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Model -Gesetz in Israel

21. Mai 2011 um 13:29 Letzte Antwort: 27. Mai 2011 um 12:49

Im israelischen Parlament wird demnächst über ein sog. Model - Gesetz beraten, das von Ärzten und dem Gesundheitsministerium unterstützt wird. Nach dem Gesetzesentwurf soll der Einsatz von anorekischen Models in der Modeindustrie verboten werden. Ziel des Gesetzes ist es, zu verhindern, dass mehr und meh junger Menschen der Anorexie zum Opfer fallen, wobei von einer ernstzunehmenden Tendenz gesprochen wird.

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21. Mai 2011 um 13:44

Finde ich gut
Vielleicht hilft es wirklich, junge Frauen wachzurütteln, bzw. erst garnicht in den Magerwahn zu bringen...
Sicher sind auch andere Faktoren Auslöser für das Krankheitsbild...(fehlende Liebe etc.) aber wenn man dazu noch die "schönen" Models sieht-die Norm, weil ja plötzlich alle dünn sind, dann bestärkt/motiviert dies noch zusätzlich, weiter abzunehmen!

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21. Mai 2011 um 17:31


Mich macht so etwas sogar immer etwas ärgerlich . Gerade die Verknüpfung von Magersucht mit Modeindustrie respektive Schönheitswahn hat es mir immer und macht es mir noch immer sehr schwer zu meiner Anorexie zu stehen. Ich finde die Gesellschaft macht es sich viel zu einfach, wenn sie Anorexie mit einem heute geltenden - natürlich sicher gefährlichen - Schönheitsideal verknüpft. Ich fühle mich dadurch als Anorektikerin immer sehr unverstanden, sogar abgewertet und in eine Ecke gestellt (oberflächliches Püppchen, das sich an Modelidealen orientiert). Außerdem hat Lou ganz recht, dass Anorexie nun einmal keine moderne Erscheinung ist, sondern dass erste Fälle bereits aus dem Mittelalter bekannt sind. Anorexie ist eine psychische Erkrankung, die in erster Linie mit tiefgreifenden persönlichen Problemen zusammenhängt und nicht mit Schönheitsidealen. Daher müsste man viel mehr darüber nachdenken, inwiefern das Leistungsdenken unserer Gesellschaft, die zunehmende Individualisierung und die fehlenden sozialen Verbindlichkeiten unserer heutigen Zeit die Anorexie wesentlich eklatanter beeinflussen als die Modeindustrie. Und die Politik ignoriert solche wesentlich gravierenderen gesellschaftlichen Probleme indem sie Phänomene wie Anorexie und Bulimie auf die Modeindustrie und deren Ideale schiebt. Was uns fehlt sind jedoch sicher nicht weitere Verbote, sondern Diskussionen über gesellschaftliche Werte und gesellschaftliches Miteinander. Absolut oberflächlich und unreflektiert

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21. Mai 2011 um 18:04

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du scheinbar auch!


Ähhh...was soll der Smilie am Ende????
Der da so hochguckt...

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21. Mai 2011 um 18:06
In Antwort auf patchsu

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du scheinbar auch!


Ähhh...was soll der Smilie am Ende????
Der da so hochguckt...

Und...
wie gehts dir den Momentan so?????

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21. Mai 2011 um 18:06
In Antwort auf patchsu

Und...
wie gehts dir den Momentan so?????

... hab ein -n vergessen
das kommt davon wenn man sich den ganzen tag im Forum rumtreibt...

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21. Mai 2011 um 21:01

Hey, geilomat find ich das
ja das wäre mal ne Option...Kunsttherapie...mit dir zusammen zu studieren, aber vom Studieren hab ich erstmal genug-8 Semester haben mir gereicht!!!!

Mach weiter so...ich bin auch symptomfrei, aber habe als so nen Mordshunger, dass ich ständig am Futtern bin...
Naja, wenn mein Körper das jetzt braucht, dann solls mir Recht sein.
Nächste Woche bekomme ich bestimmt vor Stress eh nichts mehr runter...

Lass dich umarmen von deiner Susi

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21. Mai 2011 um 22:52


Liebe Mimi,

mir ist schon klar, dass die Modeindustrie als Verstärker fungiert und für sowieso schon labile Persönlichkeiten identifikationsfiguren bietet. Ich habe lediglich gesagt, dass mir diese Argumentation seitens der Politik immer von einer zu stark vereifachenden und monokausalen Begründung für Essstörungen ausgeht und nicht bemerkt, dass die gesamtgesellschaftliche Entwicklung einen idealen Nährboden für Essstörungen und weitere psychische Erkrankungen bietet. . Die Argumentation an sich habe ich schon verstanden

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22. Mai 2011 um 9:59

Ich denke....
... auch, dass die Modewelt eher sekundär etwas mit Esstörungen insbesondere MS zu tun hat. Mal als Punkt eins.

Punkts zwei: ich bin skeptisch, dieses Gesetz gibt es auch in Brasilien und Spanien usw und naja, dann gibt es diese Ausnahme und jene....
Ich meine nicht falsch verstehen, nicht dass NUS wieder denk ich wäre pro oder with ana :-p, aber es gibt einiges was dagegen spricht, dass diese Gesetz in der Realität wirklich funktioniert.
Vor allem wird es wohl an der Modeindustrie selbst liegen, denn, und man hat mir das in alle Deutlichkeit selbst gesagt:
Models auf den internaionalen Laufstegen (ich spreche nicht von denen auf den Katalogen) sind wandelnde Kleiderständer und das ist so gewollt, Designer wollen ihr Kleider präsentieren, nicht die Frau die dahinter steckt, die Kleidung muss im Vordergrund stehen, nicht der Mensch. Warum also sollte ein Designer eine schön geformte Frau in eines seiner Stücke stecken: wer wirkt denn da Frau oder Kleid?
(wie gesagt, es ist nicht so dass ich die magerheit der models für gut befinde, ich denke nur einfach, dass die wenigsten hungern um so auszusehen wie diese Mannequins, denn die allerwenigsten davon haben noch irgendetwas schönes, im alltag gehen sie meist sogar in der masse unter. Es ist nur der Gedanke: wird das wirklich funktionieren? dieses gesetz? und was soll es den essgestörten bringen?...also ich bin definitiv nicht ESler weil ich so aussehen will wie das magermodel auf dem laufsteg).
Also zusammengefasst:
Gut, dass es präventivmaßnahmen für Models geben soll, schlecht, dass es sich im internationalen vergleich wohl wieder nicht durchsetzt und es als prävention gegen ES unter Uschi-Normal-Verbraucherinnen wohl kaum etwas bringen wird.

SO meine Meinung

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22. Mai 2011 um 11:39

Meinst?
Hmm naja ich kenne persönlich keine, die tatsächlich einem magermodel nacheifert. Dass man einen eigenen schönheitsideal nacheifert, das kenn ich auch, aber einem fremden? Ich weiß nicht, ich kann mir das einfach kaum vorstellen. Vllt bei Teenagern, aber ich denke, dass irgendwie man selbst im vorergrund steht und nicht das model, man kreiert sich ja praktisch selbst, und selbst kenn praktisch keinen, der sagt ich möchte aussehen wie Callista Flockhart oder Allie Crandell, SIch selbst knochig schön zu finden ist doch irgendwie anders als andere knochig zu finden, oder? ich weiß nicht, so tief ms war ich nicht, bin ja mehr aus ner anderen schiene.

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22. Mai 2011 um 12:10

Ja
das stimmt allerdings, bei mir fing es auch mit 15 oder 16 an... und das ist jetzt mehr als 10 jahre her....
Aber Magermodels waren da definitiv nicht mein Vorbild, die fand ich schon immer hässlich

Aber bzgl des Modelgesetzes: da hab ich den Tag ne Doku drüber gesehen (ich glaub die war schon etwas älter und ging über brasilianische Models)

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22. Mai 2011 um 12:42

Hallo,
auch ich persönlich kenne KEINE Essgestörte, die diese Magermodels als Vorbild nimmt.
Bei allen waren die Ursachen der Krankheit bisher immer anders und sie fanden die Models auch zu dürre.
Auch für mich waren Models niemals Vorbilder, sondern eher abschreckend und mitleiderregend.
Und wenn solche Models doch mal zur Essstörung beigetragen haben, dann eher sekundär.

Klar, das diese Magermodels so omnipresent sind, lässt in manchen vielleicht wirklich aufkeimen "ich bin nur schön, wenn ich so aussehe", aber bei den meisten liegt zumindest nicht die Primärursache bei den ganzen Plakaten und co.
Aber das ist auch so ein Phänomen: In der Klinik erkannten alle bei anderen sofort, wenn sie zu dünn sind, bei sich selbst aber nicht.
Das war und ist bei mir genauso.
Ich halte mich immer noch zu dick, auch, als ich einen BMI von 16 hatte fand ich mich nicht zu dünn, sondern eher im Gegenteil.
Sah ich jedoch Werbung von bestimmten Modefirmen, so erkannte ich immer sofort ob die Frau darauf abgemagert war oder nicht.

Bestimmt dienen ein paar diese Models als schlechtes Vorbild, das sind aber nur die wenigsten.
Oder ich habe immer die "falschen" ESler kennen gelernt....

LG

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22. Mai 2011 um 17:02


Dito, Annabell!

Ab und an hole ich mir ja auch mal eine Zeitschrift, und da sind auch zu genüge solche Magerfotos drinne....
Zumal man den Magermodels schon in den Augen ansieht, dass sie krank sind... das ist dann dieser leere Blick... dazu dann noch das krankhaft eckige Gesicht und durch die Schminke sehen sie noch kranker aus... meiner Meinung nach.
Den meisten sieht man an, dass sie wohl ziemlich leiden dürften....

Brot gehört zu einem gesunden Speiseplan, ebenso wie Reis Nudeln, Kartoffeln und ja - auch Fett.
Ohne Fett kann der Körper viele Vitamine gar nicht aufnehmen!
In Hinsicht auf Werbung finde ich da eine Firma für Körperpflegemittel nicht schlecht... die nehmen normalgebaute Leute.

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24. Mai 2011 um 14:10


Eine Frage, die mich in den letzten Monaten auch sehr beschäftigt hat, ist eine Kalorie gleich eine Kalorie hinsichtlich ihrer Auswertung durch den Körper.

In einem seriösen wissenschaftlichen Artikel (https://www.thieme-connect.de/ejournals/abstract/diabetakt/doi/10.1055/s-2008-1079121) steht folgendes:

"Die Vorstellung, eine Kalorie ist eine Kalorie, ist nicht mehr aufrecht zu erhalten und macht vor dem Hintergrund aktueller Forschungsergebnisse nach Ansicht der Autoren einen Paradigmenwechsel notwendig. Die Zusammensetzung der Nahrung in Bezug auf die Makronährstoffe beeinflusst eine Vielzahl von Hormon- und Transmittersystemen, die entscheidende Wirkung auf die Regulation des Energiehaushaltes haben. Diese Systeme führen nicht nur zu Veränderungen in der Energiebilanz und damit der Effizienz der Nahrungsauswertung, sondern tragen wesentlich zum Verhalten des Individuums im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme bei."

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27. Mai 2011 um 12:49


sag ich doch! genauso sieht es leider aus! die generation supermodel ist schon lange vorbei (man erinnere sich an claudia schiffer, naomie campbell usw... die hatten ja noch kurven zu ihren top-zeiten), heute geht es nur darum die kleidung zu präsentieren....mehr nicht, der mensch dahinter zählt nicht, aber hatte ich das hier net schon mal gepostet?
Doriane hat voll kommen recht, deswegen wird sich das gesetz kaum durchsetzen, wie auch alle vorhergehenden versuche gescheitert sind....

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