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Meine Geschichte

4. Februar 2014 um 15:34

Ich bin schon älter... genau gesagt 45. Wiege ca. 42 Kilo auf 1,68 m. Tiefsgewicht war bei 39 Kilo. Weigere mich zuzunehmen. Bin über eine sehr schlechtlaufende Beziehung in die Magersucht geruscht. Mein Leben besteht inzwischen nur aus Arbeit und Sport. Mein Tagesrythmus: vor der Arbeit um 5 Uhr 75 Minuten Spinning zu Hause. Dann in die Arbeit. Dann ins Fitness... nochmals mindestens 1 Stunde oft länger Spinning oder / und Krafttraining. Im Sommer stundenlang mit dem Mountenbike unterwegs obwohl morgens auch gelaufen oder gespinnt wird. Mache ausserdem noch viel Sauna, weil ich habe inzwischen auch Wassereinlagerungen in den Beinen. Nach dem abendlichen Sport und Sauna gehen dann die Schmerzen weg und meine Beine sind wieder abgeschwollen. Ich komme aus diesem Teufelskreislauf nicht heraus. Habe Angst vor der Gewichtszunahme. Esse sehr diszipliniert... und wenn zu viel geht es kotze ich es wieder aus. Bulimie im klassischen Sinn hab ich vor 17 Jahren bekommen, war dann jahrelang frei von Anfällen. Bin dann aber immer hineingeruscht... mal mehr, mal weniger. Jetzt sag ich immer, es ist eine Mischform aus Magersucht-Sportsucht und erbrechen. Weil es handelt sich inzwischen nicht mehr um Fressanfälle sondern um ganz normale Malzeiten.
Kein keine Beziehung bzw. menschliche Nähe mehr zulassen und leide teilweise unter schweren Depressionen.
Mädchen, Ihr seit teilweise noch sooo jung... lasst Euch helfen. Ihr habt noch das ganze Leben vor Euch!!!!
LG

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4. Februar 2014 um 16:13

Hallo loslassen
Danke für Deine lieben Worte. Nein ich bin nicht in Therapie. Ich schaff das irgendwie nicht. Ich weiss nicht, was passieren muss, damit ich mir endlich eingestehe, dass mir geholfen werden muss, weil ich es alleine nicht schaffe. Ich bin über 5 Jahre sehr gedemütigt worden in dieser Beziehung und habe auch schon vorher immer wieder sehr schlechte Erfahren gemacht. Irgendwann konnte ich das alles nicht mehr ertragen und bin immer weiter abgeruscht... Deswegen kann ich heute nichts mehr zulassen. Lebe zwar nicht völlig isoliert wegen der Arbeit und ab und zu gehe ich auch am Wochenende fort. Aber zu mehr bin ich nicht fähig. Es dreht sich alles nur noch um Sport, Dünnsein und das Essen zu kontrollieren. Schlimm ist das. Dadurch geht die ganze Lebensfreude und Lebensqualität verloren.
LG

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5. Februar 2014 um 7:54

Liebe loslassen
Ich war kurz auf deinem Blog. Wie kam es zu deinem Bornout? Wenn du diejenige bist, die man dort auf dem Bild sieht? Alleine wie du schreibst, hab ich das Gefühl, dass du dich mich der Krankheit MS und alles was dazu gehört sehr gut ausgekennst. Jetzt wo ich die Bilder gesehen habe, weiss ich, warum du mir gleich so sympathisch warst.
Ob ich schon körperliche Folgen haben. Eigentlich nein. Wahrscheinlich aber auch, weil ich seit kleinem Kind immer Sport getrieben habe. Bin trotz allem ziemlich robust. Bin auch nie wirklich erkältet oder sonst was. Einzig was ich habe ist, das mir zweimal schon der selbe hintere Oberschenkel am Sitzknochen abgerissen ist, als Folge von zuvielen laufen. Jetzt ist er nach 10 Monaten wieder verheilt und ich kann langsam wieder beginnen zu laufen. Daher war ich die letzten Monate sehr viel auf dem Rad... aber laufen wird nie wieder meine Hauptsportart sein können;-(((( Weil jetzt muss ich wirklich auf diesen Muskel aufpassen. Gelenksprobleme habe ich gottseidank überhaupt keine. Manchmal Frage ich mich wirklich, woher ich diese Kraft nehme und warum mein Körper nicht schlapp macht. Aber auf der anderen Seite... das was ich esse ist sehr gesund. Ich koche mir z.B. jeden Abend frisch im Wok. Gemüse, mageres Geflügel. Morgens gibt es Kohlenhydrate und auch mageren Schinken mit viel Gemüse. Ich denke das macht schon sehr viel aus. Ich weiss, ich muss mich entscheiden einen Weg zu gehen. Ich frage mich oft, ob ich noch mit 50 Jahren morgens und abends in den Sport rennen will und sonst nichts anderes vom Leben habe.... ob ich jemals nochmals eine Beziehung eingehen kann und will...täglich grüsst das Murmeltier bzw. das Hamsterrad aus dem auszubrechen so schwer ist. Zudem lebe ich in einem fremden Land und habe keine Freunde hier. Hab zuhause alles wegen dieser Liebe stehen und liegen lassen und hab alles verloren. Zurück nach Hause will ich nicht, soweit bin ich noch nicht. Ausserdem kann ich die Hilflosigkeit meiner Familie nicht ertragen. Wenn es nach meiner Familie gehen würde, würden sie mich zwangseinweisen lassen. Nur damit kommen sie halt nicht durch.
LG

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19. Februar 2014 um 9:39

Deine Geschichte
Liebe Whisky,

ich habe dir einen persönlichen Nachricht geschickt. Hast du ihn gelesen? Für eine lokale Zeitung schreibe ich gerade einen Beitrag über Sportsucht. Ich bin auf der Suche nach jemanden, der mir gerne seine Geschichte erzählen würde. Diese würde selbstverständlich anonymisiert erscheinen. Hättest du Lust mitzumachen?

danke!

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