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Libidoverlust - Beziehungsstatus unklar

29. Mai 2011 um 22:31

so, dann starte ich mal meinen ersten thread.

mein problem ist folgendes: ich bin seit knapp 2 jahren mit meiner freundin zusammen. 1/2 jahr war auch alles super, wir waren beide glücklich, sex war toll etc.
nach dem umzug in eine neue wohnung (ihre, leben nicht zusammen) ist sie immer mehr in ein loch gefallen, hat sogar ihr studium abgebrochen bzw gewechselt, und sich emotional sehr zurückgezogen. der sex wurde immer weniger, seit nun einem jahr haben wir überhaupt keinen sex mehr, das letzte mal innig geküsst haben wir uns an silvester. wir kuscheln zwar noch, duschen zusammen etc, aber es ist keinerlei spannung mehr vorhanden (von ihrer seite aus). sie war auch beim arzt und weiß, dass sie eine depression hat, wobei wir das beide auch schon vorher vermutet hatten. ich fühle mich deswegen auch immer absolut scheiße, wenn ich das thema sex anspreche, aber natürlich verzweifel ich da auch ein wenig (da der sex mit ihr wirklich genial war). ich versuche ihr natürlich auch so durch diese situation zu helfen, leihe ihr geld, begleite sie bei unangenehmen dingen, höre ihr zu, wenn sie wieder einen akuten brakedown hat etc. ich fühle mich zwar doof, aber ich spüre, dass mich das mehr und mehr belastet.
jetzt hat sie mir eröffnet, dass sie sich sicher ist, dass ihre libido wohl dauerhaft weg ist und sie weiß, dass ich darunter leide, dass wir im grunde nur noch wie "gute freunde" zusammen sind. sie meinte, ich würde viel zu viel für sie tun, was sie mir einfach nicht zurück geben kann (emotional), und sie möchte mich nicht dauernd mit ihren problemen belagern. zu meiner überraschung fragte sie mich ob ich nicht einfach mit anderen frauen knutschen und auch sex haben möchte. ich fände das irgendwie komisch (ich habe 1 x fremdgeknutscht, und damit eine beziehungskrise ausgelöst) allerdings merkte ich, dass ich mich irgendwie freuen würde, wenn sie mit wem rumknutscht, da das heißen würde ihr geht es emotional wieder besser (depression verschwindet etc)
wir haben ganz rational, mal mit tränen, mal lachend, auch über eine beziehungspause nachgedacht, damit jeder mal merkt, ob und wie sehr man einander noch braucht. auch komplett schluss machen wurde überlegt, aber ich liebe sie noch, und wenn ich ein jahr unter diesen umständen geschafft habe, will ich auch weiter um sie kämpfen und für sie da sein, damit es ihr wieder besser geht. ich weiß aber auch, dass ich dies auch als "guter freund" tun könnte bzw würde.

wollte mal hier um rat fragen: klappt sowas, dass man zusammen ist und offiziell beide, effektiv wohl nur ich nebenbei andere hat? oder wäre es sinnvoller schluss zu machen und in freundschaftlicher verbundenheit zu bleiben?

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29. Mai 2011 um 23:53

Ja
sie war jetzt, auf mein drängen, beim arzt. dort fühlte sie sich aber nicht wohl bzw ernstgenommen, da ihr "nur" geraten wurde johanniskraut zu nehmen. das nimmt sie allerdings nicht regelmäßig bzw kaum. ich habe ihr auch angeboten mit ihr einen anderen arzt zu suchen, aber sie hat da hemmungen vor (besonders, nachdem sie sich vom ersten nicht ernst genommen fühlte)
ich versuche sie da weiter dran zu erinnern, würde mir da natürlich auch zeit nehmen sie zu begleiten. hab mich mit depression beschäftigt, seit sie das mal ausgesprochen hat, und kann mich jetzt auch besser in sie hineinfühlen (hab selber eine leichte depression hinter mir) ich weiß dass ich mit zuhören etc die depression nicht linder, aber ich bin so wenigstens für sie da

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30. Mai 2011 um 19:26

Hi Konstantin
Hi Konstantin -- meine Erfahrung mit einer Depressiven Frau sagt , daß alles von einer vernünftigen Therapie abhängt - sei froh, daß Sie mit Dir noch vernünftig über das Thema Beziehung und Nähe Diskutieren kann und will -- ich hatte auch einen Vesuch gestartet - aus Liebe - eine Depressive Freundin nicht zu verlassen und ihren fehlenden Wunsch nach körperlicher Nähe zu akzeptieren -- wenn die Depression nicht geheilt wird, kommt der Wunsch auch nicht wieder im Gegenteil Sie wird sich noch mehr von Dir zurückziehen, einigeln und nur noch für sich leben... Also dränge nach einer vernüftigen Therapie -- oder wenn Sie das nicht will und Sie Dir eine Trennung anbietet, dann mach es - so schwer es fällt, Du kannst Ihr nicht helfen - nur Medikamente können das ...

Grüße Rudi

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30. Mai 2011 um 19:55
In Antwort auf mihaly_12719873

Hi Konstantin
Hi Konstantin -- meine Erfahrung mit einer Depressiven Frau sagt , daß alles von einer vernünftigen Therapie abhängt - sei froh, daß Sie mit Dir noch vernünftig über das Thema Beziehung und Nähe Diskutieren kann und will -- ich hatte auch einen Vesuch gestartet - aus Liebe - eine Depressive Freundin nicht zu verlassen und ihren fehlenden Wunsch nach körperlicher Nähe zu akzeptieren -- wenn die Depression nicht geheilt wird, kommt der Wunsch auch nicht wieder im Gegenteil Sie wird sich noch mehr von Dir zurückziehen, einigeln und nur noch für sich leben... Also dränge nach einer vernüftigen Therapie -- oder wenn Sie das nicht will und Sie Dir eine Trennung anbietet, dann mach es - so schwer es fällt, Du kannst Ihr nicht helfen - nur Medikamente können das ...

Grüße Rudi

Hi rudi
danke für die antwort. ich muss wirklich nochmal den arzt-termin ins spiel bringen.
ich erkenne jetzt auch mehr und mehr, auch nach unserem gespräch, dass es nie wieder so seien wird wie vorher. was irgendwie komisch ist, denn alle anderen probleme löst sie grade (geld beantragen, studium läuft super - sie fühlt sich sogar unterfordert)
sie meinte allerdings auch, dass sie wohl momentan nicht beziehungsfähig wäre, und sie mich nicht "reservieren" möchte, da ich ja auch glücklich werden soll....

ich denke es läuft wohl auf den klischee-satz "wollen wir nicht einfach gute freunde bleiben" hinaus. und irgendwie fühle ich mich garnicht so schlecht dabei, wie ich dachte

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31. Mai 2011 um 19:08

Phasen
Hallo Problemlisa

Ich glaube man kann das nicht so verallgemeinern, wie lange das dauern kann, denn die Veläufe sind unterschiedlich heftig.
Bei meiner früheren Beziehung gings erstmal co 3 Monate bergab - am Anfang fand Sie keinen Spaß mehr am Sex sondern eher lästige Pflichterfüllung - wobei ich Sie nie zu Sex gedrängt hatte, da wollte sie die Situation selbst einfach noch nicht wahr haben, dann war auf einmal Küssen und später dann selbst Umarmung und in der Hand halten nicht mehr möglich so nach einem jahr haben wir dann eine Beziehungspause abgemacht , was aber ein Fehler war, denn da hat Sie sich noch mehr eingeigelt und nur die lebenswichtigen Dinge gemacht - wie zur Arbeit gehen - Freunde und Verwandte wurden vernachlässigt und je vetrauter man mit Ihr war, desto mehr Abstand wollte Sie ... ein weiteres Jahr später hat Sie dann die Beziehung zu mir beendet, weil Sie keine Gefühle mehr für mich empfand auch keine Sehnsucht durch Entfernung ... ich wollte Sie nicht wegen einer Krankheit verlassen - hab aber sehr gelitten unter der fehlenden Nähe ....
Jetzt zwei Jahre später versucht Sie wieder Kontakt mit mir zu haben und ich glaube auch, daß Sie wieder Interesse an mir hätte - aber ich hab jetzt ne neue Beziehung - drum geh ich da nicht näher ein... es hätte also bei uns 4 Jahre gedauert ...
Grüße Rudi

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