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Meine Geschichte...Bitte einen Rat!

2. Januar 2015 um 21:54 Letzte Antwort: 3. Januar 2015 um 22:23

Hallo Ihr!
Ich bin neu hier und möchte euch einen Teil meiner Geschichte erzählen und erhoffe mir den einen oder anderen neuen Ratschlag.
Vor 2 Monaten wurde ich ziemlich hart vor der Kopf gestoßen in Sachen Liebe. Seit diesem Tag habe ich Bulimie und in diese Zeit wurde mir bewusst, dass das schon länger in mir steckt. Seit etwa mehr als 2 Jahren übergebe ich mich einmal oder zweimal im Monat oder alle 2. Mir ist das quasi nie "aufgefallen". Ich habe schon sehr lange Probleme mit meinem Körper.
Zur Zeit ist es eben so, dass ich mich eine Woche jeden Tag manchmal mehrmals übergebe, dann echt versuche damit aufzuhören, weil ich merke und weiß wie gesundheitsschädigend das ist. Dann ist es aber so, dass ich bis zu 9 Tage schaffe mich nicht zu übergeben, aber kaum was esse. Ich schwanke dadurch innerhalb von sehr kurzer Zeit um -/+4 kg. Ich bin nicht untergewichtig. Bin 1,76 groß und wiege zwischen 72 und 76 kg. Manchmal wiege ich mich 10x am Tag.
Ich habe Tage, an denen ich richtig depressiv bin. Ich wache morgens auf und denke: Ich will ncihr aufstehen, ich will nicht essen. Ich gehe kaum noch aus meinem Zimmer, weil dort kein Essen ist. In der Schule (Physio Ausbildung) zieht alles nur an mir vorbei und irgendwie weiß ich ncihr mehr weiter.
Mir ist total bewusst dass diese ganze Denkweise Schwachsinn ist und es sehr ungesund ist, aber es ist wie eine zweite Seele, die mich zu all dem leitet. Ich bin so unglücklich! Nun habe ich mir da Kreuzband angerissen und kann kein Sport machen, was alles noch viel schlimmer macht.
Ich habe keine richtigen Fressattacken. Also höchstens bis zu 2000 kcal vielleicht. Ansonsten zähle ich streng Kalorien.
Meine Eltern wissen nichts. Aber einige Freundinnen. Mit einer kann ich darüber reden, weil die selber 4 Jahre Bulimie hatte.

Habe ich überhaupt Bulimie? Wenn das erst seit 2 Monaten so richtig auftritt?

Ich weiß dass ich eine Therapie machen muss, aber ich habe das Gefühl, dass einmal die Woche drüber reden nichts bringen wird. Der Gedanke daran stresst mich total, weil es dann noch zu all den Sachen dazu kommt, die mich zurzeit sowieso schon Überfordern.

Von Bauchgefühl her würde ich gerne in eine Klinik, aber das klingt aus meinem Mund so lächerlich. Ich glaube ich habe nicht das Recht darauf, weil es eben noch ncihr lange ist und ich sogar fast noch über gewichtig bin. Ich weiß dass es Schwachsinn ist, aber diese Gedanken leiten mich. Es gibt doch Leute denen es Sooo viel schlechter geht. Dann habe ich doch kein Recht in eine Klinik zu gehen?!

Sorry für den langen Text, ich hoffe es liest trotzdem jemand
LG

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3. Januar 2015 um 22:23

Hey Strandgut,
Bulimie ist schwer zu durchbrechen. Ich weiß gerade genau wie du dich fühlst. Ich mache so ziemlich dasselbe durch.

Klinik klingt ehrlich gesagt sehr vernünftig. Ich meine du kannst 100 Jahre lang mit Bulimie leben ohne das es jemand mitbekommt, aber was ist das für ein Leben?

Online-Therapie hat bei Bulimie auch gute Erfolgsquoten. Die Scham bei Bulimie ist ja riesig - irgendwo hinzugehen und einem fremden von seinen schandhafen Taten zu erzählen ist wirklich große Überwindung.

Informier dich mal, ob du eine Beratungsstelle findest die dich bei einem Klinikantrag unterstützt (und dein Arzt natürlich auch), oder such mal nach so einer Online-Therapie. (Online-Therapie klingt Banane, ist aber tatsächlich ziemlich erfolgreich.)

Übrigens frohes neues Jahr.

LG

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