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Meine gedanken im kampf gegen die magersucht

8. Mai 2013 um 23:13

Ich habe es nämlich getan, ich habe losgelassen, ich habe mich Fallen lassen und will diese Krankheit nicht mehr bestimmen lassen. Und ich Sage euch,es ist wundervoll ubd furchtbar zugleich.Ich esse, wirklich ich esse. Ich esse viel, ungesund.. Aber ich esse.. Ich tue das was ich mir so lange verwehrt habe. Ich tue das was mir am meisten Angst macht. Und ich halte es aus. Hichgefühle wechseln sich ab mit Tiefster Verzweiflung, Scham und selbsthass. Doch ich gebe nicht nach. Die Krankheit schreit in mir, doch zeitweise ist sie sogar beinahe still. Wirklich. Und in diesen Momenten bin ich glücklich. Wirklich. Mein essverhalten ist ziemlich chaotisch.. Teilweise ist sie dann doch wieder da, die stimme.. Doch sie wird leiser und ich immer stärker. Und sie bekommt mich nicht mehr, nie wieder. Es reicht, nun bestimme ich. Egal wie viel ich Leiden muss, ich gebe nicht mehr auf.. Es ist mein leben... Es ist noch ein langer und steiniger weg, doch ich will ihn gehen.
Nie im leben hätte ich gedacht, dass ich sowas mal
Schreiben würde, ich war so gefangen... So sehr.. Ich habe beinahe aufgegeben...beinahe...
Aber jetzt Kämpfe ich, auch wenn ich eine stunde durchheule wie vorhin, vor lautet Scham und selbsthass oder wenn ich mit wehtun musste weil die stimme mich so fertig macht oder ich viel zu viel süsskram gegessen habe...
Aber es gibt sie wirklich diese wunderschönen Momente, wo ich mich frei fühle, beinahe glücklich ( wielange habe ich so etwas nicht empfunden), es genieße zu essen und viel essen zu dürfen, einfach weil es mir schmeckt. Ohne an kalorien und die zahl auf der waage zu denken. Wenn ich merke, dass ich kräftiger werde, nicht mehr so friere, endlich mal etwas Farbe im Gesicht habe, das leben zurückkommt. Und ganz allein für diese Momente lohnt es sich. Lohnt es sich den Schmerz und die Angst auszuhalten..
Ich vertraue jetzt darauf dass diese Momente mehr werden, immer mehr und dass es immer leichter wird. Ich will es schaffen, den weg zurück ins leben.

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9. Mai 2013 um 6:18

Du
Bist toll
Mir sind beim Lesen deines Textes wirklich die Tränen gekommem...
Meine Hochachtung

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9. Mai 2013 um 12:42
In Antwort auf brittamaus1

Du
Bist toll
Mir sind beim Lesen deines Textes wirklich die Tränen gekommem...
Meine Hochachtung

Ich erkenne
mich wirklich in dem wieder,was du geschrieben hast.
Ich habe einiges verändert.
Ich würde mir nur auch noch mehr Zuversicht wünschen,wie du hast.
Ich habe im Moment einfach ziemlich viel Frust und werde immer wütender auf mich,nur nicht auf die Krankheit.Die will ich verdammt nochmal noch nicht ganz gehen lassen und ich weiß nicht einmal warum!

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10. Mai 2013 um 8:33

Weiter gehts
Hey ihr lieben,
Ich danke euch so sehr für eure worte. Ihr seid toll!
Ich geb nicht auf, das habe ich mit geschworen. Auch wenn ich jeden Tag vor lauter Verzweiflung am heulen bin und die Waage Tag für Tag mehr anzeigt... Bald habe ich das Normalgewicht.. Und ja, ich habe essanfälle.., gestern Abend zum Beispiel. Ich fühle mich furchtbar fett, überall sehe ich nur Speck. Und trotzdem gehe ich heute mit meiner Mutter frühstücken, egal wie schlimm es wird, ich werde nicht einsparen. Einfach weil ich dieser Krankheit keinen Raum mehr geben will. Ich will wieder bestimmen und dafür stelle ich mich dieser Angst. Manchmal weiß ich kaum was ich machen soll, weil ich es kaum aushalten kann...ich muss mir immer wieder sagen dass es richtig ist. Und wenn ich jetzt dick werde, dann ist es so., wen kümmert es ob ich 50 oder 60 kg Wiege? Geht es darum im leben? Wen, außer mich selbst oder diese stimme die mir sowieso nur einredet dass ich schlecht bin, wertlos. Ich bin sooft davor aufzugeben, doch das will ich nicht. Diesmal nicht. Ich will es jetzt schaffen, egal wie sehr ich Leiden muss.. Ich tue es jetzt einfach.
Es kann doch nichts passieren oder? Ich hoffe einfach dass auch diese essanfälle verschwinden sobald ich Normalgewicht habe...
Oh man.. Heute fühle ich mich echt wie ein Walross. Aber egal, auf geht's zum frühstücken
Ich bin auf einem so wackeligen steg und wenn ich jetzt nachgebe dann hat sie mich wieder im griff. Ubd ich weiss, dass ich nocht nocheinmal die kraft aufbringen kann diesen weg erneut zu gehen. Also mache ich weiter!
Ihr helft mir alle so sehr, ich bin euch so dankbar.
Eisblume, bitte gib nicht auf! Wir müssen es einfach schaffen!
Amelie, du bist so wunderbar. Ich wünsche mir so sehr, dass ich es genauso schaffe wie du!
Fühlt euch fest gedrückt <3

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10. Mai 2013 um 11:36


Hey meine liebe,
Na klar! Schreib mir, schreib mir alles was du willst, ich bin für dich da! Freu mich schon.
Nocht aufgeben hörst du? Wir schaffen das! Es ist unser leben!
Fühl dich gedrückt <3

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11. Mai 2013 um 22:58
In Antwort auf eisblumexxx

Ich erkenne
mich wirklich in dem wieder,was du geschrieben hast.
Ich habe einiges verändert.
Ich würde mir nur auch noch mehr Zuversicht wünschen,wie du hast.
Ich habe im Moment einfach ziemlich viel Frust und werde immer wütender auf mich,nur nicht auf die Krankheit.Die will ich verdammt nochmal noch nicht ganz gehen lassen und ich weiß nicht einmal warum!


Liebe eisblume,
Bitte nicht aufgeben! Wir müssen das einfach schaffen! Haben wir nicht ein ganz normales leben verdient?
Fühl dich ganz fest gedrückt! <3

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11. Mai 2013 um 23:18
In Antwort auf venus_12881185


Liebe eisblume,
Bitte nicht aufgeben! Wir müssen das einfach schaffen! Haben wir nicht ein ganz normales leben verdient?
Fühl dich ganz fest gedrückt! <3

Hey irishdancingprincess
Danke,für deine lieben,aufmunternden Worte.
Nicht,das du denkst,dass es bei mir nur mies läuft!
Mir geht es heute wieder ganz gut.Es ist halt immer wechselhaft.Mal fühle ich mich zur Krankheit hingezogen und mal von ihr weggetrieben.Klar ist es,dass es nicht immer einfach ist,aber ich weiß,dass wir unseren Kampf nicht aufgeben dürfen,nur hier kann man manchmal auch gut den Frust auslassen,den ansonsten niemand versteht.
Danke dafür! <3

LG,EisblumexXx

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16. Mai 2013 um 15:53

Wow
Hey, ich finde deinen beitrag echt toll! Mir geht es genauso, ich hatte (bzw hat man das ja eigentlich immer, man muss nur damit leben) MS vor 3 jahren, bin jetzt fast 21 und war mit 16 für 4 monate in einer klinik.
hab da auch n bisschen zugenommen und irgendwann ist es wieder vollkommen normal geworden zu essen, ich liebe es sogar zu essen. essen macht glücklich, eigentlich. wäre da nicht immer dieses sclechte gewissen, und wenn man zunimmt diese panik. aber seit dem hab ich von 47 kilo bei einer größe von 176cm 10 kilo zugenommen und bin eigentlich immer noch sehr schlank,
viele sagen mir immer noch ich wär viel zu dünn. manchmal seh ich das auch so und manchmal nicht. aber ich will diesen mist auch nicht mehr, auch wenn ich ständig denke ich hätte einen rückfall.
magersucht ist scheiße, weil sie einem das leben kaputt macht. ich hab deswegen mein abi nicht gepackt und bereue es sehr. mache jetzt meine fh-reife und komme super zurecht nur jetzt ist da ein mädchen in meiner klasse, die war vorher zwar auch sehr schlank, aber nicht dünner als ich und jetzt sieht sie aus als würde sie gleich tot umfallen, so dünn ist sie geworden. ein bisschen macht mich das fertig weil ich mich mit ihr vergleiche..
ich hab schon überlegt , sie anzusprechen, aber kennen tu ich sie kaum..
meint ihr ich soll das mal machen, um ihr zu helfen oder so?
ich weiß ja nicht mal, ob es MS ist oder ob sie einfach stress hat?! danke schon mal und sorry für den langen text

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5. Oktober 2014 um 15:49

Schon lange her
Hallo,
ich weiß der Beitrag von dir ist schon sehr alt, aber als ich das gerade gelesen habe, hatte ich das Gefühl als würde da meine eigene Seele sprechen, das hört sich irgendwie kitschig an, aber naja... Ich kämpfe jeden Tag gegen diese Krankheit, sie ist ein Teil von mir und ich schaffe es nur sehr selten mich davon zu befreien. Es sind kurze Augeblicke in denen ich mich mal nicht ans Essen denke, an die Zahl auf der Wage oder wie viel Kalorien ich bereits zu mir genommen habe.. Ich hasse mich dafür, jeden einzelnen Tag. Ich esse auch wieder, meistens auch viel, so fühlt sich auf jedenfall an. Und ich habe unglaubliche Angst davor die Kontrolle zu verlieren, und dann fühle ich mich manchmal so schrecklich leer, als würde ein riesiger Teil meines Herzens fehlen, aber ich weiß nicht welcher Teil von mir und ich renne herum auf der Suche nach diesem Teil und oft esse ich dann einfach um diese Leere zu füllen, aber besser fühlen tue ich mich danach nicht. Das ganze macht mir Angst und ich wollte fragen, ob du/ihr noch ein paar Tipps für mich habt das durch zu halten und nicht die Hoffnung aufzugeben?

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