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Magersucht seit 8 Jahren

17. November 2011 um 13:34

Hallo ihr lieben,

ich bin 21 Jahre alt und kämpfe seit meinem 13. Lebensjahr mit der Magersucht.
Ich habe mit 15 mal eine ambulante Therapie gemacht aber leider hat diese nicht viel geholfen. Seitdem hatte ich keine Lust mehr was gegen meine Magersucht zu tun und einfach weiter gelebt.
Seit aber ungefähr einem Jahr habe ich schrecklich unter den folgen zu leiden.
Meine Hausärztin hat mir seitdem wöchentlich einen Termin gegeben und sie hat versucht mit mir zu reden das ich nochmal eine Therapie anfangen sollte. Schließlich habe ich im August 2011 mich für 5 Wochen in eine psychosomatische Klinik einweisen lassen. Seit ende September bin ich wieder zu Hause. Die ersten 3 Wochen habe ich es noch geschafft etwas zu essen aber nun esse ich wieder nur 1-2 Äpfel am Tag, wenn überhaupt. Dies hat also auch nicht wirklich geholfen. Nun soll ich noch in eine Klinik gehen aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr!
Ich mache das was man mir sagt aber ich falle jedes mal wieder zurück.
Warum hilft das denn nicht?
Jetzt war ich schon 5 Wochen in einer Klinik und nun bin ich zu Hause und es hat nicht geholfen!
Wieder einmal siegt der Spiegel! Ich weiß das er mich anlügt aber dieses Monster in mir ist so viel stärker. Ich schaffe es nicht dagegen anzukämpfen.
Soll ich nochmal eine Klinik besuchen ? Ich habe aber Angst das dies auch nicht hilft und ich wieder enttäuscht zu Hause sitze. Ich will da raus aber mir fehlt die Kraft bzw mein Kampfgeist lässt jeden Tag etwas nach!
Könnt ihr mir vielleicht sagen ob dies der richtige Weg ist?
Wie geht ihr mit der Magersucht um ?
Für die die es schon geschafft haben aus der Magersucht raus zu kommen, könnt ihr mir bitte Tips geben ?
Ich weiß sonst nicht mehr weiter!
Danke!
Viele liebe Grüße

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18. November 2011 um 7:55

Es
Kann die tollste Klinik der Welt sein und dir trotzdem keine Hilfe geben. Weil du diesen Kampf vor allem mit dir selbst führen musst. Du sagst, dass Monster ist zu stark und dein Kampfwille lässt jeden Tag mehr nach. Da ist der Knackpunkt. Man schafft es gesund zu werden, wenn man in genau diesen Momenten, wenn einen die Krankheit überrollt, stark bleibt und durchhält. Wie man das macht, zeigt dir die Klinik, aber den Kampfeswille brauchst du selbst dafür. Du selbst musst den größten Schritt aus der Krankheit gehen und umdenken. Ärzte können dich dabei nur unterstützen.
Diese Unterstützung ist aber sehr, sehr wichtig, also hol dir die Hilfe. Und wenn es noch 5 Kliniken sein werden. Wenn du es erst geschafft hast, wirst du darüber mehr als glücklich sein. Dann ist es egal,ob es 1 oder 5 Kliniken waren. Das spielt keine Rolle mehr. Dann beginnt das richtige Leben

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19. November 2011 um 14:45

Hi,
generell finde ich eine Klinik gut, mir hat der Aufenthalt sehr geholfen. Aber man muss auch bereit dazu sein. Du schreibst "du machst was andere dir sagen", das ist keine so gute Voraussetzung.

Mir erscheinen 5 Wochen auch zu kurz. Ich war 10 Wochen, viele haben sogar 12 Wochen. Die Heilung braucht viel Zeit, und in der Klinik ist es hart. Nach 5 Wochen in der Klinik war ich an einem Punkt wo alles aufgewühlt war innerlich und ich eigentlich nur heim wollte. Die Besserung trat erst viel später ein, als ich meinen ganzen seelischen Müll draussen hatte und die Zeit hatte alle Probleme in Ruhe anzugehen.

Mit der Magersucht hatte ich das Gefühl meine ganze Identität zu verlieren, mir war nichts mehr wichtig ausser Essen/Nichtessen. Es ist da kaum möglich innerhalb von ein paar Wochen mehr zu essen, zuzunehmen und das Gewicht auch zu akzeptieren! Denn das Dünnsein ist die neue "Identität".
Wenn man also zunimmt ohne sich selbst wiederzufinden, dann geht das sicher schief.

Ich meine, man verliert dann alles womit man sich identifiziert bevor man wieder ein Selbstwertgefühl aufbauen konnte, und plötzlich hat man nichts mehr. Ich weiß nicht genau ob das verständlich ist, was ich sagen möchte...
Aber in der Klinik hatte ich eben auch die Zeit Seiten an mir zu entdecken, die ich wertvoll finde und die nichts mit meinem Gewicht zu tun haben.

LG, lescourgettes

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21. November 2011 um 8:40

Verwirrt
Natürlich weiß ich das ich "bereit" für einen Klinikaufenthalt sein muss.
Doch wie soll ich das denn noch sein bei so vielen Niederschlägen ?
Man hat doch so schon kaum Kraft, dann gibt es einige Niederschläge was die Behandlung antrifft und wie soll ich dann noch Kraft und vor allem Glauben finden das es diesmal was hilft.
Ich weiß irgendwo das mir das keiner beantworten kann und das ich jedesmal aufs Neue die Erfahrung machen muss aber ich habe auch irgendwo keine Lust mehr bzw mir fehlt der Mut nochmal alles aufs Ganze zu setzen und dann die Angst das es wieder umsonst war.
Ich weiß nicht was ich tun soll.
Ich habe 1000 Gedanken im Kopf und doch fühlt es sich so an als sei mein Kopf leer.
Ich komme nicht weiter ... !

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