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Meine Freundin hasst ihren Körper seit der Geburt

10. Dezember 2010 um 18:22 Letzte Antwort: 1. Januar 2011 um 12:52

Liebes Forum,
ich bin 30 jahre alt, bin selbst keine mutter, aber meine beste freundin hat vor 1,5 jahren einen kleinen, gesunden jungen auf die welt gebracht. ich war während der schwangerschaft an ihrer seite, da sie nicht ganz komplikationslos verlief, aber letztendlich ist dann doch alles gut ausgegangen. meine freundin litt allerdings psychisch sehr unter der gewichtszunahme, die in meinen augen gar nicht so dramatisch war (15 kg), aber sie -ich vermute es zumindest- in eine depression hineinstürzten. dazu muss ich erklärend noch sagen: meine freundin war früher bulemikerin und mit anfang 20 deswegen auch in stationärer therapie. auch damals habe ich ihr zur seite gestanden. sie hat mir damals sogar gesagt, dass ich der einzige mensch in ihrem leben gewesen sei, zu dem sie jemals ehrlich über sich sprechen konnte ( ihre familie ist ziemlich verkorkst, vor allem ihr vater, der schon über 70 ist und absolut konservativ, sie zb auch total fertig gemacht hat, weil sie mutter, aber nicht verheiratet ist - in wirklichkeit empfindet er ihren jungen, hübschen freund einfach als konkurrenten).
jetzt bin ich ziemli h weit abgeschweift, zurück zum eigentlichen:
meine freundin hasst ihren körper, sieht nur die " mackel" wie ihren schlaffen bauch nach der schwangerschaft, der nicht mehr so prallen busen, die dehnungsstreifen am bauch , wobei ich das alles wirklich nicht so schlimm finde, wie sie meint und auch ihr freund sie nach wie vor so liebt wie sie ist. da bin ich mir sicher. auch versuchen er und ich sie immer wieder dahin zu bringen, dass sie doch stolz sein sollte auf ihren körper und was er geleistet hat in der zeit in dieser zeit
und dass sie diese "lebensspuren" wie ich sie nenne einfach als etwas wunderbares hinnehmen solle. doch sie reagiert dann teilweise so heftig und fast eisig wie ich sie nie erlebt habe. es heißt dann zb, dass ich doch nicht mal nachfühlen könne, wie es sich anfühlt so auszusehen, da ich ja nie schwanger gewesen sei. manchmal hatte ich sogar fast den eindruck, obwohl es mir wehtut, dass sie mich in diesen momenten regelrecht hast, weil wenn mir gemeinsam zum sporteln gingen nach ihrer ss ( auch darin habe ich sie immer unterstützt wie auch ihr freund) mir die männer weiterhin hinterher schauen ( ich habe eine schöne weibliche figur, was auch wahr ist, aber ich bilde mir auch nichts drauf ein und es ist auch nicht das wichtigste auf der welt, hätte ich einen kleinen zwerg wie sie würde der auch alles andere in den schatten stellen, da bin ich mir sicher). aus solidarität mit meiner freundin habe ich mich sogar anfangs mit ihr in badetücher eingehüllt, wenn wir in die sauna gingen. aber langsam denke ich, es kann so nicht weiter gehen. sie sollte dahin kommen, sich zu akzeptieren. sie ist eine hübsche frau nach wie vor und ich sage es nicht nur, sondern denke es auch: ein mensch besteht nicht nur aus busen und bauch. ach, ich verzweifel langsam. ich frage mich manchmal auch und bin wütend darüber, was mit unserer gesellschaft los ist: alle müssen jung, straff, schön und faltenlos sein. wie kann es nur sein, dass frauen mutterschaft und schwangerschaft nicht mehr genießen können oder überhaupt ihr auf der welt sein? auch das mache ich ihr immer wieder klar. dies sind nicht die werte die zählen, sondern liebe, geborgenheit und echte freundschaft. und eine gute feundin, die wollte ich ihr immer sein. aber irgendwie habe ich das gefühl ich habe meine freundin in den letzten zwei jahren verloren. verloren vielleicht an diese heimtückische krankheit, die sie noch nie ganz versiegte oder ihre vergangenheit, mit der sie nie wirklich abschliessen konnte, ihr tyranischer vater, fur den sie ein dorn im auge ist. türen haben sich in ihr verschlossen.
sie ist auch unausgeglichener geworden. das bekommt auch
der kleine zu spüren. manchmal tat er mir schon leid. er spürt, dass seine mutter unglücklich ist. und sir ist ungeduldig mit ihm, teilweise gereizt. manchmal denke ich schon, aber ich hoffe, dass es nicht stimmt, dass sie ih. lieber nicht bekommen hätte und stattdessen lieber ihre bikini-figur behalten hätte. aber es ist eigentlich nicht ihre figur, dir sie hasst, sondern sie selbst.
was kann ich nur tun? wie kann ich den beiden helfen? ich sehe langsam keinen ausweg mehr. was würdet ihr raten?

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1. Januar 2011 um 12:52

Professionelle Hilfe
Also, dass man durch die SS Probleme hat, seinen Körper schön zu finden, kann ich gut nachvollziehen. Es gibt die Schwangeren, für die es nichts schöneres gibt, als dass ihr Bauch wächst und wächst und sie genießen jeden Tag mit Kugel. Ich selber habe auch Probleme damit, dass meine Kleidung immer kleiner wird und mein Bauch immer größer. Habe zwar erst ca 4 kg zugenommen, habe aber innerhalb von 1 Woche einen ordentlichen Bauch bekommen (22. SSW).
Allerdings ist das bei mir einfach so ein Eitelkeitsproblem, dass ich vorher immer eine schöne, schlanke Figur hatte und mich jetzt fett fühle.. Wenn deine Freundin aber im Vorfeld schon psychische Probleme hatte, in Form von Essstörungen, dann würde ich ihr dringen einen Psychiater empfehlen, damit sie nicht in ihr Krankheitsbild zurückfällt. Denn so wie du das beschreibst, scheint sie dafür ziemlich gefährdet zu sein.

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