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Libidomangel: Beziehungskiller ohne Ausweg?

12. April 2010 um 14:10 Letzte Antwort: 13. April 2011 um 15:51

Hallo zusammen,

ich bzw. wir haben ein Problem, dass hier wohl bekannt ist:

Meine Freundin will nicht (mehr) mit mir schlafen.

Wenn ihr das nicht mehr hören bzw. lesen könnt, dann lasst es bitte einfach und bitte verweist nicht einfach auf eine andere Diskussion. Ich habe (fast) alle gelesen.

Wir sind erst seit einem Jahr zusammen, aber ich habe viel mit ihr über das Thema geredet und sie hat mir fast schon gebeichtet, dass Sie einfach keinerlei sexuelles Verlangen hat.


Ich weiß nicht einmal mehr, ob das so schlimm ist, wie ich das sehe. Mir fehlt etwas für eine Beziehung essentielles, aber das heißt ja nicht, dass es deswegen für meine Freundin wichtig sein muss. Auf der anderen Seite kann ich das nicht bewusst von ihren Gefühlen zu mir abtrennen. Es scheint mir unterbewusst und ohne meine Einflussnahme zu vermitteln, dass sie nicht so für mich empfindet, wie ich für sie. Ich habe schon das Gefühl, dass meine Freundin damit unzufrieden ist. Aber nur, weil sie denkt, sie sei anders oder komisch oder kaputt. Und, weil Sie merkt, dass ich unzufrieden bin und mir etwas fehlt. Ich denke, dass man nicht unzufrieden ist, weil man quasi kein Sexleben hat, wenn man ohnehin kein Bedürfnis danach hat, sondern nur deswegen mit der Situation Probleme hat, weil die Beziehung oder das Selbstwertgefühl darunter leiden.

Ich will kurz erzählen, wie sich das bei uns entwickelt hat:
Wir sind seit einem Jahr zusammen und hatten die ersten 5 Monate den besten Sex überhaupt. Mir hat es super gefallen und sie hat mir den Eindruck gegeben, dass es ihr auch Spaß macht und sie befriedigt.. Alles war toll und ich war auf voller Linie der glücklichste Mensch der Welt. Dann schliefen wir plötzlich nur noch zwei mal im 6 Monat miteinander und dann gar nicht mehr (für 3 Monate). Da wir parallel eine Beziehungskrise durchmachten, die sich für mich nur darin äußerte, dass sie mir nicht mehr sagen konnte, dass sie mich liebt, vermutete ich zunehmends, dass das eben der Grund ist und die Beziehung in die Brüche geht. Auf all meine Versuche, mit ihr zu reden, reagierte sie abweisend und erfand sogar Begründungen für die Situation, weil sie teilweise auch selbst nicht wusste, was da gerade zwischen uns passierte, teilweise aber auch nicht über die eigentlichen Probleme, die ihr bewusst waren, reden wollte. Dann kam ein Brief von ihrem Exfreund, in der er ihr ihre Liebe gestand. Im Prinzip war damit alles aus. Wir redeten darüber. Sie konnte sich nicht mal klar entscheiden, was bzw. wen sie wollte und wir waren kurz davor, die Beziehung zu beenden. Doch dann wollte sie mit mir zusammen sein. Wir arbeiteten an unseren Beziehungsproblemen und sind heute wieder glücklich zusammen. Soweit so gut..
Ich erzähle das, weil ich nicht weiß, ob es eine Auswirkung auf unser Sexualleben gehabt hat.

Obwohl die Beziehungsprobleme nun weitestgehend ausgeräumt sind, bleibt unser sehr spartanisches Sexualleben. Meine Freundin hat mir in vielen mühseligen Gesprächen gesagt, dass sie keinerlei Bedürfnis nach Sex hat und nur dann mit jemandem schläft, wenn sie ihn toll findet, also quasi verliebt ist. Dann ist es für sie auch schön, aber mehr wegen der Nähe zueinander als wegen des Geschlechtsverkehrs und der damit verbundenen Befriedigung. Sie weiß nicht, ob Sie jemals einen Orgasmus hatte. Wir tasten uns gerade mit gegenseitiger Masturbation an die Sache heran. Sie findet das Gefühl mit der Hand befriedigt zu werden zwar schön, es kostet sie jedoch sehr viel Überwindung, das überhaupt zuzulassen. Die Befriedigung ist für sie zu Ende, wenn Sie es nicht mehr aushält, stimuliert zu werden. Es macht jedoch nicht den Eindruck, als hätte Sie einen Orgasmus (ich finde es auch nicht schlimm, wenn meine Freundin nicht jedesmal kommen kann, vielleicht nicht einmal, wenn sie einen Höhepunkt nicht so erleben kann, aber es ist für mich unertragbar, dass etwas, dass mir so wichtig ist und für mich so schön ist, für sie eine Qual darstellt.). Sie hatte auch schon Schmerzen bei der Penetration, hat mir aber erst hinterher davon erzählt, was für mich sehr, sehr schlimm ist. Mit einem ihrer Exfreunde hatte sie ein regeres Sexualleben. Das war, bevor sie die Pille genommen hatte. Bei den anderen Exfreunden war es dasselbe, wie bei mir: Erst haben sie/wir oft und erfüllenden Sex gehabt, dann blieb dieser aus, bis es zum Problem wurde (oder die Beziehung aus anderen Gründen zerbrach). Ich bin jedoch der einzige, der Wert darauf legt, dass es ihr auch etwas gibt und der auch darauf drängt mit ihr zu schlafen und es nicht einfach hinnimmt, dass im Bett nichts mehr läuft.

Ich habe nun folgende Vermutungen:

1. Beziehungsprobleme:
Wir haben das Problem, dass sie keine allzu enge Beziehung will. Das war auch der Grund, warum sie mich nicht mehr liebte. Ich freue mich jeden Tag darüber, sie zu sehen und will Zeit mit ihr verbringen, etwas unternehmen, kochen, fernsehen, sie umarmen, sie küssen und mit ihr schlafen. ich trage sie auf Händen und mache alles für sie. Und sie hat eine Million Sitzungen und Termine und schläft meistens nach den ersten zehn Minuten, die wir uns sehen, auf dem Sofa ein. So vergeht ein Tag nach dem anderen. Häufig will sie etwas mit mir machen (Weihnachtsmarkt, Urlaub, Kochen, Einkaufen), dann würde jedoch eine Freundin von ihr oder ihre Mutter mitgehen und sie sagt mir ab. Ich meine, dass ist im Einzelfall gar nicht schlimm und ich hab auch nix dagegen, wenn meine Freundin mit ihren Freundinnen mal nen Mädelsabend macht oder mit nem Verein ne Woche weg geht, aber nun habe ich das Gefühl, dass sie das lieber macht, als Zeit mit mir zu verbringen. Es stört mich mittlerweile auch, dass sie noch eine enge freundschaftliche Beziehung zu ihren Exfreunden hat und diese sogar dann pflegt, wenn ein Exfreund mich übelst beleidigt, weil er noch was von ihr will und sie ihn dann sogar in Schutz nimmt und mich belügt, wenn es darum geht, ob sie ihn angerufen hat (und ich bin wirklich nicht soo eifersüchtig, dass ich ihr das verbieten wollte oder sofort ausraste, weil sie mit ihm noch redet, nur ist es unglaublich verletzend, dass sie ihm schreibt, sie würde sich auch als Thekenschlampe für eine Bar (...) hergeben (wenngleich das im Spaß geschrieben war, aber schon der humorvolle Umgang tut weh, wenn man von der selben Person (ihrem Exfreund, der noch was von ihr will) übelst beleidigt wurde)).
Sie sagt, sie liebt mich und das glaube ich ihr auch, aber ich weiß genauso wie sie, dass dieser Ausspruch (wie die ganze Beziehung) für mich bedeutend mehr bedeutet, als für sie.
Deswegen ist unser Sexualleben mit Sicherheit zusammen gebrochen, aber ich weiß nicht, ob darin die Ursache zu suchen ist, dass wir heute nicht mehr miteinander schlafen, weil ich glaube, dass das Thema (neben einer bleibenden Enttäuschung) nun durch ist.

2. Hormonell bedingter Libidomangel
Dass das Einnehmen der Pille einen Libidomangel mit sich bringen kann, ist bekannt. Da meine Freundin vor der Einnahme der Pille (vor ca. 6 Jahren) sexuell aufgeschlossener war, liegt die Vermutung eines Zusammenhangs nahe. Jedoch sagt sie, dass sie damals einfach vieles austesten wollte und hoffte, dadurch eventuell doch Spaß am Sex zu haben, diesen jedoch auch nicht hatte und deswegen heute auch nicht mehr so viel probieren will, weil es ja "eh nichts nützt". Oralverkehr z. B. findet sie ekelig. Aktiv wie passiv. In den ersten vier Monaten habe ich sie fast jedesmal oral befriedigt, weil ich es unglaublich toll finde, ihr ein schönes Gefühl zu geben. Die Tatsache, dass man Oralverkehr durchaus als ekelig auffassen kann, verstehe ich wohl, das tritt in der Situation bei mir jedoch deutlich in den Hintergrund (weil ich dann nun mal nicht mehr mit dem Hirn zwischen den Ohren sondern mit dem zwischen den Beinen denke, und das findet das gar nicht ekelig; aber wenn einem das Verlangen, die Lust selbst fehlt, kann man den Ekel wohl nicht so einfach ausblenden).
Auf meinen Vorschlag hin, die Pille abzusetzen, reagierte sie heftig, da es eine Hautpille (Belara) ist und sie dann wieder Pickel kriegen würde. Außerdem ist es ja keineswegs sicher, dass das die Ursache ist, da sie auch früher schon keine Lust auf Sex hatte und nur mehr probiert hat in der Hoffnung, ihre Lust "zu entdecken".

3. Psychisch bedingter Libidomangel
Sie sagt, es fällt ihr schwer, zuzulassen, dass ich sie mit der Hand befriedige. Die Schmerzen beim Verkehr fühlten sich an, wie wenn gleich etwas reißen würde, also, wie wenn sie zu eng/ich zu groß wäre, was aber definitiv nicht der Fall ist. Ich denke viel mehr, dass sie nicht mit mir schlafen wollte, aber dies aus Mitleid oder Zugzwang doch getan hat. Sie hat auch während dessen schroff gemeint "ich weiß nicht, was das bringen soll" als ich sie um eine andere Stellung bat (weil ich aus einer früheren Beziehung weiß, dass manche Frauen den Verkehr von hinten bevorzugen, weil er sich für sie deutlich besser anfühlt und wir das bisher noch nicht probiert hatten).
Ich meine zu wissen, dass Frauen starke Schmerzen beim Sex haben können, wenn sie keine Lust haben bzw. dazu gezwungen werden (Vergewaltigungen etc..).
Es fällt ihr auch unglaublich schwer, überhaupt über irgend etwas, was mit Geschlechtsorganen oder Sexualität oder damit verbundenen Gefühlen zu tun hat, zu reden (mir ja auch einigermaßen, wie man sicherlich herauslesen kann..). Manchmal beginnt sie sogar zu weinen, wenn ich sie etwas zu ihren Gefühlen beim Sex frage und etwas ins Detail gehe. Ich weis nicht, ob sie vielleicht mit sich selbst unzufrieden ist (Aussehen..) oder wie sehr es sie fertig macht, dass sie kein "normales" Verlangen hat. (ich habe schon mit ihr darüber geredet, dass das keineswegs abnormal ist und das ich gelesen habe, dass 30% aller Frauen sich (mehr oder weniger) über sexuelle Unlust ihrerseits "beklagen"). Sie hat, wie erwähnt, schon unter Tränen gesagt, dass sie komisch sei und alles deswegen ihre schuld sei, was ich gar nicht so sehe. Aber ich weiß auch nicht, was sie deswegen schon durchgemacht hat. Außerdem muss es sie ja unglaublich belasten, dass ich und viele andere (Freunde, Freundinnen) ein so ausgeprägtes sexuelles Verlangen haben und sie nicht. Vielleicht ist deswegen ihr eigener Erwartunsgdruck schon viel zu hoch, als das sie es noch irgendwie genießen könnte. Das ist ja auch bei vielen Frauen so, die dringend einen Orgasmus erleben wollen, nur, weil es normal zu sein scheint.

4. Biologisch/neurologisch/hormonell/psychisch bedingte Unlust (bzw. Asexualität)
Die letzte Vermutung ist sehr vage und für mich als Laie auch nicht zu überprüfen. Es könnte auch sein, dass ein biologischer Defekt ihr Schmerzen bereitet oder ein neurologischer Defekt verhindert, dass sie Lust empfindet. Oder ihr Hormonhaushalt ist in irgendeiner Form verschoben (ob durch die Pille oder von Natur aus). Dieser beeinflusst die Gefühlslage und die Lust bei Frauen (und bei Männern (="notgeil")) ja deutlich. Vielleicht stecken auch tiefgründige psychische Probleme dahinter, wie bereits vermutet. Auch hier könnte von Minderwertigkeitskomplexen bis hin zu Kindheitstraumata alles eine Rolle spielen, aber bei allen genannten Problemen ist der Gang zum Arzt unabdingbar und ohne näheren Anhaltspunkt für die jetztige Situation sehr gefährlich. Ich meine, wer will schon von seinem Freund zum Arzt geschickt werden, weil er nicht normal ist. Das bestätigt ihr Selbstbild nur noch und ist sicher sehr schmerzhaft.

Was ich bisher gemacht habe:
- Ich habe ein Buch (mit Videos) über die Stimulationspunkte der Frau gelesen mit verschiedenen Techniken. Ich habe gehofft, dass meine Freundin von mir einfach nicht richtig befriedigt wird, weil ich es nicht kann. Jetzt weiß ich viel über K-, G-, U- und A-Punkt (was es nicht alles gibt..) aber testen konnte ich mein Wissen nie. Im Gegenteil: Schon die orale Stimulation gefiel ihr nicht, wie sie mir jetzt sagte, weil dadurch der Akt unnötig verlängert wird und es ihr unangenehm ist.
- Ich habe ihr (bis jetzt) alle Zeit der Welt gelassen, mit ihr über alles geredet, ihr meinen Standpunkt mitgeteilt, ohne dabei Forderungen auszusprechen. Ich habe aber auch gesagt, dass mir Sex wichtig ist. Alles andere wäre gelogen. Und ich will sie nicht irgendwann betrügen, nur um nochmal Sex in meinem Leben zu haben.
- Weil ich recht gut massieren kann, habe ich verschiedene (wärmend, exotische Gerüche..) Massageöle gekauft. Einmal probiert: Die Massage an sich war sicher schön und ich mach das ja nicht nur, weil ich mit ihr schlafen will, aber das scheint sie jetzt zu denken und deshalb ist sie da nicht mehr so offen dafür. Auch meinen Vorschlag, einen Pärchen-Massagekurs zu machen, hat sie ausgeschlagen, obwohl sie dringend zu genau dem Massagestudio wollte und sich auch jetzt noch dort massieren lassen will. Sie würde ja auch mitgehen, aber irgendwie denke ich, sie will nicht so recht.
- Ich habe einen total süßen Delphin-Vibrator von Fun Factory gekauft. Ich finde den so toll, dass ich mich selbst damit befriedigen würde, wenn ich könnte. Ihre Reaktion (einfach so, nicht beim Sex oder so): Sie hat zwar gelächelt und war neugierig, meinte aber, ich könnte den gleich wieder mitnehmen. (ich habe auch noch einen G-Punkt-Vibrator, Lustkugeln und einen Penisring gekauft, aber die traue ich mich nicht einmal, ihr zu zeigen.)
Dann habe ich noch Gleitgel auf Silikon- und Wasserbasis ohne und mit Geschmack gekauft sowie zahlreiche unterschiedliche normale, Noppen- und Geschmackskondome, weil sie oft nicht mit mir schlafen wollte, wenn sie die Pille mal vergessen hatte. Ich habe ihr darauf hin auch gesagt, dass ich ab jetzt die Pille nicht mehr als Verhütungsmittel sehen werde, sondern mich immer selbst um die Verhütung kümmern werde, so dass sie sich keine Sorgen zu machen braucht. Getestet haben wir davon aber gar nix.
- Ich habe drei Bücher gelesen:
Was Frauen wirklich antört - mit zahlreichen erotischen Tipps über die Vorlieben der Frauen
101 Dinge, die man tun kann, um Frauen glücklich zu machen - zahlreiche romantische und alltagstaugliche Tipps, wie man seiner Frau das Leben verschönert (davon hab ich auch schon einige umgesetzt, ich hatte auch mal mit meiner Freundin darüber geredet.. Uns ist aufgefallen, dass mir die ganzen Ratschläge viel besser gefallen würden als ihr.. Ich habe wohl ne deutlich ausgeprägtere romantische Ader als sie..)
Die Psychologie sexueller Leidenschaft - sehr sehr gute Mischung aus Sexual- und Paartherapie zum selber durchführen.. Naja, geht alleine auch nicht so gut..
Meine Freundin rollt nur noch die Augen, wenn ich "wieder mit sowas komme"..
- Ich habe tagelang im Internet recherchiert und mit ihr über alles geredet. Ich weiß jetzt in- und auswendig in welcher Phase des Menstruationszyklus in welcher Konzentration welches Hormon vorhanden sein sollte und was es wie bewirkt.. Und ich weiß auch, dass es viele Frauen/Männer/Paare gibt, denen es so geht und das niemand so recht ne Lösung hat..

Die einen sagen, die Beziehung ist am Ende. Die anderen sagen, die Frau hat nen anderen. Die nächsten glauben, es ist irgend eine Störung.. Die Fakten sagen, dass es gar nicht so abnormal ist..

Und nun bin ich hier.. Ich würde euch bitten, eure Erfahrungen (nochmals, ich weiß, sorry!!!) zu berichten. Habt ihr das gleiche Problem. Seid ihr in der selben Lage wie ich oder wie meine Freundin? Was habt ihr probiert? Was hat es genützt? Wie ist das, wenn man gar keine Lust auf Sex oder gar kein Gefühl beim Sex hat? Ist das immer so, dass der Mann deutlich mehr Lust hat, als die Frau? Und hab ich noch irgend eine Chance, die Beziehung zu retten? Ich will meine Freundin nicht verlassen! Ich liebe sie!!

Danke für's lesen und die damit verbundene Anteilnahme und tausend Dank für jeden Beitrag!!!

Harald

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13. April 2010 um 5:43

Kann Euchbeide verstehen
Hey Harald,

erstmal, wow, da haste mal nen Eintrag geschrieben. Und ich wollte Dir gerne antworten, da Du Dir bisher so ne Mühe gegeben hast und ich mich in Deiner Freundin irgendwie wiederfinde.

Also, ich versuche mich kurz zu halten und auch verständlich, wenn es "verständlich" bei sowas überhaupt gibt.

Ich bin seit über 2Jahren mit meinem Freund zusammen und habe selbes Problem: diese "Unlust" zerstört meine Beziehung. Die davor war nicht besser. Da dachte ich es könne evtl auch an dem Partner liegen. Naja, nicht nur, denn der jetzige ist viel "besser" im Bett,... und es hilft trotzdem nicht.

Ich muss mich Stunden vorher mit dem Thema befassen oder in Stimmung 'denken' damit ich dann abends oder so auch wirklich so rollig bin, das ich es zulasse. Das kommt leider nicht sehr häufig vor

Ich hatte es wie gesagt auch die Beziehung vorher und dachte dann irgendwann, das es vielleicht durch das Vergehen der Liebe ist, also das ich mich einfach sexuell entliebt habe von meinem Partner aber geistig ihn noch will/brauche. Wie Du sagtest, ihn als geistige Stütze brauche. Naja, bei dem jetzigen denke ich das eigentlich nicht, aber selbst da komme ich ab und an ans Zweifeln.

Ich habe das Gefühl, das, dadurch das man keine Antwort finden kann, einfach mal alles in Frage stellt udn das das vielleicht Deine Freundin auch tut. Nur nicht öffentlich und bewusst.

Die Reaktionen, die sie auf das Thema gibt, kommen mir stellenweise sehr bekannt vor. Besonders die "Heul"-ausbrüche, die hatte ich früher auch. Ich wusste nie, warum, aber ich hatte so einen Drang und Stau zum weinen.

Ich habe es immernoch, das wenn ich das Thema jetzt mit meinem Freund anspreche, das ich die Wände hochgehen könnte. Aber eher aus Verzweiflung, weil ich nicht weiß, wieso weshalb warum.


Helfen kann ich Dir in dem Sinne leider nicht, nur sagen, das ich es toll finde, was Du alles gemacht hast und das das einzige für sie eigentlich nur der Weg zum Therapeuten ist. Aber halt nur, wenn sie was ändern will. Denn ich denke, Du hast alles gemacht, was in deiner Macht steht. Ich weiß ich muss zu einem, denn meine Freunde können mir nicht helfen und ich versuche es zwar mit meinem Freund hinzukriegen aber es ist schwer.

Und wenn Du es nicht mehr aushälst, lass Dich nicht so behandeln, denn auch Du hast ein Leben und gib es nicht nur auf. Denn wenn sie nichts dran ändern will, dann geh Du Deinen Weg weiter. Ich denke, Leute wie ich sind auf Dauer nicht gesund, wenn sie nichts an Ihrer Situation ändern wollen. Und dann heisst es für Dich Selbstschutz. Besonders, wenn sie sich mit Ihrem Ex noch so gut versteht. Es scheint Ihr noch kicks zu geben, was nicht heißt, sie liebt ihn noch, aber das er noch was von ihr will, das gibt ihr den auftrieb. Das muss nichts sein. Sie scheint Emotional nicht sehr stark zu sein und wenn sie Dich nur als Stütze will...wie gesagt: Selbstschutz!

Also ich hoffe, es war nicht zu wirr, aber es ist schwer auf Deinen gut ausgelegten Thread "kurz" zu antworten

Lieben Gruß!

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13. April 2010 um 15:38

Also ich ...
... kann nur sagen RESPEKT für alles, was du aufbringst, um die Situation zu verbessern ... kommt mir auch sehr bekannt vor, nur U- und A-Punkt kenne ich noch nicht !

Patentlösung hab ich keine - nur ein paar Gedanken:

1. es kann wirklich die Pille schuld dran sein ... aber das wirst du erst herausfinden, wenn sie sie gänzlich (monatelang oder für immer) absetzt!
Die Homone können der Teufel für eine Frau sein, meine war nach 1 Monat völlig ausgewechselt, grantig, unzufrieden, und "unlustig" - sodass wir nach 2 Monaten sofort aufgehört haben ...
-> Kondom bzw. ich bin inzwischen Weltmeister im Aufpassen ....

2. Zusätzlich kann sich natürlich nur was ändern, wenn es deine Freundin auch will ... ansonsten versuchst du, einem Tiger Tofu schmackhaft zu machen - oder einer Kuh ein Steak - sinnlos !

3. ob die Beziehung wirklich noch (bzw. wieder) intakt ist, weiß ich nicht .... die Briefe vom Ex sollten nachdenklich machen .... und wenn sie mit dem Kopf woanders ist, kann sie schlecht Sex mit dir gut finden ....

4. eine Therapie wäre sehr ratsam, weil es mir bei ihr auch etwas nach Depression etc. klingt ... entweder Paartherapie oder sie alleine ....

5. ich kann keine Garantie geben, aber wenn du einmal versuchst, sie NICHT ständig zu umwerben und umsorgen, sondern einmal kühler, distanzierter und auch abweisender wirst - über längere Zeit, "könnte" sie das zum Nachdenken bringen .... (sie scheint dich wirklich wie einen verliebten idioten zu behandeln .... wenn ich das von hier aus beurteile) .. und vielleicht will sie dich wirklich "als Stütze" nicht verlieren .... wenn sie also Angst um dich als Freund bekommen würde ...... vielleicht hilfts was - KANN aber auch nach hinten losgehen und sie sagt Tschüss !

6. dauernd bedrängen bringt in der jetztigen Situation am wenigsten ... lass es ... auch wenns schwer fällt !

Tja, weiß nicht ob dir irgendwas hilft ....

Alles Gute!

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13. April 2010 um 15:45
In Antwort auf julyn_12246278

Kann Euchbeide verstehen
Hey Harald,

erstmal, wow, da haste mal nen Eintrag geschrieben. Und ich wollte Dir gerne antworten, da Du Dir bisher so ne Mühe gegeben hast und ich mich in Deiner Freundin irgendwie wiederfinde.

Also, ich versuche mich kurz zu halten und auch verständlich, wenn es "verständlich" bei sowas überhaupt gibt.

Ich bin seit über 2Jahren mit meinem Freund zusammen und habe selbes Problem: diese "Unlust" zerstört meine Beziehung. Die davor war nicht besser. Da dachte ich es könne evtl auch an dem Partner liegen. Naja, nicht nur, denn der jetzige ist viel "besser" im Bett,... und es hilft trotzdem nicht.

Ich muss mich Stunden vorher mit dem Thema befassen oder in Stimmung 'denken' damit ich dann abends oder so auch wirklich so rollig bin, das ich es zulasse. Das kommt leider nicht sehr häufig vor

Ich hatte es wie gesagt auch die Beziehung vorher und dachte dann irgendwann, das es vielleicht durch das Vergehen der Liebe ist, also das ich mich einfach sexuell entliebt habe von meinem Partner aber geistig ihn noch will/brauche. Wie Du sagtest, ihn als geistige Stütze brauche. Naja, bei dem jetzigen denke ich das eigentlich nicht, aber selbst da komme ich ab und an ans Zweifeln.

Ich habe das Gefühl, das, dadurch das man keine Antwort finden kann, einfach mal alles in Frage stellt udn das das vielleicht Deine Freundin auch tut. Nur nicht öffentlich und bewusst.

Die Reaktionen, die sie auf das Thema gibt, kommen mir stellenweise sehr bekannt vor. Besonders die "Heul"-ausbrüche, die hatte ich früher auch. Ich wusste nie, warum, aber ich hatte so einen Drang und Stau zum weinen.

Ich habe es immernoch, das wenn ich das Thema jetzt mit meinem Freund anspreche, das ich die Wände hochgehen könnte. Aber eher aus Verzweiflung, weil ich nicht weiß, wieso weshalb warum.


Helfen kann ich Dir in dem Sinne leider nicht, nur sagen, das ich es toll finde, was Du alles gemacht hast und das das einzige für sie eigentlich nur der Weg zum Therapeuten ist. Aber halt nur, wenn sie was ändern will. Denn ich denke, Du hast alles gemacht, was in deiner Macht steht. Ich weiß ich muss zu einem, denn meine Freunde können mir nicht helfen und ich versuche es zwar mit meinem Freund hinzukriegen aber es ist schwer.

Und wenn Du es nicht mehr aushälst, lass Dich nicht so behandeln, denn auch Du hast ein Leben und gib es nicht nur auf. Denn wenn sie nichts dran ändern will, dann geh Du Deinen Weg weiter. Ich denke, Leute wie ich sind auf Dauer nicht gesund, wenn sie nichts an Ihrer Situation ändern wollen. Und dann heisst es für Dich Selbstschutz. Besonders, wenn sie sich mit Ihrem Ex noch so gut versteht. Es scheint Ihr noch kicks zu geben, was nicht heißt, sie liebt ihn noch, aber das er noch was von ihr will, das gibt ihr den auftrieb. Das muss nichts sein. Sie scheint Emotional nicht sehr stark zu sein und wenn sie Dich nur als Stütze will...wie gesagt: Selbstschutz!

Also ich hoffe, es war nicht zu wirr, aber es ist schwer auf Deinen gut ausgelegten Thread "kurz" zu antworten

Lieben Gruß!

Danke für eure Beiträge!
@charlysfable: Ich finde deinen Beitrag toll und überhaupt nicht wirr, im Gegenteil!

Ich kann Deine Situation auch echt gut verstehen und weiß, was das für Probleme verursacht. War das bei dir mal anders? Also hattest Du mal mehr Interesse an Sex? Meine Freundin hat sich zum Beispiel ihrer Aussage nach noch nie selbst befriedigt. Dadurch verliert die Pillen-Theorie an Substanz.. Nimmst Du die Pille?
Sorry, dass ich so offen Frage, aber ich hab auch echt einige Forenbeiträge gelesen, bei denen das Absetzen der Pille viel gebracht/alles geändert hat.. Aber eine solch einfache Lösung muss ja nicht richtig sein und den Gang zum Therapeuten finde ich gut, solange das dein Wunsch ist.

@mistergray: Ich kann deine Harte Meinung dazu sehr gut nachvollziehen. Aber ich muss auch ehrlich sagen, dass ich von der Grundhaltung her schon sehr enttäuscht und verletzt bin und deswegen schon leicht überreagiere. Der Ex-Freund z. B. ist eigentlich ein echt netter Kerl, den ich auch gut kennengelernt habe. Die beiden sind seit zehn Jahren befreundet und, was ich zwar nicht nachvollziehen kann, aber auch nicht schlimm finde, meiner Freundin gelingt es, trotz einer gescheiterten Beziehung (teilweise sogar aus heftigen Gründen gescheitert..) ein freundschaftliches Verhältnis aufrecht zu erhalten. Ich bin dazu viel zu verletzt, um mit meiner Ex noch wirklich etwas zu tun haben zu wollen.. Ich bin nett und freundlich, wenn ich sie sehe und das auch aufrichtig, aber es tut mir dennoch weh..

In mir schlagen sich zwei Meinungen:
Auf der einen Seite liebe ich meine Freundin und will nicht vor den Problemen davon laufen. Ich klammere schon ein wenig und bin ein sehr emotionaler Mensch, der eine Beziehung BRAUCHT, um Kraft daraus zu schöpfen. Allein bin ich nicht lebensfähig. Ich muss nicht täglich getätschelt werden und mir sagen lassen, wie toll ich bin, aber ich muss wissen, das ich jeden morgen für jemanden aufstehe und mein bestes gebe, weil ich das für mich allein nicht kann. Und ich will ihr nicht weh tun. Hat nicht jeder es verdient, dass sich jemand um ihn sorgt und ihn liebt?

Auf der anderen Seite sind wir grundverschieden. Zumindest, wenn's um das grundlegende geht. Ich habe ein totales Zuneigungsbedürfnis und brauche jemanden, der meine Liebe erwidert und sie braucht ihre Freiheit, zu machen was sie will. Das alleine ist noch gar nicht das Problem: Sie will alles lieber machen, als Zeit mit mir zu verbringen. Und das nicht absichtlich.. ihre Prioritäten liegen einfach anders.. Aber irgendwo muss sich in einer Beziehung doch auch alles die Waage halten.. zumindest einigermaßen.. Dass es ihr egal ist, dass ich darunter leide, wenn wir nicht miteinander schlafen und dass wir kaum gemeinsame Zeit haben ist für mich wesentlich schlimmer, als dass sie kein sexuelles Bedürfnis und immer Termine hat.

Es ist irgendwie Liebe gegen Zweckgemeinschaft, Romantik gegen Alltag.. Und ich weiß bei bestem Willen nicht, inwiefern es Sinn macht, den Partner auf seine Unzulänglichkeiten hinzuweisen, wenn diese so gravierend, allerdings auch nur für mich, sind und dieser sie gar nicht als Unzulänglichkeiten betrachtet. Ich habe ihr zum Valentinstag Frühstück ans Bett bringen wollen, habe Rosen als Strauß und zur Deko gekauft, Kerzen und Teelichter ohne Ende, schönes Geschirr und ein tolles Tablett.. Und zu essen gab es alles, was man sich auf einem Frühstückstisch nur vorstellen kann. Aber sie ist in die Kirche gegangen.. Selbes beim ebenso vorbereiteten Abendessen: Die Oma hatte gekocht, da viel meins flach.. Ein Geschenk hatte ich auch, eine Bad und eine Massage hätte es geben sollen.. Zum einen hatte ich das Gefühl, dass sie sich gar nicht darüber freut, zum anderen hatte sie nicht mal ne Karte für mich, weil sie es nicht gewohnt ist, dass man sich das was schenkt.. Das ist doch keine Gewohnheitssache wie was zu Weihnachten für die Eltern, das macht man doch, weil man es will, oder nicht?

Auf jeden Fall zerstört die Beziehung mein ganzes Leben.. Im Job krieg ich nix mehr zustande, weil ich immer deprimiert bin und auch keinen Sinn mehr sehe.. Und auf meine Freunde bin ich nur noch sauer, weil ich das Gefühl habe, das es jedem besser ergeht als mir..

Und dennoch liebe ich sie und will das nicht einfach wegwerfen..

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13. April 2010 um 16:09
In Antwort auf joakim_11852025

Also ich ...
... kann nur sagen RESPEKT für alles, was du aufbringst, um die Situation zu verbessern ... kommt mir auch sehr bekannt vor, nur U- und A-Punkt kenne ich noch nicht !

Patentlösung hab ich keine - nur ein paar Gedanken:

1. es kann wirklich die Pille schuld dran sein ... aber das wirst du erst herausfinden, wenn sie sie gänzlich (monatelang oder für immer) absetzt!
Die Homone können der Teufel für eine Frau sein, meine war nach 1 Monat völlig ausgewechselt, grantig, unzufrieden, und "unlustig" - sodass wir nach 2 Monaten sofort aufgehört haben ...
-> Kondom bzw. ich bin inzwischen Weltmeister im Aufpassen ....

2. Zusätzlich kann sich natürlich nur was ändern, wenn es deine Freundin auch will ... ansonsten versuchst du, einem Tiger Tofu schmackhaft zu machen - oder einer Kuh ein Steak - sinnlos !

3. ob die Beziehung wirklich noch (bzw. wieder) intakt ist, weiß ich nicht .... die Briefe vom Ex sollten nachdenklich machen .... und wenn sie mit dem Kopf woanders ist, kann sie schlecht Sex mit dir gut finden ....

4. eine Therapie wäre sehr ratsam, weil es mir bei ihr auch etwas nach Depression etc. klingt ... entweder Paartherapie oder sie alleine ....

5. ich kann keine Garantie geben, aber wenn du einmal versuchst, sie NICHT ständig zu umwerben und umsorgen, sondern einmal kühler, distanzierter und auch abweisender wirst - über längere Zeit, "könnte" sie das zum Nachdenken bringen .... (sie scheint dich wirklich wie einen verliebten idioten zu behandeln .... wenn ich das von hier aus beurteile) .. und vielleicht will sie dich wirklich "als Stütze" nicht verlieren .... wenn sie also Angst um dich als Freund bekommen würde ...... vielleicht hilfts was - KANN aber auch nach hinten losgehen und sie sagt Tschüss !

6. dauernd bedrängen bringt in der jetztigen Situation am wenigsten ... lass es ... auch wenns schwer fällt !

Tja, weiß nicht ob dir irgendwas hilft ....

Alles Gute!

Hätte jemand ne Patentlösung, würde er nen Nobelpreis, nen Grammy und nen Oscar dafür kriegen..
Hallo stinknormal,

Danke für deinen Beitrag!

Zu 1.+2.: Das würde ich wirklich hoffen. Wäre die Pille daran schuld, würde sich nach einiger Zeit alles ändern und alles wäre gut.. Wie im Märchen.. fast zu schön um wahr zu sein.. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.. Es mangelt ja nicht an Verhütungsmöglichkeiten, sondern mehr an der Bereitschaft, es mal zu probieren.. Vielleicht ist das ja auch ein Indikator, das weit mehr nicht stimmt, als nur das Sexleben..

Zu 3.: Also ich bin mir sicher, dass das mit dem Ex beziehungstechnisch gelaufen ist. Was mir sorgen macht, ist, dass sie für die Freundschaft so weit geht, mich sehr zu verletzen, weil ich es so gar nicht verstehe.. er war auch zu ihr sehr gemein und die zwei hatten sich aus gutem Grund gertennt..

Zu 4.: Therapie ist wohl das einzig helfende Mittel, wenn es nicht an den Hormonen liegt. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass eine Therapie nur was bringt, wenn der "Patient" diese auch für sinnvoll hält und seine Situation als problematisch betrachtet. Und eben das ist wohl nicht der Fall.. Ist ja nur für mich ein Problem.. Außerdem ist die Hemmschwelle, über ihre sexuellen Probleme zu reden bei ihr echt seeehr hoch.. Daher würde sie wohl lieber ihr Leben lang eine verkorkste Beziehung hinnehmen, als sich in eine Therapie zu begeben.. Ich frag mich halt nur, ob es Männer gibt, die ein Leben ohne Sex für eine Beziehung in Kauf nehmen, ohne sich gefrustet jeden Tag wegen irgend einer Lappalie zu streiten..

Zu 5.+6.: Also im Prinzip hatten wir das schon.. Sie weiß wohl, dass die Beziehung nicht halten wird, wenn sich nichts ändert.. Wir hatten uns ja wie gesagt schon fast getrennt.. Aber entweder ist es ihr egal, ob die Beziehung langfristig hält (so nach dem Motto: Wenn's klappt gut, wenn nicht auch gut), oder sie kann einfach nichts ändern, weil es ihr zu schwer fällt.. Dann verstehe ich aber nicht, warum sie nicht mit mir darüber redet.. Das würde ich verstehen und es ist deutlich besser, als das Gefühl zu haben, dem eigenen Partner nicht so wichtig zu sein..

Ich danke dir vielmals für deine Sichtweise und deine Vorschläge und schreibe das nicht, um deine Aussagen zu widerlegen, sondern nur, weil ich denke bzw. erfahren musste, dass vieles nicht funktioniert hat.



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14. April 2010 um 10:16

Hmm,
also, ich weiß, dass ich alleine auch klar komme.

Ich habe deinen Beitrag mehrmals gelesen und war dabei fasst schon schockiert, als ich bemerkte, dass einiges eigentlich voll zutrifft:
Vor allem, dass ich probiere, mir das ganze schön zu reden, obwohl ich eigentlich schon echt sauer/enttäuscht bin.. Ich merke das auch selber, dass ich oft versuche, einen "Waffenstillstand" einzuhalten und nicht wegen jeder Kleinigkeit eine Diskussion zum Zaun zu brechen, halte das aber dann doch nicht durch, weil sich einfach viel Enttäuschung aufgestaut hat. Und mir gelingt es nicht, diese irgendwie wieder abzubauen..

Mit meinem Selbstwertgefühl hast Du bedingt auch recht: Ich habe zwar wirklich keine Verlustängste im konventionellen Sinn, eher im Gegenteil. Im Prinzip wäre ich gar nicht so unglücklich, wenn die Beziehung vorbei wäre, weil wir oft beide darunter leiden und es nicht anders zu gehen scheint. Jeder hat seine Prioritäten, die unvereinbar mit denen des anderen scheinen und vor allem hat jeder seine recht festgelegte Persönlichkeit, die verhindert, dass wir die Position des anderen nachempfinden können. Aber ich bringe es nicht übers Herz, die Beziehung zu beenden und ich will es in letzter Instanz auch nicht.
Ich mache mir keine Sorgen, dass ich niemanden mehr finde, im Gegenteil: Oft denke ich, es könnte alles soviel besser sein und es gibt so viele Menschen auf dem Planeten, die deutlich besser zu mir passen.
Aber wenn ich meine Freundin jetzt fallen lasse, nur, weil es mir zu anstrengend wird, weil ich nicht bereit bin, auch an meinen Problemen zu arbeiten (gerade bezogen auf das Selbstwertgefühl bzw. das Erlernen einer emotionalen Stabilität und Unabhängigkeit), wie soll sie dann jemals glücklich werden? Oder ich? Ich denke, dass solche Probleme langfristig in jeder Beziehung auftreten und jedes verliebte Pärchen mit der Zeit in ein verbittertes Ehepaar verwandeln. Vielleicht ist es ein Chance, damit konfrontiert zu werden, bevor man verheiratet ist, Kinder hat und der "Ausweg" zunehmend verbaut ist. Irgendwann muss man ja mal lernen, sich in einer Beziehung zu arrangieren.

Der Sache mit den Geschenken für Sex kann ich nicht zustimmen. Das ist einfach nicht so! Wenn ich jemandem, der mir viel bedeutet etwas schenke, dann nur weil es ihn/sie glücklich macht und das wiederum mich glücklich macht. Ich freue mich auf sämtliche Feste eigentlich immer, weil ich mich auf das Gesicht freue, wenn jemand seine Geschenke auspackt.
Ich erwarte dann auch keine Gegenleistung, die die dann alles wieder ausgleichen soll. Nur breche ich das schnell auf eine emotionale Ebene herunter und denke, dass man doch jemandem, den man gerne hat auch gerne was schenkt, weil man ihm doch gerne eine Freude machen will. Das interpretiere ich dann im Umkehrschluss so, dass mich meine Freundin nicht liebt, weil sie mir nichts schenkt. Das hat aber wirklich nichts damit zu tun, dass ich eine Gegenleistung erwarte, egal ob das nun ein Geschenk oder Sex oder sonst was ist. Aber das ist auch recht kompliziert, weil der Unterschied sehr sehr fein ist.

Ich bin auch kein Häufchen Elend, sondern fürchte mich lediglich vor meinem eigenen Gewissen.

Vielen Dank für deine sehr direkte und ehrliche Antwort. Ist schon viel wahres und bedenkliches dran!

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14. April 2010 um 17:22

Wachrütteln
Ich hatte schon den Eindruck, dass Du mich wachrütteln wolltest mit Deinem Beitrag und hab's nicht direkt als Provokation aufgefasst, zumindest nicht als böse gemeinte!

Du hast schon recht, die Beziehung besteht erst seit recht genau einem Jahr und wirklich gut war es nur 5 Monate.. Und ne Chance auf Besserung sehe ich nur schwerlich.. Ist halt nicht nur ein ungeliebter Makel, sondern schon ne Persönlichkeits-/Typenfrage und das kann man halt nicht einfach überspielen.

Ich weiß auch nicht, das "Ich liebe sie aber"-Gefühl, das da ist gegen den Frust durch keine körperliche Nähe (Küssen, Umarmen, Sex), die Enttäuschung (durch die ständige Bevorzugung von Freunden, Familie, Exfreunden, Arbeit, Vereinen etc..) und den Unterschied zwischen uns beiden. Im Prinzip bin ich mir schon sicher, dass das nicht besser wird und das man nicht seine ganze Person umkrempeln kann, geschweige denn, dass das eigentlich auch nie notwendig sein sollte.. Es ist irgendwie auch total Situationsabhängig: Im einen Moment pisst mich ihre Unaufmerksamkeit dermaßen an, dass ich nur noch denke, ich muss das beenden und im nächsten liebe ich sie abgöttisch, weil sie dann auch so liebenswert und süß ist.

Vielen Dank für deine Antwort! Ich denke, eine wirkliche Lösung des Problems gibt es nicht. Nur einen Kompromiss, wie so oft im Leben: Entweder ich gehe meinen Weg alleine weiter und suche mein Glück wo anders oder ich nehme es so in Kauf, wie es ist.

Ich habe auch einen Forenbeitrag von mgs gelesen, der das gleiche Problem hatte mit seiner Frau, die nach dr Schwangerschaft keine Lust mehr hatte. Im Prinzip ist das dann noch viel härter, da dann eine Scheidung ansteht und die Kinder darunter leiden.. Warum sollte man so lange warten, wenn man im Prinzip doch weiß, wo es hakt und wie es aussieht?

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15. April 2010 um 3:56
In Antwort auf elmer_12305566

Danke für eure Beiträge!
@charlysfable: Ich finde deinen Beitrag toll und überhaupt nicht wirr, im Gegenteil!

Ich kann Deine Situation auch echt gut verstehen und weiß, was das für Probleme verursacht. War das bei dir mal anders? Also hattest Du mal mehr Interesse an Sex? Meine Freundin hat sich zum Beispiel ihrer Aussage nach noch nie selbst befriedigt. Dadurch verliert die Pillen-Theorie an Substanz.. Nimmst Du die Pille?
Sorry, dass ich so offen Frage, aber ich hab auch echt einige Forenbeiträge gelesen, bei denen das Absetzen der Pille viel gebracht/alles geändert hat.. Aber eine solch einfache Lösung muss ja nicht richtig sein und den Gang zum Therapeuten finde ich gut, solange das dein Wunsch ist.

@mistergray: Ich kann deine Harte Meinung dazu sehr gut nachvollziehen. Aber ich muss auch ehrlich sagen, dass ich von der Grundhaltung her schon sehr enttäuscht und verletzt bin und deswegen schon leicht überreagiere. Der Ex-Freund z. B. ist eigentlich ein echt netter Kerl, den ich auch gut kennengelernt habe. Die beiden sind seit zehn Jahren befreundet und, was ich zwar nicht nachvollziehen kann, aber auch nicht schlimm finde, meiner Freundin gelingt es, trotz einer gescheiterten Beziehung (teilweise sogar aus heftigen Gründen gescheitert..) ein freundschaftliches Verhältnis aufrecht zu erhalten. Ich bin dazu viel zu verletzt, um mit meiner Ex noch wirklich etwas zu tun haben zu wollen.. Ich bin nett und freundlich, wenn ich sie sehe und das auch aufrichtig, aber es tut mir dennoch weh..

In mir schlagen sich zwei Meinungen:
Auf der einen Seite liebe ich meine Freundin und will nicht vor den Problemen davon laufen. Ich klammere schon ein wenig und bin ein sehr emotionaler Mensch, der eine Beziehung BRAUCHT, um Kraft daraus zu schöpfen. Allein bin ich nicht lebensfähig. Ich muss nicht täglich getätschelt werden und mir sagen lassen, wie toll ich bin, aber ich muss wissen, das ich jeden morgen für jemanden aufstehe und mein bestes gebe, weil ich das für mich allein nicht kann. Und ich will ihr nicht weh tun. Hat nicht jeder es verdient, dass sich jemand um ihn sorgt und ihn liebt?

Auf der anderen Seite sind wir grundverschieden. Zumindest, wenn's um das grundlegende geht. Ich habe ein totales Zuneigungsbedürfnis und brauche jemanden, der meine Liebe erwidert und sie braucht ihre Freiheit, zu machen was sie will. Das alleine ist noch gar nicht das Problem: Sie will alles lieber machen, als Zeit mit mir zu verbringen. Und das nicht absichtlich.. ihre Prioritäten liegen einfach anders.. Aber irgendwo muss sich in einer Beziehung doch auch alles die Waage halten.. zumindest einigermaßen.. Dass es ihr egal ist, dass ich darunter leide, wenn wir nicht miteinander schlafen und dass wir kaum gemeinsame Zeit haben ist für mich wesentlich schlimmer, als dass sie kein sexuelles Bedürfnis und immer Termine hat.

Es ist irgendwie Liebe gegen Zweckgemeinschaft, Romantik gegen Alltag.. Und ich weiß bei bestem Willen nicht, inwiefern es Sinn macht, den Partner auf seine Unzulänglichkeiten hinzuweisen, wenn diese so gravierend, allerdings auch nur für mich, sind und dieser sie gar nicht als Unzulänglichkeiten betrachtet. Ich habe ihr zum Valentinstag Frühstück ans Bett bringen wollen, habe Rosen als Strauß und zur Deko gekauft, Kerzen und Teelichter ohne Ende, schönes Geschirr und ein tolles Tablett.. Und zu essen gab es alles, was man sich auf einem Frühstückstisch nur vorstellen kann. Aber sie ist in die Kirche gegangen.. Selbes beim ebenso vorbereiteten Abendessen: Die Oma hatte gekocht, da viel meins flach.. Ein Geschenk hatte ich auch, eine Bad und eine Massage hätte es geben sollen.. Zum einen hatte ich das Gefühl, dass sie sich gar nicht darüber freut, zum anderen hatte sie nicht mal ne Karte für mich, weil sie es nicht gewohnt ist, dass man sich das was schenkt.. Das ist doch keine Gewohnheitssache wie was zu Weihnachten für die Eltern, das macht man doch, weil man es will, oder nicht?

Auf jeden Fall zerstört die Beziehung mein ganzes Leben.. Im Job krieg ich nix mehr zustande, weil ich immer deprimiert bin und auch keinen Sinn mehr sehe.. Und auf meine Freunde bin ich nur noch sauer, weil ich das Gefühl habe, das es jedem besser ergeht als mir..

Und dennoch liebe ich sie und will das nicht einfach wegwerfen..

No worries
Hey, frag soviel Du willst, denn vielleicht kannst Du mir ja mit meinem Problem dadurch weiterhelfen *g

Also ich habe die Pille genommen, denke das auch fast zu lange. Und da ich das angefangen hatte, bevor ich meinen ersten Freund hatte, weiss ich nicht, ob es vorher anders war, aber ich denke: nein! Es war vorher auch so. Ich habe noch ein wenig recherchiert und würde bei mir sagen, das es ein Problem durch Erziehung und "Frigide" ist, wobei, wenn man mich sieht und weiß was ich alles so mache, mich nicht frigide nennen würde, es aber im Partnerleben durchaus so ist.

Ich habe auch sehr sehr spät angefangen mit Selbstbefriedigung, da ich immer dachte, es wäre das größte Tabuthema der Welt.
Also ich sehe da schon sehr viel Ähnlichkeit.
Was sie und ich brauchen, sind Therapeuten, die einem weiterhelfen. Ich merke, ich komme hier nicht mehr alleine vorwärts. Ich lese Bücher etc und spreche mit meinem Freund darüber, doch es hilft nicht vieles. Und hier der Schocker: denn auch ich stecke evtl mehr in der Haut deiner Freundin als mir lieb ist, denn auch bei mir gibt es noch jmd anderen und ich denke ich habe mich auch von meinem Freund abgeliebt, zumindest ein gutes Stück, und DANN noch Sex haben ist fast UNmöglich! Das geht garnicht. Also so wie manche dann noch aus "Mitleid" mit dem anderen schlafen können, geht bei mir zum Beispiel garnicht.

Deswegen muss ich auch mistergray zustimmen, handele Du. Auch wenn Du Deine Freundin liebst, sie liebt Dich denke ich nicht mehr so, wie sie sollte. Und gerade bei so einer Behandlung würde ich langsam die Bremse ziehen. Zeit ist kostbar und besonders die, die man an jemanden verschwendet, der es nicht zu schätzen weiß. Such Dir jemand anderes, die es zu schätzen weiß, was Du alles unternehmen wirst, um sie glücklich zu machen!

Und was heißt Du willst es nicht wegwerfen, vielleicht hat sie das geistig schon udn will es nicht selber wahrhaben? Verdrängung, und vergiss das nicht, spielt hier ne große Rolle! Sie verdrängt ja auch ihr Problem...

Es tut mir leid, gegen die Beziehung zu schreiben ,aber wie auch mistergray sagt: aufwachen und Augen auf.

Ich muss selber Tabula Rasa machen...nicht einfach und ist kacke, aber wenns sein muss muss es sein.

Ganz lieben Gruß

Ich muss aber auch Mister

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25. Juni 2010 um 10:47

Zwischenstand
Hallo zusammen,

hab eben nochmal diesen Thread revüpassieren lassen und wollte mal die Entwicklungen schildern, weil ich es bei anderen Forenbeiträgen immer interessant fand, wie es nach den Diskussionen/Problemen weiterging..

Ich habe mit meiner Freundin nun mehrmals und nochmals über alles geredet und ihr gesagt, was mich stört und warum die Beziehung für mich nicht so funktioniert. Wir haben auch eine fast Trennung mit dem Versprechen, daran zu arbeiten hinter uns. Zwar ist es erstaunlich, was alles auf den Tisch kommt, wenn's ernst wird und man eigentlich sicher ist, dass alles schon auf dem Tisch ist und wie sich die "Fakten" wieder und wieder drehen, aber dennoch ist der Stand der alte.

Rausgefunden haben wir, dass meine Freundin mir nicht mehr sagen konnte, dass sie mich liebt, weil Sie selber so enttäuscht war, dass der Sex ihr weniger Spaß machte und sie wieder mit ihrem alten Problem konfrontiert wurde. Sie hatte angenommen und gehofft, dass es diesmal anders sei und als es langsam wieder wie früher wurde und sie keinen Spaß mehr daran hatte, mit mir zu schlafen, war sie deprimiert. Beziehungstechnisch ist mittlerweile alles wieder im Reinen, aber im Bett läuft soviel wie vorher. Statistisch heißt das, 4 mal Sex in 8 Monaten (davon nur zweimal länger als ne Minute bzw. bis zum "Ende"..) obwohl wir erst seit 14 Monaten zusammen sind. Ich hab gelesen, dass es sich im Mittel bei länger verheirateten Ehepaaren bei einem mal pro Woche einpendelt, bei Paaren mit Problemen mit der Sexualität immerhin noch bei 0,625 mal pro Woche. Ich gebe zwar nicht so viel Wert auf Statistiken, aber da es für mich ja so auch nicht ok ist, hab ich ja Grund genug, daran etwas ändern zu wollen, ganz egal, ob es normal ist oder nicht.

Meine Freundin meinte, dass es sie viel Überwindung kostet, sich auf irgendetwas sexuelles einzulassen, dass es am Anfang sogar schlimm für Sie ist und währenddessen dann erträglich wird. Dabei ist nicht nur der Geschlechtsverkehr an sich gemeint, sondern jede sexuelle Interaktion, wobei oral für Sie sowieso nicht in Frage kommt, weil sie es ekelig findet, egal ob passiv oder aktiv, wenngleich ich es eigentlich mag, meine Partnerin mit dem Mund zu befriedigen und einige Frauen das auch toll finden.
Wenn ich mal zu erkennen gegeben hab, dass ich es toll fände, wenn wir es (wobei es nicht gleich Sex sein muss) probieren würden, hat sie sich selten wiederwillig darauf eingelassen und sich währenddessen über alles mögliche beschwert (z. B. darüber, dass ich klebrige Hände habe, weil ich Sie zuvor massiert habe..), bis ich dann abgebrochen hab, weil mir die Lust vergangen war. Ich hab's dann gerade so geschafft, mich nicht darüber auszulassen, dass das so keinen Sinn hat und hab soviel Verständnis gezeigt, wie ich konnte. Einmal habe ich leider gesagt, eine Gummipuppe hätte mehr Gefühl, was jedoch auch recht regungslos an ihr vorbeiging.. Mich hätte das ziemlich verletzt..

Was ich nicht verstehe ist einfach, wie man aufhören kann, es zu probieren.. Ich meine, meine Freundin hatte noch nie einen Orgasmus, hat sich auch noch nie selbst befriedigt, es also auch noch nie versucht und dass nicht jede Frau beim 0815- 10-Minuten Sex nen Orgasmus oder sonst ein tolles Gefühl bekommt, kann ich verstehen. Aber dass es Frauen gibt, die unter keinen Umständen und unabhängig von den eigenen Bemühungen oder denen des Gegenübers nicht zumindest ein schönes Gefühl haben, glaube ich nicht bzw. will ich nicht glauben. Wir haben auch ein wenig nach den Ursachen gesucht und zumindest sind es keine offensichtlich körperlichen. Will heißen, sie hat keine Schmerzen dabei und wird auch feucht, empfindet aber nichts schönes dabei. Schön war es früher für sie wegen der gemeinsamen Zeit und dem engen beieinander liegen.

Naja, sorry, ist nicht wirklich ein hilfreicher Beitrag und auf Hilfe kann ich wohl auch nicht hoffen. Ist mehr ein Update für diejenigen, die die Diskussion verfolgt haben oder das selbe Problem haben. Ich für meinen Teil hab ein wenig die Hoffnung verloren, dass sich das ändern lässt und verbessert und habe aufgehört, um körperliche Zuneigung zu betteln, wobei ich mir sicher bin, dass das der Todesstoß für diese (jede) Beziehung ist. Ist auch ein interessanter Artikel in der aktuellen Neon (Juli 2010, Hauptartikel: Jetzt küss mich endlich!), nur so nebenbei.

Gruß, Harald.


Meine Freundin ha

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25. Juni 2010 um 11:22

Nicht ganz so einfach...
Naja ich finde die Situation nicht unedingt so eindeutig, wei du sie schilderst.

Er schrieb, dass sie sich nie selbst befriedigt hat und demnach auch nie oder zumindest selten sexuelle Lust empfindet.

Jeder gesunde Mensch hat sexuelle Lust, Phantasien, Wüschne und Träume. Entweder hat sie dies nicht oder sie ist nicht in der Lage diese zu äussern. Beides würde ich nicht als gesund bezeichnen.

Sicherlich ist es kontraproduktiv, dass er versucht sie sexuell zu animieren, versucht darüber zu reden und die Dinge komplizierter macht, aber ER ist auch nur ein Mensch mit Wünschen und Bedürfnissen, da fällt es nicht immer leicht dies zu ignorieren...

Ich würde euch raten offen darüber zu reden und nicht gerade nach einem Annäherungsversuch oder nach einer verkorksten Nummer.
Ihr muss klar werden, dass ihr dort ein problem habt, was es zu lösen gibt.
Solange sie sich nicht damit auseinandersetzen will passiert garnix.

Wie soll der Mann ihr einen Orgasmus verschaffen, wenn sie offenbar nichtmal selber weiss was ihr gefällt?
Und anscheinend auch jegliches Interesse fehlt daran zu arbeiten?

lg
Knuet

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25. Juni 2010 um 14:31
In Antwort auf joakim_11852025

Also ich ...
... kann nur sagen RESPEKT für alles, was du aufbringst, um die Situation zu verbessern ... kommt mir auch sehr bekannt vor, nur U- und A-Punkt kenne ich noch nicht !

Patentlösung hab ich keine - nur ein paar Gedanken:

1. es kann wirklich die Pille schuld dran sein ... aber das wirst du erst herausfinden, wenn sie sie gänzlich (monatelang oder für immer) absetzt!
Die Homone können der Teufel für eine Frau sein, meine war nach 1 Monat völlig ausgewechselt, grantig, unzufrieden, und "unlustig" - sodass wir nach 2 Monaten sofort aufgehört haben ...
-> Kondom bzw. ich bin inzwischen Weltmeister im Aufpassen ....

2. Zusätzlich kann sich natürlich nur was ändern, wenn es deine Freundin auch will ... ansonsten versuchst du, einem Tiger Tofu schmackhaft zu machen - oder einer Kuh ein Steak - sinnlos !

3. ob die Beziehung wirklich noch (bzw. wieder) intakt ist, weiß ich nicht .... die Briefe vom Ex sollten nachdenklich machen .... und wenn sie mit dem Kopf woanders ist, kann sie schlecht Sex mit dir gut finden ....

4. eine Therapie wäre sehr ratsam, weil es mir bei ihr auch etwas nach Depression etc. klingt ... entweder Paartherapie oder sie alleine ....

5. ich kann keine Garantie geben, aber wenn du einmal versuchst, sie NICHT ständig zu umwerben und umsorgen, sondern einmal kühler, distanzierter und auch abweisender wirst - über längere Zeit, "könnte" sie das zum Nachdenken bringen .... (sie scheint dich wirklich wie einen verliebten idioten zu behandeln .... wenn ich das von hier aus beurteile) .. und vielleicht will sie dich wirklich "als Stütze" nicht verlieren .... wenn sie also Angst um dich als Freund bekommen würde ...... vielleicht hilfts was - KANN aber auch nach hinten losgehen und sie sagt Tschüss !

6. dauernd bedrängen bringt in der jetztigen Situation am wenigsten ... lass es ... auch wenns schwer fällt !

Tja, weiß nicht ob dir irgendwas hilft ....

Alles Gute!

ER meldet sich auch nochmal zu Wort
Hallo Liebeszauber03,
hallo Knuet76,

erstmal Danke für eure Beiträge. Es gibt mir immerwieder Hoffnung, wenn ich neue Meinungen und Stellungnahmen höre!!

Aufgrund meiner etwas knappen Schilderung ist wohl ein Eindruck entstanden, der nur bedingt der Realität entspricht, aber ich verstehe voll und ganz, dass es den Anschein macht, den Du, Liebeszauber, wahrgenommen hast. Nichts desto trotz will ich kurz ein wenig korrigieren:

Das mit dem zu Tode analysiert hat seine Wahrheit; aber wir reden da nicht jeden Tag drüber.. Ich fange auch nicht alle 10 Minuten davon an.. Eigentlich beschränkt sich alles auf vielleicht 5 ausführliche Gespräche innerhalb von 7 Monaten.
Sie hatte auch nie schönen, ausgiebigen Sex. Sie fand es nur nicht so schlimm wie jetzt bzw. fand es schön, im Sinne einer Umarmung, also wegen der Nähe und nichtsexuellen Zärtlichkeit. Der Geschlechtsverkehr selbst ist für Sie ein Buch mit sieben Siegeln. Wir waren und sind auch beide nicht auf einen Orgasmus fixiert. Das wäre schon ein grober Anfängerfehler Du hast vollkommen recht, meiner Freundin fehlt es an Selbstbewusstsein, zumindest in der Beziehung und vor allem darauf bezogen, dass sie sich mit ihrer Sexualität, so gering sie auch zu sein scheint, auseinandersetzen muss: Sie geht fest davon aus, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Sie weiß nicht was, aber sie hat damit abgeschlossen. Sie meint, sie sei komisch, weil der Sex oder ihre Gefühle dabei nicht ihren Erwartungen entsprechen, wobei ich nicht weiß, was sie von sich selbst erwartet. Das Problem ist älter als unsere Beziehung und entgegen ihrer Annahme wird es nicht so einfach verschwinden, wenn ein neuer Partner in ihr Leben tritt. Aber das war ihre einzige Hoffnung.. Sie will nicht daran arbeiten, sie will nichts davon wissen, nie mehr damit konfrontiert werden und es vergessen. Der Aspekt der Beziehung wurde gelöscht, den gibt's nicht mehr. Und soweit hat das ganze gar nix mit mir zu tun, ausser, dass es mit mir genauso ist wie vorher auch, was ihr die Hoffnung raubt, es könnte normal werden oder sein. Ich habe auch oft das Gefühl, dass sie sauer auf mich ist, weil ich sie nicht normal mache, aber ich bin halt komplett anderer Meinung. Aus einer Studie habe ich erfahren, dass mehr als ein Drittel aller Frauen "sexuelle Störungen" haben, was die aussage ins ironische zieht. mann kann nicht von einer Störung reden, wenn so viele Menschen davon "betroffen" sind. Es ist eine eigene Sexualitäts-Klasse, die einfach komplizierter ist. Meine letzte Freundin konnte problemlos zum orgasmus gelangen. Ob mal schnell nach dem Aufstehen durch masturbation oder mehrmals beim Sex oder irgendwelchen anderen sexuellen Spielarten. Sie war halt so. Meine jetztige Freundin kann gar keinen Orgasmus erleben? Glaub ich nicht.. Ich denke nur, dass es Unterschiede gibt und dass es bei meiner Freundin einfach länger dauert, einem genauen Ablauf folgen muss, der richtige zeitpunkt, die richtige Atmossphäre etc. sein muss.
Kleine Geschichte am Rande: Viagra wurde als potenzsteigerndes Mittel für beide Geschlechter entwickelt. bei Männern erhält oder ermöglicht es eine Errektion. bei Frauen tut es dies auch, die Frauen, die ein solches Mittel benötigen und es dann testeten, sagten jedoch, dass es ihnen nichts bringt, wenn ihre Schamlippen anschwellen und sie feucht werden, da sie deswegen auch nicht mehr Lust auf Sex haben. Will heißen, dass bei vielen Männern ein Potenzproblem wohl wirklich auf eiene Errektionsstörung, also ein biologisch-körperliches Problem zurückzuführen ist, bei Frauen jedoch das Problem psychisch-neurologischer natur sein könnte. Und wenn ich Problem sage, meine ich Massenphänomen. Aber ich analysiere schon wieder..
Einer der größten Witze an der Geschichte ist, dass ich noch nie probiert habe, meine Freundin zum orgasmus zu bringen, weil sie es nicht zulässt. Für mich würde das nämlich mehr bedeuten, als die blose Penetration. Erstens denke ich, das für beide geschlechter der Kopf eine große Rolle beim Sex spielt, das jedoch häufig aber nicht nur die Männer auch ohne "psychische" Erregung zum Orgasmus kommen und das für viele Frauen schwerer ist. Es ist erwiesen, dass bei der Frau deutlich mehr regionen im gehrin während des Orgasmus deutlich aktiver sind, als beim mann.
Für meine Freundin ist alles sexuelle ekelig, schlecht, unangenehm.. Aber, um es in einer kleinen Analogie auszudrücken, wenn ich jedesmal, wenn ich schlittschuh gelaufen wäre, auf die Fresse gefallen wäre, wollte ich bestimmt auch nicht mehr auf s eis.. Ihr erster freund hat sie zum ersten Mal gedrängt, ein freund, mit dem sie ein paar mal in der Kiste war, war da wohl nicht sehr feinfühlig ("falsches loch erwischt" und auch sonst wohl sehr rücksichtslos..). Ich kann mich da sehr wohl reindenken, aber das löst keine Problem. Klappe zu, Affe tot ist für mich keine Lösung!!
Aber was ich an Deinem Beitrag ganz deutlich von mir weisen muss, ist die Massage-Bemühungen-Sex-These. Ich massiere meine Freundin oft genug, ohne dass ich auch nur im geringsten beabsichtige mit ihr zu schlafen, ohen jede Andeutung, Anmache oder ähnliches. Und auch sonst, meine Bemühungen binde ich ihr nicht jeden Tag, manche sogar gar nicht auf die Nase. ich sage ihr nur, dass es so für mich nicht ok ist. Ich habe auch von Anfang an gesagt, dass sie alle Zeit der Welt hat und nicht mit mir schlafen soll, weil sie sich verpflichtet fühlt, dass es für mich nicht auf den Sex ankommt, sondern lediglich darauf, dass unsere Beziehung irgendeinen sexuellen Aspekt hat und dass mir dieser es nicht wert ist, dass sie sich zu irgendwas zwingen muss und sich selbst betrügt. Wenn mich jemand fragt, ob ich jeden tag an sex denke: ja, tue ich. Wenn jemand fragt, ob ich jede nacht frustriert einschlafe, weil ich gerne mit meiner freundin schlafen würde: ja, meistens. Aber deswegen werde ich noch lange nicht zum ... und verlange das von meiner Freundin. ich mach gar nix. ich deute nix an, fordere nix, leg mich einfach hin und schlaf und das schon seit April.
Du hast recht, es erfordert selbstbewusstsein, aber ich habe meine Erwartungen und Bemühungen eingefroren und es passiert gar nix. Und das ist nicht erst seit ner Woche oder nem Monat so.. Und sie setzt sich nicht damit auseinander. Sie macht gar nix.

Knuet76, ich danke dir für deine Argumentation bzw. Verteidigung!
Wir reden schon drüber und wir reden nie nach einem Versuch drüber, weil meine Freundin sobald sie irgendwo liegt, einschläft. Das ist so ne Eigenart, die aber auch nicht schlimm ist und das schließt ohne mein zutun schon aus, dass wir uns im bett über irgendwas unterhalten, was aber auch ok ist. ich finde es, wie du ja auch sagst, besser, nüchtern und in ruhe zu reden, als im "eifer des gefechts".
ich glaube, dass sie keine Lust, Phantasien, Wünsche hat (in Sachen Sex). Ich will zwar von dem Normal-Abnormal/Gesund-Krank-Ding weg, weil ich, wie gesagt, denke, dass menschen verschieden sind und ihre Sexualität genauso, aber das ist mit sicherheit das Problem.

ich hab da nochmal so nen gedanken gesponnen: ich hab irgendwann mit 14 oder so angefangen zu masturbieren. Einfach von mri aus, ist halt passiert. Niemand hat mich dazu gezwungen, niemand hat mich unter Druck gesatzt oder mir gesagt, was normal ist und was krank ist. ab da habe ich mich dann darauf gefreut, einmal mit einer Frau zu schlafen, weil ich Frauen attraktiv fand, weil ich wissen wollte, wie es ist, wie es sich anfühlt. ich wollte auch auf jeden Fall mit der richtigen Frau schlafen und nicht mit irgendeiner eventuell noch betrunken in irgendeinem Busch. Alles war so, wie ich es wollte und ich war dazu bereit. Bei meiner freundin war alles anders. Sie hatte und hat keinerlei Erfahrungen damit, wollte es nie so wirklich sondern hat eher dem Druck des Partners oder dem eigenen Erwartungsdruck nach gegeben und mitgemacht. Vom ersten mal bis heute. Ich denke einfach, dass das eine maßgebliche Rolle bei der entwicklung der sexualität spielt. Vielleicht sind Männer, verallgemeinerd gesprochen, frühreifer und frauen werden deswegen häufig zu früh zu einer Sexualität gedrungen, die sich noch nicht entwickelt hat. Ist wie gesagt, recht pauschal ausgesprochen und deswegen mit sicherheit nur sehr begrenzt zutreffend, wenn überhaupt, aber interessant find ich es dennoch.

Aber nochmal an Liebeszauber03: Was soll ich den sonst machen bzw. hätte ich machen sollen? ich wollte ihr und uns helfen und hab deswegen all das gemacht. Hättest Du einfach gewartet und geschaut was passiert? Knuet76 hat ja schon gesagt, man(n) hat halt bedürfnisse (und frau sicher auch) und mal ein paar Monate darauf verzichten, kein Problem. Aber ein Leben mit der Erwartung zu führen, nie mehr vernünftigen Sex zu haben, das geht für mich nicht. Und für mich gehört in einer Beziehung auch, dass man selbst etwas für den anderen tun will und damit meine ich nicht, mit ihm schlafen, sondern sich mit den gemeinsamen Problemen zu beschäftigen.

Harald

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29. Juni 2010 um 3:39

...
ich habe das selbe problem. also das deiner freundin. ich bin schon seit über zwei jahren mit meinem freund zusammen und das erst halbe jahr hatten wir auch reichlich sex. dann immer weniger und jetzt haben wir schon seit einem halben jahr nicht mehr miteinander geschlafen.
am anfang unserer bezeihung fand ich es aufregend mit ihm zu schlafen. ich hatte zwar nie einen orgasmus aber es war auch nicht unangenehm, aber als dann erstmal so der kitzel des neuen weg war hatte ich keine lust mehr.
ich habe einfach kein verlangen danach. ich weis das is schwer nachzuvollziehen. vor allem als man.
ich liebe es mir meinem freund zu kuscheln und auch ihn mit der hand oder dem mund zu verwöhnen aber selber habe ich nie das verlangen danach, das er auch das selbe bei mir tut oder gar mit mir schläft.
ein paar mal habe ich mich von ihm zu sex überreden lassen und hatte dabei immer schmerzen.
unsere beziehung belastet die situation auch ziemlich. am schlimmsten ist es, wenn wir nach dem duschen nackt im bed liegen und kuscheln. er fängt dann immer ganz automatisch an mich zu streicheln und will dann mit mir schlafen, aber ich habe überhaupt nicht das verlangen danach. und er ist dann immer total frustriert.
ich weiß erlichgesagt auch nicht was man da tun kann. ich könnte versuchen die pille abzusetzen, aber da ich immer sehr starke schmerzen habe wenn ich meine tage habe (wenn ich die pille nicht nehme) will ich das eigendlich nicht. an sonnsten haben wir aber schon alles ausprobiert.
ich frage mich echt, wie lange das unsere beziehung noch aushält.

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29. Juni 2010 um 19:54
In Antwort auf alessa_12943899

...
ich habe das selbe problem. also das deiner freundin. ich bin schon seit über zwei jahren mit meinem freund zusammen und das erst halbe jahr hatten wir auch reichlich sex. dann immer weniger und jetzt haben wir schon seit einem halben jahr nicht mehr miteinander geschlafen.
am anfang unserer bezeihung fand ich es aufregend mit ihm zu schlafen. ich hatte zwar nie einen orgasmus aber es war auch nicht unangenehm, aber als dann erstmal so der kitzel des neuen weg war hatte ich keine lust mehr.
ich habe einfach kein verlangen danach. ich weis das is schwer nachzuvollziehen. vor allem als man.
ich liebe es mir meinem freund zu kuscheln und auch ihn mit der hand oder dem mund zu verwöhnen aber selber habe ich nie das verlangen danach, das er auch das selbe bei mir tut oder gar mit mir schläft.
ein paar mal habe ich mich von ihm zu sex überreden lassen und hatte dabei immer schmerzen.
unsere beziehung belastet die situation auch ziemlich. am schlimmsten ist es, wenn wir nach dem duschen nackt im bed liegen und kuscheln. er fängt dann immer ganz automatisch an mich zu streicheln und will dann mit mir schlafen, aber ich habe überhaupt nicht das verlangen danach. und er ist dann immer total frustriert.
ich weiß erlichgesagt auch nicht was man da tun kann. ich könnte versuchen die pille abzusetzen, aber da ich immer sehr starke schmerzen habe wenn ich meine tage habe (wenn ich die pille nicht nehme) will ich das eigendlich nicht. an sonnsten haben wir aber schon alles ausprobiert.
ich frage mich echt, wie lange das unsere beziehung noch aushält.

Keine Lösung in Sicht..
Erstmal Danke für Deinen Beitrag und mein Mitgefühl, dass Ihr auch in so einer verzwickten Lage seid!

Das Problem ist das selbe: Du hast, wie Du sagst und wie meine Freundin auch eindeutig sagte, eben kein Verlangen nach Sex. Was ich interessant finde, ist, dass Du oral bzw. mit der Hand doch eine Sexualität auslebst. Dein Freund kann sich jedenfalls sehr glücklich deswegen schätzen Wenn ich fragen darf, machst Du das für ihn oder findest Du es selbst irgendwie erregend/schön? (Oder beides?) Ich kann das leider gar nicht nadchvollziehen, wie das ist, wenn einem jeglicher Drang zur serxuellen interaktion fehlt und freue mich über jede neue Einsicht in der Hoffnung es besser verstehen zu können.

Ich bin mir recht sicher, dass dein Freund es nicht böse meint, wenn er anfängt, dich zu streicheln. Ich habe das auch nur schwer und nichtmal vollständig abstellen können, weil der Drang, die Lust einfach zu groß ist. Und meistens schäme ich mich selbst für mein Verhalten, und wenn ich meiner Freundin nur über den Rücken gestreichelt habe, weil ich weiß, dass ich mehr erhofft habe. Ich will sie nicht drängen oder gar unterschwellig zwingen und das will dein freund sicher auch nicht, aber es ist echt richtig schwer, das zu lassen. Ich habe meiner freundin mal etwas übertrieben gesagt, sie solle sich vorstellen, sie würde einen Tag nichts essen, dann zwei, drei .. und sich dann vorstellen, wie hungrig sie am zehnten Tag wäre. Das ist mit Sicherheit übertrieben, aber es trifft das verlangen recht gut, weil man problemlos mal ein paar tage oder wochen verzichten kann, aber irgendwann kann man sich kaum mehr zurück halten und wird aufdringlicher und setzt ungewollt den partner unter druck.

Wegen der Pille: Ich habe oft gelesen, dass es was gebracht hat, die Pille abzusetzen, dass es aber auch sehr lange dauert (so zwischen 3 Monaten und 1 Jahr hab ich oft gelesen..). Wenn Du das probieren willst, würde ich aber auf jeden Fall mit der Frauenärztin/dem Frauenarzt drüber reden. Vielleicht gibt es ja anders wirkende menstruationsschmerztabletten oder sowas. Ich glaube nicht, dass du mit der entscheidung glücklich wirst, wenn Du dann schmerzen haben musst, deswegen würde ich da vorher mal guten Rat einholen. Manche Beiträge beschreiben, das der wechsel der pille was bringt, andere verdammen alle hormonellen verhütungsmittel.. Ich kanns nicht beurteilen, aber der menstruationszyklus ist eine komplexe abfolge von hormongesteuerten vorgängen und so unterschiedlich werden dann wohl die "nebenwirkungen" sein.

Aber egal, was ihr unternehmt, ich wäre dir sehr dankbar, wenn Du uns hier auf dem laufenden hältst!!

Liebe Grüße,
Harald

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29. Juni 2010 um 20:19

Schön, das Du einen Weg gefunden hast!!
Ich höre zum ersten mal, dass jemand sich quasi psychisch selbst "kuriert" hat und finde es toll! Das gibt wirklich grund zu hoffen. Ich denke halt, dass es ein vielschichtiges problem ist und das bei einem das Absetzen der pille was bringt, beim anderen reicht vielleicht schon das einfühlungsvermögrne des partners, beim nächsten wiederum sind moralvorstellungen oder typische mann-frau-rollenverteilungsvorstellungen der grund für die abneigung gegenüber sex.

Hast Du heute gerne Sex? Also, hast Du selbst ein Bedürfnis danach und findest es toll oder ist es schön und macht dir nix aus aber du brauchst es nicht? Und hast Du Orgasmen?

Und wie war das früher mit deinem Partner? Ich denke halt, dass viele Männer ihre Idealvorstellung von Sex aus Pornos übernehmen und das Pornos gar nicht mal viel mit gutem Sex gemein haben. Ich persönlich finde zum Beispiel die meisten Pornos abstoßend, weil der Ablauf immer der gleiche ist, es absolut an gefühl fehlt und das ganze gestöhne ja doch nur gekünstelt ist. ich finde Augenkontakt supererotisch. bei Ponos erkennt man die Augenfarbe jedoch lediglich an der Aufnahme am Ende, an der die Dame dann meist die ladung ins gesicht bekommt. Naja, wäre ich eine Frau, fände ich das nicht so toll, genauso wenig, wie analverkehr.. ich verstehe auch nicht, wie das von vielen filmen so propagiert wird.
Ich meine, bei frauen ist wohl die vorstellung oder annahme noch weit verbreitet, dass eine frau, die gerne sex hat oder gerne mit verscheidenen männeren oder oft mit jemandem schlaft, ein flittchen sei. Dadurch müssen viele nicht so sehr selbstbewusste frauen schon sehr darauf achten, wie sie mit dem thema umgehen und nehmen eine vorsichtige oder gar verklemmt haltung ein. Bei Männern scheint es das krasse gegenteil zu sein. Du bist der held, wenn Du mit so vielen frauen geschlafen hast, wie nur irgendwie möglich. Zudem ist die einzige wirklich sexuelle (also nicht nur die rein biologische sexualkunde) bildung das Vorbild der pornos. Du muss als mann also sämtliche Körperöffnungen durchprobieren, dabei noch möglichst hart und tief zustoßen, weil die frauen das ja immer so toll finden und im laufe einer beziehung jeden Quadratzentimeter des körpers deiner freundin mit sperma tünchen, weil sie sonst ja nicht zufrieden mit dir ist. Alles klar.. und da wundert sich noch einer, dass das thema sexualität nicht ganz einfach ist..

Ich denke eben, dass jeder seine eigenen vorstellungen entwickeln muss anhand seiner selsbt erfahrenen vorlieben und abneigungen. In der aktuellen Geo ist ein artikel über Paar-Forschung indem neben vielen interessanten erkenntnissen auch festgestellt wird, dass ein großteil der Partner die sexuellen wünsche des gegenüber auch gerne erfüllen würde, wenn er/sie sie nur wissen würde. Man sollte also einfach mal jede scham beiseite legen und darüber reden. So abnormal kanns nicht sein, weil wir ja alle keine psychopathen sind und wenn wir es gut fänden, muss es doch auch gut und nicht abnormal oder so sein!?

So, jetzt bin ich wieder etwas abgeschweift und hab mich über die verkorkste welt aufgeregt, aber ich würde mich sehr über deine antworten freuen!

Grüße, Harald.

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30. Juni 2010 um 13:55

Boah
Erst einmal meine Hochachtung.
Wenn das alles so stimmt wie du es geschrieben hast, bist du wirklich ein ganz besonders geduldiger und liebevoller Mensch.

Eigentlich wollte ich spätestens bei "1." aufhören zu lesen, habe mich aber dann doch gezwungen weiter zu lesen.

Es ist wohl inzwischen kein Geheimnis mehr, dass die meisten Frauen eine eher geringe Libido haben als Männer.
Nach meiner Erfahrung kann diese jedoch durchaus geweckt und/oder angeregt werden.
Leider, wieder nach meiner Erfahrung, ist dass kaum duch den Mann möglich mit dem man/frau, einen wie du schreibst doch inzwischen langen Leidensweg diesbezüglich, hinter sich gebracht hat.
Es ist einfach schwer vorstellbar, dass man dem Mann der einen mit all seinen "Fehlern und Mackeln" kennt, plötzlich eine ganz neue und andere Seite zeigen kann - selbst wenn man sie in dem Moment sogar selbst wüßte, was die meist en Frauen nicht tun.
Das ist in der Tat ein immer weiteres, neues Entdecken und Ausprobieren, und da hast du ja wohl wirklich schon fast alle Regiester gezogen.
Vielleicht musst du dir dann einfach doch bewußt werden, dass ihr letztendlich doch nicht zueinander passt.
Dafür würde auch ihr Verhalten sprechen, welches sie bezüglich ihres Ex-Freundes an den Tag legt.
Ganz ehrlich - ich hätte keine Geduld und keine Lust mich bei so unloyalem Verhalten auch nur noch eine Sekunde zu bemühen.
Andererseits, und das ist eine ganz kleine vage Hoffnung die ich als Frau hege, vielleicht erreichtst du mit deiner Beständigkeit doch "noch" was du dir erhoffst.

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30. Juni 2010 um 23:37
In Antwort auf mariah_11945678

Boah
Erst einmal meine Hochachtung.
Wenn das alles so stimmt wie du es geschrieben hast, bist du wirklich ein ganz besonders geduldiger und liebevoller Mensch.

Eigentlich wollte ich spätestens bei "1." aufhören zu lesen, habe mich aber dann doch gezwungen weiter zu lesen.

Es ist wohl inzwischen kein Geheimnis mehr, dass die meisten Frauen eine eher geringe Libido haben als Männer.
Nach meiner Erfahrung kann diese jedoch durchaus geweckt und/oder angeregt werden.
Leider, wieder nach meiner Erfahrung, ist dass kaum duch den Mann möglich mit dem man/frau, einen wie du schreibst doch inzwischen langen Leidensweg diesbezüglich, hinter sich gebracht hat.
Es ist einfach schwer vorstellbar, dass man dem Mann der einen mit all seinen "Fehlern und Mackeln" kennt, plötzlich eine ganz neue und andere Seite zeigen kann - selbst wenn man sie in dem Moment sogar selbst wüßte, was die meist en Frauen nicht tun.
Das ist in der Tat ein immer weiteres, neues Entdecken und Ausprobieren, und da hast du ja wohl wirklich schon fast alle Regiester gezogen.
Vielleicht musst du dir dann einfach doch bewußt werden, dass ihr letztendlich doch nicht zueinander passt.
Dafür würde auch ihr Verhalten sprechen, welches sie bezüglich ihres Ex-Freundes an den Tag legt.
Ganz ehrlich - ich hätte keine Geduld und keine Lust mich bei so unloyalem Verhalten auch nur noch eine Sekunde zu bemühen.
Andererseits, und das ist eine ganz kleine vage Hoffnung die ich als Frau hege, vielleicht erreichtst du mit deiner Beständigkeit doch "noch" was du dir erhoffst.

Danke, 4youame!
Danke für den Beitrag und für das Lesen meines oder unseres Romans!!

Und einen unmessbar größeren Dank für das "Nach meiner Erfahrung kann diese jedoch durchaus geweckt und/oder angeregt werden."

Ich gebe Dir vollkommen recht, so verfahren wie die Situation ist, ist es seeehr schwer, sich mal von den Tatsachen zu lösen und einfach mal neu anzufangen bzw. neues auszuprobieren, weil man ja immer im Hinterkopf hat, was eigentlich los ist bzw. vielleicht auch nur, was eben mal war. Aber ich bin ein unverbesserlicher Optimist und noch ist mir nicht nach aufgeben, im Gegenteil. Außerdem ist es, so schqwer dieser leidensweg auch ist, auch eine sehr wertvolle Erfahrung für mich und uns. Man lernt, um etwas zu kämpfen und so zerbrechlich diese Beziehung auch scheint, sie wächst doch daran, wenngleich dies im verborgenen geschieht und man davon nicht viel merkt.

Aber deine Befürchtungen sind durchaus berechtigt. Wir denken beide, das es so IST, wie es ist. Will heißen, es ist festgefahren, das Problem ist an die Wand getackert und unumwerflich. Und ich hab nicht den blassesten Schimmer, wie ich meine Grundeinstellung verändern kann oder wie ich, was noch viel wichtiger ist, meine Freundin zu einer offeneren Einstellung gegenüber Sex führen sollte. Wahrscheinlich kann sie dort nur selbst hinfinden und je mehr ich versuche, sie anzustoßen, desto mehr bockt sie wie ein Esel. Aber wie Esel ist auch meine Freundin ein intelligentes Lebewesen und vielleicht hoff ich jetzt einfach auf ein selbstinduziertes Wunder.. Oder ich füttere Ihr Diesteln, weiß noch nicht so recht, ob das was bringen würde

Ich habe viel hier auch aus Frust und Wut heraus geschrieben, mit dem Vorsatz, so ehrlich und unparteiisch zu sein, wie es geht, aber leider oder erwartungsgemäß ohne erfolg bei solch einem Thema. Meine Freundin ist, denke ich, nicht unloyal, das erscheint mir nur so.. Ich habe Freunde, die nie mehr mit dem/der Ex ein Wort reden würden und sie/ihn verfluchen un d solche, die durchaus ein freundschaftliches Verhältnis erhalten können. Auf mich trifft ersteres einigermaßen zu, in abgeschwächter form, auf meine Freundin sehr deutlich zweiteres.. Sie will einfach nicht diesen guten Freund verlieren, mit dem sie auch mal zusammen war, der aber dennoch ein freund ist. mich stört das, sie aber nicht. Dennoch ist es vielleicht unfair, sie dazu zu zwingen (indem ich sage, dass es mir was ausmacht..) den Kontakt abzubrechen. Sie wird mich nie verstehen, weil es eben verschiedene Reaktionen bzw. Umgänge mit dem /der Ex gibt und wir uns da eben sehr unterscheiden. Und deswegen wird sie es nicht so einfach können bzw. es dann nur unter zwang machen, weil ich es fordere, und das ist auch nicht richtig.. vielleicht muss da einfach ich mal Größe beweisen.. Vielleicht bin ich aber auch nur ein Weichkeks.. ich weiß es nicht..

Ich danke dir für deine Erfahrungen und den Beitrag!!

Gruß, Harald.

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4. Juli 2010 um 17:20
In Antwort auf elmer_12305566

Zwischenstand
Hallo zusammen,

hab eben nochmal diesen Thread revüpassieren lassen und wollte mal die Entwicklungen schildern, weil ich es bei anderen Forenbeiträgen immer interessant fand, wie es nach den Diskussionen/Problemen weiterging..

Ich habe mit meiner Freundin nun mehrmals und nochmals über alles geredet und ihr gesagt, was mich stört und warum die Beziehung für mich nicht so funktioniert. Wir haben auch eine fast Trennung mit dem Versprechen, daran zu arbeiten hinter uns. Zwar ist es erstaunlich, was alles auf den Tisch kommt, wenn's ernst wird und man eigentlich sicher ist, dass alles schon auf dem Tisch ist und wie sich die "Fakten" wieder und wieder drehen, aber dennoch ist der Stand der alte.

Rausgefunden haben wir, dass meine Freundin mir nicht mehr sagen konnte, dass sie mich liebt, weil Sie selber so enttäuscht war, dass der Sex ihr weniger Spaß machte und sie wieder mit ihrem alten Problem konfrontiert wurde. Sie hatte angenommen und gehofft, dass es diesmal anders sei und als es langsam wieder wie früher wurde und sie keinen Spaß mehr daran hatte, mit mir zu schlafen, war sie deprimiert. Beziehungstechnisch ist mittlerweile alles wieder im Reinen, aber im Bett läuft soviel wie vorher. Statistisch heißt das, 4 mal Sex in 8 Monaten (davon nur zweimal länger als ne Minute bzw. bis zum "Ende"..) obwohl wir erst seit 14 Monaten zusammen sind. Ich hab gelesen, dass es sich im Mittel bei länger verheirateten Ehepaaren bei einem mal pro Woche einpendelt, bei Paaren mit Problemen mit der Sexualität immerhin noch bei 0,625 mal pro Woche. Ich gebe zwar nicht so viel Wert auf Statistiken, aber da es für mich ja so auch nicht ok ist, hab ich ja Grund genug, daran etwas ändern zu wollen, ganz egal, ob es normal ist oder nicht.

Meine Freundin meinte, dass es sie viel Überwindung kostet, sich auf irgendetwas sexuelles einzulassen, dass es am Anfang sogar schlimm für Sie ist und währenddessen dann erträglich wird. Dabei ist nicht nur der Geschlechtsverkehr an sich gemeint, sondern jede sexuelle Interaktion, wobei oral für Sie sowieso nicht in Frage kommt, weil sie es ekelig findet, egal ob passiv oder aktiv, wenngleich ich es eigentlich mag, meine Partnerin mit dem Mund zu befriedigen und einige Frauen das auch toll finden.
Wenn ich mal zu erkennen gegeben hab, dass ich es toll fände, wenn wir es (wobei es nicht gleich Sex sein muss) probieren würden, hat sie sich selten wiederwillig darauf eingelassen und sich währenddessen über alles mögliche beschwert (z. B. darüber, dass ich klebrige Hände habe, weil ich Sie zuvor massiert habe..), bis ich dann abgebrochen hab, weil mir die Lust vergangen war. Ich hab's dann gerade so geschafft, mich nicht darüber auszulassen, dass das so keinen Sinn hat und hab soviel Verständnis gezeigt, wie ich konnte. Einmal habe ich leider gesagt, eine Gummipuppe hätte mehr Gefühl, was jedoch auch recht regungslos an ihr vorbeiging.. Mich hätte das ziemlich verletzt..

Was ich nicht verstehe ist einfach, wie man aufhören kann, es zu probieren.. Ich meine, meine Freundin hatte noch nie einen Orgasmus, hat sich auch noch nie selbst befriedigt, es also auch noch nie versucht und dass nicht jede Frau beim 0815- 10-Minuten Sex nen Orgasmus oder sonst ein tolles Gefühl bekommt, kann ich verstehen. Aber dass es Frauen gibt, die unter keinen Umständen und unabhängig von den eigenen Bemühungen oder denen des Gegenübers nicht zumindest ein schönes Gefühl haben, glaube ich nicht bzw. will ich nicht glauben. Wir haben auch ein wenig nach den Ursachen gesucht und zumindest sind es keine offensichtlich körperlichen. Will heißen, sie hat keine Schmerzen dabei und wird auch feucht, empfindet aber nichts schönes dabei. Schön war es früher für sie wegen der gemeinsamen Zeit und dem engen beieinander liegen.

Naja, sorry, ist nicht wirklich ein hilfreicher Beitrag und auf Hilfe kann ich wohl auch nicht hoffen. Ist mehr ein Update für diejenigen, die die Diskussion verfolgt haben oder das selbe Problem haben. Ich für meinen Teil hab ein wenig die Hoffnung verloren, dass sich das ändern lässt und verbessert und habe aufgehört, um körperliche Zuneigung zu betteln, wobei ich mir sicher bin, dass das der Todesstoß für diese (jede) Beziehung ist. Ist auch ein interessanter Artikel in der aktuellen Neon (Juli 2010, Hauptartikel: Jetzt küss mich endlich!), nur so nebenbei.

Gruß, Harald.


Meine Freundin ha

Warum wunderst Du Dich?
>Was ich nicht verstehe ist einfach, wie man aufhören
>kann, es zu probieren.. Ich meine, meine Freundin
>hatte noch nie einen Orgasmus, hat sich auch noch
>nie selbst befriedigt, es also auch noch nie versucht
>und dass nicht jede Frau beim 0815- 10-Minuten Sex
>nen Orgasmus oder sonst ein tolles Gefühl bekommt,
>kann ich verstehen.

Hallo Harald,
das Problem ist leicht beschrieben.

Deine Freundin hatte noch nie einen Orgasmus. Sie hat keine Ahnung davon, was andere an Sex so toll finden und sie hat keine Vorstellung davon, wie das für sie sein kann oder wird. Warum soll sie sich abrackern, wenn ihr nichts fehlt?

Wenn Du noch nie Schokolade probiert hast und Dein Geschmackssinn unterentwickelt ist und Dir alle erzählen, dass Schokolade ja so toll ist, warum solltest Du Anstrengungen unternehmen und Deinen Geschmackssinn entwickeln? Du hast es schon probiert, es war nichts, Dein Geschmackssinn ist eben so und damit basta. Wenn Du nicht wirklich interessiert bist, wie das wohl sein wird, wenn Du Schokolade richtig schmecken kannst, warum sollst Du Mühen auf Dich nehmen, um Schokolade erst richtig schätzen zu lernen?

Viele Frauen und Männer weigern sich regelrecht, sich sexuell weiterzuentwickeln. Und wenn sie lesen oder hören, dass es Menschen gibt, die über die Stimulation ihres Ohrläppchens einen Orgasmus haben können, denken Sie nur "na und? bin ich nicht."

Wenn Deine Freundin keine EIGENmotivation entwickelt, sich sexuell weiterentwickeln und ihre sexuelle Empfindungsfähigkeit zu entwickeln, wirst Du gehen müssen, wenn Sex für Dich wichtig ist. Es gibt sehr gute Bücher und spezielle Sexual-Therapeutinnen für Frauen wie Deine Freundin, aber das alles hat nur dann Sinn, wenn sie es selbst will. Wenn sie keine Eigenmotivation entwickelt, wird sich die Situation nicht ändern.

Wenn Du mehr wissen willst, kannst Du mir eine Nachricht schreiben.

Alles Liebe

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11. Juli 2010 um 0:29
In Antwort auf hades_12904959

Warum wunderst Du Dich?
>Was ich nicht verstehe ist einfach, wie man aufhören
>kann, es zu probieren.. Ich meine, meine Freundin
>hatte noch nie einen Orgasmus, hat sich auch noch
>nie selbst befriedigt, es also auch noch nie versucht
>und dass nicht jede Frau beim 0815- 10-Minuten Sex
>nen Orgasmus oder sonst ein tolles Gefühl bekommt,
>kann ich verstehen.

Hallo Harald,
das Problem ist leicht beschrieben.

Deine Freundin hatte noch nie einen Orgasmus. Sie hat keine Ahnung davon, was andere an Sex so toll finden und sie hat keine Vorstellung davon, wie das für sie sein kann oder wird. Warum soll sie sich abrackern, wenn ihr nichts fehlt?

Wenn Du noch nie Schokolade probiert hast und Dein Geschmackssinn unterentwickelt ist und Dir alle erzählen, dass Schokolade ja so toll ist, warum solltest Du Anstrengungen unternehmen und Deinen Geschmackssinn entwickeln? Du hast es schon probiert, es war nichts, Dein Geschmackssinn ist eben so und damit basta. Wenn Du nicht wirklich interessiert bist, wie das wohl sein wird, wenn Du Schokolade richtig schmecken kannst, warum sollst Du Mühen auf Dich nehmen, um Schokolade erst richtig schätzen zu lernen?

Viele Frauen und Männer weigern sich regelrecht, sich sexuell weiterzuentwickeln. Und wenn sie lesen oder hören, dass es Menschen gibt, die über die Stimulation ihres Ohrläppchens einen Orgasmus haben können, denken Sie nur "na und? bin ich nicht."

Wenn Deine Freundin keine EIGENmotivation entwickelt, sich sexuell weiterentwickeln und ihre sexuelle Empfindungsfähigkeit zu entwickeln, wirst Du gehen müssen, wenn Sex für Dich wichtig ist. Es gibt sehr gute Bücher und spezielle Sexual-Therapeutinnen für Frauen wie Deine Freundin, aber das alles hat nur dann Sinn, wenn sie es selbst will. Wenn sie keine Eigenmotivation entwickelt, wird sich die Situation nicht ändern.

Wenn Du mehr wissen willst, kannst Du mir eine Nachricht schreiben.

Alles Liebe

Volltreffer
Hallo ruland,

Du hast vollkommen Recht und der vergleich mit der Schokolade passt, wie die Faust auf's Auge!

Ich denke mir manchmal auch, dass, selbst, wenn Sex für sie eben nichts ist, sie doch um meinet Willen und um meines Glücks Willen versuchen könnte, daran zu arbeiten, aber dass sie das nicht will, zeigt, dass es wohl noch mehr brüchige Stellen in der Beziehung gibt.

Die Idee mit der/dem Sexual-Therapeut(en/in) find ich super, aber wie Du richtig schreibst, kann das auch nur was bringen, wenn sie es selbst will und das tut sie nicht. Sie ist, wie gesagt, recht glücklich. Das einzige, was ihr Glück dämpft, bin ich mit meinen "Fortderungen" bzw. meiner Unzufriedenheit.

Ich habe von einem gofeminin-Mitglied eine Nachricht mit der Vermutung von Bindungsängsten von Seiten meiner Freundin bekommen und mir ist eingefallen, dass ich ihr mal zu verstehen gegeben habe, dass ich Ringe toll fände und sie das aus verschiedenen Gründen nicht wollte. Da ist also noch so eine brüchige Stelle der Beziehung. Aber warum fängt jemand eine Beziehung an, der weder emotional noch sexuell etwas davon hat? (Meine Freundin ist auch auf der rein emotionalen Ebene weniger abhängig wie ich: Ich brauche Zuneigung zumindest zu einem niedrigen Grad, sie scheint auch ohne auszukommen. Ihr sind ihre Freundschaften, Vereine etc. auf jeden Fall etwas wichtiger als eine Paarbeziehung und sie zeigt auch keinerlei Sehnsucht oder so, wen wir uns für ne Woche nicht sehen oder Freude, wenn wir uns dann wieder sehen.. Sie macht eigentlich einen recht unterkühlten Eindruck..). Also ne Therapie wäre wohl ein guter Ansatz, wenn es überhaupt Sinn macht, zu versuchen, diese Beziehung am Leben zu halten..

Naja, so langsam bin ich mit meinem Latein, meinem Optimismus und meiner Geduld/Enthaltsamkeitsfähigkeit am Ende, aber ich hab e echt Angst, dass ich in ein seeeehr seeeeehr tiefes Loch falle, wenn das jetzt in die Brüche geht. Sagen wir#s mal so, ich bin ein gebranntes Kind, wenn es um gescheiterte Beziehungen geht, bei denen ich nicht so genau weiß, warum sie gescheitert sind. Wenn Dir jemand sagt, das und das hast Du falsch gemacht oder das und das gefällt mir nicht an dir, dann könnte ich damit Leben, aber meine zwei vorherigen Beziehungen, eine davon 5 Jahre und verlobt, gingen ohne für mich sichtbaren Grund zu ende und trotz nachfragen und nachdenken versteh ich es bis heute nicht, aber ich weiß, dass das schon ziemlich viel bei mir kaputt gemacht hat und ich merke, wie meine Persönlichkeit sich verändert und mir nach und nach jede Freundschaft und jeder Erfolg bei der Arbeit oder sonst wo wegbricht und meine Lebensfreude schwindet.. Ich weiß echt nicht mehr weiter.. das ist doch nicht fair..

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20. Juli 2010 um 16:22
In Antwort auf elmer_12305566

Volltreffer
Hallo ruland,

Du hast vollkommen Recht und der vergleich mit der Schokolade passt, wie die Faust auf's Auge!

Ich denke mir manchmal auch, dass, selbst, wenn Sex für sie eben nichts ist, sie doch um meinet Willen und um meines Glücks Willen versuchen könnte, daran zu arbeiten, aber dass sie das nicht will, zeigt, dass es wohl noch mehr brüchige Stellen in der Beziehung gibt.

Die Idee mit der/dem Sexual-Therapeut(en/in) find ich super, aber wie Du richtig schreibst, kann das auch nur was bringen, wenn sie es selbst will und das tut sie nicht. Sie ist, wie gesagt, recht glücklich. Das einzige, was ihr Glück dämpft, bin ich mit meinen "Fortderungen" bzw. meiner Unzufriedenheit.

Ich habe von einem gofeminin-Mitglied eine Nachricht mit der Vermutung von Bindungsängsten von Seiten meiner Freundin bekommen und mir ist eingefallen, dass ich ihr mal zu verstehen gegeben habe, dass ich Ringe toll fände und sie das aus verschiedenen Gründen nicht wollte. Da ist also noch so eine brüchige Stelle der Beziehung. Aber warum fängt jemand eine Beziehung an, der weder emotional noch sexuell etwas davon hat? (Meine Freundin ist auch auf der rein emotionalen Ebene weniger abhängig wie ich: Ich brauche Zuneigung zumindest zu einem niedrigen Grad, sie scheint auch ohne auszukommen. Ihr sind ihre Freundschaften, Vereine etc. auf jeden Fall etwas wichtiger als eine Paarbeziehung und sie zeigt auch keinerlei Sehnsucht oder so, wen wir uns für ne Woche nicht sehen oder Freude, wenn wir uns dann wieder sehen.. Sie macht eigentlich einen recht unterkühlten Eindruck..). Also ne Therapie wäre wohl ein guter Ansatz, wenn es überhaupt Sinn macht, zu versuchen, diese Beziehung am Leben zu halten..

Naja, so langsam bin ich mit meinem Latein, meinem Optimismus und meiner Geduld/Enthaltsamkeitsfähigkeit am Ende, aber ich hab e echt Angst, dass ich in ein seeeehr seeeeehr tiefes Loch falle, wenn das jetzt in die Brüche geht. Sagen wir#s mal so, ich bin ein gebranntes Kind, wenn es um gescheiterte Beziehungen geht, bei denen ich nicht so genau weiß, warum sie gescheitert sind. Wenn Dir jemand sagt, das und das hast Du falsch gemacht oder das und das gefällt mir nicht an dir, dann könnte ich damit Leben, aber meine zwei vorherigen Beziehungen, eine davon 5 Jahre und verlobt, gingen ohne für mich sichtbaren Grund zu ende und trotz nachfragen und nachdenken versteh ich es bis heute nicht, aber ich weiß, dass das schon ziemlich viel bei mir kaputt gemacht hat und ich merke, wie meine Persönlichkeit sich verändert und mir nach und nach jede Freundschaft und jeder Erfolg bei der Arbeit oder sonst wo wegbricht und meine Lebensfreude schwindet.. Ich weiß echt nicht mehr weiter.. das ist doch nicht fair..

Jetzt wird's aber gefährlich ...
Hallo Harald,

nein, das ist nicht fair! Du hast ALLES gegeben und es hat keinen Lohn für Dich. Jetzt paß' aber auf, daß Du beziehungstechnisch nicht ausbrennst, es kann Dir auch das Herz brechen! Ich bin das Risiko eingegangen und mußte doch das bittere Ende ertragen - das kann ich niemandem empfehlen. Ohne mein Herz lebt es sich auch nach 9 Jahren nicht mehr so schön wie vorher!

Du bist so voller Liebe, gutem Willen, Großzügigkeit und Motivation, die Welt braucht das. Und eine Frau, die Du noch nicht kennst, braucht Dich. Laß Deine Freundin los, und Du wirst auf diese Frau treffen, ganz bestimmt!
Deine Freundin hat ein Problem, wenn es sich zeigt - und das tut es. Ich kenne dieses Problem genau, bin aber noch nicht soweit, es auch lösen zu können ...
Sexualität muß sich erst entwickeln, soviel steht fest. Vielleicht ist sie bei manchen störanfällger als bei anderen, aber es ist auch sicher, daß Störungen in falsche Richtungen weisen. Was macht man, wenn man nicht in die falsche Richtung will? Dicht. Oder gar nichts. Was ist, wenn zaghafte Versuche immer desaströser enden? Man läßt es bleiben. Brauch ich das wirklich? Was wird man über mich denken? Was soll ich selbst davon halten? Manche Dinge will ich nicht kennen, damit ich sie nicht vermissen muß ...
Dein ganzer Thread ist voll mit guten Ideen zur Ursache des Problems. Aber läßt sich das Problem beheben, bevor Du dabei draufgegangen bist?
Ich erkenne mich mit den meisten Dingen in Deiner Freundin wieder. Was hier noch nicht aufgegriffen wurde, ist ihre Eigenständigkeit. Hier kompensiert sich möglicherweise einiges!
Frau sein heißt: ein potentielles Opfer sein. Wer das erfährt, wehrt sich dagegen. Ich wappne mich. Ich diszipliniere mich, um Angriffen zuvorzukommen. Ich stelle Ansprüche, um unangreifbar zu sein. Und wenn ich dies alles mit einer Besessenheit betrieben habe, um meine Verletzlichkeit zu schützen, stelle ich vielleicht irgendwann fest, daß ich selbst an meine Verletzlichkeit nicht mehr herankomme. Ich habe dann aber wenigstens eine Rolle gefunden, die ein wenig Ehre einbringt: ich bin unabhängig, ich bin super im Job, ich habe eine Freund, der mich auf Händen trägt. Und ich habe es nicht nötig, mich mit EXen zu zerstreiten. Würde das nicht heißen, daß meine Beziehungen scheitern? Dann müßte ich mich ja fragen, ob es an mir liegt, auf diese Frage kann ich aber nicht antworten, in mir gibt es dazu keine Resonanz, oder die Sache ist viel zu kompliziert für mich.

Ich finde das alles todtraurig. In solchen Fällen heißt es: rette sich, wer kann. Deine Freundin befindet sich mit "dem Problem" in einer Untiefe und es ist die Frage, wieviele Jahre es dauert und ob sie sich überhaupt jemals damit beschäftigen will.

Und Du! Paß gefälligst in Zukunft auf, wem Du Deine Liebe schenkst. Willst Du vielleicht, daß das Geschenk der Liebe, von dem alle etwas haben sollen, von Deiner Freundin vollkommen absorbiert wird (auch, wenn sie es gar nicht will)?

Es gibt bestimmt noch anderes, für das Du Dich engagieren kannst. Vielleicht solltest Du das zumindest eine Zeitlang vorziehen, um die Verhältnisse etwas auszugleichen. Reiß Dich um gotteswillen los!

Meine besten Wünsche für Dich!
Kormoran

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23. Juli 2010 um 10:57
In Antwort auf holly_12368797

Jetzt wird's aber gefährlich ...
Hallo Harald,

nein, das ist nicht fair! Du hast ALLES gegeben und es hat keinen Lohn für Dich. Jetzt paß' aber auf, daß Du beziehungstechnisch nicht ausbrennst, es kann Dir auch das Herz brechen! Ich bin das Risiko eingegangen und mußte doch das bittere Ende ertragen - das kann ich niemandem empfehlen. Ohne mein Herz lebt es sich auch nach 9 Jahren nicht mehr so schön wie vorher!

Du bist so voller Liebe, gutem Willen, Großzügigkeit und Motivation, die Welt braucht das. Und eine Frau, die Du noch nicht kennst, braucht Dich. Laß Deine Freundin los, und Du wirst auf diese Frau treffen, ganz bestimmt!
Deine Freundin hat ein Problem, wenn es sich zeigt - und das tut es. Ich kenne dieses Problem genau, bin aber noch nicht soweit, es auch lösen zu können ...
Sexualität muß sich erst entwickeln, soviel steht fest. Vielleicht ist sie bei manchen störanfällger als bei anderen, aber es ist auch sicher, daß Störungen in falsche Richtungen weisen. Was macht man, wenn man nicht in die falsche Richtung will? Dicht. Oder gar nichts. Was ist, wenn zaghafte Versuche immer desaströser enden? Man läßt es bleiben. Brauch ich das wirklich? Was wird man über mich denken? Was soll ich selbst davon halten? Manche Dinge will ich nicht kennen, damit ich sie nicht vermissen muß ...
Dein ganzer Thread ist voll mit guten Ideen zur Ursache des Problems. Aber läßt sich das Problem beheben, bevor Du dabei draufgegangen bist?
Ich erkenne mich mit den meisten Dingen in Deiner Freundin wieder. Was hier noch nicht aufgegriffen wurde, ist ihre Eigenständigkeit. Hier kompensiert sich möglicherweise einiges!
Frau sein heißt: ein potentielles Opfer sein. Wer das erfährt, wehrt sich dagegen. Ich wappne mich. Ich diszipliniere mich, um Angriffen zuvorzukommen. Ich stelle Ansprüche, um unangreifbar zu sein. Und wenn ich dies alles mit einer Besessenheit betrieben habe, um meine Verletzlichkeit zu schützen, stelle ich vielleicht irgendwann fest, daß ich selbst an meine Verletzlichkeit nicht mehr herankomme. Ich habe dann aber wenigstens eine Rolle gefunden, die ein wenig Ehre einbringt: ich bin unabhängig, ich bin super im Job, ich habe eine Freund, der mich auf Händen trägt. Und ich habe es nicht nötig, mich mit EXen zu zerstreiten. Würde das nicht heißen, daß meine Beziehungen scheitern? Dann müßte ich mich ja fragen, ob es an mir liegt, auf diese Frage kann ich aber nicht antworten, in mir gibt es dazu keine Resonanz, oder die Sache ist viel zu kompliziert für mich.

Ich finde das alles todtraurig. In solchen Fällen heißt es: rette sich, wer kann. Deine Freundin befindet sich mit "dem Problem" in einer Untiefe und es ist die Frage, wieviele Jahre es dauert und ob sie sich überhaupt jemals damit beschäftigen will.

Und Du! Paß gefälligst in Zukunft auf, wem Du Deine Liebe schenkst. Willst Du vielleicht, daß das Geschenk der Liebe, von dem alle etwas haben sollen, von Deiner Freundin vollkommen absorbiert wird (auch, wenn sie es gar nicht will)?

Es gibt bestimmt noch anderes, für das Du Dich engagieren kannst. Vielleicht solltest Du das zumindest eine Zeitlang vorziehen, um die Verhältnisse etwas auszugleichen. Reiß Dich um gotteswillen los!

Meine besten Wünsche für Dich!
Kormoran

Wow,
ich würde mich glücklich schätzen, wenn ich irgendwann mal über einen so dermaßen scharfsinnigen Verstand verfügen würde, wie Du!

Vielen Dank für Deinen Beitrag! Ich habe ihn jetzt schon mehrmals gelesen und ich glaube, ich werde das auch noch ein paar mal lesen müssen, bis es mir zugänglich wird.

Leider habe ich eben eine andere Denk- bzw. Herangehensweise und betrachte die Situation auch aus einer anderen Perspektive, weswegen das folgende Deinen so tiefgründigen Beitrag etwas entstellt:

Wenn ich die Gedanken und Thesen, die Du beschreibst, auf meine Freundin projiziere, fallen mir zwei Dinge auf. Zum einen kann ich dann machen, was ich will, da "das Problem", welcher Natur auch immer es sein mag, durch die Persönlichkeit geschützt wird; es ist sozusagen ein Stützbalken für die eigene Unverletzbarkeit. Will heißen, dass meine Freundin dann evtl. nicht nur Angst davor hat, das Problem in Angriff zu nehmen, sondern es im Prinzip sogar braucht, um unantastbar (im wahrsten Sinne des Wortes..) zu bleiben. Deswegen wird Sie nicht nur nichts tun, sondern wahrscheinlich sogar jeder Änderung entgegenwirken. Des weiteren fand ich es fast schon schockierend, wie gut Dein Beitrag auf meine Freundin passt. Es ist, als ob Du das artikuliert hättest, wozu sie nicht in der Lage ist.

Wie dem auch sei, sogar wenn ich 100-%-ig sicher wäre, dass die Situation sich nicht ändern lässt, ich brauche noch irgend etwas, um diesen einen Schritt von ihr weg machen zu können. Ich habe bemerkt, dass sich hinter einer vermeintlichen Eifersucht meinerseits der Wunsch verbarg, meine Freundin dabei zu erwischen, wie sie irgend einen Fehler macht, nur, um einen Grund zu haben, sie zu verlassen. Ich merke einfach, dass ich daran kaputt gehe, schaffe es aber nicht, deswegen die Beziehung zu beenden. Meine Geduld ist noch nicht am Ende und manchmal sehne ich eben dieses Ende herbei, bei dem ich guten Gewissens sagen kann, dass ich alles probiert habe und es doch nichts genützt hat und sie den Bogen einfach überspannt hat. Auf der anderen Seite hoffe ich aber auch, dass es vielleicht doch noch irgendwie klappt, dass ich vielleicht zufällig auf den heiligen Gral der weiblichen Sexualität stoße und alles "normal" ist. Aber wenn Ihr Selbstbild sich so um dieses Problem rankt, dann wird das auf keinen Fall so einfach geschehen, wie ich das jetzt hoffe.

Mir bleibt nur zu hoffen, dass die Zeit zeigen wird, wie das ausgeht. Momentan fehlt mir der Mut und die Gewissheit, eine Entscheidung zu treffen.

Harald

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13. April 2011 um 15:51

Ende
So, dann will ich den Thread mal auf nen aktuellen Stand bringen:

Hab am 03.01.2011 meine Freundin verlassen!

Ich hatte ca. 1 Jahr lang alles versucht und mich abgestrampelt, um irgendetwas gerade zu biegen, aber es hatte alles nichts gebracht bzw. sie hat sich auf nichts eingelassen und wollte selbst nichts an der Situation ändern. Die schlichte (wiederholte) Aussage, dass sie lieber mit ihrem Bruder einen Tanzkurs machen will, als mit mir, hat gereicht, das Fass zum Überlaufen zu bringen und mir zu zeigen, dass diese Beziehung vorbei ist.

Ich habe die Entscheidung nicht eine Sekunde bereut und seit der Trennung kommen wir auf freundschaftlicher Ebene super miteinander aus, was ich nie gedacht hätte. Für mich sind schlicht und einfach gar keine Gefühle mehr im Spiel, was es für mich ziemlich leicht macht.

Danke an alle, vor allem an Dich, Kormoran59, für den wachrüttelnden Beitrag.

Viel Erfolg bei Euren Beziehungen und liebe Grüße,
Harald!

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