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Mein Zahn bringt mich noch um...

24. März 2016 um 19:53

Hallo!

Ich schreibe hier weil ich sehr verzweifelt bin, nicht mehr weiter weiß und mir erhoffe, dass mir jemand zumindest einen guten Tipp geben kann:

Ich habe vor ca. einem Jahr eine Walnuss gegessen und versehentlich auf ein Stück Schale gebissen. Der Aufbiss war sehr schmerzhaft und es fühlte sich an, als ob sich etwas aufspaltet, bzw. aufreißt. Der Backenzahn (letzter vor dem Weisheitszahn, oben rechts) war danach sehr temperaturempfindlich (egal ob kalte oder warme Speisen), was ca. 2 Tage andauerte und dann komplett weg war. Dennoch hatte ich noch gelegentlich (kommt auf den Winkel an), Aufbissschmerzen.

Als es nach drei Monaten nicht besser wurde, ging ich zu meiner Zahnärztin. Diese schlug mit einer Art Hammer auf den betroffenen Zahn, aber es schmerzte nicht (es passiert anscheinend immer nur von einem bestimmten Winkel aus, ganz plötzlich, wenn ich beim Essen bin). Das einzige was Ihr auffiel war, dass das um den Zahn liegende Zahnfleisch entzündet war, das Zahnfleisch in allen anderen Regionen war jedoch in einwandfreiem Zustand. Sie machte eine Panorama-Aufnahme von meinem Gebiss, konnte nichts Auffälliges entdecken und schickte mich zu einem Kollegen.

Zwei Wochen danach bekam ich quasi über Nacht eine Hörsturz, genau au der rechten Seite, wo auch der Problemzahn ist. Ich wachte morgens auf, konnte auf dem rechten Ohr nichts mehr hören, außer einem lauten pfeifen und mir war so übel, dass ich mich immer wieder übergeben musste und mein Gleichgewicht kaum halten konnte. Im Krankenhaus wurde ich untersucht, Hörsturz ja, Ursache unbekannt. Man gab mir ein paar Blutverdünner und schickte mich wieder nach Hause, ich schlief erschöpft ein und am nächsten Tag war alles wieder ok, als wäre nichts passiert.

Der zweite Zahnarzt ließ mich auf einem Holzstück kauen, von verschiedenen Winkeln aus, was dann auch Schmerzen verursachte, immer nur stechend und kurz, dann ist der Zahn temperaturempfindlich für ein paar Stunden und erholt sich wieder. Er machte nochmal ein Röntgenbild und meinte, der betroffene Zahn sehe vollkommen unschuldig aus, was darauf schließen lässt, dass es sich wohl um einen Mikroriss der Wurzel handelt, welcher nicht selten nur sehr schwer visuell entdeckt werden kann. Er meinte es würden kontinuierlich Bakterien durch so einen Riss in die Blutbahn und den Mund wandern und langfristig Schäden verursachen, zumeist als Erstes am Zahnfleisch was auch die Zahnfleischentzündung um den betroffenen Zahn herum erklären würde 100%ig sichtbar machen und unterlegen konnte er seine Diagnose allerdings nicht, weshalb er mich zu einem Endodontologen schickte.

Kurz darauf ging es mir gesundheitlich immer schlechter, ich bekam Fieberschübe, eine verstopfte Nase, Kopf und Muskelschmerzen, Hitzewallungen, war immer müde, schlapp und bekam ziemlich heftige Herzrhythmusstörungen. Komischerweise spürte ich diese nur im Ruhezustand beim Sitzen und Schlafen). Bei verschiedenen Aerzten wurden mehrere Untersuchungen vorgenommen EKG, Echo, etc. Ergebnis: Herzrhythmusstörungen sind da, Ursache unbekannt.

Der dritte Arzt, ein sehr erfahrener, aber unhöflicher, ungeduldiger Endodontologe, schaute sich den Zahn sehr oberflächlich an und begann stattdessen, am Zahnfleisch herumzustochern, um zu sehen, ob mir das Schmerzen bereiten würde, was aber nicht tat. Er schob dennoch den Grund auf die Zahnfleischentzündung rund um den betroffenen Zahn und meinte er ist sich absolut sicher, der Zahn sei gesund und aufgrund der Gingivitis fühle es sich nur so an, als ob die Wurzel Probleme macht, was aber seiner Meinung nach nicht der Fall ist. Er schickte mich deshalb zu einem anderen Zahnarzt.

Zwischendurch bildete sich eine Eiterbeule an meinem rechten Bein, die sich sehr schnell vergrößerte Krankenhaus. Untersuchung. Befund: Abszess, Urache unbekannt. Der Abszess wurde aufgeschnitten und die Wunde gesäubert. Es wurde ein Bluttest gemacht und festgestellt, dass die weißen Blutkörperchen erhöht waren, also ein Entzündung vorliegt. Ich bekam Amoxicillin (Antibiotika) für 2 Wochen verschrieben. Ich nahm das Antibiotika ein und dann passierte ein Wunder: Mir ging es auf einmal super keine Müdigkeit, keine Hitzewallungen, kein Fieber, keien Kopfschmerzen und sogar die Herzrythumsstoerungen waren nach einer Woche Gott sei Dank bis heute - komplett weg)

Der vierte Zahnarzt guckte sich meinen Zahn ebenfalls an und entdeckte auf einmal einen winzigen Knochensplitter direkt über dem betroffenen Zahn, welcher sich vom Oberkiefer aus dem Zahnfleisch bohrte, wie eine Fistel, allerdings keinerlei Schmerzen verursachte. Er fand das sehr seltsam, da er angeblich solche Knochensplitter nur NACHDEM ein Zahn gezogen wurde, zu sehen bekommt. Dass das einfach so passiert, hatte er in 25 Jahren noch nie erlebt. Er schaute sich alle Röntgenbilder an und schickte mich zu einem Paradontologen, der sich den Splitter und das Zahnfleisch nochmals ansehen sollte.

Der fünfte Arzt, ein sehr netter, geduldiger Paradontologe, machte nochmals Röntgenaufnahmen, untersuchte mein Zahnfleisch überall, im gesamten Mund und stellte ebenfalls eine mittlerweile chronische Gingivitis rund um den betroffenen Zahn fest, versicherte mir aber das mein restliches Zahnfleisch in hervorragendem Zustand sein, ich weder Zahnfleischtaschen noch anderweitige Entzündungen oder Rückgang habe, weshalb er mich wieder zu einem Endodontologen schickte, allerdings zu einem seines Vertrauens.

Der sechste Arzt, wieder ein Endodontolog und ebenfalls sehr erfahren, jedoch viel höflicher und geduldiger als der erste, schaute sich die Röntgenaufnahmen aller anderen Ärzte an, machte eine Vital-Test (mit Strom der Test war ok, Zahn lebendig) und fragte mich, wie lange ich das Problem schon habe. Ich sagte ihm seit ca. einem Jahr und er meinte, wenn es ein Wurzelriss wäre, würde man das nach einem Jahr auf jeden Fall sehen, machte eine Röntgenaufnahme und sah aber nichts. Deshalb fragte er mich, ob ich manchmal aus der Nase blute und mir schwindelig wird, wenn ich aus der Hocke hochkomme. Ich bejahte und er war sich daraufhin sicher, dass ich eine Sinusitis habe (Sinusinfektion) und es mir deshalb nur so vorkomme als würde der Zahn die Schmerzen auslösen, obwohl der Zahn an sich gesund sei. Er legte mir ans Herz zu einem HNO-Arzt zu gehen.

Ich machte einen Termin beim HNO-Arzt, der nahm sein Endoskop, guckte in meine Nase und meinen Rachen und konnte nichts feststellen. Weshalb er mich wieder zu einem Zahnarzt schickte!!!!

Lange Geschichte, kurzer Sinn: letzte Woche war ich beim Zahnarzt, der war mit seinem Latein am Ende und meinte ich sollte in ein Universitätsklinikum gehen - aber selbst wenn ich das befolge, zu welchem Arzt soll ich den dort gehen? Zum Zahnarzt (wenn ja, welche Spezialisierung), zum HNO-Arzt? Seit 2 tagen habe ich plötzlich eine Ohrspeicheldrüseninfektion, wieder auf der rechten Seite, ganz genau an der Stelle der Wange, wo der betroffene Backenzahn liegt, ist die Drüse (auch Parotis, Glandula parotis oder Glandula parotidea) geschwollen und eitert (nur innerhalb des Mundraumes, die Wange selbst Richtung Ohr ist nicht geschwollen!).

Ich bin mittlerweile mit den Nerven am Ende und weiß nicht mehr, wo ich noch hingehen soll. Ich will am liebsten den Zahn einfach ziehen lassen, aber was, wen der letzte Endodontologe doch recht hatte und der Zahn in Wirklichkeit gesund ist? Vielleicht verursacht ja wirklich nur eine Sinusinfektion die ganzen Probleme ODER die Zahnwurzel hat wirklich einen Mikroriss und deshalb habe ich die Sinusinfektion ich werde bald Wahnsinnig!

Bitte helft mir und sagt mir, welche Schritte ihr an meiner Stelle als nächstes machen würdet. Ich weiß nicht mehr, zu welchem Arzt ich noch gehen soll. Ich habe mittlerweile hunderte Euro bezahlt und zig Stunden Zeit vergeudet für NICHTS und bin völlig am Ende meines Lateins. Ich war vorher ganz selten krank und ALLES fing mit diesem Zahn an. Ich war schon bei so vielen Spezialisten und keiner gibt mir eine klare Diagnose Was soll ich noch tun!?!?

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