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Mann kennen gelernt-Borderline?

27. Januar 2015 um 12:32

Hallo liebe Leute,

da ich ziemlich ratlos bin und stellenweise so verzweifelt wie noch nie in meinem Leben, dachte ich, ich schildere meinen Fall einmal und höre mir an, was ihr so dazu zu sagen habt. Danke schon einmal für's Durchlesen dieses langen Textes!
Der Mann, um den es geht, fiel mir bereits das erste Mal, dass ich ihn gesehen habe, ins Auge. Das war ungefähr vor einem halben Jahr. Er kellnert in einer Kneipe um die Ecke, ich bin aber nur selten dort. Ich war sofort hin und weg, der schönste Mann, der mir bis dahin jemals begegnet ist. Das habe ich ihm durch meine Blicke auch zu verstehen gegeben, allerdings hatte ich nie vor, ernsthaft Kontakt aufzunehmen, da ich dachte, das sei eher unrealistisch, ich kannte ihn ja gar nicht, es gab keine gemeinsamen Freunde, ich wusste nicht, was er sonst so macht, und man soll sich ja in nichts hereinsteigern. Nun, es gab also ein paar "Begegnungen" in dieser Kneipe, und jedes Mal war ich hin und weg. Dann trafen wir auf einmal auch im "normalen" Leben ein paarmal aufeinander, er tauchte in einer Bar und in einem Club auf, in den ich desöfteren gehe. Wir hatten Blickkontakt, und mir fiel auf, dass sein Blick schwer zu deuten und rätselhaft ist, und er irgendwie traurig aussieht. Er fuhr meinen Leuten nach dem besagten Barbesuch alleine auf dem Rad hinterher, starrte mir ins Gesicht, und fuhr wieder weg. Das fand ich sonderbar, dachte mir aber nichts weiter dabei. Wieder einige Zeit später ging ich mit einer Freundin ein Sonntagabendbier in seiner Kneipe trinken, hoffte natürlich leise, dass er da sei, und war sehr aufgeregt, als sich das bewahrheitete. Als wir uns zum Gehen aufmachten und meine Freundin kurz zur Toilette verschwunden war, kam er zu mir, und gab mir einen Bierdeckel mit seinem Namen und seiner Nummer. Ich war der glücklichste Mensch der Welt, wusste gar nicht, wohin mit meinen explodierenden Gefühlen. Ich rief in am nächsten Tag an, er ging sofort ran, wir verabredeten uns für den darauffolgenden Tag. Das erste Date war sehr schön, wir waren beide sehr nervös, haben viel geredet. Er fragte, ob er mit zu mir kommen könne, und ich willigte ein.
Wir hatten keinen Sex, was von ihm ausging, aber er war sehr, sehr zärtlich, sah mich auf eine innige Art an, die mich noch jetzt schaudern lässt. Am nächsten Tag schien er sehr besorgt, dass es mir nicht gefallen haben könnte, und dass ich ihn nicht wiedersehen wolle. Bei unserem zweiten Date, zwei Tage später, wirkte er wie komplett ausgewechselt. Es war, als wäre er gar nicht anwesend, ich konnte nicht zu ihm durchdringen, er wirkte verschlossen, und sein Blick war mir völlig unverständlich. Ich war sehr verunsichert, und als ich ihn darauf ansprach, meinte er, alles sei in Ordnung, es sei für ihn normal, dass er einer Person einmal sehr nahe sein könne und im nächsten Moment sehr fern, und das Gespräch führe er auch nicht zum ersten Mal. Das zweite Treffen ließ mich in einer schrecklichen Stimmung zurück, ich hatte ihn überhaupt nicht einschätzen können und konnte das Problem auch nicht festmachen, aber ich hatte die ganze Zeit das Bauchgefühl, dass irgendetwas nicht stimmte. Ich hatte so Angst, ihn nicht wiederzusehen! Nun, ein paar Tage schrieben wir noch nett hin und her, aber als ich ihn das nächste Mal konkret treffen wollte, fing es an, dass keine Antworten mehr kamen, beziehungsweise sehr kryptische, unwirsche Nachrichten. Das hat mich komplett fertig gemacht. So viel geheult wegen eines Mannes habe ich noch nie in meinem Leben. Ich habe mehrmals die Nummer gelöscht, weil ich dachte, gut, dann hat er halt kein Interesse. Aber er hat sich dann doch immer wieder gemeldet, mit "normalen" Botschaften, aber mich immer im Unklaren gelassen, wenn ich wissen wollte, wann wir uns sehen. Dann hatten wir eine unglückselige Zufallsbegegnung auf einer Party, ich war komplett nüchtern, er richtig betrunken, und, nach seinen Blicken zu schließen, wieder irgendwie nicht anwesend. Er suchte trotzdem meine Nähe, kam zu mir, ich versuchte mit ihm zu reden, was aber komplett unmöglich war. Mein Stolz und mein Ego waren durch sein Verhalten der letzten Wochen sehr angegriffen, ich war sauer deswegen, und dann stand er da, und wirkte, als wäre sein Geist gerade überall anders, nur nicht hier bei mir. Es endete, dass ich ihm sagte, dass ich keine Lust habe, mich von ihm verarschen zu lassen, und er mich daraufhin in einer Kurzschlussreaktion einfach wütend stehen ließ. Ich war wahnsinnig verzweifelt, wusste einfach nicht, warum er mich so behandelte. Mein Stolz verbot mir aber auch, ihm weiterhin zu schreiben. Das war Anfang Dezember, gottseidank kam für mich ein Jobangebot dazwischen (ich bin Musikerin), und ich ging auf eine dreiwöchige Asientournee. Dort fasste ich den Entschluss (wozu mir auch meine Freunde geraten hatten), dass ich mich nicht mehr bei ihm melden würde. Vergessen konnte ich ihn aber nicht. Zurück in der Heimat, tauchte er dann letzte Woche wieder in meinem Leben auf. Er war in dem Club, von dem ich ihm gesagt hatte, ich sei eigentlich jede Woche dort. Ich wusste nicht, wie wir zueinander stehen, wollte mir aber auch nicht den Abend von ihm verderben lassen, und ignorierte ihn zunächst und hatte meinen Spaß. Ich merkte natürlich, dass er mich beobachtete, und sich eigentlich permanent in meiner Nähe aufhielt. Er sprach mich nicht an, aber provozierte dann, als ich mit einem anderen Typen nach Hause gehen wollte, ein Aufeinandertreffen. Unsere Blicke begegneten sich, und ich war wieder hin und weg, völlig verzaubert. Es war ein unglaublich inniger Moment, er schien das Gleiche zu fühlen wie ich. Er war "normal", ich konnte problemlos mit ihm reden, er meinte, wo ich denn gewesen sei, er sei jede Woche hier gewesen und hätte gehofft, mich zu treffen. Warum er mir denn nicht einfach geschrieben habe, wollte ich wissen. Er sei schüchtern und hätte sich nicht getraut. Dass es ihm Leid tue, dass er mich fertig gemacht hat. Er hätte in der Zeit, in der wir uns nicht gesehen hatten, schon an mich gedacht. Er hätte jetzt eigentlich immer Zeit, mich zu treffen. Ich solle nächste Woche auf seine Party kommen, ihm einfach schreiben, dann würde er mir seine Adresse schicken (so wenig weiß ich über ihn!). Er hätte gerade eine 'klare' Phase, also würde ich auch mit ihm reden können. Ich meinte, ich schreibe ihm nicht gerne, wenn ich wüsste, dass ich keine Antwort/ eine kryptische Antwort bekomme. Er versprach, mir zu Antworten. Zum Abschied nahm er meine Hand, und küsste mich sehr zärtlich aufs Haar. Ich schrieb ihm am nächsten Tag, und natürlich hat er wieder nicht geantwortet.
Ich habe jetzt selber seine Adresse und seinen Nachnamen herausbekommen, ich werde ihm eine Karte schreiben, damit er weiß, dass ich nun weiß, wo er wohnt, und ich werde auf der Party, zu der er mich eingeladen hat, auftauchen. Das einzige, was ich -für mich und mein Wohlergehen- weiß, ist, dass ich aus ihm herausbekommen muss, was sein Problem ist, und danach muss ich weitersehen, ob ich das kann. Ich bin so verliebt wie noch nie in meinem Leben, aber gleichzeitig hat mich die ganze Geschichte schon jetzt sehr, sehr belastet und unglücklich gemacht. Kennt sich jemand aus mit solch einem Verhalten? Kann mir jemand helfen, wie das zu deuten ist? Borderline ist jetzt nur meine Küchenpsychologie-Theorie, ich habe ja keine Ahnung, was genau da wirklich los ist, das kann ja alles Mögliche sein. Über Hilfe und Tipps bin ich sehr dankbar!

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10. Februar 2015 um 18:20

Kein Borderline
Aus deiner Geschichte kann ich keine Anzeichen für Borderline finden; das eindeutigste Zeiche wären starke Stimmungsschwankungen innerhalb kürzester Zeit (Minutenbereich); zB erst ist man ihr Ein und Alles und im nächsten Moment hassen sie einen zutiefst und behaupten man würde ihnen schaden wollen etc.. Darüberhinaus haben Borderliner selbsschadende Verhaltensweisen wie -Über die Verhältnisse Leben;-wechselnde Bettpartner;-Sucht;-Selbstverletzung.
So auf den ersten Eindruck könnte es sein,dass er schüchtern ist und nicht viele (gute)Erfahrungen mit Frauen hat. Solche Männer sind dann eher distanziert/unwirsch aus Sorge enttäuscht zu werden/nicht gut genug zu sein.
Am besten suchst du das offene Gespräch mit ihm.Oder Mail/Telefon/Brief

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