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Komisches Essverhalten

Letzte Nachricht: 20. November 2013 um 8:23
G
geena_12854242
19.11.13 um 11:44

Hallo!

Alles fing vor über zwei Jahren mit wechselnd auftretender Übelkeit an, weswegen ich bis heute ca. 10kg abgenommen habe. Wegen der Übelkeit war ich auch schon bei mehreren Ärzten und bin nach wie vor noch in Behandlung, aber anscheinend bin ich kerngesund. Mittlerweile wiege ich bei einer Größe von 1,74m 58kg (+/- 1kg). Ich habe zu Hause keine Waage, was auch gut ist, denn sonst würde ich mich ständig nur wiegen...

Unter der Woche bin ich alleine und da denke ich ständig nur darüber nach, was ich essen könnte, um ja nicht zuzunehmen und habe auch ständig ein schlechte Gewissen, wenn ich dann wirklich einmal etwas gegessen habe. Es dreht sich sozusagen alles nur ums Essen.
Am Wochenende, wenn ich meinen Freund sehe, ist es ganz anders. Da esse ich alles und auch in anständigen Mengen, manchmal bestimmt auch viel zu viel, aber dabei fühle ich mich ziemlich selten nur schlecht.
Natürlich sehe ich mich auch nicht so schlank, wie ich anscheinend bin. Klar, ich merke, dass meine Brüste kleiner geworden sind und man auch die Knochen deutlicher sieht, aber so wirklich dünn empfinde ich mich nicht, auch wenn mir sogar schon nachgesagt wurde, dass ich dürr bin (was ich sehr von der Hand weisen würde).
Trotzdem dreht sich in meinem Kopf irgendwie alles nur um die Esserei und ob das nicht schon viel zu viel sein kann oder nicht.
Diese Probleme sind auch erst aufgekommen, nachdem ich von alleine so viel abgenommen habe, da ich zwar immer gern etwas weniger gewogen hätte, aber da nicht so verkrampft drauf aus war. Aber seitdem das Gewicht jetzt so niedrig wie noch nie zuvor ist, will ich das auch gern halten, oder sogar auch noch weniger werden.

Mich stört das alles, weil es ja auch wirklich nicht gesund sein kann, nur am Wochenende wirklich etwas zu essen...
Nur, was kann das sein?

Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren.

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S
selver_11957295
19.11.13 um 14:22

Hallo Eihpets,
auffällig ist bei dir, dass sich deine Gedanken ständig ums Essen drehen und dass du davon sprichst, dass du dich ständig wiegen würdest, wenn du eine Waage hättest. Das sind bereits typische Symptome einer Essstörung.Du bist zwar noch im unteren Normalgewicht, solltest aber auf keinen Fall weiter abnehmen, da dies die weitere Entwicklung einer Essstörung fördern würde.Du musst auf dich aufpassen, versuchen gegen die kranken Gedanken anzukämpfen, für eine ausreichende und regelmäßige Ernährung sorgen und dich auch deinen Problemen stellen.Eine Essstörung ist eine psychische Krankheit, der immer schwer zu bewältigende seelische Konflikte zugrunde liegen.

LG Nus

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G
geena_12854242
19.11.13 um 17:27
In Antwort auf selver_11957295

Hallo Eihpets,
auffällig ist bei dir, dass sich deine Gedanken ständig ums Essen drehen und dass du davon sprichst, dass du dich ständig wiegen würdest, wenn du eine Waage hättest. Das sind bereits typische Symptome einer Essstörung.Du bist zwar noch im unteren Normalgewicht, solltest aber auf keinen Fall weiter abnehmen, da dies die weitere Entwicklung einer Essstörung fördern würde.Du musst auf dich aufpassen, versuchen gegen die kranken Gedanken anzukämpfen, für eine ausreichende und regelmäßige Ernährung sorgen und dich auch deinen Problemen stellen.Eine Essstörung ist eine psychische Krankheit, der immer schwer zu bewältigende seelische Konflikte zugrunde liegen.

LG Nus

Hallo Nus,
danke für deine Antwort. Wenn ich jemandem davon erzähle, werde ich auch eher belächelt und nicht so richtig ernstgenommen. Klar, macht man sich Sorgen um mich, weil ich vorher ziemlich normal gegessen habe (mittlerweile, wenn ich daran denke, wie viel das damals war, empfinde ich das schon als extrem viel) und trotzdem diesen Gewichtsverlust hatte.
Ich habe jetzt angefangen Kalorien zu zählen, was zwar eigentlich eher negativ ist, allerdings hilft es mir, mal zu sehen, wie wenig ich eigentlich sonst gegessen habe. Heute zum Beispiel habe ich zwei Brötchen und einen Joghurt gegessen und das kommt mir extrem viel vor, obwohl ich es ja eigentlich wesentlich besser weiß, einen normalen Menschenverstand habe ich ja trotzdem noch...
LG, Stephie

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selver_11957295
20.11.13 um 8:23
In Antwort auf geena_12854242

Hallo Nus,
danke für deine Antwort. Wenn ich jemandem davon erzähle, werde ich auch eher belächelt und nicht so richtig ernstgenommen. Klar, macht man sich Sorgen um mich, weil ich vorher ziemlich normal gegessen habe (mittlerweile, wenn ich daran denke, wie viel das damals war, empfinde ich das schon als extrem viel) und trotzdem diesen Gewichtsverlust hatte.
Ich habe jetzt angefangen Kalorien zu zählen, was zwar eigentlich eher negativ ist, allerdings hilft es mir, mal zu sehen, wie wenig ich eigentlich sonst gegessen habe. Heute zum Beispiel habe ich zwei Brötchen und einen Joghurt gegessen und das kommt mir extrem viel vor, obwohl ich es ja eigentlich wesentlich besser weiß, einen normalen Menschenverstand habe ich ja trotzdem noch...
LG, Stephie

Hallo Stephie,
das Kalorienzählen ist ein probates Mittel um sicherzustellen, dass man nicht zu viel aber auch nicht zu wenig isst, um sein Gewicht zu halten oder bei Bedarf langsam zuzunehmen. Wenn du die Kalorien von 2 Brötchen und einem Joghurt zusammenzählst, erkennst du leicht, dass es viel zu wenig waren. Trotzdem kommt es dir viel vor. Daran siehst du, wie sehr die Essstörung dein Denken und auch deine Wahrnehmung im Bereich Essen/Gewicht/Aussehen beeinträchtigt. Jetzt geht es darum, diesen negativen Einfluss zurückzudrängen. Bei dem Versuch, ausreichend zu essen, wirst du mit einer Angst vor Essen und einer Gewichtszunahme konfrontiert, der sog. Gewichtsphobie, die bei dir hoffentlich noch nicht so stark ausgeprägt ist, dass es dir gelingt, sie allein zu überwinden. Wenn nicht, steckst du bereits tiefer in der Essstörung als es dir (und mir) lieb ist und du würdest Hilfe benötigen.

LG Nus

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