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Mein Weg aus der Bulimie

20. September 2007 um 13:35 Letzte Antwort: 4. Oktober 2007 um 10:24

Hallo ihr Lieben,

Semianea hat schon einen sehr rührenden und eindrucksvollen Beitrag über ihre Bulimiezeit geschrieben
ich werde euch jetzt auch erzählen wie mein Leidensweg anfing und wie ich es letztendlich geschafft habe die Bulimie zu besiegen.
Angefangen hat alles durch meine liebe verrückte Familie, bei der es nun ja, auch heute noch drunter und drüber geht.. Meine allein erziehende Mutter die aus Südamerika erst mit 40 Jahren nach Deutschland kam (mit 4 Kindern!), hatte ständig Angst wir Kinder würden irgendwann alle ausziehen und sie verlassen, was für uns Europäer zwar was ganz verständliches ist. Aber wenn man bedenkt, dass in anderen Ländern Oma und Opa und Tante und was weiß ich noch alles bis ins hohe Alter noch alle gemeinsam in einem großen Haus leben, ja dann würde man meine Mutter verstehen. Wie dann einer nach dem anderen auszog und nur noch ich die Jüngste zurückblieb, klammerte sie wirklich mit aller Macht an mir. Sie kontrollierte mich, verbot mir mich mit Freunden zu treffen, meldete mich von Volleyballverein ab, las meine Tagebücher, legte auf wenn Freunde anriefen für ein 16 jähriges Mädchen die Hölle wie ihr euch vorstellen könnt. Trost fand ich dann im Essen, und da ich ein perfektionistischer Mensch bin fand ich auch bald eine Lösung um ein Zunahme zu verhindern. Es fing natürlich langsam an, und wie jeder anderer dachte ich mir auch, ich würde die Kontrolle behalten. Es schien so einfach und genial zu sein wie dumm ich doch war Sobald meine Mama also nicht da war, wurde gegessen was das Zeug hielt, je mehr, fettiger und süßer desto besser, ich war froh nicht mehr unter Ihrer Kontrolle zu stehen was ich allerdings noch früh genug erfahren sollte, ist, dass mich seit dem Moment an nun die Bulimie kontrollierte und fest in ihrem Griff hatte. Was für ein Trugschluss.

Die Situation spitze sich dann zu, jeden Tag die Gedanken was ich essen sollte, ob die Möglichkeit bestand sich an diesen Tag noch irgendwann zu übergeben, wie ich an Geld für die Massen an Lebensmittel kommen könnte, jeden Tag habe ich mich gewogen und zu sehen wie das Gewicht weiter runter ging erfüllte mich mit Stolz, mein ganzes Leben war nur noch ein einziger ZWANG
Gleichzeitig sank meine Laune weiter, Freunde hatte ich kaum noch, meine beste Freundin suchte sich kurzerhand eine andere beste Freundin, weil sie, wie ich leider im Nachhinein feststellen musste, ein sehr oberflächlicher und egoistischer Mensch war, meine Geschwister waren alle weit weg, mit meiner Mutter sprach ich kaum noch (es endete eh immer im Streit), meine schulischen Leistungen wurden immer schlechter, dabei stand ich doch kurz vorm Abi

Und es wurde noch alles schlimmer, denn ich wurde immer schwächer, mir war oft schwarz vor Augen, ständig frierte ich, meine Haar fielen total aus, wenn ich mir einen Pferdeschwanz machte war das nur noch eine dünne Strähne die runterhing, ich hatte oft kleine rote Pünktchen um die Augen von der ganzen anstrengenden Kotzerei sind ja die ganzen Äderchen geplatzt, ich hatte oft das Gefühl nicht richtig atmen zu können, manchmal taten mir auch meine Ohren weh Den Nachmittagssport konnte ich in meiner Verfassung dann natürlich oft nicht machen und schwänzte ihn wofür ich einen satten Sechser im Zeugnis kassierte.
Dann fiel die Bombe als meine Mutter zufällig einen vollgek** Eimer in meinen Zimmer fand.. Oh ja da war die Hölle los.. sie schrie mich an, es dem Schulleiter und der ganzen Schule zu erzählen und mich in einer Irrenanstalt zu stecken ich dachte mir nur, am liebsten würde ich jetzt auf der Stelle sterben. Nie hatte ich solche Todessehnsucht gehabt. Im Nachhinein verurteile ich meine Mutter in keinster Weise, es war nun ihre Art, sie hatte es mit uns Kindern doch immer so gut gemeint, sie wollte uns vor falschen Einflüssen immer beschützen, sie dachte wir Kinder bräuchten nicht mehr als unsere Familie zu sehen dass ihre Tochter sich bewusst übergibt muss für sie das schlimmste und schmerzhafteste gewesen sein Aber es war notwendig, denn auch wenn eine Mutter so was nie gerne hören möchte, noch schmerzhafter wäre es für sie eines Tages zu erfahren eines ihrer Kinder war krank und sie hatte keine Ahnung davon
Natürlich erzählte es meine Mutter niemanden nur natürlich unserer Familie und langsam beruhigte sie sich.. sie besuchte dann auch einen Therapeuten wie ich später erfuhr.

Und ich? Mir dämmerte langsam, dass ich so nicht weiter machen konnte, psychisch und physisch nicht, ich kam mir vor wie ein Schatten meiner Selbst, war ich früher noch das fröhliche unbändige Kind, fühlte ich zu dem Zeitpunkt noch kaum etwas. Ich wollte was ändern aber wusste nicht wie, wann und überhaupt. Ich hatte auch niemanden an den ich mich wenden konnte. Einmal besuchte ich eine Therapie aber bloß weil mich meine Mutter hinschickte, und es war so ziemlich für die Katz leider.

Ich glaube meine Wendepunkt kam als ich mal wieder über die Kloschüssel hing und ja da passierte es, dass ich tatsächlich fast an meinen Erbrochenen durch eine falsche Unachtsamkeit erstickt wäre, was für eine panische Todesangst -unglaublich! Wie dieser Todeskampf vorbei war und ich hüstelnd neben dem Klo saß, fing ich Rotz und Tränen an zu heulen. Nie habe ich mich so einsam gefühlt. Sollte ich wirklich eines Tages so sterben..!? Ich war doch erst 18.. Die Tage danach habe ich viel überlegt Und jetzt sage ich euch warum ICH so NICHT mehr weiter machen wollte.

Ich wollte wieder Herr über mich und meinen Körper sein, ICH und nicht die Krankheit wollte wieder bestimmen wie viel ich essen darf.
Ich wollte nicht mehr die Kontrolle über mich verlieren, ich habe einmal diese Kontrolle gehabt und ich wollte sie um alles auf dieser Welt wieder zurück erlangen.
Ich wollte mich nicht mehr länger hassen für das was ich tat, ich wollte diesen ständigen inneren Kampf nicht mehr, den ich eh immer ständig verlor.
Ich wollte wieder an eine Zukunft glauben.
Ich wollte wieder fröhlich sein. Ich wollte wieder schön sein. Ich wollte wieder LEBEN.
So machte ich mir selber Mut und schrieb mir all das auf. Ich las es mehrmals am Tag immer wieder bis ich es verinnerlicht hatte.

Und wie erreiche ich das Ziel? War meine nächste Frage.
Mein Plan war simpel: Ich erlaubte es mir nur noch so und so oft in der Woche zu übergeben. Simpel und doch soo verdammt schwer. ABER ES GEHT!!!! Ich hatte mir meinen persönlichen Essensplan gemacht und versuchte dir mir die selbst vorgeschriebenen Mahlzeiten exakt einzuhalten (in den Plan war jetzt natürlich nicht einberechnet wann ich mich übergeben durfte, denn so was passiert ja spontan, abhängig von den Fressattacken und das wollte ich mir ja nun nicht vorschreiben lassen..). Jede Woche erneuerte ich ihn. Ich wusste die ersten Wochen durfte ich mich nur z.B. 2- oder 3-mal übergeben, die nächsten Wochen dann nur noch 1- bis 2-mal, und dann komplett gar nicht mehr. Und daran habe ich mich STRIKT gehalten! Ich wusste um die Häufigkeit des Erbrechen zu reduzieren, musste ich gleichzeitig meine Fressattacken reduzieren. Durch einige Tricks klappte es auch ganz gut, allein schon die regelmäßigen Mahlzeiten erleichterten es mir.
Manchmal allerdings erlang ich auch denen... aber hier kam es auf das DANACH an, sich nämlich nicht zu übergeben und ja das war ein schlimmer innerer Kampf. Ich war so verzweifelt und hab geheult und geheult und war mit meinen Nerven völlig am Ende, mir war dann natürlich auch richtig schlecht, mein Magen fühlte sich an wie ein riesiger Steinbrocken den ich nun in mir behalten musste.. aber ich wusste ich habe einen Plan und mit meine Ziel vor Augen habe mich NICHT übergeben. Und wisst ihr was? Diese schrecklichen Momente haben mir geholfen in Zukunft mich nicht mehr den Heißhungerattacken hinzugeben. Denn ich wollte NIE wieder dieses Gefühl erleben.

Was mir sonst half auf meinem Weg zur Besserung? Ich änderte vieles im Leben, zog in meine eigene Wohnung, erschaffte mir ein neues Umfeld, deswegen empfehle ich immer wenn ihr vorhabt aus der ES zu kommen auch euer äußeres Umfeld zu ändern, sei es eine Wand neu streichen, Möbel umzustellen, neue Pflanze zu kaufen usw. es wird euch das Gefühl vermitteln, ja ich fange ein neues Leben an.
Ich kümmerte mich mehr um mich, lernte mich selber lieben, machte das Beste aus mir. Pflegte meine Haare, kaufte mir Zusatzpräparate für Haare und Nägel, badete öfters ausgiebig, cremte meine Körper bewusster ein. Es schmerzte mich zu sehen, dass mein Körper nun zunahm, aber ich sagte mir selber, nein du liebst dich und deinen Körper so wie er ist, und du kannst verdammt stolz darauf sein, dass dieser Körper hier es geschafft hat diesen Teufelskreis zu durchbrechen.
Ich suchte mir neue Hobbys an wie Badminton, ich fing was mir schon immer großen Spaß gemacht hatte intensiv mit malen an, unternahm viel, ging viel raus, kümmerte mich mehr um meine Karriere, reiste viel, widmete mich wieder meiner Zukunft, schmiedete Pläne!
Ich fing mit Sport an und bin noch heute dankbar dafür, denn ein Leben ohne Sport könnte ich mir heute gar nicht mehr ausmalen. Nicht dass ich intensive Leistungssportlerin geworden wäre, nein, ich laufe mehrmals die Woche für 30 min, schwimme ab und zu und mach mein Volleyball, aber es tut mir VERDAMMT gut. Für mich unter anderem einer der besten Möglichkeiten Probleme zu verarbeiten. Davon abgesehen, dass ich meine Fitness gesteigert habe, und ganz nebenbei eine tolle Figur bekommen habe.
Dann schrieb ich natürlich viel. Auch während meiner Bulimiezeit schrieb ich in ein Tagebuch, aber auf meinen Weg daraus schrieb ich besonders viel, denn man macht sich automatisch mehr Gedanken. Um das warum und wieso und weshalb.

Aber auch mich überkamen Rückschläge.. mal schwere mal weniger schwere, und ja in solchen Momenten fühlte ich mich als hätte ich versagt. Aber man darf nicht liegen bleiben, ich wusste immer wenn ich jetzt aufgebe, habe ich tatsächlich versagt, Morgen ist ein neuer Tag und eine neue Möglichkeit mir zu zeigen, dass ich es besser kann. Mein Wille war stärker denn ich hatte immer noch mein ZIEL vor Augen, und mein Wunsch gesund zu werden war größer denn je, denn ich wusste ich bin auf den richtigen Weg.

Die Zeit verging und ich habe immer an mich geglaubt. Und heute? Nun ich bin seit Jahren schon gesund, verschwende keinen Gedanken mehr ans Essen, denn ich weiß ich ernähre mich gesund und ausgewogen. Ich bin schlank und strahle diese innere Zufriedenheit aus. Ich habe einen Freund der mich liebt. Ich habe einen Beruf. Ich verstehe mich mit meiner Mutter besser denn je.
Wenn ihr eine positive Einstellung habt, könnt ihr alles erreichen was ihr wollt.

Alles alles Gute
Eure Latinitasarita

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20. September 2007 um 13:51

Omg

Oh mein Gott, das ist so ein schöner Beitrag. Er rührt mich sehr und ich habe Tränen in den Augen, du bist so unglaublich stark, dein Beitrag strahlt sehr viel positive Energie aus! So etwas habe ich noch nie gehört, dass jemand so erfolgreich ALLEINE aus der Essstörung rauskommt. Ich habe so großen Respekt vor dir, alle Achtung!
Dir wünsche ich auch alles Gute und das dein Leben weiterhin so bergauf geht, Bittte <3

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20. September 2007 um 16:50

Hey Süße!
Das ist so ein toller Beitrag,echt!
Bin soooo hammer stolz auf dich!!Solche Menschen wie dich braucht die welt!
LG

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20. September 2007 um 18:13

Hi
hab mir dein beitrag jetzt schon das dritte mal durchgelesen und ich muss wirklich sagen,dass ich(und bestimmt nicht nur ich)mich dort wirklich sehr oft drin wieder erkenne.
ich hoffe ich bin irgendwann auch so stark wie du.
du kannst wirklich sehr stolz auf dich sein und psu bist wirklich eine sehr hübsche frau
jetzt wahrscheinlich tausend mal schöner als zu deinen Es zeiten.

LG Anni

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21. September 2007 um 10:57

Hurra
ich bin stolz auf dich du hast deine rückfälle nicht mit erbrechen beendet. ich glaub das hätte ich nicht geschafft.
schön dass du hier deine geschichte reingeschrieben hast. ich bin jetzt auch endlich mal fertig geworden. man sieht ja schon parallelen bei uns. aber beim aufhören ist es anders gewesen. du hattest einen plan, ich nicht.ich bin wohl auch nicht der ganz so disziplinierte typ
da sieht man auch dass es verschiedene wege gibt um rauszukommen. vielleicht kann das den anderen hier helfen.
und das mit der inneren zufriedenheit kann ich nur unterstützen. mir geht es auch so.
ich glaub kein mensch der mich heut kennenlernt, könnte sich vorstellen, wie es mir mal früher ging.

wenn man das geschafft hat, weiß man auch dass man noch viel mehr schaffen kann und das man nicht so schwach und ausgeliefert ist, wie man denkt.

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21. September 2007 um 11:37

Danke Danke ihr Lieben
es freut mich wenn ich mit meiner Geschichte vielleicht etwas bewegen konnte
Ich hoffe ihr betrachtet mich und semi nicht als "Ausnahme". Vielleicht Ausnahme dass wir es ohne Hilfe rausgeschafft haben, aber schaffen könnt IHR es auch!
@anni: danke fürs Kompliment Ich sah zu meiner MIA-zeit wirklich ja nicht sehr toll aus eher wie eine magere Vogelscheuche mit dunklen Ringen unter den Augen *lach* könnt ein Gegenfoto reinstellen aber ich zu der Zeit gibts kaum Fotos weil ich ja eh schon so zurückgezogen war...
@semi: ja du hast recht, da sieht man mal wie individuell jeder ist! Es gibt viele Möglichkeiten aus der ES zu kommen.. Jeder sollte für sich rausfinden welche die passendste für ihn ist... Ich selber würde mich als planfreudige, ehrgeizige Realistin bezeichnen :]
LG

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21. September 2007 um 12:38
In Antwort auf romola_12744249

Danke Danke ihr Lieben
es freut mich wenn ich mit meiner Geschichte vielleicht etwas bewegen konnte
Ich hoffe ihr betrachtet mich und semi nicht als "Ausnahme". Vielleicht Ausnahme dass wir es ohne Hilfe rausgeschafft haben, aber schaffen könnt IHR es auch!
@anni: danke fürs Kompliment Ich sah zu meiner MIA-zeit wirklich ja nicht sehr toll aus eher wie eine magere Vogelscheuche mit dunklen Ringen unter den Augen *lach* könnt ein Gegenfoto reinstellen aber ich zu der Zeit gibts kaum Fotos weil ich ja eh schon so zurückgezogen war...
@semi: ja du hast recht, da sieht man mal wie individuell jeder ist! Es gibt viele Möglichkeiten aus der ES zu kommen.. Jeder sollte für sich rausfinden welche die passendste für ihn ist... Ich selber würde mich als planfreudige, ehrgeizige Realistin bezeichnen :]
LG

Dann bin ich eher
eine optimistische aber willensschwache person

ja ich bin glaub ich ein echter genußmensch und mein geist war noch nie sehr willig was das angeht. aber man kann es trotzdem schaffen. ich muhsste mich eben selbst verändern, so dass das irgendwie wie "von allein" weggeht.

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28. September 2007 um 14:23

Mmh...
Hallo latinitasarita
Ich finde deine geschichte einfach beeindruckend.
vor drei Jahren war ich ziemlich krank. ich hatte eine Gesichtslähmung, bedingt durch Stress. Zum Glück hat sich alles wieder zurück entwickelt... Mein problem bestand nun darin, dass es mir in der Zeit psychisch echt dreckig ging und ich hab kaum etwas gegessen. ich war immer sehr moppelig und merkte plötzlich wie schön ich aussehe wenn ich dünner bin... dann hab ich so weiter gemacht und ganz wenig gegessen. ich hab mich gefreut wenn man mir sagte du hast aber toll abgenommen. ich wog mich täglich mindestens einmal. Ich fühlte mich so wohl!!! So ging das bis Mai diesen Jahres... Seitdem leide ich unter ständigen FA's, ich nehme viel Abführmittel und versuche zu kotzen - was aber nie klappt... Nach solchen anfällen verschwinde ich einfach den Tag lang in meinem Zimmer und heule ohne Ende.
Jetzt schwankt mein Gewicht ständig... ich kann ja nicht kotzen und dann esse ich einen tag nichts und den nächsten Tag wieder so viel dass mir tierisch schlecht ist. ich komm irgendwie nicht weiter. aber ich kann auf keinen fall eine therapie beginnen. ich will das alleine schaffen... Mit freunden treffe ich mich sehr selten und verlier den kontakt zu ihnen... alles läuft schief.
Kannst du mir evtl einfach noch ein paar tipps geben???

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28. September 2007 um 16:17

Liebe latinitasarita,
wenn ich deinen beitrag lese, hab ich das gefühl, du erzählst von meinem leben! ich bin gerade an dem punkt angelangt, an dem meine mutter von der bulimie erfahren hat und es ist sehr schwer für mich. denn es fällt mir so schwer gegen die krankheit anzukämpfen, weil ich einen verdammt schwachen willen habe. und jedes mal wenn ich einen ess-brech-anfall hatte, habe ich die worte meiner mutter im kopf, sie könne mit sowas nicht leben und ich zerstöre ihr leben. der wutausbruch deiner mutter,wie du ihn beschrieben hast, gleicht sehr dem meiner mutter. ich weiss momentan einfach nicht weiter. ich weiss nur, dass ich meiner mutter sicher nicht das leben zur hölle machen will oder von ihr verstoßen werden will. aber mit der bulimie abzuschließen, fällt mir auf der andern seite auch sehr schwer...
vielleicht brauch ich einfach auch so ein erlebnis, bei dem ich kurz vorm tod stehe,das mir die augen öffnet...
respekt, dass du das ganz allein geschafft hast!
ich hoffe, ich bin auch eines tages so stark und intelligent wie du!
glg, glamourgirl

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2. Oktober 2007 um 13:53
In Antwort auf dianne_12301251

Liebe latinitasarita,
wenn ich deinen beitrag lese, hab ich das gefühl, du erzählst von meinem leben! ich bin gerade an dem punkt angelangt, an dem meine mutter von der bulimie erfahren hat und es ist sehr schwer für mich. denn es fällt mir so schwer gegen die krankheit anzukämpfen, weil ich einen verdammt schwachen willen habe. und jedes mal wenn ich einen ess-brech-anfall hatte, habe ich die worte meiner mutter im kopf, sie könne mit sowas nicht leben und ich zerstöre ihr leben. der wutausbruch deiner mutter,wie du ihn beschrieben hast, gleicht sehr dem meiner mutter. ich weiss momentan einfach nicht weiter. ich weiss nur, dass ich meiner mutter sicher nicht das leben zur hölle machen will oder von ihr verstoßen werden will. aber mit der bulimie abzuschließen, fällt mir auf der andern seite auch sehr schwer...
vielleicht brauch ich einfach auch so ein erlebnis, bei dem ich kurz vorm tod stehe,das mir die augen öffnet...
respekt, dass du das ganz allein geschafft hast!
ich hoffe, ich bin auch eines tages so stark und intelligent wie du!
glg, glamourgirl

Hallo glamourchen
ich glaube ich brauche nicht noch extra sagen dass ich dich gut verstehe... Mir ging es genauso, zusätzlich zu meinem Selbsthass kam auch ein schweres Schuldgefühl meiner Mutter gegenüber dazu. Ich wußte wie sehr es sie verletzte und es tat mir so leid um das Essen was sie für uns kochte... Es war gefühlsmäßig die reine Hölle. Und dann natürlich die Streitereien.
Aber glaub mir, man braucht nicht unbedingt so ein Erlebnis wie meines gehabt zu haben um aus der bulimie zu kommen. Bitte bitte glaub mir dass man es auch so -am besten mit professioneler Hilfe- schaffen kann. Es fängt alles in deinem KOPF an! Vielleicht ist auch noch nicht deine Zeit zur "einsicht" gekommen.. etwas halbherzig anfangen zu wollen würde wenig bringen. Man muß es wirklich anpacken und schaffen wollen! Egal ob man danach zunimmt (zumal man ja nach einiger Zeit ja wieder abnimmt!!), egal ob man danach frustriert ist, egal ob man einen Rückschlag widerfährt... nicht nachdenken sondern an sein Ziel festhalten.
Ich will dir noch was erzählen: Und zwar hat mich doch tatsächlich mein Freund dieses Woe verlassen, ich schwöre es dir noch NIE hat mir eine Trennung so viel Schmerz bereitet, noch NIE. So verzweifelt habe ich mich bisher nicht gekannt, es war eine einzige Heulerei und am liebsten hätte ich mich die Treppe runtergestürzt... Zusätzlich ist meine Mutter vor kurzem an einer seltenen unheilbaren Krankheit erkrankt.. also du siehst, meine Welt schien einzustürzen. Und trotzdem würde ich mir NIE wieder den Finger in den Hals stecken, denn das würde mich noch weiter in diese Spirale reinziehen. Und die Vorstellung ich könnte jetzt immer noch Bulimie habe, also ich glaube das wäre ganz ernsthaft mein Ende gewesen. Bin ja ein sehr sentimentaler Mensch.
Du musst also wirklich ganz ganz bald was gegen deine ES tun, denn sonst wird dir vieles im Leben seeehr schwer fallen.
Übrigens wie das Schicksal so spielt war es ausgerechnet meine Mutter, die mir nach meiner Trennung zur Seite stand, und sie hat mir so viel Mut gegeben und ihre Wärme und Liebe.. allein mich in ihrem Amren ausheulen zu können hat so gut getan. Eine Mutter ist was unersetzbares. Auch wenn du jetzt Probleme mit ihr hast, es wird alles gut werden, die Liebe einer Mutter ist immerwährend.
Also Liebes du kannst so stark und intelligent sein, wenn du es nur willst, alles Gute
LG

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2. Oktober 2007 um 14:22
In Antwort auf gaynor_11980187

Mmh...
Hallo latinitasarita
Ich finde deine geschichte einfach beeindruckend.
vor drei Jahren war ich ziemlich krank. ich hatte eine Gesichtslähmung, bedingt durch Stress. Zum Glück hat sich alles wieder zurück entwickelt... Mein problem bestand nun darin, dass es mir in der Zeit psychisch echt dreckig ging und ich hab kaum etwas gegessen. ich war immer sehr moppelig und merkte plötzlich wie schön ich aussehe wenn ich dünner bin... dann hab ich so weiter gemacht und ganz wenig gegessen. ich hab mich gefreut wenn man mir sagte du hast aber toll abgenommen. ich wog mich täglich mindestens einmal. Ich fühlte mich so wohl!!! So ging das bis Mai diesen Jahres... Seitdem leide ich unter ständigen FA's, ich nehme viel Abführmittel und versuche zu kotzen - was aber nie klappt... Nach solchen anfällen verschwinde ich einfach den Tag lang in meinem Zimmer und heule ohne Ende.
Jetzt schwankt mein Gewicht ständig... ich kann ja nicht kotzen und dann esse ich einen tag nichts und den nächsten Tag wieder so viel dass mir tierisch schlecht ist. ich komm irgendwie nicht weiter. aber ich kann auf keinen fall eine therapie beginnen. ich will das alleine schaffen... Mit freunden treffe ich mich sehr selten und verlier den kontakt zu ihnen... alles läuft schief.
Kannst du mir evtl einfach noch ein paar tipps geben???

Hallo annie2427
Also erst einmal bin ich SOOOO FROH, dass du nicht kotzen kannst, wirklich!!!! Also noch hast du damit die BESTEN Chancen endlich auf normalen Wege abzunehmen bzw. dein Gewicht zu halten.
Ich empfehle dir wirklich
1. dir viele Ernährungstipps zu holen. Informiere dich über unsere Lebensmittel, schau welche Nährstoffe unser Körper braucht. Es gibt zB die einfachen Kohlenydrate wie Süßigkeiten, Weißbrot usw die weniger geeignet sind, dagegen komplexere Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Reis, Vollkornprodukte die viele Nährstoffe enthalten, lange sättigen (d.h. du musst weniger ständig was essen) und lange Energie liefern. Versuche also letzgenanntes unbedingt in deinem täglichen Nahrungsplan einzubauen. Dann viel Obst, Gemüse und auch Milchprodukte. Denn solange du das RICHTIGEin MAßEN isst, wirst du NIE zunehmen oder dick davon werden. Deswegen mein Rat: Infomiere dich mehr, dann wirst du auch keine Angs vor dem Essen haben können.
2. Halte unbedingt regelmäßige Mahlzeiten ein! Der Körper gewöhnt sich schnell an etwas, und wenn du ihn dazu bringst zu wissen wann er was zu Essen bekommen wird, wirst du in Zukunft weniger Probleme mit Fressattacken haben!
3. Versuche deine Fressattacken auch durch andere Tricks zu unterbinden! Wie gesagt wenn du dich erst einmal ausgewogen und aureichend ernährst und deine Mahlzeiten regelmäßig einhälst dürfte dies eh schon weniger problematisch sein. Aber dann denk auch an Sachen wie:
-dir möglichst wenig an Süßigkeitvorräten zu kaufen
-dir Abends (oder halt dann wann du am ehesten zu FA neigst) deine Essensportionen im vorhinein GENAU einzuteilen
-viel zu trinken
-dich so gut es geht zu beschäftigen
-oder spazieren zu gehen
usw (denk dir selber noch einiges dazu aus und kleb es dir dann im Zimmer auf!)
4. Finger weg von Abführmittel! Wenn du meinst dadurch abzunehmen liegst du falsch, denn bevor das Pillchen wirken kann wurde schon sämtliche Kalorien vom Körper aufgenommen (die Abführmittel wirken erst später am Ende des Darms wenns quasi schon "zu spät" ist.). Außerdem verlierst du viele wichtige Salze und Mineralien und ruinierst deinen Stoffwechsel.
5. du schienst ja auch viele Probleme sonst zu haben, vielleichst solltest du trotzdem mal einen Therapeuten aufsuchen und dir einfach Enspannungsübungen oder Yoga aneigenen. Ihh habe wirklich schon sehr viel positives darüber gehört. Es könnte dir helfen wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Oder probier zuerst mal Sport aus, auch das tut der Seele ganz gut. Verkriech dich nicht, damit machst du alles nur schlimmer. Und fang mal mit Tagebuch an, kann ich wirkich nur empfehlen! Auch malen hilft viel, vielleicht malst du ja gerne.
Also beherzige einfach diese Punkte und lass nicht den Kopf hängen. Du kannst es schaffen! Wenn du noch Fragen hast dann kannst du mir gerne noch welche stellen
LG

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2. Oktober 2007 um 16:46
In Antwort auf romola_12744249

Hallo glamourchen
ich glaube ich brauche nicht noch extra sagen dass ich dich gut verstehe... Mir ging es genauso, zusätzlich zu meinem Selbsthass kam auch ein schweres Schuldgefühl meiner Mutter gegenüber dazu. Ich wußte wie sehr es sie verletzte und es tat mir so leid um das Essen was sie für uns kochte... Es war gefühlsmäßig die reine Hölle. Und dann natürlich die Streitereien.
Aber glaub mir, man braucht nicht unbedingt so ein Erlebnis wie meines gehabt zu haben um aus der bulimie zu kommen. Bitte bitte glaub mir dass man es auch so -am besten mit professioneler Hilfe- schaffen kann. Es fängt alles in deinem KOPF an! Vielleicht ist auch noch nicht deine Zeit zur "einsicht" gekommen.. etwas halbherzig anfangen zu wollen würde wenig bringen. Man muß es wirklich anpacken und schaffen wollen! Egal ob man danach zunimmt (zumal man ja nach einiger Zeit ja wieder abnimmt!!), egal ob man danach frustriert ist, egal ob man einen Rückschlag widerfährt... nicht nachdenken sondern an sein Ziel festhalten.
Ich will dir noch was erzählen: Und zwar hat mich doch tatsächlich mein Freund dieses Woe verlassen, ich schwöre es dir noch NIE hat mir eine Trennung so viel Schmerz bereitet, noch NIE. So verzweifelt habe ich mich bisher nicht gekannt, es war eine einzige Heulerei und am liebsten hätte ich mich die Treppe runtergestürzt... Zusätzlich ist meine Mutter vor kurzem an einer seltenen unheilbaren Krankheit erkrankt.. also du siehst, meine Welt schien einzustürzen. Und trotzdem würde ich mir NIE wieder den Finger in den Hals stecken, denn das würde mich noch weiter in diese Spirale reinziehen. Und die Vorstellung ich könnte jetzt immer noch Bulimie habe, also ich glaube das wäre ganz ernsthaft mein Ende gewesen. Bin ja ein sehr sentimentaler Mensch.
Du musst also wirklich ganz ganz bald was gegen deine ES tun, denn sonst wird dir vieles im Leben seeehr schwer fallen.
Übrigens wie das Schicksal so spielt war es ausgerechnet meine Mutter, die mir nach meiner Trennung zur Seite stand, und sie hat mir so viel Mut gegeben und ihre Wärme und Liebe.. allein mich in ihrem Amren ausheulen zu können hat so gut getan. Eine Mutter ist was unersetzbares. Auch wenn du jetzt Probleme mit ihr hast, es wird alles gut werden, die Liebe einer Mutter ist immerwährend.
Also Liebes du kannst so stark und intelligent sein, wenn du es nur willst, alles Gute
LG

@latinita
danke-das tut so gut verstanden zu werden und solche tröstenden worte zu bekommen!
mittlerweile weiss meine ma über ALLES bescheid- sie hat all mein fa-müll gefunden-ein ganzer gelber sack voll, sie hat meine briefe durchstöbert-das ist einerseits scheiße, denn sie hat meine privatsphäre verletzt, auf der andern seite gut, denn sie treibt mich immer mehr dazu an die scheiße sein zu lassen!
aber ja,es stimmt: ein teil von mir will noch nicht von der bulimie los lassen-ich weiss nicht wieso-ich fürchte, ich habe einfach angst keinen lebensinhalt mehr zu haben, denn die bulimie ist zu ihm geworden!
ich möchte keine professionelle hilfe-ich schäme mich zu sehr-fühl mich einfach nicht bereit dazu!
versuche momentan mir selbst die krankheit nach und nach "abzugewöhnen"...
liebe grüße, glamourgirl

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4. Oktober 2007 um 10:24
In Antwort auf romola_12744249

Hallo glamourchen
ich glaube ich brauche nicht noch extra sagen dass ich dich gut verstehe... Mir ging es genauso, zusätzlich zu meinem Selbsthass kam auch ein schweres Schuldgefühl meiner Mutter gegenüber dazu. Ich wußte wie sehr es sie verletzte und es tat mir so leid um das Essen was sie für uns kochte... Es war gefühlsmäßig die reine Hölle. Und dann natürlich die Streitereien.
Aber glaub mir, man braucht nicht unbedingt so ein Erlebnis wie meines gehabt zu haben um aus der bulimie zu kommen. Bitte bitte glaub mir dass man es auch so -am besten mit professioneler Hilfe- schaffen kann. Es fängt alles in deinem KOPF an! Vielleicht ist auch noch nicht deine Zeit zur "einsicht" gekommen.. etwas halbherzig anfangen zu wollen würde wenig bringen. Man muß es wirklich anpacken und schaffen wollen! Egal ob man danach zunimmt (zumal man ja nach einiger Zeit ja wieder abnimmt!!), egal ob man danach frustriert ist, egal ob man einen Rückschlag widerfährt... nicht nachdenken sondern an sein Ziel festhalten.
Ich will dir noch was erzählen: Und zwar hat mich doch tatsächlich mein Freund dieses Woe verlassen, ich schwöre es dir noch NIE hat mir eine Trennung so viel Schmerz bereitet, noch NIE. So verzweifelt habe ich mich bisher nicht gekannt, es war eine einzige Heulerei und am liebsten hätte ich mich die Treppe runtergestürzt... Zusätzlich ist meine Mutter vor kurzem an einer seltenen unheilbaren Krankheit erkrankt.. also du siehst, meine Welt schien einzustürzen. Und trotzdem würde ich mir NIE wieder den Finger in den Hals stecken, denn das würde mich noch weiter in diese Spirale reinziehen. Und die Vorstellung ich könnte jetzt immer noch Bulimie habe, also ich glaube das wäre ganz ernsthaft mein Ende gewesen. Bin ja ein sehr sentimentaler Mensch.
Du musst also wirklich ganz ganz bald was gegen deine ES tun, denn sonst wird dir vieles im Leben seeehr schwer fallen.
Übrigens wie das Schicksal so spielt war es ausgerechnet meine Mutter, die mir nach meiner Trennung zur Seite stand, und sie hat mir so viel Mut gegeben und ihre Wärme und Liebe.. allein mich in ihrem Amren ausheulen zu können hat so gut getan. Eine Mutter ist was unersetzbares. Auch wenn du jetzt Probleme mit ihr hast, es wird alles gut werden, die Liebe einer Mutter ist immerwährend.
Also Liebes du kannst so stark und intelligent sein, wenn du es nur willst, alles Gute
LG

Hallo latinitasarita
hey das tut mir voll leid mit deiner mutter und deinem freund. ich kann das auch nachvollziehen. würde mich mein freund verlassen - ich würde verrückt werden. kann mir gar keinen anderen mehr vorstellen. sei nicht so traurig, wenn er dich verlassen hat, wars auch nicht der richtige für dich. ich weiß es hilft dir nicht fröhlicher zu werden, aber auch dieser schmerz geht vorbei auch wenns ein stück dauert.lass deine trauer und wut einfach raus.
das mit deiner mutter ist wirklich schlimm. du schreibst dass sie unheilbar krank ist....ich hoffe aber nicht dass es eine sehr schlimme krankheit ist.
ich kann mir richtig vorstellen wie du dich fühlst. bei mir ist ja alles in ordnung derzeit, trotzdem habe ich auch immer angst mal von geliebten mitmenschen allein gelassen zu werden. der schmerz gehört leider zum leben dazu.
ich hoffe deiner mutter geht es trotzdem gut.
lass dich bloß nicht unterkriegen.

und du hast auf jeden fall echt: es ist gut dass du nie wieder kotzen wollen würdest. mit bulimie ist man schon meist seelisch total belastet, da verträgt man solche sachen zusätzlich gar nicht mehr.

ich würde es auch auf keinen fall mehr tun, denn ich weiß wie schnell man drin ist und wie schlecht es einem gehen kann. ich will da gar nicht mehr dran denken wie lange ich einsame abende damit verbracht habe allein zu hause zu sitzen und zu essen und zu kotzen und das tag für tag und woche für woche...monat für monat. nein danke

während meiner bulimie sind in meinem umfeld ein paar junge menschen, die ich kannte durch verschiedene umstände ums leben gekommen.
ich habe mich so schrecklich gefühlt.ich dachte immer nur daran dass ich noch lebe aber mein leben verschwende und wegkotze während andere nicht das glück haben und schon früh sterben müssen.in der zeit habe ich auch nicht viel auf die reihe bekommen. hätte ich damals richtige freunde anstatt die falsche freundin bulimie gehabt wäre das sicher besser gegangen.
manchmal habe ich auch in meinem selbsthass gedacht dass ich es garnicht verdient habe weiter zu leben während andere sterben weil ich mein leben ja auch einfach nur wegwerfe.

und irgendwie ist es ja auch so, jeder der eine es hat, verschwendet sein leben und sein glück mit jedem tag!
macht sich jeden tag selbst seelisch und körperlich immer kaputter, ruiniert vielleicht dauerhaft seine gesundheit und setz sein leben aufs spiel.

ist es das was wir wollen?

wenn man einmal drin ist, ist es sowieso zu spät. aber ich hoffe, dass alle jungen mädchen hier, die denken das ist alles nur ein spiel und glauben SIE haben nichts mit den leuten zu tun, die hier probleme mit ihrer es haben und sich einbilden, bei ihnen ist das ganz anders und außerdem wollen sie nur ein bisschen abnehmen....ich hoffe diese mädchen lesen hier auch mal die negativen seiten.

und ich hoffe sie erkennen, dass es im prinzip völlig egal ist ob sie grad abgenommen oder zugenommen haben, sondern dass sie merken, DASS SIE IHR LEBEN VERSCHWENDEN; IHRE GESUNDHEIT RUINIEREN UND IHRE JUGEND WEGWERFEN...zeit die man nie wieder aufholen kann.

öffnet mal eure augen und seht ein dass jedes unnormale essverhältnis, jedes form von zwang nicht gesund ist und euch vielleicht ein jahrelanges leiden bevor steht.

ihr müsst das doch alles nicht tun. haltet euren kopf ein stück höher und hört auf euch selbst zu verachten.
dieser kollektive essgestörtenselbsthass macht mich ganz krank. ihr müsst euch doch selbst lieben und akzeptieren. niemand ist schlecht oder wertlos, dass hat man euch einfach so vorgespielt.
ihr glaubt dass ihr erst dann toll seid wenn ihr euer superidealgewicht habt oder 1 kilo weniger...oder 2 oder 5 oder 10

das ist total falsch und krank. hört bitte auf dieser illusion nachzurennen.das ist alles unsinn. ES GIBT KEINE ZUFRIEDENHEIT FÜR EUCH SOLANGE IHR EUCH NICHT SELBST LIEBT UND AKZEPTIERT!!!!
und zwar so wie ihr seid, auch wenn euch manche sachen stören.
wollt ihr euer glück wirklich davon abhängig machen wie andere euch finden oder davon wie dünn ihr seid?
glaubt ihr dass wenn ihr abgenommen habt es euch besser gehen wird und alles gut wird?
das könnt ihr gleich wieder vergessen. es gibt höhen und tiefen und der fall wird schnell kommen. es gibt keine endgültige zufriedenheit. ihr werdet nicht dünn und dann glücklich für immer. es wird ganz schnell wieder abwärtst gehen


und alle die noch am anfang einer es stehen: lasst euch helfen! jetzt und sofort! ihr könnt gerne noch jahre so weiter machen, ihr werdet nichts als krank und unzufrieden. früher oder später müsst ihr sowieso was machen.
ich weiß dieses aufschieben ist normal und keiner traut sich, aber ihr müsst lernen das auszuhalten. lieber jetzt einmal quälen als später jahr für jahr.

macht euch nichts vor, nur das überwinden einer es wird euch glücklich machen, wenn ihr lernt euch selbst zu lieben.

wenn man sich rechtzeitig helfen lässt, spart man sich sehr viel leid, glaubt mir das.

sprecht mit jemanden über eure probleme, seht ein dass ihr krank seid oder auf dem besten weg dorthin.

ich glaube nicht dass jemand lust hat mit 30 schon eine gebiss zu tragen oder die knochen von alleine brechen zu hören.
wollt ihr kaputte speissröhren oder tot aufgefunden werden weil euer magen vom überfressen geplatzt ist?

wollt ihr dass sich euer körper anfängt selbst zu verdauen? oder dass ihr bei 25 grad friert wie im winter?.

glaubt ihr dass es nur ein leben gibt in dem man sich ständig disziplinieren muss und kalorien zählen?

man kann auch ohne so etwas leben und wenn man erstmal erkannt hat was für eine kranker mechanismus dahinter steckt und wie sich alle möglichen leute einfach nicht normal ernähren können.

ihr wisst garnicht was ihr alles verpasst, während ihr euch wiegt, euer essen einteilt, kalorien zählt und diäten probiert....

man kann seine zeit so viel sinnvoller verbringen und zwar ohne frustriert und von selbsthass besessen zu sein.

essgestörte sind weder anmutig, ästhetisch oder zufrieden,auch nicht bewundernswert oder glücklich sie sind nur eines: krank

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