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Kennt sich jemand mit blutwerte aus

22. Februar 2010 um 12:34 Letzte Antwort: 10. April 2010 um 18:30

hey leute.
ich hab seit 3 wochen ca ab und zu mal ein ziehen und stechen im unterleib. war deshalb schon beim hausarzt, der auf eine eierstockentzündung tippte. daraufhin ging ich letzten freitag dann zum frauenarzt, der bei der normalen untersuchund und beim ultraschall nichts festellen konnte. meine schmerzen sind auch nicht mehr schlimm.
er nahm mir vorsichtshalber noch blut ab. ich habe dann eben dort angerufen und sie dagten mir, das meine blutsenkung ein bisschen erhöht sei (10/20). ich bin weiblich und 18 jahre alt. sie meinte das gynäkologisch also alles okay sei und das ich erstmal nichts machen muss. stimmt das? ich kenn mich da gar nicht aus nun bin ich krank..also erkältet. war der wert deshalb so? oder muss ich jetzt nochmal zum anderen arzt?

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10. April 2010 um 18:30


Die Bestimmung der Blutsenkung ist eine sehr alte Methode, bei der man misst, wie schnell die roten Blutkörperchen absinken. Eine Erhöhung der "Senkung" kommt bei sehr vielen Erkrankungen, harmlosen aber auch schweren, vor. Oft findet sich eine erhöhte Senkung, ohne dass man irgendeine Krankheit nachweisen könnte.

Diese einfache Methode ist sehr unspezifisch, das heißt, der Wert ist bei sehr vielen, ganz verschiedenen Erkrankungen erhöht. Auch ist bei manchen Menschen die Blutsenkung immer erhöht, ohne dass man irgendeine Krankheit nachweisen könnte.
Die Bestimmung wird oft als Suchtest eingesetzt, da man glaubt, dass eine normale Senkung viele Erkrankungen sehr unwahrscheinlich macht. Dies ist aber nur teilweise richtig.

Prinzip: zu Erhöhungen kommt es bei bestimmten Veränderungen der Eiweißkörper oder der roten Blutkörperchen im Blut.

* Entzündungen, Infektionen

* Rheumatische Erkrankungen und Kollagenosen (Rheumatische Arthritis, Lupus Erythematodes, Sklerodermie, Panarteriitis nodosa, Arteriitis Temporalis,..)

* Maligne Tumoren

* Paraproteinämien (abnorme Eiweißvermehrung im Blut bei bestimmten Formen von Blut- bzw. Lymphdrüsenkrebs, z.B. Plasmozytom oder Morbus Waldenström). Sehr starke Erhöhungen möglich.

* Eiweißverluste bei Nierenschäden (nephrotisches Syndrom)

* Herzinfarkt (nach 2-3 Tagen; kann wochenlang erhöht bleiben)
Lungeninfarkt oder Lungenembolie

* Leberzirrhose

* Leichte Erhöhungen vor der Monatsblutung der Frau

* Einnahme der "Pille"

* Schwangerschaft

* Hypercholesterinämie, Hypertriglyzeridämie

* Blutarmut (bes. bei großzelligen Formen wie der Vit.B12/Folsäuremangel- weniger bei kleinzelligen wie der Eisenmangelanämie)

* Dextraninfusionen


Info stammt aus:
http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_bsg.htm

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