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Mangelnde Sexualität, Ausflüchte und Vernachlässigung

14. November 2012 um 22:29 Letzte Antwort: 29. November 2012 um 16:46

Guten Abend zusammen,
ich benötige dringen Hilfe, ich komme mit einigen Problemen nicht mehr weiter und bin am verzweifeln.
Meine Frau und ich sind seit über sechs Jahren verheiratet, seit neun Jahren ein Paar.
Alles könnte so schön sein wenn es nicht einige Probleme gäbe:
Zum einen leidet sie seit Jahren an einer Angsterkrankung. Aufgrund dieser hat sie sich aber im Sommer in Therapie begeben um sich dem zu stellen und wieder ein normales Leben zu führen. Das finde ich klasse und unterstütze sie wo ich kann dabei.
Das Problem bei uns, oder vielleicht auch vielmehr bei mir, ist, dass sexuell alles auf Sparflamme läuft. Dieses Jahr kam es zweimal zu Sex, das letzte Mal vor vier Monaten. Die Jahre davor kam es auch nicht zu mehr "Gelegenheiten" bei uns. Oftmals wenn ich den Antritt wage gibt es Gründe dagegen. Sie kann sich wegen Ihrer Erkrankung nicht so fallen lassen wie sie will um sich gehen zu lassen. Das kann ich verstehen und es ist auch ein "Sympton" der Erkrankung. Allerdings gibt es auch oftmals Gründe die vorgeschoben klingen. Seien es Magenschmerzen, Müdigkeit, Halsschmerzen etc.
Ich kann es halt nicht immer für bahre Münze nehmen und fühle mich dabei zunehmend verletzt. Ich komme damit nicht klar und gehe an den Abenden sehr verletzt ins Bett und weine mich in den Schlaf.
Wenn ich sie darauf anspreche heißt es immer, dass das nicht so sei und es keine vorgeschobenen Gründe gibt. Es liege nur an ihrer Erkrankung.
Hinzu kommt noch, dass sie mir gegenüber vor einiger Zeit zugegeben hat sich auch selbst zu befriedigen. Das steht im totalen Gegensatz zu dem zuvor Geschrieben und hat mich außerodentlich schwer getroffen. Jetzt weiß ich garnicht mehr was ich denken soll. Es heißt, dass ich einfach nicht verfügbar sei wenn sie mal richtig bock hat...

Ich liebe meine Frau und wir führen fern ab von Sexualität eine tolle und vertrauensvolle Ehe. Wir haben die gleichen Interessen, quatschen Stunden lang, lachen über Alles gemeinsam und verbringen 100 % unserer Freizeit zusammen.

Ich weiß aber nicht mehr wie ich weiter mit den Problemen umgehen soll. Ich bin zutiefst traurig oftmals und zweifel an Allem. Das Thema hat mir viele schlaflose Nächte eingebracht und viele Tränen gekostet.
Ich weiß nicht wie ich diese Situation weiter meistern soll. Fremdgehen ist für mich keine Option die ich wählen werde. Dafür liebe ich meine Frau viel zu sehr.
Hilfe!

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20. November 2012 um 4:27

Google: Betaisierung
"Ich liebe meine Frau und wir führen fern ab von Sexualität eine tolle und vertrauensvolle Ehe. Wir haben die gleichen Interessen, quatschen Stunden lang, lachen über Alles gemeinsam und verbringen 100 % unserer Freizeit zusammen"

Das klingt nicht nach einem MANN, das klingt nach ihrem besten Schwulen Freund.
Kein Wunder, daß die Frau Selbstbefriedigung dir vorzieht. Sie mag Probleme haben, aber das Sexproblem, das hast du selber zu verschulden. Klassischer Beta - google das Wort.

Davon abgesehen gibt es so viele Frauen, die gerne Sex haben. Was hält dich davon ab, mal auswärts zu essen? Deinem Selbstwert täte das Weißgott gut....

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20. November 2012 um 8:05
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Google: Betaisierung
"Ich liebe meine Frau und wir führen fern ab von Sexualität eine tolle und vertrauensvolle Ehe. Wir haben die gleichen Interessen, quatschen Stunden lang, lachen über Alles gemeinsam und verbringen 100 % unserer Freizeit zusammen"

Das klingt nicht nach einem MANN, das klingt nach ihrem besten Schwulen Freund.
Kein Wunder, daß die Frau Selbstbefriedigung dir vorzieht. Sie mag Probleme haben, aber das Sexproblem, das hast du selber zu verschulden. Klassischer Beta - google das Wort.

Davon abgesehen gibt es so viele Frauen, die gerne Sex haben. Was hält dich davon ab, mal auswärts zu essen? Deinem Selbstwert täte das Weißgott gut....

Betamann
@ maldek007:

Danke für Deinen Beitrag. Ich habe mich ein bisschen in die Terminologie eingelesen und Du hast Recht. Genau das bin ich. Ich verhalte mich in vielen Facetten wie ein Beta. Wenn ich die Vergangenheit revue passieren lasse, gingen Sex immer Situationen vor in denen ich Bestimmtheit und Zielstrebigkeit an den Tag gelegt hatte.
DIe Erkenntnis hat mich heute morgen schon stark getroffen muss ich zugeben. Aber das hat mir in gewisser Weise die Augen geöffnet. Es treffen zwar nicht alle Charakteristika zu aber folgende ganz gut:

Ein Beta Männchen hat sich so lange klein gemacht, bis es eigentlich schon unsichtbar ist, und das Werben bei Frauen schon fast wie das Betteln nach Zuneigung wirkt. Bei Frauen löst dieses Verhalten, wenn überhaupt, Mutterinstinkte und den damit verbundenen Welpenschutz aus. Sie hat Mitleid mit Ihm, will Ihn beschützen, ihm nicht weh tun, doch als Lebens- oder Sexualpartner wird er erst gar nicht ernst genommen.

Dies habe ich hier schon sooo oft gehört:

Er ist lieb, einfach total lieb, und normalerweise müsste jede Frau froh sein so einen lieben Mann zu bekommen. Doch wenn es darum geht mit jemandem die Nacht zu verbringen, oder eine Beziehung einzugehen, entscheiden sich Frauen doch lieber für einen anderen Mann. Er ist bei Frauen als guter Zuhörer gefragt, und wenn Frauen Probleme mit Ihrem Partner, Chef oder anderen haben, ist er die Anlaufstelle. Frauen reden gerne mit Ihm. Frauen mögen Ihn, und Frauen sprechen alle positiv über Ihn. Besser noch, Frauen bieten ihn sogar ihren besten Freundinnen an, weil er ja ein ganz ein Netter ist, und eine Frau niemals betrügen oder belügen würde. Frauen sagen über Ihn, er wäre der beste Partner, den sich eine Frau nur wünschen könne.

Fraglich ist nun, wie ich wieder etwas ändern kann? Nicht mehr für Sie da sein kann nicht die Lösung sein. Soll ich mich einfach rar machen, nicht mehr mich aufs abendliche Kuscheln einlassen und vermehrt meinen Weg gehen?
Einsicht sei ja der erste Weg zur Besserung. Nur wie stelle ich das jetzt an?

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20. November 2012 um 14:26
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Betamann
@ maldek007:

Danke für Deinen Beitrag. Ich habe mich ein bisschen in die Terminologie eingelesen und Du hast Recht. Genau das bin ich. Ich verhalte mich in vielen Facetten wie ein Beta. Wenn ich die Vergangenheit revue passieren lasse, gingen Sex immer Situationen vor in denen ich Bestimmtheit und Zielstrebigkeit an den Tag gelegt hatte.
DIe Erkenntnis hat mich heute morgen schon stark getroffen muss ich zugeben. Aber das hat mir in gewisser Weise die Augen geöffnet. Es treffen zwar nicht alle Charakteristika zu aber folgende ganz gut:

Ein Beta Männchen hat sich so lange klein gemacht, bis es eigentlich schon unsichtbar ist, und das Werben bei Frauen schon fast wie das Betteln nach Zuneigung wirkt. Bei Frauen löst dieses Verhalten, wenn überhaupt, Mutterinstinkte und den damit verbundenen Welpenschutz aus. Sie hat Mitleid mit Ihm, will Ihn beschützen, ihm nicht weh tun, doch als Lebens- oder Sexualpartner wird er erst gar nicht ernst genommen.

Dies habe ich hier schon sooo oft gehört:

Er ist lieb, einfach total lieb, und normalerweise müsste jede Frau froh sein so einen lieben Mann zu bekommen. Doch wenn es darum geht mit jemandem die Nacht zu verbringen, oder eine Beziehung einzugehen, entscheiden sich Frauen doch lieber für einen anderen Mann. Er ist bei Frauen als guter Zuhörer gefragt, und wenn Frauen Probleme mit Ihrem Partner, Chef oder anderen haben, ist er die Anlaufstelle. Frauen reden gerne mit Ihm. Frauen mögen Ihn, und Frauen sprechen alle positiv über Ihn. Besser noch, Frauen bieten ihn sogar ihren besten Freundinnen an, weil er ja ein ganz ein Netter ist, und eine Frau niemals betrügen oder belügen würde. Frauen sagen über Ihn, er wäre der beste Partner, den sich eine Frau nur wünschen könne.

Fraglich ist nun, wie ich wieder etwas ändern kann? Nicht mehr für Sie da sein kann nicht die Lösung sein. Soll ich mich einfach rar machen, nicht mehr mich aufs abendliche Kuscheln einlassen und vermehrt meinen Weg gehen?
Einsicht sei ja der erste Weg zur Besserung. Nur wie stelle ich das jetzt an?

1. Schritt
Hallo tomm, freut mich, daß ich helfen konnte.

Die Erkenntnis war sicher nicht schmerzfrei, aber ein guter erster Schritt.

Was kannst du tun? Ich hab es schon geschrieben - unternimm Sachen mit anderen Frauen. Du mußt nicht gleich mit ihnen ins Bett gehen, es reicht für den Anfang völlig aus, wenn du Freizeit mit ihnen verbringst.

Erzähle dann deiner Frau davon. Wie gut xy aussieht in ihren Wanderschuhen etwa, oder wie sehr Frau abc deine Fachkenntnis beim Reparieren ihres Autos beeindruckt hat - solche Sachen halt.

Nichts bringt eine eingerostete Hausfrau schneller auf Touren als etwas Konkurrenz. Allein der Schein (daß sie sieht, du bist für andere Frauen interessant, man nennt das "social proof") macht schon einen großen Unterschied.

Alles Gute!

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22. November 2012 um 15:41

Meine Erfahrungen
Auch ich habe solche Situationen erlebt. Irgendwann habe ich den großen Fehler begangen und bin fremdgegangen.
Und zwar im ganz großen Stil. Viel, viele, oft und unbemerkt.

Und immer mit dem Gedanken: das hier ist für meinen Körper und meinen Spaß, geliebt wird zuhause. Die Situation hat sich dort deutlich entspannt. Alles schien soweit ok.

Aber das war nicht so:
1. Der Wunsch nach einer dauerhaften Lösung außerhalb blieb im Grunde unerfüllt. In dieser "Szene" ist unglaublich viel Bewegung drin. Singlefrauen, die sich mit meiner Affäre arrangieren konnten, fanden z. B. dann doch wieder einen Freund. Andere lernten weitere X-Bekanntschaften kennen und ich war außenvor. Dazu Umzüge, andere Lebensereignisse, Abfuhren und auch der Fall, dass ich nicht überzeugt war.
2. Das führte dazu, dass aus meiner Fremdgeherei fast eine Raserei wurde. Immer neue Kontakte, viel Zeit im Web, um Mädels kennenzulernen, Arbeit vernachlässigt, weniger Zeit zuhause usw. Es wurde immer unkontrollierbarer.
3. Vor allem durch den Faktor Zeit hat meine Ehe und auch mein "normale" Privatleben massiv gelitten. Auch wenn ich das nie zugegeben hätte.
4. Immer wieder war da der Wunsch, noch einen draufzusetzen. Was als Suche nach 1, 2 x Sex die Woche angefangen hatte, endete mit der Suche nach ausgefallenen Sexpraktiken, Besuch in Clubs usw.

Der Crash kam, als das geschah, was ich immer hatte auseinanderhalten können: Ich verliebte mich. In der Folge kam alles raus und der Paukenschlag war unglaublich. Was folgte war eine vorübergehende Trennung, unzählige Gespräche miteinander und mit Eheberatern usw. Etwa 6 Monate später war die Ehe fürs erste gerettet. Die Wunden waren aber noch lange da.

Von meiner Erfahrung aus, kann ich Dir nur folgende Ratschläge geben:

1. Rede Klartext. Und zwar ungeschminkt. Über Eure Lust und Eure Wünsche. Darüber, wie es in Euch brennt und rotiert. Darüber, dass der Druck immer weiter steigt. Was das mit deiner Phantasie anstellt und wie du anderen Frauen hinterherschaust. Deine Angst vor Auswegen und Alternativen: Porno, Fremdgehen usw. Was jetzt schon passiert, um mit dem Druck umgehen zu können (Gefällts dir, wenn dein Kerl an andere Frauen denkt, wenn er sich einen runterholt?!).

2. Hab keine Angst vor dem Anschiss-Risiko. Die Alternative ist womöglich ein Riesendrama, wenn die Beziehung am Ende ist oder - warum auch immer - eure Fehler rauskommen. Lass dich nicht als perverser Depp abstempeln. Deine Wünsche sind nicht total überzogen, exotisch oder sonst was. Zeig ihr Foren im Internet, schau dich nach Statistiken über Sex um (wer, wie oft usw.) - da gibts reichlich. Im Gegenzug solltest du sie auch nicht als hoffnungslos frigide Kuh abstempeln.

3. Phantasien. Würde ich auch klar benennen. Wenn für dich die eigentliche Oral-Verkehr-Frage ist, ob du ihr ins Gesicht oder den Mund spritzen sollst, statt wieso ihr überhaupt keinen mehr habt, dann sags ihr. Dominante/Devotere Spiele, Stellungen, Fesselungen, was auch immer - Geh in die Vollen. Und wunder dich nicht, wenn sie dabei leuchtende Augen bekommt. Ich habe mal an einer kirchlichen (!) Eheveranstaltung zum Thema Sex gesprochen. Eine der Leiterinnen erzählte, dass ihr Mann ihr einmal einen sehr offenen und gefrusteten Brief geschrieben habe. Voll mit unerhörten Wünschen, Phantasien und Gedanken. Und damit hatte er bei ihr voll ins Schwarze getroffen.
Meine Erfahrung in der wilden Zeit durch Kontakte zu etlichen Ehefrauen ist: Die sind häufig selbst auch gefrustet, wie öde es bei ihnen zugeht.
Rücksicht nehmen, weil sie mit vielen Wünschen - nachdem sie raus sind - nix anfangen kann, kannst du dann immer noch. Und noch mal: Phantasie beim Sex macht dich in 90% aller Vorschläge nicht gleich zum perversen Freak.

4. Wertschätzung - Mach ihr klar, warum du so auf den Putz haust. Wie wichtig dir die Beziehung ist. Wie sehr du leidest, dass ihr beide dieses riesige traumhafte Land nicht zusammen erleben könnt. Wie sehr du sie liebst und wie schlimm es für dich ist, dass ihr da so in der Klemme sitzt. Und ja: sie sitzt mit dir in der Klemme, das ist nicht nur dein Problem. Mach ihr klar, wie sehr du dir eine Lösung wünschst.

5. Nachhaken. Hat sie verstanden, worum es dir geht? Wie sehr dich das stört und wie wichtig dir diese Frage ist? Ist ihr klar, dass da die Beziehungsfragen nicht automatisch hinter dem Kind auf Platz 2 landen dürfen, weil ein vaterloses Leben für son Kind langfristig auch ein Riesendrama ist.

6. Überlegt gemeinsam, welche Gründe es gibt und was man tun kann, um da etwas zu unternehmen. Es gibt Babysitter, freie Abende, vielleicht eine andere Pille mit anderen Hormonen, vielleicht sogar eine andere Form der Verhütung (Was nutzt eine Pille, die ihr jede Lust nimmt und wodurch du ihn eh nicht mehr reinstecken kannst?). Die Frage nach Prioritäten wird auftauchen. Oder die Frage nach Zeiten, in denen sie überhaupt Lust hat.

7. Deine Persönlichkeit. Bei Frauen kommt Lust über andere Kanäle als bei Männern. Sie ist nicht unbedingt da, muss geweckt werden. Dabei gehts aber nicht immer um raffiniertere Streicheleinheiten. Interessant wäre z. B. die Frage, was für sie sexy ist. Ich habe auch von etlichen Ehefrauen gehört, dass ihre Männer zahme gute Kumpels sind und unbeholfen um Sex betteln. - Klang nicht wirklich geil und aufregend. Oder: Nen Kerl, der seine Frau zuhause alleine rudern lässt, darf sich nicht wundern, wenn ihr Liebestank abends total leer ist. Als nochmal: was ist für sie sexy? Was findet sie an sexy Typen anziehend (Medien, Kino, TV usw.), was macht einen Mann im Leben aufregend? Findet sie Machos geil oder will sie lieber 100% Wertschätzung, Einfühlungsvermögen, Zuhören usw.?

8. Miteinander reden. Und zwar nicht über Sex. Wie war dein Tag? ist son Klassiker. Aber danach kommen eigentlich erst die spannenden Fragen!
Wie war das für dich?
Erzähl mir mehr davon.
Wie denkst du darüber?
Was hat das mit dir gemacht?
Wie kann ich dir dabei helfen?
Was bereitet dir Sorgen?
Mit meiner damaligen Frau (die ja niiiie wollte) hatten wir oft genialen Sex nach ausgiebigen Gesprächen bzw. in den 48h danach.
Übrigens gelten die Fragen auch für deine Erlebnisse. Die Gags und Sprüche aus der Mittagspause sind eine Sache. Aber was macht das mit dir, wenn dein Chef dich runtergesaut hat? Wie war das, als totaler Depp dazustehen? Wieso bist du neidisch auf den Kollegen? Was ist deine Hoffnung oder Sorge für die aktuelle Arbeit?

9. Bei allem gilt: All das braucht Zeit. Zum Sackenlassen und kapieren (das geht nicht unbedingt an 2 heißdiskutierten Abenden), zur Umstellung und zum Suchen und Finden von Lösungen.

Ich mach Dir Mut, da zu investieren, Neues auszuprobieren, auf die Kacke zu hauen und zu riskieren.

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23. November 2012 um 13:22
In Antwort auf

Meine Erfahrungen
Auch ich habe solche Situationen erlebt. Irgendwann habe ich den großen Fehler begangen und bin fremdgegangen.
Und zwar im ganz großen Stil. Viel, viele, oft und unbemerkt.

Und immer mit dem Gedanken: das hier ist für meinen Körper und meinen Spaß, geliebt wird zuhause. Die Situation hat sich dort deutlich entspannt. Alles schien soweit ok.

Aber das war nicht so:
1. Der Wunsch nach einer dauerhaften Lösung außerhalb blieb im Grunde unerfüllt. In dieser "Szene" ist unglaublich viel Bewegung drin. Singlefrauen, die sich mit meiner Affäre arrangieren konnten, fanden z. B. dann doch wieder einen Freund. Andere lernten weitere X-Bekanntschaften kennen und ich war außenvor. Dazu Umzüge, andere Lebensereignisse, Abfuhren und auch der Fall, dass ich nicht überzeugt war.
2. Das führte dazu, dass aus meiner Fremdgeherei fast eine Raserei wurde. Immer neue Kontakte, viel Zeit im Web, um Mädels kennenzulernen, Arbeit vernachlässigt, weniger Zeit zuhause usw. Es wurde immer unkontrollierbarer.
3. Vor allem durch den Faktor Zeit hat meine Ehe und auch mein "normale" Privatleben massiv gelitten. Auch wenn ich das nie zugegeben hätte.
4. Immer wieder war da der Wunsch, noch einen draufzusetzen. Was als Suche nach 1, 2 x Sex die Woche angefangen hatte, endete mit der Suche nach ausgefallenen Sexpraktiken, Besuch in Clubs usw.

Der Crash kam, als das geschah, was ich immer hatte auseinanderhalten können: Ich verliebte mich. In der Folge kam alles raus und der Paukenschlag war unglaublich. Was folgte war eine vorübergehende Trennung, unzählige Gespräche miteinander und mit Eheberatern usw. Etwa 6 Monate später war die Ehe fürs erste gerettet. Die Wunden waren aber noch lange da.

Von meiner Erfahrung aus, kann ich Dir nur folgende Ratschläge geben:

1. Rede Klartext. Und zwar ungeschminkt. Über Eure Lust und Eure Wünsche. Darüber, wie es in Euch brennt und rotiert. Darüber, dass der Druck immer weiter steigt. Was das mit deiner Phantasie anstellt und wie du anderen Frauen hinterherschaust. Deine Angst vor Auswegen und Alternativen: Porno, Fremdgehen usw. Was jetzt schon passiert, um mit dem Druck umgehen zu können (Gefällts dir, wenn dein Kerl an andere Frauen denkt, wenn er sich einen runterholt?!).

2. Hab keine Angst vor dem Anschiss-Risiko. Die Alternative ist womöglich ein Riesendrama, wenn die Beziehung am Ende ist oder - warum auch immer - eure Fehler rauskommen. Lass dich nicht als perverser Depp abstempeln. Deine Wünsche sind nicht total überzogen, exotisch oder sonst was. Zeig ihr Foren im Internet, schau dich nach Statistiken über Sex um (wer, wie oft usw.) - da gibts reichlich. Im Gegenzug solltest du sie auch nicht als hoffnungslos frigide Kuh abstempeln.

3. Phantasien. Würde ich auch klar benennen. Wenn für dich die eigentliche Oral-Verkehr-Frage ist, ob du ihr ins Gesicht oder den Mund spritzen sollst, statt wieso ihr überhaupt keinen mehr habt, dann sags ihr. Dominante/Devotere Spiele, Stellungen, Fesselungen, was auch immer - Geh in die Vollen. Und wunder dich nicht, wenn sie dabei leuchtende Augen bekommt. Ich habe mal an einer kirchlichen (!) Eheveranstaltung zum Thema Sex gesprochen. Eine der Leiterinnen erzählte, dass ihr Mann ihr einmal einen sehr offenen und gefrusteten Brief geschrieben habe. Voll mit unerhörten Wünschen, Phantasien und Gedanken. Und damit hatte er bei ihr voll ins Schwarze getroffen.
Meine Erfahrung in der wilden Zeit durch Kontakte zu etlichen Ehefrauen ist: Die sind häufig selbst auch gefrustet, wie öde es bei ihnen zugeht.
Rücksicht nehmen, weil sie mit vielen Wünschen - nachdem sie raus sind - nix anfangen kann, kannst du dann immer noch. Und noch mal: Phantasie beim Sex macht dich in 90% aller Vorschläge nicht gleich zum perversen Freak.

4. Wertschätzung - Mach ihr klar, warum du so auf den Putz haust. Wie wichtig dir die Beziehung ist. Wie sehr du leidest, dass ihr beide dieses riesige traumhafte Land nicht zusammen erleben könnt. Wie sehr du sie liebst und wie schlimm es für dich ist, dass ihr da so in der Klemme sitzt. Und ja: sie sitzt mit dir in der Klemme, das ist nicht nur dein Problem. Mach ihr klar, wie sehr du dir eine Lösung wünschst.

5. Nachhaken. Hat sie verstanden, worum es dir geht? Wie sehr dich das stört und wie wichtig dir diese Frage ist? Ist ihr klar, dass da die Beziehungsfragen nicht automatisch hinter dem Kind auf Platz 2 landen dürfen, weil ein vaterloses Leben für son Kind langfristig auch ein Riesendrama ist.

6. Überlegt gemeinsam, welche Gründe es gibt und was man tun kann, um da etwas zu unternehmen. Es gibt Babysitter, freie Abende, vielleicht eine andere Pille mit anderen Hormonen, vielleicht sogar eine andere Form der Verhütung (Was nutzt eine Pille, die ihr jede Lust nimmt und wodurch du ihn eh nicht mehr reinstecken kannst?). Die Frage nach Prioritäten wird auftauchen. Oder die Frage nach Zeiten, in denen sie überhaupt Lust hat.

7. Deine Persönlichkeit. Bei Frauen kommt Lust über andere Kanäle als bei Männern. Sie ist nicht unbedingt da, muss geweckt werden. Dabei gehts aber nicht immer um raffiniertere Streicheleinheiten. Interessant wäre z. B. die Frage, was für sie sexy ist. Ich habe auch von etlichen Ehefrauen gehört, dass ihre Männer zahme gute Kumpels sind und unbeholfen um Sex betteln. - Klang nicht wirklich geil und aufregend. Oder: Nen Kerl, der seine Frau zuhause alleine rudern lässt, darf sich nicht wundern, wenn ihr Liebestank abends total leer ist. Als nochmal: was ist für sie sexy? Was findet sie an sexy Typen anziehend (Medien, Kino, TV usw.), was macht einen Mann im Leben aufregend? Findet sie Machos geil oder will sie lieber 100% Wertschätzung, Einfühlungsvermögen, Zuhören usw.?

8. Miteinander reden. Und zwar nicht über Sex. Wie war dein Tag? ist son Klassiker. Aber danach kommen eigentlich erst die spannenden Fragen!
Wie war das für dich?
Erzähl mir mehr davon.
Wie denkst du darüber?
Was hat das mit dir gemacht?
Wie kann ich dir dabei helfen?
Was bereitet dir Sorgen?
Mit meiner damaligen Frau (die ja niiiie wollte) hatten wir oft genialen Sex nach ausgiebigen Gesprächen bzw. in den 48h danach.
Übrigens gelten die Fragen auch für deine Erlebnisse. Die Gags und Sprüche aus der Mittagspause sind eine Sache. Aber was macht das mit dir, wenn dein Chef dich runtergesaut hat? Wie war das, als totaler Depp dazustehen? Wieso bist du neidisch auf den Kollegen? Was ist deine Hoffnung oder Sorge für die aktuelle Arbeit?

9. Bei allem gilt: All das braucht Zeit. Zum Sackenlassen und kapieren (das geht nicht unbedingt an 2 heißdiskutierten Abenden), zur Umstellung und zum Suchen und Finden von Lösungen.

Ich mach Dir Mut, da zu investieren, Neues auszuprobieren, auf die Kacke zu hauen und zu riskieren.

Tolle Antwort
Was du schreibst ist sicher ganz richtig und toll, aber ich glaube wenn du nicht fremdgegangen wärst und es nicht zu diesem Kräsch gekommen wäre, wäre diese Kommunikation, wie du sie vorschlägst, kaum möglich gewesen oder geworden. Denn auch bei mir ist erst nach meinem Fremd gehen und dem bekennen dazu, erst eine neue Möglichkeit des Gesprächs entstanden.
Sicher ist es richtig, man muss das Thema ganz klar ansprechen auch wenn es weh tut, und wirklich Klartext reden, denn diese Enthaltsamkeit und dieses Leben ohne Sex in der Partnerschaft tut auch verdammt weh.
Wünsche alles Gute und viel Erfolg.
Gruß macki

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25. November 2012 um 7:27
In Antwort auf

Meine Erfahrungen
Auch ich habe solche Situationen erlebt. Irgendwann habe ich den großen Fehler begangen und bin fremdgegangen.
Und zwar im ganz großen Stil. Viel, viele, oft und unbemerkt.

Und immer mit dem Gedanken: das hier ist für meinen Körper und meinen Spaß, geliebt wird zuhause. Die Situation hat sich dort deutlich entspannt. Alles schien soweit ok.

Aber das war nicht so:
1. Der Wunsch nach einer dauerhaften Lösung außerhalb blieb im Grunde unerfüllt. In dieser "Szene" ist unglaublich viel Bewegung drin. Singlefrauen, die sich mit meiner Affäre arrangieren konnten, fanden z. B. dann doch wieder einen Freund. Andere lernten weitere X-Bekanntschaften kennen und ich war außenvor. Dazu Umzüge, andere Lebensereignisse, Abfuhren und auch der Fall, dass ich nicht überzeugt war.
2. Das führte dazu, dass aus meiner Fremdgeherei fast eine Raserei wurde. Immer neue Kontakte, viel Zeit im Web, um Mädels kennenzulernen, Arbeit vernachlässigt, weniger Zeit zuhause usw. Es wurde immer unkontrollierbarer.
3. Vor allem durch den Faktor Zeit hat meine Ehe und auch mein "normale" Privatleben massiv gelitten. Auch wenn ich das nie zugegeben hätte.
4. Immer wieder war da der Wunsch, noch einen draufzusetzen. Was als Suche nach 1, 2 x Sex die Woche angefangen hatte, endete mit der Suche nach ausgefallenen Sexpraktiken, Besuch in Clubs usw.

Der Crash kam, als das geschah, was ich immer hatte auseinanderhalten können: Ich verliebte mich. In der Folge kam alles raus und der Paukenschlag war unglaublich. Was folgte war eine vorübergehende Trennung, unzählige Gespräche miteinander und mit Eheberatern usw. Etwa 6 Monate später war die Ehe fürs erste gerettet. Die Wunden waren aber noch lange da.

Von meiner Erfahrung aus, kann ich Dir nur folgende Ratschläge geben:

1. Rede Klartext. Und zwar ungeschminkt. Über Eure Lust und Eure Wünsche. Darüber, wie es in Euch brennt und rotiert. Darüber, dass der Druck immer weiter steigt. Was das mit deiner Phantasie anstellt und wie du anderen Frauen hinterherschaust. Deine Angst vor Auswegen und Alternativen: Porno, Fremdgehen usw. Was jetzt schon passiert, um mit dem Druck umgehen zu können (Gefällts dir, wenn dein Kerl an andere Frauen denkt, wenn er sich einen runterholt?!).

2. Hab keine Angst vor dem Anschiss-Risiko. Die Alternative ist womöglich ein Riesendrama, wenn die Beziehung am Ende ist oder - warum auch immer - eure Fehler rauskommen. Lass dich nicht als perverser Depp abstempeln. Deine Wünsche sind nicht total überzogen, exotisch oder sonst was. Zeig ihr Foren im Internet, schau dich nach Statistiken über Sex um (wer, wie oft usw.) - da gibts reichlich. Im Gegenzug solltest du sie auch nicht als hoffnungslos frigide Kuh abstempeln.

3. Phantasien. Würde ich auch klar benennen. Wenn für dich die eigentliche Oral-Verkehr-Frage ist, ob du ihr ins Gesicht oder den Mund spritzen sollst, statt wieso ihr überhaupt keinen mehr habt, dann sags ihr. Dominante/Devotere Spiele, Stellungen, Fesselungen, was auch immer - Geh in die Vollen. Und wunder dich nicht, wenn sie dabei leuchtende Augen bekommt. Ich habe mal an einer kirchlichen (!) Eheveranstaltung zum Thema Sex gesprochen. Eine der Leiterinnen erzählte, dass ihr Mann ihr einmal einen sehr offenen und gefrusteten Brief geschrieben habe. Voll mit unerhörten Wünschen, Phantasien und Gedanken. Und damit hatte er bei ihr voll ins Schwarze getroffen.
Meine Erfahrung in der wilden Zeit durch Kontakte zu etlichen Ehefrauen ist: Die sind häufig selbst auch gefrustet, wie öde es bei ihnen zugeht.
Rücksicht nehmen, weil sie mit vielen Wünschen - nachdem sie raus sind - nix anfangen kann, kannst du dann immer noch. Und noch mal: Phantasie beim Sex macht dich in 90% aller Vorschläge nicht gleich zum perversen Freak.

4. Wertschätzung - Mach ihr klar, warum du so auf den Putz haust. Wie wichtig dir die Beziehung ist. Wie sehr du leidest, dass ihr beide dieses riesige traumhafte Land nicht zusammen erleben könnt. Wie sehr du sie liebst und wie schlimm es für dich ist, dass ihr da so in der Klemme sitzt. Und ja: sie sitzt mit dir in der Klemme, das ist nicht nur dein Problem. Mach ihr klar, wie sehr du dir eine Lösung wünschst.

5. Nachhaken. Hat sie verstanden, worum es dir geht? Wie sehr dich das stört und wie wichtig dir diese Frage ist? Ist ihr klar, dass da die Beziehungsfragen nicht automatisch hinter dem Kind auf Platz 2 landen dürfen, weil ein vaterloses Leben für son Kind langfristig auch ein Riesendrama ist.

6. Überlegt gemeinsam, welche Gründe es gibt und was man tun kann, um da etwas zu unternehmen. Es gibt Babysitter, freie Abende, vielleicht eine andere Pille mit anderen Hormonen, vielleicht sogar eine andere Form der Verhütung (Was nutzt eine Pille, die ihr jede Lust nimmt und wodurch du ihn eh nicht mehr reinstecken kannst?). Die Frage nach Prioritäten wird auftauchen. Oder die Frage nach Zeiten, in denen sie überhaupt Lust hat.

7. Deine Persönlichkeit. Bei Frauen kommt Lust über andere Kanäle als bei Männern. Sie ist nicht unbedingt da, muss geweckt werden. Dabei gehts aber nicht immer um raffiniertere Streicheleinheiten. Interessant wäre z. B. die Frage, was für sie sexy ist. Ich habe auch von etlichen Ehefrauen gehört, dass ihre Männer zahme gute Kumpels sind und unbeholfen um Sex betteln. - Klang nicht wirklich geil und aufregend. Oder: Nen Kerl, der seine Frau zuhause alleine rudern lässt, darf sich nicht wundern, wenn ihr Liebestank abends total leer ist. Als nochmal: was ist für sie sexy? Was findet sie an sexy Typen anziehend (Medien, Kino, TV usw.), was macht einen Mann im Leben aufregend? Findet sie Machos geil oder will sie lieber 100% Wertschätzung, Einfühlungsvermögen, Zuhören usw.?

8. Miteinander reden. Und zwar nicht über Sex. Wie war dein Tag? ist son Klassiker. Aber danach kommen eigentlich erst die spannenden Fragen!
Wie war das für dich?
Erzähl mir mehr davon.
Wie denkst du darüber?
Was hat das mit dir gemacht?
Wie kann ich dir dabei helfen?
Was bereitet dir Sorgen?
Mit meiner damaligen Frau (die ja niiiie wollte) hatten wir oft genialen Sex nach ausgiebigen Gesprächen bzw. in den 48h danach.
Übrigens gelten die Fragen auch für deine Erlebnisse. Die Gags und Sprüche aus der Mittagspause sind eine Sache. Aber was macht das mit dir, wenn dein Chef dich runtergesaut hat? Wie war das, als totaler Depp dazustehen? Wieso bist du neidisch auf den Kollegen? Was ist deine Hoffnung oder Sorge für die aktuelle Arbeit?

9. Bei allem gilt: All das braucht Zeit. Zum Sackenlassen und kapieren (das geht nicht unbedingt an 2 heißdiskutierten Abenden), zur Umstellung und zum Suchen und Finden von Lösungen.

Ich mach Dir Mut, da zu investieren, Neues auszuprobieren, auf die Kacke zu hauen und zu riskieren.

Habe noch ne Frage
wie ich schon geschrieben habe, finde ich deine Antwort toll, trotzdem würde es mich mal interresieren, ob denn das Sexualleben nach der ganzen Auseinandersetzung wirklich besser geworden ist oder nicht doch wieder ins alte Schema verfällt??.... und warum hast du dich nicht getrennt, nachdem du dich doch nun neu verliebt hast, wäre doch eine neue Chance für einen neuen Lebensabschnitt gewesen??.

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26. November 2012 um 11:53
In Antwort auf

Habe noch ne Frage
wie ich schon geschrieben habe, finde ich deine Antwort toll, trotzdem würde es mich mal interresieren, ob denn das Sexualleben nach der ganzen Auseinandersetzung wirklich besser geworden ist oder nicht doch wieder ins alte Schema verfällt??.... und warum hast du dich nicht getrennt, nachdem du dich doch nun neu verliebt hast, wäre doch eine neue Chance für einen neuen Lebensabschnitt gewesen??.

Deine Fragen
Der Rückfall in alte Verhaltensmuster ist wirklich ein Problem. Ein Vorteil ist, dass beide da etwas besser Bescheid wissen und sich gegenseitig besser einschätzen können.

Auch nach der Krise wurde meine Frau kein sich nach Sex verzehrendes Wesen. Das blieb knifflig. Und trotzdem wurde es besser, auch in dem Bereich.
Z. B. auch, weil sie kapiert hat, wie wichtig das für mich ist und dann auch mal mitmachte, wenn sie nicht gerade auf die Idee gekommen wäre. Das wurden dann keine ganz aufregenden Nummern, war aber doch mehr, als ein Hinlegen mit "auf zur Vergewaltigung"-Blick.

Verknallen/Affäre - Sexualität ist ein irrsinshoher Einstieg in eine Beziehung. Wenn über die Schine Gefühle angestoßen werden, dann hat das eine wahnsinnige Tiefe. Sexualität macht halt nicht nur Spaß, sondern ist auch die tiefste Form, miteinander Liebe zu teilen, sich hinzugeben usw. Ich habe mit diese eine Frau zum Spaß kennengelernt, mit ihr Spaß erlebt, aber dann geliebte Sexualität verarbeitet. Bei ihr war das nicht ganz so tief.
Und bei ihr spielte der Verstand und einige Gedanken eine große Rolle. Sie war längst nicht so verliebt in mich, hat mich abserviert.

Bis zu dem Punkt hatte es auch viele Gespräche mit Freunden usw. gegeben. Da wurde dann über letzte Chancen geredet oder darüber, dass die Ehe / letzte Beziehung erst mal verarbeitet werden könnte, ich nicht gleich in was Neues reinsollte - lauter so richtiger Kram, der natürlich so ein strohdummes, verknalltes Herz nicht erreicht.

Als die Abfuhr kam, hab ich mich dem gestellt und beschlossen: Gut, dann ziehen wir das jetzt durch. Letzte Chance, gucken, ob da noch was zu retten ist und wenn nicht wickeln wir das geordnet ab und danach hab ich alle Freiheiten.

Das war dann schließlich der Anfang vom Neuanfang.

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28. November 2012 um 19:08
In Antwort auf

Deine Fragen
Der Rückfall in alte Verhaltensmuster ist wirklich ein Problem. Ein Vorteil ist, dass beide da etwas besser Bescheid wissen und sich gegenseitig besser einschätzen können.

Auch nach der Krise wurde meine Frau kein sich nach Sex verzehrendes Wesen. Das blieb knifflig. Und trotzdem wurde es besser, auch in dem Bereich.
Z. B. auch, weil sie kapiert hat, wie wichtig das für mich ist und dann auch mal mitmachte, wenn sie nicht gerade auf die Idee gekommen wäre. Das wurden dann keine ganz aufregenden Nummern, war aber doch mehr, als ein Hinlegen mit "auf zur Vergewaltigung"-Blick.

Verknallen/Affäre - Sexualität ist ein irrsinshoher Einstieg in eine Beziehung. Wenn über die Schine Gefühle angestoßen werden, dann hat das eine wahnsinnige Tiefe. Sexualität macht halt nicht nur Spaß, sondern ist auch die tiefste Form, miteinander Liebe zu teilen, sich hinzugeben usw. Ich habe mit diese eine Frau zum Spaß kennengelernt, mit ihr Spaß erlebt, aber dann geliebte Sexualität verarbeitet. Bei ihr war das nicht ganz so tief.
Und bei ihr spielte der Verstand und einige Gedanken eine große Rolle. Sie war längst nicht so verliebt in mich, hat mich abserviert.

Bis zu dem Punkt hatte es auch viele Gespräche mit Freunden usw. gegeben. Da wurde dann über letzte Chancen geredet oder darüber, dass die Ehe / letzte Beziehung erst mal verarbeitet werden könnte, ich nicht gleich in was Neues reinsollte - lauter so richtiger Kram, der natürlich so ein strohdummes, verknalltes Herz nicht erreicht.

Als die Abfuhr kam, hab ich mich dem gestellt und beschlossen: Gut, dann ziehen wir das jetzt durch. Letzte Chance, gucken, ob da noch was zu retten ist und wenn nicht wickeln wir das geordnet ab und danach hab ich alle Freiheiten.

Das war dann schließlich der Anfang vom Neuanfang.

Danke für deine Antwort
so habe ich es mir etwa gedacht, denn auch bei mir ist es danach zwar besser geworden, aber es bleibt trotzdem immer ein Problem, denn wenn ich nicht den Anfang mache läuft nach wie vor nichts, nach den ganzen Gesprächen wurde es tatsächlich einiges besser aber nach nun fast einem Jahr läuft es langsam aber sicher wieder ins alte Schema. Es ist irgendwie traurig, weil meine Frau sich nach wie vor nicht wirklich damit auseinander setzt und daran arbeitet und es gibt wieder häufiger Streitgespräche über unser Sexualleben.
Ich bin mir manchmal nicht im klaren wie lange ich es denn doch noch so hin nehmen will??.....denn letzten Endes bleibt dann wirklich nur die Trennung und was kommt dann??

Gruß an alle gefrusteten Männer und Frauen, denn die Hoffnung stirbt zuletzt,....aber manchmal hofft man wohl vergebens???..... ich weiss es auch nicht.

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28. November 2012 um 19:38
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Danke für deine Antwort
so habe ich es mir etwa gedacht, denn auch bei mir ist es danach zwar besser geworden, aber es bleibt trotzdem immer ein Problem, denn wenn ich nicht den Anfang mache läuft nach wie vor nichts, nach den ganzen Gesprächen wurde es tatsächlich einiges besser aber nach nun fast einem Jahr läuft es langsam aber sicher wieder ins alte Schema. Es ist irgendwie traurig, weil meine Frau sich nach wie vor nicht wirklich damit auseinander setzt und daran arbeitet und es gibt wieder häufiger Streitgespräche über unser Sexualleben.
Ich bin mir manchmal nicht im klaren wie lange ich es denn doch noch so hin nehmen will??.....denn letzten Endes bleibt dann wirklich nur die Trennung und was kommt dann??

Gruß an alle gefrusteten Männer und Frauen, denn die Hoffnung stirbt zuletzt,....aber manchmal hofft man wohl vergebens???..... ich weiss es auch nicht.

Liste
"nach nun fast einem Jahr läuft es langsam aber sicher wieder ins alte Schema. "

Dazu ein netter Spruch:
"Solange du das machst, was du immer getan hast, wirst du genau das erreichen, was du jetzt schon hast."

->Die Welt (und andere Menschen) kannst du niemals ändern, dich selber schon.
Deswegen liste einmal auf (kann auch für dich ganz privat sein), was genau *DU* im letzten Jahr an dir geändert hast.

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29. November 2012 um 16:34

Du bist ein Weichei
Du sagst ja schon: "Ich komme damit nicht klar und gehe an den Abenden sehr verletzt ins Bett und weine mich in den Schlaf."

Du musst zum Mann werden. Wenn du das schaffst (das ist ein langer Prozess) dann wird sie auch wieder soviel interesse haben wie am Anfang eurere Beziehung.

Wie oft hattet ihr Sex zu den besten Zeiten? Das ist das Maximum das du bekommen wirst.

Hoer auf zu jammern, mache Sport, bilde Muskeln, entwickle Resultat Unabhaengigkeit. Mache eine 180 Grad Drehung von dem was du bisher bist. Wenn sie keinen Sex will, dann gehe weg und mache etwas anderes. Ohne zu jammern. Und um Gottes Willen, STOP DAS WEICHEI GEWEINE!!! Deine Partnerin sollte dich hoechstens 2 mal im Leben weinen sehen. Wenn deine Eltern sterben und wenn sie stirbt. Ansonsten, gehe ins Bad, schliesse dich ein und putz dir die Nase. Maenner hacken Holz aus Frustration, aber weinen sich nicht in den Schalf.

Finde ein MAENNLICHES Hobby in dem du richtig gut wirst. Deine Freundin hat keinen Respekt vor dir, daher will sie auch keinen Sex mit dir, schliesslich hat sie den ja schon mit sich selbst. Eine sexuelle Person ist sie also.

Lese PUA (Pick Up Artist) Seiten und wenn du genuegend Englisch kannst dann lese die Manosphere Seiten und Alpha Male und Red Pill Seiten im Netz. Du hast viel zu tun damit deine Freundin dich respektiert und wieder mit dir Sex haben will.

Viel Glueck

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29. November 2012 um 16:37
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Meine Erfahrungen
Auch ich habe solche Situationen erlebt. Irgendwann habe ich den großen Fehler begangen und bin fremdgegangen.
Und zwar im ganz großen Stil. Viel, viele, oft und unbemerkt.

Und immer mit dem Gedanken: das hier ist für meinen Körper und meinen Spaß, geliebt wird zuhause. Die Situation hat sich dort deutlich entspannt. Alles schien soweit ok.

Aber das war nicht so:
1. Der Wunsch nach einer dauerhaften Lösung außerhalb blieb im Grunde unerfüllt. In dieser "Szene" ist unglaublich viel Bewegung drin. Singlefrauen, die sich mit meiner Affäre arrangieren konnten, fanden z. B. dann doch wieder einen Freund. Andere lernten weitere X-Bekanntschaften kennen und ich war außenvor. Dazu Umzüge, andere Lebensereignisse, Abfuhren und auch der Fall, dass ich nicht überzeugt war.
2. Das führte dazu, dass aus meiner Fremdgeherei fast eine Raserei wurde. Immer neue Kontakte, viel Zeit im Web, um Mädels kennenzulernen, Arbeit vernachlässigt, weniger Zeit zuhause usw. Es wurde immer unkontrollierbarer.
3. Vor allem durch den Faktor Zeit hat meine Ehe und auch mein "normale" Privatleben massiv gelitten. Auch wenn ich das nie zugegeben hätte.
4. Immer wieder war da der Wunsch, noch einen draufzusetzen. Was als Suche nach 1, 2 x Sex die Woche angefangen hatte, endete mit der Suche nach ausgefallenen Sexpraktiken, Besuch in Clubs usw.

Der Crash kam, als das geschah, was ich immer hatte auseinanderhalten können: Ich verliebte mich. In der Folge kam alles raus und der Paukenschlag war unglaublich. Was folgte war eine vorübergehende Trennung, unzählige Gespräche miteinander und mit Eheberatern usw. Etwa 6 Monate später war die Ehe fürs erste gerettet. Die Wunden waren aber noch lange da.

Von meiner Erfahrung aus, kann ich Dir nur folgende Ratschläge geben:

1. Rede Klartext. Und zwar ungeschminkt. Über Eure Lust und Eure Wünsche. Darüber, wie es in Euch brennt und rotiert. Darüber, dass der Druck immer weiter steigt. Was das mit deiner Phantasie anstellt und wie du anderen Frauen hinterherschaust. Deine Angst vor Auswegen und Alternativen: Porno, Fremdgehen usw. Was jetzt schon passiert, um mit dem Druck umgehen zu können (Gefällts dir, wenn dein Kerl an andere Frauen denkt, wenn er sich einen runterholt?!).

2. Hab keine Angst vor dem Anschiss-Risiko. Die Alternative ist womöglich ein Riesendrama, wenn die Beziehung am Ende ist oder - warum auch immer - eure Fehler rauskommen. Lass dich nicht als perverser Depp abstempeln. Deine Wünsche sind nicht total überzogen, exotisch oder sonst was. Zeig ihr Foren im Internet, schau dich nach Statistiken über Sex um (wer, wie oft usw.) - da gibts reichlich. Im Gegenzug solltest du sie auch nicht als hoffnungslos frigide Kuh abstempeln.

3. Phantasien. Würde ich auch klar benennen. Wenn für dich die eigentliche Oral-Verkehr-Frage ist, ob du ihr ins Gesicht oder den Mund spritzen sollst, statt wieso ihr überhaupt keinen mehr habt, dann sags ihr. Dominante/Devotere Spiele, Stellungen, Fesselungen, was auch immer - Geh in die Vollen. Und wunder dich nicht, wenn sie dabei leuchtende Augen bekommt. Ich habe mal an einer kirchlichen (!) Eheveranstaltung zum Thema Sex gesprochen. Eine der Leiterinnen erzählte, dass ihr Mann ihr einmal einen sehr offenen und gefrusteten Brief geschrieben habe. Voll mit unerhörten Wünschen, Phantasien und Gedanken. Und damit hatte er bei ihr voll ins Schwarze getroffen.
Meine Erfahrung in der wilden Zeit durch Kontakte zu etlichen Ehefrauen ist: Die sind häufig selbst auch gefrustet, wie öde es bei ihnen zugeht.
Rücksicht nehmen, weil sie mit vielen Wünschen - nachdem sie raus sind - nix anfangen kann, kannst du dann immer noch. Und noch mal: Phantasie beim Sex macht dich in 90% aller Vorschläge nicht gleich zum perversen Freak.

4. Wertschätzung - Mach ihr klar, warum du so auf den Putz haust. Wie wichtig dir die Beziehung ist. Wie sehr du leidest, dass ihr beide dieses riesige traumhafte Land nicht zusammen erleben könnt. Wie sehr du sie liebst und wie schlimm es für dich ist, dass ihr da so in der Klemme sitzt. Und ja: sie sitzt mit dir in der Klemme, das ist nicht nur dein Problem. Mach ihr klar, wie sehr du dir eine Lösung wünschst.

5. Nachhaken. Hat sie verstanden, worum es dir geht? Wie sehr dich das stört und wie wichtig dir diese Frage ist? Ist ihr klar, dass da die Beziehungsfragen nicht automatisch hinter dem Kind auf Platz 2 landen dürfen, weil ein vaterloses Leben für son Kind langfristig auch ein Riesendrama ist.

6. Überlegt gemeinsam, welche Gründe es gibt und was man tun kann, um da etwas zu unternehmen. Es gibt Babysitter, freie Abende, vielleicht eine andere Pille mit anderen Hormonen, vielleicht sogar eine andere Form der Verhütung (Was nutzt eine Pille, die ihr jede Lust nimmt und wodurch du ihn eh nicht mehr reinstecken kannst?). Die Frage nach Prioritäten wird auftauchen. Oder die Frage nach Zeiten, in denen sie überhaupt Lust hat.

7. Deine Persönlichkeit. Bei Frauen kommt Lust über andere Kanäle als bei Männern. Sie ist nicht unbedingt da, muss geweckt werden. Dabei gehts aber nicht immer um raffiniertere Streicheleinheiten. Interessant wäre z. B. die Frage, was für sie sexy ist. Ich habe auch von etlichen Ehefrauen gehört, dass ihre Männer zahme gute Kumpels sind und unbeholfen um Sex betteln. - Klang nicht wirklich geil und aufregend. Oder: Nen Kerl, der seine Frau zuhause alleine rudern lässt, darf sich nicht wundern, wenn ihr Liebestank abends total leer ist. Als nochmal: was ist für sie sexy? Was findet sie an sexy Typen anziehend (Medien, Kino, TV usw.), was macht einen Mann im Leben aufregend? Findet sie Machos geil oder will sie lieber 100% Wertschätzung, Einfühlungsvermögen, Zuhören usw.?

8. Miteinander reden. Und zwar nicht über Sex. Wie war dein Tag? ist son Klassiker. Aber danach kommen eigentlich erst die spannenden Fragen!
Wie war das für dich?
Erzähl mir mehr davon.
Wie denkst du darüber?
Was hat das mit dir gemacht?
Wie kann ich dir dabei helfen?
Was bereitet dir Sorgen?
Mit meiner damaligen Frau (die ja niiiie wollte) hatten wir oft genialen Sex nach ausgiebigen Gesprächen bzw. in den 48h danach.
Übrigens gelten die Fragen auch für deine Erlebnisse. Die Gags und Sprüche aus der Mittagspause sind eine Sache. Aber was macht das mit dir, wenn dein Chef dich runtergesaut hat? Wie war das, als totaler Depp dazustehen? Wieso bist du neidisch auf den Kollegen? Was ist deine Hoffnung oder Sorge für die aktuelle Arbeit?

9. Bei allem gilt: All das braucht Zeit. Zum Sackenlassen und kapieren (das geht nicht unbedingt an 2 heißdiskutierten Abenden), zur Umstellung und zum Suchen und Finden von Lösungen.

Ich mach Dir Mut, da zu investieren, Neues auszuprobieren, auf die Kacke zu hauen und zu riskieren.


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29. November 2012 um 16:40
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Liste
"nach nun fast einem Jahr läuft es langsam aber sicher wieder ins alte Schema. "

Dazu ein netter Spruch:
"Solange du das machst, was du immer getan hast, wirst du genau das erreichen, was du jetzt schon hast."

->Die Welt (und andere Menschen) kannst du niemals ändern, dich selber schon.
Deswegen liste einmal auf (kann auch für dich ganz privat sein), was genau *DU* im letzten Jahr an dir geändert hast.


Mensch, gleich 2 richtig Gute Kommentare hier!!!

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29. November 2012 um 16:43
In Antwort auf

Google: Betaisierung
"Ich liebe meine Frau und wir führen fern ab von Sexualität eine tolle und vertrauensvolle Ehe. Wir haben die gleichen Interessen, quatschen Stunden lang, lachen über Alles gemeinsam und verbringen 100 % unserer Freizeit zusammen"

Das klingt nicht nach einem MANN, das klingt nach ihrem besten Schwulen Freund.
Kein Wunder, daß die Frau Selbstbefriedigung dir vorzieht. Sie mag Probleme haben, aber das Sexproblem, das hast du selber zu verschulden. Klassischer Beta - google das Wort.

Davon abgesehen gibt es so viele Frauen, die gerne Sex haben. Was hält dich davon ab, mal auswärts zu essen? Deinem Selbstwert täte das Weißgott gut....

Sag ich doch,
Du musst zum Mann werden!!!
Resultat Unabhaengig und Alpha = Doggy Style and Blow Jobs bis zum abwinken !!!

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29. November 2012 um 16:46
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1. Schritt
Hallo tomm, freut mich, daß ich helfen konnte.

Die Erkenntnis war sicher nicht schmerzfrei, aber ein guter erster Schritt.

Was kannst du tun? Ich hab es schon geschrieben - unternimm Sachen mit anderen Frauen. Du mußt nicht gleich mit ihnen ins Bett gehen, es reicht für den Anfang völlig aus, wenn du Freizeit mit ihnen verbringst.

Erzähle dann deiner Frau davon. Wie gut xy aussieht in ihren Wanderschuhen etwa, oder wie sehr Frau abc deine Fachkenntnis beim Reparieren ihres Autos beeindruckt hat - solche Sachen halt.

Nichts bringt eine eingerostete Hausfrau schneller auf Touren als etwas Konkurrenz. Allein der Schein (daß sie sieht, du bist für andere Frauen interessant, man nennt das "social proof") macht schon einen großen Unterschied.

Alles Gute!




Married Man Sex Life mmsl.com

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