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Forum / Fit & Gesund

Magersucht mit Fressattacken

Letzte Nachricht: 31. Oktober 2007 um 0:25
A
airi_12538808
27.10.07 um 23:51

Hallo zusammen

Ich möchte eigentlich nur wissen ob es noch andere Leute mit meinem Problem gibt, weil ich fühle mich oft so alleine und habe das gefühl es sei nicht normal!=/

Also zu meinem Problem:
Ich leide schon seit ein paar Jahren an Magersucht und war auch schon in Stationeren aufenthalten. Seit ich aber wieder zu Hause wohne (hab wieder ziemlich an gewicht verloren) habe ich so Fressattacken, kann aber (leider) nicht erbrechen nehme deshalb oft Abführmittel, um mein gewissen ein bisschen zu stillen!

Hat das sonst noch jemand, wenn ja, bitte melde dich....

und wenn mir jemand tipps hat wie ich es wieder in den griff bekommen kann, wäre ich sehr glücklich, weil es macht mir sehr angst, auch das ich es jetzt mein leben lang habe. Psychiesch stresst mich das sehr und diese belastung auszuhalten ist oft nicht einfach!

grüsse mische15

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I
irinie_12444107
28.10.07 um 8:55

Hii
Genau so ist es auch bei mir..
Bin seit 2 ca. 2 jahren MS und war bis jetzt nur in einer Klinik Stationär !
Direkt im Anschluss nach dem Stationären Aufenhalt war ich Tagesklinisch..
Ich habe zuhause an Gewicht zugenommen,doch fühle mich dabei nicht wohl weil ich dauernde FAs habe && dann aber auch nicht erbreche, benutze auch so ein Zeug wie du um meinem Gewissen was besser zusagen..
Fühle mich dann einfach wohler wenn ich ABFM genommen hab..
Du sprcihsT mir mit deinem Beitrag aus der Seele genau so fühle ich mich auch wie viel wiegst du denn denn bei welche größe ??
mb HDl

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P
prema_12140623
28.10.07 um 14:50

So ähnlich!!!
Hallo na,

also ich habe nicht genau das gleiche wie ihr beide, aber so ähnlich. ich esse auch immer viel zu viel, allerdings nehme ich danach keine abführmittel sondern mache sport um mich besser zu fühlen. ich kann mit dem schlechten gewissen und der angst evtl. zuzunehmen einfach nicht umgehen. ich war auch schon einmal in einer klinik, da lief es auch ganz gut, weil ich einen geregelten Essensrytmus hatte,was mir sehr geholfen hat. dadurch konnte ich zwischendrch nicht so viel futtern. Was die abführmittel angeht, bitte lasst das ganz ganz schnell, ich habe da echt miese erfahrungen mit, damit macht man sich seinen ganzen darm in kurzer zeit kaputt..... versucht euch eure mahlzeiten regelmäßig über den tag zu verteilen, damit keine fressattacken entstehen und immer ablenken in der zeit wo es kein essen gibt, das ist hart, aber man muss da sehr konsequent sein....liebe grüße....engelchen

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G
gadar_12119783
31.10.07 um 0:25

Oh ja....
hallo mische u (und die anderen)

ich weiss nur zu genau wie du dich fühlst. du bist absolut nicht alleine mit deinem problem. bei mir hat es vor etwas mehr als einem jahr mit magersucht angefangen (bin jetzt 22). vor einigen monaten bekam ich auch fressattacken. zuerst ziemlich selten, vielleicht eins bis zwei mal im monat und auch nicht dermassen extrem. durch die magersucht war mein magen wohl ziemlich klein und hat gar nicht soviel ertragen. da ich fettiges zeugs und schockolade in mich reingestopft habe, was ich sonst nie ass, bekam ich anfangs einfach durchfall. erbrochen hab ich eigentlich auch nicht, zu beginn jedenfalls nicht. doch mit der zeit wurden die attacken immer häufiger und extremer. schlussendlich hatte ich zwei bis dreimal pro woche und wann dann mehrmals täglich. aus meiner magersucht ist eine bulimie entstanden. da ich auf keinen fall zunehmen wollte und will, habe ich halt erbrochen. nicht immer, aber wenn nicht habe ich einfach tagelang ultra strenge diäten mit ca nur 500 bis 700 kcal pro tag gehalten und vermehrt sport getrieben. ich hatte die hoffnung schon beinahe aufgegeben, dass sich diese attacken verhindern lassen. sie waren soviel stärker als ich und ich kam einfach nicht dagegen an. ich wollte schon lange wieder normal essen aber durch die attacken ging das nicht, weil ich ja nicht zunehmen wollte.
ich denke ich hatte ziemlich glück im unglück. irgendwann habe ich mich meiner besten freundin anvertraut und sie hat mir erzählt, dass sie schon seit 7 jahre an bulimie leidet. ich hab nie was bemerkt.... schrecklich. wir haben der bulimie gemeinsam den kampf angesagt. wir telefonieren täglich miteinander und sehen uns oft. reden soviel es geht darüber und jeden abend bevor wir essen (wir wohnen beide alleine) telefonieren wir, erzählen von unserem tag und reden über unsere gefühle. das mag vielleicht bescheuert klingen, aber es hilft. gefühle in worte fassen, sie wahrnehmen, aushalten und teilen, miteinander tragen und der drang nach einer fressattacke ist oft überwunden. klar, es ist ein steiniger weg, mit rückfällen (zb heute) aber es hilft und geht voran. ich hatte diesen monat nur zweimal einen rückfall und das ist enorm für mich. auch meine freundin hat seit sieben jahren erstmals einen rekord an fress/kotzfreien tagen aufgestellt. redet darüber. ich mach gleichzeitig noch eine gesprächstherapie. aber mit jemandem reden der dasselbe hat bringts so viel mehr, weil niemand, der das nicht durchgemacht hat, das auch wirklich begreifen oder nachvollziehen kann.
liebe mische, ich wünsch dir dass du dich jemandem anvertrauen kannst, den du tag und nacht kontaktieren kannst. das ist so wichtig. rede über deine gefühle, lerne dich selbst wieder zu fühlen und wahrzunehmen und mit jemandem zusammen diese gefühle zu differenzieren und auszuhalten. meiner meinung und erfahrung nach ist das der einzige weg. wenn du niemanden findest, du kannst mich gerne kontaktieren.
ich bin noch lange nicht geheilt, aber auf dem weg der heilung. heute hatte ich nach 14 tagen einen rückfall. aber trotzdem habe ich nicht mehr dieses "versager-gefühl" in mir. ich weiss es geht weiter und ich werde es schaffen. irgendwann passiert es nur noch einmal im monat und so weiter, bis ich es irgendwann los bin. und glaub mir, es ist hart, aber der drang nach einer attacke lässt nach. langsam und kaum merklich. aber plötzlich denkst du "wow, schon länger nicht mehr daran gedacht" oder du hast plötzliich einen tag wo du gar keine lust auf eine fressattacke hast, nicht mal eine seekunde lang. du wirst immer ein klitzekleines stückchen freier und deine gedanken sind immer ein klitzekleines stückchen weniger aufs essen fixiert. es ist mühsam und geht lang.... aber es geht. gib nicht die hoffnung auf, denn glaub mir, es ist kein leben mehr, wenn du resignierst und mit der essstörung leben musst.... das weisst du selbst wahrscheinlich noch besser da du ja schon länger an magersucht leidest....
ich wünsch dir von herzen alles gute. und scheue dich nicht mich zu kontaktieren
alles liebe


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