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Magersucht & Beziehung

5. Februar 2014 um 0:05

Hallo,

wie ihr vielleicht sehen könnt bin ich neu hier...habe mich wegen "ANA" Anorexia Nervosa in diesem Forum angemeldet...ich hoffe, dass mir der gemeinsame Austausch ein bisschen Kraft geben kann...

Nun zu meiner Geschichte & mir:

Ich (männlich, 22 Jahre alt) bin seit ca. 8 Monaten mit meiner Freundin (20 Jahre alt) zusammen...sie hatte bereits bevor wir zusammen gekommen sind ein Magersuchtproblem und hat nach ca. 4 Monaten Beziehung wieder eine Magersucht entwickelt...am Anfang wusste ich nicht, dass ihre Stimmungsschwankungen und ihr teilweise distanziertes & kaltes Verhalten Folgen der Magersucht sind...ich wusste nicht, dass Magersucht so eine komplexe psychische Krankheit ist...dachte immer, dass Betroffene einfach nur nichts essen...dass sich die Krankheit auch durch viele andere Dinge äußert, wusste ich damals nicht...

Im 5. und 6. Monat unserer Beziehung, als die Krankheit schlimmer wurde, haben wir sehr viel gestritten...

- ich wollte, dass sie isst, sie wollte nicht...
- wir haben uns ausgemacht, dass ich koche und sie zu mir kommt, sie hat einen Streit provoziert, damit wir nicht gemeinsam essen müssen
- sie war ohne Grund total schlecht gelaunt und kalt, ich konnte diese plötzlichen Stimmungsschwankungen nicht verstehen und wurde paranoid => dachte sie hat nen Anderen
- sie meinte ich kontrolliere sie & setze sie andauernd unter Druck
- ich wollte, dass sie eine Therapie macht, sie wollte nicht...
- ich bat sie, dass sie sich nicht so sehr von ihrer ebenfalls magersüchtigen Freundin beeinflussen lässt, sie ließ sich beeinflussen


Der Auslöser für die Trennung war ein Abend, an dem ich mich total daneben verhalten habe (Danke dir lieber Alkohol)...bei allen anderen Frauen die ich kenne wäre mein Verhalten sicherlich kein Trennungsgrund gewesen...wie auch immer...

Sie meinte dann dass sie keine Gefühle mehr für mich hat und nie wieder mit einem Mann eine Beziehung haben möchte...(sie ist ziemlich Männer geschädigt...bin der erste, der es mit ihr ernst meint und den auch sie haben möchte..)

Ich hab ihren Worten aber keinen Glauben geschenkt...sie hat mir immer gesagt, dass sie noch nie in ihrem Leben so viel für einen Mann empfunden hat...! ihre beste Freundin mit der ich auch sehr gut befreundet bin (dank meiner Freundin) und die ebenfalls ein gigantisches Magersuchtproblem zur selben Zeit bekommen hat, (BMI 14,5) teilte diese Meinung auch..

Ich verrückt verliebter hab dann ein Monat um sie gekämpft...gleichzeitig hab ich mich öfter mit ihrer besten Freundin getroffen und sie dazu gebracht, dass sie endlich in Therapie geht; hab mir auch um sie riesige Sorgen gemacht...dadurch hat sich dann auch meine Freundin entschlossen in Therapie zu gehen...

Nach einem Monat Kampf um die Liebe habe ich mein Mädchen wieder für mich gewonnen...! Kurz darauf hat sie mir gesagt, dass sie mich liebt.. (sie hat das noch nie zu einem Mann gesagt)

Hab sie anschließend auf dem Weg zur Therapie (Arzt Termine, Diagnose, etc.) begleitet und tatkräftig unterstützt...war immer für sie da wenn es ihr schlecht ging und konnte auch schon viel besser mit ihren Stimmungsschwankungen umgehen..

---------------------------

Nichts desto trotz geht mir manchmal einfach total die Kraft aus... so wie heute Abend...
Ich komme mir manchmal so vor als würde ich allein darum kämpfen, dass sie aus der ganzen SCH**** rauskommt und wir eine entspanntere Beziehung haben können...muss so oft zusehen wie sie wieder total zurückfällt und nicht essen möchte...oder schlimme Stimmungsschwankungen hat....

das Streiten ums Essen pack ich einfach nicht mehr....genauso wenig wie das leidige Thema "Essen" ....auf der anderen Seite kann ich nicht wegschauen und sie mit ihrer Verrücktheit alleine lassen...

Ich investiere im Moment so viel in diese Beziehung und bekomme einfach viel weniger zurück...sie sieht es irgendwie total anders und meint, wenn es nach ihr ginge würde sie gar nicht essen...sie strenge sich eh schon so an...

wenn's mir manchmal schlecht geht WEGEN IHRER KRANKHEIT...würde ich mir wünschen, dass sie auch einmal auf mich eingeht und mich aufmuntert in dem sie mir zeigt, dass sie sich bemüht aus der ganzen Sache rauszukommen...so wie ich mich immer um ihr Wohlbefinden bemühe wenn es ihr WEGEN IHRER KRANKHEIT, schlecht geht...

Es ist total ok, dass ich 6 Tage die Woche stark bin, wenn ich einen Tag auch einmal schwach sein kann und sie dann für mich da ist...es ist einfach furchtbar belastend wenn man das ganze so hautnah miterlebt und den Menschen den es betrifft noch dazu über alles liebt....


- Kann ich mir überhaupt von ihr erwarten, dass sie auch für mich manchmal da ist oder ist das völlig utopisch?

- Wie gehe ich am besten mit ihr um wenn sie nicht essen möchte?

- Wie gehe ich am besten mit ihren Stimmungsschwankungen um?

- Wie helfe ich ihr am besten die Krankheit zu besiegen?

- Bringt es etwas egoistisches krankheitsbezogenes Verhalten ihrerseits mit Distanz zu erwidern?

- werde ich an dieser Krankheit kaputt gehen obwohl ich sie nicht einmal habe?

Fragen über Fragen....aber jetzt genug der Schreiberei!

DANKE AN ALLE DIE BIS ZUM ENDE GELESEN HABEN!!!
FREUE MICH EURE ERFAHRUNGEN ZU LESEN UND BIN UNENDLICH DANKBAR FÜR HILFREICHE RATSCHLÄGE!!!

glg
Maxl







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5. Februar 2014 um 0:23

Ich wurde
aufgrund der Magersucht von meinem damaligen Freund verlassen. Er kam damit einfach nicht mehr klar! Das ist wirklich eine sehr schwierige Situation, ich kann verstehen, dass du das auf Dauer nicht mehr mitmachen kannst

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5. Februar 2014 um 1:36

Wow...
ich bin wirklich sehr bewegt das zu lesen und zu sehen wie unglaublich stark du bist... ich hatte eben echt Tränen in den Augen, weil ich nachvollziehen kann, was du mitmachst und gleichzeitig aus tiefster Liebe zu leisten bereit warst und bist... wahnsinn, echt...
Ich weiß nicht wie weit du noch in der Lage bist bzw. sein wirst, das zu tragen und wie groß deine Kraft ist... ich weiß nur, dass es so ist wie youareaprincess geschrieben hat... die MS lässt eigentlich keinen Raum für die Liebe bzw. die Beziehung, weil sozusagen Ana die große, zerstörerische Liebe in dem Moment ist und den Anorektiker vom Partner wegzerrt... Es dreht sich alles um SIE und der Partner, der interveniert, wird, wenn der Anorektiker wirklich richtig stark drin ist, als Störenfried und Eindringling in seine Beziehung mit Ana empfunden...
Im Vergleich zu anderen Krankheiten ist MS deshalb auch so dramatisch, weil sie in der Lage ist, tief und nachhaltig auch die anderen Menschen, das Umfeld zu schädigen und zu verletzen...

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5. Februar 2014 um 1:44

Danke..
..dir für dein Feedback...wir verbringen praktisch jeden Tag zusammen...sie schläft 5 Tage die Woche bei mir..und es ist ja auch oft sehr sehr schön...sonst würde ich ja nicht so für sie und uns kämpfen...

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5. Februar 2014 um 9:52
In Antwort auf juda_12698763

Danke..
..dir für dein Feedback...wir verbringen praktisch jeden Tag zusammen...sie schläft 5 Tage die Woche bei mir..und es ist ja auch oft sehr sehr schön...sonst würde ich ja nicht so für sie und uns kämpfen...

Mal
eine Frage: Könnt ihr das nicht so machen, dass deine Freundin das isst, was sie gerne möchte? (Lebensmittel, bei denen sie sich sicher fühlt).
Auf jeden Fall musst du sehr geduldig sein (und darfst ihr keinerlei Vorwürfe machen).
Ich würde ihr vielleicht einen Brief schreiben, den sie sich in aller Ruhe durchlesen kann. Dann fühlt sie sich nicht unter Druck gesetzt.
Auf jeden Fall braucht sie Zeit (dass sie sich mit der Zeit wieder an andere Lebensmittel herantraut, die ihr jetzt noch unmöglich erscheinen).

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5. Februar 2014 um 11:24

Hallo Maxl
Also aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Ganze eine echt schwere Situation ist:
Ich war selber magersüchtig, als ich mit meinem jetzigen Freund zusammen kam, hatte ich eine ziemlich schlechte Phase (kaum gegessen, oft übergeben).
Nach 3 Monaten hat er es dann erfahren (ich hab es ihm so halb gesagt) und er war zwar geschockt, wollte aber trotzdem für mich da sein.

Er hat mich dann ausgefragt (was genau diese Essstörung ist und wie er mir helfen kann) und er hat mich dann auch sehr unterstützt. Auch wenn es ihn teilweise wirklich fertig gemacht hat.

Nun aber der Haken: Ich war damals schon gewillst, gesund zu werden.
Deine Freundin scheint noch nicht so weit zu sein =/

Hast du ihr denn schon mal gezeigt, wie du dich fühlst (also nicht nur gesagt)? Mich hat es kaum getroffen, wenn mein Freund mir GESAGT hat, wie sehr es ihn verletzt. Sobald er aber geweint hat, ist es richtig bei mir angekommen.
Ich habe ihn ja damals auch schon geliebt und wollte ihn nicht leiden sehen.

Also, ich kann dir nur diese Tipps geben:

- ZEIGE deiner Freundin, wie du dich fühlst
- Sage ihr, was passiert, wenn sie nicht gesund werden will (Trennung)
- Merke dir bitte: Du bist nicht ihr Therapeut, du kannst sie nicht alleine heilen, du kannst sie nur unterstützen
- Denke auch an dich: Wenn es dich zu fertig machen sollte, distanziere dich von ihr oder trenne dich, wenns sein muss

Im Endeffekt ist ja schließlich eine Beziehung da, damit beide glücklich sind. Dabei sind natürlich Höhen und Tiefen normal. Wenn aber einer in der Beziehung die meiste Zeit leidet, sollte derjenige die Notbremse ziehen.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

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5. Februar 2014 um 15:49

...
Die Situation, welche du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Als ich mit meinem jetzigen Freund zusammen kam vor 2 Jahren, ging es mir nicht gut. Ich hatte auch starke Stimmungsschwankungen und konnte mich nicht zu 100% auf ihn einlassen, da ich keine Kraft hatte. Wir hatten mit der Zeit jeden Tag Streit wenn es ums Essen ging. Dazu kam, dass ich nur essen konnte, wenn ich vorher Sport gemacht habe. Wenn dies nicht der Fall war, bekam ich Panikattacken. Und alles liess ich immer an meinem Freund aus. Ich war 2 Jahre lang uneinsichtig, ging aber trotzdem in eine ambulante Therapie, damit mein Freund das Gefühl hatte, dass ich etwas ändern möchte. Irgendwann hatte er auch überhaupt keine Kraft mehr. Er konnte an einem Tag nicht einmal mehr aufstehen um arbeiten zu gehen. Das zu sehen hat mir fast das Herz gebrochen. Daraufhin wurde mir bewusst, dass ich etwas ändern muss. Ich wies mich dann in eine Klinik ein und war jetzt 4 Monate dort.

Was ich dir raten kann ist, dass du deine Freundin zwar unterstützt. Wenn jedoch ihre kranke Seite stärker ist als die gesunde, dass du dich dann auch mal zurückziehst und ihr sagst, dass du wieder kommst, wenn die kranke Seite nicht mehr so aktiv ist. Sag ihr wie du dich fühlst und das du einfach keine Kraft mehr hast. Zeig ihr auf, was sie alles verlieren kann, wenn sie langfristig so weiter macht.

Wenn sie wirklich keine Einsicht zeigt, dann wird es sehr schwierig, dass sich etwas ändern wird. Aber du musst auch auf dich schauen und hören.

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6. Februar 2014 um 16:37
In Antwort auf salli_12268326

...
Die Situation, welche du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Als ich mit meinem jetzigen Freund zusammen kam vor 2 Jahren, ging es mir nicht gut. Ich hatte auch starke Stimmungsschwankungen und konnte mich nicht zu 100% auf ihn einlassen, da ich keine Kraft hatte. Wir hatten mit der Zeit jeden Tag Streit wenn es ums Essen ging. Dazu kam, dass ich nur essen konnte, wenn ich vorher Sport gemacht habe. Wenn dies nicht der Fall war, bekam ich Panikattacken. Und alles liess ich immer an meinem Freund aus. Ich war 2 Jahre lang uneinsichtig, ging aber trotzdem in eine ambulante Therapie, damit mein Freund das Gefühl hatte, dass ich etwas ändern möchte. Irgendwann hatte er auch überhaupt keine Kraft mehr. Er konnte an einem Tag nicht einmal mehr aufstehen um arbeiten zu gehen. Das zu sehen hat mir fast das Herz gebrochen. Daraufhin wurde mir bewusst, dass ich etwas ändern muss. Ich wies mich dann in eine Klinik ein und war jetzt 4 Monate dort.

Was ich dir raten kann ist, dass du deine Freundin zwar unterstützt. Wenn jedoch ihre kranke Seite stärker ist als die gesunde, dass du dich dann auch mal zurückziehst und ihr sagst, dass du wieder kommst, wenn die kranke Seite nicht mehr so aktiv ist. Sag ihr wie du dich fühlst und das du einfach keine Kraft mehr hast. Zeig ihr auf, was sie alles verlieren kann, wenn sie langfristig so weiter macht.

Wenn sie wirklich keine Einsicht zeigt, dann wird es sehr schwierig, dass sich etwas ändern wird. Aber du musst auch auf dich schauen und hören.

Erkenne mich ...
Wow... du sprichst mir aus der Seele...
Genau das selbe Problem habe ich zur Zeit zuhause
Erkenne mich in allen, von dir beschriebenen Situation, wieder...
Meine Beziehung leidet auch total ... alles dreht sich ums essen und immer fühle ich mich kontrolliert ...
Gestern waren wir bei einer Beratungsstelle, aber wie sich rausgestellt hat, haben die nur noch Alkohol-Süchtige bei sich, keine Essgestörten.
Nun weiß ich nicht ob ich den Mut habe eine neue Stelle aufzusuchen?
Aber verlieren will ich meinen Freund nicht
Bin total hin und hergerissen...

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12. März 2018 um 18:06

Hallo allerseits

Ich habe mich in diesem Forum angemeldet, weil ich eine fast haargenau gleiche Geschichte wie maxl hinter mir habe und auch ich mir etwas Kraft und evtl. auch etwas Erlösung erhoffe.

Mich würde sehr interessieren, wie für euch nach der Trennung das Leben weiterging.
Wie konntet Ihr die ganze Geschichte verarbeiten?

Ich würde meine Geschichte auch gerne erzählen, aber erst würden mich eure Erfahrungen interessieren.

Liebe Grüsse

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13. März 2018 um 18:23
In Antwort auf haitrian

Hallo allerseits

Ich habe mich in diesem Forum angemeldet, weil ich eine fast haargenau gleiche Geschichte wie maxl hinter mir habe und auch ich mir etwas Kraft und evtl. auch etwas Erlösung erhoffe.

Mich würde sehr interessieren, wie für euch nach der Trennung das Leben weiterging.
Wie konntet Ihr die ganze Geschichte verarbeiten?

Ich würde meine Geschichte auch gerne erzählen, aber erst würden mich eure Erfahrungen interessieren.

Liebe Grüsse


Hallo maxl,

ich habe twar nicht unbedingt Erfahrungen mit MS, aber sonst viele Erfahrungen mit kranken Menschen gemacht!

zu deinen Fragen:

a) ich denke nicht dass sie im Moment fähig wöre für dich da zu sein! Nicht dass sie es nicht wollte, aber sie kann nicht!

b) so blöd es klingen mag! Aber ich würde für mich alleine kochen und so nebenbei bemerken: du magst ja eh nichts! Also hat sie keinen Druck mehr!

c) bei Stimmungsschwankungen würde ich versuchen 

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13. März 2018 um 18:36
In Antwort auf myra_877605


Hallo maxl,

ich habe twar nicht unbedingt Erfahrungen mit MS, aber sonst viele Erfahrungen mit kranken Menschen gemacht!

zu deinen Fragen:

a) ich denke nicht dass sie im Moment fähig wöre für dich da zu sein! Nicht dass sie es nicht wollte, aber sie kann nicht!

b) so blöd es klingen mag! Aber ich würde für mich alleine kochen und so nebenbei bemerken: du magst ja eh nichts! Also hat sie keinen Druck mehr!

c) bei Stimmungsschwankungen würde ich versuchen 

Sorry, war plötzlich schon gesendet!
also ich würde versuchen, in diesem Moment eine virtuelle Wand zwischen ihr umd dir aufzustellen!
nicht ihre Gefühle übernehmen!

d) sie muss gesund werden wollen! Vor allem sie!

e) sich zu distanzieren in der ich ezogenen Phase eines Kranken: weiss ich auch nicht!
Sind aber alles persönliche Erfahrungen dahinter! Nicht von ober herab! Alles Gute für dich und sie!

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18. März 2018 um 19:09

Servus Maxl,

Alles was du schreibst klingt so als wäre deine Freundin nicht wirklich an einer Genesung interessiert. Es mag nicht ihr primäres Ziel sein, es muss ihr nicht einmal wirklich bewusst sein, aber mit Ihrer Krankheit und ihrem Verhalten übt sie enorme Macht auf Dich aus und manipuliert dich.
Je schlechter es ihr geht, desto mehr musst Du für sie da sein und desto stärker kümmerst du dich um sie. Ich nehme an, dass du bei jeder Auseinandersetzung irgendwann klein bei gibst um den Streit zu beenden...damit wieder alles gut wird. Je öfter das passiert desto weniger wird sie Dich und Deine Bedürfnisse respektieren. Je öfter das passiert desto weniger bist du ein ernst zu nehmender Partner, du wirst zum "Ja-Sager", zum Schlappschwanz und bist vorallem eines nicht: Ein Fels in der Brandung der über den Dingen steht und Kraft geben kann.

Versuch nicht ihre Krankheit auszutragen, das wird NIE funktionieren. Nur Menschen die sich selbst lieben können Liebe und Kraft in eine Beziehung stecken. Du machst dich kaputt und sie wird es genießen dabei die Starke zu sein, die bestimmt wos langgeht.

+ Was gibt dir die Beziehung? Kraft? Stärke? Selbstvertrauen?
+ Was steckt sie in die Beziehung hinein? Tut sie etwas für Eure Liebe? Will sie etwas mit dir erleben und organisiert Ausflüge/Kino etc? Macht Sie dir Komplimente? Verbringt sie gerne Zeit mit dir? Oder redet sie bloß wie viel du ihr denn bedeutest?
+ Siehst du deine Freunde so oft wie früher? Unternimmst Du so viel wie vorher? Oder ist dein Leben monotoner geworden, in dem sich fast alles um Sie dreht?
+ Gibt Sie dir die Liebe und Zuneigung die Du brauchst? Seid ihr nur intim wenn sie es will oder auch wenn du Lust hast? Darfst du sie nur dann streicheln und liebkosen wenn sie es will oder wenn du Lust dazu hast? Gibt sie Dir auch die Zuneigung zurück.
+ Wirbt sie so um Dich wie du um sie? Oder bekommst du immer wieder die kalte Schulter?
+Würde das alles funktionieren wenn Du sie so oft abweist wie sie dich abweist?
+Erträgst du das alles nur, weil du große Verlustängste hast und nicht allein sein willst? Hältst du das vielleicht für Liebe?

Wenn dir das bei zumindest ein oder zwei Punkten zu denken gibt dann beende die Beziehung, du hast ihr gegenüber keine Verantwortung. Auf Dauer wird Dich Ihre Krankheit...oder besser gesagt wie Sie damit umgeht, aufzehren und ihr werdet beide kaputt sein. Sie wird damit auf Dauer dein Leben zerstören.
 

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Zyste und fibroadenome
Von: dili
neu
16. März 2018 um 22:43
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