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Lange Ehe - lustlose Frau

21. Mai 2011 um 0:15 Letzte Antwort: 15. April 2016 um 11:17

Liebe Forenteilnehmer,

ich habe ein ziemlich deprimierendes Problem, wobei ich die Hoffnung auf eine Lösung einfach nicht aufgeben möchte.
Ich bin ein etwas älteres Semester (55) und bin seit über 30 Jahren verheiratet. Ich liebe meine Frau wie am ersten Tag, aber sie lässt mich sexuell und oft auch emotional an der langen Leine verhungern, und das nicht erst seit einigen Jahren, sondern bereits seit kurz nach der Eheschließung. Ich versuche so gut ich das kann ihre Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen, was mir aber wohl aufgrund der bekannten Kommunikationsstörungen zwischen Mann und Frau nur selten gelingt.
Eines meiner größten Probleme in dieser Beziehung ist, dass meine Frau absolut nie, wirklich NIE von sich aus sexuelle Initiative ergreift. Wenn sie Sex zulässt, dann meistens relativ lustlos, obwohl sie regelmäßig zum Orgasmus kommt, allerdings nur durch Klitoris-Reizung, nie durch GV.
Für mich ist eine erfüllte Sexualität eine Grundbedingung für ein erfülltes Leben. Sie behauptet, sie braucht das nicht.
Scheinbar unüberbrückbare Gegensätze. Ihr fragt Euch vielleicht, warum ich diese Ehe nicht beende? Ganz einfach: Weil ich diese Frau liebe wie am ersten Tag.
Gibt es aus Eurer Sicht eine Lösung für diese absolut beschissene Situation?

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21. Mai 2011 um 10:20

???
du hast geschrieben das sie dich emotional verhungern lässt was meinst du damit!

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21. Mai 2011 um 20:52


Ja such dir eine GELIBTE , ich liebe meine frau auch aber sie läst seit 15 jahren kein gv mehr zu. ich habe alles versucht ohne erfolg ,ich habe seit 13 jahren eine gelibte wo ich meine betürfnise auslebe und bin ein GLÜCKLICHER mensch.mit meiner frau genise ich den rest der weld

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29. Mai 2011 um 23:54

@glyzinie
danke für den tipp
aber du kannst mir glauben, wenn ich nur einer von diesen dumpfen rein-raus-rammlern wäre, dann wäre ich vermutlich zu blöd, um mich in diesem forum zurechtzufinden.
ich würde sehr gerne auf meine frau eingehen - wenn sie zu irgendeiner form von kommunikation über sex bereit wäre! aber das einzige, was ich von ihr höre geht in die richtung "lust habe ich ja eigentlich keine" - und das nicht ausnahmsweise, sondern praktisch immer. und wenn sie's dann doch mal "zulässt" darf nichts anderes passieren als das, was immer passiert. an mir liegt diese eintönigkeit und phantasielosigkeit definitiv nicht!

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29. Mai 2011 um 23:56
In Antwort auf jeanna_12906612


Ja such dir eine GELIBTE , ich liebe meine frau auch aber sie läst seit 15 jahren kein gv mehr zu. ich habe alles versucht ohne erfolg ,ich habe seit 13 jahren eine gelibte wo ich meine betürfnise auslebe und bin ein GLÜCKLICHER mensch.mit meiner frau genise ich den rest der weld

@tom1488
schön, dass das bei dir so klappt. aber für mich ist das nicht die lösung, die ich brauche. trotzdem danke für dein posting.

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29. Mai 2011 um 23:58
In Antwort auf

???
du hast geschrieben das sie dich emotional verhungern lässt was meinst du damit!

@wuestenfuchs74
sie ist auch außerhalb des sex-themas sehr distanziert, berührt mich kaum, kein kuss, kein warmes lächeln, keine umarmung, wenn sie nach hause kommt - einfach nebeneinander herleben. so hatte ich mir eine ehe nach einigen jahrzehnten definitiv nicht vorgestellt und ich empfinde für sie noch die selbe zärtlichkeit wie am ersten tag unserer beziehung.

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31. Mai 2011 um 15:05

Ingrid und Klaus???
Lieber romantiker55,

Ich habe Respekt davor wie lange ihr schon zusammen seit und auch davor wie du dich darum bemühst.

aus irgendeinem Grund hat deine Frau eine Abneigung gegen dich. Ob das jetzt sexuel, menschlich oder sogar beides ist kann ich nicht sagen.

Denk daran das sie sicherlich genauso unglücklich ist wie du.

Hör in dich hinein und überlege wo diese Abneigung ihre Wurzeln haben könnte: Wann hat das angefangen?, Womit hat das angefangen?, Ist etwas vorgefallen zu dieser Zeit? z.B. Gewalt? Verlust? Hast du dich irgendwie verändert (auch ihr gegenüber)?

Wenn man die Ursache findet kann man auch daran arbeiten. Es bringt nichts wenn du immer nur auf sie einredest.

Irgendwer verdammt kluges hat einmal gesagt, dass so wie die Menschen einem begegnen das ein spiegelbild von sich selbst darstellt. (oder so!?)

Wir können hier alle noch soviel hobby-psychologe spielen aber du solltest überlegen ob du das nicht lieber in Professionelle Hände gibst.

Versuch sie mit Verständniss zu überzeugen. Sie möchte sicherlich auch nicht den rest ihres Lebens vor sich hin vegetieren und warten bis es endlich vorbei ist.

Ich wünsche dir und deiner Frau ganz viel Frieden, Glück und Harmonie für die Zukunft.

LG

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3. Juni 2011 um 15:11
In Antwort auf elias_12098810

@wuestenfuchs74
sie ist auch außerhalb des sex-themas sehr distanziert, berührt mich kaum, kein kuss, kein warmes lächeln, keine umarmung, wenn sie nach hause kommt - einfach nebeneinander herleben. so hatte ich mir eine ehe nach einigen jahrzehnten definitiv nicht vorgestellt und ich empfinde für sie noch die selbe zärtlichkeit wie am ersten tag unserer beziehung.

Hallo Romantiker55,
ich fühle mich durch deinen Beitrag angesprochen, da ich wohl eine Frau bin, die auch ihren Mann sexuell an "langer Leine" lässt. Vielleicht hilft es, wenn ich dir die Kehrseite mal berichte. Meinem Mann ist Sex auch sehr wichtig. Für mich ist Sex nur dann gut, wenn ich mich innerlich von ihm geliebt fühle. Und leider ist das auf der Strecke geblieben. Mein Mann liebt mich auch noch wie am ersten Tag (seit 16 Jahren), genau so, wie du es auch bei dir beschreibst. Ich bin aber in den letzten Jahren im Alltag verloren gegangen. Ich habe 3 Kinder bekommen, habe sehr viel dadurch zu tun und habe das Gefühl, jeder erwartet nur von mir. Auch mein Mann, nämlich sexuell. Ich möchte gerne mal wieder das Gefühl erleben, Lust auf meinen Mann zu haben, aber er engt mich ein. Wenn er mich berührt, dann nur an Stellen, die du dir wohl denken kannst. Ich habe immer wieder das Gefühl, es wird was von mir verlangt. Wenn wir dann mal wieder Sex haben, lässt er mich wenigstens erst mal in Ruhe. Deshalb mache ich auch oft mit, obwohl ich keine Lust habe. Es ist aber leider unehrlich. Ich möchte geliebt werden, nicht nur körperlich. Aber ich fühle mich ungeliebt.
Es gibt ein Buch: "Die 5 Sprachen der Liebe", was ich dir empfehlen kann. In diesem Buch wird verdeutlicht, dass wir unterschiedlich Liebe empfinden, und wir wollen dem Anderen unsere Liebe zeigen, indem wir unsere eigene Sprache der Liebe bei ihm anwenden. Leider kommt das nicht immer beim Anderen an, da der Andere auf eine andere Sprache der Liebe reagiert. Und so bleibt der Liebestank leer. Wohl bei dir und bei deiner Frau, wie auch bei mir und meinem Mann. Wenn dir deine Frau wirklich wichtig ist, versuche auf ihre Bedürfnisse einzugehen und ich sage dir, sie wird von selber irgendwann kommen und mit dir Sex haben wollen. Aber erwarte das nicht von ihr! Versuche ihren "Liebestank" (wie es in dem Buch beschrieben wird) zu füllen.

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6. Juni 2011 um 13:58

Mein Beileid
Ich hatte damals genau das selbe Problem. Zwar lief die Beziehung "nur" 10 Monate und wir liebten uns auch wie wild, aber irgendwann war so ein Knackpunkt, wo sie einfach absolut keine Lust mehr hatte. Sie ließ mich auch verhungern. Ich denke es kam durch zu viel Stress.
Da ich selber auch ein erfülltes Leben ohne ein erfülltes Sexualleben nicht sehe, gibt es da leider nicht viele Möglichkeiten.
Entweder ihr versucht es mit Medikamenten (vorher beim Arzt), mit einer Paar- oder Sexualtherapie oder du musst über die 2 Möglichkeiten: Geliebte und/oder Trennung nachdenken.
Wenn ich eine Frau liebe und auch mal keine Lust habe, dann gebe ich ihr trotzdem was sie will und bin nicht so egoistisch und lasse sie an der langen Leine verhungern (wie du es so schön formuliert hast.).
Ich finde soetwas traurig, aber offensichtlich bist du nicht glücklich und ich wäre es in deiner Position auch nicht. Schade, dass du erst nach so vielen Jahren in dieses Forum (oder sonstwo) hingegangen bist, um nach Hilfe zu fragen. Leider sind Ferndiagnosen immer schlecht, aber eine Paartherapie oder sogar eine Sexualtherapie würde euch vielleicht wirklich guttun.

lG
Alex

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6. Juni 2011 um 19:33
In Antwort auf judy_12756192

Hallo Romantiker55,
ich fühle mich durch deinen Beitrag angesprochen, da ich wohl eine Frau bin, die auch ihren Mann sexuell an "langer Leine" lässt. Vielleicht hilft es, wenn ich dir die Kehrseite mal berichte. Meinem Mann ist Sex auch sehr wichtig. Für mich ist Sex nur dann gut, wenn ich mich innerlich von ihm geliebt fühle. Und leider ist das auf der Strecke geblieben. Mein Mann liebt mich auch noch wie am ersten Tag (seit 16 Jahren), genau so, wie du es auch bei dir beschreibst. Ich bin aber in den letzten Jahren im Alltag verloren gegangen. Ich habe 3 Kinder bekommen, habe sehr viel dadurch zu tun und habe das Gefühl, jeder erwartet nur von mir. Auch mein Mann, nämlich sexuell. Ich möchte gerne mal wieder das Gefühl erleben, Lust auf meinen Mann zu haben, aber er engt mich ein. Wenn er mich berührt, dann nur an Stellen, die du dir wohl denken kannst. Ich habe immer wieder das Gefühl, es wird was von mir verlangt. Wenn wir dann mal wieder Sex haben, lässt er mich wenigstens erst mal in Ruhe. Deshalb mache ich auch oft mit, obwohl ich keine Lust habe. Es ist aber leider unehrlich. Ich möchte geliebt werden, nicht nur körperlich. Aber ich fühle mich ungeliebt.
Es gibt ein Buch: "Die 5 Sprachen der Liebe", was ich dir empfehlen kann. In diesem Buch wird verdeutlicht, dass wir unterschiedlich Liebe empfinden, und wir wollen dem Anderen unsere Liebe zeigen, indem wir unsere eigene Sprache der Liebe bei ihm anwenden. Leider kommt das nicht immer beim Anderen an, da der Andere auf eine andere Sprache der Liebe reagiert. Und so bleibt der Liebestank leer. Wohl bei dir und bei deiner Frau, wie auch bei mir und meinem Mann. Wenn dir deine Frau wirklich wichtig ist, versuche auf ihre Bedürfnisse einzugehen und ich sage dir, sie wird von selber irgendwann kommen und mit dir Sex haben wollen. Aber erwarte das nicht von ihr! Versuche ihren "Liebestank" (wie es in dem Buch beschrieben wird) zu füllen.

Danke für diese sensible Reaktion
Hallo Lolelina,

erst mal herzlichen Dank für Deine besonders sensible Antwort auf mein Problem, auch dafür, dass Du es mir noch zusätzlich als Nachricht geschickt hast.

Es ist schon so, dass ich nicht täglich ins Forum schaue und es deshalb auch ein bisschen dauern kann, bis ich einen neuen Eintrag finde.

Ich habe nach dem Lesen Deines Postings schon den Eindruck, dass das Problem, das Du mit Deinem Mann hast, ziemlich exakt dasselbe ist wie das, das ich mit meiner Frau habe.
Sicherlich liegt ihre Lustlosigkeit auch wie bei Dir heute an einer ständigen Überforderung von allen möglichen Seiten her, beruflich und privat. Sie klagt ständig, dass sie sich nahe am Burnout fühlt, lehnt aber z.B. jeden Vorschlag ab, z.B. beruflich auch nur geringste Abstriche von ihrem absoluten Perfektionismus zu machen. Sie muss mit ihrer Arbeit zufrieden sein, sagt sie, und betreibt teilweise dafür einen aberwitzigen Aufwand. Dazu kommt, dass wir ein großes Haus mit einem großen Garten haben, was natürlich auch viel Arbeit macht. Auch z.B. die Gartenarbeit betreibt sie so wie ihren Beruf - tausendprozentig.
Ich stehe auf dem Standpunkt, dass wir nicht leben, um zu arbeiten, sondern arbeiten, um zu leben. Entsprechend habe ich im Garten schon vieles automatisiert, etwa die Bewässerung im Sommer. Statt dass sich meine Frau über solche Arbetserleichterungen freut und sich in der eingesparten Zeit, in der wir früher mit Schläuchen und Gießkannen durch den Garten gerannt sind, mal mit mir auf ein Glas Wein in den Garten setzt, wirft sie mir vor, ich sei einfach in allem zu träge und würde Arbeit nur als Last empfinden. Was z.B. Gartenarbeit betrifft, stimmt das. Ich mache das nicht gerne. Aber habe ich mit bald 56 Jahren nicht das Recht dazu, auch Arbeiten als lästig zu empfinden und zu versuchen, sie loszuwerden?
Wenn ich vorschlage, uns für bestimmte Arbeiten, z.B. den Garten, mehr Hilfe von außen zu holen, was wir uns durchaus leisten könnten, wirft sie mir wieder Trägheit vor. Jeder, mit dem sie über ihre ständige Überlastung spricht, rät ihr, diese zu reduzieren. Niemandem nimmt sie diesen Rat übel, obwohl sie ihn nicht befolgt, aber wenn ich etwas konkretes tue, um Stress abzubauen, nimmt sie das nicht als Hilfe wahr, sondern als Ausdruck meiner Trägheit. Sie hat einfach ein vernichtendes inneres Bild von mir, und in das sortiert sie alles ein, was von mir kommt. Deshalb wird kaum etwas positiv wahrgenommen.

Vielleicht noch etwas mehr zu mir, damit Du Dir meine Persönlichkeit etwas besser vorstellen kannst.
Kennst Du das Lied von Reinhard Mey: "Ich wollte wie Orpheus singen / dem es einst gelang / Felsen selbst zum Weinen zu bringen / mit seinem Gesang."?
Ich bin nicht der ständige Macher, der nur glücklich ist, wenn er etwas zum Bauen oder zu reparieren hat. Ich bin keiner von denen, deren Paradies der Baumarkt ist. Aber ich kann eine Gitarre richtig herum halten, und ich kann gefühlvoll singen, offenbar so gefühlvoll, dass viele Menschen, die das hören, so sehr davon berührt sind, dass sie mitunter sogar weinen müssen. Ich bin kein "harter Mann", sondern eher ein gefühlvoller, der auch - was bei Männern ja scheinbar eher selten ist - gern über seine Gefühle und die anderer spricht. Ich bin sehr empfänglich für Lyrik, für Musik, für Gesang, insbesondere für Lieder wie das oben zitierte, in dem eine schöne Musik mit einem tiefgehenden Text einhergeht.
Meine Frau wünscht sich nie, dass ich z.B. mal abends im Wohnzimmer die Gitarre nehme und so etwas für sie singe. Vermutlich aus einer Überlegung wie dieser: "Wenn er nicht meine Prioritäten teilt, wenn er nicht in dem Tempo arbeiten und leben will, wie ich, wenn er nicht so tickt wie ich, dann braucht er auch nicht für mich zu singen."
Dabei spürt sie täglich, wie zerstörerisch für sie selbst dieser Perfektionismus und dieses ständige Herumrennen am äußersten Limit ist. Und dennoch ist sie nicht bereit, auch nur das Geringste daran zu ändern und zu akzeptieren, dass der Mann an ihrer Seite diese Perfektion und dieses Tempo nicht mithalten kann - und offen gestanden auch nicht will.

Sicherlich geht es meiner Frau wie Dir: Sie würde Sex nur gut finden, wenn sie sich innerlich geliebt fühlen würde. Aber muss man sich denn auf einen selbstzerstörerischen Lebenswandel der Partnerin zu 100% einlassen und diesen mitgehen, damit sie sich innerlich geliebt fühlt?

Wir haben vor wenigen Tagen ein großes Fest für sie gefeiert, in das ich mich mit aller Kraft und Kreativität reingehängt habe, zu der ich fähig bin. Nicht nur einmal bin ich erst gegen 1:30 ins Bett gekommen und musste um 6:30 wieder raus. Ich habe an dem Festabend etwas Besonderes und sehr aufwändiges für sie und über sie präsentiert, habe mir bei 2-3 Liedern die Seele aus dem Leib gesungen. Natürlich hat sie mir hinterher gesagt, dass es ein schönes Fest war.
In den Arm genommen hat sie mich dabei nicht.
Heute, am ersten Arbeitstag nach dem Fest, war ich noch immer ziemlich erschlagen von den ganzen Vor- und Nachbereitungen und habe mich, als ich von der Arbeit heekommen bin, etwas hingelegt und geschlafen. Als sie etwa eine Stunde später heimkam, muss ihr das wohl wieder ziemlich gestunken haben. Es passte ja auch wunderbar in das Bild vom viel zu trägen Mann.
Und dann hat sie mir eine Szene gemacht, weil ich diesen dämlichen ZENSUS-Fragebogen, den Ihr sicher auch bekommen habt, noch nicht ausgefüllt hatte. So etwas überlagert in ihrem Bewusstsein die Erinnerung an eine wunderschöne Feier und das Wissen, dass so eine Feier auch mit verdammt viel Arbeit verbunden ist.
Da ist doch die Wahrnehmung irgendwo völlig verschoben ...

Das alles sieht nun so aus, als ob sich die Abneigung meiner Frau gegen mich und gegen Sexualität mit mir in den Jahrzehnten unserer Ehe hochgeschaukelt hätte.
Sicher, es wird immer schlimmer.
Ich denke, sie sieht nur noch das in mir, was sie sehen will. Und das ist nichts Positives. Und das, was an mir positiv ist, ist dann eben nicht relevant fürs Leben.
Aber im Grunde besteht ihre sexuelle Abneigung mehr oder weniger von Anfang unserer Beziehung an. Nur denkt man halt am Anfang, dass das alles seine Zeit braucht, dass das alles besser wird, wenn man nur geduldig genug ist als Mann.
Stell Dir vor: Meine Frau hat mir in über 30 Beziehungsjahren nicht ein einziges Mal gesagt, dass sie mich begehrt. Nicht ein einziges Mal! Sexualität fand ausnahmslos immer nur dann statt, wenn ich die Initiative ergriffen habe, und dann in der Regel lustlos. Und das war auch schon so, als wir noch kein Haus und keinen Garten hatten, als wir zu zweit in einer Zweizimmer-Studentenwohnung und später in einer Dreizimmer-Wohnung ohne Gartenverpflichtungen etc. gelebt haben. Auch schon bevor die zwei Kinder kamen, die inzwischen schon aus dem Haus sind. Es war nie anders. Nur ihre aggressiven Reaktionen auf mich und meine Art, die nehmen immer mehr zu. Was es für mich natürlich auch nicht gerade einfacher macht.

Jetzt habe ich aber ziemlich viel Deiner Zeit beansprucht mit diesem langen Bericht.

Danke für's "Zuhören"


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6. Juni 2011 um 22:37
In Antwort auf piia_11915115

Ingrid und Klaus???
Lieber romantiker55,

Ich habe Respekt davor wie lange ihr schon zusammen seit und auch davor wie du dich darum bemühst.

aus irgendeinem Grund hat deine Frau eine Abneigung gegen dich. Ob das jetzt sexuel, menschlich oder sogar beides ist kann ich nicht sagen.

Denk daran das sie sicherlich genauso unglücklich ist wie du.

Hör in dich hinein und überlege wo diese Abneigung ihre Wurzeln haben könnte: Wann hat das angefangen?, Womit hat das angefangen?, Ist etwas vorgefallen zu dieser Zeit? z.B. Gewalt? Verlust? Hast du dich irgendwie verändert (auch ihr gegenüber)?

Wenn man die Ursache findet kann man auch daran arbeiten. Es bringt nichts wenn du immer nur auf sie einredest.

Irgendwer verdammt kluges hat einmal gesagt, dass so wie die Menschen einem begegnen das ein spiegelbild von sich selbst darstellt. (oder so!?)

Wir können hier alle noch soviel hobby-psychologe spielen aber du solltest überlegen ob du das nicht lieber in Professionelle Hände gibst.

Versuch sie mit Verständniss zu überzeugen. Sie möchte sicherlich auch nicht den rest ihres Lebens vor sich hin vegetieren und warten bis es endlich vorbei ist.

Ich wünsche dir und deiner Frau ganz viel Frieden, Glück und Harmonie für die Zukunft.

LG

Ingrid und Klaus ...
nein, Ingrid und Klaus sind wir nicht, liebe Bibsi.
Aber dass Du in Deiner netten und sensiblen Antwort ein konkretes Paar vor Augen hast, zeigt mir, was ich schon lange ahne, nämlich dass mein Problem vermutlich nur allzu vielen Paaren in längerer Partnerschaft alles andere als fremd ist.
Entschuldige, dass ich erst jetzt antworte und dass ich Dich statt einer längeren Antwort, die Du für Deine verständnisvollen Zeilen verdient hättest, gerne auf das verweisen möchte, was ich heute vor ein paar Stunden an Lolelina geschrieben habe.
Danke für Dein Verständnis und alles Gute!

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6. Juni 2011 um 22:43
In Antwort auf gronw_12373040

Mein Beileid
Ich hatte damals genau das selbe Problem. Zwar lief die Beziehung "nur" 10 Monate und wir liebten uns auch wie wild, aber irgendwann war so ein Knackpunkt, wo sie einfach absolut keine Lust mehr hatte. Sie ließ mich auch verhungern. Ich denke es kam durch zu viel Stress.
Da ich selber auch ein erfülltes Leben ohne ein erfülltes Sexualleben nicht sehe, gibt es da leider nicht viele Möglichkeiten.
Entweder ihr versucht es mit Medikamenten (vorher beim Arzt), mit einer Paar- oder Sexualtherapie oder du musst über die 2 Möglichkeiten: Geliebte und/oder Trennung nachdenken.
Wenn ich eine Frau liebe und auch mal keine Lust habe, dann gebe ich ihr trotzdem was sie will und bin nicht so egoistisch und lasse sie an der langen Leine verhungern (wie du es so schön formuliert hast.).
Ich finde soetwas traurig, aber offensichtlich bist du nicht glücklich und ich wäre es in deiner Position auch nicht. Schade, dass du erst nach so vielen Jahren in dieses Forum (oder sonstwo) hingegangen bist, um nach Hilfe zu fragen. Leider sind Ferndiagnosen immer schlecht, aber eine Paartherapie oder sogar eine Sexualtherapie würde euch vielleicht wirklich guttun.

lG
Alex

Danke
Hallo Alex,

danke für Dein Verständnis. Ich sehe das auch so, dass man aus Liebe zum Partner auch mal etwas zulassen kann, worauf man gerade selbst nicht die ultimative Lust hat.
Trennung oder Geliebte sind für mich gegenwärtig trotzdem nicht denkbar. Blöde Situation und leider kein Ausweg in Sicht.
Dir alles Gute und liebe Grüße

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7. Juni 2011 um 9:38
In Antwort auf elias_12098810

Danke
Hallo Alex,

danke für Dein Verständnis. Ich sehe das auch so, dass man aus Liebe zum Partner auch mal etwas zulassen kann, worauf man gerade selbst nicht die ultimative Lust hat.
Trennung oder Geliebte sind für mich gegenwärtig trotzdem nicht denkbar. Blöde Situation und leider kein Ausweg in Sicht.
Dir alles Gute und liebe Grüße

Wenn du keinen Ausweg siehst
dann versuche es doch mal mit einem der vielen anderen Ratschläge, davon gab es ja jetzt schon einige

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8. Juni 2011 um 16:33

Vielleicht..
ist sie devot! du schreibst, sie tut nie was von sich aus, und ist beim sex passiv und lustlos, kommt aber zum Orgasmus (das dies nur durch die Stimulation der Klit funktioniert, heißt nix, nur etwa 33% aller Frauen können überhaupt einen reinen vaginalen Orgasmus haben!).
Vielleicht ist sie einfach devot, und will, das du die Führung übernimmst, und zwar nicht lieb und nett, sondern dominant und streng. Dies solltest du jedoch trotzdem behutsam anfangen, denn wenn sie absolut nicht devot ist, und wirklich einfach nur lustlos, dann wird sie dich nach so einem versuch vermutlich nie wieder ranlassen.
Was du mal versuchen kannst, ist, wenn du schon scharf bist, hinzugehen zu ihr, von hinten ihren Nacken zu fassen, sie mit deinem Körper an die wand zu drücken, und ihr laut ins ohr zu atmen. Egal was sie sagt, entweder gar nicht drauf eingehen, oder nur flüstern, das du sie JETZT willst, so auf die Art, das sie da nichts mit zu reden hat.

Ob das das richtige sein könnte, musst du aber selbst entscheiden- ich kenne sie schlißelich nicht, ist nur mal eine idee, die mir gekommen ist. Aber achtung, wie gesagt, es ist ein risikoreiches unterfangen.

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8. Juni 2011 um 22:45
In Antwort auf cierra_12279774

Vielleicht..
ist sie devot! du schreibst, sie tut nie was von sich aus, und ist beim sex passiv und lustlos, kommt aber zum Orgasmus (das dies nur durch die Stimulation der Klit funktioniert, heißt nix, nur etwa 33% aller Frauen können überhaupt einen reinen vaginalen Orgasmus haben!).
Vielleicht ist sie einfach devot, und will, das du die Führung übernimmst, und zwar nicht lieb und nett, sondern dominant und streng. Dies solltest du jedoch trotzdem behutsam anfangen, denn wenn sie absolut nicht devot ist, und wirklich einfach nur lustlos, dann wird sie dich nach so einem versuch vermutlich nie wieder ranlassen.
Was du mal versuchen kannst, ist, wenn du schon scharf bist, hinzugehen zu ihr, von hinten ihren Nacken zu fassen, sie mit deinem Körper an die wand zu drücken, und ihr laut ins ohr zu atmen. Egal was sie sagt, entweder gar nicht drauf eingehen, oder nur flüstern, das du sie JETZT willst, so auf die Art, das sie da nichts mit zu reden hat.

Ob das das richtige sein könnte, musst du aber selbst entscheiden- ich kenne sie schlißelich nicht, ist nur mal eine idee, die mir gekommen ist. Aber achtung, wie gesagt, es ist ein risikoreiches unterfangen.

Bist Du sicher, dass Du mich meinst?
Hi,

ich habe das Gefühl, dass Du nicht auf mein Posting antworten wolltest, sondern auf ein anderes, weil Du Dinge schreibst, die in meinem Posting nicht vorkommen.
Vielleicht wartet jemand anderes auf Deine Antwort, die versehentlich bei mir gelandet ist ...
Devot ist meine Frau jedenfalls definitiv nicht.

Liebe Grüße

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9. Juni 2011 um 14:43
In Antwort auf elias_12098810

Danke für diese sensible Reaktion
Hallo Lolelina,

erst mal herzlichen Dank für Deine besonders sensible Antwort auf mein Problem, auch dafür, dass Du es mir noch zusätzlich als Nachricht geschickt hast.

Es ist schon so, dass ich nicht täglich ins Forum schaue und es deshalb auch ein bisschen dauern kann, bis ich einen neuen Eintrag finde.

Ich habe nach dem Lesen Deines Postings schon den Eindruck, dass das Problem, das Du mit Deinem Mann hast, ziemlich exakt dasselbe ist wie das, das ich mit meiner Frau habe.
Sicherlich liegt ihre Lustlosigkeit auch wie bei Dir heute an einer ständigen Überforderung von allen möglichen Seiten her, beruflich und privat. Sie klagt ständig, dass sie sich nahe am Burnout fühlt, lehnt aber z.B. jeden Vorschlag ab, z.B. beruflich auch nur geringste Abstriche von ihrem absoluten Perfektionismus zu machen. Sie muss mit ihrer Arbeit zufrieden sein, sagt sie, und betreibt teilweise dafür einen aberwitzigen Aufwand. Dazu kommt, dass wir ein großes Haus mit einem großen Garten haben, was natürlich auch viel Arbeit macht. Auch z.B. die Gartenarbeit betreibt sie so wie ihren Beruf - tausendprozentig.
Ich stehe auf dem Standpunkt, dass wir nicht leben, um zu arbeiten, sondern arbeiten, um zu leben. Entsprechend habe ich im Garten schon vieles automatisiert, etwa die Bewässerung im Sommer. Statt dass sich meine Frau über solche Arbetserleichterungen freut und sich in der eingesparten Zeit, in der wir früher mit Schläuchen und Gießkannen durch den Garten gerannt sind, mal mit mir auf ein Glas Wein in den Garten setzt, wirft sie mir vor, ich sei einfach in allem zu träge und würde Arbeit nur als Last empfinden. Was z.B. Gartenarbeit betrifft, stimmt das. Ich mache das nicht gerne. Aber habe ich mit bald 56 Jahren nicht das Recht dazu, auch Arbeiten als lästig zu empfinden und zu versuchen, sie loszuwerden?
Wenn ich vorschlage, uns für bestimmte Arbeiten, z.B. den Garten, mehr Hilfe von außen zu holen, was wir uns durchaus leisten könnten, wirft sie mir wieder Trägheit vor. Jeder, mit dem sie über ihre ständige Überlastung spricht, rät ihr, diese zu reduzieren. Niemandem nimmt sie diesen Rat übel, obwohl sie ihn nicht befolgt, aber wenn ich etwas konkretes tue, um Stress abzubauen, nimmt sie das nicht als Hilfe wahr, sondern als Ausdruck meiner Trägheit. Sie hat einfach ein vernichtendes inneres Bild von mir, und in das sortiert sie alles ein, was von mir kommt. Deshalb wird kaum etwas positiv wahrgenommen.

Vielleicht noch etwas mehr zu mir, damit Du Dir meine Persönlichkeit etwas besser vorstellen kannst.
Kennst Du das Lied von Reinhard Mey: "Ich wollte wie Orpheus singen / dem es einst gelang / Felsen selbst zum Weinen zu bringen / mit seinem Gesang."?
Ich bin nicht der ständige Macher, der nur glücklich ist, wenn er etwas zum Bauen oder zu reparieren hat. Ich bin keiner von denen, deren Paradies der Baumarkt ist. Aber ich kann eine Gitarre richtig herum halten, und ich kann gefühlvoll singen, offenbar so gefühlvoll, dass viele Menschen, die das hören, so sehr davon berührt sind, dass sie mitunter sogar weinen müssen. Ich bin kein "harter Mann", sondern eher ein gefühlvoller, der auch - was bei Männern ja scheinbar eher selten ist - gern über seine Gefühle und die anderer spricht. Ich bin sehr empfänglich für Lyrik, für Musik, für Gesang, insbesondere für Lieder wie das oben zitierte, in dem eine schöne Musik mit einem tiefgehenden Text einhergeht.
Meine Frau wünscht sich nie, dass ich z.B. mal abends im Wohnzimmer die Gitarre nehme und so etwas für sie singe. Vermutlich aus einer Überlegung wie dieser: "Wenn er nicht meine Prioritäten teilt, wenn er nicht in dem Tempo arbeiten und leben will, wie ich, wenn er nicht so tickt wie ich, dann braucht er auch nicht für mich zu singen."
Dabei spürt sie täglich, wie zerstörerisch für sie selbst dieser Perfektionismus und dieses ständige Herumrennen am äußersten Limit ist. Und dennoch ist sie nicht bereit, auch nur das Geringste daran zu ändern und zu akzeptieren, dass der Mann an ihrer Seite diese Perfektion und dieses Tempo nicht mithalten kann - und offen gestanden auch nicht will.

Sicherlich geht es meiner Frau wie Dir: Sie würde Sex nur gut finden, wenn sie sich innerlich geliebt fühlen würde. Aber muss man sich denn auf einen selbstzerstörerischen Lebenswandel der Partnerin zu 100% einlassen und diesen mitgehen, damit sie sich innerlich geliebt fühlt?

Wir haben vor wenigen Tagen ein großes Fest für sie gefeiert, in das ich mich mit aller Kraft und Kreativität reingehängt habe, zu der ich fähig bin. Nicht nur einmal bin ich erst gegen 1:30 ins Bett gekommen und musste um 6:30 wieder raus. Ich habe an dem Festabend etwas Besonderes und sehr aufwändiges für sie und über sie präsentiert, habe mir bei 2-3 Liedern die Seele aus dem Leib gesungen. Natürlich hat sie mir hinterher gesagt, dass es ein schönes Fest war.
In den Arm genommen hat sie mich dabei nicht.
Heute, am ersten Arbeitstag nach dem Fest, war ich noch immer ziemlich erschlagen von den ganzen Vor- und Nachbereitungen und habe mich, als ich von der Arbeit heekommen bin, etwas hingelegt und geschlafen. Als sie etwa eine Stunde später heimkam, muss ihr das wohl wieder ziemlich gestunken haben. Es passte ja auch wunderbar in das Bild vom viel zu trägen Mann.
Und dann hat sie mir eine Szene gemacht, weil ich diesen dämlichen ZENSUS-Fragebogen, den Ihr sicher auch bekommen habt, noch nicht ausgefüllt hatte. So etwas überlagert in ihrem Bewusstsein die Erinnerung an eine wunderschöne Feier und das Wissen, dass so eine Feier auch mit verdammt viel Arbeit verbunden ist.
Da ist doch die Wahrnehmung irgendwo völlig verschoben ...

Das alles sieht nun so aus, als ob sich die Abneigung meiner Frau gegen mich und gegen Sexualität mit mir in den Jahrzehnten unserer Ehe hochgeschaukelt hätte.
Sicher, es wird immer schlimmer.
Ich denke, sie sieht nur noch das in mir, was sie sehen will. Und das ist nichts Positives. Und das, was an mir positiv ist, ist dann eben nicht relevant fürs Leben.
Aber im Grunde besteht ihre sexuelle Abneigung mehr oder weniger von Anfang unserer Beziehung an. Nur denkt man halt am Anfang, dass das alles seine Zeit braucht, dass das alles besser wird, wenn man nur geduldig genug ist als Mann.
Stell Dir vor: Meine Frau hat mir in über 30 Beziehungsjahren nicht ein einziges Mal gesagt, dass sie mich begehrt. Nicht ein einziges Mal! Sexualität fand ausnahmslos immer nur dann statt, wenn ich die Initiative ergriffen habe, und dann in der Regel lustlos. Und das war auch schon so, als wir noch kein Haus und keinen Garten hatten, als wir zu zweit in einer Zweizimmer-Studentenwohnung und später in einer Dreizimmer-Wohnung ohne Gartenverpflichtungen etc. gelebt haben. Auch schon bevor die zwei Kinder kamen, die inzwischen schon aus dem Haus sind. Es war nie anders. Nur ihre aggressiven Reaktionen auf mich und meine Art, die nehmen immer mehr zu. Was es für mich natürlich auch nicht gerade einfacher macht.

Jetzt habe ich aber ziemlich viel Deiner Zeit beansprucht mit diesem langen Bericht.

Danke für's "Zuhören"


Hallo Romantiker,
da hast Du ein wirklich schwerwiegendes Problem, von dem ich glaube, dass Ihr es alleine gar nicht mehr lösen könnt. Mir scheint, Deine Frau rennt vor irgendwas davon, verschanzt sich hinter ihrer Arbeit, packt sich zu mit allem möglichen, um ruhigen Gewissens sagen zu können, dass sie für solchen Unfug wie Sex oder gemeinsam ein Glas Wein zu trinken, keine Zeit hat.
Sie halst sich alles selber auf, arbeitet bis zum Umfallen und ärgert sich fürchterlich, weil Du einfach leben möchtest. Das kann sie in ihrem Hang zur Perfektion natürlich nicht gelten lassen.
Meiner Meinung nach hat Deine Frau ein echtes psychisches Problem, steht wahnsinnig unter Druck, weil sie glaubt, alle Arbeiten für alle und jeden (Du tust es ja nicht), erledigen zu müssen. Sie hat in ihren Augen einen bequemen Faulpelz zuhause, der nichts leistet und sie kein bisschen unterstützt. Du kannst machen, was Du willst, sie wird Dich für irgendeine Kleinigkeit wieder am nächsten Tag anmeckern. Was Du tust, bedeutet ihr nichts. Sie ärgert sich über Dich, sobald sie Dich sieht, das klingt eindeutig aus Deinen Worten heraus.
Ich bin ganz sicher, es gibt zwischen Euch irgend etwas, das sie massiv stört, irgend etwas, von dem sie vielleicht glaubt, Du hättest ihr irgendwas im Leben genommen, ihre Bedürfnisse nicht ernst genug genommen und nun bekommst Du die Strafe dafür.
Ihr MÜSST reden, und zwar intensiv. Ich vermute, es gibt da zwischen Euch ein ganz großes Missverständnis.

Ich halte es übrigens auch für recht gefährliich, dass Du alles, aber auch wirklich alles für sie tust, damit sie auch ja zufrieden ist, während sie keinerlei Rücksicht auf Dich nimmt. Sie darf auf Deinen Gefühlen herum trampeln und Du sagst noch "dankeschön mein Schatz" dafür.
Ich fürchte, Du bist zu weich und sie sieht Dich nicht als vollwertigen "Kerl", der zupackt, sondern hält Dich für einen Weichling, der zu nichts zu gebrauchen ist.
Das würde ihre ständige Wut auf Dich erklären.
Sie fühlt sich offenbar genötigt, alles zu übernehmen, weil Du es ja in ihren Augen nicht hin bekommst.

Vielleicht wäre es mal besser, Deine weiche Seite besser vor ihr zu verbergen und fortan ein wenig härter und Deinerseits genervter zu reagieren. Zeig ihr eine Reaktion, mit der sie nicht rechnet!
Tu mal ausnahmsweise etwas anderes, als ihre Demütigungen traurig hin zu nehmen. Sag ihr, dass es Dir reicht und dass Du keinen Bock mehr auf diesen täglichen Hürdenlauf hast. Wenn sie ackern will, soll sie das machen, aber ohne Dich.
Je mehr Du Dich um sie bemühst und ihr den Hintern nachträgst, desto weniger wird sie Dich ernst nehmen.

Das ist hart, aber wir Frauen sind leider so. Viele von uns brauchen einfach einen Mann, der uns auch mal Grenzen setzt, vor dem wir Respekt haben und der uns auch mal deutlich sagt, wenn wir übertreiben.

Glaub mir, sie wird überrascht sein, wenn Du ihr mal Deine Meinung sagst, ohne Rücksicht auf ihre Gefühle zu nehmen, ohne vorher zu überlegen :"Kann ich das jetzt wohl so sagen?" Egal - sag, was Dir auf dem Herzen liegt, vielleicht bekommst Du dann auch mal eine ehrliche und hoffentlich endlich gefühlvolle statt einer gleichgültigen Reaktion von ihr!

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9. Juni 2011 um 23:40
In Antwort auf elias_12098810

Bist Du sicher, dass Du mich meinst?
Hi,

ich habe das Gefühl, dass Du nicht auf mein Posting antworten wolltest, sondern auf ein anderes, weil Du Dinge schreibst, die in meinem Posting nicht vorkommen.
Vielleicht wartet jemand anderes auf Deine Antwort, die versehentlich bei mir gelandet ist ...
Devot ist meine Frau jedenfalls definitiv nicht.

Liebe Grüße

Oh doch,
ich wollte auf dein Posting antworten, und alle diese Dinge die ich geschrieben habe kommen in deinem Thread vor:

"mir aber wohl aufgrund der bekannten Kommunikationsstörungen zwischen Mann und Frau nur selten gelingt.
Eines meiner größten Probleme in dieser Beziehung ist, dass meine Frau absolut nie, wirklich NIE von sich aus SEXUELLE INITIATIVE ergreift. Wenn sie Sex zulässt, dann meistens relativ LUSTLOS, obwohl sie regelmäßig zum ORGASMUS kommt,"---> und meine Antwort drauf:

"du schreibst, sie tut nie was von sich aus, und ist beim sex PASSIV und LUSTLOS, kommt aber zum ORGASMUS(das dies nur durch die Stimulation der Klit funktioniert, heißt nix, nur etwa 33% aller Frauen können überhaupt einen reinen vaginalen Orgasmus haben!)."

Also, wo hab ich was gesagt, das du gar nicht geschrieben hast?
Diese Antwort war ernst gemeint und ganz genau an dich gerichtet. War ja auch nur eine Idee, aber sehr, SEHR viele Frauen haben solche Neigungen und trauen sich niemals, das zuzugeben.

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9. Juni 2011 um 23:43
In Antwort auf cierra_12279774

Oh doch,
ich wollte auf dein Posting antworten, und alle diese Dinge die ich geschrieben habe kommen in deinem Thread vor:

"mir aber wohl aufgrund der bekannten Kommunikationsstörungen zwischen Mann und Frau nur selten gelingt.
Eines meiner größten Probleme in dieser Beziehung ist, dass meine Frau absolut nie, wirklich NIE von sich aus SEXUELLE INITIATIVE ergreift. Wenn sie Sex zulässt, dann meistens relativ LUSTLOS, obwohl sie regelmäßig zum ORGASMUS kommt,"---> und meine Antwort drauf:

"du schreibst, sie tut nie was von sich aus, und ist beim sex PASSIV und LUSTLOS, kommt aber zum ORGASMUS(das dies nur durch die Stimulation der Klit funktioniert, heißt nix, nur etwa 33% aller Frauen können überhaupt einen reinen vaginalen Orgasmus haben!)."

Also, wo hab ich was gesagt, das du gar nicht geschrieben hast?
Diese Antwort war ernst gemeint und ganz genau an dich gerichtet. War ja auch nur eine Idee, aber sehr, SEHR viele Frauen haben solche Neigungen und trauen sich niemals, das zuzugeben.

Ach ja-
und nur weil sie im normalen Leben nicht devot ist, heißt es nicht, das sie im Bett nicht devot sein will! Viele Frauen (wie ich) unterscheiden komplett zwischen Sex und anderen Teilen des Lebens, wo ich mir weiß Gott nix von meinem Freund befehlen lasse^^

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13. November 2012 um 17:47
In Antwort auf jayne_12347131

Hallo Romantiker,
da hast Du ein wirklich schwerwiegendes Problem, von dem ich glaube, dass Ihr es alleine gar nicht mehr lösen könnt. Mir scheint, Deine Frau rennt vor irgendwas davon, verschanzt sich hinter ihrer Arbeit, packt sich zu mit allem möglichen, um ruhigen Gewissens sagen zu können, dass sie für solchen Unfug wie Sex oder gemeinsam ein Glas Wein zu trinken, keine Zeit hat.
Sie halst sich alles selber auf, arbeitet bis zum Umfallen und ärgert sich fürchterlich, weil Du einfach leben möchtest. Das kann sie in ihrem Hang zur Perfektion natürlich nicht gelten lassen.
Meiner Meinung nach hat Deine Frau ein echtes psychisches Problem, steht wahnsinnig unter Druck, weil sie glaubt, alle Arbeiten für alle und jeden (Du tust es ja nicht), erledigen zu müssen. Sie hat in ihren Augen einen bequemen Faulpelz zuhause, der nichts leistet und sie kein bisschen unterstützt. Du kannst machen, was Du willst, sie wird Dich für irgendeine Kleinigkeit wieder am nächsten Tag anmeckern. Was Du tust, bedeutet ihr nichts. Sie ärgert sich über Dich, sobald sie Dich sieht, das klingt eindeutig aus Deinen Worten heraus.
Ich bin ganz sicher, es gibt zwischen Euch irgend etwas, das sie massiv stört, irgend etwas, von dem sie vielleicht glaubt, Du hättest ihr irgendwas im Leben genommen, ihre Bedürfnisse nicht ernst genug genommen und nun bekommst Du die Strafe dafür.
Ihr MÜSST reden, und zwar intensiv. Ich vermute, es gibt da zwischen Euch ein ganz großes Missverständnis.

Ich halte es übrigens auch für recht gefährliich, dass Du alles, aber auch wirklich alles für sie tust, damit sie auch ja zufrieden ist, während sie keinerlei Rücksicht auf Dich nimmt. Sie darf auf Deinen Gefühlen herum trampeln und Du sagst noch "dankeschön mein Schatz" dafür.
Ich fürchte, Du bist zu weich und sie sieht Dich nicht als vollwertigen "Kerl", der zupackt, sondern hält Dich für einen Weichling, der zu nichts zu gebrauchen ist.
Das würde ihre ständige Wut auf Dich erklären.
Sie fühlt sich offenbar genötigt, alles zu übernehmen, weil Du es ja in ihren Augen nicht hin bekommst.

Vielleicht wäre es mal besser, Deine weiche Seite besser vor ihr zu verbergen und fortan ein wenig härter und Deinerseits genervter zu reagieren. Zeig ihr eine Reaktion, mit der sie nicht rechnet!
Tu mal ausnahmsweise etwas anderes, als ihre Demütigungen traurig hin zu nehmen. Sag ihr, dass es Dir reicht und dass Du keinen Bock mehr auf diesen täglichen Hürdenlauf hast. Wenn sie ackern will, soll sie das machen, aber ohne Dich.
Je mehr Du Dich um sie bemühst und ihr den Hintern nachträgst, desto weniger wird sie Dich ernst nehmen.

Das ist hart, aber wir Frauen sind leider so. Viele von uns brauchen einfach einen Mann, der uns auch mal Grenzen setzt, vor dem wir Respekt haben und der uns auch mal deutlich sagt, wenn wir übertreiben.

Glaub mir, sie wird überrascht sein, wenn Du ihr mal Deine Meinung sagst, ohne Rücksicht auf ihre Gefühle zu nehmen, ohne vorher zu überlegen :"Kann ich das jetzt wohl so sagen?" Egal - sag, was Dir auf dem Herzen liegt, vielleicht bekommst Du dann auch mal eine ehrliche und hoffentlich endlich gefühlvolle statt einer gleichgültigen Reaktion von ihr!

Nochmal geschaut
Nach längerer Pause habe ich mal wieder in diese Diskussion geschaut. Keine neuen Postings. Schade, denn wenn ich das Forum hier richtig verfolge, bin ich beileibe nicht der Einzige, der dieses Problem hat.
Vielleicht möchte der eine oder die andere noch weitere Gedanken zu diesem traurigen Thema loswerden? Ich freu mich drauf ...

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16. November 2012 um 8:13

Mir geht es gleich...
... Wie deiner Frau. Das mag dir vielleicht nicht wirklich viel weiterhelfen, aber die Sicht & Gründe deiner Frau haben vielleicht nicht mir dir persönlich zu tun.
Ich bin auch schon lange verheiratet und wir lieben uns über alles - jedoch habe und hatte ich nie grosse sexuelle Bedürfnisse. Weder bei meinem Mann noch bei meinen Exfreunden. Das hat nichts mit meinem Mann als Person zu tun.

Weshalb das so ist? Das kann ich dir auch nicht so genau sagen, Migränen und Kopfschmerzen nach der Arbeit, viel Stress, viele Hobbys, etc. Und halt einfach die schon immer vorhandene allgemeine Lustlosigkeit...

Am besten sprichst du mit deiner Frau darüber!

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16. November 2012 um 10:06
In Antwort auf elias_12098810

Nochmal geschaut
Nach längerer Pause habe ich mal wieder in diese Diskussion geschaut. Keine neuen Postings. Schade, denn wenn ich das Forum hier richtig verfolge, bin ich beileibe nicht der Einzige, der dieses Problem hat.
Vielleicht möchte der eine oder die andere noch weitere Gedanken zu diesem traurigen Thema loswerden? Ich freu mich drauf ...

Hallo Kollege
Hallo Romantiker,

ich kann mich in deiner Geschichte sehr gut wiederfinden, da ich fast in der gleichen Situation bin. Versuch mal folgendes Buch: David Schnarch "Intimität und Verlangen". Das wird dein eigentliches Problem lösen...

Viel Erfolg!

PS: Hab mich extra für dich hier angemeldet. Also enttäusch mich nicht...

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18. Dezember 2012 um 22:18
In Antwort auf

Hallo Kollege
Hallo Romantiker,

ich kann mich in deiner Geschichte sehr gut wiederfinden, da ich fast in der gleichen Situation bin. Versuch mal folgendes Buch: David Schnarch "Intimität und Verlangen". Das wird dein eigentliches Problem lösen...

Viel Erfolg!

PS: Hab mich extra für dich hier angemeldet. Also enttäusch mich nicht...

Vielen Dank für Dein Engagement !!!
Hallo Gorinnosho,

leider habe ich erst jetzt wieder mal hier reingeschaut - und gleich Dein Posting gefunden. Und dafür hast Du Dich extra angemeldet! Wahnsinn! Herzlichen Dank dafür.
Ich hab mir Deinen Buchtipp auch umgehend bestellt und bin sehr gespannt darauf. Du schreibst: "Das wird dein eigentliches Problem lösen ..." Zur Lösung dieses Problems gehören ja aber eigentlich zwei ...
Hat sich Dein "eigentliches Problem" nach der Lektüre des Buchs denn wenigstens ansatzweise mal gelöst?

Herzliche Grüße

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19. Dezember 2012 um 22:17
In Antwort auf elias_12098810

Vielen Dank für Dein Engagement !!!
Hallo Gorinnosho,

leider habe ich erst jetzt wieder mal hier reingeschaut - und gleich Dein Posting gefunden. Und dafür hast Du Dich extra angemeldet! Wahnsinn! Herzlichen Dank dafür.
Ich hab mir Deinen Buchtipp auch umgehend bestellt und bin sehr gespannt darauf. Du schreibst: "Das wird dein eigentliches Problem lösen ..." Zur Lösung dieses Problems gehören ja aber eigentlich zwei ...
Hat sich Dein "eigentliches Problem" nach der Lektüre des Buchs denn wenigstens ansatzweise mal gelöst?

Herzliche Grüße

Bitte
Mein Problem ist erstmal schlimmer geworden. Lesen ist das eine, die Umsetzung das andere. Sowas geht nicht von heute auf morgen. Aber: ich kann jetzt besser damit umgehen.
Und zur "Lösung" gehören nicht unbedingt zwei. Wenn du dich weiterentwickelst, löst du dein Problem. Entweder mit oder ohne deine Frau. Lösung kommt von "lösen" bzw. "loslassen". Wenn Sie "mitkommt" super. Wenn nicht, musst du das akzeptieren. Auch wenn du das jetzt nicht hören willst... Viel Glück!

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12. Januar 2013 um 11:10

Schön dass Du die Hoffnung nicht aufgibst
Hallo

Bei uns ists Ähnlich, wir bemühen uns aber mittlerweile durch viel reden und manches ansprechen, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und unser Sexualleben noch weitgehend interessant zu halten.

Horcht mal in euch hinein, normalerweis solltet Ihr es selber herausfinden können wenn ihr aufrichtig mit einander redet.

Bei uns waren es z.B. falsche Worte oder Aussagen die nicht wirklich vergeben wurden.

Oder einer kennt die Vorlieben des Anderen nicht weil man annimmt dass er das sowieso wissen muß. Meine Frau hatte z.B. vor mir einen Mann, auf den sie 1 1/2 Jahre warten musste. Der hatte es ihr dann, nach einem Lokalbesuch, so richtig besorgt (er machte von der ersten Berührung bis zum Höhepunkt genau das was sie brauchte. Obwohl sie damals Orgasmusprobleme hatte). Vorige Woche (nach 30 Jahren) kam heraus dass sie mit diesem den besten Sex ihres Lebens hatte (und ihn 10 Jahre nicht aus dem Kopf brachte), ich würde sowieso nie so werden. Und dazu die Aussage "Du weist bis Heute nicht was ich brauche", wenn ich sie dann danach frage kann sie es mir aber auch nicht erklären.

Teilw. spielen aber auch noch manche Dinge aus vorhergegangenen Beziehungen herein.

Die "5 Sprachen der Liebe" haben uns auch zu mehr gegenseitigem Verständnis verholfen (wurden aber eh schon angesprochen).

Ansonsten gibt es z.B. Lebensberater die Euch da begleiten können.

Grüße Manfred

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15. April 2016 um 11:17

Romantiker......ich bewundere Dich!!!
Es ist toll, wie du zu deiner Frau stehst, und dass du dir nicht längst eine Freundin zugelet hast!!!!
So individuell wie Sexualität, Wünsche und Fantasien ist auch die Dosierung. Niemand kann dir vorschreiben oder nur vorschlagen, wie viel Sex Sie brauchen. Die weibliche Sexualität ist außerdem dem hormonellen Zyklus unterworfen, so haben Frauen meist rund um den Eisprung in der Mitte des Zyklus am meisten Lust. Genau wie die Lustlosigkeit eingelernt werden kann, gibt es Wege den Appetit auf Intimität und Geschlechtsverkehr zu steigern.

Zweitweise keine Lust auf Sex zu empfinden, ist normal, weit verbreitet und medizinisch völlig unbedenklich. Manchmal wird die Lustlosigkeit aber zum Problem für die Partnerschaft. Wenn deine Partnerin unter dem Mangel an Lust leidet, sollte das angesprochen und behandelt werden. da kann evtl. der Frauenarzt helfen, was aber nicht evtl. sondern ganz sicher hilft ist Lissilust. Ich hatte nach jeder Geburt eine stark gedrosselte Libido, und habe meinen Sexualtrieb selbst vermisst, und mir deshalb mit Pillen geholfen. Der Vorteil war, dass ich nebenher eine gesteigerte Orgasmusfähigkeit bekommen habe, und bis jetzt ist das so geblieben. Schlage deiner Frau das vor, und wenn sie dich nur ansatzweise so liebt, wie du sie, dann wird sie es schon um deinetwillen ausprobieren!.

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