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Morgen Brustamputation bei Kollegin

12. Dezember 2010 um 22:36

Hallo ,

morgen wird meiner Kollegin die gesamte Brust amputiert , vorausgegangen war schon vor 2 Wochen eine Entfernung des Tumors .
Ich habe durch die viele Arbeit das ganze Thema vedrängt und jetzt , wo ich schlafen gehen wollte , kam das ganze wieder hoch .

Ich kenne die Kollegin noch nicht sehr lange , aber sorge mich trotzdem sehr um sie .Sie ist erst 30 Jahre und hat ein kleines Kind , keinen Partner und eigentlich niemanden , der sie auffängt . Morgen muss sie ganz früh schon im KH sein und wird auch nach der OP schon in 3 Tagen entlassen . Ich habe Angst , dass sie die Nacht Probleme bekommt , sie sagt zwar , dass sie es schafft , aber sie war bis vor kurzem lange Zeit psychisch so instabil , dass sie Suizidversuche unternahm . Seit das Kind da ist , ist sie besser drauf .
Ich kann sie nicht anrufen und auch niemanden erreichen , der sich um sie kümmern kann , weil jetzt keiner auf Arbeit erreichbar ist und ich niemanden aus ihrem Umfeld kenne . Ich habe Angst , dass sie sich was antut und kann es auch nicht ertragen , dass sie morgen da ganz allein hingehen soll , ohne jegliche Hilfe . Die betriebliche Psychotherapeutin und auch unsere Sekretärin , die sich die ganze Zeit vorher um sie gekümmert haben , sind heute und morgen nicht für sie da - ich kann das gar nicht verstehen .

Ich hätte mit ihnen reden müssen , damit jemand von ihnen heute Abend und morgen früh bei ihr ist , aber ich habe nicht im mindesten daran gedacht und jetzt bringt mich mein schlechtes Gewissen und die Angst um die junge Frau schier um . Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so hilflos , wie jetzt gefühlt . Dieses Jahr habe ich selbst versucht , mein Leben zu beenden und weiß , dass es dazu weniger als eine so bedrohliche und niederschmetternde Situation braucht , um zu einem solchen Entschluss zu kommen .
Die anderen Kollegen sagen : "ja , sie hat doch wenigstens ihr Kind" und verkennen dabei völlig , dass sich alles für sie ändern wird : ihr Körpergefühl , ihre Sexualität und ihr ohnehin angeknackstes Selbstwertgefühl ... sie tut mir so leid und ich kann nichts für sie tun - das ist das schlimmste daran .

Ich weiß , dafür gibt es keine schnellen Lösungen , aber ich musste das loswerden . Morgen früh rufe ich gleich bei der Therapeutin und der Sekretärin an . Ich weiß ja noch nicht mal genau , wo die Kollegin wohnt http://www.gofeminin.de/world/communaute/forum/imforum/smiley/g30.gif

Styx

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13. Dezember 2010 um 18:48

Hy
Deine Geschichte hat mich sehr berührt ich bin 26 jahre alt und habe einen gutartigen knoten in der brust der morgen auch raus operiert wird wovor ich riesen angst habe.Ich drücke deiner kollegin die daumen das sie die schweren stunden schafft und Ich hoffe für sie das sie dann ruhe hat mit der geschichte, das leben sollte eigentlich das größte geschenk sein und die letzten wochen waren auch hart für mich gott sei dank ist es ebi mir nichts schlimmes damit will ich einfach nur sagen sie ist nicht allein auch wenn es bei mir nicht annähernd so schlimm ist
Alles gute

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