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Krass! muss man immer starkes ug um hilfe zu bekommen.

23. September 2016 um 20:36

Hallo ihr lieben, ich muss hier jetzt mal was los werden. Ich wollte mir erneut eigentlich Hilfe suchen da ich weis das die Wartezeiten auch immer lange sind wollte ich rechtzeitig eingreifen. Ich bin jetzt seit 7wochen Zuhause und es läuft so lala..... Ich habe knapp NG da ich 2kg abgenommen hatte. Esse 3 HauptMZ und 1 ZM die auch nicht so prickelnd sind also anders als wie ich es in der Klinik gelernt habe. Ich traue mich an vielen LM nicht ran und esse so ziemlich das selbe, zähle kalorien usw. eigentlich ist es ein Problem, meiner Ansicht bin ich in Teufelskreis wieder drine. Ich finde es schwierig alleine da wieder raus zu kommen. Nun ja gestern wollte ich mich informieren und soe fragte mich nach mein BMI und meinte ich brauche nicht auf die normale Akut Stadion für Esstörung ein Reha Antrag reicht völlig aus. Aber was ist wenn ich bis dahin gar nichts mehr geht? Bin ich nicht krank genug? Ich finde es eine Frechheit das jetzt von Gewicht abhängig zu machen. Hatte jemand von euch die selbe Erfahrung? Lg

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23. September 2016 um 20:36

Hallo ihr lieben, ich muss hier jetzt mal was los werden. Ich wollte mir erneut eigentlich Hilfe suchen da ich weis das die Wartezeiten auch immer lange sind wollte ich rechtzeitig eingreifen. Ich bin jetzt seit 7wochen Zuhause und es läuft so lala..... Ich habe knapp NG da ich 2kg abgenommen hatte. Esse 3 HauptMZ und 1 ZM die auch nicht so prickelnd sind also anders als wie ich es in der Klinik gelernt habe. Ich traue mich an vielen LM nicht ran und esse so ziemlich das selbe, zähle kalorien usw. eigentlich ist es ein Problem, meiner Ansicht bin ich in Teufelskreis wieder drine. Ich finde es schwierig alleine da wieder raus zu kommen. Nun ja gestern wollte ich mich informieren und soe fragte mich nach mein BMI und meinte ich brauche nicht auf die normale Akut Stadion für Esstörung ein Reha Antrag reicht völlig aus. Aber was ist wenn ich bis dahin gar nichts mehr geht? Bin ich nicht krank genug? Ich finde es eine Frechheit das jetzt von Gewicht abhängig zu machen. Hatte jemand von euch die selbe Erfahrung? Lg

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23. September 2016 um 21:34

Hallo du
Hallo du.
Das System hat kein Interesse an dir, was zaehlt ist, passt du in die Box? Bist du 2kg ueber dem BMI der sagt du hast Magersucht, ist die Tuer zum Anti Magersucht Programm verschlossen.
Ich selber habe Jahre lang dieses Spiel mitgespielt, ich mache mich krank und nochmal krank damit ich das Fuersorge Paket behalten kann. Wenn du dich abhaengig machst von Hilfe von aussen , vom System, dass kein Interesse an dir hat, sondern nur daran, dich in eine bestimmte Box zu stecken, damit du kontrollierbarer bist, dann wirst du nie aus dem Teufelskreis herauskommen und dein Leben wirst du immer weiterhin nicht in der Hand haben.
Die einzige Was mir wirklich geholfen hat , war die Entscheidung zu treffen, dem zu folgen, was mein Herz wirklich begehrte.. Und zwar tief drin. Fuer mich war das, Familie/Gemeinschaft, ein richtiges zu Hause, tiefe Verbindungen zu anderen Menschen, etwas Bedeutendes tun, die Wahrheit zu sprechen, zu lieben.
Durch die magersucht habe ich auch versucht Liebe, Naehe, Aufmerksamkeit, bedeutung in mein Leben zu bringen, doch wirklich durch Gewalt. Denn Magersucht ist Gewalt. Nicht Gewalt nach aussen, Gewalt nach innen. Und was ich gemerkt habe ist, ist , dass man Liebe, aufmerksamkeit und Naehe nie langfristig durch Gewalt erzwingen kann, sondern nur durch Mut, Ehrlicheit, Offenheit, Berletzlichekit und Eigenverantwortung. Und weisst du, es ist der schwerere Weg, aber auf der anderen Seite, du und ich , wir haben so viel geackert mit der Magersucht, magersuechtig zu sein ist harte Arbeit und braucht extrem viel innere Staerke. Meine Erfahrung ist, dass der Weg der Eigenverantwortung und Offenheit und Verletzlichkeit zwar der schwerere ist, doch, dass ich extreme innere Staerke habe, und diese hilft mir auf meinem Weg in mein wahres Leben.
Ich wuensche dir und uns allen anderen starken Verlorenen den Mut unsere innere Kraft fuer konstruktive nicht destruktive Macht einzusetzen.
Weil, wir haben grosse Macht, und entweder machen wir uns kraenekr um Macht auszuueben oder gesuender.
Alles gute,

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24. September 2016 um 8:02

Hallo liebes
Es tut mir leid dass du diese Erfahrung machst. Ich hatte es auch. Ich hab einen Antrag bei der Klinik auf akut gestellt - da war mein BMI zu hoch. Und wurde abgelehnt mit der Aussage einen Reha Antrag zu stellen. das tat ich und mein Gewicht wurde weniger und weniger. Als die Zusage für Reha kam meinte die gleiche Klinik, dass mein Gewicht für Reha viel zu niedrig ist und die mich erst akut aufnehmen müssten. ( ich hatte von dem ERSTEN Antrag akut bis zum Start in der Klinik das ich hin kommen dürfte eine Wartezeit von 5 Monaten )
Lg

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24. September 2016 um 19:48
In Antwort auf tuyet_988758

Hallo liebes
Es tut mir leid dass du diese Erfahrung machst. Ich hatte es auch. Ich hab einen Antrag bei der Klinik auf akut gestellt - da war mein BMI zu hoch. Und wurde abgelehnt mit der Aussage einen Reha Antrag zu stellen. das tat ich und mein Gewicht wurde weniger und weniger. Als die Zusage für Reha kam meinte die gleiche Klinik, dass mein Gewicht für Reha viel zu niedrig ist und die mich erst akut aufnehmen müssten. ( ich hatte von dem ERSTEN Antrag akut bis zum Start in der Klinik das ich hin kommen dürfte eine Wartezeit von 5 Monaten )
Lg

Danke
für eure Antworten. Du hast mir die Augen geöffnet Es gibt noch ein besseres Leben da draußen vorallem die Familie, Freunde und eine glückliche Beziehung haben. Aber was ist wenn man nicht viel hat ein paar Freunde die man vllt so selten eigentlich so gut wie nie sieht, der Vater selbe eine Sucht hat und eine unglückliche Beziehung hat? Ich habe totale Angst mich zu lösen ich brauche ihn aber irgendwie auch nicht. Ich lebe in mein Tag hinein denke viel ans Essen, esse meine Mahlzeiten und dann ist der Tag vorbei. Ich habe endlich mal ein Minijob aber weiß nicht wielange ich die kraft dafür habe. Ich will gesund werden nur für was? Ich möchte eigentlich aber jedesmal werde ich Rückfällig und fühle mich unwohl und flüchte in die Klinik weil da Leute sind die mich verstehen. @bergsteigerin danke für deine Antwort ich habe von dir gelesen. wie geht es dir? was machst du inmomemt und wie läuft es mit den Essen? In welcher klinik warst du damals eigentlich? War Voraussetzung NG? Mit welchen BMi haben die dich Akut damals aufgenommen? lg

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24. September 2016 um 19:53

Weißt du...
Für was du kämpfst können wir dir nicht vorgeben, das musst du ganz alleine finden. Wir könnten dir sagen für das und das, aber das kannst oder willst du vielleicht gar nicht und jeder Mensch ist anders!

Naja egal wie oft du noch in die Klinik gehst oder so wenn es sich richtig anfühlt würde ich es tun.

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24. September 2016 um 20:35
In Antwort auf einhornwoelkchen25

Danke
für eure Antworten. Du hast mir die Augen geöffnet Es gibt noch ein besseres Leben da draußen vorallem die Familie, Freunde und eine glückliche Beziehung haben. Aber was ist wenn man nicht viel hat ein paar Freunde die man vllt so selten eigentlich so gut wie nie sieht, der Vater selbe eine Sucht hat und eine unglückliche Beziehung hat? Ich habe totale Angst mich zu lösen ich brauche ihn aber irgendwie auch nicht. Ich lebe in mein Tag hinein denke viel ans Essen, esse meine Mahlzeiten und dann ist der Tag vorbei. Ich habe endlich mal ein Minijob aber weiß nicht wielange ich die kraft dafür habe. Ich will gesund werden nur für was? Ich möchte eigentlich aber jedesmal werde ich Rückfällig und fühle mich unwohl und flüchte in die Klinik weil da Leute sind die mich verstehen. @bergsteigerin danke für deine Antwort ich habe von dir gelesen. wie geht es dir? was machst du inmomemt und wie läuft es mit den Essen? In welcher klinik warst du damals eigentlich? War Voraussetzung NG? Mit welchen BMi haben die dich Akut damals aufgenommen? lg

Hallo
Mir geht es momentan... Naja ...
Befinde mich derzeit wieder in klinischer Behandlung jedoch in einer Tagesklinik. Tut dennoch ganz gut , da ich damit gleich die Bindung zu zu Hause hab. Denn als ich aus der anderen Klinik kam war alles wie vorher. Denn Klinik heißt 24h/ Tag Betreuung. Zu Hause ist man ( abgesehen von 50 Minuten ambulante Therapie) allein.
Auch ich hab nur noch wenige Freunde. Hab hier in meinem Ort keine Familie. Also ich verstehe deine Situation. Und trotzdem lohnt es sich zu kämpfen. Ich war damals ( vom 23.2.16- 07.06.16) in der parklandklinik.
Als ich den Antrag stellte hatte ich BMI 17,39 und wurde akut abgelehnt. Und zur Aufnahme auf der akut Station hatte ich BMI 15,05.
die Kliniken können nichts dafür. Es gibt von der Krankenkasse eine indikationsrichtlinie wo bestimmt wird ab wann in der fachklinik akut bezahlt wird.
Du könntest jederzeit in eine Psychiatrie. ( bei mir hier gibt es zwei ( eine in die ich nie gehen würde und die andere hat mehere Stationen und viel Therapie)
Oder halt in ein normales kkh.
Liebe Grüße

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24. September 2016 um 22:20
In Antwort auf tuyet_988758

Hallo
Mir geht es momentan... Naja ...
Befinde mich derzeit wieder in klinischer Behandlung jedoch in einer Tagesklinik. Tut dennoch ganz gut , da ich damit gleich die Bindung zu zu Hause hab. Denn als ich aus der anderen Klinik kam war alles wie vorher. Denn Klinik heißt 24h/ Tag Betreuung. Zu Hause ist man ( abgesehen von 50 Minuten ambulante Therapie) allein.
Auch ich hab nur noch wenige Freunde. Hab hier in meinem Ort keine Familie. Also ich verstehe deine Situation. Und trotzdem lohnt es sich zu kämpfen. Ich war damals ( vom 23.2.16- 07.06.16) in der parklandklinik.
Als ich den Antrag stellte hatte ich BMI 17,39 und wurde akut abgelehnt. Und zur Aufnahme auf der akut Station hatte ich BMI 15,05.
die Kliniken können nichts dafür. Es gibt von der Krankenkasse eine indikationsrichtlinie wo bestimmt wird ab wann in der fachklinik akut bezahlt wird.
Du könntest jederzeit in eine Psychiatrie. ( bei mir hier gibt es zwei ( eine in die ich nie gehen würde und die andere hat mehere Stationen und viel Therapie)
Oder halt in ein normales kkh.
Liebe Grüße

^^
wie fandest du die Parklandklinik? vorallem der Reha Bereich? Ich suche gerade einw gute klinik auch zwecks Reha vllt kann mir jemand was empfehlen. Gut das du in einer Tagesklinik bist. Fühlst du dich wohl? wie ist dein Tag dort so? wie machst du es dort mit essen? lg

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25. September 2016 um 8:33
In Antwort auf einhornwoelkchen25

^^
wie fandest du die Parklandklinik? vorallem der Reha Bereich? Ich suche gerade einw gute klinik auch zwecks Reha vllt kann mir jemand was empfehlen. Gut das du in einer Tagesklinik bist. Fühlst du dich wohl? wie ist dein Tag dort so? wie machst du es dort mit essen? lg

Guten Morgen liebes
Also der akut Bereich und der Reha Bereich unterscheiden sich in der parklandklinik enorm. Wenn du recht selbstständig essen kannst ist es gut. Wenn nicht ist der akut Bereich besser. ( deswegen war ich froh das ich 10 Wochen auf der akut Station war und dann 5 Wochen direkt im Anschluss auf der Reha Station )
Man hat sonst sich alle Therapien dort und es werden genauso behandlungsverträge geschlpssen wie auch auf der akut.

Die Tagesklinik ist meine letzte Rettung. Denn mein Arbeitgeber macht langsam Druck. War ja für 1,5 Wochen zur Wiedereingliederung- die ich jedoch abbrechen musste. Es ging nicht. Die Tagesklinik wollte mich vollststionär aufnehmen aber ich habe das abgelehnt denn ich war dieses Jahr schon vier Monate und bin gerade mal seit 7.6. wieder heim. Und mir war der Umschwung von voll behütet auf null Behütung zu krass. Deswegen Tagesklinik. Der Ablauf ist von 8-16 Uhr. Der Tag beginnt immer dort mit gemeinsamen Frühstück. Dienstag und Freitag wiegen. Dienstags Gespräch mit Oberarzt / Chefarzt. Es gibt Einzel und gruppensitzung. Normale Therapie wie körpertherapie, Ergotherapie, pmr, Gestaltung, kochen, garten, Achtsamkeit etc.... Jeden früh nachdem Frühstück morgenrunde und von 15:30 - 16 Abschlussrunde. Jeden Freitag Nachmittag ist Kulturcafé. Da wird gemeinsam Kaffee getrunken, Spiele gespielt , letzte Woche hat jemand gesungen - also vieles verschiedenes. Und Donnerstag Nachmittag haben wir aussenaktivität. Wie zum Beispiel ins Museum gehen, Bowling, sportpark, spazieren, Kaffee trinken gehen etc
Ich hab einen behandlungsvertrag. Und bin in meiner Bewegung extrem eingeschränkt. Ich darf mich maximal 8 km am Tag bewegen und außer der Aktivitäten in der Klinik keinen Sport machen. Das ist echt hart.
Aber sonst find ich des Prinzip ganz gut und es hilft bei der heim Integration.

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25. September 2016 um 21:45

Ich verstehe dich
Hallo einhornwoelkchen.
Ich verstehe was du sagst und ich verstehe dass du das Gefuehl hast, keinen Sinn oder Grund zu haben, gesund zu sein, weil 'gesund sein', normal sein, heisst in unserer Gesellschaft, Mit in den Konkurenzkampf einsteigen, sich an die Zeiten und Normen anderer anpassen, ja nicht ueber tiefe Gefuehle sprechen, nur gesehen zu werden, wenn man besser, groesser, erfolgreicher, extrovertierter, lustiger, cooler ist, als die anderen.
Und das nennt unsere Gesellschaft gesund! Ich will dir sagen, dein Gefuehl ist richtig, deine Frustration, deine Elanlosigkeit wieder in diesen Trott, in dieses farblose, unnatuerliche Gesellschaft zurueckzukehren, ist vollkommen richtig! Lass es dir bloss nicht ausreden.
Wovon ich spreche ist, nicht ein zurueckkehre , es ist ein Weitergehen. Auch ich hatte einen Vater mit Sucht und eine Mutter mit Depression zur Zeit meiner Magersucht, auch ich fuehlte mich von fast keinem verstanden und oft sehr alleine.
Ich konnte also nciht zurueckkehren nach Hause, ein zu Hause gab es mir mich nicht.
Doch es ergaben such Moeglichkeiten, ich bin mit 15 in eine vom Jugenamt betreute WG gezogen, das war eine Erfahrung, nicht unbedingt angenehm immer, aber doch gut fuer mich. Dort hatte ich Glueck eine gute Bezugsperson zu haben, die mir zuhoerten, die Zeit hatten und emotional selbst stabil genug war und genug Distanz aber auch Waerme hatte. Das System kuemmert sich nen Dreck um dich, doch Wir Menschen untereinander echt wollen einander helfen, (manchmal koennen wir es nicht, wenn wir selbst so viele Schmerzen haben, dass wir davon konsumiert sind).
Es war gut von meinen Eltern wegzuziehen, und eine wichtige Bezugsperson in meinem Leben zu treffen, doch die wahren tiefen Veraenderungen kamen fuer mich erst spaeter.
Im Grunde wuerde ich sagen, fing ich an ja zu Moeglichkeiten zu sagen, die sich mir eroeffneten. Das forderte schon etwas Mut, doch es zahlte sich aus, denn ploetzlich wurde das eigentliche Leben, interressanter und bedeutsamer fuer mich als Essen.

Loslassen und ja zu Moeglichkeiten zu sagen, die sich eroeffnen sind wohl die wichtigsten Erfahrungen die ich in meinem Leben insgesamt gesammelt habe, um wachsen zu koennen.
Und du bist nicht alleine, mehr und mehr Menschen, merken dass etwas nciht stimmt so wie wir angeblich leben sollen, dass es nciht funktioniert, dass wir zuviel dabei leiden und dass unsere Tiefen Beduerfnisse nicht gestillt werden.
Und viele viele Menschen suchen nach Alternativen, man kann es sehen, ueberall im Internet. Alles wird in Frage gestellt, Bildung, Soll es ein Grundeinkommen geben, wElchr Bedeutung hat eigentlich Arbeit, warum heiraten, wie funktioniert eine offenen Beziehung, usw usw. Die Ganze Welt ist in Bewegung und wir die unser Unbehagen durch Selbstangriff ausdruecken, spueren dass etwas nicht stimmt, tiefer und intensiver als manche Andere. Und wenn wir es schaffen, diesen Schmerz umzuwandeln in Eine Suche nach dem Authentischen und Tieferen und Konstruktiven, dann helfen wir uns selbst und der Welt eine bessere Art und Weise des Lebens zu finden, eine wo wir uns nicht selbst und die Natur um uns herum zerstoeren muessen.
In diese Sinne, sei mutig, sei ehrlich, sei du.
Alles Liebe


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26. September 2016 um 8:35
In Antwort auf afon_879179

Ich verstehe dich
Hallo einhornwoelkchen.
Ich verstehe was du sagst und ich verstehe dass du das Gefuehl hast, keinen Sinn oder Grund zu haben, gesund zu sein, weil 'gesund sein', normal sein, heisst in unserer Gesellschaft, Mit in den Konkurenzkampf einsteigen, sich an die Zeiten und Normen anderer anpassen, ja nicht ueber tiefe Gefuehle sprechen, nur gesehen zu werden, wenn man besser, groesser, erfolgreicher, extrovertierter, lustiger, cooler ist, als die anderen.
Und das nennt unsere Gesellschaft gesund! Ich will dir sagen, dein Gefuehl ist richtig, deine Frustration, deine Elanlosigkeit wieder in diesen Trott, in dieses farblose, unnatuerliche Gesellschaft zurueckzukehren, ist vollkommen richtig! Lass es dir bloss nicht ausreden.
Wovon ich spreche ist, nicht ein zurueckkehre , es ist ein Weitergehen. Auch ich hatte einen Vater mit Sucht und eine Mutter mit Depression zur Zeit meiner Magersucht, auch ich fuehlte mich von fast keinem verstanden und oft sehr alleine.
Ich konnte also nciht zurueckkehren nach Hause, ein zu Hause gab es mir mich nicht.
Doch es ergaben such Moeglichkeiten, ich bin mit 15 in eine vom Jugenamt betreute WG gezogen, das war eine Erfahrung, nicht unbedingt angenehm immer, aber doch gut fuer mich. Dort hatte ich Glueck eine gute Bezugsperson zu haben, die mir zuhoerten, die Zeit hatten und emotional selbst stabil genug war und genug Distanz aber auch Waerme hatte. Das System kuemmert sich nen Dreck um dich, doch Wir Menschen untereinander echt wollen einander helfen, (manchmal koennen wir es nicht, wenn wir selbst so viele Schmerzen haben, dass wir davon konsumiert sind).
Es war gut von meinen Eltern wegzuziehen, und eine wichtige Bezugsperson in meinem Leben zu treffen, doch die wahren tiefen Veraenderungen kamen fuer mich erst spaeter.
Im Grunde wuerde ich sagen, fing ich an ja zu Moeglichkeiten zu sagen, die sich mir eroeffneten. Das forderte schon etwas Mut, doch es zahlte sich aus, denn ploetzlich wurde das eigentliche Leben, interressanter und bedeutsamer fuer mich als Essen.

Loslassen und ja zu Moeglichkeiten zu sagen, die sich eroeffnen sind wohl die wichtigsten Erfahrungen die ich in meinem Leben insgesamt gesammelt habe, um wachsen zu koennen.
Und du bist nicht alleine, mehr und mehr Menschen, merken dass etwas nciht stimmt so wie wir angeblich leben sollen, dass es nciht funktioniert, dass wir zuviel dabei leiden und dass unsere Tiefen Beduerfnisse nicht gestillt werden.
Und viele viele Menschen suchen nach Alternativen, man kann es sehen, ueberall im Internet. Alles wird in Frage gestellt, Bildung, Soll es ein Grundeinkommen geben, wElchr Bedeutung hat eigentlich Arbeit, warum heiraten, wie funktioniert eine offenen Beziehung, usw usw. Die Ganze Welt ist in Bewegung und wir die unser Unbehagen durch Selbstangriff ausdruecken, spueren dass etwas nicht stimmt, tiefer und intensiver als manche Andere. Und wenn wir es schaffen, diesen Schmerz umzuwandeln in Eine Suche nach dem Authentischen und Tieferen und Konstruktiven, dann helfen wir uns selbst und der Welt eine bessere Art und Weise des Lebens zu finden, eine wo wir uns nicht selbst und die Natur um uns herum zerstoeren muessen.
In diese Sinne, sei mutig, sei ehrlich, sei du.
Alles Liebe


Danke
für deine ehrlichen Worte auch wenn diese keiner hören will so ist es einfach egal wie Hart und lang mein Weg war oder noch ist wenn man in dieser Gesellschaft lebt oder in einen Umfeld wo man sich nicht Wohlfühlt kann man schlecht genesen als die, die ein tolles Umfeld mit Freunden und Familie hat die einen halt geben. Die Gesellschaft will das man leistet oder gut aussieht alle streben diesen Fitnesswahn an. Ich habe angefangen 3x die Woche zu gehen je 2std ich merke es bringt nichts ich werde nie so aussehen so verfalle ich schnell wieder in mein alten Trott. Denn es macht sich eh keiner sorgen versteht ihr wie ich es meine? Klar möchte ich gesund werden und habe schon enorme Leistung gebracht und ein paar Kliniken hinter mir aber zuhause habe ich es nie weiter geschafft außer das ich nicht mehr in Lebensbedrohlichen Bereich bin aber meine Gedanken fressen mich noch auf. Jeden Tag der selbe Alltagstrott. Ich bin echt kaputt und weiß nicht wohin mit mir anscheinend bin ich nicht stark genug um es alleine zu wollen. In diesen Sinne eine schöne Woche

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26. September 2016 um 9:17
In Antwort auf einhornwoelkchen25

Danke
für deine ehrlichen Worte auch wenn diese keiner hören will so ist es einfach egal wie Hart und lang mein Weg war oder noch ist wenn man in dieser Gesellschaft lebt oder in einen Umfeld wo man sich nicht Wohlfühlt kann man schlecht genesen als die, die ein tolles Umfeld mit Freunden und Familie hat die einen halt geben. Die Gesellschaft will das man leistet oder gut aussieht alle streben diesen Fitnesswahn an. Ich habe angefangen 3x die Woche zu gehen je 2std ich merke es bringt nichts ich werde nie so aussehen so verfalle ich schnell wieder in mein alten Trott. Denn es macht sich eh keiner sorgen versteht ihr wie ich es meine? Klar möchte ich gesund werden und habe schon enorme Leistung gebracht und ein paar Kliniken hinter mir aber zuhause habe ich es nie weiter geschafft außer das ich nicht mehr in Lebensbedrohlichen Bereich bin aber meine Gedanken fressen mich noch auf. Jeden Tag der selbe Alltagstrott. Ich bin echt kaputt und weiß nicht wohin mit mir anscheinend bin ich nicht stark genug um es alleine zu wollen. In diesen Sinne eine schöne Woche

Keiner schafft Es allein
Keiner kann es alleine schaffen. Wir sind keine 'alleine wesen'. Das einzige was Ich dir sagen kann,ist, es gibt bessere Umfelde , in die du dich begeben kannst. Fuer mich war Es damals ersrmal die betreute Wg Und heute kreiere ich mir mein Umfeld stetig neu mit Menschen,die auch tief fuehlen Und suchen. Du bist nicht schwach, es ist vollkommen offensichtlich. Man wird nicht magersuechtig wenn man schwach ist. Das fordert zu viel Willenskraft. Die Frage ist nur,diesel Willenskraft fuer etwas einzusetzen,dass such laengerfristig erfuellt. Du weisst nicht wie du das machen sollst Und auch ich hatte keine Ahnung. Doch deine Intuition Weiss,was gut fuer dich ist,Und was nicht. Vertraue ihr Und halte die Ohren,augen Und dein Herz offen fuer Moeglichkeiten. Es gibt sie fuer uns alle. Pass auf dich auf

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26. September 2016 um 14:57


Hallo nussnugatmischung gute Fragen/Kommentare.werde darueber nachdenken und bald antworten.lieben gruss

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26. September 2016 um 17:34

Hallo Sandra
Hallo Sandra.
Danke fuer deine interessanten Fragen, es bringt mich weiter zum Nachdenken.
Die Magersucht ist bei mir nicht mehr praesent, eine sagen wir mal leichte Spannung existiert schon noch wenn es zum Essen kommt, hunger haben, ist fuer mich entweder koerperlich oder mental (ich kann nicht genau sagen, welches die Ursache ist), sehr unangenehm. Doch ansonsten habe ich nun ein gutes Verhaeltnis zum Essen und zu meinem Koerper, esse eigentlich alles und nicht ungerne oder gar zu gerne.
Das war ein Prozess und das was ich in meiner Nachricht zu Einhornwoelkchen geschrieben habe, sind Erkenntnisse die ich parallel zum 'gesund werden' oder 'leben lernen' gewonnen habe.
Fuer mich ist aus meiner eigenen Reflektion heraus, die Magersucht nur eine Symptomatik (nicht eine Krankheit in sich selbst) einer tieferen inneren Unruhe, und fuer mich war essentiell wichtig zu erkennen woher diese innere Unruhe und Unbehagen kommt.
Ich habe erkannt fuer mich, dass ich zwar auch eine individuelle Geschichte habe, die auch wichtig ist fuer mich zu verstehen, doch ich bin nicht nur ein Individuum, ich bin Teil des ganzen. Wie die Welt da draussen ist, beeinflusst mich, denn ich bin ein Teil davon.
Und derzeit leben wir in eine, System , dass so fern von dem ist, unsere Grundbeduerfnisse zu fuellen, wie fast noch nie. In manchen Teilen der Erde bedeuted das Hungern wegen mangelder Nahrungs Resourcen, bei uns heisst es Hungern (emotional und fuer manche koerperlich) u.a. Aus meiner Perspektive wegen mangelnder zwischenmenschlicher Verbundenheit und Entfernung mehr und mehr von der Natur und einer kompletten Verdrehung von Werten in unserer Gesellschaft.
Ich glaube, dass meine Magersucht ein Symptom war fuer den Schmerz der Unverbundenheit und roboterartigen Existenz die ich leben sollte und fuer mich ist es ein Zeichen von (intuitiver ) Gesundheit, dass ich das gespuert habe und es nicht ignoriert habe, sondern gehandelt habe.
Natuerlich war es nicht 'der richtige Weg' oder besser gesagt, ein sehr riskanter Weg, ein Spiel mit dem Feuer, doch ich wusste nicht anders auszudruecken, was in mir vorging und versuchen zu kriegen, was ich brauchte,z.b. Verbundenheit, koerperliche und emotionale Naehe, respekt, Usw.

Wenn junge Menschen sich anfangen selbst zu verletzen, nicht mehr am Leben teil haben zu wollen, dann ist das wohl ein eindeutiges alamierendes Zeichen, dass etwas mit der Gesellschaft nicht stimmt.
Und nein,Ich denke nicht, es ist gefaehrlich deinen Lebensweg danach zu richten, wie die Welt ist, solange du einer kaputten Welt, einem kaputten System nicht folgst, sondern es als Anlass nimmst, eine bessere Welt zu kreieren.
Ich habe fuer mich gemerkt, dass ich nicht das Spiel spielen kann, dass die Welt zur Zeit spielt, ich habe gemerkt, ich bin krank, weil ich das Spiel gespielt habe, weil ich es nicht besser wusste, natuerlich. Doch durch die Magersucht habe ich erkannt, dass es nicht geht fuer mich, und Warum.
Und langsam Schritt fuer Schritt habe ich mich auf den Weg gemacht, nach den Dingen zu suchen, die ich wirklich will und brauche und auch das musste ich erstmal herausfinden, weil das war tief vergraben in mir, ueberlagert von einem Berg von 'sollte, muss, darf nicht, kann nicht, jetzt nicht', Nachrichten die ich von aussen bekommen habe in der Schule, Elternhaus, Erwachsenen insgesamt und Instituitionen.

Doch das Wissen, was wir wirklich wollen, ist da in mir, und in uns allen. das meine ich mit Weitergehen, nicht Zurueckgehen.
Zurueckgehen heisst fuer mich alles so tun wie zuvor, ignorieren, was ich gelernt habe, was fuer mich nicht funktioniert hat, was mich krank gemacht hat.
Weitergehen heisst, bei null anfangen, neue Wege finden, von dem ausgehend was ich neu verstanden habe ueber mich und die Gesellschaft.
Hoffe meine Antworten sind klar genug und hilfreich irgendwie.
Alles Liebe

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26. September 2016 um 18:10

Hallo nochmal Sandra
Uebrigens stimme ich dir zu mit dem Zitat, dass man entscheiden kann worauf man seinen Fokus legt. Das meine ich mit, dass wir entscheiden koennen fuer was wir unsere inner Staerke einsetzen- fuer zerstoerung Oder kreation-fuer destruktives Oder konstruktives...

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