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Meine Esstörung zerstört mein Leben

8. Februar 2016 um 19:23

Hallo ihr Lieben,

Ich kann nicht mehr! Ich bin seit 3 Jahren magersüchtig und dadurch häufig auch sehr depressiv. Immer wieder verletze ich durch meine Krankheit Menschen, die ich sehr liebe, und stoße sie von mir ohne das dies meine Absicht wäre.
Heute beispielsweise habe ich mit meinem Freund Schluss gemacht. Er wollte, dass wir uns öfter sehen und er sagte, es ginge ihn es sehr auf die Nerven, dass ich nie Zeit für ihn hätte..aber ich habe einfach nicht die Kraft dazu, ich will eigentlich nur allein sein.
Trotz 2 Jahren ambulanter Therapie bin ich immer noch tief in der Essstörung gefangen. Ich habe zwar von 42 kg bei einer Größe auf 48 kg zugenommen , habe aber immernoch große Schwierigkeiten mit dem Essen selber und damit mich selber zu akzeptieren und wahrzunehmen. Vor allem in stressigen Zeiten, wie im Moment (Oberstufe; Klausurenphase) falle ich oft in alte Verhaltensweisen zurück, mache viel Sport, zähle Kalorien, lüge alle um mich herum an und isoliere mich.

Dabei will ich doch nur wieder lachen können und mit meinen Freunden meine Freizeit geniessen. Ich will nicht mehr allen etwas vorspielen müssen, ich kann das alles nicht mehr.

Ich will wieder leben!

Hilfe..

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9. Februar 2016 um 13:28

Liebe milliberry
Das, was du erlebst, erleben wohl die meisten von uns Essgestörten ähnlich...leider!

Wir lügen die Menschen um uns herum an, was das Essen, den Sport oder bei gewissen das Erbrechen betrifft, weil wir genau wissen, dass es weder für uns noch für unsere Liebsten gut ist.

Irgendwann haben wir keine Kraft mehr, werden depressiv und haben kein Selbstvertrauen mehr. Mir geht es zur Zeit ähnlich und bisher hatte ich den Mut nicht, meinem Arzt was zu sagen. Mein Freund weiss über die Bulimie Bescheid und zeigt Verständnis, aber heilen kann er mich natürlich nicht. Nur ich selbst kann den Schritt zum Doc gehen und dafür bin ich leider noch nicht bereit...

Was mir aber hilft, ist mit anderen Betroffenen zu schreiben, Erfahrungen auszutauschen usw. kann dir Mut und Kraft geben.

Ich wünsch dir von Herzen alles Gute und alle Kraft der Welt, damit du davon los kommst.

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10. Februar 2016 um 11:32

Ich weiß was du durchmachst
Liebe Milliberry,

mir hat der Umstieg auf die sogenannte "Paläo"-Ernährungsweise geholfen. Man isst das, was unsere Jäger- und Sammler-Vorfahren über Millionen von Jahre gesund und leistungsfähig erhalten hat. Das bedeutet, man isst praktisch alles, nur kein Getreide bzw. Getreideprodukte (die hat es erst nach der Sesshaftwerdung gegeben). Hardliner wie ich verzichten auch auf Milchprodukte, was schon hart ist.
Es gibt dazu unzählige Webseiten, wo du dich näher informieren kannst. Wichtig: Hab ja keine Angst vor Fett!

Alles Gute!

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10. Februar 2016 um 11:36

Ich weiß was du durchmachst
Nachtrag: Natürlich isst man bei Paläo auch keinen Zucker, ein bisschen natürlicher Zucker im Obst (in Maßen) schadet aber nicht.

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