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Mein Weg zur Magersucht

21. Januar 2008 um 23:39 Letzte Antwort: 18. Februar 2008 um 21:20

Hallo,ich moechte Euch gerne meine Geschichte erzaehlen und vielleicht koennt Ihr reinversetzten und verstehen.

Als kleines Kind wurde ich immer gehaenselt und geschlagen das fing schon im Kindergarten an bis zur Hauptschulzeit jeden Tag wurde ich geschlagen von den anderen Kindern da ich einen Herzfehler hatte und nicht mit Sport machen konnte und auch viel langsammer im lernen war als die anderen Kinder und die Lehrer waren auch keine grosse hilfe.

In 1980 wechselte ich die Hauptschule und ging auf einer Sonderschule da dort das lernen einfacher ist da es nur eine kleine Gruppe and Kinder ist aber dort war es auch nicht viel besser den ein Junge hatte es auf mich abgesehen und fing an mich zu schlagen manchmal kam ich mit einer Blutigen Nase oder Lippe nach hause meine Mutter sprach mit den Lehrern und von dem Jungen die Eltern aber es hoerte nicht auf es ging immer weiter.

In 1984 hatte ich eine Herzoperation da sie ein Loch in der Herzscheidewand gefunden hatten diese Operation vorlief gut und ich habe keine Herzprobleme.

In 1986 machten wir von der Schule aus ein Praktikum fuer 3 Wochen da ich Tiere gerne mag besonders Pferde machte ich mein Praktikum bei einem Bauern in unserem Dorf and meinem 16.Geburstag das war an dem Tag wo mein Praktikum vorbei war da wurde ich von diesem Bauern Sexuell mistbraucht,dieser Mann war verheiratet und hat zwei Kinder die Tochter ist so alt wie ich das ist ja noch das schlimmste,und dieser Mann drohte mir immer wieder an wenn ich jemanden davon erzaehle dann schlaegt er mich mit der Pferdepeitsche oder er wuerde sagen das es meine schuld gewessen waere also erzaehlte ich niemanden davon noch nicht einmal meiner Familie da ich angst hatte,aber das schlimmste von allem war wenn ich zur Schule ging bekam ich dort die schlaege von dem Jungen und dann nach der Schule auf dem nach hause Weg wurde ich von diesem Bauern Sexuell mistbraucht und das ging 2 Jahre so weiter und dieser Mann verfolgte mich ueberall ich hatte am ende eine panische angst und ging dann nicht mehr raus und ich hatte die Schule gehast.

In 1989 kam mir ein Gedanke auf das ich raus aus Deutschland und aus dem Dorf wollte weit weg aber nur wohin das war die frage ?
Nach London kam mir in meine Gedanken auf da ich diese Stadt liebte und wollte sie gerne mal sehen so packte ich meinen Rucksack und rannte von zu hause weg.
Vom Bahnhof aus ging es mit dem Zug mit einpaar mal umsteigen bis Ostende und von dort mit der Faehre weiter bis Dover und von dort ging es nach London.
Als ich in London ankam bekam ich erst einmal ein sehr grosser schock da London sehr Gross ist und da ich kein Wort Englisch sprechen konnte "Gott sei Dank" hatte ich mein Langenscheidt Englisch/Deutsch Woerterbuch dabei und ein Notizblock plus Schreiber und musste ich alles aufschreiben was ich wollte.
Ich rief meine Eltern an und sagte wo ich bin und das es mir gut geht.
Zwei Wochen spaeter fand mich ein Freund unserer Familie auf einem Londoner Bahnhof und nahm mich mit zu ihm wo ich bleiben konnte und dort lernte ich Englischsprechen und fing an in Fabriken zu arbeiten um etwas Geld zu verdiehnen aber ich wurde immer mehr depressive und spaeter arbeitete ich als Hotelzimmermaedchen und suchte mir ein eigenes Zimmer in einer Studentenwohnung.

In 1995 verlohr ich meine arbeit als Hotelzimmermaedchen
war wo ich mehr und mehr depressive wurde und keinen Hunger mehr hatte und verlohr immer mehr angewicht,nahm Abfuehrmittel,Diaettabletten und soweiter ich bin zu Aerzten gegangen aber keiner half mir.

In 1997 musste ich aus meinen Studentenzimmer raus da der Vermieter das Haus Verkaufen wollte und so bot mir die Gemeinde eine Sozialwohnung an es blieb mir nichts anderes uebrig als diese Wohnung zu nehmen da ich auf meine eigenen Fuessen stehen wollte und nicht zu unserem Bekannten zurueck gehen wollte,in dieser Sozialwohnung war es die Hoelle fuer mich da in diesem Haus mit Drogengehandelt wurde und so wurde ich noch mehr krank mit Depressionen und ass fast gar nichts mehr ich hatte Magenschmerzen und Magenbluten,ich hatte einen Termin bei meinem neuen Hausarzt als der mich sah bekam einen grossen schreck also Ueberweiste er mich gleich an einer Psychiatrieklink wo mich ein Psychiatrist untersuchte und mich auf die Waage stellte und dann gesehen hatte das ich nur noch 50 Kilo gewogen hatte und so musste ich fuer 2 Monate dortbleiben und musste eine Therapie machen ich hatte mich diesen Psychiatrist anvertraut und ihm alles erzaehlt was so passiert war auch das mit dem Sexullen mistbraucht und es war eine befreiung fuer mich das mir zum erstenmal einer zuhoerte.
In diesen Klinkzimmer war ein Junges Maedchen 19 Jahre alt das auch an Magersucht erkrankt war und wir verstanden uns sehr gut,dieses Maedchen hatte das selbe wie ich druchgemacht und verstande mich sehr gut eines Abends began dieses Maedchen an was sie gerne essen wuerde Schokolade,Pizza und so weiter und wir machten witze und lachten am naechsten Tag lag das Maedchen tot neben mir in seinem Bett was fuer mich ein grosser schock war und irgendetwas hatte klick bei mir gemacht,das Maedchen wog nur noch 30 Kilo als es starb und ich wollte nicht so enden,ich wollte nicht sterben ich wurde auf Anti-Depressionen gestellt und es war am anfang die Hoelle etwas zu essen aber mit der Zeit ging es besser und besser denn man hatte mir gesagt das ich die wahl haette Kuenstlich mit einem Schlauch durch die Nase Ernaehrt zu werden oder von alleine.
Mein Psychiatrist wande mich an einer Gruppe zu die Kreatives Schreiben machen von Gedichten an bis Kurzgeschichten was mir sehr viel spass gemacht hat und so fing ich an Gedichte zu schreiben ich schrieb mir meine Seele aus dem Leib.

Und so besiegte ich langsam meine Magersucht.

Es sind jetzt 11 Jahre her ich muss zwar noch heute die Anti-Depressionen nehmen da ich heute noch immer depressive werde aber die Magersucht ist besiegt aber auf der anderen seite sie wird immer ein teil von meinem Leben sein und auch die Depressionen.

Heute weis ich das man von seinem Gefuehlen und Innerenschmerz von der Seele nicht weglaufen kann egal wie weit es hollt einen doch immer wieder ein und ich bin heute diesem Psychiatrist sehr dankbar das er mir zugehoert hatte und geholfen hatte.

So nach und nach habe ich auch meiner Tante,Schwester und anderen anvertraut was mir passiert ist sie waren total geschockt und sagten warum hast du uns darmals nicht anvertraut das ist fuer sie leicht gesagt aber es war darmals nicht so einfach fuer mich und alleine aus angst hatte ich nichts gesagt.

Dieser Bauer starb an einem Herzinfakt als man mir das erzaehlte war ich erleichtert und kann mir oder jemanden anderes nicht mehr weh tun.

Allerdings bezahle ich heute einen grossen Preis dafuer das ich niemals Kinder haben werde und das ich ein problem habe mich an einem Mann anzuvertrauen.











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24. Januar 2008 um 20:10

Respekt
Also ich find das erstmal total gut dass du deine ganze lebensgeschichte so ausführlich veröffentlichst also da gehört uach schon mut zu ich finde deine geschichte sehr mitreißend und traurig aber ich freue mich für dich das du die kurve gekriegt hast und sich alles wieder zum besseren gewandt hat ich wünsche dir noch ganz viel glück in deinem weiteren leben ic denke mal du hast schweres erlitten und warst aber stark genug es zu bekämpfen dafür meinen höchsten respekt also ich sag dann auch mal tschüs und ganz viele grüße an dich....Pia

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29. Januar 2008 um 15:43

Wirklich Respekt!
Hi
Deine Geschichte hat mich wirklich zu tränen gerührt!
Ich freue mich das es dir jetzt wieder besser geht und wünsche dir alles alles gute.
Ganz ganz liebe grüße Lauren

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15. Februar 2008 um 22:18

Oh je
Liebe sunnysangel2007,

es tut mir total leid, was du mitmachen musstest. Es war bestimmt total schwer für dich. Zum Glück bist du wieder gesund! Ich hoffe für dich das du nie wieder in eine solche Lage kommen wirst.
Ich wünsche Dir alles Gute!

p.s. Es ist immer wichtig über seine Probleme zu reden und sich jemand anzuvertrauen!

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18. Februar 2008 um 21:20

Wow
wow ... deine lebensgeschichte find ich echt hammer ... du kannst echt stolz auf dich sein, dass du das durchgestanden hast ... RESPECT
finds auch voll toll von dir, dass du das in so ein forum reinschreibst ... RESPECT
echt ... ich heb den hut vor dir, dass du das geschafft hast ...

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