Forum / Fit & Gesund

Magersucht- hormonelle Störung Psychiater verschwiegen

4. Mai 2019 um 18:18

Hallo meine Lieben,
Ich wende mich an euch, um euren Rat zu suchen (ich würde darum bitten, dass nur Betroffene antworten, ich würde mich freuen, wenn keine dummen Ratschläge kommen, denn ich habe diese Krankheit nicht aus Spaß.

Ich bin seit ca einem 3/4 Jahr in Behandlung, habe seit ca 2 Jahren eine Essstörung. Komme mit meinem Psychiater sehr gut klar. Leider hatte es sich in letzter Zeit zugespitzt (ausgelöst durch meine mum). Als ich zu ihm gekommen bin, wog ich ca 53Kilo (auch schon keine Periode mehr). Damals habe ich noch allen erzählt, dass hormonell alles in Ordnung ist. Leider habe ich in dieser Zeit nochmal ca 2 Kilo abgenommen (halbes Jahr), warscheinlich ausgelöst dadurch, dass ich die Freude am schwimmen wiederentdeckt habe, schwimme im Moment so 5x die Woche je ne Stunde (ich mache es, weil es mir Spaß macht und nicht, weil ich Kalorien verbrennen möchte - mein Ziel ist Muskelaufbau). Das Schwimmen akzeptiert mein Psychiater auch, so lange ich es kompensieren kann.

Nach diesem Krisengespräch vor 3 Wochen (meine mum drohte mit Klinikeinweisung), habe ich den Warnschuss verstanden. Essen ist grundsätzlich für mich auch kein Problem, nur ich bin Vegetarier/Veganer und esse grundsätzlich schon sehr gesund (keine Säfte/Alkohol etc, leere Kalorien, Süßigkeiten,...), dadurch fällt es mir manchmal schwer, genug Kalorien zu mir zu nehmen, ich verweigere es aber nicht und essen ist für mich nicht unangenehm. Auch bin ich der Meinung, dass ich keine Körperschemastörung habe. Zurück zum Thema: seitdem habe ich über ein Kilo zugenommen (hoffentlich Muskeln!). Ich esse täglich zwischen 2300 und 3000 Kalorien (je nachdem, ob ich schwimmen war etc, auch sind das nur Schätzwerte, weil ich nicht mehr rechnen will). Mein Psychiater war recht zuversichtlich und meinte, dass es erstmal gut wäre, mein Gewicht bei den 52 Kilo (1,75m) zu halten (auch langfristig, dass das notfalls ok ist, auch zum leben), leider geht er davon aus, dass ich meine Periode kriege. Meine mum meinte heute zu mir, dass ich ihm allerdings erzählen muss, dass ich sie nicht mehr bekomme, rational verstehe ich das komplett, schließlich soll er mir helfen. Leider habe ich jetzt Angst vor Konsequenzen: das Zunehmen ist bis zu nem bestimmten Rahmen nicht das Problem ( 2 Kilo wären in Ordnung, nur eigentlich baue ich ja gerade Muskelmasse auf und finde mein Essverhalten im Moment wirklich gut) - sondern das Schwimmen, im Moment bin ich da zu keinerlei Kompromiss fähig und es wäre für mich ein Weltuntergang, wenn ich das nicht mehr darf (es ist auch meine Motivation).

Was meint ihr, wie er reagiert? Habt ihr zusätzlich Hormone eingenommen? 
Vielen Dank für eure Antworten

 

Mehr lesen