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Magersüchtig trotz Normalgewicht??

12. Juli 2014 um 2:08 Letzte Antwort: 13. Juli 2014 um 1:32

Hallo zusammen,

ich bin seit etwa zehn Jahren essgestört, und nun mit Mal erzählt mir meine Therapeutin, ich sei magersüchtig trotz Normalgewicht. Ich kann mich mit ihrer Meinung da nicht ganz anfreunden, weil für mich zu Magersucht auch ein entsprechender Körper gehört.
Ich denke dauerhaft übers nicht-essen nach, fühle mich ohne essen vom Kopf her deutlich wohler als mit, bekomme regelrecht Panik wenn es mir zu viel war und ich keine Möglichkeit habe, es wieder zu erbrechen, mache übermäßig Sport, ernähre mich von einer objektiv deutlich zu geringen kcal Zahl, durch die ich aber wegen Hungerstoffwechsel nicht abnehme, sondern eher Angst haben muss umzukippen.
Bisher habe ich das ganze für mich als Bulimie deklariert und ehrlich gesagt wurmt es mich ganz schön, was meine Therapeutin da gesagt hat, deshalb würde ich gern mal "in die Runde fragen" und wissen, was ihr als selbst Betroffene dazu meint.
Vielen Dank für Antworten im voraus!

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12. Juli 2014 um 10:43

...
also ich habe es als Bulimie deklariert weil ich mir immer gesagt habe, ich will nicht essen aber esse trotzdem "so viel" und breche es dann hinterher wieder raus oder Fastentage oder halt Sport. "So viel" ist da relativ, das weiß ich, jedenfalls habe ich mich bisher auch wegen dem Normalgewicht mit Bulimie definiert, und die Ansage Magersucht ist einem dann doch plötzlich recht neu, auch wenn ich weiß, dass es bei mir im Kopf eigentlich immer nur um "möglichst wenig" geht.

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12. Juli 2014 um 14:16

Hi
also Magersucht definiert sich ja nicht ( nur) über das Gewicht.
Es gibt doch genug Mädchen und Frauen die als "geheilt" gelten weil sie im NG sind aber denen es total schlecht geht weil die Gedanken trotzdem das Leben bestimmen!
Und es gibt auch Bulimiker die im Untergewicht oder gar starkem Untergewicht sind. Dazu gibt es ja viele Formen bzw Mischformen von Mageruscht und Bulimie Gerade wenn Du schon 10 Jahre essgestört bist treten ja verschiedene Phasen auf, nehme ich an ? Mal erbricht man mehr mal weniger. Dann isst man regelmässiger und wieder nicht usw. Große Gewichtsschwankungen müssen ja nicht zwingend auftreten bzw Gewichtsverlust . Wie soll man auch abnehmen wenn man nach dem Fasten wieder Essanfälle hat....
Ich fühle mich selbst nicht ( mehr) als 100% magersüchtig sondern teilweise auch ehr bulimisch, was mein Verhalten betrifft. Meine Therapeutin spricht aber auch ständig von meiner
" Anorexie".... und das ich dies unterschätze. Nun Fakt ist es sind beides blödes Krankheiten und ob da nun Magersüchtig oder Bulimisch steht ist ja eigentlich total egal...!
LG

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12. Juli 2014 um 14:16
In Antwort auf hudes_11868320

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also ich habe es als Bulimie deklariert weil ich mir immer gesagt habe, ich will nicht essen aber esse trotzdem "so viel" und breche es dann hinterher wieder raus oder Fastentage oder halt Sport. "So viel" ist da relativ, das weiß ich, jedenfalls habe ich mich bisher auch wegen dem Normalgewicht mit Bulimie definiert, und die Ansage Magersucht ist einem dann doch plötzlich recht neu, auch wenn ich weiß, dass es bei mir im Kopf eigentlich immer nur um "möglichst wenig" geht.

Hallo Alina,
bei den Essstörungen kommt es häufig zu einem Wechsel zwischen den einzelnen Krankheitsbildern. Bei der Diagnostik besteht daher ein gewisser Bewertungsspielraum. Wenn ein anorektisches Mädchen mit Erbrechen nach Gewichtszunahme einen BMI von 19 erreicht, würde ich auch weiterhin über einen längeren Zeitraum von bulimischer Anorexie und nicht von Bulimie sprechen. Nach welchem Zeitraum man die Diagnose dann auf Bulimie umstellt, ist unklar. Umgekehrt kann man auch eine absehbare Entwicklung berücksichtigen. Bei einer Bulimikerin im Normalgewicht, die mit starkem Hungern anfing, habe ich vor 3 Monaten auch von Anorexie gesprochen. Sie hat protestiert. Nächste Woche geht sie in die Klinik mit einem BMI von 16 und der Diagnose Anorexie.

LG Nus

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12. Juli 2014 um 14:56

Eigentlich
ist es dpoch egal, wie es heißt. Wichtig ist nur, dass du/wir einsehen, dass wir krank sind und uns helfen lassen.

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12. Juli 2014 um 15:20

Danke für eure Antworten!
ja, das stimmt, eigentlich ist es egal. Was mir nur wichtig war/ist, weil ich meine Krankheit erfahrungsgemäß über die Jahre recht gut sehe und nicht wegschiebe, ob das nun doch ein Stück mangelnde Krankheitseinsicht ist oder ob ich mir einfach mit meiner Therapeutin mal wieder nicht einig bin.. rein von den Gedanken her sehe ich ein, was meine Therapeutin gesagt hat, nur wehre mich dagegen mittels Argumentation über Gewicht...

Und eine Frage, die mich auch immer hier und da wieder verunsichert, hätte ich noch: Seht ihr eintausend Kalorien als zu Bulimie passenden Essanfall?

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13. Juli 2014 um 1:32

...
ja, dass es dabei eher um Kontrollverlust geht, sehe ich genauso. Nur denke ich, dass der Kontrollverlust größer ist je höher auch die Kalorienzahl wird. Ich bin einfach im Moment wieder recht verunsichert, ob ich nicht in letzter Zeit das ein oder andere "falsch wahrnehme". Ich schieß mich gedanklich wegen diesen tausend Kalorien, die ab und an mal vorkommen, so ab als wären es zehntausend gewesen, die "FA's", auf die ich mich beziehe, wenn ich bei mir von Bulimie ausgehe, liegen bei diesen tausend Kalorien, weil ich sie als unfassbare Menge empfinde.
Ich glaube, im Moment ist einfach eine realistische Einordnung von Zahlen mit meinem Kopf und meinen Gedanken nicht vereinbar-.-

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