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Magersüchtig?? Brauche eine Einschätzung zu meinem Essverhalten!

18. Dezember 2010 um 17:28 Letzte Antwort: 19. Dezember 2010 um 16:43

Ich weiß, dass ich kein normales Essverhalten habe bzw. kontrolliere ich mich sehr was das Essen angeht.
Ich kann mir selbst kaum etwas "erlauben" oder gönnen, habe jeden Tag mein gleiches Essverhalten (1100-1200 kcal) und fühle mich damit auch eigentlich sehr gut. Nur wenn ich nicht zu Hause bin und mein Essen vom üblichen abweicht komme ich damit überhaupt nicht klar. Ich kann nicht einfach mal eine Pizza oder Pasta essen und das genießen, da ist immer sofort mein schlechtes Gewissen das mich nicht los lässt. Ich habe dann immer sofort das Gefühl mich "gehen zu lassen", bekomme meinen Kopf den ganzen Tag nicht davon frei das gegessene sofort anzusetzen und zugenommen zu haben (obwohl ich schon soo oft die Erfahrung gemacht habe, dass ich von einer Pizza oder sonst was gar nicht zunehme, aber mein Kopf spielt da halt verrückt und siegt über den Verstand....).
Ich nehme weder Fett noch Zucker zu mir. Ich vertrage fettiges Essen auch überhaupt nicht, da zerreißt es mir förmlich den Magen, meine Verdauung ist allgemein nicht die Beste. Esse ich normal etwas warmes z.B. mittags im Restaurant habe ich eigentlich den ganzen Tag gar keinen Hunger mehr, null
Ich habe generell riesen Angst wenn ich etwas mehr als gewöhnlich esse, das alles gleich an den Oberschenkeln ansetzt....
Ich bin übrigens 1,60 m klein und wiege 40-41 kg.
Mir geht das sooo sehr auf die Nerven, mein Kopf macht mich noch irre....

Ich würde mich freuen eine Einschätzung meiner Situation von Euch zu bekommen. Denn einerseits weiß ich das ich ein Problem mit dem Essen habe, andererseits bin ich der Meinung, dass alles in Ordnung ist...

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19. Dezember 2010 um 12:19

Danke!!! Aber zum Arzt gehen....
Liebe yellowdress,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort !!

Wenn ich in den Spiegel schaue, schaue ich hauptsächlich meine Beine an, da ich diese seit ich 14 bin, nicht ausstehen kann. Ich habe früher durch viel Sport, wie Reiten etc. sehr viel Muskulatur gehabt und dem entsprechend viel mehr gewogen, so um die 53 kg .Ich habe nie auf mein Essen geachtet, viel gegessen...ich war jedoch immer straff, hatte eine sportliche Figur, bei mir hat nie etwas "übergespeckt" und ich wurde immer von anderen als schlank bewertet. Doch ich habe das halt anders gesehen, wenn ich in den Soiegel schaute. Mit 16 fing ich dann an meine Essgewohnheiten um 180 Grad zu ändern und seit dem habe ich vor allem ein wahnsinnig montones Essverhalten.
Wenn ich mich also nun im Spiegel anschaue, empfinde ich mich als normal, auf keinen Fall dürre oder mager, an den Oberschenkelinnenseiten könnte von mir aus immer noch ein wenig weg (habe einen Oberschenkelumfang von 45 cm)....
Ich bekam mit 16 etwa 1 Jahr lang meine Periode nicht mehr, fing dann mit der Pille an, wodurch meine Periode wieder einsetzte. Nun habe ich vor einem Monat die Pille abgesetzt, weil ich nicht mehr hormonell verhüten will. Jetzt ist abwarten angesagt....
Also wie gesagt, habe von Natur aus eine sehr sportliche Figur und bin vor allem vom Oberkörper her ziemlich schlank, aber halt nicht von Natur aus so dünn.

Was ich auch selber sooo sehr hasse, ist dieses innerlich ständige vergleichen mit anderen, die womöglich dünner sein könnten oder es zumindest nach meinem Empfinden sind.

Das mir ein Arzt helfen könnte, glaube ich einfach n icht, denn viel neues kann der mir auch nicht erzählen. Ich weiß ja wie schlecht das alles ist, aber in meinem Kopf bin ich noch nicht bereit das ernsthaft zu ändern, da ich zu sehr Angst habe zuzunehmen

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19. Dezember 2010 um 13:47

Und täglich grüßt das Murmeltier
Hallo cutyhoney,

und was ist nun, wo du unsere Einschätzung kennst?

Yellowdress und Doriane haben dir 2 liebevolle und vollkommen richtige Beiträge geschrieben. Nun bist du an der Reihe und was kommt : zum Arzt gehen... Krankheitseinsicht...Therapieb ereitschaft...???

Uns hier im Forum grüßt tatsächlich täglich das Murmeltier!

LG Nus

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19. Dezember 2010 um 16:43

Wenn es doch nur so einfach wäre...
Ganz vielen lieben Dank an alle die bis jetzt geantwortet haben, auch besonders an Dich liebe Dori!
Danke, dass ihr euch die Zeit genommen und die Mühe gemacht habt!

Das komische ist, dass ich dieses für mich "ideale" Gewicht auch nur auf mich beziehe. Sprich, ich finde es furchtbar und ganz und gar nicht schön, wenn ich Mädchen und Frauen sehe die arg dünn sind, ich mag ganz gerne weibliche Formen, hätte selbst gerne z.B. mehr Hintern. Wie gesagt, ich fixiere mich da auch fast nur auf die Oberschenkel bei mir und schaue bei anderen auch nur auf die dünneren Beine.

Dünn bin ich, weil ich es an mir schöner finde, ich fett egal wo (außer an Hinern und Brust) hasse...für mich hat dünn sein was mit selbstdisziplin zu tun, alles andere ist für mich "sich gehen lassen" ...Meine Arme sind sehr dünn, doch ich schaue in den Spiegel und finde das gut so, andere finden das eher abschreckend

Ich weiß, dass Essen leben, Leidenschaft ist...
Ich finde es so schön, wenn ich Leute sehe die einfach Spaß am essen haben und sich keinen Kopf darüber machen, wieviele Kalorien sie gerade zu sich nehmen.
Ich koche und backe eigentlich so gerne, mach das aber dann nur für andere.
Ach es bleibt einfach durch das gestörte Essverhalten so viel auf der Strecke, vor allem auch die eigene Persönlichkeit
Mein Freund und ich haben schon sehr viel darüber gesprochen und mir tut es immer voll Leid, z.B. abends nicht mit ihm zusammen zu kochen oder einfach mal eine Pizza zu bestellen und das zusammen genießen zu können...
Mein Freund hat immer Angst, das mal irgendwas passiert, weil einfach nicht genug "Reserven" da sind.

Ich habe auch generell extrem kalte Hände und Füße, sehr niedrigen Blutdruck und beim aufstehen ist mir öfters mal schwindlig. Warum mir diese Warnsignale nicht reichen um was zu ändern? Echt keine Ahnung. Ich weiß so viel über gute und gesunde Ernährung, aber wende das bei mir nicht an.

Ich bin der Überzeugung, dass ich mich mit mehr Gewicht auch nicht wohl fühlen würde in meinem Körper und ich mich im Kopf noch verrückter machen würde...

Aber mit einem Therapeuten zu reden, könnte mir wahrscheinlich nicht schaden, nur ob es was ändern würde in meinem Kopf...hm, sehr schwer vorstellbar.

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