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Leben nach der Bulemie!

28. September 2006 um 23:57



Hallo,

Ich selbe habe mehrere Jahre Bulemie gehabt,habe aber zum Glück irgentwann den Absprung geschafft ( ohne therapie muss ich dazu sagen )
Ich bin jetzt seit ca 2 jahren Kotzfrei,wenn ich es mal so klar ausdrücken darf,ich spüre aber manchmal immer noch,gerade in besonders stressigen oder schmerzenden Momenten,den kleinen Teufel in meinem Hinterkopf,der mich verführen will.

Da ich keine wirkliche Therapie ( im Sinne von psychologischer Begleitung) gemacht habe,kann ich auch nicht wirklich beurteilen,ob das normal ist.
Ich habe ja die Hoffnung,das der kleine ``teufel ( wie ich ihn nenne)irgentwann mal verschwindet,so dass ich endlich wirklich frei bin.

Mich würde mal interressieren,wie es anderen ehemaligen geht.Aufzuhören mit dem Fressen und kotzen ist eine Sache ( eine schwere,wie ich selber weiß )aber was ist danach?

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29. September 2006 um 19:16

Ja, der Absprung...
Hallo,

ich ziehe ehrlich den Hut! Bist mutig und vielleicht auch ein bisschen waghalsig... ohne Therapie... Los, geh hin und besorg dir ne gute Therapeutin, die dir beibringt, dass der "Teufel" da oben gar nicht ein "Teufel" ist, sondern was ganz anderes. Diese Stimme, man sollte ihre sprache lernen und verstehen, was sie einem wirklich sagen möchte--lies zwischen ihren Zeilen--vielleicht lernst du dich dann auch besser kennen und du kannst dich davor hüten einen oder mehrere Rückfälle zu erleiden.

Eine kleine Frau grüßt dich!

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29. September 2006 um 20:08
In Antwort auf lalilalola

Ja, der Absprung...
Hallo,

ich ziehe ehrlich den Hut! Bist mutig und vielleicht auch ein bisschen waghalsig... ohne Therapie... Los, geh hin und besorg dir ne gute Therapeutin, die dir beibringt, dass der "Teufel" da oben gar nicht ein "Teufel" ist, sondern was ganz anderes. Diese Stimme, man sollte ihre sprache lernen und verstehen, was sie einem wirklich sagen möchte--lies zwischen ihren Zeilen--vielleicht lernst du dich dann auch besser kennen und du kannst dich davor hüten einen oder mehrere Rückfälle zu erleiden.

Eine kleine Frau grüßt dich!

Respekt
wirklich, ich würde das auch gern von mir behaupten können, dass ich den Absprung geschafft hab...
Darf ich mal fragen wieviel du seitdem zugenommen hast und wie lange du vorher krank warst?

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29. September 2006 um 21:07

Antwort
HAllo,


Danke für die Antworten.

Ich weiß im grunde immer schon,dass ein Therapeut in der Regel dazu gehört,aber ich habe mich nie überwinden können ( und kann es immer noch nicht,ich habe kein Vertrauen zu Ärzten allgemein,was wahrscheinlich auch wieder ein Fall für den Therapeuten wäre!)

Ich werde 34J,und mit 25 hatte ich mit der Bulemie angefangen,oder sie hatte mich eingefangen,wie immer man es sehen möchte.
Richtig schlimm war es zwei Jahre ( bis zu 15 Anfälle am Tag)Dann hatte ich beschlossen wieder aufzuhören,was aber gar nicht so einfach war.Ich habe ca 5 Jahre gebraucht,bis ich es letzenendes wirklich geschafft hatte,dazwischen bin ich immer wieder rückfällig geworden,aber die Abstände dazwischen wurden immer länger,bis ich eben ganz drauf verzichten konnte.
Ich bin aber vorsichtig, ich habe zwar nicht vor wieder rückfällig zu werden,denn ausschließen kann ich das ja nicht( denn meine Rückfälle früher waren ja auch nicht geplant)
Aber ich weiß,daß ich nie wieder dahin zurückwill wo ich herkomme.

Wirklich zugenommen habe ich,seit ich wieder normal esse, eigentlich nicht.Durch die Bulemie hatte ich 15 Kilo abgenommen,wodurch ich aussah wie ne lebende Leiche,(und das nicht nur weil ich zu dünn war)
Inzwischen sind davon 6 wieder drauf,was ja auch klar ist,der Körper holt sich ja das was er braucht.
Aber ich habe einen BMI von 19/20,und damit kann,will und werde ich leben.

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5. Oktober 2006 um 14:26

Ein Jahrzehnt danach
Hi imnojasha,

irgendwann geht auch das vorbei. Ich bin jetzt seit gut 10 Jahren essstörungsfrei. In den ersten Jahren behält man die Bulimie als Mittel zur Stressbewältigung noch in Reserve, d.h. es ist so, wie Du es beschreibst: In stressigen Momenten, unter Druck hat man den Implus, mal wieder alles auszukotzen. Weiß nicht, wie es bei Dir war, ich habe langsam, über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren, den Weg aus der Sucht gefunden, die Abstände zwischen den Freß-Brech-Anfällen wurden immer größer und arteten dann nicht gleich in einen Rückfall aus. Und nach rund zwei Jahren war es dann ganz vorbei.

Die Essstörung wird man nie ganz los, sie ist immerhin Teil Deines Lebens gewesen, hat Dich über Jahre begleitet und verfolgt und macht Deine Geschichte aus. Wenn ich eines Tages in einen schwere Krise gerate, kann es sein, dass ich wieder rückfällig werde, das droht, glaube ich, jeder bzw. jedem von uns. Wenn Dir dieser Gedanke keine Angst mehr macht, hast Du's geschafft.

Justmy2cents
MrsRigg

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13. Oktober 2006 um 17:24
In Antwort auf littlemia

Respekt
wirklich, ich würde das auch gern von mir behaupten können, dass ich den Absprung geschafft hab...
Darf ich mal fragen wieviel du seitdem zugenommen hast und wie lange du vorher krank warst?

Glueckwunsch
ich litt auch unter bulimie und hab es auch geschafft von alleine aufzuhoeren.
dennoch bin ich weit davon entfernt zu sagen, dass ich geheilt bin.
ich habe immer noch sehr grosse probleme mit meinem gewicht. da ich sehr schwere bulimie hatte, habe ich kaum einen wuergreflex mehr und das ist furchtbar schlimm fuer mich. denn immer wenn es mir schlecht ging und ich mich furchtbar fett fuehlte, konnte ich noch auf klo rennen und mich uebergeben, dass geht nun nicht mehr. ich litt auch unter magersucht und manchmal kommt es auch immer wieder, dass ich phasen habe, wo ich einfach nichts mehr essen kann, dass kann einige wochen gehen oder einige tage...
gerade hab ich wieder zugenommen und ich fuehle mich furchtbar und haesslich
ich habe auch oft ueberlegt, ob ich zum arzt gehen soll, aber ich denke, da ich nicht untergewichtig bin, soll er sich lieber um solche kuemmern, die es dringender noetig haben.

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16. November 2006 um 8:54
In Antwort auf lotte128

Glueckwunsch
ich litt auch unter bulimie und hab es auch geschafft von alleine aufzuhoeren.
dennoch bin ich weit davon entfernt zu sagen, dass ich geheilt bin.
ich habe immer noch sehr grosse probleme mit meinem gewicht. da ich sehr schwere bulimie hatte, habe ich kaum einen wuergreflex mehr und das ist furchtbar schlimm fuer mich. denn immer wenn es mir schlecht ging und ich mich furchtbar fett fuehlte, konnte ich noch auf klo rennen und mich uebergeben, dass geht nun nicht mehr. ich litt auch unter magersucht und manchmal kommt es auch immer wieder, dass ich phasen habe, wo ich einfach nichts mehr essen kann, dass kann einige wochen gehen oder einige tage...
gerade hab ich wieder zugenommen und ich fuehle mich furchtbar und haesslich
ich habe auch oft ueberlegt, ob ich zum arzt gehen soll, aber ich denke, da ich nicht untergewichtig bin, soll er sich lieber um solche kuemmern, die es dringender noetig haben.

Hallo du
Mir geht es auch nicht viel besser hatte von 2000 bis 2005 Bulemie. Ich habe auch alles immer wieder erbrochen, 2000 hab ich 69 kg gewogen ich fühlte mich total dichk, ich wollte abnehmen hab es einfach nicht geschaft bis ich eben gadacht habe dann geh ich halt auf die Toilette und breche alles raus.
und so wurde es dann immer schlimmer. Bis ich 2005 zu einer Beratungsstelle gegangen bin, die haben mir dann auch gut geholfen. Ich schaffe es jetzt nicht mehr zu erbrechen. Ich hatte dann auch bis 2005 wieder Abgenommen und wog dann 58 kg bei 1,60 doch ich fühle mich immer noch nicht wohl ich mache jetzt genau das gegenteil und esse immer weniger fast nur noch Obst und vielleicht mal ein Brötchen. Ich merke das ich immer schwächer werde aber das komische ist ich nehme auch nicht weiter ab. Bin nur noch unkonzentriert. Ich habe auch Angst zum Arzt zu gehen denn der denkt die hat doch eh ein normales Gewicht, die braucht doch garnicht abnehmen. Ich weiß nicht was ich machen soll

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16. November 2006 um 21:15

Danach
ich bin seit ca. 2 Monaten bulimiefrei. ich weiß nicht, was danach kommt. Ich finde das spannend, es fühlt sich an, wie "in der Schwebe" zu sein. Aber eines weiß ich: es ist da, immer. Wenn ich möchte, könnte ich... aber ich will gar nicht mehr. Ich habe gelernt, anders mit meinen Problemen umzugehen. Ich stürze mich lieber in meine Arbeit als Studentin. Und eigentlich habe ich nicht mehr den Drang, zu fressen. Ich habe viel weniger Hunger als noch vor Monaten.

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2. November 2007 um 10:58

Hab es auch geschafft!
Hallo!

Ich wollte nur kurz einen Beitrag von mir veröffentlichen, da ich sehe, dass es wirklich sehr viel Betroffene gibt.
Auch ich litt über 4 Jahren an Bulimie, und habe es auch alleine geschafft, davon los zu kommen. Einmal war ich in einer Theapie, hat aber nichts geholfen, danach hab ich mich noch schlechter gefühlt.
Auf jeden Fall war es ein schwerer Weg, aber ich wusste, wenn ich nicht aufhöre, dann zerstöre ich in mir sämtliche Organge. Und da ich irgendwann mal Kinder möchte, sollte ich das lieber sein lassen (bin jetzt 28)
Bei mir war auch immer der Drang gross, abnehmen. Natürlich hab ich lange Zeit nichts gegessen, oder sämtliche Diäten ausprobiert, aber kotzen hielt ich für die einfachere Lösung. Essen, was schmeckt, einfach danach alles rauslassen und dadurch abnehmen. Dies klappt nat. nur einen gewisse Zeit lang, bis der Stoffwechsel gar nicht mehr arbeitet, und dann passiert auch da nichts mehr.
Auf jeden Fall bin ich jetzt in einer noch schwierigeren Situation. Nach gut einem Jahr der Bulimiefreien Zeit, habe ich bisher schon 12kg abgenommen. Das ist echt hart, denn genau das Gegenteil von dem, was ich eigentlich will. Trotz allem habe ich vor, durchzuhalten, und hoffe, dass sich irgenwann etwas wieder nach unten bewegt. Im Internet hab ich schon von Frauen gelesen, die über 30kg zugenommen haben. Also sollte ich mich noch glücklich schätzen. Und was ist wichtiger wie Gesundheit?

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14. November 2007 um 11:32
In Antwort auf reccy

Hallo du
Mir geht es auch nicht viel besser hatte von 2000 bis 2005 Bulemie. Ich habe auch alles immer wieder erbrochen, 2000 hab ich 69 kg gewogen ich fühlte mich total dichk, ich wollte abnehmen hab es einfach nicht geschaft bis ich eben gadacht habe dann geh ich halt auf die Toilette und breche alles raus.
und so wurde es dann immer schlimmer. Bis ich 2005 zu einer Beratungsstelle gegangen bin, die haben mir dann auch gut geholfen. Ich schaffe es jetzt nicht mehr zu erbrechen. Ich hatte dann auch bis 2005 wieder Abgenommen und wog dann 58 kg bei 1,60 doch ich fühle mich immer noch nicht wohl ich mache jetzt genau das gegenteil und esse immer weniger fast nur noch Obst und vielleicht mal ein Brötchen. Ich merke das ich immer schwächer werde aber das komische ist ich nehme auch nicht weiter ab. Bin nur noch unkonzentriert. Ich habe auch Angst zum Arzt zu gehen denn der denkt die hat doch eh ein normales Gewicht, die braucht doch garnicht abnehmen. Ich weiß nicht was ich machen soll

Hilfe angesagt!
So, erst mal möchte ich allen, die es wie ich geschafft haben, ein herzliches Glückwunsch aussprechen.
Wir wissen alle, wie schwer es ist, diesen harten Weg zu gehen.
Und das das nicht von heute auf morgen passiert, ist auch klar.
Schließlich ist ja nicht das "Gewicht" so richtig das Problem, eher die Unakzeptanz, die wir für uns selbst empfinden. Und das sollte nicht so sein. Wir sind tolle Menschen, sehen super aus und haben einen guten Charakter. Und doch nur das sollte eigentlich zählen.
Mir selbst fällt es heute noch schwer, in den Spiegel zu sehen. Wie schon beschrieben, ich hab durch das normale Essverhalten 10kg zugenommen, worüber ich nicht glücklich bin. Natürlich vergeht kein Tag, an dem ich nicht hoffe, dass sich endlich was runter bewegt. Aber das muss wohl erst mal so richtig wieder geheilt sein, bevor sich was tut.

Ich kann euch nur raten, wenn ihr mit euch selbst nicht klar kommt, holt euch Hilfe. Und sehr eure Probleme nicht als "klein" an. Wenn wir kein Problem hätten, wäre es doch schließlich nie so weit gekommen.

Drück allen denen die Daumen, die es geschafft haben, dass sie gesund bleiben und wieder normal leben können, und denen, die es noch nicht geschafft haben, dass der Weg nicht allzu schwer und lang wird

Liebe Grüße

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