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Körperliche Beschwerden und gescheiterte Herausforderungen

20. September 2015 um 19:47 Letzte Antwort: 21. September 2015 um 20:26

Hallo,

habt ihr körperliche Beschwerden durch das starke Abnehmen? Ich habe seit ca. einem Jahr meine Periode nicht mehr, außerdem Haarausfall und sehr unreine Haut. Am schlimmsten sind aber Muskel- und Gelenkschmerzen. Ich habe eine Skoliose, und dadurch, dass die Muskelmasse zurückgeht, sind die Wirbel nicht mehr ausreichend gestützt und springen mir ständig heraus. Ich habe entzündete Bandscheiben, vom unterem Rücken bis hoch zur Halswirbelsäule, äußerst schmerzhaft. Ich müsste mehr Sport machen (den ich immer geliebt habe), um die Muskulatur wieder aufzubauen, merke, wie wenig nur noch vorhanden ist und wie schwer mir alles fällt (selbst längeres Klatschen nach einem Theaterstück). Dafür müsste ich zusätzlich aber mehr essen, damit der Körper überhaupt etwas hat, was er in Muskeln umwandeln kann. Und da hakt es.

Ich bin so traurig und oft panisch, wenn ich merke, wie mein Körper reagiert, dann versuche ich, mehr zu essen, nicht nur Rohkost, Putenbrustaufschnitt und Hüttenkäse, ich esse Erdnuss- und Mandelmus aus dem Glas (pro Tag ein Glas, da ist die Hälfte Fett)... und bekomme dann Panik. Heute war ich zum Frühstück eingeladen und ich habe einen solchen Panikanfall bekommen bei dem Gedanken, Brötchen mit nicht fettreduziertem Aufschnitt essen zu müssen, dass ich mich kaum beruhigen konnte. Habe zu Hause dann vorher mein Frühstück gegessen, durchaus reichhaltig, ich esse unheimlich gern Haferflocken, Beeren, Nüsse und mixe mir da eine ordentliche Portion zusammen. B Frühstück kann ich das noch, das genieße ich und die Lebensmittel sind für mich safe. Aber Weißmehlbrötchen mit Gouda oder ähnlichem geht einfach nicht mehr. Ich hatte es mir so vorgenommen, diesen Anlass heute zu nehmen und einmal "normal" zu essen, und die Tatsache, dass es nicht ging, hat mich den ganzen Tag über extrem fertig gemacht. Ich habe dann ein wenig Rührei gegessen und Obst, außerdem Tomaten und Gurken und ein bisschen Aufschnitt ohne Brötchen. Jetzt sitze ich hier mit meinen üblen Rückenschmerzen und könnte nur weinen.
Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch etwas vorgenommen habt und es dann nicht schafft?

Liebe Grüße

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20. September 2015 um 20:12

So ähnlich geht es mir auch
Hallo, mir geht es ähnlich. Ich habe auch sehr oft Rückenschmerzen, da ich auch eine Skoliose habe. Bei mir sind es aber auch besonders die Knie und Sprunggelenke, die mir wehtun. Wenn ich 10 km joggen gehe dann habe ich danach eine Bänderreizung und kann kaum noch laufen. Laut einem Physiotherapeut liegt es daran, dass mir die stützende Muskulatur fehlt und ich soll eigentlich im Moment auch kein Sport und Kraftsport betreiben, da man das im Untergewicht nicht soll. Man soll eigentlich erst zunehmen und dann kann man auch erst wieder mit dem Muskelaufbau beginnen. Dann gehen auch erst die Schmerzen weg und die Lebensfreude kommt wieder, wenn man zunimmt. Bei mir kommt noch Haarausfall, brüchige Nägel und eine ausbleibende Periode dazu. Laut Blutbild ist auch mein Hormomhaushalt durcheinander, weil mir Schildrüsenhormone fehlen. Und ich bin auch ständig müde und fühle mich schwach und friere. Die Essstörung macht echt vieles kaputt. Du solltest dir Hilfe holen! Liebe Grüße

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20. September 2015 um 20:14
In Antwort auf laszls_11858653

So ähnlich geht es mir auch
Hallo, mir geht es ähnlich. Ich habe auch sehr oft Rückenschmerzen, da ich auch eine Skoliose habe. Bei mir sind es aber auch besonders die Knie und Sprunggelenke, die mir wehtun. Wenn ich 10 km joggen gehe dann habe ich danach eine Bänderreizung und kann kaum noch laufen. Laut einem Physiotherapeut liegt es daran, dass mir die stützende Muskulatur fehlt und ich soll eigentlich im Moment auch kein Sport und Kraftsport betreiben, da man das im Untergewicht nicht soll. Man soll eigentlich erst zunehmen und dann kann man auch erst wieder mit dem Muskelaufbau beginnen. Dann gehen auch erst die Schmerzen weg und die Lebensfreude kommt wieder, wenn man zunimmt. Bei mir kommt noch Haarausfall, brüchige Nägel und eine ausbleibende Periode dazu. Laut Blutbild ist auch mein Hormomhaushalt durcheinander, weil mir Schildrüsenhormone fehlen. Und ich bin auch ständig müde und fühle mich schwach und friere. Die Essstörung macht echt vieles kaputt. Du solltest dir Hilfe holen! Liebe Grüße

Zu deiner zweiten frage
Das mit dem vornehmen ist echt eine komplizierte Sache. Man nimmt sich vor normaler zu essen aber man schafft es nicht und mir geht es dann immer ziemlich schrecklich, weil ich das Gefühl habe den Kampf zu verlieren gegen die Magersucht. Ich fühle mich oftmals auch wie ein Versager. Aber man sollte sich selber versuchen Zeit zu geben.

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20. September 2015 um 20:45

Mir geht gerade auch ein licht auf
Ich habe seid ungefähr 2 Monaten so starke Schmerzen in den Knien, der Hüfte,Füßen und Wirbelsäule dass ich es kaum aushalte. Besonders schlimm sind die Knie. Ich habe auch X Beine und war beim Orthopäden. Mwine Beine haben 9 Grad abweichung. Was machen kann man aber nichr (operieren )weil ich noch im Wachstum bin. Ich weiss nicht ob dass was mit dem UG zutun hat. Wer hat dass bei euch denn fest gestellt? Wie schäzt ihr meine Situation ein? Ich kann kaum rennen. Mal ist es schlimmer mal weniger. Treppenlaufen und einfach Bewegung wie shoppen oder so tut einfach viel zu stark weh. Ich creme mich dann mit arnika ein aber es belastet mich sehr. Lg

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20. September 2015 um 20:47
In Antwort auf ervin_12340305

Mir geht gerade auch ein licht auf
Ich habe seid ungefähr 2 Monaten so starke Schmerzen in den Knien, der Hüfte,Füßen und Wirbelsäule dass ich es kaum aushalte. Besonders schlimm sind die Knie. Ich habe auch X Beine und war beim Orthopäden. Mwine Beine haben 9 Grad abweichung. Was machen kann man aber nichr (operieren )weil ich noch im Wachstum bin. Ich weiss nicht ob dass was mit dem UG zutun hat. Wer hat dass bei euch denn fest gestellt? Wie schäzt ihr meine Situation ein? Ich kann kaum rennen. Mal ist es schlimmer mal weniger. Treppenlaufen und einfach Bewegung wie shoppen oder so tut einfach viel zu stark weh. Ich creme mich dann mit arnika ein aber es belastet mich sehr. Lg

Ich denke
das kann dir nur ein arzt sagen. Wir können ja keine Ferndiagnosen stellen, da wir selber keine ausgebildeten Ärzte sind.

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20. September 2015 um 21:09
In Antwort auf laszls_11858653

Ich denke
das kann dir nur ein arzt sagen. Wir können ja keine Ferndiagnosen stellen, da wir selber keine ausgebildeten Ärzte sind.

Aber
Vielleicht hilft es dir ja wenn man sich hier mal austauschen kann.

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21. September 2015 um 6:39
In Antwort auf laszls_11858653

Zu deiner zweiten frage
Das mit dem vornehmen ist echt eine komplizierte Sache. Man nimmt sich vor normaler zu essen aber man schafft es nicht und mir geht es dann immer ziemlich schrecklich, weil ich das Gefühl habe den Kampf zu verlieren gegen die Magersucht. Ich fühle mich oftmals auch wie ein Versager. Aber man sollte sich selber versuchen Zeit zu geben.

Gescheiterte Herausforderungen
Ich finde es auch furchtbar, wenn ich mir was vornehme und es dann nicht schaffe.

Aber was mir dann etwas hilft:
Ich versuche dann genau zu analysieren, warum ich das nicht geschafft habe. Was sind da gerade die verschiedenen Komponenten? Ich meine, wenn du realistisch die Situation betrachtest, weißt du ja sicher, dass du von einmal unkontrolliert frühstücken nicht zunehmen wirst. Also was könnte hinter deiner Panik stecken? Hattest du Vllt die Befürchtung, dich in der Frühstücksgesellschaft nicht wohl zu fühlen? War das Frühstück eine Buffet-Situation, die dir Angst eingejagt hat? Sind die Menschen mit denen Du dich ja getroffen hast welche, vor denen du deinen "krank-Status" aufrecht erhalten musst? War in den Tagen zuvor etwas los, in denen du das Gefühl des Kontrollverlustes hattest? Usw. usw.
So versuche ich den Fokus auf die eigentlichen Probleme zu lenken und fühle mich (meistens) der Krankheit nicht mehr ganz so ausgeliefert.

Außerdem finde ich es gut, dass du zumindest einen Kompromiss mit dir selbst geschlossen hast und wenigstens ETWAS dort gegessen hast.
Du hättest ja auch nur einen Tee trinken können, garnicht erst hingehen usw. Aber du hast das durchgezogen und dort etwas gegessen! Auch wenn das eigentlich nicht das Ziel war und es natürlich besser für dich gewesen wäre dort einfach zu essen, hast du doch trotzdem soweit es dir möglich war gehandelt.
Vielleicht hilft es dir ja, wenn du in solchen Situationen ganz bewusst einen Kompromiss mit dir selbst eingehst, damit du dich im Nachhinein auch loben kannst und nicht dich ausschließlich dafür verurteilst, gescheitert zu sein?!

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21. September 2015 um 6:59
In Antwort auf yejide_12326320

Gescheiterte Herausforderungen
Ich finde es auch furchtbar, wenn ich mir was vornehme und es dann nicht schaffe.

Aber was mir dann etwas hilft:
Ich versuche dann genau zu analysieren, warum ich das nicht geschafft habe. Was sind da gerade die verschiedenen Komponenten? Ich meine, wenn du realistisch die Situation betrachtest, weißt du ja sicher, dass du von einmal unkontrolliert frühstücken nicht zunehmen wirst. Also was könnte hinter deiner Panik stecken? Hattest du Vllt die Befürchtung, dich in der Frühstücksgesellschaft nicht wohl zu fühlen? War das Frühstück eine Buffet-Situation, die dir Angst eingejagt hat? Sind die Menschen mit denen Du dich ja getroffen hast welche, vor denen du deinen "krank-Status" aufrecht erhalten musst? War in den Tagen zuvor etwas los, in denen du das Gefühl des Kontrollverlustes hattest? Usw. usw.
So versuche ich den Fokus auf die eigentlichen Probleme zu lenken und fühle mich (meistens) der Krankheit nicht mehr ganz so ausgeliefert.

Außerdem finde ich es gut, dass du zumindest einen Kompromiss mit dir selbst geschlossen hast und wenigstens ETWAS dort gegessen hast.
Du hättest ja auch nur einen Tee trinken können, garnicht erst hingehen usw. Aber du hast das durchgezogen und dort etwas gegessen! Auch wenn das eigentlich nicht das Ziel war und es natürlich besser für dich gewesen wäre dort einfach zu essen, hast du doch trotzdem soweit es dir möglich war gehandelt.
Vielleicht hilft es dir ja, wenn du in solchen Situationen ganz bewusst einen Kompromiss mit dir selbst eingehst, damit du dich im Nachhinein auch loben kannst und nicht dich ausschließlich dafür verurteilst, gescheitert zu sein?!

Danke
für die lieben und tröstenden Worte. So versuche ich es auch zu sehen. Es stimmt mich nur so traurig, dass eine einfache Tatsache wie ein Brötchen ein solches Problem darstellt. Zumal ich kaum noch weiß, wie ein Brtöchen schmeckt, weil ich mir das überhaupt nicht mehr erlaube.. habe die totale Panik entwickelt, von Brot- und Backwaren zuzunehmen. Daher dachte ich vorher, dass das eine gute Gelegenheit wäre, mir "einfach" mal wieder eines zu gönnen, zusätzlich dazu den Gewinn zu haben, in Gesellschaft etwas essen zu können. Vermutlich war der Druck an mich selbst einfach zu groß.
Und es wird immer schlimmer. Seit einiger Zeit weiche ich auch meinem Freund aus, damit wir nicht zusammen essen müssen. Heute Abend werden wir uns auf jeden Fall sehen, was ich auch möchte, aber ich weiß genau, dass er dann fragt, was wir kochen können. Er weiß um mein Problem (wenn auch nicht im vollen Ausmaß) und isst und kocht selbst sehr gern sehr gesund, von daher ist alles machbar. Aber heute morgen beim Wiegen hatte ich 500 g mehr als gestern um diese Zeit (mein Kopf weiß, dass es daher kommt, dass ich gestern Abend noch spät Suppe, Gemüse und Getränke zu mir genommen habe und es noch nicht verdaut ist. Auch sind Schwankungen normal und werden nicht gesehen) und bin nun bereits jetzt in Panik vor dem Essen heute. Aber ich möchte nicht schon wieder eine Ausrede finden, nur um allein vor meinem Teller mit Rohkost und drei Scheiben Putenbrustaufschnitt zu sitzen. Zum einen zerstört es meine Beziehung auf Dauer und zum anderen mich. Guter Start in den Montag

Auf jeden Fall kann ich deine analytische Herangehensweise sehr gut verstehen und finde es super. Selbstreflexion hilft, die Krankheit zu verstehen und sich selbst weiterhin gern zu haben, sich nicht ausgeliefert zu fühlen, sondern zu sehen, an welchem Punkt Muster greifen oder gegriffen habe und ab wann man vielleicht gegensteuern kann - zumindest ein bisschen.

Tschuldigung für so viel Text so früh am Tag, es sitzt mir irgendwie so in den Knochen.

Einen schönen Tag und liebe Grüße!

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21. September 2015 um 7:59
In Antwort auf debbi_12929054

Danke
für die lieben und tröstenden Worte. So versuche ich es auch zu sehen. Es stimmt mich nur so traurig, dass eine einfache Tatsache wie ein Brötchen ein solches Problem darstellt. Zumal ich kaum noch weiß, wie ein Brtöchen schmeckt, weil ich mir das überhaupt nicht mehr erlaube.. habe die totale Panik entwickelt, von Brot- und Backwaren zuzunehmen. Daher dachte ich vorher, dass das eine gute Gelegenheit wäre, mir "einfach" mal wieder eines zu gönnen, zusätzlich dazu den Gewinn zu haben, in Gesellschaft etwas essen zu können. Vermutlich war der Druck an mich selbst einfach zu groß.
Und es wird immer schlimmer. Seit einiger Zeit weiche ich auch meinem Freund aus, damit wir nicht zusammen essen müssen. Heute Abend werden wir uns auf jeden Fall sehen, was ich auch möchte, aber ich weiß genau, dass er dann fragt, was wir kochen können. Er weiß um mein Problem (wenn auch nicht im vollen Ausmaß) und isst und kocht selbst sehr gern sehr gesund, von daher ist alles machbar. Aber heute morgen beim Wiegen hatte ich 500 g mehr als gestern um diese Zeit (mein Kopf weiß, dass es daher kommt, dass ich gestern Abend noch spät Suppe, Gemüse und Getränke zu mir genommen habe und es noch nicht verdaut ist. Auch sind Schwankungen normal und werden nicht gesehen) und bin nun bereits jetzt in Panik vor dem Essen heute. Aber ich möchte nicht schon wieder eine Ausrede finden, nur um allein vor meinem Teller mit Rohkost und drei Scheiben Putenbrustaufschnitt zu sitzen. Zum einen zerstört es meine Beziehung auf Dauer und zum anderen mich. Guter Start in den Montag

Auf jeden Fall kann ich deine analytische Herangehensweise sehr gut verstehen und finde es super. Selbstreflexion hilft, die Krankheit zu verstehen und sich selbst weiterhin gern zu haben, sich nicht ausgeliefert zu fühlen, sondern zu sehen, an welchem Punkt Muster greifen oder gegriffen habe und ab wann man vielleicht gegensteuern kann - zumindest ein bisschen.

Tschuldigung für so viel Text so früh am Tag, es sitzt mir irgendwie so in den Knochen.

Einen schönen Tag und liebe Grüße!

Ich kann mir vorstellen...
... dass es für eich schwierig ist in Gesellschaft zu essen. Und wie oben geschrieben, ist es auch echt ein Fortschritt, dass du es geschafft hast zumindesten ein bisschen was in Gesellschaft zu essen. Auch wenn du zugenommen hast, was ich auch denke, dass es Mageninhalt und Transportgewicht ist, sagt die Zahl nichts über dich aus. Sie zeigt dir zwar an wie viel du gerade wiegst aber sie sagt nichts über deinen Charakter und über deine Stärken aus. Halt dir das immer vor Augen. Vielleicht ist es heute Abend auch ganz gut, wenn du dich mit deinem.Freund triffst, vielleicht lenkt es dich auch etwas ab und sag ihm ganz deutlich, wemm du etwas nicht möchtest. Das muss er akzeptieren. Einen schönen Start in den Tag.

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21. September 2015 um 8:29
In Antwort auf laszls_11858653

Ich kann mir vorstellen...
... dass es für eich schwierig ist in Gesellschaft zu essen. Und wie oben geschrieben, ist es auch echt ein Fortschritt, dass du es geschafft hast zumindesten ein bisschen was in Gesellschaft zu essen. Auch wenn du zugenommen hast, was ich auch denke, dass es Mageninhalt und Transportgewicht ist, sagt die Zahl nichts über dich aus. Sie zeigt dir zwar an wie viel du gerade wiegst aber sie sagt nichts über deinen Charakter und über deine Stärken aus. Halt dir das immer vor Augen. Vielleicht ist es heute Abend auch ganz gut, wenn du dich mit deinem.Freund triffst, vielleicht lenkt es dich auch etwas ab und sag ihm ganz deutlich, wemm du etwas nicht möchtest. Das muss er akzeptieren. Einen schönen Start in den Tag.

...
"Das muss er akzeptieren. "
Vermutlich muss er das, aber genauso muss man dann auch damit leben können, wenn man die Beziehung an die Wand gefahren hat.
Ich glaube ohnehin das Zusammensein mit einer Essgestoerten ist mindestens so anstrengend wie mit jeder anderen "Süchtigen" und auf Dauer unmöglich. Die Männer sind früher oder später doch alle "fertig".

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21. September 2015 um 12:55
In Antwort auf gereon_12076287

...
"Das muss er akzeptieren. "
Vermutlich muss er das, aber genauso muss man dann auch damit leben können, wenn man die Beziehung an die Wand gefahren hat.
Ich glaube ohnehin das Zusammensein mit einer Essgestoerten ist mindestens so anstrengend wie mit jeder anderen "Süchtigen" und auf Dauer unmöglich. Die Männer sind früher oder später doch alle "fertig".

Das stimmt leider
Für eine Beziehung ist es äußerst anstrengend. All die schönen Dinge, die wir früher gern zusammen gemacht haben, gemeinsam kochen, lecker essen gehen, mit Freunden zusammen sein und dabei einfach was essen... fast unmöglich geworden. Er hat zum Glück viel Verständnis und ich kann sehr auf ihn und auf uns bauen, aber einfach ist es auf keinen Fall. Und ich weiß, wie sehr ich ihn damit belaste. Auch das normale Sexleben leidet natürlich, weil jede körperliche Sinnlichkeit verschwunden ist - zumindest in meinem Selbstverständnis. Geht euch das auch so?

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21. September 2015 um 15:35
In Antwort auf debbi_12929054

Das stimmt leider
Für eine Beziehung ist es äußerst anstrengend. All die schönen Dinge, die wir früher gern zusammen gemacht haben, gemeinsam kochen, lecker essen gehen, mit Freunden zusammen sein und dabei einfach was essen... fast unmöglich geworden. Er hat zum Glück viel Verständnis und ich kann sehr auf ihn und auf uns bauen, aber einfach ist es auf keinen Fall. Und ich weiß, wie sehr ich ihn damit belaste. Auch das normale Sexleben leidet natürlich, weil jede körperliche Sinnlichkeit verschwunden ist - zumindest in meinem Selbstverständnis. Geht euch das auch so?

...
Liebe peanut,
Du schreibst
"ich kann sehr auf ihn und auf uns bauen".
Ich weiß nicht, wie alt Du bist und wie lange ihr zusammen seid.
Aber ich kann Dir aus meiner langjährigen Erfahrung sagen: Beziehung und MS ist fast nicht zu vereinen.
Ich war nie in einem so dramatischen körperlichen Zustand wie Du ihm beschrieben hast, aber das kann sich kein Mann auf Dauer ansehen. Diese Selbstzerstörung des Menschen,den er am meisten liebt...
Dann schreibst Du, er ist Fitnesstrainer. Wenn er das auch lebt, wird er sich eine gesunde kraftvolle Frau wünschen, mit der er gemeinsam sporteln kann, wie verbringt ihr überhaupt eure Freizeit, wenn Du körperlich dermaßen angeschlagen bist ?
Ich finde das ganz furchtbar.
Und bitte nicht falsch verstehen, ich bin mittlerweile einfach soweit, dass ich mir sage, ab einem gewissen Schweregrad der MS kann man keine Beziehung mehr führen.

"Wer sich selbst nicht liebt, kann auch andere nicht lieben" ...

Ich bin geschieden, und habe danach eine Beziehung dank meiner ES zerstört, und werde mich bevor ich nicht einigermaßen geheilt war, keinem Mann mehr zumuten.

Das nächste Thema ist Kinderwunsch. Die meisten Männer wünschen sich früher oder später Kinder. Dazu muss man nicht nur körperlich sondern auch psychisch absolut stabil sein.

Vielleicht versuchst Du wenigstens mal aus dem krassen UG zu kommen. Aber nicht Deinem Freund sondern Deiner allgemeinen Zukunft zuliebe.

Und zu Deiner Frage: ich finde es für eine Beziehung nicht nur äußerst anstrengend sondern ab einem gewissen Punkt unzumutbar.
Nichts ist schlimmer, als dabei zuzusehen, wie der Mensch, den man liebt, sich selbst in Raten umbringt. Da Du jetzt schon gravierende körperliche Beschwerden hast, kannst Du Dir die Langzeitschäden ausmalen.
Aber Du bist noch sehr sehr tief drin in der MS,
denn Du hast geschrieben " so schlimm ist das gar nicht (BMI 16,4)."

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du das Ruder noch herumreißen kannst.

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21. September 2015 um 20:26
In Antwort auf ervin_12340305

Mir geht gerade auch ein licht auf
Ich habe seid ungefähr 2 Monaten so starke Schmerzen in den Knien, der Hüfte,Füßen und Wirbelsäule dass ich es kaum aushalte. Besonders schlimm sind die Knie. Ich habe auch X Beine und war beim Orthopäden. Mwine Beine haben 9 Grad abweichung. Was machen kann man aber nichr (operieren )weil ich noch im Wachstum bin. Ich weiss nicht ob dass was mit dem UG zutun hat. Wer hat dass bei euch denn fest gestellt? Wie schäzt ihr meine Situation ein? Ich kann kaum rennen. Mal ist es schlimmer mal weniger. Treppenlaufen und einfach Bewegung wie shoppen oder so tut einfach viel zu stark weh. Ich creme mich dann mit arnika ein aber es belastet mich sehr. Lg

Welche beschwerden
habt ihr denn noch? Und was tut ihr dagegen? Was denkt ihr? Sind meine Beschwerden überhaupt eine MÖGLICHE Auswirkung?Lg

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