel abgenommen...sie wissen von meiner Vorgeschichte... Sie machen sich Sorgen.
Ich sage trotzdem es würde mir gut gehen, es ist alles in Ordnung.

Ach ich weiß auch nicht, möchte so gerne was ändern und schaffe es dann aber doch nicht...

Komisch ist natürlich das alle sagen ich wäre dünn und ich fühle mich ganz anders, das ist dann wohl die Körperschemastörung...bin langsam echt verzweifelt.

Lieben Gruß

Liebe Lotte,
du musst dich nicht für deine Bulimie schämen, weil du zu deiner psychischen Krankheit auch in Form der früheren Anorexie nichts kannst. Darum kannst du dich ruhig deinem Mann anvertrauen, der dich bei der Heilung unterstützen wird so wie er es früher auch schon einmal getan hat. Es ist ganz wichtig, dass du wieder aus dem Hungerstoffwechsel rauskommst, der eine Minderversorgung und damit Schädigung aller deiner Organe bedeutet. Du darfst daher auch nicht sagen, dass du es nicht schaffst. Es ist notwendig und daher musst du es schaffen.Es ist sonst nur eine Frage der Zeit, bis Schäden am ersten Organ auftreten oder dies ganz ausfällt.

Da du mit deiner täglichen Kalorienzufuhr sicherlich unter 1000 Kcal liegst, würde ich dir empfehlen, zunächst 1 Woche lang etwa 1400 -1500 Kcal zu essen und dann ab der 2. Woche die tägliche Kalorienzufuhr auf 1800 Kcal zu erhöhen. Du wirst davon leicht zunehmen, was aber auch notwendig ist, da du mit einem BMI von 18,5 zu dünn bist, auch wenn du das selbst nicht erkennst.

LG Nus

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